Pflanzen in Griechenland

Bäume

Einen Großteil von Griechenlands Flora stellen Wälder dar, die im Norden des Landes eine besonders große Fläche einnehmen.
Insgesamt wurden etwa 200 verschiedene Baumarten in Griechenland gezählt. Am weitesten verbreitet sind dabei Weiße Pappeln, Zypressen, Edelkastanien, Fichten sowie Pinien und Tannen. Allerdings geraten die Waldbestände in den heißen und trockenen Sommermonaten durch Waldbrände immer wieder in große Gefahr. Griechenlands Inseln beherbergen wiederum andere Baumarten, so wächst z.B. der Walnussbaum auf Samos. Tamarisken wurden hier entlang der Küsten angepflanzt, da sie den salzhaltigen Boden gut vertragen und als Schattenspender besonders für Touristen von großer Bedeutung sind.
Aleppokiefern und Platanen sind dagegen sehr häufige Bäume auf Rhodos, wo auch Dattelpalmen vertreten sind.

Nutzpflanzen

Die zwei  wichtigsten Standbeine der Landwirtschaft in Griechenland sind die Olivenölherstellung und der Weinanbau.
Olivenbäume gibt es beinahe überall. Auf Rhodos findet zuden auch der Gemüseanbau von Auberginen, Tomaten, Zucchini, Kartoffeln, Zwiebeln und Gurken statt. Im Süden der Insel wachsen Feigen, Quitten, Nuss- und Granatapfelbäume.
Weitere nützliche Pflanzen, die es in Griechenland in Hülle und Fülle gibt, sind zahlreiche verschiedene Kräuter. Besonders in den Bergen auf Rhodos, aber auch auf anderen Inseln ist die Vielzahl an den verschiedensten Kräutern bemerkenswert. Hier wächst u.a. Oregano, verschiedene Arten der Minze, Basilikum, Rosmarin, Thymian und Salbei.

Heilpflanzen

Die giftige Pfingstrose wurde früher als krampflösendes Mittel und gegen Epilepsie genutzt.
Allerdings ist dieser Effekt nicht nachgewiesen worden.

Sie kann angeblich auch bei Haut- und Schleimhautentzündungen, Fissuren, Gicht, Rheuma und Erkrankungen der Atemwege verwendet werden. Allerdings ist auch bei diesen Anwendungsgebieten die Wirksamkeit nicht belegt. In der Homöopathie wird sie bei Hämorrhoiden eingesetzt.

Eine aphrodisierende Wirkung wird dem Tee aus den Blüten und Blättern des Diktamus nachgesprochen, der ausschließlich in den kretischen Bergen wächst. Der Tee hilft auch bei Magenbeschwerden, er ist nervenstärkend und fiebersenkend. Außerdem sollen die gemahlenen Blätter, wenn sie äußerlich angewandt werden, wundheilend wirken.

Giftpflanzen

Der in Griechenland wachsende und nur gering giftige Klatschmohn sollte nicht mit dem Schlafmohn verwechselt werden, welcher das Alkaloid Morphin enthält. Dennoch enthält der weiße Milchsaft des Klatschmohns einen Giftstoff, der bei Verzehr von Pflanzenteilen zu Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Magenschmerzen führt.

Die Pfingstrose aus der Familie der Hahnenfußgewächse wird zwischen 50 und 100 cm groß und blüht von Juni bis Mai. Auffällig sind die großen roten Blüten, die einen Durchmesser von 12 cm haben und Kronblätter mit einer Länge von 5 - 8 cm.
Die meisten Arten der Pfingstrose sind in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet.
Zum Wachsen bevorzugt sie lichte und felsige Berghänge.
Durch das Alkaloid Paenonin ist diese Pflanze giftig und verursacht bei übermäßiger Dosierung Magen-Darmbeschwerden und führt zu Erbrechen und Koliken. In richtiger Dosierung kann sie auch als Heilpflanze verwendet werden.

Weitere Pflanzen

Griechenland ist ein Land, welches reich ist an kultivierten wie auch an wilden Blumen und Kräutern. Typisch sind Margeriten, Klatschmohn, Anemonen und Kamillepflanzen.

An Kretas Küste wachsen seltene Pflanzen wie die Meerlilie und die Flockenblumen und an den steilen Berghängen und in Schluchten der Insel finden sich Glockenblumen und Flachs. Ein wahres Blütenmeer erwartet einen im Frühling auf Rhodos, hier erblühen Margeriten, Alpenveilchen, Pfingstrosen, Ginster und Rosen zu ihrer vollen Pracht.
Auch Strauchpflanzen wie der Oleander und Hibiskus tragen ihren Teil zu diesem Blütenwunder bei.