Sehenswürdigkeiten

UNESCO-Welterbestätten

Eine sehr ausführliche und bebilderte Darstellung der UNESCO-Welterbestätten von Griechenland finden Sie hier >>>

Weitere Kulturgüter

Akropolis von Rhodos
Hier befinden sich u.a. die Ruinen eines Apollotempels, eines Theaters und eines Stadions aus dem 2. Jh. v. Chr. 

Akrotiri auf Santorin (südliche Ägäis)
Die bronzezeitliche Siedlung wurde im 17. Jh. v. Chr. durch einen Vulkanausbruch verschüttet. 

Antike Agora (auch Griechische Agora)
Nordwestlich der Akropolis liegt die Antike bzw. Griechische Agora. Sie war etwa vom 5. Jh. v. Chr. bis ungefähr ins 5. Jahrhundert n Chr. wirtschaftliches, politisches und gesellschaftliches Zentrum Athens. Die Monumente und Bauwerke, die der Athen-Besucher heute bewundern kann, stammen insbesondere aus der römischen Zeit. 

Archäologische Funde bei Limenas auf der Insel Thassos
Hier wurden Reste eines Tempels der Pythia und des Apollo, eine Agora und ein Theater ausgegraben. 

Archäologische Stätten in Eretria auf Euböa
Hervorhebenswert sind die Ruinen antiker Bäder, die Palästra mit Mosaik und das Theater. 

Asklepieion in Dodekanes auf Kos
Das berühmte antike Therapiezentrum stammt aus dem Mitte des 4. Jh. v. Chr. und wurde in der Römerzeit erweitert. 

Ausgrabungsstätte Kerameikos in Athen
Im bedeutendsten antiken Friedhof Athen wurden zahlreiche Objekte aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. bis zur römischen Zeit gefunden. Ein Teil davon befindet sich im Kerameikos-Museum. 

Castello Rosso auf Kastelorizo (Megisti)
Die Burg wurde im 14. Jh. von den Johannitern wieder aufgebaut. 

Dionysostheater
Das wichtigste Theater des alten Griechenlands, am Südhang der Akropolis gelegen, gilt als Geburtsort des Dramen-Theaters. Der Name geht auf Dionysos, den Gott des Weins und der Ekstase, zurück, dem zu Ehren in Athen jährlich die Dionysien gefeiert wurden - Festlichkeiten mit Gesang, Tanz und Theatervorführungen. Diese fanden im Theater statt, wobei dort v.a. Dramen der gefeierten klassischen Tragödienschreiber Aischylos, Euripides und Sophokles uraufgeführt wurden. Der heutige Theater-Bau geht auf das 4. Jahrhundert v. Chr. zurück und steht an der Stelle eines Frühbaus aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. 

Fränkisches Kastell in Mistras
Die Festung wurde im Jahr 1249 von Guillaume de Villehardouin erbaut. 

Hadrians-Bibliothek
Südlich des Monastiraki Platzes, in der Plaka gelegen und 132 n. Chr. vom römischen Kaiser Hadrianus gestiftet, wurde die Hadriansbibliothek nach einer Beschädigung im Jahre 267 n. Chr. in eine römische Befestigungsmauer integriert. 412 wurde sie indes restauriert. Von der einst 100 x 70 Meter messenden Bibliothek, sind heute nur noch Teile der Westfassade sowie korinthische Säule zu sehen. 

Hadrians-Bogen
Der nach dem römischen Kaiser Hadrianus, einem großen Bewunderer der griechischen Kultur, benannte Bogen liegt in unmittelbarer Nähe zum Olympieion. Er ist frei zugänglich, kann indes leider nur von einer Seite betrachtet werden. Aufgestellt wurde der Bogen im Jahre 131 n. Chr. Er ist 18 Meter hoch und 6 Meter breit. 

Heiligtum der Athene mit Gymnasium und Stadion in Delphi
Hier wurden die Pythischen Spiele veranstaltet.
 
Herodes Atticus Odeon
Das berühmte HAO wurde schon im Jahre 161 von Herodes Atticus im Gedenken an seine Frau Aspasia Annia Regilla errichtet. Es liegt am südlichen Hang der Akropolis und fungierte ursprünglich als Amphitheater mit einer Front-Wand von drei Stockwerken Höhe und einem Dach aus Holz. In den 1950ern wurde das antike Gebäude mit neuem Marmor restauriert. Seitdem ist es Aufführungsort diverser Theater-, Musical- und Tanzereignisse des Athener Festivals, das in jedem Jahr zwischen Mai und September stattfindet. 

Johanniter-Kastell in Dodekanes auf Kos
Der auf einem Felsplateau befindliche Bau wurde von 1450 bis 1478 unter Verwendung von antikem Baumaterial errichtet. Er enthält eine Ausstellung archäologischer Funde. 

Kabirion bei Theben
Von dem ländlichen Heiligtum der Kabiroi (vorgriechische Fruchtbarkeitsgötter) wurden neben zahlreichen kleinen Tiermotiven aus Bronze bisher ein Tempel und ein Theater ausgegraben. 

Löwe von Kea bei Hora
Die Skulptur wurde im 6. Jh. aus dem Felsen gemeißelt. 

Lysikrates-Denkmal
334 v. Chr. zu Ehren des Choregen Lysikrates erbaut, erinnert es an dessen siegreichen Chor, den dieser beim jährlich stattfindenden Wettbewerb im Dionysos-Theater aufstellte und auch finanzierte. Das Denkmal ist in Gestalt eines runden Tempels gehalten, ist 6,5 Meter hoch und steht auf einem quadratischen Steinsockel, der eine Seitenlänge von etwa drei Metern misst. Die Außenseiten der Rotunde sind mit sechs korinthischen Säulen gestaltet, welche sich unter einer verzierten Kuppel anordnen. 

Odeion des Agrippa
Diese 15 v. Chr. errichtete Konzerthalle konnte zur Zeit ihrer Nutzung bis zu 1.000 Besucher fassen. Ihr Name geht auf den Stifter zurück, Marcus Agrippa, ein Freund des Kaisers Augustus. Obwohl das Odeion im Jahre 267 n. Chr. zerstört worden und ab dem Jahre 400 an gleicher Stelle ein Gymnasium errichtet worden war, sind die Statuen an der Nordseite noch relativ gut erhalten und können besichtigt werden. Sie haben einst das Dach der Konzerthalle abgestützt.

Palast der Grossen Meister in Rhodos
Neben der Sammlung von Möbeln aus dem 16. und 17. Jh. sind hier römische Mosaikfußböden zu sehen. 

Philopapposdenkmal
Das Grabmonument auf dem so genannten "Musenhügel" liegt südwestlich von der Akropolis und wurde von 114 bis 119 n. Chr. zum ehrenden Gedenken an Gaius Iulius Antiochus Philopappos konstruiert. Philopappos war ein Wohltäter Athens, der ins Exil gehen musste. Vom Bau, der einst 81 m² Grundfläche gemessen haben muss, ist leider nur noch die Nordfassade erhalten. 

Propyläen
Die Propyläen gehören zur Akropolis und bilden deren monumentalen Zugang. Sie wurden unter Perikles von 437 bis 432 v. Chr. errichtet, wobei als ausführender Architekt Mnesikles fungierte. Der bemerkenswerte Torbau erreicht eine für damalige Verhältnisse erstaunliche Größe. Die Propyläen sind mehr als Komplex zu verstehen, der sich aus einem Mittelbau, dem eigentlichen Torbau, seitlichen Hallen und einen Vorplatz zusammensetzt. Die Propyläen wurden für viele (auch neuzeitliche) Bauwerke Vorbild gebend. 

Römische Agora (auch Römisches Forum)
Einst ein Platz im antiken Athen, stammt sie aus der Römerzeit. Sie liegt in der Plaka, nahe des Monastiraki-Platzes. Erbaut wurde sie auf Befehl des römischen Kaisers Augustus, der sie von 19 bis 11 v. Chr. östlich der antiken (griechischen) Agora errichten ließ. Unter Kaiser Hadrianus wurde sie erweitert und später unter den Byzantinern und dann den Türken überbaut. Diese Überbauten wurden schließlich während des 19. und des 20. Jahrhunderts abgetragen, wobei die Ruinen der alten Agora zum Vorschein kamen. Heute beeindrucken die herrlichen Säulengänge, die in alter Zeit Geschäfte aufgenommen haben. 

Ruinen aus dem 4. bis 2. Jh. v. Chr. auf Kos
Hierzu zählen der Dionysostempel, das Odeon, römische Bäder und ein hellenisches Gymnasium aus dem 2. Jh. v. Chr. mit einer restaurierten Kolonnade des Xystos. 

Ruinenstadt Thira auf Santorin
Hier können Funde aus den Zeiten der Phönizier, Dorier und Römer sowie frühchristliche Reliquien besichtigt werden. 

Ruinen von Aulis bei Theben 
Zu den bedeutendsten Überresten der antiken Hafenstadt zählen der Artemistempel aus dem 5. Jh. v. Chr. und eine Festung aus dem 4. Jh. v. Chr. 

Theater von Epidauros
Das besterhaltene antike Theater Griechenlands wurde im 3. Jh. v. Chr. erbaut und im 2. Jh. v. Chr. erweitert. Es bietet Platz für ca. 13.000 Besucher und wird auch heute noch für Aufführungen antiker Theaterstücke genutzt, wobei eine beeindruckende Akustik festgestellt werden kann.

Theben
Besonders sehenswert sind die mykenischen Gräber, die Ruinen des Tempels des Isminiou Apollon und die Quelle der Hlg. Theodoren (in der Antike die sogenannte "Quelle des Ödipus"). 
 
Turm der Winde (Aérides, Horologium des Andronikos)
Diesen achteckigen und 13 Meter hohen Turm mit dem geheimnisumwitterten Cognomen erbaute ein gewisser Andronikos Kyrrestes im 1. Jahrhundert v. Chr. im Südosten der römischen Agora. Im Turm befindet sich eine Wasseruhr; diese diente früher als offizielle Uhr Athens. Der Beiname geht auf Darstellungen verschiedener Windgötter zurück, die auf jedem einzelnen Fries an den acht Ecken des Turmes zu sehen sind. 

Zeugnisse der Minoischen Kultur in Heraklion auf Kreta
Neben den berühmten Ruinen von Knossos befinden sich hier auch Überreste der Stätten Malia und Phaetos.

Besondere Gebäude und Bauten

Athens Planetarium
Das Planetarium von Athen befindet sich in der Andrea Syngrou Avenue. Es gilt als eines der besten der Welt. 

Brücke über den Golf von Korinth
Die Straßenbrücke mit der Bezeichnung Rio-Andirrio-Brücke (offiziell: Charilaos-Trikoupis-Brücke) besitzt eine Länge von 2. 883 m und eine Breite von  27,2 m. Sie verbindet die 2.600 Einwohner zählende Ortschaft Andirrio auf der Nordseite des Golfs mit Rio auf dem Peloponnes - rund 8 km östlich von Patras gelegen. Die Brücke ist eine Schrägseilbrücke.
Sie ruht auf vier und innen begehbaren Pfeilern (Pylonen) von denen die beiden mittleren Pfeiler (Pylone) insgesamt 230 m hoch sind, wovon rund 65 m unter der Wasseroberfläche liegen. Sie besitzen ein Gewicht von rund 170.000 Tonnen.
Wegen des sandigen Untergrunds, der Erdbebengefahr und der starken Winde durch den Golf hatte der Bau der Brücke die Ingenieure vor riesige Herausforderungen gestellt. Nach rund fünfjähriger Bauzeit wurde sie am 12. August 2004 feierlich eröffnet.
Die beiden seitlichen Pylone haben eine Höhe von rund 140 m über der Meeresoberfläche.

Griechisches Parlament (Vouli bzw. Boule ton Ellinon) in Athen
Das griechische Parlament befindet sich am Syntagma-Platz und ist eine Einkammerlegislatur mit 300 gewählten Mitgliedern. 1846 wurde es nach dem Bürgerkrieg etabliert, der zur ersten Verfassung des modernen

Kirchen, Klöster und Tempel

Erechtheion in Athen
Dieser ionische Tempel wurde zwischen 420 und 406 v. Chr. errichtet, wobei seine Gestalt mit großer Wahrscheinlichkeit auf Pläne des Perikles selber zurückgeht. Nach dessen Tode wurde erst mit dem Bau begonnen. Als Baumeister fungierten dabei Philokles und Archilochos. Sie platzierten ihn an der Stelle, wo einst der Palastbau von Erechtheus I., einem mythischen Königs, gestanden haben soll. Im Tempel wurde scheinbar mehreren alten Göttern und Helden gehuldigt. Hier befindet sich neben diversen Schmückungen zu Ehren der Göttin Athene auch das Grab des mythischen Königs Kekrops I. Der Tempel war früher zweigeteilt: Einmal in den Bereich des Götterdienstes und einmal in den für die Ehrung der beiden Hauptgötter von Attica: Athena und Poseidon-Erechtheus. 

Hephaisteion-Tempel (Theseion) in Athen
Der Tempel von Hephaisteion in

Große Museen

Archäologisches Museum in Andros
Hier sind Keramiken aus der alten Agora sowie u.a. antike Ausgrabungsfunde zu sehen. 

Archäologisches Museum in Halkida (Chalkis) auf Euböa
Zu den wertvollsten antiken Stücken zählen das Dionysosrelief und die Athene-Statue ohne Kopf. 

Archäologisches Museum in Mitilini auf Lesbos
Zu den Ausstellungstücken gehört der "Löwe von Gera". 

Archäologisches Museum in Mykonos
Hier befinden sich die Ausgrabungsstücke einer Nekropolis von der Insel Rineia. 

Archäologisches Museum in Olympia
Hier befindet sich u.a. die berühmte Statue des Hermes von Praxiteles (330 v. Chr.). 

Archäologisches Museum in Tinos
Die hier gezeigten Skulpturen stammen u.a. vom antiken Poseidon- und Amphitrite-Tempel. 

Archäologisches Museum von Delos
Hier befinden sich Skulpturen aus archaischer, klassischer, hellenistischer und römischer Zeit, u.a. Akroteria, die archaische Sphinx der Naxier, Tongefässe aus dem 3. Jahrtausend v.Chr. vom Kynthos sowie Goldschmuck und Elfenbeinplatten aus dem Artemisheiligtum (1400-1300 v.Chr.). 

Archäologisches Museum von Delphi
Hier sind u.a. die römische Kopie des Omphalos ("Nabel der Welt") und die Statue des Wagenlenkers (ca. 475 v. Chr.) zu sehen. 

Archäologisches Museum von Milos
Die hier gezeigten Keramikfunde stammen teilweise aus dem 6. Jh. v. Chr. 

Archäologisches Museum von Rhodos
Das Gebäude aus dem 15. Jh. beherbergt u.a. die Statue der Aphrodite von Rhodos. 

Archäologisches Museum von Theben
Ausgestellt sind u.a. bemalte Sarkophage aus der mykenischen Zeit (Larnakes), archaische Skulpturen sowie Stelen aus der klassischen Epoche. 

Museum der Olympischen Spiele in Olympia
Zu sehen ist eine Dokumentation der Geschichte der neuzeitlichen Olympiaden. 

Museum von Mistras
Hier sind architektonische Baufragmente ausgestellt. 

Museum von Réthimnon, Nordkreta
Hier sind u.a. minoische Tonidole zu sehen. 

Nationalmuseum in Athen
Hier ist u.a. die Goldene Totenmaske des Agamemnon ausgestellt. 

Palast der Grossen Meister in Rhodos
Neben der Sammlung von Möbeln aus dem 16. und 17. Jh. sind hier römische Mosaikfußböden zu sehen.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten

Akadimias Street/Athen
Benannt nach Platons berühmter Athener Philosophenschule, verläuft diese Hauptstraße der Stadt - parallel zur Panepistimiou Street - von der Vasileias Sofias Avenue zum Kanningos Square. An der Straße stehen so bedeutende Gebäude wie die Universität von Athen, die Akademie von Athen, die Nationalbibliothek, das Lyrik-Theater und die Kirche von Zoodochou Pigis. 

Areopag (auch Areiopag)
Areopag bedeutet in seiner Übersetzung "Hügel des Ares". Es handelt sich bei ihm um eine 115 Meter messende Erhebung im Nordwesten der Akropolis. Im antiken Griechenland tagte hier auf dem Areopag der gleichnamige oberste Rat. Noch heute trägt eine hohe Institution der Griechen diesen Namen: der oberste Gerichtshof des Landes, derallerdings im Schliemann-Haus zusammentrifft. 

Attica Zoological Park
Der "Attica Zoological Park" wurde im Jahre 2000 eigentlich als Vogelpark eröffnet. Damals beherbergte er noch die drittgrößte Vogelkollektion der Erde. Im Jahr 2001 kamen Reptilien (darunter Würgeschlangen und Krokodile) hinzu und im Juli 2002 die so genannte "Griechische Fauna", die Heimat für Tiere wie Wölfe, Braunbären, Füchse, Wildkatzen usw. ist. Als Hauptattraktion des Zoos gilt aber die "Afrikanische Savanne", wo sich Giraffen, Zebras, Antilopen, Schnee-Leoparden etc. und vor allem der sehr seltene weiße Löwe tummeln. Zusätzliche Erweiterungen betreffen solche Tiere wie Affen, Katzen, Präriehunde, Nilpferde, Alligatoren usw. Der Zoo ist Mitglied der "European Association of Zoos and Aquaria" (EAZA), welche sehr auf die artgerechte Haltung der Tiere achtet. Nicht nur für Erwachsene, sondern - und vielleicht speziell - für Kinder verschönert ein Besuch im Zoo jedweden Athen-Aufenthalt.

Lykabettos-Hügel (
auch Lykavittos)
Diesen mit 277 Meter höchsten Hügel auf dem Athener Stadtgebiet kann man auf zwei Arten erklimmen. Entweder man fährt mit einer unterirdischen Standseilbahn sicher und bequem hinauf, oder man geht den langen und in der Hitze des Tages anstrengenden Fußweg nach oben. Wie auch immer: Der Blick von hier oben ist einfach fantastisch und entlohnt für etwaige Strapazen. Auf dem Hügel kann man neben dem malerischen Panorama der Stadt (mit der Akropolis natürlich) auch die Kapelle "Agios Georgios" und das etwas tiefer liegende "Lykabettos-Theater" besichtigen. 

Platane des Hippokrates auf Kos
Der riesige Baum hat einen Umfang von rund 12 m.

 

Universitäten

Nationale Technische Universität Athen (National Metsovion Polytechnic bzw. Politechneíon)
Manchmal einfach nur als "Athens Polytechnic" bezeichnet, gehört diese Bildungseinrichtung zu den ältesten und renommiertesten Bildungsinstituten Griechenlands. 1836 als Königliche Kunsthochschule gegründet, entwickelte sich die NMP zu Griechenlands einziger Hochschule, die Ingenieursabschlüsse bot. Dieser Status blieb bis in die 1950er bestehen. Der traditionelle Campus befindet sich im Herzen Athens in der Patision Avenue. Die Universität ist in neun akademische Fakultäten untergliedert, welche weiterhin aus 33 Departements bestehen. Gegenwärtig studieren etwa 10.000 Studenten hier.

Universität von Athen (auch Nationale und Kapodistria Universität Athen)
Die Univerität von Athen ist die älteste Universität im östlichen Mittelmeerraum und existiert seit 1837. Sie ist - nach der Aristoteles-Universität von Thessaloniki - die zweitgrößte höhere Bildungsinstitution Griechenlands und bildet gegenwärtig etwa 50.000 Studenten aus. Der Hauptcampus befindet sich in Ilissia (Zografou), wo die wissenschaftliche, die theologische und die philosophischen Fakultäten stehen. Andere kleinere Campi liegen in Goudi und Daphne. 
Das historische Verwaltungsgebäude kann man in der Panepistimiou Avenue besichtigen.

Universität der Ägäis
Der Hauptsitz dieser staatlichen Universität mit ihren rund 10.000 Studierenden ist Mytilini auf der Insel Lesbos. Die Universität der Ägäis wurde 1984 gegründet Die Standorte dieser ungewöhnlichen Universität sind auf die folgenden Inseln verteilt:

Sozialwissenschaftliche Fakultät (Mytilene - Insel Lesbos)
Fachbereich Ethnologie und Geschichte
Fachbereich Geographie
Fachbereich Soziologie
Fachbereich Kulturtechnologie und Kommunikation
 
Umweltwissenschaftliche Fakultät (Mytilene - Insel Lesbos)
Fachbereich Umweltnaturwissenschaften
Fachbereich Ozeanografie
 
Wirtschaftswissenschaftliche Fahultät (Chios - Insel Chios)
Fachbereich Verwaltungswirtschaft
Fachbereich Schifffahrt, Handel und Transport
Fachbereich Finanzwirtschaft und Finanztechnik
 
Naturwissenschaftliche Fakultät (Karlovasi - Insel Samos)
Fachbereich Mathematik
Fachbereich Informations- und Telekommunikationstechnik
Fachbereich Statistik und Versicherungsmathematik 

Humanwissenschaftliche Fakultät (Rhodos - Insel Rhodos)
Fachbereich Grundschulpädagogik
Fachbereich Frühpädagogik und Erziehungs-Design
Fachbereich Mediterrane Studien
 
Unabhängige Fakultät von Syros (Ermoupolis - Insel Syros)
Fachbereich Produkt- und Systems Design Engineering

Naturschönheiten

Chelmos (Aroania Ori)
Das Hochgebirge am nördlichen Peloponnes enthält Spuren einer Vergletscherung. Auf der Nordseite des 2.355 m hohen Massivs stürzt ein 200 m hoher Wasserfall (Mavronera, "Schwarze Wasser") in die darunter liegende Schlucht, unter der sich wiederum eine Höhle befindet. An diesem Ort entspringt der legendenumwobene Fluss Styx. 

Dikti Gebirge
In dem Bergstock im Osten Kretas befindet sich am Südrand der Lassithi-Hochebene eine bedeutende Kultstätte des Altertums, die Diktäische Höhle. 

Feucht-Biotop Evros südöstlich von Alexandroupolis
Das Vogelschutzgebiet ist eines der größten in Europa, hier überwintern oder rasten jährlich bis zu 270 Vogelarten. 

Prespa-See im Nordwesten des Landes
Hier nisten teilweise seltene Vogelarten wie Pelikane und Kormorane. 

Südhänge des Parnassus
In der bis zu 2.457 m hohen Felslandschaft am Golf von Korinth befindet sich ein natürliches Amphitheater mit einer Opferstätte für Apollo. 

Tropfsteinhöhle bei Petralona auf der Chaldiki-Halbinsel
Hier sind die verschiedensten Formen von Stalaktiten und Stalagmiten zu sehen. 

Vikos-Aoos-Nationalpark
In dem im Norden rund um die Timfi-Berge gelegenen, zweitgrößten Naturschutzgebiet des Landes leben auch heute noch Braunbären. 

Vikos-Schlucht
Die durch den Voidomatis, einen Nebenfluss des Aoos, gebildete Schlucht ist teilweise bei einer Tiefe von 900 Metern lediglich 1.100 Meter breit.

Hafen von Athen

Piräus (auch Peiraieus)
Piräus ist der drittgrößte Hafen des

UNESCO-Welterbestätten

Archäologische Stätte von Philippi

Die Archäologische Stätte von Philippi befindet sich in der 356 v. Chr. von den Griechen gegründeten Stadt.
In Philippi hatte um 49/50 n. Chr. der Apostel Paulus (um 10-67 n. Chr.) eine christliche Gemeinde gegründet. Es ist damit die älteste christliche Gemeindegründung in Europa.
An die Gemeinde in Philippi hatte Paulus von Rom aus, wo er in Gefangenschaft lebte, um 63 den berühmten Brief an die Philipper geschrieben.  
Die beeindruckenden römischen Ruinen von Philippi liegen in der Nähe der heutigen Stadt Kavala. Man findet hier u.a. einen gut erhaltener Mauerring und eine Akropolis, außerdem ein großes Forum mit einigen Häusern, ein Gymnasion sowie eine Markthalle. ERwähnenswert ist, dass bis heutzutage im Theater Aufführungen antiker Stücke stattfinden. Bekannt ist die Stadt zudem durch die Redensart: "Bei Philippi sehen wir uns wieder"

Sie geht auf William Shakespeares (1564-1616) Drama "Julius Cäsar" zurück. Im Traum erschien dort Cäsars Geist dem Mörder Brutus, der auf die Frage von Brutus, weswegen er gekommen sei geantwortet hatte: "Um dir zu sagen, dass du zu Philippi mich sehn sollst.
Shakespeare hatte sich in seinem Drama vermutlich auf eine Stelle in der Cäsarbiografie des griechischen Schriftstellers Plutarch bezogen, wo die Ankündigung in der Form "Bei Philippi wirst du mich sehen" zu finden ist.
Im Oktober/November desJahres 42 v. Chr. fand westlich der Stadt die Doppelschlacht bei Philippi zwischen Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus auf der einen Seite und Marcus Antonius und Octavian auf der anderen Seite statt. Brutus und Cassius wurden geschlagen und begingen Selbstmord.
Octavian (63 v.Chr. -14 n. Chr.) wurde im Jahr 31 als Augustus der erste Kaiser des römischen Reiches.  
Die Archäologische Stätte von Philippi wurde am 17. Juli 2016 auf der Konferenz von Istanbul in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten eingeschrieben.

Altstadt von Korfu

Die Altstadt von Korfu (Kerkyra) liegt auf der gleichnamigen Insel an der Einfahrt zur Adria vor der Westküste Albaniens.

Die Fläche der Insel beträgt ca. 600 km².
Sie gehört zu den sieben großen Ionischen Inseln.
Die Besiedelung der Insel reicht bis ins 8. Jahrhundert v. Chr. zurück. Die drei Festungen wurden von den Venezianern entworfen, die erkannt hatten, dass es ein strategisch günstiger Punkt ist, um das Meer und die Insel vor osmanischen Überfallen zu überwachen und zu schützen. Die alte Festung Palaió Froúrio an der Ostküste Kerkyra von den Byzantinern erbaut, stammt aus dem 6. Jahrhundert und hatte den Angriff der Türken im Jahr 1706 widerstanden. Die Statue des Verteidigers Matthias Graf von der Schulenburg steht auf der Brücke, die die Stadt und die Festung verbindet.

Von der Festung aus hat man einen Blick über die Stadt, in der viele Stilepochen die Bauweise beeinflussten. So ist venezianischer, französischer und britischer Einfluss auf engstem Raum zu finden. Die Gebeine von Spyridon, dem Schutzpatron der Insel, liegen in der ihm geweihten Kirche Agios Spyridonas in Kerkyra aufbewahrt - gebettet sind sie in einem silbernen Sarg. 

In den engen Gassen, die bis zum Hafen führen, können keine Autos fahren. In Nähe des alten Hafens steht die zweite Festung Neo Froúrio. Sie ist die Grenze von Alt- und Neustadt. Sie entstand im Jahr 1572.
Die Altstadt von Korfu auf der gleichnamigen Insel wurde im Jahr 2007 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Archäologische Stätten von Mykene und Tiryns

Von der bedeutenden antiken Stadt am Isthmus von Korinth sind u.a. die Ruinen der Oberstadt erhalten, Reste der zyklopischen Ringmauer (1350 bis 1200 v. Chr.) sowie das Löwentor von Mykene (1250 v. Chr.).

Ferner wurden dort neun Kuppelgräber entdeckt, zu ihnen zählt das "Schatzhaus des Atreus". Der auf einem bis zu 30 m hohen Kalkfelsen befindliche Ort Tiryns gehörte ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. zu den bedeutendsten Zentren des bronzezeitlichen Europa. Ausgrabungen belegen allerdings eine Besiedlung bereits während der Jungsteinzeit. Zwischen den Jahren 1876 und 1885 legte der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann auf dem höchsten Teil des Felsens die Ruinen eines mykenischen Palastes frei. 

Die beiden archäologischen Stätten wurde im Jahr 1999 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Altstadt von Chorá, Kloster des Hl. Johannes, Höhle der Apokalypse

Die Altstadt von Chorá mit dem Kloster des Hl. Johannes und  Höhle der Apokalypse befinden sich auf der Insel Patmos, die in der Ägäis liegt und zur Inselgruppe des Dodekanes gehört. Die Fläche der Insel beträgt ca. 34 km².

In Römerzeiten war Patmos eine Verbannungsinsel, wohin auch Johannes  verbannt worden sein soll. Er fand dort der Legende nach eine Höhle, die später Apokalypsenhöhle genannt wurde. In dieser Höhle soll er die Offenbarung und auch die Johannesbriefe geschrieben haben.

Patmos gilt als "Heilige Insel", die zu einem Wallfahrtsort wurde, da sich dort die wichtigsten Klöster der orthodoxen Kirche befinden. Das Kloster Hagios Ioannis Theologos, das dem Heiligen Johannes gewidmet ist, wurde im Jahr 1088 auf den Resten des antiken Artemis-Tempels erbaut. Das Kloster ist wie eine Festung angelegt. In ihm befindet sich eine berühmte Bibliothek. Traditionen aus alter Zeit werden im Kloster sowie im Ort Chorá gepflegt und bewahrt.

Im Süden von der Insel liegt ein Felsen, der ca. 20 m hoch ist. In den Felsen sind Treppen eingefügt und es sind zahlreiche Höhlen vorhanden. Oben auf dem Felsen befindet sich eine Zisterne, die wohl schon lange v. Chr. dort gebaut wurde. Im nahen Tal entspringt eine Quelle, an der die ersten Menschen die Taufe erhalten haben sollen. Apollon: Gezeugt von Zeus und Leto war er Gott des Lichtes, der Heilung und des Frühlings sowie der Musik, der Dichtkunst. Patmos heißt auch ein Gedicht von Friedrich Hölderlin.

Unterhalb des Klosters befindet sich die Kirche der Apokalypse mit der "Heiligen Grotte", in der Johannes seine Offenbarung empfangen haben soll. Die Altstadt mit dem Kloster wurden im Jahr 1999 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Archäologische Stätte Vergina

Die Ausgrabungsstätte Vergina liegt im Norden des Landes, ca. 10 km von der Stadt Veria entfernt. Man vermutet, dass die Stätte vermutlich die antike Hauptstadt Aigai des Königreiches Makedonien war. Man datiert das Alter der Stätte auf 11 Jahrhunderte v. Chr., denn man fand dort etwa 300 Gräber und Siedlungsreste aus dieser Zeit. Eine Palastanlage mit einem Theater aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. wurden ausgegraben. Die Ruinen des Palastes schmiegen sich an die Hänge des Pieria-Gebirges. Der Innenhof des Palastes war von einem Säulengang umgeben.

Weiterhin fand man in der Nähe von Vergina makedonische Kammergräber, von denen einige Gräber unter einem ca. 12 m hohen Erdwall liegen. Einige Gräber sind kunstvoll ausgestaltet, und es wurden reiche Grabbeigaben gefunden. In dem am reichsten ausgestatteten Grab vermutet man die Gebeine des Vaters von Alexander dem Großen. Es hat eine Vor- und eine Hauptkammer, ionische Säulen und ein Fries schmücken die Vorderseite. In beiden Kammern befand sich ein goldener, reich verzierter Sarg, auf dem der „Stern von Vergina“ abgebildet war. Weiter fand man das Persephone-Grab sowie das Romaios- und das Eurydike-Grab.
In dieser Ausgrabungsstätte wurden 1977/1978 makedonische Königsgräber freigelegt, von denen zwei noch unversehrt waren. 

Diese Archäologische Stätte wurde im Jahr 1996 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Pythagoreion und Heraion von Samos

Heraion
Das Heraion liegt auf der Insel Samos und ist das im Altertum berühmte Heiligtum der griechischen Göttin Hera. In der griechischen Mythologie ist Hera die Tochter von Kronos und Rhea und sie ist mit Zeus verheiratet und gleichzeitig seine Schwester. Verehrt wird sie als Schützerin der Ehe und der Geburt.
Die Tempelanlage wurde um das Jahr 575 v. Chr. errichtet. Als Baumaterial wurde der am Ort zur Verfügung stehende Kalkstein genommen. Die inneren Säulen des Tempels waren aus Marmor gefertigt. Der Tempel ist von zwei Säulenkränzen an allen Seiten eingefasst, aber es gab noch zusätzliche Säulen an der Vorder- und Rückseite. Die Weihgaben, die im Heraion gefunden wurden, beweisen, dass Handel mit weiten Teilen der damaligen Welt betrieben wurde.

Pythagoreion
Das an der Südküste gelegene Pythagoreion ist der Anlaufhafen für Segler. Der Hafen ist durch eine große Kaimauer aus antiker Zeit geschützt. Polykrates, der Tyrann von Samos, ließ diese Mauer zum Schutz der Hafenanlage um das Jahr 540 v. Chr.erbauen. Die Machtergreifung von Polykrates fand im Jahre 538 statt. Die Samier legten während der Opferfeierlichkeiten ihre Waffen ab und Polyktrates mit seiner Gefolgschaft richteten ein Blutbad unter den Opfernden an, daraufhin besetzten sie die Burg von Astypalaia.

Das Pythagoreion und Heraion von Samos wurden im Jahr 1992 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Insel Delos

Die Insel Delos gehört zu den Kykladen. Am Kynthos auf Delos befinden sich nicht nur Reste antiker griechischer Heiligtümer, sondern z.B. auch Tempel syrischer und ägyptischer Götter aus dem 2. Jh. v.Chr. Der Gott Apoll soll hier geboren worden sein. Am Gipfel des Berges sind Ruinen eines Tempels aus dem 3. Jh. v.Chr. erhalten, der  Zeus und  Athene geweiht war, weitere historische Denkmäler der Insel sind die drei Apollon-Tempel sowie die steinernen Löwen aus dem Ende des 7. Jh., einer davon wurde im 17. Jh. nach Venedig gebracht und am Eingang zum Arsenal aufgestellt. Im Jahr 69 v. Chr. wurde die Insel überfallen und geplündert. Ihre Blütezeit war damit beendet uns wurde nicht wieder erreicht. 

Die Insel Delos wurde im Jahr 1990 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Klöster Daphni (bei Athen) und Hosios Lukas

Das Kloster Daphni wird hauptsächlich wegen seiner beeindruckenden Mosaike besucht, die Episoden aus dem Leben Jesu Christi zeigen. Es liegt 10 Kilometer westlich von Athen im gleichnamigen Vorort und gilt - neben Hosios Lukas (bei Delphi) und Nea Moni (auf Chios) - als wichtigster griechischer Sakralbau des 11. Jahrhunderts. Im 5. Jahrhundert wurde wahrscheinlich auf der Stelle eine Kirche erbaut, an der sich zuvor ein dem Sonnengott Apoll geweihtes Heiligtum befunden hatte - eine seinerzeit durchaus übliche Praxis. Diese Kirche wurde im Jahre 1080 durch das heutige Kloster ersetzt und 1206 dem Zisterzienserorden übereignet. Seit 1458 - also zwei Jahre nach der türkischen Eroberung der Stadt - lebten dort wieder orthodoxe Mönche. Später wurde das Kloster beschädigt und verlassen. Es wurde vor kurzem liebevoll restauriert. 

Kloster Hosios Lukas bei Delphi
Hosios Lukas, Daphni und Nea Moni sind die berühmtesten Klöster im Land. Hosios Lukas liegt in der Nähe von Delphi in Mittelgriechenland.

Im 10. Jahrhundert wurde eine Kirche errichtete, die der heiligen Barbara geweiht war. Die heutige Klosteranlage besteht aus zwei Kirchen, der Panagia-Kirche und das Katholikon - eine rechteckige Kreuzkuppelkirche. Sie wurde 1011 erbaut, und einem Einsiedler - namens Lukas - geweiht. Die Kuppel, die mit Fresken geschmückt ist, besitzt einen Durchmesser von 9 m. Die Kirche besitzt  zudem einmalig schöne Mosaike. Durch einen Säulengang kann man die Panagia-Kirche erreichen. Der Bau aus dem 11. Jh. enthält wertvolle Mosaiken, Fresken und Ikonen. 

Das Kloster Hosios Lukas bei Delphi wurde im Jahr 1990 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Kloster Nea Moni auf Chios

Das byzantinischen Kloster Nea Moní liegt auf der griechischen Insel Chios in einem dicht bewaldeten Tal, ca. 15 km westlich von Chios-Stadt.

Im Jahr 1042 wurde das Kloster errichtet. Das Kloster ist der Himmelfahrt der Jungfrau Maria geweiht. Während des Unabhängigkeitskriegs Griechenlands wurde im Jahr 1822 ein großer Teil der Inselbewohner von den Osmanen ermordet. Eugene Delacroix malte dies auf seinem berühmten Gemälde „Das Massaker von Chios“.

Viele Bewohner der Insel flüchteten in die Kirche und suchten dort Schutz. Aber auch darauf nahmen die Türken keine Rücksicht, sie ermordeten die Schutzsuchenden und viele Mönche. Im Jahr 1881 zerstörte ein Erdbeben die noch stehenden Gebäude. Die kunstvollen Mosaike wurden erst 1960 restauriert

Das Kloster wird von einer Schutzmauer umgeben. Es besteht aus mehreren Kirchen und einer Zisterne, die unterirdisch angelegt ist. Die Hauptkirche des Klosters ist im 10. Jahrhundert entstanden und im byzantinischen Stil als Kreuzkuppelkirche gebaut und hat Mosaiken aus der byzantinischen Zeit. Die Mosaike zeigen Szenen als dem Leben von Christus und ihn als Pantokrator. Das Kloster Nea Moni auf der Insel Chios gehört mit den beiden obigen beiden Kirchen zu den wichtigsten griechischen Sakralbauten des 11. Jahrhunderts und ist vor allem für seine Mosaike berühmt.

Alle drei Klöster wurden im Jahr 1990 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen 

Ruinen von Olympia

Der Ort Olympia liegt auf der Halbinsel Peleponnes ca 270 km von Athen entfernt. Von 776 v. Chr. an wurden hier die olympischen Spiele ungefähr 1.000 Jahre im vier Jahresrhythmus abgehalten, bis Erdbeben den Ort zerstörten und Fluten des Flusses Kladeos, der dort in den Alpheios mündet, den heiligen Ort unter sich begruben. Olympia war keine Stadt, sondern eine heilige Stätte mit Anlagen, auf denen Spiele zu Ehren der Götter durchgeführt wurden. Die dort befindlichen Gebäude sind Tempel und Theater, die umgeben sind von Monumenten und Statuen. Mehrfach versuchten die Römer diese Spiele zu Ehren der Götter zu verbieten und um die Stätten für ihre Zwecke zu nutzen, bauten sie das Hippodrom.

Das Zentrum des heiligen Hains von Olympia heißt „Altis“, es ist ein Grabhügel, der der Sage nach von Herakles für den Opferaltar Pelops aufgeschüttet wurde. An diesem Ort wurden dem Göttervater Zeus Opfer gebracht.

Am Fuß des Kronoshügels gibt es zahlreiche Schatzhäuser. Im 4. Jahrhundert wurde die Altis mit einer Mauer umgeben und es wurde ein Gästehaus gebaut, in dem man bis zu 150 Personen unterbringen konnte – das Leonidaion.

Zum Trainieren der Athleten wurde eine so genannte Palästra, eine mit Sand bedeckte Fläche, geschaffen, so wie für die Leichtathletik ein Gymnasion - ein Hof, der von Säulengängen und Bädern umgeben ist - errichtet. Die aus dem 5. Jahrhundert stammende wurde dem Künstler Phidias zugeordnet, in diesen Räumen soll die Zeusstatue für den Tempel gefertigt worden sein. Die Römer bauten mehrere Thermen, denn ihnen reichte das griechische Badehaus nicht für ihre Entspannung aus.

Zu den Ruinen von Olympia zählen u.a. die Reste des Zeustempels, der 470 v. Chr. im dorischen Stil erbaut wurde, des Heraion (7. Jh. v. Chr.) und der Werkstatt des Phidias (490 bis 425 v. Chr.) sowie die Ruinen des dorischen Heratempels, der aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. stammt.  

Die Ruinen von Olympia wurden im Jahr 1989 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

 

Mystras

Die byzantinische Ruinenstadt Mystras liegt im Nordwesten von Sparta. Im Jahr 1249 wurde die Festung von Mystras errichtet. Es ist eine von mehreren Burgen, die Sparta oder Lakedaimon (Lakedaimon war der Stammvater von Sparta) schützen sollten. Unterhalb der Burg entstand eine Stadt, die sich zum kulturellen Zentrum der Region entwickelte.

Im Jahr 1448 n. Chr. wurde in Mystras der letzte byzantinischen Kaiser gekrönt. Mystras wurde auch das Zentrum von Philosophen, so zog der Philosoph Plethon im Jahr 1406 nach Mystras und erneuerte die platonische Philosophie. Der Despotenpalast von Mystras war ein byzantinischer mit starken italienischen Einflüssen geprägter Repräsentationsbau.

Im Jahr 1460 wurde Mystras von den osmanischen Türken eingenommen und es entstanden Minarette und Moscheen.

Im Jahr 1770 verwüsteten dann albanische Truppen die Stadt. Damit war Mystras Blütezeit endgültig vorbei. Mystra wurde nicht wieder aufgebaut. Einige der ehemaligen Kirchen sind aber erhalten geblieben, ihre Wände sind mit farbenprächtigen Wandmalereien geschmückt. Weiterhin blieb eine Basilika mit einem zweiten Geschoss in Form einer Kreuzkuppelkirche erhalten. Weiterhin sehenswert sind: Die Mitropolis, die Hauptkirche, auf einem etwa 600 m hohen Berg gelegen und eine Felsenhöhle, die Demeterhöhle, mit ihren Fresken.

Die Stadt war im 14. und 15. Jh. ein bedeutendes Zentrum der byzantinischen Kultur. Sehenswert sind vor allem die Kirchen und Klöster. 

Die Stadt Mystras wurde im Jahr 1989 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Meteora-Klöster

Die im Nordwesten Thessaliens gelegenen Klöster befinden sich auf den schwer zugänglichen Plateaus der bis zu 300 m hohen senkrechten Konglomeratfelsen. Hier wurden ab dem 14. Jh. insgesamt 24 Klöster errichtet, von denen heute noch 6 bewohnt sind.
Das größte Kloster ist das Kloster Metamorphosis.

Die Klöster wurden im Jahr 1988 sowohl in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte wie auch der UNESCO-Weltnaturerbestätten aufgenommen

Rhodos, mittelalterliche Stadt

Die Stadt Rhodos, die 408 v. Chr. gegründet wurde, liegt an der nördlicher Spitze auf der gleichnamigen Insel Rhodos.

Die Insel hat eine Fläche von1.398 km².

Die Stadt Rhodos war von 1309 bis zum Jahr 1523 im Besitz des Johanniterordens. Der Orden ist im Heiligen Land zur Pflege von kranken Pilgern gegründet worden. Die von einer Festungsmauer umgebene Altstadt liegt teilweise auf einem Hügel und zieht sich bis zum Hafen hinunter. Für die Mauer wurden die Fundamente der alten byzantinischen Mauer genutzt. Die Mauer am Amboise-Tor ist 12 m dick. Auf dem Hügel liegt der Großmeisterpalast des Johanniterordens und die Johanneskirche. Zwei großen Angriffen konnte die Stadt widerstehen, zum ersten versuchten die Ägypter die Stadt einzunehmen und zum zweiten die Türken. Allerdings musste Rhodos im Jahr 1523 nach sechsmonatiger Belagerung der Türken die Stadt aufgeben.

Viele Kirchen wurden in der Zeit in Moscheen umgewandelt. In der unteren Stadt sind aus der Besetzungszeit viele Bauten mit osmanischem Einfluss zu sehen. Besichtigen sollte man die Süleiman-Moschee und die türkische Bibliothek, sowie den Seepferdchenbrunnen auf dem Platz der jüdischen Märtyrer, den Eulenbrunnen auf dem Platia Ippokratu und das türkische Viertel mit seinen schmalen Gassen, zahlreichen Moscheen, kleinen Plätzen und dem türkischen Bad.

Die mittelalterliche Stadt Rhodos wurde im Jahr 1988 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Berg Athos

Der Berg  Athos liegt auf der Halbinsel Chaldiki
Auf dem Gipfel des Berges Athos steht die Kuppelkapelle Ag. Nikolaos Funtúkli. Das Megisti Lavra aus dem 10 Jh. ist das älteste der insgesamt 40 auf der Halbinsel befindlichen Klöster, von denen noch 20 Großklöster von rund 2.500 Mönchen bewohnt werden.
Das erste Kloster wurde hier 963 von byzantinischen Mönchen gegründet. Später kamen Neugründungen russischer, serbischer oder gregorianischer Mönche hinzu.
Die Autonomie der Mönchsrepublik wurde im Jahr 1060 durch den Kaiser von Byzanz in einer Goldenen Bulle bestätigt.
Auch unter der fast 400-jährigen Herrschaft der Osmanen blieb der Status der Republik unangetastet. Die EU erkannte 1981, dem Eintritt von Griechenland in das Bündnis, den Sonderstatus der Mönchsrepublik an. Dessen Status ist zudem in der griechischen Verfassung niedergelegt.
Ein Besuch ist nur Männern gestattet, das geht soweit, dass Schiffe mit Frauen an Bord einen Abstand von 500 m vom Ufer einhalten müssen.. 

Berg und Klöster wurden im Jahr 1988 sowohl in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte wie auch der UNESCO-Weltnaturerbestätten aufgenommen

 

Epidauros

Das ehemalige Zentrum antiker Gottesverehrung stellt heute eine der bedeutendsten archäologischen Stätten der Welt dar, hier befinden sich zahlreiche Ruinen von Tempeln und anderen Gebäuden, u.a. der Tempel des Asklepios (dorischer Stil, 4. Jh. v. Chr. ) und die Reste der Tholos (Rundbau, 4.Jh. v. Chr.). 

Die Stadt wurde im Jahr 1988 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Frühchristliche und byzantinische Denkmäler von Thessaloniki

Die dreischiffige Basilika Hagia Sophia liegt in Thessaloniki. Erbaut auf den aus dem 4. Jahrhundert stammenden Fundamenten einer früheren Kirche, wurde diese Kirche im 7. Jahrhundert errichtet. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 10 m und ist mit einem Mosaik ausgestattet, das Christus darstellt.

Im Jahr 1037 wurde die Kirche bei einem Erdbeben beschädigt und nach dem Wiederaufbau wurde sie orthodoxer Bischofssitz.

Als orthodoxe Kathedrale wurde sie zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert genutzt und Ende des 16. Jahrhunderts wurde sie zur Moschee umgestaltet. Heutzutage ist sie wieder eine christliche Kirche.

Die im Jahr 315 v.Chr. gegründete Stadt war einst ein bedeutendes Zentrum für die Ausbreitung des Christentums. Hier befinden sich zahlreiche Kirchen und Kunstschätze aus frühchristlicher und byzantinischer Zeit. 

Die frühchristlichen und byzantinischen Denkmäler von Thessaloniki wurden im Jahr 1988 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Delphi (Apollonheiligtum)

Die Kultstätte, in der ursprünglich die Erdmutter Gaia verehrt wurde, bestand bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. und wurde im 9. bzw. 8. Jh. v. Chr. in ein Apollon-Heiligtum umgewandelt. Das Orakel stellte ein bedeutendes religiös-politisches Zentrum der antiken Welt dar. Die heute zu besichtigenden Ruinen stammen aus dem 6. Jh. v. Chr. 

Delphi wurde im Jahr 1987 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen 

Akropolis von Athen

Theodor Heuss meinte einmal, dass neben der Hinrichtungsstätte "Golgota" (Jerusalem) und dem Kapitol (Rom) die Akropolis der dritte der Hügel sei, auf dem sich Europa gründet. Die Akropolis (griech. "Oberstadt") von Athen ist das unumstrittene Wahrzeichen und war einst der größte ummauerte Platz in mykenischer Zeit. Es handelt sich bei der Akropolis um einen hoch gelegenen, befestigten Mittelpunkt des antiken Athens.

Der Burgberg wurde der Göttin Athena, Namensgeberin der Stadt, geweiht. Während Perikles' "Goldenem Zeitalter" wurde die antike griechische Zivilisation auf ideale Art und Weise hier auf dem "Heiligen Berg" von Athen repräsentiert. Einige der größten architektonischen Meisterwerke wurden auf ihm errichtet. Erste Zeichen einer Besiedelung des Berges gehen auf das Neolitische Zeitalter zurück, und über die Jahrhunderte wurde der felsige Hügel als Kultstelle (früharchaische Zeit, 6/7 Jhd. V. Chr.) benutzt.

Um 480 v. Chr. wurde die Anlage von den Persern zerstört, und der Schutt wurde anschließend in die Burgmauer eingefügt. Im Laufe der klassischen Periode (450 - 330 v. Chr.) wurde unter Perikles mit dem Neuaufbau begonnen. Drei bedeutende Tempel erbaute man auf den Ruinen früherer Bauten: den Parthenon-Tempel, das Erechtheion und den Tempel der Athena-Nike. Die Propyläen, der monumentale Eingang zum heiligen Areal, wurde auch in dieser Zeit konstruiert. Die Monumente der Akropolis zeigen die einander ablösenden Phasen der Stadtgeschichte, wenn man bspw. sieht, dass einige von ihnen zu christlichen Kirchen umgestaltet worden sind, zu Häusern der Franken oder noch später zu denen der Türken. Es wundert nicht, dass die ersten Handlungen nach der Befreiung Athens von den Osmanen, die Restauration und der Erhalt der Monumente waren. Noch heute sind diese Bestrebungen nicht abgeschlossen, denn die Bauwerke sind stark gefährdet - z.B. durch die starke Luftverschmutzung in Athen. 

Die Akropolis von Athen in Griechenland wurde im Jahr 1987 in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen.

Apollontempel von Bassae

Der Apollontempel liegt auf einer Höhe 1.150 m bei Bassae. Er war dem Gott Apollon Epikourios geweiht, der auch u. a. ein Gott der Heilung war. Der Tempel wurde ca. 430 Jahre v. Chr. errichtet, weil die Bewohner der Gegend vor der Pest verschont geblieben waren. Der Tempel ist von Norden nach Süden hin ausgerichtet, was ungewöhnlich ist, da alle anderen Tempel von Osten nach Westen ausgerichtet sind. Bei den Ausgrabungen des Tempels wurde ein Relief gefunden, das den Amazonen- und den Centaurenkampf darstellt. Dieses wertvolle Relief kann im Britischen Museum in