Kaffee

Allgemeine Vorbemerkungen
Kaffee ist in Deutschland das meistgetrunkene Getränk überhaupt. So trinkt jeder Deutsche im Mittel pro Tag etwa vier Tassen von diesem Genussmittel - was sich auf rund 150 l pro Jahr summiert.
Andere Quellen gehen sogar von 165 Litern aus.
Und längst sind die Zeiten vorbei, wo man seinen morgendlichen Brühkaffee mit Milch und Zucker trank.
Mittlerweile ist der Kaffee zu einem regelrechten Kultgetränk geworden, das man in zahlreichen Variationen genießt:
Vom Schwarzen Kaffee über den Espresso bis hin zum Cappuccino oder Mokka - um nur einige Kaffeezubereitungsarten zu nennen

Zum Kaffeegenuss gehört aber nicht nur sorgsam ausgewählter Kaffee, sondern auch die Art der Zubereitung mit einer richtigen Kaffeemaschine spielt eine wichtige Rolle.
Die letzten Jahrhunderte haben hierbei verschiedene Techniken gesehen und ein Vergleich dieser Kaffeegeräte, ihrer Funktionsweisen und Ausstattung lohnt sich für jeden Kaffeefreund.

Giftigkeit
Schon Paracelsus (1493-1541) prägte den Satz: "Dosis sola venenum facit" (Allein die Dosis (Menge) macht die Giftigkeit).
Die LD 50 für reines Koffein beträgt rund 10 Gramm.
Dabei bedeutet LD 50, dass von einer großen Gruppe von Menschen rund 50% nach der Einnahme von 10 g Koffein versterben.
Da sich beispielsweise in einer Tasse  "einfachen" Espressos rund 25 mg Koffein befinden, müsste man rund 400 Tassen innerhalb kürzerer Zeit zu sich nehmen, um die tödliche Dosis von 10 g zu erreichen.
Der Abbau des Koffeins erfolgt mit Hilfe des Enzyms Cytochrom. Es wird erst in der Leber inaktiviert und dann über die Nieren ausgeschieden.  Innerhalb von 4 Stunden sinkt dabei der Koffeingehalt im Blut im Mittel auf die Hälfte.
Also nach 24 Stunden ist nur noch ein Vierundsechzigstel der urprünglichen Menge vorhanden. Frauen bauen es in der Regel langsamer ab als Männer.
Ein 4 Monate altes Kind benötigt dagegen rund 14 Stunden, um den Gehalt auf die Hälfte abzubauen. Durch die Pille oder Grapefuitsaft wird der Abbau zudem verlangsamt.
1 mg ist ein Tausendstel Gramm

Die älteste Kaffeeschänke Europas, neben dem Café Procope in Paris, ist ein Museum zur sächsischen Kaffeekulturgeschichte. In dem arabischen Kulturdenkmal Coffe Baum in Leipzig sind über 500 Ausstellungsstücke wie Kaffeemühlen, Röstgeräte und Meißner Kaffeeporzellan ausgestellt. Seit 1711 wird hier Kaffee ausgeschenkt.

In dieser Rubrik  finden Sie interessante Informationen, die den Weg des Kaffees von der Kaffeepflanze bis hin zur Rösterei und schließlich zum Verbraucher nachzeichnen.
Und selbstverständlich werden die wichtigsten Kaffeearten nebst ihren Zutaten und ihrer Zubereitung vorgestellt.

Woraus besteht Kaffe?
Kaffe besteht aus etwa 800 verschiedenen Aromastoffen, von denen bis heute etwa 100 immer noch nicht vollständig bekannt sind. Das ist auch der Grund dafür, dass es  bis heute kein künstlich hergestelltes Kaffee-Aroma gibt.
Die Anteile des Kaffees sind u.a.:

- Kohlenhydrate: zwischen 30 und 40%
zumeist wasserunlösliche und -lösliche Polysaccharide sowie zu einem kleineren Teil Zucker - wie Saccharose, Glucose usw.

- Fette:
zwischen 10 und 13%.
Die Fette sind  kaum wasserlöslich und gelangen daher nur zu einem geringen Teil in das Getränk. In der Zelle der Kaffeebohne befinden sich Lipide. 

- Eiweiße: im Rohkaffee etwa 11%
Im Röstkaffee kommen sie nicht mehr vor, da sie durch die Hitzeeinwirkung abgebaut werden oder sich mit Kohlenhydraten und den Chlorogensäuren zu Bräunungsprodukten umsetzen.

- Säuren
: im Rohkaffee  zwischen 4 und 5%.
Die wichtigsten und häufigsten Anteile sind die Chlorogensäuren. Die Säuren werden durch das Rösten -  je nach Röstgrad - zwischen 30 und 70 % abgebaut.

- Mineralstoffe: etwa um 4%
Der Mineralstoffgehalt unterliegt jedoch - in Abhängigkeit von der Kaffeeart, dem Anbaugebiet, der Bodenbeschaffenheit sowie der Art der Düngung - teilweise erheblichen Schwankungen. 
Den größten Anteil der Mineralstoffe besitzt das Kalium, gefolgt von Kalzium, Magnesium und Phosphor als Phosphat. Neben zahlreichen anderen Mineralstoffen kommen auch Spurenelemente vor.

- Wasser: Beim Rohkaffee ca. zwischen 10 und 13%.
Durch den Röstvorgang verringert sich der Anteil vorübergehend auf 1 bis 2,5 %  - steigt aber danach wieder leicht an. Die gesetzliche Grenze im Röstprodukt liegt bei 5% Wasseranteil.

- Koffein
:  je nach Kaffeesorte zwischen 0,8 und 2,5%. So befinden sich beispielsweise in einer Tasse Espresso rund 25 mg Koffein
Durch den Röstvorgang ändert sich der Koffeingehalt praktisch nicht

- Aromastoffe
: 0,1%
Röstkaffee gilt als einer der aromatischsten Lebensmittel überhaupt. Die über 800 Aromastoffe  bilden sich erst durch den Röstprozess und sind im Rohkaffee daher noch nicht vorhanden.
Diese Geruchs- und Geschmacksstoffe - die alle zusammen das Aroma des Kaffees bilden - machen die Einzigartigkeit des Kaffees aus.

- Vitamin B3
: 0,02%

Kaffee und Gesundheit
Neben den positiven Wirkungen auf das seelische Wohlbefinden durch eine oder mehrere Tassen Kaffe, gibt es weitere mehr oder weniger gut untersuchte Wirkungen des Kaffees auf die Gesundheit des Menschen.

- Asthma
Nach einer Reihe von Untersuchungen soll das Risiko von Asthmaanfälle bei drei und mehr Tassen Kaffee täglich um 30% sinken.

- Alzheimer
Regelmäßiger Kaffeegenuss senkt anscheinend das Risiko an Alzheimer zu erkranken. Konkrete Zahlen gibt es dazu allerdings nicht.

- Diabetes
Nach einer Reihe von Studien soll sich mit  einer täglich getrunkenen Tasse Kaffee das Risiko an Diabetes II zu erkranken, um 7% erniedrigen

- Fitness
Durch das Koffein wird die körperliche und geistige Aktivität gesteigert. Allerdings sollten besonders empfindliche Menschen vor der Nachtruhe keinen koffeinhaltigen Kaffee mehr zu sich nehmen.
In seltenen Fällen kann es durch das Koffein auch zu Herzrasen, Nervosität, Beklemmungen oder sogar zu Angstzuständen kommen.

- Leber- und Gebärmutterhalskrebs
Regelmäßiger Kaffeegenuss senkt anscheinend das Risiko an Leber- und Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Konkrete Zahlen gibt es dazu allerdings nicht.

- Parkinson
Regelmäßiger Kaffeegenuss senkt anscheinend das Risiko an Parkinson zu erkranken. Konkrete Zahlen gibt es dazu allerdings nicht.

- Schwangere
Schwangere sollten maximal 200 mg Koffein täglich zu sich nehmen, was etwa 3 Tassen Kaffe entspricht. Am besten trinkt eine Schwangere allerdings eher entkoffeinierten Kaffee.

Bluthochdruck
- Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte allerdings beim Genuss von Kaffee zurückhaltend sein und ggf. entkoffeinierten Kaffe bevorzugen

Acrylamid
Acrylamid gehört zur Gruppe der Amide und besitzt die Summenformel C3H5NO. Die Wirkung auf den Menschen besteht in einer direkten Wirkung auf die DNA und wird zudem in der Leber zu Glycidamid umgesetzt, das eine starke genotoxische Wirkung besitzen soll. Die krebserregende Wirkung des Acrylamids wurde it hohen Dosen bei Ratten und Mäusen beobachtet. Eine derartige Wirkung auf den Menschen wurde bisher nicht nachgewiesen.
Acrylamid entsteht, sofern Kaffeebohnen sehr schnell mit Temperaturen über 170° C geröstet werden.
Es entsteht zudem auch bei der Hersellung von Pommes Frites.
Der EU-Grenzwert liegt bei 450 μg pro Kilogamm Kaffee. Alle getesteten deutschen Kaffeesorten lagen unter diesem Wert.

UNESCO Welterbestätte
Die Stadt Chinchiná liegt in Kolumbien in den zentralen Kordilleren auf einer Höhe von ca. 1.300 m in einem malerischen Tal und ist für die Region, die Kaffee anbaut, typisch. In der Stadt befindet sich eine Kaffeeexperimentierfarm, die einzigartig auf der Welt ist.
Der Straßenausbau zum Befördern des Kaffees in alle Teile des Landes ist optimal. Stadtnah liegt der aktive Vulkan Nevada del Ruiz. Der Name Chinchiná wurde der Stadt von den hier ansässigen Indianern gegeben
Die Kaffeekulturlandschaft von Chinchiná wurde im Jahr 2011 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten eingetragen.

Cappuccino

Was ist Cappuccino?
Ein Cappuccino ist ein aus Italien stammendes  Kaffeegetränk, das zu etwa gleichen Teilen aus einem mit einer etwa doppelten Wassermenge gebrühten Espresso, heißer Milch sowie heißem Milchschaum besteht.
In Deutschland hat sich dieser Kaffee mittlerweile zu einer der populärsten Kaffeesorten  entwickelt.
In fast jedem Restaurant oder Café im deutschsprachigen Raum - und nicht nur dort - wird heutzutage Cappuccino angeboten und das Angebot oft auch gerne genutzt.

Zutaten
Dickwandige Tasse aus Steingut oder Porzellan
Espressokaffee- Mischung aus Robusta-Arabica
Milch
ggf. Zucker

Zubereitung 
Für einen guten Cappuccino verwendet man oft eine Mischung von Robusta-Arabica im Verhältnis von 10 zu 90 oder auch 40 zu 60. Der Robusta-Anteil sorgt dabei für die Crema. Der Cappuccino entsteht aus einem Espresso mit einem Volumen von von ca. 40 ml in einer etwa 120 ml großen dickwandigen und vorgewärmten Tasse aus Steingut oder Porzellan, der mit halbflüssigem und cremigem Milchschaum aufgegossen wird, der einen Luftanteil von ca. 50% besitzt. Dabei setzt sich die braune Crema des Espressos oberhalb des Milchschaums ab, was dem Cappuccino sein typisches Aussehen verleiht. Der Milchschaum sollte keinesfalls über 70 °C erhitzt werden, weil der Cappuccino dann möglicherweise den Geschmack gekochter Milch annehmen kann. Ein Cappuccino kann ungesüßt aber auch gesüßt getrunken werden. In Italien ist er ein typischer Frühstückskaffee.

Coffee to go

"Coffee to go" bedeutet frei übersetzt "Kaffee zum Mitnehmen". Für eilige Kaffeetrinker werden diverse Kaffeearten in Kunststoffbechern angeboten, die man beim Laufen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch im Auto trinken kann.
Aber es gibt auch Menschen, die sich mit dem Becher auf eine Parkbank oder eine Wiese setzen und dort in Muße den Kaffee genießen.
Beliebt ist ein "normaler" Kaffe mit oder ohne Milch, aber auch Cappuccino oder Latte macchiato werden angeboten.
Mittlerweile kann man diesen schnellen Kaffee nicht nur an Imbissstuben sondern auch in Restaurants oder Cafes erhalten.

Der  Verkäufer von "Coffee to go" sollte Servietten, Papierbänder oder Ähnliches dem Kunden zur Verfügung stellen, damit man den Kaffeebecher nicht direkt mit den Händen berühren muss.
Ebenfalls sollten Umrührstäbe aus Holz oder Plastik eine Selbstverständlichkeit sein.

Diese Art, seinen Kaffee sozusagen im Vorbeigehen zu trinken, repräsentiert in deutlicher Weise unseren Zeitgeist. Immer auf dem Sprung, stets in Eile.
Aber geht da nicht auch etwas verloren? Früher waren Kaffeehäuser auch Treffpunkte von Philosophen und Schriftstellern, die stundenlang bei einer oder mehreren Tassen Kaffee über das Leben diskutierten.
Aber ist es nicht auch heute noch lohnenswert?
Zudem sind die dabei entstandenen großen Mengen an Müll zu einem Problem geworden, sodass mittlerweile auch "wieder verwendbare" Behältnisse angeboten werden

 

Einspänner

Seinen Namen hat dieses alkoholfreie Getränk von den Wiener Kutschern erhalten, deren Fahrer gerne zwischen den Fahrten oder auch während der Fahrt einen heißen Kaffee tranken.
Die  Einspänner waren Kutschen, die von einem Pferd gezogen wurden und  Dienstleistungen im alten Wien erfüllten. Heutzutage dienen sie der Beförderung von Touristen. 

Zutaten
Ein Glas mit Henkel
Mokka
Schlagsahne
Puderzucker

Zubereitung
Ein Glas mit Henkel, in dem sich ein heißer Mokka befindet, wird mit einer Haube aus Schlagsahne gekrönt. Das Ganze wird anschließend mit Puderzucker bestreut. Und fertig ist der Kaffee!

Entkoffeinierter Kaffee

Es gibt Menschen, die auf den Genuss von Kaffee nicht verzichten wollen, aber das darin enthaltene Koffein nicht vertragen. So enthält eine Tasse nicht entkoffeinierten Kaffees etwa 85 mg Koffein; entkoffeinierter Kaffee trägt hingegen nur 5 bis 7 mg Koffein mit sich. In der EU darf entkoffeinierter Kaffee nur 0,1% Koffein enthalten.

Der Entkoffeinierungsprozess beginnt bereits bei den noch grünen und ungerösteten Bohnen. Dazu lässt man die Bohnen unter Einwirkung von warmen Wasser oder Wasserdampf zuerst quellen, um anschließend das in den Bohnen enthaltene Koffein mit einem Lösungsmittel zu extrahieren. Da in einem Durchlauf  nur ein Teil des enthaltenen Koffeins entzogen werden kann, muss der Prozess sehr oft wiederholt werden. Es sei erwähnt, dass Kaffee um 400  Bestandteile enthält, die für den Geschmack und das Aroma des Kaffees verantwortlich sind. Es ist einsichtig, dass man daher bei dem Entkoffeinierungsprozess bemüht sein muss, so viel wie möglich davon zu erhalten, was nicht einfach ist.

Das erste kommerziell genutzte Verfahren zur Entkoffeinierung wurde 1906 rückwirkend auf den 28. Oktober 1905 patentiert. Entwickelt wurde es 1905. 
Bei diesem nach ihrem Erfinder Roselius-Verfahren genannten Prozess werden die Bohnen in Salzwasser vorgequellt und mit dem giftigen Lösungsmittel Benzol behandelt. Da es nicht zu vermeiden war, dass sich Reste des Benzols in dem Kaffee hielten, wird dieses Verfahren heutzutage nur noch sehr selten verwendet. Ludwig Roselius (1874-1943) gründete im Jahr 1906 die Firma Kaffee Handels Aktiengesellschaft, die 1907 mit der Produktion des weltweit  ersten entkoffeinierten Kaffees begann und diesen unter der Marke Kaffee-HAG verkaufte.Heutzutage gehört die Marke zu dem Lebensmittelriesen Kraft Foods.  Der heutige  Kaffee-HAG wird aber nicht mehr auf diese Weise hergestellt, sondern mit dem gesundheitlich unbedenklichen Kohlendioxid-Verfahren. 
Es gibt eine ganze Reihe Verfahren zur Entkoffeinierung von Kaffee, von denen exemplarisch der Schweizer-Wasser-Prozess und das Kohlendioxyd-Verfahren vorgestellt werden soll. Die anderen Verfahren sind nur erwähnt:

Schweizer-Wasser-Prozess
Dieses Verfahren wurde Ende der 1970 Jahre von der Swiss Water Decoffeinated Coffee Company entwickelt. Zur Entkoffeinierung werden die Kaffeebohnen so lange in heißem Wasser behandelt, bis sich das Koffein und viele andere  Bestandteile in dem Wasser gelöst haben. Die übrig gebliebenen Kaffeebohnen können natürlich nicht weiter verwendet werden und müssen daher entsorgt werden. Das Wasser mit dem gelösten Koffein und den vielen weiteren Kaffee-Bestandteilen durchläuft anschließend einen Aktivkohlefilter, mit dessen Hilfe das Koffein entfernt wird. In dieses koffeinfreie Wasser werden neue Kaffeebohnen zugegeben. Da das Wasser bereits mit gelösten Kaffeebestandteilen angereichert ist, wird bei diesem Prozess nur noch das Koffein aus den Bohnen gelöst, während die anderen Inhaltsstoffe in den Kaffeebohnen erhalten bleiben. Dieser Prozess muss jedoch häufiger wiederholt werden, um den Grad der Entkoffeinierung zu erreichen. Wegen der hohen Kosten wird allerdings nur noch selten mit Hilfe dieses Verfahrens entkoffeiniert.

Kohlendioxid-Verfahren
Diese Art der Entkoffeinierung wird z.B. bei der Herstellung des Kaffee HAG der Firma Kraft Food verwendet. Dabei werden die Kaffeebohnen mit Wasserdampf vorbehandelt und danach bei einem Druck bis zu maximal 300 Atmosphären mit flüssigem überkritischem und natürlichem Kohlendioxid gespült. Dabei wird den Kaffeebohnen das Koffein entzogen. Dem Kohlendioxid wird dann in Wasser oder in einem Kohlefilter das Koffein wieder entzogen, sodass das Kohlendioxid dann für einen weiteren Prozess verwendet werden kann.
 Weitere Verfahren sind:

  • Direktes Verfahren
  • Indirektes Verfahren
  • Triglycerid-Verfahren

Espresso

Was ist ein Espresso
Der Espresso, der in Österreich oft Röster genannt wird, stammt ursprünglich aus Mailand und ist immer noch ein typisches Getränk in den Südländern wie Italien, Frankreich, Spanien oder Portugal.
Aber mittlerweile gehört er auch in Deutschland oder der Schweiz in nahezu jedem Restaurant zum Angebot.

Zubehör
Kaffeemaschine
Espressokaffee 
Zucker

Zubereitung
Mit Hilfe einer speziellen Kaffeemaschine wird heißes Wasser mit einem hohen Druck durch sehr fein gemahlenen Kaffee aus dunkel gerösteten Kaffeebohnen gepresst. Dabei entsteht ein konzentrierter Kaffee, auf dem sich eine braune Schaumschicht – die Crema – befindet, und das Aroma des Kaffees mit beeinflusst. Die typische Menge eines "einfachen" Espresso beträgt rund 25ml. Dieser wird dann in der Regel in kleinen, dickwandigen und oft vorgewärmten Tassen mit ca. 40 ml Fassungsvermögen serviert. Der Espresso kann gesüßt oder ungesüßt getrunken werden. Meist wird ein  Glas Wasser dazu gereicht.

Fair-Trade

Fair-Trade-Produkte werden immer beliebter
Fair-Trade-Produkte kommen bei Verbrauchern immer besser an. Längst haben die nachhaltigen Erzeugnisse ihren Weg vom Dritte-Welt-Laden in Supermärkte und Discounter gefunden.
Dadurch steigt der Umsatz und neue Fair-Trade-Projekte können geplant und durchgeführt werden. Der Fair-Trade spielt besonders bei Kaffee eine wichtige Rolle, wobei Brasilien den größten Anteil am Welthandel besitzt.

Was verbirgt sich hinter dem fairen Handel?
Es gibt zahlreiche Organisationen, die sich für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in weniger entwickelten Ländern einsetzen. Die bekanntesten sind wohl die World Fair Trade Organisation WFTO, die GEPA Fair Trade Company und die Fairtrade Labelling Organizations International FLO, die das bekannte Label mit dem Fairtrade-Schriftzug verleiht. Doch nicht alle Siegel und Zertifikate stehen dabei für die gleichen Standards.
Gemein ist hingegen allen Organisationen, dass sie die Lebensbedingungen armer Menschen durch festgelegte Bedingungen nachhaltig verbessern möchten. Das erreichen sie durch folgende Maßnahmen, die bei allen Produktionsschritten gelten:
•    Vertraglich festgelegte Mindestpreise geben den Landwirten Planungssicherheit.
•    Geregelte Arbeitsbedingungen umfassen neben Arbeitszeitbeschränkungen auch das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit und von Diskriminierung.
•    Förderung sozialer Projekte in den Bereichen Bildung und Gesundheit.
•    Demokratische Organisationen und Gewerkschaften stärken den Einfluss der Produzenten.
•    Die Transparenz des Geld- und Warenflusses ist auf allen Ebenen gegeben.
•    Der Anbau ist ressourcenschonend und umweltbewusst. Ein Bio-Aufschlag schafft hierbei zusätzliche Anreize.
 

Welche Produkte stehen im Fokus von Fair-Trade Organisationen?
Es gibt immer mehr Partnerschaften zwischen Produzenten und Importeuren. Die Produktpalette umfasst längst nicht mehr nur typische Fair-Trade-Waren wie Tee und Kaffee, sondern wird seit zwei Jahrzehnten stetig erweitert. Überwiegend handelt es sich dabei um landwirtschaftliche Erzeugnisse:
•    Fair gehandelter Kaffee und Tee gehören seit Jahren zum Standardsortiment in nahezu jedem Discounter.
•    Daneben werden mit Bananen, Blumen und Schokolade Alltagsprodukte nach sozialen Standards produziert.
•    Die Nachfrage nach Baumwollerzeugnissen steigt. Da die Produktionskette im Modesektor lang ist, ist eine Sicherung sozialer Standards auf allen Ebenen noch schwer umzusetzen.
     Trotzdem wählen viele Anbieter für fair gehandelte Mode – wie zum Beispiel der Online-Händler dw-shop.de – ihre Geschäftspartner anhand sozialer Kriterien aus, auch wenn am Ende nicht immer ein offizielles Label auf dem Produkt zu finden ist.
    Möglichst fair lautet hier die Devise. Vorreiter in diesem Bereich ist die 1999 gegründete Fair Wear Foundation.
•    Auch in der Kosmetik- und Goldindustrie gibt es mittlerweile Siegel.

 

Wer profitiert von Fair-Trade-Produkten?
1.    Die Mitarbeiter der landwirtschaftlichen Betriebe: Durch festgelegte Mindestlöhne und Bestimmungen beim Arbeitsschutz verbessern sich die Lebensbedingungen im Alltag.
        Ebenso wird gegen die Beschäftigung von (illegaler) Kinderarbeit  sowie die Diskriminierung von Frauen vorgegangen.
2.    Die Anbauregionen werden gestärkt: Sozialfonds fördern Bildungs- und Krankenkassenprogramme und ermöglichen den Landwirten Investitionen. Dies verbessert den Lebensstandard dauerhaft, wodurch das Risiko für Bürgerkriege und soziale Unruhen sinkt.
3.    Die Umwelt: Es gelangen weniger Pestizide in die Natur.
4.    Der Kunde: Eine umweltschonende Herstellung verringert die Schadstoffbelastung im Endprodukt.
 

Kommt die Hilfe auch dort an, wo sie soll?
Oft wird der Fairtrade-Industrie vorgeworfen, dass die finanzielle Hilfe, die sie versprechen, nicht ausreichend in den landwirtschaftlich geprägten Ländern ankommt. Kritiker werfen den Fair-Trade-Organisationen folgende Versäumnisse vor:
•    Die Vergabe von Labels und Zertifikaten und die Überwachung der Standards kosten viel Geld.
•    Langfristige Verbesserungen der Lebensbedingungen sind meist nur schwer messbar.
•    Anträge zu Beginn einer Partnerschaft sind teuer. Gerade ärmere Betriebe können diese Hürde nicht nehmen.

Fazit
Die Idee der Organisationen ist durchaus lobenswert, allerdings müssen die Verwaltungsvorgänge noch effizienter umgesetzt werden. Hier braucht es eine gute Struktur und eine permanente Weiterentwicklung.
 

French Press, Kaffeepresse

Eine French Press oder auch Kaffeepresse dient sozusagen gleichzeitig als Kaffeemaschine und als Kaffeekanne. Dazu lässt sich in einem Glaszylinder - wie eine Art Kolben - eine feines Metallsieb herunterdrücken, das an einem Stab befestigt ist.

Zur Herstellung von Kaffee gibt man grob gemahlenes Kaffeepulver in den Glaszylinder  - ca. 7 g pro Tasse. Darüber gießt man dann etwa 90° C heißes Wasser und lässt das Ganze zwischen 2 bis 5 Minuten ziehen. Je länger man das Ganze ziehen lässt, umso stärker wird der Kaffee und umso intensiver schmeckt er. Um das Kaffeepulver von dem eigentlichen flüssigen Kaffee zu trennen, drückt man den Filter vorsichtig und gefühlvoll nach unten. Danach kann man den Kaffee direkt in die Kaffeetassen oder in eine Kaffeekanne gießen.

Diese Art der Kaffeezubereitung stammt ursprünglich aus Frankreich und wurde dort um das Jahr 1850 eingeführt. Im Jahr 1929 erwarb der italienische Designer Attilio Calimani ein Patent darauf.

Kaffeehauskultur in Österreich

Das Zentrum der bekannten Kaffeehauskultur ist die Hauptstadt Wien. Nach dem Sieg über die Osmanen hielt sich nur das exotische Getränk im Land, das sich im Laufe der Jahrhunderte in verschiedenste Richtungen entwickelte.
Heute blickt die Stadt mit Stolz auf unzählige Cafés und eine lange und genussvolle Tradition zurück.

Das Kaffeehaus als Kunstort
Die Atmosphäre in einem Wiener Kaffeehaus strahlt puren Genuss und Lebensfreude aus. Insbesondere Kunstschaffende hielten und halten sich hier gern auf.
Diese Cafés waren Treffpunkt, Diskussionsort und Inspirationsquelle für einige der bekanntesten Literaten der Weltgeschichte.
Auch Maler und Bildhauer schlossen sich dem Kreis der Künstler an. So unterschiedliche Persönlichkeiten wie Hugo von Hofmannsthal, Georg Trakl oder Robert Musil gingen hier ein und aus.
Auch einer der berühmtesten Söhne der Stadt, der Maler Gustav Klimt, schätzte die Stimmung des Kaffeehauses sehr.
Selbst Persönlichkeiten, die im politischen Sinne noch großen Einfluss haben sollten, wie etwa der jüdische Intellektuelle Theodor Herzl, waren gern gesehene Gäste.

Vielfalt von Kaffee
Die Namen der Spezialitäten sind Wienern selbstverständlich bestens bekannt. Wer sich in diesem kulinarischen Bereich weniger gut auskennt, muss nachfragen und sich erklären lassen, was beispielsweise ein Einspänner ist.
Es handelt sich dabei um einen Mokka mit einer dicken Schicht Sahne darüber und etwas Zucker. Eine besonders verführerische Kombination ist der aus starkem Mokka und süßer Schokolade bestehende Mocha

Nicht nur der Kaffe an sich, sondern auch die Kaffeekannen wie etwa die Karlsbader-Kanne sind Teil der Tradition geworden. Allein in Wien existieren über 1.100 Cafés.
Viele davon legen größten Wert auf Tradition und verfügen über eine originale Inneneinrichtung, wie sie im ausgehenden 19. Jahrhundert zu bestaunen war.
Wenn die Uhr bereits den Abend anzeigt, bedeutet das nicht, dass die Zeit für Kaffee vorbei ist. Im Gegenteil, dann wird es Zeit für die etwas stärkeren Kreationen wie etwa den Kaffee Kirsch.

Dabei wird der Kaffeegenuss mit einem Kirschwasser, einem Obstbrand ergänzt. Auch der Fiaker verzichtet nicht auf Alkohol.
Einem Mokka wird entweder Rum oder ein Schuss Sliwowitz, ein Obstbrand aus Pflaumen, beigemischt. Wer es etwas weniger stark mag, greift auf die Klassiker Melange und Eiskaffee zurück.
Während letzterer einen großen Siegeszug vollzogen hat und in zahlreichen Varianten – mit oder ohne Sahne, mit Schoko- oder Vanilleeis – erhältlich ist, bleibt man bei der Wiener Melange traditionell.
Sie besteht aus Kaffee oder Espresso, etwas Milch und einer Haube aus aufgeschlagener Milch oder auch aus Schlagsahne.
Gern wird sie mit einer Kaffeebohne dekoriert.

Kaffee-Vollautomaten

Allgemeine Vorbemerkungen
Kaffee ist in Deutschland das meistgetrunkene Getränk überhaupt. So trinkt jeder Deutsche im Mittel pro Tag etwa vier Tassen von diesem Genussmittel - was sich auf rund 150 Liter pro Jahr summiert.
Und längst sind die Zeiten vorbei, wo man seinen morgendlichen Brühkaffee mit Milch und Zucker trank.
Mittlerweile ist der Kaffee geradezu ein Kultgetränk geworden, das man in zahlreichen Variationen genießen kann, so vom schwarzen Kaffee über Espresso bis hin zum  Cappuccino oder Mokka - um nur einige Kaffeezubereitungsarten zu nennen.

Kaffee am Arbeitsplatz
Wer gerne und oft Krimis schaut, kann sich darüber amüsieren, wenn in seinigen Serien die Kommissare oft vergeblich versuchen, aus einem Kaffee-Automaten eine Tasse Kaffee zu bekommen.
Das sollte es in einer Behörde oder einem Unternehmen dank neuer servicefreundlicher Automaten nicht mehr geben.
Und ohne meist mehrere Tassen Kaffee während der Arbeitszeit ist für viele Arbeitnehmer ein angenehmes Arbeiten nur schlecht vorstellbar.
Untersuchungen haben gezeigt, dass nicht zuletzt ein gutes Betriebsklima auch mit einem ausreichenden und guten Angebot von Kaffe zusammenhängt.

Kaffee-Automaten
Zum Glück gibt es mittlerweile eine große Anzahl verschiedener gut funktionierender Kaffee-Automaten
Denn zum Kaffeegenuss gehört nicht nur ein sorgfältig ausgewählter Kaffee, sondern auch die Art der Zubereitung mit Hilfe einer richtigen Kaffeemaschine.
Ein Vergleich dieser Kaffeegeräte, ihrer Funktionsweisen, Ausstattung und Servicefreundlichkeit lohnt sich nicht nur für Kaffeefreunde sondern auch für den gewerblichen Anbieter wie Restaurants, Bistros oder auch Unternehmen
Dabei sei erwähnt, dass es - für Deutschland einmalig - einen Anbieter von Kaffee-Vollautomaten für Unternehmen bzw. Betriebe gibt, der diese Geräte kostenfrei als Full-Service-Bürokaffee-Dienstleister ohne vertragliche Bindung aufstellt und wartet. 
Es wird zudem nur die Anzahl an verbrauchten Tassen Kaffe in Rechnung gestellt. Zusätzlich zu den üblichen Kaffeesorten liefert der Automat auch Kakao, Zitronentee oder Vanillemilch.
Interessant ist, dass in den Geräten Milchpulver statt Frischmilch verwendet wird, wodurch die Geräte einfacher zu reinigen sind und  es nicht zu Verkeimungen kommt. 
Der geschmackliche Unterschied macht sich dabei für die meisten kaum oder nur unwesentlich bemerkbar.

Kopi Luwak, Coffee Alamid, Katzenkaffee

Kopi Luwak und Coffee Alamid sind Bezeichnungen für eine sehr seltene und extrem teure Kaffeesorte - die auch umgangssprachlich als "Katzenkaffee“ bezeichnet wird.
Die Bezeichnung Kopi Luwak stammt von den indonesischen  Inseln Sumatra, Java und Sulawesi. Auf den Philippinen - von den Bergen von Südmindanao - heißt der Kaffee "Coffee Alamid".
Der Begriff "Kopi“ ist der indonesische Begriff für Kaffee.  Musang luwak  ist dabei die indonesische Bezeichnung für die hier lebende Unterart der Schleichkatze (Fleckenmusang) - (Paradoxurus hermaphroditus indonesiensis).
Auf den Phlippinen auf Südminanao lebt die Unterart  Paradoxurus hermaphroditus philippinensis. Beide Unterarten gehören zur Gattung der Musangs und zur Art Paradoxurus hermaphroditus (Fleckenmusang).

Die in beiden Ländern wachsenden Kaffeebohnen (Kaffeekirschen) werden von dieser Schleichkatzenart bzw. Unterart als Nahrung aufgenommen und wieder ausgeschieden. 
 Im Verdauungstrakt der Tiere werden die Kaffeebohnen mittels spezieller Verdauungs-Enzyme so fermentiert, dass die Geschmackseigenschaften der ausgeschiedenen Kaffeebohnen verändert wurde und der daraus gewonnene Kaffee seinen einmaligen Geschmack bekommt.

Diese Tiere ernähren sich neben den Früchten der Kaffeepflanze auch von anderen Früchten und hin und wieder sogar von Kleinstsäugern und -reptilien, von Eiern, Küken sowie von Insekten.  Die mit dem Kot ausgeschiedenen Kaffeebohnen werden nach dem Einsammeln gewaschen und dann nur leicht geröstet. 

In Europa kann der Verbraucher bis zu 1.000 € pro Kilogramm für diese Kaffeebohnen bezahlen - bei einer Jahresproduktion von maximal nur 450 kg weltweit.
Mittlerweile werden die Tiere auch in Käfigen gehalten und extensiv mit Kaffeebohnen gefüttert, was oft zur Mangelernährung führt und die Tiere dadurch oft elendig zugrunde gehen.

Latte macchiato

Was ist  Latte macchiato
Der Latte macchiato - zu Deutsch gefleckte Milch -  ist ein Kaffeegetränk, das aus Milch und Espresso besteht. Es ist mit dem Milchkaffee vergleichbar, enthält aber in der Regel mehr Milch. Das Getränk stammt aus Italien, wo es ursprünglich für Kinder gedacht war, damit auch sie Kaffee trinken können, ohne dabei zu viel Koffein zu sich zu nehmen. Aber mittlerweile hat sich das Getränk auch bei Erwachsenen durchgesetzt

Zutaten
1 heißer Espresso (25 ml) 
200 ml heiße aufgeschäumte Milch
Kakaopulver zum Bestreuen

Zubereitung
Ein Latte macchiato wird normalerweise in einem hohen, schmalen Glas serviert und besteht aus drei Schichten, die sich anfangs nur wenig vermischen sollten. Die unterste Schicht besteht aus heißer Milch.
Darüber befindet sich eine Schicht aus einem Espresso. Die oberste Schicht besteht aus Milchschaum. Der Espresso hat eine geringere Dichte als die fettreichere Milch und "schwimmt" deswegen über der Milch, was aber nur gut funktioniert sofern der Espresso nicht kälter als die Milch ist.
Am einfachsten gelingt ein Latte Macchiato, wenn man den Espresso als letztes hinzugießt, sodass er durch den Schaum abgebremst wird und nicht in die unten befindliche Milch hineinläuft. 
Gern wird der Latte macchiato mit Kakaopulver oder Gewürzen, wie z.B. Zimt, garniert. In Restaurants wird der Kaffee mit einem langstieligen Löffel serviert - in Italien mit einem Strohhalm. 
Der Sinn ist, da durch den Gebrauch eines Strohhalms die verschiedenen Schichten des Getränks nicht vermischt werden. 

Melanche

Der Begriff "Melange" stammt von den französischen Verb “melanger”, was übersetzt mischen heißt. In Österreich wird damit ein Kaffee, der im Verhältnis von 1:1 mit aufgeschäumter Milch versetzt ist, bezeichnet.
Man spricht auch oft von Wiener Melange.

Zutaten
1/8 l heißer Kaffee
1/8 l aufgeschäumte Milch 
Kakaopulver zum Bestäuben 

Zubereitung
Zur Abrundung wird gerne ein wenig Kakaopulver obendrauf gestreut.  Die Wiener Melange wird in großen Tassen oder dickwandigen Gläsern serviert 

Milchkaffee, Café au lait

Ein Milchkaffee ist ein Kaffee in dem sich sehr viel Milch oder Milchschaum befindet. Es ist in verschiedenen Ländern vor allem ein Frühstücksgetränk. In Österreich und in den Niederlanden wird dieses Kaffeegetränk auch als "Kaffee verkehrt" (koffie verkeerd) bezeichnet.
Das Getränk wird oft in einer Art  Schale serviert. In Frankreich ist es Café au lait - ein Kaffee mit heißer Milch, der zur Hälfte aus Kaffee und aus Milch besteht.
Der Café au lait wird in einer großen Schale (= bol) serviert und  meist nur zum Frühstück getrunken.
Gerne wird ein Baguette oder ein Croissant in den Kaffee geditscht.

Zutaten
Heißer Kaffee
Heiße Milch
Kaffeeschale, Tasse

Zubereitung
Die Zubereitung ist denkbar einfach. Eine etwa zur Hälfte mit Kaffee gefüllte Schale oder Tasse wird mit heißer Milch aufgefüllt.

Mokka

Ursprünglich verstand man unter einem Mokka (Mocca) eine Kaffeesorte aus dem Jemen, die sich durch sehr kleine Bohnen und viel natürliche Säure auszeichnete. Aus dem Jemen rührt auch der Name Mokka, nämlich von der Hafenstadt al-Muchā am Roten Meer, wo der Kaffee früher verschifft wurde. 
In Deutschland ist der Mokka mit dem türkischen oder arabischen Kaffee vergleichbar, während z.B. in Österreich ein schwarzer Kaffee - vergleichbar dem Espresso -  als Mokka bezeichnet wird. Ein Mokka strahlt selbst heute immer noch ein wenig den Glanz früherer Herrschaftshäuser aus, wo ein Mokka etwas Besonderes war und oft von den Damen der feinen Gesellschaft zusammen mit edlem Gebäck regelrecht zelebriert wurde.

Zutaten
Heißes Wasser
Mokkakaffee
Mokkatassen
Zucker

Zubereitung
Der spezielle feingemahlene Mokkaffee wird in eine Mokkatasse gegeben und mit heißem Wasser aufgebrüht.
Bevor der Mokka getrunken wird, sollte man solange warten, bis sich die festen Anteile auf dem Boden der Tasse abgesetzt haben.
Der Mokka kann sowohl gesüßt wie auch ungesüßt getrunken werden.

EU-Richtlinien zu Kaffeemaschinen

Kaffeekochen soll umweltbewusster werden. Die EU-Kommission hat daher im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie festgelegt, dass alle Kaffeemaschinen ab dem 1. Januar 2015 über eine automatische Abschaltung der Warmhaltefunktion nach einer vorgeschriebenen Wartezeit verfügen müssen. Auf diese Weise sollen laut der Zeitung Lübecker Nachrichten bis zum Jahr 2020 jährlich schätzungsweise zwei Milliarden Kilowattstunden Strom eingespart werden.

 Ökodesign-Richtlinie 801/2013
Die bereits im August 2013 beschlossene Ökodesign-Richtlinie der EU-Kommission in Brüssel legt die Mindestanforderungen an die stromsparenden Kaffeemaschinen der Zukunft ganz genau fest.
Alle Hersteller sind verpflichtet, ihre Kaffeeautomaten mit einer automatischen Abschaltung der Warmhaltefunktion auszustatten. Filter-Kaffeemaschinen mit einer Isolierkanne sollen sich bereits nach einer Wartezeit von fünf Minuten abschalten, Automaten ohne Isolierbehälter nach 40 Minuten. Pad- und Kapselmaschinen, genau wie Kaffeevollautomaten mit eigenem Mahlwerk dürfen längstens 30 Minuten nach dem letzten Brühvorgang und 60 Minuten nach Aktivierung der Tassenvorwärmfunktion noch eingeschaltet sein.
Allerdings betont eine Sprecherin der EU-Kommission, dass die Hersteller selbst entscheiden können, ob sie dem Verbraucher die Möglichkeit einräumen, das automatische Abschalten der Warmhaltefunktion selbst zu regulieren.
So kann er diese auf Wunsch deaktivieren oder die Wartezeit selbst bestimmen, wie es heute bereits bei hochwertigen Vollautomaten, beispielsweise von WMF, möglich ist. Die EU-Richtlinie gilt nicht für die Kaffeezubereitung im gewerblichen Bereich und soll für die Privathaushalte durch das Verkaufsverbot von Kaffeemaschinen des alten Standards durchgesetzt werden

Schwarzer Kaffee

Der Begriff "Schwarzer Kaffee" ist nicht so ganz eindeutig definiert, wie man beim ersten Hinsehendenken könnte. Auf jeden Fall versteht man aber darunter einen Kaffee, der ohne Milch oder Milchersatzstoffe serviert wird.
Das könnte damit auch ein Espresso sein. In Deutschland ist aber meist ein Filterkaffee gemeint, der ohne Zusätze beispielsweise von Milch serviert und getrunken wird. 
Ob allerdings Schwarzer Kaffee schön macht, wie es die Überlieferung sagt, mag man glauben oder auch nicht.
Da das in dem Kaffee vorhandene Coffein den Knochen Calcium entzieht, sollten besonders Frauen in höherem Alter - wegen der Gefährdung durch Osteoporose - weniger Kaffee trinken, Kaffee ganz ohne Coffein trinken oder ihn mit Milch verdünnen, die zudem Calcium enthält.

Zutaten
- Heißes Wasser
- Kaffeefilter
- Filtertüten
- Kaffeekanne oder Kaffeemaschine

Zubereitung
Meist stellt man sich seinen Kaffee mit Hilfe einer Kaffeemaschine her oder füllt den Kaffee in eine Filtertüte, die sich in einem Filter auf einer Kaffeekanne befindet.
Dann schüttet man kochendes Wasser darüber und lässt den Kaffee allmählich in die Kanne laufen.

Türkischer Kaffee

Türkischer Kaffee ist eine süße Kaffeespezialität, die bereits im 16. Jahrhundert in Kairo getrunken wurde und heutzutage vor allem im Nahen Osten verbreitet ist.
Dieser Kaffee wird mit einer Mischung aus Wasser, Kaffeepulver und gelöstem Zucker ohne irgendwelche Filter aufgebrüht und enthält daher Kaffeepartikel, die zu der dicken und fast sirupartigen Konsistenz führen.
Ein echter türkischer Kaffee wird in einer Kanne aus Kupfer oder Messing mit einem langen Griff - zum Schutz vor der Hitze - zubereitet und wird danach aus kleinen Tässchen getrunken.

Zutaten
Kanne aus Kupfer oder Messing
Fein gemahlener Mokkakaffee
Zucker
Kleine Tässchen
Heißes Wasser
evtl. Kardamom oder Zimt 

Zubereitung
Pro Tasse werden etwa zwei Teelöffel Kaffeepulver in eine kleinere Kupfer- oder Messingkanne gefüllt.
Je Tasse und nach gewünschtem Süßegrad kommen einen bis eineinhalb Teelöffel Zucker hinzu.
Die Mischung aus Kaffeepulver und Zucker wird mit der gewünschten Wassermenge - eine Tasse Wasser je Tasse Kaffee - versetzt und solange verrührt bis sich der Zucker aufgelöst hat
Die Mischung aus Wasser, Kaffee und Zucker wird auf einem Herd erhitzt.
Wenn der Kaffee anfängt zu kochen, bildet sich Schaum an der Oberfläche ein Schaum, sowie der Schaum die Oberkante der Metallkanne erreicht, wird sie von der Herdplatte genommen.
Von diesem Schaum wird ein Löffel in jede Tasse gegeben und die Kanne mit dem Kaffee wird  wieder solange auf die Herdplatte gestellt, bis der Kaffee erneut zu kochen beginnt.
 Dann wird die Kanne vom Herd genommen und der Kaffee wird in die mit Schaum befüllten Tassen gegossen.
Mit dem Trinken des Kaffees sollte man solange warten, bis sich das Kaffeepulver am Boden abgesetzt hat.

Hinweis
Hier und dort wird der türkische Kaffee mit Gewürzen - wie Kardamom oder Zimt - zusätzlich aromatisiert. In diesem Fall sollten die fein gemahlenen Gewürze zu dem Gemisch aus Wasser, Kaffee und Zucker hinzugefügt werden, bevor der Kaffee erhitzt wird.

 


Vom Erzeuger zum Verbraucher

Allgemeines
Die Kaffeebohnen werden aus den Früchten verschiedener Pflanzenarten aus der Familie der Rubiaceae gewonnen. Die beiden wichtigsten Arten von Kaffeepflanzen sind Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und Coffea canephora (Robusta). Etwa 98% des weltweit erzeugten Rohkaffees entstammen von diesen beiden Kaffeearten.
Interessant ist, dass etwa 70% des Kaffees aus kleinbäuerlichen Betrieben stammen. Insgesamt gibt es rund 25 Mio. Kaffeebauern, deren Einkommen oft unter dem Existenzminimum liegt.

Die wichtigsten Abnehmerländer für Kaffee sind die USA, Deutschland, Frankreich, Japan und Italien. Die Kaffeeherstellung und der Vertrieb liegen in Deutschland in den Händen von sechs großen Anbietern, wobei allein Tschibo und Aldi etwa 85% des Marktes beherrschen.
Der Hamburger Hafen ist weltweit der größte Umschlagplatz für Rohkaffee, wobei sich jedoch in Bremen und seinem Umland die vier der größten Kaffeeröstereien Deutschlands befinden.

Erzeugerländer
Im Jahr 2018 gab es u.a. folgende Erzeugerländer mit ihrem prozentualen Anteil am Weltmarkt.

Erzeugerland Marktanteil Arabica Robusta
Brasilien 34% 80% 20%
Vietnam  14% 5% 95%
Indonesien  7% 10% 90%
Kolumbien  6% 99% 1%
Äthiopien  5% 99% 1%
Indien 3% 40% 60%

In Deutschland werden pro Kopf und Jahr im Mittel etwa 1.460 Tassen Kaffee getrunken, was etwa 6 kg Kaffee entspricht. Den höchsten Prokopfverbrauch weltweit haben mit 2.800 Tassen pro Jahr die Finnen, was rund 11,5 kg Kaffee entspricht. In Deutschland trinken etwa 85% der Menschen regelmäßig Kaffee - weitere 4%  gelegentlich. Die bevorzugten Tageszeiten zum Kaffeetrinken sind morgens beim Frühstück und nachmittags, abends eher selten. Etwa 25% trinken ihren Kaffee schwarz, rund 30% nur mit Milch, 5% nur mit Zucker, 30%  mit Milch und Zucker, Der Rest verwendet Süßstoff und/oder Milch oder Milchpulver.

Kaffeebäume, Kaffeesträucher
Kaffeebäume bzw. Kaffeesträucher sind immergrüne Pflanzen, wobei es rund 90 Arten von Kaffeepflanzen gibt, von denen aber nur wenige von Bedeutung für die Kaffeeherstellung sind. Sie gehören zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und zur Gattung Coffea. Ihren Ursprung hat die Pflanze in der Provinz Kaffa in Äthiopien.

Die Pflanzen benötigen ein ausgeglichenes Klima ohne größere Temperaturschwankungen sowie nicht zu viel Sonnenschein, Wind oder Hitze. Um diese Bedingungen zu gewährleisten, werden Schutzhecken angepflanzt. Die günstigsten Durchschnittstemperaturen liegen für einen optimalen Ertrag zwischen 18° und 25 °C , wobei 30 °C nicht überschritten 13 °C nicht unterschritten werden sollten. Die jährliche Niederschlagsmenge sollte zwischen 1.500 bis 2.000 mm betragen. Robusta-Kaffee benötigt höhere Niederschlagsmengen als Arabica-Kaffee. Die Anbaugebiete liegen entsprechend den klimatischen Ansprüchen zwischen den Wendekreisen, bei Arabica-Kaffee in Höhen von etwa 600 bis 1200 m, bei Robusta-Kaffee zwischen 300 und 800 m. Der Hochlandkaffee (Arabica) besitzt eine besonders hohe Qualität. 

Die Kaffeebohnen sind der Samen der Kaffeepflanzen, die in einem Alter zwischen 3 bis 5 Jahren ihren höchsten Ertrag liefern. In einem Alter von ca. 20 Jahren ist der Ertrag dann kaum noch lohnend.

Bearbeitung
Die geernteten rohen Bohnen werden zuerst getrocknet oder fermentiert - und dann geröstet. Das Trocknen bzw. Fermentieren findet noch in den Anbauländern  statt. Man unterscheidet dabei die Trocken- und Nassaufbereitung, wobei die Nassaufbereitung die häufigste Aufbereitungsart ist, da bei dieser Methode das hochwertige Aroma und der Geschmack besonders gut zur Geltung kommen. Die Bohnen werden dazu zuerst vom Fruchtfleisch befreit und dann zwischen 12 bis 36 Stunden in einem Wasserbecken gewässert. Danach wird die Restfeuchtigkeit auf Trockenplätzen auf etwa 12% reduziert. Bei dieser Aufbereitungsart werden allerdings bis zu 150 l Wasser pro Kilogramm Kaffeebohnen verbraucht.

Die Röstverfahren
Grundsätzlich gibt es zwei Verfahren, um Kaffee zu rösten, es sind das Rösten auf einem Schalenröster - einem Schnellröster oder Industrieröster - und auf einem Trommelröster. Dabei werden max. Temperaturen von ca. 240°C erreicht. Der  Röstprozess findet allerdings  nicht nur mit einer Temperatur statt, sondern gemäß der entsprechenden Rezeptur - die das Know How jedes Rösters darstellt - mit aufsteigenden Temperaturen.

Kaffees, die auf dem Trommelröster geröstet werden, unterliegen einer so genannten, klassischen Langzeitröstung, die zwischen 15 Min. und 20 Minuten
variieren kann. Die Rösttemperatur liegt während einer Röstcharge in Abhängigkeit von der Menge eines "Brands" - also der Menge an Kaffeebohnen, die sich in dem Röster innerhalb der Charge befinden - zwischen 212 °C bis max. 225°C.Die Temperaturen, die auf einem Schalenröster zum Einsatz kommen, liegen zwischen 214°C und 240°C. Die Zeiten sind bei dieser Art des Röstens bedeutendkürzer und liegen zwischen 3 und 5 Minuten für einen Brand.

Die Einstufung des Röstgrades erfolgt - bei einer kontinuierlicher Probennahme - anhand einer "Farbwertmessung" mit Hilfe eines Photometers , da das menschliche Auge die Farbe des Kaffees nicht genau genug und auch nicht objektiv bestimmen kann.

- Helle Röstung
 
Eine Helle Röstung entspricht dabei einem Farbwert von ca. 90 - 110 Punkte auf dem Farbwertmessgeräts (handelsüblicher Filterkaffee)
- Mittlere Röstung
  
Die Mittlere Röstung entspricht einem Farbwert von 75 - 85 Punkten. Dabei handelt es sich um Kaffees, die in der Gastronomie in den entsprechenden Brühsystemen ausgeschenkt werden - außer Espresso -  wie zum Beispiel Cafe Creme, Filterkaffee, Latte Macchiato,
   Milchkaffee, Cappuccino etc.
- Dunkle Röstung
  
Eine Dunkle Röstung, auch als Espressoröstung bezeichnet, entspricht einem Farbwert von ca. über 80 Punkten und wird zum Rösten von Espresso-Sorten, aber auch für Cafe Creme-Mischungen bei der Zubereitung in einer Siebträgermaschine verwendet sowie in
   einem Vollautomat oder in handelsüblichen Padmaschinen (Bosch, Senseo, Petra etc.). Espressomischungen kommen weiterhin auch in vielen manuellen Brühsystemen (Espressokocher, Stempelkanne) zum Einsatz.

Wie man sieht, ist das Rösten von Kaffee von zahlreichen Parametern und Faktoren abhängig -  wie der Kaffeesorte, dem Ursprungsland, den Klimabedingungen, der Aufbereitungsart sowie von regionalen und der landestypischen Präferenzen bezüglich des Geschmacks.
All dies wird  von den Röstmeistern und dem Rohkaffee-Einkauf eingestellt und überwacht.
 

Mahlen und Verkauf
Die gerösteten Kaffeebohnen werden dann ungemahlen oder gemahlen und vakuumverpackt in den allen Käufern bekannten Verpackungen der verschiedenen Erzeuger  meist an den  Großhandel geliefert.
Der Großhandel beliefert dabei in der Regel den Einzelhandel, wo der Kunde den Kaffe erwerben kann.