Griechenland: Feiertage und Veranstaltungen

Feiertage

Datum Veranstaltung
1. Januar Neujahr (Festessen des Hl. Basilius nach byzantinischer Tradition)
6. Januar Dreikönigsfest (Landesweit werden zur Segnung der Gewässer Kreuze in Flüsse, Seen und ins Meer geworfen)
Februar/ März Rosenmontag (Beginn der Fastenzeit)
25. März Unabhängigkeitstag
März/ April Orthodoxes Ostern
1.Mai Tag der Arbeit
Mai/ Juni Pfingsten
15. August Maria Himmelfahrt
28. Oktober "Ochi-Tag" - Nationalfeiertag
25. und 26. Dezember Weihnachten

Ostern ist das wichtigste religiöse Fest in Griechenland. Der Termin wird nach dem Julianischen Kalender errechnet und stimmt somit nur sehr selten mit unserem Osterfest überein.

In den griechischen Dörfern findet alljährlich am jeweiligen Tag des Schutzheiligen ein Volksfest statt.

Das Land hat zwei Nationalfeiertage:
Der 25. März erinnert an den Befreiungskampf gegen die Türken, der am 25. März 1821 begonnen wurde. Der 28. Oktober wird "Ochi-Tag" ("Nein-Tag") genannt, weil am 28. Oktober 1940 der Diktator Metaxa mit diesem Wort ein Ultimatum Mussolinis zurück gewiesen haben soll, er symbolisiert somit den Widerstand gegen den Faschismus.

 

Regelmäßige kulturelle Veranstaltungen

In Griechenland finden alljährlich die folgenden Feste und Veranstaltungen statt:

Datum Veranstaltung
2. Sonntag im Januar Gynaecocratia (Matriarchatsfest in Komotini, Xanthi, Kilkis und Serres
Februar Karneval in Athen, Karnevalsumzüge in Patras, Kalamata und Messene bei Kalamata
Mai Anastenaria (Frauentanzfest in Serres und Thessaloniki)
Juni bis September Sommer-Festival in Athen und Epidaurus:
Von Juni bis September finden im antiken Freilichttheater Herodes-Atticus in Athen Gastspiele internationaler und nationaler Orchester, Ensembles, Interpreten und Solisten verschiedenster Genres statt. Im Juli/August bietet das antike Amphitheater von Epidaurus eine authentische Kulisse für die Aufführungen der Dramen antiker Dichter.
Juli/ August Weinfeste in Dafni bei Athen, Alexandroupolis, Patras, Rethymnon und Nemea
August Hippokrateia in Kos (klassische griechische Theater- und Musikaufführungen mit einer szenischen Darstellung des Hippokrates-Eides),
Karneval in Zakynthos
23. September Volksfest in Tripoli zum Gedenken an die Befreiung von den Türken
Oktober/November Das Dimitria-Festival von Thessaloniki gehört der Vereinigung Europäischer Festspiele an und beinhaltet Veranstaltungen aller Kunstgattungen sowie Kongresse.

 

Sportveranstaltungen

Folgende Sportveranstaltungen werden jedes Jahr in Griechenland durchgeführt:

Juni

Die Rallye Akropolis führt über raue Schotterpisten und gilt auf Grund ihrer 20 Wertungsprüfungen über 398 km als eine der härtesten Rallyes.
Juli Internationale Segelregatta in Athen

Ende Juli finden in Nemea die Nemeischen Spiele statt. Diese antike Tradition wurde 1996 auf Privatinitiative eines griechischen Unternehmers wiederbelebt. Die Läufer, barfuß und in antiken Gewändern, starten am Zeus-Tempel und der Gewinner erhält ein Band, einen Palmzweig sowie einen Kranz aus wildem Sellerie.

Oktober Internationaler Marathon (auf der ursprünglichen Strecke zwischen Marathon und Athen

Olympische Spiele der Antike
Die Olympischen Spiele der Antike fanden etwa zwischen 776 v. Chr. und 393 v. Chr. alle vier Jahre als Teil der Panhellenischen Spiele in Olympia auf der Halbinsel Peloponnes statt. Es handelte sich dabei um religiöse Feste mit einem umfangreichen Beiprogramm. Während ihrer Durchführung herrschte stets Waffenstillstand. Zu den anfänglichen Wettläufen kamen mit der Zeit weitere Sportdisziplinen hinzu wie Ringen, Boxen und Faustkampf. Die Bedeutung der Spiele wuchs mit der Zeit und während der Perserkriege wurde Olympia zu einem Symbol für Griechenlands innerstaatliche Einheit.

Pflanzen

Bäume

Einen Großteil Griechenlands Flora stellen Wälder, die im Norden des Landes eine besonders große Fläche einnehmen.

Insgesamt wurden etwa 200 verschiedene Baumarten in Griechenland gezählt.

Am weitesten verbreitet sind dabei Weiße Pappeln, Zypressen, Edelkastanien, Fichten sowie Pinien und Tannen. Allerdings geraten die Waldbestände in den heißen und trockenen Sommermonaten durch Waldbrände immer wieder in große Gefahr.

Griechenlands Inseln beherbergen wiederum andere Baumarten, so wächst z.B. der Walnussbaum auf Samos. Tamarisken wurden hier entlang der Küsten angepflanzt, da sie den salzhaltigen Boden gut vertragen und als Schattenspender besonders für Touristen von großer Bedeutung sind. Aleppokiefern und Platanen sind dagegen sehr häufige Bäume auf Rhodos, wo auch Dattelpalmen vertreten sind.

Andere Pflanzen

Griechenland ist ein Land, welches reich ist an kultivierten wie auch an wilden Blumen und Kräutern. Typisch sind Margeriten, Klatschmohn, Anemonen und Kamillepflanzen.

An Kretas Küste wachsen seltene Pflanzen wie die Meerlilie und die Flockenblumen und an den steilen Berghängen und in Schluchten der Insel finden sich Glockenblumen und Flachs. Ein wahres Blütenmeer erwartet einen im Frühling auf Rhodos, hier erblühen Margeriten, Alpenveilchen, Pfingstrosen, Ginster und Rosen zu ihrer vollen Pracht. Auch Strauchpflanzen wie der Oleander und Hibiskus tragen ihren Teil zu diesem Blütenwunder bei.

Nutzpflanzen

Die zwei Standbeine der Landwirtschaft sind die Olivenölherstellung und der Weinanbau.

Olivenbäume gibt es beinahe überall, angebaut werden sie auf Rhodos. Hier findet auch der Gemüseanbau von Auberginen, Tomaten, Zucchini, Kartoffeln, Zwiebeln und Gurken statt.

Im Süden der Insel wachsen Feigen, Quitten, Nuss- und Granatapfelbäume. Weitere nützliche Pflanzen, die es in Griechenland in Hülle und Fülle gibt, sind die Kräuter.

Besonders in den Bergen auf Rhodos, aber auch auf anderen Inseln ist die Vielzahl an den verschiedensten Kräutern bemerkenswert. Hier wächst u.a. Oregano, verschiedene Arten der Minze, Basilikum, Rosmarin, Thymian und Salbei.

Heilpflanzen

Die giftige Pfingstrose wurde früher als krampflösendes Mittel und gegen Epilepsie genutzt. Allerdings ist dieser Effekt nicht nachgewiesen worden.

Sie kann angeblich auch bei Haut- und Schleimhautentzündungen, Fissuren, Gicht, Rheuma und Erkrankungen der Atemwege verwendet werden. Allerdings ist auch bei diesen Anwendungsgebieten die Wirksamkeit nicht belegt. In der Homöopathie wird sie bei Hämorrhoiden eingesetzt.

Eine aphrodisierende Wirkung wird dem Tee aus den Blüten und Blättern des Diktamus nachgesprochen, der ausschließlich in den kretischen Bergen wächst. Der Tee hilft auch bei Magenbeschwerden, er ist nervenstärkend und fiebersenkend. Außerdem sollen die gemahlenen Blätter, wenn sie äußerlich angewandt werden, wundheilend wirken.

Giftpflanzen

Der in Griechenland wachsende und nur gering giftige Klatschmohn sollte nicht mit dem Schlafmohn verwechselt werden, welcher das Alkaloid Morphin enthält. Dennoch enthält der weiße Milchsaft des Klatschmohns einen Giftstoff, der bei Verzehr von Pflanzenteilen zu Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Magenschmerzen führt.

Die Pfingstrose aus der Familie der Hahnenfußgewächse wird zwischen 50 und 100 cm groß und blüht von Juni bis Mai. Auffällig sind die großen roten Blüten, die einen Durchmesser von 12 cm haben und Kronblätter mit einer Länge von 5 - 8 cm. Die meisten Arten der Pfingstrose sind in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet. Zum Wachsen bevorzugt sie lichte und felsige Berghänge. Durch das Alkaloid Paenonin ist diese Pflanze giftig und verursacht bei übermäßiger Dosierung Magen-Darmbeschwerden und führt zu Erbrechen und Koliken. In richtiger Dosierung kann sie auch als Heilpflanze verwendet werden.

Tiere

Säugetiere

In den Wäldern im Norden des Landes leben Tiere, die es europäischen Wäldern so kaum noch gibt. Hier gibt es Wildkatzen, Luchse, Wölfe sowie Marder und Rotwild. Im Pindomassiv im Westen Griechenlands und in den Bergen entlang der albanischen Grenze soll es sogar noch Braunbären geben. Im Süden kann man auf Schakale, Wildziegen und Igel treffen.

Eine Besonderheit ist auch die unter Naturschutz stehende und endemische Kretische Wildziege, die auch unter dem Namen Kri-Kri bekannt ist und neben anderen kleineren Inseln hauptsächlich in der Samaria-Schlucht in den Weißen Bergen auf Kreta vorkommt. Endemisch sind auch die Kreta-Stachelmaus, der Kretische Steinmarder sowie der Kretische Dachs. Im Süden von Rhodos kann man auf wildlebende Ziegen- und Schafherden treffen, aber auch auf die typischen Nutztiere der Insel wie Esel und Maultiere.

Das Damwild auf der Insel ist jedoch durch das jahrelange unkontrollierte Bejagen stark gefährdet. Sehr selten ist die Mittelmeer-Mönchsrobbe, von der es kleine Restpopulationen an der Küste des Agäiischen Meeres gibt. Mit weniger als 1000 Individuen weltweit dürfte sie zu den am meist bedrohten Säugetieren gehören.

Reptilien und Amphibien

Zu den am weitesten verbreiteten Reptilien gehören in Griechenland die Eidechsen.

Ein Vertreter ist die Blindschleiche, deren Extremitäten so stark zurückgebildet sind, dass sie äußerlich nicht zu erkennen sind und sie eher an eine Schlange erinnert, für die sie auch von vielen gehalten wird. Im Skelett sind deren Ansätze aber sichtbar. Andere Echsenmerkmale sind u.a. die schließbaren Augenlider und die fehlenden Bauchschuppen, die bei Schlangen zur Fortbewegung dienen.
Auch kann der Schwanz bei Gefahr abgeworfen werden und lenkt durch eigenständige Bewegungen den Feind von der eigentlichen Beute ab. Allerdings wächst bei der Blindschleiche nur ein kurzes Stück wieder nach, nicht der gesamte Schwanz. Insgesamt erreicht sie eine Länge von bis zu 50 cm, die aber durch den nachwachsenden Schwanzstummel stark variieren kann. Die Färbung ist sandgrau bis braunschwarz.
Die Blindschleiche lebt unauffällig in kühlen Bachniederungen, Waldlichtungen, Hecken, Wiesen und Böschungen. Meist versteckt sie sich unter Steinplatten oder Holzbrettern. Man kann oft nach Regenschauern auf sie treffen, da sie dann ihr Versteck verlässt, um auf die Jagd nach Nacktschnecken, Regenwürmern, Insekten und Spinnen zu gehen. Zu ihren Feinden gehören Igel, Krähen, andere größere Vögel und auch der Mensch.
Die Blindschleiche ist außer in Griechenland in ganz Europa verbreitet, und kommt auch in Nordafrika vor.

Andere häufige Eidechsen sind die leuchtend grüne Smaragdeidechse, die Zauneidechse sowie Mauer- und Bergeidechsen. Auf Samos kann man mit viel Glück sogar das seltene Chamäleon beobachten. Amphibien werden u.a. durch zwei Salamanderarten vertreten, dem Feuer- und dem Alpensalamander. Die zu den Amphibien zählenden Molche kommen hier aber ebenfalls vor.

Schlangen (nicht giftig)

Zahlreiche Schlangenarten sind in Griechenland heimisch. Zu den ungefährlichen Exemplaren gehören die Schlingnatter sowie die Würfel- und die Ringelnatter sowie die Äskulapnatter, welche Äskulap, dem Gott der Heilkunde geweiht ist. Bis heute gilt die sich um einen Äskulapstab windende Äskulapnatter als Symbol für Ärzte und Apotheker.

Gifttiere

Eine der giftigen Schlangen des Landes ist die Kreuzotter. Trotz ihrer nicht unerheblichen Toxizität wird sie meist nur Kindern und älteren Menschen gefährlich, da die Giftmenge bei einem Biss eher  gering ist.
Für meiste lokale Vergiftungserscheinungen sorgt der Biss einer Wiesenotter, die sich gerne an Waldrändern und Buschhängen aufhält.
Die gefährlichsten Giftschlange des Landes ist neben der Kykladenotten die Hornotter, deren Bisse bereits zu Todesfällen bei Kindern und geschwächten Menschen geführt hat.

Vögel

Die meisten Vögel in Griechenland sind auf Durchreise und gehören zu den Wandervögeln. Dennoch kann man zahlreiche Raubvögel wie den Kretischen Goldadler, den Bartgeier, den Griffton-Geier und Falken über Griechenland beobachten. Andere hier vorkommende Vögel sind Rebhühner, Eulen, Waldschnepfen und Nachtigallen. Auf der Insel Lesbos konnten sogar Seidenreiher und Flamingos beobachtet werden. Letztere bilden eine eigene Familie und sind eigentlich in Afrika, Westasien und Südfrankreich verbreitet. Gleich erkennbar sind die bis zu 130 cm großen Vögel an ihrem langen und dünnem Hals, an den dünnen Beinen sowie an dem dicken, nach unten gebogenen rosafarbenen Schnabel mit der schwarzgefärbten Spitze.

Dieser wird bei der Nahrungssuche als Sieb gebraucht. Auf dem Speiseplan stehen dabei Würmer, Algen und vor allem Kleinkrebse. Die sind es auch, die für das rosafarbene Federkleid der Flamingos verantwortlich sind. Der mit den Krebsen aufgenommene rote Farbstoff wird in den Federn abgespeichert. Schließlich sind die Vögel umso stärker rosa gefärbt, je mehr Krebse sie verspeist haben. Das berühmte einbeinige Stehen dient der Wärmespeicherung, da das eine Bein im warmen Gefieder versteckt wird und somit ein geringerer Wärmeverlust entsteht. Dieses Kunststück ist für die Flamingos (wie auch für Störche) nicht weiter anstrengend.

Insekten und Spinnen

Schmetterlinge sind sehr zahlreich in Griechenland, besondere Aufmerksamkeit gebührt aber dem Russischen Bär aus der Familie der Bärenspinner, den man auch unter dem Namen Spanische Flagge kennt. Die Vorderflügel sind schwarz-braun mit weiß-gelben Streifen, die Hinterflügel rot mit großen schwarzen Flecken. Die Flügelspannweite beträgt 42 - 52 mm, wobei die Männchen kleiner als die Weibchen sind. Dieser tagaktive und seltene Schmetterling bevorzugt warme und sonnige Gebiete und hat seinen Sammelpunkt in dem Schmetterlingstal auf Rhodos.

Unterwasserwelt

Die Anzahl der Fischarten in Griechenlands Gewässern ist durch die übermäßige Fischerei mit Dynamit stark zurückgegangen.

Forellen sind eine der wenigen noch vorhandenen Arten.

Allerdings ist das Land bekannt für seine Meeräschen, Hummern, Garnelen, Austern, Krabben und Herzmuscheln. Gelegentlich lassen sich sogar Delphine blicken.