Freistaat Sachsen

Der zu den fünf neuen Bundesländern gehörende Freistaat Sachsen breitet sich im östlichen Teil von Mitteldeutschland aus und gehört neben Bayern und Thüringen zu den drei deutschen Freistaaten. Sachsen führt diese Bezeichnung mit Verweis auf die demokratischen Traditionen des Landes, das schon lange nicht mehr von einem Monarchen, sondern vielmehr von seinen freien Bürgern regiert wird. 
Sachsen, das östlichste Bundesland Deutschlands, war als Land im Zuge der deutschen Wiedervereinigung 1990 neu gegründet worden. Seine Geschichte und Tradition sowie seine verträumten Landschaften und pulsierenden Städte wie v.a. Dresden und Leipzig machen den Freistaat neben Mecklenburg Vorpommern zu einem der beliebtesten touristischen Ziele in der Bundesrepublik. Das Land ist weder von den Menschen noch von der Landschaft her homogen, sondern äußerst vielfältig. Beherrscht wird es bestimmt von der Atem beraubenden Sächsischen Schweiz, dem mystisch-symphatischen Erzgebirge, dem Zittauer Gebirge, der Leipziger Tieflandsbucht sowie vom Vogtland und der Oberlausitz.

Der Freistaat, eine Wiege der Reformation, kann zudem auf eine lange Geschichte des Brauchtums und der Kultur zurückschauen. Herrliche Schlösser schwelgen noch in monarchischen Zeiten, als Sachsen noch Kurfürstentum war. In Meißen ist das 1708 erfundene Porzellan noch immer lebendig, und v.a. an der Silberstraße zwischen Dresden und Zwickau erkennt man die immer noch andauernde Lebendigkeit der sächsischen Bergbautradition, die sich in ihren fein gearbeiteteten regionalen Produkten versinnbildlicht. Aufgrund derart historischer wie kultureller Sehenswürdigkeiten hat Sachsen zurecht im Jahre 2007 die Liste der inländischen Kultururlaubsziele angeführt und sogar solch touristische Giganten wie Bayern und Nordrhein-Westfalen in ihre Schranken gewiesen.

Es lohnt sich also, Sachsens Vielfalt zu entdecken.
 
Name des Bundeslandes Freistaat Sachsen
Angrenzende Bundesländer
bzw. Staaten
Bayern, Brandenburg, Sachsen Anhalt und Thüringen
Polen und Tschechien
Bundesland seit Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1989
Erster Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) von 1990 bis 2002
Landesflagge  Sachsen_Landesflagge
Landeswappen  Sachsen_Landeswappen
Landeshymne

Das Sachsenlied (inoffizielle Hymne):
"Gott sei mit dir mein Sachsenland"

Sitzverteilung im Landtag
(Wahl vom 31. August 2014)

Wahlbeteiligung: 49,2%
CDU 59 (39,4%)
Die Linke 27 (18,9%)
SPD 18 (12,4%)
AfD 14 (9,7%)
Bündnis90/Die Grünen 8 (5,7%)

Ministerpräsident

Michael Kretschmer (CDU) gewählt am 13. 12. 2017
Vorgänger: Stanislaw Tillich (CDU) - gewählt am 29. Sept. 2009
wiedergewählt am 12. Nov. 2014 - am 18. 10. 2017 zurückgetreten

Regierungs-Koalition CDU, SPD
Opposition

Die Linke
AfD
Bündnis90/Die Grünen

Anzahl der Stimmen im Bundesrat 6
Einwohnerzahl 4,2 Mio.
Ethnien v.a. Deutsche und Sorben
Religionen Protestanten (21,2%)
Katholiken (3,6%)
andere und ohne Religion (75,2%)
Sprachen v.a. Deutsch (mit ostmitteldeutschen Dialekten)
Landes-Hauptstadt Dresden mit ca. 513.000 Einwohnern
Fläche 18.416 km²
Berge mit einer Höhe
 über 1.000 m

Fichtelberg (1.215 m)
Eisenberg (1.028 m)
Auersberg (1.019 m)
Einsberg (1.003 m)

Flüsse u.a. Elbe, Weiße Elster, Oder, Mulde und Weißeritz
 Größere Seen

Bärwalder See (ca. 13 km²)
Partwitzer See bzw. Skadoer See (ca 11 km²) 
Speicherbecken Lohsa II (ca. 958 ha) 
Zwenkauer See (ca. 914 ha)

Kfz.-Kennzeichen von Dresden DD
Webseite des Landes www.sachsen.de
Vertetung beim Bund in Berlin Brüderstraße 11
10178 Berlin
Tel.: 0049 - (0)30 - 206060

Kleine Geschichte von Sachsen

Vor 1945
Das Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen ist bereits seit etwa 5.500 v. Chr besiedelt gewesen, wobei es später zum Einflussgebiet des Stammes der Hermunduren und anderer elbgermanischer Kleinstämme gehörte. Später kamen die Langobarden und v.a. die Thüringer, zu deren Herrschaftsgebiet zumindest Nordwestsachsen gehörte und die am Anfang des 5. Jahrhunderts in Abhängigkeit von den Hunnen (unter Attila) gerieten.
Nach dem Zerfall des Hunnenreiches bildete sich ein unabhängiges Thüringerreich, dessen Ostgrenze durch das heutige Sachsen führte. Im 6. Jahrhundert fielen die südlichen Gebiete des Thüringerreiches unter fränkische Herrschaft und die nördlichen unter die der Sachsen. Die Region östlich der Saale wurde zum Ende des 6. Jahrhunderts von den westslawischen Sorben besiedelt, während die Gebiete an der Elbe und in der Lommatzscher Pflege an die slawischen Daleminziern fielen.

Letztere besiegte im 10. Jahrhundert König Heinrich I., der mit der von ihm errichteten Burg Meißen die Wiege Sachsens legte. Nachdem bis 1089 verschiedene Adelsgeschlechter in der Mark Meißen geherrscht hatten, wurden sie von den Wettinern abgelöst. Nach der Entmachtung von Herzog Heinrich der Löwe im Jahre 1180 wurde dessen Herzogtum Sachsen geteilt, wobei ein Gebiet an die Askanier ging. Das inzwischen zum Kurfürstentum avancierte Sachsen fiel 1423 an die thüringischen Wettiner und wurde wegen seiner großen Bedeutung bald Name für deren gesamtes Reich. Waren diese Länder nun auch alle unter einer Herrschaft vereint, so dauerte es noch mindestens bis zum 17. Jahrhundert, bis das Gebiet zusammengewachsen war. Bis dahin aber erlebte Sachsen mehrere Landesteilungen. Das Territorium zeichnete sich in der Frühen Neuzeit als wichtige Bastion der Reformation aus. Nicht nur, dass der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise Martin Luther auf der Wartburg versteckt hielt, so stand auch der zur Verteidigung der Reformation gegründete Schmalkaldische Bund unter Führung Kursachsens (und Hessens).
Auch im Dreißigjährigen Krieg kam Sachsen eine wichtige politische Bedeutung zu, und nach dem Krieg blieb Sachsen außenpolitisch bis zum Ende des 17. Jahrhunderts an der Seite der österreichischen Habsburger.

1806 nahm Sachsen an preußischer Seite am Krieg gegen Napoléon teil. Nach der Niederlage gegen den französischen Kaiser schlug sich Sachsen auf die Seite Napoléons. Obwohl es sich später wiederum gegen Napoléon stellte, betrieb Preußen auf dem Wiener Kongress die Auflösung Sachsens, scheiterte aber damit und erhielt „nur“ 1/5 des sächsischen Territoriums.

Nachdem Sachsen 1831 konstitutionelle Monarchie geworden war und einen erstaunlichen industriellen Aufschwung erleben konnte, stellte sich das Land 1866 im österreichisch-preußischen Krieg auf Wiener Seite und wurde nach der Niederlage Mitglied des Norddeutschen Bundes unter preußischer Führung. Sachsen nahm 1870/17 auch am Deutsch-Französischen Krieg teil und ging 1871 als Land im Deutschen Kaiserreich auf.

Mit dem Jahre 1918 endete in Sachsen die Monarchie, und 1919 wurde das Vorläufige Grundgesetz für den Freistaat Sachsen erlassen. Bis 1933 erlebte Sachsen einen rapiden wirtschaftlichen Niedergang und heftig geführte politische Auseinandersetzungen v.a. zwischen rechten und linken Kräften. Mit dem Jahre 1933 kam die nationalsozialistische Herrschaft und mit dem Jahre 1939 der Zweite Weltkrieg, in dessen Verlauf Dresden im Jahre 1945 Opfer eines der schwersten Bombenangriffe des gesamten Krieges wurde. Nachdem Sachsen sowohl von der Roten Armee als auch US-amerikanischen Truppen besetzt worden war, ging fast das gesamte Land am 3. Juli desselben Jahres an die Sowjetische Besatzungszone.

Nach 1945
Sachsen wurde im Jahre 1945 zu einem Land innerhalb der Sowjetischen Besatzungszone. Es setzte sich zu dieser Zeit aus dem früheren Freistaat sowie den Gebieten der preußischen Provinz Niederschlesien (westlich der Oder-Neiße-Grenze) zusammen, während die sächsischen Gebiete östlich der Neiße an Polen verloren gingen. In den Folgejahren nach 1945 ging der Besitz der größeren deutschen Unternehmen sowie der aktivsten Nationalsozialisten an die Landesverwaltungen der sowjetischen Besatzungszone über. Mehr als 1.000 Betriebe wurden enteignet, während einige größere Unternehmen in der Hand der Sowjets verblieben. Die bedeutendsten Kulturgüter gingen in die staatliche Verwaltung über.
Nach der bemerkenswert frühen Vereinigung von KPD und SPD zur SED im Jahre 1946 fand am 20. Oktober jenes Jahres die erste Landtagswahl Sachsens statt, in deren Folge Rudolf Friedrichs zum ersten sächsischen Ministerpräsidenten gewählt werden konnte. Indes existierte Sachsen seit 1952 faktisch nicht mehr, nachdem es in die drei Bezirke Dresden, Leipzig und Chemnitz (von 1953 bis 1990 Karl-Marx-Stadt) geteilt worden war.
Am 3. Oktober 1990 entstand nach der Zusammenlegung der DDR-Bezirke Dresden, Chemnitz und Leipzig sowie der Kreise Hoyerswerda und Weißwasser das neue Bundesland Sachsen, das die Bezeichnung „Freistaat“ annahm. Indes muss angefügt werden, dass der Begriff „Freistaat“ seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland keine maßgebliche rechtliche Bedeutung mehr hat, denn alle Länder besitzen die gleiche verfassungsrechtliche Stellung und auch die Freistaaten verfügen über keine föderalen Sonderstellungen.
Nach einem Bürgerentscheid des Jahres 1992 kamen einige thüringische Gebiete ebenfalls an Sachsen. Dazu gehörten Gemeinden der Landkreise Greiz, Schleiz und Zeulenroda. Sachsen war danach größer als das Königreich des Jahres 1918.

Die Ministerpräsidenten Sachsens zwischen 1945 und 2009. Dabei ist indes zu berücksichtigen, dass das Land de facto zwischen 1952 und 1990 nicht existiert hat.
- Rudolf Friedrichs von der SPD/SED (1945-1947)
- Max Seydewitz von der SED (1947-1952)
- Kurt Biedenkopf von der CDU (1990-2002)
- Georg Milbradt von der CDU (2002-2008)
- Stanislaw Tillich von der CDU (2008-2017)
- Michael Kretschmer von der CDU (2017-amtierend)

Etwas Geografie
Der insgesamt 18.415,51 km² große Freistaat Sachsen, in dem gegenwärtig etwa 4.205.000 Menschen leben (Stand 06/2008), wird von den deutschen Bundesländern Brandenburg (Norden), Sachsen-Anhalt (Nordwesten), Thüringen (Westen) und Bayern (Südwesten) eingerahmt, grenzt indes südlich auch an Tschechien und im Osten an Polen. Das geographisch östlichste deutsche Bundesland gliedert sich in Mittelgebirge, Hügel- und Flachland. Das Flachland wird insbesondere von der Leipziger Tieflandsbucht südlich von Leipzig und der nördlichen Oberlausitz bestimmt, während sich das Hügelland weiter im Süden des Landes ansiedelt. Die sächsischen Mittelgebirge schließlich bestehen aus dem Vogtland im Südwesten Sachsens sowie dem Erzgebirge im Osten (oft in West-, Mittel- und Osterzgebirge untergliedert), dessen höchste Erhebung der 1.215 Meter hohe Fichtelberg ist. Ein weiteres Mittelgebirge ist das Elbsandsteingebirge, welches durch die Elbe innerhalb des Erzgebirges geschaffen wird. Die so genannte Lausitzer Verwerfung am nordöstlichen Rand des Elbtals bildet die Grenze zum Lausitzer Bergland, das im Südosten Sachsens in das bis nach Tschechien reichende Lausitzer Gebirge überwechselt.
Größter und wichtigster sowie als einziger schiffbarer „sächsischer“ Fluss ist die Elbe, welche das Land von Südosten nach Nordwesten durchquert. Sie wird u.a. von solchen Quellflüssen wie der Mulde, der Weißeritz, der Zschopau, der Weißen Elster und der Spree gespeist.
Die Lausitzer Neiße begrenzt den Freistaat Sachsen im Osten, bevor sie in die Oder einmündet.

Seen
Der größte See des Freistaates Sachsen ist der 13 km² große Bärwalder See, der auch als Speicher Bärwalde bezeichnet wird. Der auch drittgrößte See des Lausitzer Seenlands breitet sich in der oberlausitzischen Gemeinde Boxberg aus und wurde nach dem nahe gelegenen Ort Bärwalde benannt. Gespeist wird der Bärwalder See durch die Spree. Sachsen hat auch Anteil am 13,3 km² großen Bittefelder See. Doch liegt dieser fast vollständig auf dem Gebiet Sachsen-Anhalts, so dass er nicht Sachsens größten See darstellen kann. Weitere größere Seen Sachsens sind der 11,2 km² große Partwitzer See, das 958 Hektar messende Speicherbecken Lohsa II, der 914 Hektar große Zwenkauer See südlich von Leipzig sowie der 840 Hektar große Groitzscher See (auch Luckaer See).

 

Verwaltungsgliederung
Sachsen wird in die drei Direktionsbezirke Chemnitz, Dresden und Leipzig unterteilt, wobei diese Direktionsbezirke insgesamt zehn Landkreise sowie drei kreisfreie Städte enthalten.
Die sächsischen Landkreise sind:
- Bautzen
- Erzgebirgskreis
- Görlitz
- Leipzig
- Meißen
- Mittelsachsen
- Nordsachsen 
- Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
- Vogtlandkreis
- Zwickau
Die drei kreisfreien Städte sind
Chemnitz (Kfz: C)
Dresden (Kfz: DD)
Leipzig (Kfz: L)

Städte und Gemeinden
Der Freistaat Sachsen setzt sich aus 496 politisch selbständigen Städten und Gemeinden zusammen. 178 davon sind Städte, kreisfreie Städte oder Große Kreisstädte, und 318 sind nichtstädtische Gemeinden. Zum Teil haben sich die kreisangehörigen Gemeinden zu Verwaltungsgemeinschaften zusammengeschlossen. Gegenwärtig sind 239 Gemeinden in 96 Verwaltungsgemeinschaften und 34 Gemeinden in 10 Verwaltungsverbänden zusammengefasst.
Zu den größten und/oder bedeutendsten Städten des Freistaates Sachsen gehören - nach ihrer Größe geordnet:
- Leipzig, kreisfrei, mit ca. 511.700. Einwohnern
- Dresden, Landeshauptstadt, kreisfrei, mit ca. 508.400
- Chemnitz, kreisfrei, mit ca. 244.300 Einwohnern
- Zwickau, Kreis Zwickau, mit ca. 95.300 Einwohnern (**
- Plauen, Vogtlandkreis, mit ca. 67.300 Einwohnern **
- Görlitz, Kreis Görlitz, mit ca. 56.600 Einwohnern
- Freiberg, Mittelsachsen, mit ca. 42.100 Einwohnern
- Bautzen, Kreis Bautzen, mit ca. 41.350 Einwohnern
- Hoyerswerda, Kreis Bautzen, mit ca 40.000 Einwohnern
- Pirna, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, mit ca. 39.300 Einwohnern
- Freital, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, mit ca 39.140 Einwohnern
- Riesa, Kreis Meißen, mit ca 35.100 Einwohnern
- Radebeul, Kreis Meißen, mit ca. 33.300 Einwohnern
- Zittau, Kreis Görlitz, mit ca 29.100 Einwohnern
- Meißen, Kreis Meißen, mit ca. 27.850 Einwohnern
- Delitzsch, Nordsachsen, mit ca. 27.100 Einwohnern
- Limbach-Oberfrohna, Kreis Zwickau, mit ca. 26.100 Einwohnern
- Glauchau, Kreis Zwickau, mit ca. 25.150 Einwohnern
- Markkleeberg, Kreis Leipzig, mit ca. 24.000 Einwohnern
- Werdau, Kreis Zwickau, mit ca 23.360 Einwohnern
- Annaberg-Buchholz, Erzgebirgskreis, mit ca. 22.500 Einwohnern
- Torgau im  mit rund 20.000 Einwohnern
- Bad Schandau mit rund 3.800 Einwohnern
- Oybin im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge  mit rund 1.500 Einwohnern **

**Oybin
Die nur 1.500 Einwohner zählende Gemeinde im Zittauer Gebirge ist wegen der Burgruine aus dem Jahr 1364 von Karl IV. () sowie das dortige Cölestinerkloster von 1384 auf dem gleichnamigen 514 m hohen Berg bekannt.
Erwähnenswert ist auch die Schmalspurbahn, die von Zittau nach Oybin und Jonsdorf fährt.  

**Plauen
Die Stadt Plauen mit ihren ca. 65.000 Einwohnern ist die fünftgrößte Stadt Sachsens und liegt im Mittelvogtländischen Kuppenland an den Ufern der Weißen Elster im Westen Sachsens. Die erste Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahr 1122. Während der Industriealisierung wuchs die Stadt aufgrund der Textilindustrie stark an und galt ab 1904 als Großstadt. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Stadt zerstört. Heutige Wahrzeichen der Stadt sind sicherlich das Alte Rathaus sowie die Johanniskirche. Aber auch die Friedensbrücke sowie die Elstertalbrücke beeindrucken den Besucher.

**Torgau

Torgau liegt an der Elbe und umfasst rund 20.000 Einwohner. Die Stadt ist die Kreisstadt des Landkreises Nordsachsen. Besonders sehenswert ist das hiesige Schloss Hartenfels - ein hervorragend erhaltenes Schloss im Stil der Frührenaissance.
Es sei erwähnt, dass sich hier am 25. April 1945 Soldaten der sowjetischen und US-amerikanischen Truppen trafen unddiesen Tag als Elbe Day bezeichneten.

**Zwickau
Zwickau ist mit seinen ca. 95.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Sachsen. Die Stadt liegt im Vorland des Erzgebirges im Südwesten Sachsens. Die erste Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahr 1118. Das bekannteste Kind der Stadt ist sicherlich der Komponist Robert Schumann. Die Stadt gilt als die Wiege der Automobilindustrie in Sachsen und hat eine weit mehr als hundertjährige Autoherstellungstradition.

**Bad Schandau
Der bekannte sächsische Kur- und Erholungsort Bad Schandau mit rund 3.800 Einwohnern an der Elbe besticht u.a. durch die vielen Gründerzeithotels, die wundervolle St.-Johanniskirche aus dem 17. Jahrhundert, den prächtigen Marktplatz sowie die beiden Elbbrücken. Natürlich sind auch die Kureinrichtungen sowie der riesige Botanische Garten am Eingang des Kirnitzschtals sehr berühmt. Abgerundet wird das vielseitige Angebot Bad Schandaus durch den historische Personenaufzug nach Ostrau, bei dem es sich um eine 50 Meter hohe Eisenkonstruktion handelt, welche zum höher gelegenen Ortsteil Ostrau hinaufführt

Sachsenhymne
Die Sachsenhymne entstand im Jahre 1890. Ihr Text stammt von Maximilian Hallbauer und die Melodie von Julius Otto. Indes muss erwähnt werden, dass Sachsen derzeit keine eigene Hymne besitzt. Außerdem verfügte das Land nach Historikermeinung nie über eine offizielle Staatshymne. Lediglich bezeichnet man verschiedene Lieder, die Sachsen und die Bewohner thematisieren, als Sachsenlied oder Sachsenhymne.
Neben der bekannten (und unten wiedergegebenen) Sachsenhymne sind das auch Lieder wie Jürgen Harts "Sing, mei Sachse, sing".

Gott sei mit dir mein Sachsenland,
blüh' frei und fröhlich fort!
"Ein frommes Herz und fleiß'ge Hand!"
das sei mein Losungswort!
Hell leuchte deiner Tugend Glanz,
du edle Perl' im deutschen Kranz.
Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf, mein Sachsenland!
Wohl bist an Schätzen reich du nicht,
bist klein und eng umgrenzt.
Doch deine Kraft, die ist das Licht
das Hütt' und Thron umglänzt.
Laut töne deiner Weisheit Ruhm
du Säul' im deutschen Heiligtum.
Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf, mein Sachsenland!
In Sturm und Not auch lock're nicht,
das alte heil'ge Band
das deutscher Sinn für Recht und Pflicht
um Volk und Herrscher wand.
Gesund sei Stamm und Krone dein
du starker Baum im deutschen Hain.
Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf,
Glück auf, Glück auf, mein Sachsenland!

Gebäude und Bauwerke

Dresdner Zwinger
Der "Traum aus Sandstein" zählt zu den bedeutendsten und bekanntesten Bauwerken Europas. Dieser wunderschöne Bau im Stil des Barock wurde in den Jahren 1711 bis 1722 nach den Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann (1662-1736) und Balthasar Permoser (1651-1732) auf den Resten der Mauern einer alten Bastion erbaut. In dem Zwinger befinden sich heutzutage eine Gemäldesammlung, eine Porzellansammlung, ein mathematisch-physikalischer Salon, ein Museum für Tierkunde sowie eine Rüstkammer. Weiterhin liegt im Bereich des Zwingers das von Balthasar Permoser mitgestaltete Nymphenbad, das eines der schönsten barocken Brunnen weltweit ist. Bei dem verheerenden Bombenangriff auf Dresden am 13./14. Februar 1945 wurde der Zwinger stark zerstört. Bereits wenige Monate danach wurde mit dem Wiederaufbau begonnen, der im Jahr 1963 weitgehend abgeschlossen war.

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Theaterplatz 1
01067 Dresden

Goldener Reiter in Dresden
1736 enthülltes und mittlerweile völlig neu renoviertes Reiterstandbild von August dem Starken am Neustädter Markt, das in seinem goldenen Glanz erstrahlt.

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Neustädter Markt
01097 Dresden

Neues Rathaus in Dresden
Das neue Rathaus ist ein gewaltiger Sandsteinbau, der zwischen 1905 und 1910 entstand. Sein Turm ist achteckig und genau 100 Meter hoch, in 80 Metern Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform. Auf dem Turm befindet sich die 4,90 m hohe "Figur des Goldenen Mannes". Nachdem das Rathaus 1945 fast vollkommen zerstört worden war, musste es fast neu erbaut werden. Zum Gedenken und Dank an die Frauen, die in den Nachkriegsjahren den Wiederaufbau vorantrieben, wurde vor dem Festsaalflügel am Rathausplatz die Plastik "Trümmerfrau" erbaut.

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Lingnerallee 3
01069 Dresden

   

   

Auerbachs Keller in Leipzig
Bekannteste und zweitälteste Gaststätte Leipzigs; weltbekannt durch J. W. Goethes "Faust". Dieser weilte während seines Studiums in Leipzig 1765-1768 oft in Auerbachs Keller und erfuhr hier von der alten Sage, dass im Jahr 1525 der berühmte Schwarzkünstler Dr. Johannes Faustus mithilfe des Teufels ein großes Fass aus dem Keller die Treppen hinaus bis auf die Straße geritten habe. Goethe nahm Auerbachs Keller in seinen "Faust" auf.

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Grimmaische Straße 2-4
04109 Leipzig

Altes Rathaus in Chemnitz
Zwischen 1496 und 1498 entstand das spätgotische Alte Rathaus von Chemnitz. Im mehrfach umgestalteten Bauwerk befindet sich heutzutage natürlich auch das Bürgermeisteramt. Auch das Rathaus war während der Bombardements von 1945 in Mitleidenschaft gezogen worden und brannte bis auf einige Gewölbe vollständig aus. Bekannt ist insbesondere das Judith-Lucretia-Portal (1559) an der Frontseite des Rathausturms. Eine hervorragende Aussicht erhält man von der Aussichtsplattform des Turmes, der einst als Wohnsitz des Stadtvogts diente.

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Rathausstraße 1
09111 Chemnitz

Karl-Marx-Monument in Chemnitz
Dieses gewaltige, „Nischel“ oder „Nüschel“ (= sächsisch für „Kopf“) genannte Karl-Marx-Monument wurde im Jahre 1971 eingeweiht. Geschaffen hat es der russische Künstler Lew Kerbel. Das Wahrzeichen von Chemnitz stand vor dem Gebäude, das zu DDR-Zeiten dem Rat des Bezirks und der SED-Bezirksleitung als Dienstsitz diente.

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Brückenstraße 12
09111 Chemnitz

Roter Turm in Chemnitz
Das Wahrzeichen von Chemnitz ist zugleich das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt. Es geht auf das ausgehende 12. Jahrhundert zurück und fungierte zunächst als Bergfried, danach als Sitz des Stadtvogtes. Wegen der roten Farbe des in der Mitte des 16. Jahrhunderts aufgesetzten Backsteingeschosses wird der Turm als „Roter Turm“ bezeichnet. Nachdem die Befestigungsanlagen der Stadt abgetragen worden waren, wurde der Turm als Gefängnis genutzt, in dem auch August Bebel einst gesessen hat. Im Zusammenhang mit den Luftbombardements auf Chemnitz im Jahre 1945 brannte der Turm aus und musste zwischen 1957 und 1959 neu aufgebaut werden.

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Straße der Nationen 5
09111 Chemnitz

Reichenturm in Bautzen
Der Reichenturm in Bautzen wurde in den Jahren zwischen 1400 und 1402 erbaut.

Er wird auch gerne als "schiefer Turm von Sachsen" bezeichnet, was daran liegt, dass er wegen einer Bodenabsenkung in Schräglage steht.

Der Turm ist etwa 55 Meter hoch und wird heute als ein beliebter Aussichtsturm genutzt. Er befindet sich zwischen der Reichenstraße und dem Kornmarkt.

An der Ostseite des Turmes ist übrigens ein Denkmal für Kaiser Rudolf II. (1552-1612) zu finden.

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Reichenstraße
02625 Bautzen

Göltzschtalbrücke
Die Göltzschtalbrücke gilt als größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Erbaut wurde sie von 1846 bis 1851. Die Brück hat eine Höhe von 78 m und eine Länge von 574 m. Für den Bau der Brücke wurden ca. 26 Millionen Ziegel benötigt.

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Göltzschtalbrücke
8499 Mylau


Heffterbau in Zittau
Der Heffterbau in der Pfarrstraße ist das Wahrzeichen der Stadt und wurde vom damaligen Bürgermeister Heimrich von Heffter gestiftet. Das Gebäude mit seinem schmucken Renaissancegiebel entstand nach dem Dreißigjährigen Kriege (1618-1648) und diente von 1691 bis 1846 böhmischen Flüchtlingen als Gebetsraum. Zwischen 2000 und 2002 fand eine vollständige Sanierung statt. Heutzutage sind im Heffterbau Exponate der Städtischen Museen Zittau beheimatet.

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Klosterstraße 3
03583 Zittau

Zittauer Rathaus
Das Zittauer Rathaus am Marktplatz wurde zwischen 1840 und 1845 von Carl August Schramm nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel im Stil der Neorenaissance errichtet. Am Eingang wird der Besucher von zwei großen Sandsteinfiguren aus dem Meißel Karl Gottlob Beyers begrüßt. Hierbei handelt es sich einmal um „Sophia“, die Göttin der Gerechtigkeit, und weiterhin um „Themis“, die Göttin der Weisheit. Charakteristisch für das Rathaus ist auch der 50 Meter hohe Turm. Besondere Sehenswürdigkeiten des zwischen 1990 und 2002 vollständig sanierten Bauwerks sind u.a. die Buntglasfenster im Innenhof sowie der aufwändig dekorierte und 1993 restaurierte Bürgersaal.

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Rathausplatz 1
02763 Zittau

Sehenswerte Museen

Albertinum in Dresden
Nach 6-jährigen Renovierungsarbeiten wurde das Albertinum am 20. Juni 2010 wieder eröffnet. Ursprünglich war es im Jahr 1563 als Zeughaus errichtet und im 19. Jahrhundert zum Museum umgewidmet worden. Seinen Namen erhielt es nach dem sächsischen König Albert (1828-1902). Eine besondere Attraktion ist der frühere Innenhof, der vorher als Parkplatz gedient hatte und jetzt einen der schönsten Räume des Museums darstellt. In dem Museum werden u.a. Werke der folgenden Künstler  - hochwassersicher - ausgestellt: Fritz Cramer, Edgar Degas, Birgit Dieker, Caspar David Friedrich, Oskar Kokoschka, Wilhelm Lehmbruck, Claude Monet, Neo Rauch, Gerhard Richter und François Auguste René Rodin. Das Museum beherbergt  zudem einen Buchladen und ein Cafe.

Kontakt

Georg-Treu-Platz 2
01067 Dresden Tel: 0049 - (0)0351 - 49 14 2000
Fax: 0049 - (0)0351 - 49 14 2001
Email: besucherservice@skd.museum

Grünes Gewölbe in Dresden
Das barocke Gesamtkunstwerk, das August der Starke in den Jahren 1723-1730 anlegen lies, ist auch heute noch atemberaubend. Die einzelnen Sammlungen, die jeweils für sich genommen schon faszinierend sind, verschmelzen mit den Räumen zu einem Ganzen. Das barocke Gesamtkunstwerk, das August der Starke in den Jahren 1723-1730 anlegen lies, ist auch heute noch atemberaubend. Die einzelnen Sammlungen, die jeweils für sich genommen schon faszinierend sind, verschmelzen mit den Räumen zu einem ganzen. Der Besucher betritt das Gewölbe im Bersteinkabinett und wird dann durch eine sich steigernde Raumfolge über das Elfenbeinzimmer, das Weißsilberzimmer und das silbervergoldetet Zimmer zum Preziosensaal geführt. Wer vom Schwelgen der Sinne noch nicht genug hat, der sollte sich das Neue Grüne Gewölbe eine Etage höher nicht entgehen lassen. Hier werden die wertvollsten Stücke der Sammlung wie z.B. die Permoser Arbeiten in einem gelungenen modernen Ambiente präsentiert.

Öffnungszeiten

Neues Grünes Gewölbe: 10 - 18 Uhr; Dienstag geschlossen.
Historisches Grünes Gewölbe: 10 - 19 Uhr; Dienstag geschlossen.

Kontakt

Taschenberg 2
01067 Dresden
Tel: 0049 - (0)0351 - 49 14 2000
Fax: 0049 - (0)0351 - 49 14 2001
Email: besucherservice@skd.museum
Web: www.skd.museum

Museum der Bildenden Künste in Leipzig
Am 4. Dezember 2004 eröffnet, ist das Bildermuseum der erste Museumsneubau in den Neuen Ländern seit 1949. Um das Gebäude gab es lebhafte Diskussionen, seit seiner Eröffnung sind jedoch auch die Kritiker verstummt. Das Museum beherbergt die Gemäldesammlung, eine Sammlung der Leipziger Bürger seit 1837, mit fast 400 Werken Alter Meister und 750 Werken der Kunst des 19. Jahrhunderts. Außerdem sind die wichtigsten Künstler der DDR repräsentiert und aktuelle Künstler der Leipziger Schule.

Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag bis Sonntag: 10 - 18 Uhr
Mittwoch: 12 - 20 Uhr
Montag geschlossen.

Kontakt

Katharinenstraße 10
04109 Leipzig
Tel: 0049 - (0)341 - 216 99 0
Fax: 0049 - (0)341 - 216 99 999
Email: mdbk@leipzig.de
Web: www.mdbk.de

Bach-Archiv und Museum in Leipzig
Das 1950 gegründete Museum umfasst die Abteilungen Forschung, Bibliothek, Museum und Veranstaltungen. Außerdem bietet die Dauerausstellung "Bach in Leipzig - Leben, Wirken, Nachwirken" eine Vielzahl an Informationen zu Leben und Werk von Johann Sebastian Bach während seines Lebens in Leipzig. Nach zweijährigen Renovierungsarbeiten wurden das Bach-Archiv mit dem angeschlossenen Museum am 21. März 2010 - dem 325. Geburtstag von Johann Sebastian Bach (1685-1750) - in Anwesenheit  des Bundespräsidenten sowie des Ministerpräsidenten von Sachsen feierlich wiedereröffnet.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 10 – 18 Uhr

Kontakt

Thomaskirchhof 15/16
04109 Leipzig
Tel: 0049 - (0)341 - 91 37 202
Email: museum@bach-leipzig.de
Web: www.bach-leipzig.de

Museum "Kirche zum Heiligen Kreuz" in Zittau
Das Museum "Kirche zum Heiligen Kreuz", welches in einer ehemaligen Kirche untergebracht ist, stellt das Große Zittauer Fastentuch von 1472 aus. Dieses überdimensionale Textilkunstwerk (8,20 m Höhe; 6,80 Breite) stellt auf 90 Bildern von der Erschaffung der Welt, den ersten Menschen, Noahs Arche bis hin zum jüngsten Gericht biblische Szenen dar. Das Fastentuch ist dar drittgrößte der Welt und wird in der größten Vitrine der Welt ausgestellt. Das Fastentuch kann sich durchaus mit Textilkunstwerken wie dem Teppich von Bayeux messen und zählt sicherlich zu den eindrucksvollsten Textilwerken der abendländischen Überlieferung.

Öffnungszeiten

April bis Oktober: Täglich: 10 - 18 Uhr
November bis März: Täglich: Dienstag bis Sonntag: 10 - 17 Uhr

Kontakt

Frauenstraße 23
02763 Zittau
Tel: 0049 - (0)3583 - 500 89 20
Email: info@zittauer-fastentuecher.de

Gedenkstätte Bautzen
Der ehemaligen "Stasi-Knast" Bautzen II ist heute eine Gedenkstätte. In Erinnerung an die politischen Gefangenen der SED-Diktatur  und die  unmenschlichen Haftbedingungen zeigt die Gendenkstätte eine ständige Ausstellung. Ebenfalls zu besichtigen sind Arrestzellen, der Isolationstrakt und die Freiganghöfe.

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag: 10 - 16 Uhr
Freitag: 10 - 20 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 10 - 18 Uhr

Kontakt

Weigangstraße 8a
02625 Bautzen
Tel: 0049 - (0)3591 - 4 04 74
Web: www.stsg.de

Adam-Ries-Museum
Das Adam-Ries-Museum mit Annaberger Rechenschule in Annaberg-Buchholz ist dem Rechenmeister Adam Ries gewidmet. Es ist in dessen einstigem Wohnhaus in der Johannisgasse untergebracht, in dem er zwischen 1525 und 1559 lebte. Das Museum vermittelt nicht nur wichtige Daten und Ereignisse aus dem Leben des Reichenriesen, sondern lässt auch Einblicke in das damalige Zeitgeschehen, die Lebens- und Arbeitsumstände zu. Interessierte können auch das „Annaberger Rechendiplom" erhalten.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 10 - 16

Kontakt

Johannisgasse 23
09456 Annaberg-Buchholz
Tel: 0049 - (0)3733 - 2 21 86
Fax: 0049 - (0)3733 - 42 90 87
Email: info@adam-ries-museum.de
Web: www.adam-ries-museum.de

 

Kultur und Wissenschaft

Brühlsche Terrasse in Dresden
Diese Anlage wird auch der "Balkon Europas" genannt. Das 500 m lange und bis zu 200 m breite Areal bietet einen traumhaften Blick auf Elbe und Neustadt. Die Terrasse wurde nach Minister Heinrich Graf von Brühl benannt. Er veranlasste die Gestaltung des Geländes nach dem Vorbild eines Lustgartens. Zu den bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandenen Repräsentativbauten zählen das Neue Ständehaus, die Sekundogenitur, die Kunstakademie und das Albertinum.

Kontakt

Brühlsche Terrassen 1
01067 Dresden

Gläserne Manufaktur in Dresden
Diese Produktionsstätte des Volkswagenkonzerns ist eine touristische Attraktion: Die Montage von Luxus-PKW kann von der Straße und von mehreren Cafés aus verfolgt werden. In dem 40 m hohen Glasturm werden die fertigen Wagen ausgestellt.

Kontakt

Lennéstraße 1
01069 Dresden

Porzellanmanufaktur in Meißen
Die weltberühmte Porzellanmanufaktur in Meißen, die Geburts- und Herstellungsstätte des Meißner Porzellans, wurde am 23. Januar  1710 per Dekret des Kurfürsten August des Starken (1670-1733) als „Königlich-Polnische und Kurfürstlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur“ gegründet. Die Produktionsstätte wurde in der Albrechtburg eingerichtet. Im Turm der Meißner Frauenkirche wurde 1929 das erste stimmbare von dem Modellierer Emil Paul Börner erstellte Porzellan-Glockenspiel aufgehängt. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Produktion trotz Demontage durch die Sowjets weiter geführt werden.

Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig
Die Deutsche Bibliothek hat als Nationalbibliothek die Aufgabe, alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen seit 1913 zu sammeln und zu archivieren. Seit der deutschen Teilung gibt es die zwei Standorte Leipzig und Frankfurt am Main. Leipzig hat inzwischen etwa 13,2 Millionen Bestandseinheiten. Neben Sondersammlungen wie der Reichsbibliothek von 1849, Exil-Literatur 1933-1945 oder der Anne-Frank-Shoah-Bibliothek, befindet sich auch das Buch- und Schriftmuseum in der Deutschen Bücherei. Das beeindruckende Gebäude ist von 1914-1916 erbaut worden. Neben dem Hauptgebäude befindet sich ein Magazinturm, der bald mit einem zweiten Erweiterungsbau ergänzt werden soll, um den ständig wachsenden Bestand zu fassen.

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 8 - 22 Uhr
Samstag: 9 - 18 Uhr

Kontakt

Deutscher Platz 1
04103 Leipzig
Tel: 0049 - (0)
Fax: 0049 - (0)

Theater- und Opernhäuser

Gewandhaus in Leipzig
Das ursprüngliche Gewandhaus wurde 1498 in der Leipziger Altstadt als Zeughaus errichtet. Nach der Nutzung des ersten Stockwerks als Messehaus der Tuch- und Wollwarenhändler wurde das ganze Gebäude bald Gewandhaus genannt. 1781 wurde im zweiten Stock des Gebäudes ein Konzertsaal eingerichtet. Das in diesem Gebäude regelmäßig spielende Orchester wurde nach ihm Gewandhausorchester benannt. Der Grundstein für das heutige Gewandhaus gegenüber dem Leipziger Opernhaus wurde 1977 gelegt. Das Gebäude wurde zwischen 1977 und 1981 von Rudolf Skoda, Eberhard Göschel, Volker Sieg und Winfried Sziegolei erbaut. Sighard Gille schuf 1980-1981 für die Foyers das 714 m² große und 31,80 m hohe Deckengemälde Gesang vom Leben.

Kontakt

Augustusplatz 8
04109 Leipzig

Theater Görlitz
1851 eröffnet und von Gustav Kießler erbaut, wird das Theater auch gerne „Kleine Semperoper“ genannt. Mehrere Umbauten und Umgestaltungen veränderten im Laufe der Geschichte das Aussehen des Theaters. Die letzten Renovierungsarbeiten wurden im Jahre 2002 abgeschlossen. Dabei wurde u.a. der Zuschauerraum vollständig erneuert, der in seinem heutigen Erscheinungsbild sich stark dem aus dem Jahre 1873 angenähert hat. Im heutigen Theater werden Opern, Ballette, Konzerte und Operetten aufgeführt. Die Konzerte werden dabei zumeist vom hauseigenen Orchester, der Neuen Lausitzer Philharmonie gespielt. Das Theater fühlt sich dem europäischen Gedanken sehr verpflichtet und betreibt seit 2003 den „Salon“, eine Spielstätte im polnischen Teil der Stadt.

Kassenöffnungszeiten

Dienstag bis Freitag: 10 – 13 Uhr und 14 – 18 Uhr
Samstag: 10 – 12:30 Uhr

Kontakt

Demianiplatz 2
02826 Görlitz
Tel: 0049 - (0)3581 - 47 47 47
Web: www.theater-goerlitz.de

Sächsische Staatsoper Dresden, Semperoper
Hier spielt die sächsische Staatskapelle - eines der traditionsreichsten Orchester der Welt. Erbaut wurde die Semperoper von 1838 bis 1841 als Hoftheater durch Gottfried Semper. Dieser Bau wurde jedoch 1869 durch einen Brand zerstört. 1871 wurde mit dem Bau eines neuen Hoftheaters begonnen. Dieser wurde 1945 beim Luftangriff auf Dresden zerstört. Ab 1977 erfolgte der Wiederaufbau.

Kontakt

Theaterplatz 2
01067 Dresden
Tel: 0049 - (0)351 - 49 11 731
Email: bestellung@semperoper.de
Web: www.semperoper.de

Opernhaus Leipzig
Die frühesten Vorläufer des Opernhauses gehen bis ins Jahr 1693 zurück. Somit kann man das Opernhaus Leipzig nach Venedig und Hamburg als das drittälteste bürgerliche Opernhaus Europas ansehen. Im Jahr 1960 wurde das Haus am Schwanenteich als erster Theaterneubau der Nachkriegszeit eröffnet. Im Opernhaus Leipzig finden ca. 1.600 Zuschauer Platz.

Eintrittspreise

Die Kartenpreise schwanken je nach Darbietung und Platzkategorie zwischen 80 und 12 €.

Kontakt

Augustusplatz 12
04109 Leipzig
Tel: 0049 - (0)341 - 12 61 258
Email: marketing@oper-leipzig.de
Web: www.oper-leipzig.de


Theater Meißen

Seit nunmehr über 155 Jahren ist das Theater Meißen fester Bestandteil des städtisch-kulturellen Lebens der Stadt. Es wurde auf Betreiben einer Theatergesellschaft sowie einiger Kaufleute 1851 ins Leben gerufen und im Gebäude des Gewandhauses untergebracht. Dort befindet es sich noch immer. Nachdem das Theater bis 1963 mit einem eigenen Ensemble bestechen und danach als Gastspieltheater an die frühere Glanzzeit anknüpfen konnte, wurde es von der Hochwasserflut 2002 schwer getroffen. Doch man hat es saniert, so dass es mehr denn je einen wichtigen Teil der Kulturlandschaft Meißens darstellt.

Kontakt

Theaterplatz 15
01662 Meißen
Tel: 0049 - (0)3521 - 41 55 0
Fax: 0049 - (0)3521 - 41 55 50
Email: info@theater-meissen.de
Web: www.theater-meissen.de

 

Kirchen,  Klöster, Moscheen und Synagogen

 Katholische Hofkirche zu Dresden
Der größte Sakralbau Sachsens wurde zwischen 1739 und 1954 von dem italienischen Baumeister Gaetano Chiaveri erbaut und gilt als das jüngste Bauwerk des römischen Barock. Die Hofkirche ist heute die Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen. Die Kathedrale wurde vollkommen aus Sandstein errichtet. Im Inneren der dreischiffigen Basilica befinden sich zahlreiche Heiligenfiguren und weitere Kunstwerke, darunter das Altarbild Christi Himmelfahrt und der Kanzelkorb von Balthasar Permoser. Die Seufzerbrücke verbindet die Kathedrale mit dem Schloss.

Öffnungszeiten

Montag und Dienstag: 9 - 18 Uhr
Mittwoch und Donnerstag: 9 - 17 Uhr
Freitag: 13 - 17 Uhr
Samstag: 10 - 17 Uhr
Sonntag: 12 - 16 Uhr

Kontakt

Theaterplatz 1
01067 Dresden


Dresdner Frauenkirche
Die Frauenkirche, das wichtigste Bauwerk von George Bähr, war bis zur Zerstörung 1945 das Wahrzeichen Dresdens - und ist es heute wieder. Sie ist die bedeutendste protestantische Kirche Sachsens. Der Zentralbau ist über 95 m hoch. Der Wiederaufbau begann 1993: Man verwendete zu einem Drittel Originalsteine. Seit 1996 konnte die Krypta wieder für Gottesdienste genutzt werden; seit 2004 prägt die Kuppel des Barockbaus wieder die Silhouette der Stadt. Der 130 Mio. Euro teure Wiederaufbau wurde weitestgehend durch Spenden getragen. Der Herzog von Kent schenkte der Frauenkirche im Jahr 2000 das neue Kuppelkreuz.

Öffnungszeiten

Montag bis Samstag: 10 - 12 und 13 - 18 Uhr
Sonntag: Die Öffnungszeiten variieren ja nach Gottesdienst

Eintrittspreise

Eintritt frei.
Fotografieren bzw. Filmen nicht gestattet

Kontakt

Neumarkt
01067 Dresden
Tel: 0049 - (0)351 - 656 06 100
Fax: 0049 - (0)351 - 656 06 108
Email: fuehrungen@frauenkirche-dresden.de
Web: www.frauenkirche-dresden.de

Kreuzkirche in Dresden
Die Kreuzkirche gehört zu den größten evangelischen Gotteshäusern Deutschlands. Bereits im 13. Jahrhundert muss es die Kreuzkirche am heutigen Platz gegeben haben, jedoch entstand die klassizistische Fassade erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts. 1945 brannte die Kreuzkirche vollkommen aus und wurde Anfang der 50er Jahre provisorisch wieder aufgebaut. Man beschloss später, es bei diesem Provisorium zu belassen, um die Schmucklosigkeit der Kirche an den Zweiten Weltkrieg erinnern zu lassen. Der Kreuzchor, ein weltberühmter Knabenchor, besteht bereits seit dem 14. Jahrhundert.

Öffnungszeiten

Montag – Samstag: 10 - 18 Uhr
Sonntag: ab 12 Uhr

Eintrittspreise

Eintritt frei.
Preise für den Turmaufstieg: Erwachsene 2,50 €; Kinder 1 €

Kontakt

An der Kreuzkirche 6
01067 Dresden
Web: www.kreuzkirche-dresden.de

St. Johanniskirche in Zittau
An der Stellte einer alten Pfarrkirche wurde in den Jahren 1834 bis 1837 nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel eine klassizistische Kirche errichtet. Der ca. 60 m hohe Südturm dient heut als Aussichtsplattform.

Kontakt

Johannisplatz 1
02763 Zittau

Kloster Altzella, Landkreis Meißen
Das Kloster Altzelle befindet sich in der Nähe der Stadt Nossen, das mit seinen rund 11.000 Einwohnern im Landkreis Meißen liegt.
In dem ehemaligen Zisterzienserkloster wurden zwischen 1190 und 1381 die Herrscher der Wettiner beigesetzt.
Im Jahr 1175 wechselte der Abt mit seinem Konvent aus der Zisterzienserabtei Pforta - bei Naumburg - in das Kloster Cella. Zur gleichen Zeit wurde mit dem Bau der Klosterkirche begonnen und 1198 wurde die Stiftskirche geweiht.
Das Kloster diente ab 1190 als Grablege der Wettiner bis von 1339 bis 1349 die Andreaskapelle als Begräbnisstätte des Geschlechts der Wettiner errichtet wurde.
Hier wurden Friedrich der Ernsthafte (1310-1349) und Friedrich der Strenge (1332-1381) beigesetzt.

Im Jahr 1436 wurde das Schloss Nossen mit den umgebenen Ländereien von dem Kloster käuflich erworben.
Nach dem Kauf wurden die Gebäude des Schlosses zum Sitz der Äbte umgebaut, während das Obergeschoss des Konversenhaus 1506 als Bibliothekssaal genutzt wurde
Seine Blütezeit erlebte das Kloster unter den Äbten Vinzenz von Gruner und Martin von Lochau, der zwischen 1501 und 1522 Abt des Klosters war.
Um 1540 wurde das Kloster auf Weisung des sächsischen Herzogs Heinrich der Fromme (1473-1541) säkularisiert. Und ab dem Jahr 1557 wurden große Teile der Klosterbauten unter der Regierungszeit von Kurfürst August (1526-1586) abgebrochen und als Baumaterial verwendet.

Ein Brand im Jahr 1599 zerstörte dann die noch vorhandenen Teile des Klosters, wobei nur das Konversenhaus erhalten blieb, das als Schüttboden und Rinderstall genutzt wurde.
Zwischen 1676 und 1787 wurde auf Betreiben der sächsischen Kurfürsten nach den Überresten der Vorfahren gesucht und diese anschließend in einer Gedächtniskapelle - dem heutigen Mausoleum - beisetzen. Um das Jahr1800 entstand ein romantischer Landschaftspark, bei dem Gebäude und Ruinen mit einbezogen wurden.

1993 übernahm der Freistaat Sachsen das Kloster. Danach wurde das Kloster mit den vorhandenen Fragmenten wiederhergestellt.
Das Kloster zeigt sich heutzutage als eine Mischung aus einem Park mit Ruinen und renovierten Gebäuden. Es dient als Ort von diversen kulturellen und religiösen Veranstaltungen. Im Wirtschaftsbereich können Seminare und private Feierlichkeiten veranstaltet werden.
Zellaer Straße 10
01683 Nossen

Cölestinenserkloster in Oybin
Das Kloster der Cölestinenser wurde in den Jahren 1369 bis 1384 auf dem 414 m hohen Oybin in der Nähe des berühmten - 1364 von Kaiser Karl IV.  errichteten - Kaiserhauses errichtet. Infolge der Reformation wurde das Kloster in der Mitte des 16. Jahrhunderts aufgelöst. Im Jahr 1577 wurde sie infolge eines Blitzeinschlags erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Von 1972 bis 1973 diente sie als Veranstaltungsort für Open-Air-Konzerte. Von 1992 bis 1993 wurde die Klosterkirche umfangreich renoviert und wird seit dem Jahr 2004 wieder als Konzert- und Theaterhalle genutzt.

Dom zu Meißen
Dieser in Meißen in der Nähe Dresdens gelegene Dom bildet, hoch über der Elbe gelegen, zusammen mit der Albrechtsburg ein imposantes Panorama. Die Anfänge des Doms liegen etwa im Jahr 1240 als Umbau einer dort befindlichen Basilika. Ab 1260 wurde der heutige Dom als reine gotische Kathedrale bis etwa 1410 erbaut. Eine weitere Erweiterung erfuhr der Dom im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts durch den ersten sächsischen Kurfürsten, Friedrich den Streitbaren (1370-1428), als er eine Begräbniskapelle als Chorraum vor der Westfassade des Doms anbauen ließ. Die im Jahr 1413 durch einen Blitzschlag eingestürzten Türme der Westfront wurden erst in den Jahren 1904 bis 1908 wieder aufgebaut. Bis zum Jahr 1581 war der Dom als Kathedrale Sitz des Bischofs von Meißen. Der Sitz des heutigen Bistums Dresden-Meißen ist in Dresden. Zur Innenausstattung des Doms gehören u. a. die um 1260 aus der Werkstatt der Naumburger Dombauwerkstätte stammenden steinernen Stifterfiguren wie die Bildnisse von Kaiser Otto I. (912-973) und seiner Gemahlin Adelheid von Burgund, die das damalige Bistum Meißen gründeten.

Öffnungszeiten

April bis Oktober: Täglich: 9 - 18 Uhr
November bis März: 10 - 16 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene 2 €; Kinder 1,50 €
Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.

Kontakt

Domplatz 7
01662 Meißen
Tel: 0049 - (0)3521 - 45 24 90
Fax: 0049 - (0)3521 - 45 38 33
Email: info@dom-zu-meissen.de
Web: www.dom-zu-meissen.de

Thomaskirche in Leipzig
Die Thomaskirche ist die Hauptwirkungsstätte des Thomanerchors und eng mit dem Namen Johann Sebastian Bachs verbunden. Die Anfänge der heutigen Kirche gehen auf das Jahr 1160 zurück. Im Jahr 1212 stiftete Markgraf Dietrich ein Augustiner-Chorherrenstift. Um 1355 wurde der romanische Chorraum gotisch umgestaltet. Im Jahr 1482 wurde das romanische Schiff der Kirche abgerissen und man errichtete den bis heute erhaltenen Neubau einer gotischen Hallenkirche. Eine umfassende Renovierung der Kirche nach der Wiedervereinigung konnte bis zum 200.Todestag von Johann Sebastian Bach am 28. Juni 2000 weitgehend beendet werden. Ein wichtiges Kunstwerk in der Kirche ist der aus Alabaster, in den Jahren 1614-1615 von Franz Döteber geschaffene Taufstein.

Öffnungszeiten

Täglich: 9 - 18 Uhr

Kontakt

Thomaskirchhof 18
04109 Leipzig
Tel: 0049 - (0)341 - 2 22 24 0
Fax: 0049 - (0)341 - 2 22 24 105
Email: info@thomaskirche.org
Web: www.thomaskirche.org

Nikolaikirche in Leipzig
Hier war mit den Montagsgebeten und den später folgenden Montagsdemonstrationen der Ausgangspunkt der friedlichen Revolution der DDR 1989/90. Die Nikolaikirche wurde 1165 nach der Verleihung des Stadt- und Marktrechtes als romanische "Stadt- und Pfarrkirche St. Nikolai" erbaut. Im 15. und 16. Jahrhundert erfolgten Anbauten und der Umbau im gotischen Stil.

Öffnungszeiten

Täglich: 10 - 18 Uhr

Kontakt

Nikolaikirchhof 3
04109 Leipzig
Tel: 0049 - (0)341 - 12 45 38 0
Fax: 0049 - (0)341 - 12 45 38 29
Email: kg.leipzig_stnicolai_stjohannis@evlks.de


Dom St. Petri in Bautzen
Der Bautzener St. Petri Dom aus dem Jahre 1213 ist die einzige Simultankirche in Deutschland, in der seit Jahrhunderten römisch-katholische und evangelische Gottesdienste gleichzeitig gefeiert werden. Dieser ökumenische Brauch besteht bereits seit dem Jahre 1524. Ein 4,5 Meter hohes Gitter trennte allerdings seit dem Jahre 1851 beide den Konfessionen zugesprochenen Teile voneinander. Die Katholiken feiern im Altarbereich, die Protestanten im Langhaus. Das einst dreischiffige Langhaus wurde 1463 im Süden um ein viertes Schiff erweitert. Es weist in zwischen dem vierten fünften Joch einen Knick auf.

Öffnungszeiten

Ostern bis Oktober: Täglich: 10 - 17:30 Uhr
November bis Ostern: Täglich: 10 - 16 Uhr

Kontakt

An der Petrikirche 7
02625 Bautzen
Web: www.st-petri-bautzen.de

St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz
Dieses zu den größten und schönsten Hallenkirchen Sachsens zählende christliche Gotteshaus ist im Stil von Spätgotik und Renaissance gehalten worden und dank seines fast 80 Meter hohen Kirchturmes schon von weitem her sichtbar. Das heutige Wahrzeichen der Stadt konnte 1525 vollendet werden und diente u.a. dem Freiberger Dom oder der Barbarakirche in Kutna Hora (Kuttenberg) als bauliches Vorbild. Das Innenleben der seit 1539 evangelisch-lutherischen Kirche ist sehr imposant: Sehenswert sind die Gewölbe, Emporen, Relieftafeln (teilweise als Bilderbibel) und natürlich die Kanzel von Franz Maidburg. Der geschnitzte Bergaltar von St. Anna ist bemerkenswert. Er wurde 1521 geweiht und ist berühmt für seine vier Bildtafeln auf der Rückseite, die eine erzgebirgische Bergbaulandschaft zeigen und Einblicke in das Leben der Bergmänner zulassen. Weitere bedeutende Bestandteile der Kirche sind etwa die 1512 geschaffene „Schöne Tür“ (beeindruckendes Portal mit Verzierungen) sowie der Taufstein aus dem 16. Jahrhundert.

Von Mai bis Oktober ist der 78 Meter hohe Kirchturm für Besucher geöffnet, die dann bis ganz nach oben steigen, auf den Rundgang treten und von dort aus die fantastische Aussicht (teilweise bis ins Erzgebirge) genießen können.

Kontakt

Kleine Kirchgasse 23
09456 Annaberg-Buchholz

Zittauer Fastentücher

Allgemeines zu Fastentüchern
Mit einem  Fastentuch - auch als Hungertuch bezeichnet  -  wird während der Fastenzeit in katholischen Kirchen in der Regel das Kruzifix oder andere Darstellungen von Jesus verhüllt. Dabei wird durch das Tuch die Gemeinde zusätzlich optisch von Altarraum getrennt - daher können die Gläubigen die Liturgie nur mit dem Gehör verfolgen. Der tiefere Sinn besteht darin, dass zu den Entbehrungen des Fastens noch diese seelische Qual hinzukommt. Hieraus ergab sich z.B. die Bezeichnung: "Am Hungertuch nagen". Derartige Fastentücher gibt es seit dem Ende des 13. Jahrhunderts.

Das große Zittauer Fastentuch
Das Große Zittauer Fastentuch von 1472 kann man  im Museum "Kirche zum Heiligen Kreuz" in Zittau besichtigen. Das Leinentuch mit einer Größe von 8,20 m mal 6,80 m = m² zeigt  90 Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Mit dem Tuch wurde nicht nur während der Fastenzeit der Altarraum zugehängt, sondern es diente zusätzlich als religiöse Lehrtafel für die Gläubigen.

Das kleine Zittauer Fastentuch
Dieses Fastentuch besitzt  eine Größe von 4,30 m mal 3, 50 m also von 15,05 m². und stammt aus dem Jahr 1573. Mit ihm habe man in der Fastenzeit den Altar in der Zittauer Johanniskirche verdeckt.
Hier  ist die Kreuzigung Christi dargestellt. Maria, Johannes und die kniende Maria Magdalena blicken zu dem Sterbenden auf. Ein schwebender Engel lässt das aus einer Seitenwunde fließende Blut in einen Kelch fließen. Am Himmel streckt Gottvater dem Gekreuzigten seine rechte Hand entgegen. Der Maler nimmt damit das berühmte Motiv in Michelangelos „Erschaffung des Adam“ (Sixtinische Kapelle in Rom) auf.Umrahmt wird das Geschehen von 30 Symbolen (Arma Christi) des Leidensweges Jesu (z. B. Judaskopf, Riemen und Ruten, Dornenkrone, Schweißtuch der Veronika, Nägel, Lanze und Essigschwamm).
Seit Ende 2005 wird das Kleine Fastentuch im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster gezeigt.

 

Neue Synagoge in Dresden
An derselben Stelle, an der einst das von Gottfried Semper erbaute jüdische Gotteshaus gestanden hatte, wurde nach seiner Zerstörung durch die Nationalsozialisten eine neue Synagoge erbaut.

Der Davidstern konnte erhalten werden und erinnert über dem Eingang der neuen an die alte Synagoge. 

Kontakt

Hasenberg 1
01067 Dresden

Synagoge von Görlitz
Die Synagoge von Görlitz in der Otto-Müller-Straße war das einzige jüdische Gotteshaus, das in der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 nicht verwüstet worden ist, sondern nur leichte Schäden erlitt. Ein Brand, der von den Nazis gelegt worden war, wurde von bis heute Unbekannten wieder gelöscht. Zwischen 1909 und 1911 war sie für die jüdische Gemeinde von Görlitz errichtet und im Jugendstil gehalten worden. Heute stellt sie eines der bedeutendsten jüdischen Sakralbauwerke aus dem Deutschland des 20. Jahrhunderts dar. 1963 in den Besitz der Stadt übergegangen und in der Folgezeit stark verfallen, wurde sie 1991 baulich gesichert. Zurzeit wird sie konfessionsübergreifend als Versammlungsort verwendet.

Kontakt

Untermarkt 4
02826 Görlitz

Burgen und Schlösser

Schloss Moritzburg bei Dresden
Das Schloss Moritzburg zeigt barocke Wohnkultur zur Zeit Augusts des Starken. Erbaut wurde das Schloss zunächst als Jagdhaus im 16. Jahrhundert. Im Schloss sind bedeutende Sammlungen von Rothirschgeweihehen, Prunkräume mit Lackmöbeln, Augsburger Silbermöbel, chinesisches, japanisches und Meißner Porzellan sowie Jagdwaffen zu bestaunen.

Öffnungszeiten

April bis Oktober: Täglich 10 - 17:30 Uhr
1.-10. Januar, November, Dezember: Dienstag bis Sontag: 10 - 16 Uhr
Februar und März: Samstag und Sonntag: 10 - 16 Uhr

Kontakt

Barockschloss Moritzburg
01468 Moritzburg
Tel: 0049 - (0)3 52 07 - 8 73 0
Web: www.schloss-moritzburg.de

Residenzschloss in Dresden
Die sächsischen Kurfürsten und Könige hatten einst hier ihren Sitz. Das Bauwerk konnte nach der Zerstörung von 1945 bis zum Jahr 2006 endlich wieder aufgebaut werden und bildet heute das Zentrum der Staatlichen Kunstsammlungen. Das Residenzschloss ist das historisch vielfältigste Bauwerk Sachsens und zudem das Werk mehrerer namhafter Baumeister.

Kontakt

Taschenberg 2
01067 Dresden

Festung Königstein
Die Festung Königstein ist Europas größte Bergfestung.
Sie liegt im Elbsandsteingebirge auf einem Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein an der Elbe im Landkreis Sächsische Schweiz.
Das Felsplateau erhebt sich 240 m über die Elbe.
Die Festungsmauer hat eine Länge von 2.200 m und an manchen Stellen sind die Sandstein-Steilwände bis zu 40 m hoch.
Im Innenhof befindet sich der mit 152,5 m tiefste Brunnen Sachsens.

Burg Kriebstein
Die Burg Kriebstein ist eine Burg in der Gemeinde Kriebstein - in der Nähe der Stadt Waldheim. Die Burg imponiert durch ihre Lage auf einem steilem Felsen hoch über dem Fluss Zschopau. Der Burgturm erreicht bis zur Wetterfahne eine Höhe von 45 m. Seine noch spätmittelalter Um den Wohnturm herum liegen das Torhaus, die Ringmauer mit dem Wirtschaftsflügel, der Küchentrakt und der Kapellenflüges. Östlich des Kapellenflügels findet mandie gotische Halle sowie den hinteren Schlossteil
Im Jahr 1465 erwarb der Obermarschall von Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht - Hugold III. von Schleinitz - die Burg.
Er beauftragte 1471 den Erbauer der Albrechtsburg zu Meißen - Arnold von Westfalen - mit einem Um- und Erweiterungsbau der Burg.
Diese Baumaßnahmen führten dazu, dass die Burg - trotz weiterer späterer Erweiterungen und Umbauten - ihren gotischen Stil im Wesentlichen bis in die Gegenwart erhalten konnte. Nach dem Tode Hugold von Schleinitz' im Jahre 1490 wurde die Burg - trotz mehrer Besitzerwechsel - kaum umgebaut. Das änderte sich im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts, als wieder eine rege Bautätigkeit begann. Im Jahre 1825 ging die Burg in den Besitz von Hanscarl von Arnim über. Bis Kriegsende 1945 verblieb die Burg im Besitz der Familie.das dann bis 1945 im Besitz der Familie von Arnim verblieb. Von 1866 bis 1868 kam es nochmals zu Umbauten im Stil der Neogotik.
Nach der Enteignung der Familie von Arnim im September 1945 wurde die Burg anfangs als Wohnung sowie von der Forstverwaltung genutzt..
1986 wurde in einem nicht mehr benutzten Kamin der "Schatz von Kriebstein" entdeckt. Bei dem "Schatz" handelt es sich um Silber, Porzellan, Gold sowie einen großen Gobelin, der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs durch Heinrich Graf von Lehndorff hierher verbracht wurde, um ihn vor den sowjetischen Truppen in Sicherheit zu bringen. Da Heinrich Graf von Lehndorff in das Attentat vom 20. Juli 1944 verstrickt war, wurde er am 4. September 1944 hingerichtet. Mit seiner Hinrichtung ging auch das Wissen um den "Schatz" verloren.
Die Burg Kriebstein mit dem angeschlossenen Museum befindet sich seit dem 1. Januar 1993 im Eigentum des Freistaates Sachsen und wird in dessen Auftrag durch die "Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsens“ verwaltet.

Kaiserhaus auf dem Oybin
Diese heutige Burgruine  wurde im Jahr 1364 von Kaiser Karl IV. auf dem Berg Oybin als Altersruhesitz errichtet. Der 540 m hohe Sandsteinberg Oybin im Zittauer Gebirge erhebt sich über der gleichnamigen Stadt im Landkreis Görlitz.
Auf dem Berg befindet sich neben der Burg ein früheres Cölestinerkloster.
Anfangs befanden sich hier nur einfache Befestigungen, was im Jahr 1291 zur Zerstörung durch die Stadt Zittau führte, da die Anlage Raubrittern als Unterschlupf diente.
In den Jahren von 1311 ­bis 1316 wurde die Burg zum Schutz der nahe gelegenen Handelswege ausgebaut. Im Jahr 1346 wurde sie von böhmischen Truppen eingenommen, da sie wiederum von Raubrittern genutzt worden war.
Und wie erwähnt, ließ dann 1364 Kaiser Karl IV. das Kaiserhaus errichten Unter Mitwirkung der berühmten Prager Dombauhütte begann im Jahr 1366 der Bau der gotischen Kirche, die1384 fertig gestellt wurde und 1369 stiftete der Kaiser dem Coelestinerorden das Kloster. Im Jahr 1577 wurde die weitgehend verlassene Anlage infolge eines Blitzschlags weitgehend zerstört. Eine weitere Zerstörung erfolgte im Jahre 1681 durch einen Felsabriss.
Aber im 18. Jahrhundert wurde die Anlage auf dem Oybin von Künstlern darunter Caspar David Friedrich wiederentdeckt und machten die Ruinen auf dem Oybin weithin bekannt

Schloss Colditz
Das Schloss liegt über dem Fluss "Zwickauer Mulde" zwischen der Kreisstadt Grimma und der Kleinstadt Hartha. Der größte Teil des Schlosses wurde im Stil der Renaissance erbaut - mit Elementen aus der Zeit der Spätgotik.
Die Anfänge der Burg gehen auf das Jahr 1084 zurück, als  Kaiser Heinrich IV. () im Jahre 1084  Wiprecht von Groitzsch mit dem Burgward beschenkte, der anschließend die Anlage zur Burg ausbaute.  1429 zerstörten die Hussiten die Burg, die aber 1464 durch den Kurfürsten Ernst (-1486) wieder aufgebaut wurde. Nach dem  Stadtbrand von 1504, der große Teile der Stadt, das Rathaus sowie das Schloss verwüstete, wurde es nach 1506 im Stil der  Renaissance wieder aufgebaut und erweitert.
1803 wurde das Schloss zum Arbeitshaus umgewidmet und 1829 kamen hier unheilbare Geisteskranke unter, die nach fast 100 Jahren -1924 - geschlossen wurde. 
Ab 1925 wurde  im Schloss eine Landes - Korrektionsanstalt eingerichtet. Die Insassen waren Menschen, die sich durch wiederholtes Betteln oder Landstreicherei  strafbar gemacht hatten.
Sie sollten hier durch strenge Disziplin und Arbeitszwang zu einem geregelten und ordentlichen Leben erzogen werden.
Ab dem 21. März 1933 wurde es von den Nazis als "Schutzhaftlager" – für ca. rund 600 Systemgegner - eingerichtet. Von 1936 bis 1937 nutzte dann der Reichsarbeitsdienst das Schloss als Lager.
Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs - am  31. Oktober 1939 - richtete die Wehrmacht hier ein Sonderlager für kriegsgefangene  Offiziere ein. Am 15. April 1945 wurde das Schloss dann von US- amerikanische Soldaten besetzt.
Nachdem die Amerikaner aus denvon ihr besetzten Teilen Sachsens abgezogen waren und die sowjetische Armee stattdessen eingezogen war, diente das Schloss im Oktober und November 1945 als Sammelstelle für enteignete und vertriebene Gutsbesitzer und deren Familien.
Danach wurde ab 1946  im Schloss ein  Krankenhaus  untergebracht, das erst 1996 ausgezogen war bzw. ausgegliedert wurde.
Nach 1996 veranlasste die Landesregierung von Sachsen umfangreiche Sanierungen und seit 2003 gehört das Schloss zu den "Staatlichen Schlössern, Burgen und Gärten Sachsen". 
Das Schloss beherbergt u.a. eine Ausstellung über die Fluchtversuche der alliierten Offiziere und seit April 2007 eine Jugendherberge sowie seit 2010 die Sächsische Musikakademie.

Schloss Nossen
Die alte Burg, die hier in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstanden war, ging 1436 in den Besitz der Zisterziensermönche des Klosters Altzella über. Diese nutzen die Burg als Sitz für ihre Äbte, ließen die Burganlage aus Geldmangel aber im Laufe der Zeit verfallen.
Das Kloster wurde dann im Verlauf der Reformation 1540 aufgelöst und ging in das Eigentum des Kurfürsten von Sachsen über. Kurfürst August () ließ zwischen 1554–57 den Westflügel mit seinen drei Halbtürmen als Jagdschloss errichten. Dabei nutzte er die Grundmauern und die Gewölbe der alten Burg sowie Steine und anderes Material vom Klosters Altzella.
Eine erwähnenswerte Räumlichkeit des Schlosses ist der so genannte Riesensaal, in dem einige hundert Menschen Platz fanden, um sich an den bei der Jagd erlegtem Wild zu laben.
Zudem hatte in dem Schloss das im Jahr 1555 gegründete kursächsische Amt Nossen seinen Sitz. Dafür entstanden zwischen1628 und 1667 neue Gebäude. Infolge der Neubauten wurden die noch in der Mitte des Schlosshofes stehenden Teile der Burganlage im Jahr 1667 abgerissen.
Sein heutiges Äußeres im Stil der Renaissance erhielt das Schloss mit der Fertigstellung des Torturmes im Jahr1682 sowie mit dem Bau der steinernen Schlossbrücke im Jahr 1714, durch die eine alte hölzerne Zugbrücke ersetzt wurde.

Im Verlauf des Siebenjährigen Krieges auch als 3. Schlesischer Krieg bezeichnet von 1756 bis 1763 wurde das Schloss durch preußische Truppen stark beschädigt.
Im Im Siebenjährigen Krieg standen sich u.a. Preußen und Großbritannien/Kurhannover auf der einen Seite und die österreichisch-ungarische Habsburgermonarchie, Frankreich, Kursachsen und Russland als Gegner gegenüber.

Im Jahr 1775 wurde das Schloss als Jagdschloss aufgegeben, blieb aber weiterhin Sitz der kurfürstlichen Verwaltung. Und 1808 entstanden im Ost- und Nordflügel Gefängnisse.
Nach der 1857 erfolgten Auflösung des Amtes Nossen, hatten hier dann das Renten- und Justizamt mit dem Gefängnis ihren Sitz. Infolge des dafür erforderlichen Umbaus wurde der Riesensaal in einzelne kleinere Räume aufgeteilt wurde. Das Justizamt wurde aber 1877 aufgelöst.
Um 1889 wurde hier sogar eine Landeserziehungsanstalt für schwachsinnige Mädchen errichtet, die aber 1905 wieder aufgelöst wurde.
Um das Jahr 1910 richtete man Wohnungen in dem Schloss ein und ab 1954 wurde ein Teil des Schlosses als Museum genutzt.

Anfang der 1980er Jahre wurde damit begonnen, das Schloss umfassend zu sanieren
Im Jahr 1994 gingen das Kloster und das Schloss in das Eigentum des Freistaates Sachsen über. Infolgedessen wurde in den früheren kurfürstlichen Räumen im Jahr 1996 eine Ausstellung zur Geschichte des Schlosses eröffnet.
Zudem finden in dem Schloss Konzerte und Veranstaltungen statt. Auch Führungen werden angeboten.
Am Schloß 3
01683 Nossen
Tel.: 0049 – (0)35242 - 50430

Schloss Delitzsch
Das Barockschloss Delitzsch - bestehend aus dem Herrenhaus und dem Schlossturm - liegt in der gleichnamigen 26.000 Einwohner zählenden Stadt im Landkreis Nordsachsen. Es ist eines der ältesten Schlösser in Sachsen.
Ursprünglich befand sich hier eine gotische Burg aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, von der aber nur noch einige Reste (Grundmauern) übriggeblieben sind. Zwischen1540 und 1558 wurde die Anlage zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Ein nochmaliger größerer Umbau erfolgte zwischen 1689 bis 1696, als die Anlage - einem Testament des Kurfürsten Johann Georg I. zufolge - zum Schloss für seine Witwe im Stil des Barocks errichtet wurde. Das Schloss erlebte im Laufe der Zeit eine ganze Reihe von Umwidmungen, so waren hier eine zeitlang ein Frauenzuchthaus oder später bis 1890 eine Artillerieschule untergebracht. Von 1974 bis 1993 war das Schloss wegen Einsturzgefahr ganz gesperrt. Nach einer umfangreichen Instandsetzung fanden hier ab 1993 die Touristik-Information, das Standesamt oder die Kreismusikschule einen neuen Standort.

Burg Mildenstein
Die Burg Mildenstein wurde im 10. Jahrhundert errichtet und zählt damit zu den ältesten Burganlagen Sachsens. Im Jahr 1046 wurde die  Burg erstmals urkundlich erwähnt..
Hier residierten Salierkönige, die Staufer unter Kaiser Barbarossa und später die wettinischen Markgrafen. Die Burg liegt in der Ortschaft Leisnig im sächsischen Landkreis Mittelsachsen und befindet sich heutzutage im Eigentum des Freistaates Sachsen.
Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts hieß die Burg übrigens "Burg Leisnig". Die Verwaltung der Burg obliegt den"Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen". Die Burganlage erhebt ich oberhalb dem Fluss "Freiberger Mulde". 
Ende des 14. Jahrhundert wurde die Burg durch den Markgrafen Wilhelm I. für repräsentative Zwecke verwendet - er benutzte das Anwesen aber nie als Residenz.
Historisch interessant ist die Tatsache, dass zwischen 1760 und 1761 hier der polnische Gegenkönig zu August dem Starken - Stanislaw Leszczynski - lebte.
Während des 18. und 19. Jahrhundert hatten das Amtsgericht, Gefängnis hier ihren Sitz.
Um 1890 begann der Leisniger Geschichts- und Altertumsverein die Burg als Museum zu nutzen Eine Besonderheit ist dabei der 3,70 m hohe"Döbelner Riesenstiefe"l, der bis 1996 der größte Stulpenstiefel der Welt war. Sein Rekord wurde anlässlich der 950-Jahrfeier von Leisnig von zwei Leisniger Schuhmacher durch einen 4,90 m hohen Riesenstiefel gebrochen.
Die Burg bietet über Besichtigungen der Burg hinaus Kinderveranstaltungen und standesamtliche Trauungen an. Zudem kann man Räume für diverse Feierlichkeiten mieten. Es sei darauf hingewiesen, dass die Burganlage über keine Gastronomie verfügt.
Burglehn 6
04703 Leisnig
Email: mildenstein@schloesserland-sachsen.de
 

Universität Leipzig
An der Universität Leipzig, der 1409 gegründeten und damit zweitältesten (durchgängig bestehenden) deutschen Universität, waren zahlreiche Berühmtheiten und (auch spätere) Nobelpreisträger beschäftigt. Zu ihnen gehörten u.a. Goethe, Kästner, Karl Liebknecht, Angela Merkel, Friedrich Nietzsche, Robert Schumann und Richard Wagner. Heutzutage gliedert sich die UL in 14 Fakultäten und wird durch einige Institute erweitert, die der Uni angeschlossen sind. Dazu gehört u.a. das Deutsche Literaturinstitut, an dem Schriftsteller ausgebildet werden, was in Deutschland einmalig ist. Momentan studieren ca. 25.000 Studenten an den folgenden Fakultäten:

  • Erziehungswissenschaftliche Fakultät
  • Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie
  • Fakultät für Chemie und Mineralogie
  • Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften
  • Fakultät für Mathematik und Informatik
  • Fakultät für Physik und Geowissenschaften
  • Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie
  • Juristenfakultät
  • Medizinische Fakultät
  • Philologische Fakultät
  • Sportwissenschaftliche Fakultät
  • Theologische Fakultät
  • Veterinärmedizinische Fakultät
  • Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Technische Universität Dresden
Mit etwa 35.000 Studierendenist die Technische Universität Dresden die größte Hochschule der Stadt Dresden und die größte Technische Universität in Deutschland. Sie wurde 1828 als "Technische Bildungsanstalt Sachsen" gegründet. Im Jahr 1890 erhielt die Universität den Status einer Technischen Hochschule. Die Universität verfügt über die folgenden Fakultäten:

  • Fakultät Architektur
  • Fakultät Bauingenieurwesen
  • Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik
  • Fakultät Erziehungswissenschaften
  • Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften
  • Fakultät Informatik
  • Fakultät Maschinenwesen
  • Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften
  • Fakultät Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften
  • Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“
  • Fakultät Wirtschaftswissenschaften
  • Juristische Fakultät
  • Medizinische Fakultät „Carl Gustav Carus“
  • Philosophischen Fakultät

Technische Universität Chemnitz
Die TU von Chemnitz nahm ihren Anfang als Königliche Gewerbeschule Chemnitz (gegründet 1836). Diese Bildungsstätte der Textilindustrie wurde 1882 um den Bereich Elektrotechnik erweitert und nach 1945 als Staatliche Akademie für Technik geführt. Seit 1953 darf sie sich Hochschule für Maschinenbau nennen und seit 1963 Technische Hochschule. Seit 1986 nun ist sie eine Technische Universität, die momentan zwischen 10.000 und 11.000 Studenten an den folgenden Fakultäten ausbildet:

  • Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
  • Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
  • Fakultät für Informatik
  • Fakultät für Maschinenbau
  • Fakultät für Mathematik
  • Fakultät für Naturwissenschaften
  • Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
  • Philosophische Fakultät

Internationales Hochschulinstitut Zittau
Die jüngste aller sächsischen Universitäten wurde 1993 gegründet und verfügt sowohl über das Promotions- als auch über das Habilitationsrecht. Gegenwärtig studieren etwa 300 Studenten am Institut, die zum überwiegenden Teil aus osteuropäischen Ländern kommen. Die Unterrichtssprache aber ist natürlich Deutsch.

Kontakt

Markt 23
02763 Zittau
Tel: 0049 - (0)3583 - 61 27 00
Email: info@ihi-zittau.de
Web: www.ihi-zittau.de

 

Völkerschlachtdenkmal in Leipzig
Das Wahrzeichen Leipzigs ist der weltgrößte Denkmalsbau und geht zurück auf die Völkerschlacht, die vom 16. bis 19. Oktober 1813 vor den Toren der Stadt stattfand. Hier fand 1813 die so genannte Völkerschlacht im Rahmen der Befreiungskriege statt, an deren Ende Napoleon gegen Österreich, Preußen, Russland und Schweden verlor. In dieser Schlacht kämpften bis zu 600.000 Soldaten gegeneinander. Dies ist auch der Grund warum diese Schlacht bis zum 1. Weltkrieg als die größte Schlacht aller Zeiten galt. Die Sachsen kämpften zur damaligen Zeit an der Seite Napoleons. Dies erklärt auch warum das Denkmal erst im Kaiserreich errichtet wurde. Das Denkmal ist 91 m hoch, die Kuppelhalle ist 60 m hoch, die Breite beträgt 126 m. Das Denkmal wurde 1913 nach Entwürfen des Berliner Architekten Bruno Schmitz errichtet.

Kontakt

Prager Straße 212
04299 Leipzig
Web: www.voelkerschlachtdenkmal.de

Interessante Ausflugsziele

 Auensee
Der etwa 12 Hektar große Auensee im Leipziger Stadtteil Wahren liegt eingebettet in einem Auwald, der sich um Sachsens größte Stadt herumzieht. Im Jahre 1914 entstand am Auensee der Luna-Park, ein großer Vergnügungspark, der indes 1931 zwangsversteigert werden musste und heute nur noch in seinem ehemaligen Hauptrestaurant lebendig geblieben ist. Das heute als Haus Auensee bezeichnete Restaurant dient nun Konzertaufführungen. Eine Parkeisenbahn führt um den heutigen Auensee herum, und am See kann man sich Boote und Fahrräder ausleihen.

 Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau
Diese Parkanlage wurde von dem Fürsten Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau (1785-1871) gemeinsam mit seinem Parkinspektor Jacob Heinrich Rehder (1790-1852) in dem heutigen Bad Muskau diesseits und jenseits der Neiße in den Jahren 1815 bis 1845 nach englischem Vorbild errichtet. Der heutige polnische Teil des Parks ist rund 5,3 km² und der deutsche Teil 1,8 km² groß. Beide Teile des Parks wurden am 2. Juli 2004 in die Liste der Weltnaturerbe der UNESCO aufgenommen. Derzeit werden die beiden Parks durch eine Brücke über die dort ca. 20 m breite Neiße verbunden. Der Wiederaufbau der historischen englischen Brücke ist für das Jahr 2008 geplant. In dem Garten befinden sich Schlossanlagen nebst einem Restaurant. Im Jahr 1823 wurde mit dem Hermannsbad der Kurbetrieb, den es noch heute gibt, begonnen. Es ist empfehlenswert, auf der polnischen Seite ein Pferdegespann mit Kutscher zu mieten.

Kontakt

Neues Schloss 02953 Bad Muskau Tel: 0049 - (0)35771 - 63 100
Fax: 0049 - (0)35771 - 63 109
Email: info@muskauer-park.de
Web: www.muskauer-park.de

Großer Garten in Dresden
Dies ist sowohl die größte als auch die schönste und älteste Parkanlage Dresdens. Der Große Garten hat eine Fläche von ca. 1,8 km². Der Besucher kann eine kleine Rundfahrt mit der Parkeisenbahn unternehmen, die Gläserne Manufaktur von VW bewundern, auf dem Carolasee Boot fahren, im Parktheater am Palaisteich einer der zahlreichen Aufführungen beiwohnen und Filmvorführungen und Konzerte auf der Freilichtbühne sehen. Im Park befindet sich auch der Botanische Garten.

Kontakt

Zugänge: Lennéstraße, Stübelallee, Karcherallee, Tiergartenstraße


Botanischer Garten in Dresden

Der Botanische Garten wurde als wissenschaftliche Einrichtung der Universität im Jahr 1820 gegründet und gelangte so zu internationaler Berühmtheit. Hier wachsen ca. 10.000 verschiedene Pflanzenarten aus aller Welt auf einer Fläche von ca. 32.500 m².

Öffnungszeiten

April bis September: 8 - 18 Uhr
März und Oktober: 10 - 17 Uhr
Februar und November: 10 - 16 Uhr
Januar und Dezember: 10 - 15:30 Uhr

Kontakt

Stübelallee 2
01307 Dresden
Tel: 0049 - (0)351 - 45 93 185
Fax: 0049 - (0)351 - 44 03 798
Email: bot.garten@tu-dresden.de

Dresdner Zoo
Eine ausführliche Darstellung zum Dresdner Zoo und seinen Sehenswürdigkeiten finden Sie bei goruma hier >>>

Miniwelt Lichtenstein
Im Jahr 1999 wurde auf einer Fläche von 6,5 ha = 65.000 m² in Lichtenstein eine Miniaturwelt eröffnet. Hier findet man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von ganz Deutschland und der Welt.
Unter den rund 100 "Gebäuden bzw. Bauwerken" befinden sich beispielsweise auf einer Fläche von 84 m² die Cheopspyramide von Gizeh, das Mausoleum von Halikarnassos, das Völkerschlachtdenkmal von Leipzig oder die Dresdner Frauenkirche.
Miniwelt GmbH
Chemnitzer Strasse 43
09350 Lichtenstein
Tel.: 0049 - (0)37204 72255
Email: info@miniwelt.de
Öffnungszeiten
Anfang April bis Anfang Nov. von 09:00 bis 18:00 Uhr

Erzgebirge
Das Erzgebirge ist ein Mittelgebirge welches als natürliche Grenze zwischen Sachsen und Böhmen gilt. Die höchste Erhebung auf der deutschen Seite ist der Fichtelberg (1.215m). Insgesamt finden sich im Erzgebirge über 30 Erhebungen von 1000 und mehr Metern. Die Geschichte der Region ist stark durch den Bergbau geprägt. 

Fichtelberg
Der Fichtelberg ist mit einer Höhe von rund 1.215 m der höchste Berg Sachsens und war bis zur Wende der höchste Berg der DDR. Der höchste Berg des Erzgebirges ist übrigens der in Tschechien liegende 1.244 m hohe Klinovec (Keilberg). Auf dem Gipfel befindet sich das Hotel "Fichtelberghaus mit dem 31 m hohen Aussichtsturm und einer Wetterstation. Etwas tiefer gelegen ist die Sachsenbaude, von der aus gerne die Skilangläufer starten. Beide Hotels sind gut über eine Straße zu erreichen. Das Fichtelberghaus ist zusätzlich von Oberwiesenthal aus über die Fichtelberg-Schwebebahn bequem zu erreichen. Am östlichen gelegenen Fuß des Berges liegt der Wintersportort Oberwiesenthal, welches nicht zuletzt durch den Skispringer Jens Weißflug bekannt wurde. Am Fichtelberg entspringt die Zschopau, ein rund 128 km langer Nebenfluss der Freiberger Mulde, die u.a. durch die gleichnamige Stadt fließt.

Oberwiesenthal
Der Kurort Oberwiesenthal befindet sich am Fuße des Fichtelberges und hat ca. 2.500 Einwohner und ist mit einer Lage auf 914 m die höchstgelegene Stadt Deutschlands.
Bekannt ist der Ort vor allem durch die hervorragenden Möglichkeiten zur Ausübung von Wintersport.

Elbsandsteingebirge
Das Elbsandsteingebirge ist ein Mittelgebirge am Oberlauf der Elbe in Deutschland und Tschechien. Das Gebirge hat eine Ausdehnung von ca. 700 km².
Der deutsche Teil des Gebirges ist als Sächsische Schweiz, der tschechische Teil als Böhmische Schweiz bekannt. Das Elbsandsteingebirge zeichnet sich vor allem durch seinen Abwechslungsreichtum in Bezug auf Landschaften aus. Ein weiteres bedeutendes Merkmal des Elbsandsteingebirges sind die stark zerklüfteten Felsengebirge.

Silberstraße
140 km ist sie lang, die Silberstraße, die längste Ferienstraße im Freistaat Sachsen. Sie verbindet die Sehenswürdigkeiten und touristischen Sammelpunkte, welche die alte Tradition des Bergbaus und des Hüttenwesen symbolisieren.
Gesäumt wird sie zudem von vielen spätgotischen Hallenkirchen, Renaissance-Bauwerken und Dorfkirchen. Außerdem zeugen viele architektonische Kunstwerke, Bilder, Malereien und Zeugnisse des Orgelbaus vom einstigen Reichtum der Bergbauregion.
Für alle Besucher, die das erste Mal im Erzgebirge weilen, bietet die Silberstraße den perfekten Einstieg.

Sächsische Schweiz
Die Sächsische Schweiz ist der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges. Die Sächsische Schweiz breitet sich südöstlich von Dresden an beiden Ufern der Elbe aus.
Besonderes Augenmerk gilt den ausgefallen Felsformationen.
In der Sächsischen Schweiz zu wandern begeisterte schon viele Bergsteiger und Kletterer: Die Landschaft ist mit ihren Tafelbergen und Sandsteinfelsen eine der schönsten Deutschlands. Es gibt zudem viele abwechslungsreiche Wanderwege.
Eine besondere Touristenattraktion sind die Schrammsteine, eine zerklüftete Felsgruppe bei Bad Schandau.
Sie erstrecken sich über 12 Kilometer und bieten mehrere Aussichtsplateaus, die über Treppen zu erreichen sind. Im Jahr 1990 wurde der Nationalpark Sächsische Schweiz geschaffen.
Der Nationalpark hat eine Fläche von ca. 93 km². Der Park bietet sich zum Wandern und Bergsteigen an. Aufgrund der hohen Walddichte und der geringen Besiedlung leben im Park seltene Tiere wie beispielsweise Eulen, Habichte, Schwarz- und Rotwild, Kreuzottern und Ringelnattern, sowie Forellen und Lachse.

Zittauer Gebirge
Das Zittauer Gebirge gilt als das kleinste Gebirge Deutschlands und liegt im äußersten südlichen Teil des Landkreises Görlitz.. Es ist vulkanischen Ursprungs. Das Gebirge umfsst eine Fläche von rund 50 km² - mit rund 62.000 Bewohnern. Der höchste Berg ist der Lausche mit einer Höhe von 792,6 m - der zweithöchste der Hochwald mit einer Höhe von  750 m. Das Gebirge ist Teil der "Sudeten", welche sich über Deutschland, Tschechien und Polen erstrecken. Erwähnenswert ist der 514 m hohe Oybin oberhalb des 1.500 Einwohner zählenden gleichnamigen Ortes. Hier befiden sich das Kaiserhaus, das1364 von Kaiser Karl IV. errichtet wurde sowie die Klosterruine des früheren Cölestinerordens von 1384.
Von Zittau aus verkehrt eine mit Dampfloks betriebene Schmalspurbahn, die sich in Bertsdorf teilt und von dort sowohl nach Oybin als auch nach Jonsdorf fährt. Die Strecke von Zittau in beide Ortschaften ist etwas mehr als 12 km lang.

Greifensteine
Diese wunderbare Steinformation in der Umgebung von Annaberg im West-Erzgebirge hatte seinen Anfang vor rund 300 Mio. Jahren, als heiße Magma in den dortigen Glimmerschiefer eindrang und in der Tiefe zu Granit erstarrte und damit den Granitstock der Greifensteine bildete. Bei einer späteren "Hebung" wurden die Granitstöcke freigelegt. Im Verlauf der erdgeschichtlichen Entwicklung wurden diese Granitstöcke durch Verwitterung stark zerstört. Durch Einflüsse wie Wasser, Frostbildung und sogar durch Wind entstanden die heutigen Steingebilde. Noch vor rund 200 Jahren standen hier 13 derartige Granitfelsen, von denen heute nur noch 7 über geblieben sind. Die anderen sechs wurden durch Steinbrecher zerstört. Der höchste der Felsen besitzt eine Höhe von rund 30 m und liegt auf einer Höhe von 732 m über dem Meeresspiegel.
Heutzutage befindet sich vor den 7 Felsen ein Freilichttheater und unmittelbar davor ein Gasthaus, eine Touristeninformation und ein großer Parkplatz. Hier wurden übrigens einige Karl May Filme gedreht.

Dresdner Elbtal
Eine ausführliche Darstellung zum Dresdner Elbtal und seinen Sehenswürdigkeiten finden Sie bei goruma hier >>>

Fürst-Pückler-Park Bad Muskau
Der wohl bekannteste Park des Landes ist der ursprünglich von Fürst Pückler-Muskau gestaltete Park. Der insgesamt 830 ha große Park gehört seit 2004 zum UNESCO-Welterbe und ist das einzige deutsche UNESCO-Welterbe, dass sich über ein weiteres Land erstreckt (Polen). Eine ausführliche Beschreibung dieser Welterbestätte finden Sie bei Goruma hier >>>

Oberlausitzer Heide -und Teichlandschaft
Die Landschaft liegt im Norden der Stadt und lädt im Sommer zum Baden im Herbst zum Abfischen ein. Die Landschaft befindet sich zur Zeit in stetigem Wandel, insbesonders da die ehemaligen ausgekohlten Braunkohle-Tageabbaugebiete geflutet werden und auf diese Weise neue Seen als Erholungsgebiete entstehen.

Oberlausitzer Bergland
Das Oberlausitzer Bergland liegt in Richtung Süden von Bautzen aus. Die hügelige Landschaft ist bekannt für ihre einzigartigen Bauten, den Umgebindehäusern, den traditionellen Wohnhäusern der Weber. Ein Abstecher nach Herrenhut, dem gleichnamigen Sitz der Brüdergemeinde, wo früher Exilanten aus Böhmen Aufnahme fanden, ist ebenfalls lohnenswert. Hier befindet sich außerdem eine interessante ethnologische Sammlung und eine bemerkenswerte Sammlung über die Kultur der Eskimos.

Lausitz
Die Umgebung von Görlitz ist bestimmt von der reizvollen Schönheit der Lausitz. Die Gegend eignet sich hervorragend für sportliche Ausflüge zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Herrliche ausgedehnte Wander- und Radwege führen entlang an den Erhebungen der Region, und zahlreiche Erlebnisparks, Seen, Schlössern und Burgen gilt es aufzusuchen.

Rakotzbrücke
Die Rakotzbrücke liegt im 200 ha großen Kromlauer Park im Ortsteil Kromlau der Gemeinde Gablenz im Landkreis Görlitz im sorbischen Siedlungsgebiet der Oberlausitz.
Der Park gilt als der größte Rhododendronpark in  Deutschland. Die  Bogenbrücke wurde, wie der Park, um 1860 von Friedrich Hermann Rötschke (1805-1893) aus Basalt- und Feldsteinen fertiggestellt und überspannt den  hier 35 m breiten und ca. 300 m langen Rakotzsee. An Rötschke erinnert im Park ein Gedenkstein.
Die Brücke spiegelt sich im Wasser des Rakotzsee und bildet zusammen mit dem Spiegelbild einen Kreis. Das Betreten der Brücke ist nicht gestattet.

Sächsischer Weinwanderweg  
Der 90 km lange Weg verbindet Diesbar, Pirna sowie Dresden und ist ein Wanderweg, der durch das Elbtal zu den besten Aussichtspunkten und feinsten Weinkellern des sächsischen Weinbaugebietes führt.

Flüsse in Sachsen

Elbe
Die 1.091 Meter lange Elbe entspringt als Labe in Tschechien (Böhmen), fließt anschließend durch Deutschland und mündet schließlich bei Cuxhaven in die Nordsee. Der vierzehntlängste Fluss Europas gehört gleichzeitig zu den 200 längsten Flüssen der Welt. Der tschechische Anteil ist 364 km lang. Auf ihrem Weg durch Sachsen durchfließt die Elbe Städte wie:

Führt die Elbe eine mittlere Wassermenge braucht das Wasser ca. 8 Tage um von der tschechischen Grenze bis nach Hamburg zu gelangen. Für einige interessante Tierarten wie beispielsweise den Fischotter und den Biber stellt die Elbe den Lebensraum dar. Aber auch Seeadler und Kraniche leben an bzw. mit der Elbe. Leider besitzen viele Abschnitte der Elbe auch heute noch eine als "kritisch belastete" geltende Gewässergüteklasse.

Lausitzer Neiße
Die Lausitzer Neiße ist linker Nebenfluss der Oder und hat eine Länge von ca. 254 km. Der Fluss stellt einen Teil der Grenze zwischen Deutschland und Polen dar. Sie entspringt im tschechischen Isergebirge und mündet bei Ratdorf in die Oder.

Mulde
Die Mulde entsteht aus dem Zusammenfluss der Zwickauer und Freiberger Mulde bei Großbothen in Sachsen und mündet nach ca. 125 km nördlich von Dessau in Sachsen Anhalt in die Elbe. Zusammen mit ihrem Mündungsfluss der Zwickauer Mulde ist der Fluss sogar 290 km lang. Die rund 165 km lange Zwickauer Mulde entspringt bei der Talsperre Muldenberg im Vogtlandkreis in Sachsen. 
Die ebenfalls rund 125 km lange Freiberger Mulde entspringt im Osterzgebirge in Tschechien rund 2 km südöstlich von Moldava.

Spree
Die Spree ist ein linker Nebenfluss der Havel mit einer Länge von ca. 400 km. Sie entspringt im Lausitzer Bergland nahe der Grenze zu Tschechien aus drei Quellen: in Ebersbach-Spreedorf, in Neugersdorf und am Kottmar. Sie mündet in Berlin in die Havel. Rund 180 km der Spree sind schiffbar. Eine besondere Attraktion ist der durch die Spree gebildete Spreewald.

Weiße Elster
Die Weiße Elster ist ein Nebenfluss der Saale mit einer Länge von ca. 245 km. Sie entspringt im Elstergebirge in Tschechien und mündet bei Halle in die Saale.

Zschopau
Die Zschopau ist ein linker Nebenfluss der Mulde mit einer Länge von ca. 128 km. Sie entspringt am Nordhang des Fichtelberges im Erzgebirge und mündet bei Döbeln in die Mulde.