Schweden: Nationalparks

Es gibt in Schweden 29 Nationalparks und etwa 1.300 Naturreservate, die zusammen eine Fläche von über 32.000 km² einnehmen.

 

Name des Parks Provinz (län) Fläche in km² Besonderheiten
Abisko Norrbottens län 77 Der Park befindet sich ca. 200 km nördlich des Polarkreises
Ängsö Stockholms län 1,7  Der Park liegt auf einer Insel der Schären von Stockholm
Blå Jungfrun Kalmar län 1,98 mit Wasserffläche
0,66 nur die Insel
Der Park liegt auf einer unbewohnten Insel vor der Nordspitze Ölands
Björnlandet Västerbottens län
in Lappland
1,1 Der Park besteht aus nahezu unberührtem Urwald
Dalby Söderskog Skåne län  0,36 Der Park liegt ca. 10 km östlich von Lund im Süden des Landes 
Djurö Västra Götalands län  2,4  Der Park liegt auf Inseln mitten im Vänernsee
Fulufjället Dalarnas län  384  Der Park liegt an der Grenze zu Norwegen und wurde erst 2002  zum Nationalpark
Färnebofjärden Västra Götalands län 101  Der Park liegt am Unterlauf des Flusses Dalälven 
Garphyttan Örebro län 1,1 Der Park liegt westlich der Stadt Örebro.
Gotska Sandön Gotlands län  45  Der Park liegt  auf der gleichnamigen Insel, 40 km nördlich von Fårö
Hamra Gävleborgs län  0,28  Der Mitten in Schweden liegende Park ist der kleinste Nationalpark des Landes 
Haparanda Skärgård Norrbottens län  60  Der Park liegt im Schärengebiet am nördlichen Ende des Bottnischen Meerbusens
Kosterhavet Västra Götalands län  gesamt 365 km²
davon 12 km²  Landfläche
Der am 9. September 2009 eingeweiht Park ist Schwedens erster Meeres-Nationalpark
Norra Kvill Kalmar län 1,2 Der Park besteht aus einem urwaldartigen Nadelwald im Hochland von Småland
Muddus Norrbottens län  495  Der hoch im Norden in Lappland liegende Park besteht zur Hälfte aus (Ur)Wald, der Rest sind Seen und Moore  
Padjelanta Norrbottens län 1.945  Der in Lappland an der Grenze zu Norwegen liegende Park ist Teil des UNESCO-Welterbes Laponia
Pieljekaise Norrbottens län 154 Der in Lappland liegende Park verfügt über einen urwaldartigen Birkenwald 
Sarek Norrbottens län  1.970 Der in Lappland liegende Park ist Teil des UNESCO-Welterbes Laponia
Skuleskogen Västernorrlands län  24  Der Park liegt in einer bergigen Region am Bottnischen Meerbusen südlich von Umeå 
Stenshuvud Skåne län  3,9 Der Park liegt im Süden Schwedens in der Landschaft Schonen
Stora Sjöfallet Norrbottens län  1.278  Der in Lappland liegende Park ist Teil des UNESCO-Welterbes Laponia
Store Mosse Jönköpings län  78,6 Der 1982 eingerichtete Park und umfasst das größte Moorgebiet Südschwedens
Sånfjället Jämtlands län  103  Der Park  ist  für seine Bärenpopulation bekannt, der höchste Berg im Park ist mit 1.278 m der Högfjället
Söderåsen Skåne län 16,3  Der Park liegt weit im Süden des Landes
Tiveden Västra Götalands län 13,5  Der Park liegt zwischen dem Vättern- und Värnernsee.
Tresticklan Västra Götalands län 29 Der Park liegt liegt im Südwesten an der Grenze zu Norwegen
Tyresta Stockholms län  20  Der Park liegt südöstlich von Stockholm in einem eiszeitlich geformten Hügelland mit urwaldartigen Nadelwäldern und zahlreichen Steinblöcken
Töfsingdalen Dalarnas län  16,2  Der Park liegt im Westen an der Grenze zu Norwegen und ist schwer zu erreichen und von großer Wildnis
Vadvetjåkka Norrbottens län  26,4  Der Park liegt im nördlichsten Teil Schwedens in Nordlappland an der Grenze zu Norwegen. 

Sehenswürdigkeiten

UNESCO-Welterbestätten

Die UNESCO-Welterbestätten von Schweden sind bei Goruma ausführlich dargestellt. Sie finden die Beschreibungen hier >>>

Städte in Schweden

Trotz seiner Fläche von 449.964 km² hat Schweden nur rund 9,2 Mio. Einwohner und entsprechend nicht allzu viele Großstädte. Im folgenden sind alle Städte in Schweden mit mehr als rund 60.000 Einwohnern aufgelistet.
Außerdem noch Ystad und Vimmerby. Die Angaben der geografischen Breite und LÄnge beziehen sich jeweils auf das Stadtzentrum.

Name Einwohnerzahl geografische Breite geografische Länge
Stockholm rund 1,3 Millionen 59° 21′ N 018° 03` O
Göteborg rund 510.000  57° 41′  N 011° 57′ O
Malmö rund 250.000  55° 37′ N  012° 59′ O
Uppsala rund 130.000 59° 52′ N  017° 38′ O
Västerås rund 107.000  55° 37′ N  012° 59′ O
Örebro rund 98.000 59° 17′ N 015° 13′ O
Linköping rund 97.500 58° 25′ N 015° 37′ O
Helsingborg rund 91.500  56° 03′ N 012° 42′ O 
Jönköping rund 84.500  57° 47′ N 014° 08′ O
Norrköping rund 83.500 56° 36′ N  016° 11′ O 
Lund rund 76.000  55° 43′ N 013° 12′ O
Umeå rund 75.500  63° 50′ N 020° 17′ O
Gävle rund 69.000 60° 41′ N 017° 08′ O
Borås rund 63.500  57° 44′ N 012° 56′ O
Södertälje  rund 60.500 59° 12′ N  017° 37′ O
Eskilstuna rund 60.000  59° 17′ N 015° 13′ O
Ystad* rund 19.000    
Vimmerby** rund 8.000    

 Ystad*
Ystad ist den meisten Menschen in Europa sicherlich als der Ort bekannt, in dem  Kurt Wallander, eine fiktive Figur aus dem Roman von Henning Mankell (1948- 2015), als  Kriminalbeamte tätig war.

Vimmerby**
In Vimmerby  wurde am  14. November 1907 die große schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren (1907-2002)  auf dem Pfarrhof Näs geboren. Sie hatte hier auch ihre Kindheit und Jugend verbracht. Nachdem sie schwanger geworden war, hatte sie ihrenLebensmittelpunkt nach Stockholm verlegt.
Berühmt wurde sie durch das Buch Pippi Langstrumpf, das sie im Winter 1941 ursprünglich als Geschichte für ihre erkrankte Tochter Karin (später: Karin Nyman) verfasst hatte. Das Buch wurde in der Folgezeit rund 66 Millionen mal verkauft. Weitere erfolgreiche Bücher von ihr waren "Ronja Räubertochter" und "Michel  aus Lönneberga, oder die "Kinder aus Bullerbü". Astrid Lindgren hatte ab 1941 bis zu ihrem Tod am 28. Januar 2002  in der Dalagatan 46 im Vasaviertel in Stockholm gewohnt
Am Stadtrand von Vimmerby befindet sich das der Themenpark "Astrid Lindgrens Welt", der besonder für Kinder ein Eldorado darstellt. Und 20 km weiter liegt das Filmdorf Småland, in dem zahlreiche Reqisiten aus den Filmen von Astrid Lindgren ausgestellt sind.

Besondere Gebäude

Riddarhuset
Das Riddarhuset (Ritterhaus), das sich in der Stockholmer Altstadt befindet, war zwischen 1641 und 1674 das Versammlungshaus des schwedischen Adels.

Stockholms stadshus
Das Stockholms stadshus ist das Rathaus der Hauptstadt Stockholm und beherbergt den Sitz der Stadtregierung und des Stadtparlamentes. Es wurde zwischen 1911 und 1923 im Stil der schwedischen Nationalromantik erbaut.

Bedeutende Brücken

Öresundbrücke
Die Öresundbrücke verbindet Kopenhagen (Dänemark) mit Malmö (Schweden) und wurde im Juli 2000 fertiggestellt. Sie hat eine Gesamtlänge von 7.845 m.

Ölandbrücke
Die Ölandbrücke verbindet Kalmar auf dem schwedischen Festland mit Färjestaden auf der Insel Öland. Sie ist 6.072 m lang. Die Brücke wurde 1972 fertiggestellt.

Svinesundbrücke
Die Svinesundbrücke führt über die Meerenge Svinesund, welche einen Teil der Grenze zwischen Norwegen und Schweden bildet. Über die Brücken führt die Europastraße 6 (E6). Die zweispurige Brücke mit einer Länge von 420 m wurde zwischen 1939 und 1942 erbaut.

Große Museen

Es gibt in den vielen Städten des Landes eine große  Anzahl an sehenswerten kleineren und größeren Museen.
Es würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen und ihn zudem extrem unübersichtlich werden lassen, sie hier alle darzustellen. Außedem gehen wir davon aus, dass Besucher des Landes eher die Museen einer oder mehrerer Städte suchen und nicht die des ganzen Landes.
Daher finden Sie interessante Museen - neben anderen Sehenswürdigkeiten - bei den folgenden Städten ausführlich dargestellt:

Schlösser

Wikingersiedlungen Birka und Hovgården
Die Wikingersiedlungen Birka und Hovgården wurde 1993 in die Liste des UNESCO- Weltlkulturerbes aufgenommen.

Arktische Kulturlandschaft Lappland
Die Arktische Kulturlandschaft Lappland wurde 1996 zum Weltkulturerbe erklärt.

Marinehafen von Karlskrona
1998 wurde der Marinehafen von Karlskrona in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Er wurde auf Anordnung Karls XI. 1680 erbaut und der Hauptstützpunkt der schwedischen Marine.

Skogskyrkogården
Der Skogskyrkogården (Friedhof) bei Stockholm wurde 1994 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Visby
Im 12. und 13. Jahrhundert war Visby auf Gotland die modernste und größte Hansestadt des Ostseeraums. Deutsche, russische und gotländische Kaufleute bestimmten das Leben und bauten neben steinernen Lagerhäusern auch Kirchen. Von ihnen sind heute nur noch weitgehend Ruinen erhalten. Dafür wird das mittelalterliche Stadtbild nicht zuletzt von der gewaltigen Mauer geprägt, welche sich als Ring um die ganze Stadt zieht. Sie ist eine der wenigen vollständig erhaltenen Stadtmauern in Europa. 1995 wurde die Stadt in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Stockholmer Schloss
Das Stockholmer Schloss auch Kungliga slottet genannt, ist das königliche Schloss in der Hauptstadt Stockholm. Es liegt auf der Insel Stadsholmen. Das Schloss wurde zwischen 1690 und 1750 errichtet und ist ein eindrucksvoller Barockbau

Schloss Bjärka-Säby
Schloss Bjärka-Säby bei Linköping in Östergötland wurde zwischen 1791 und 1800 erbaut. Der heutige Barockstil stammt von einem Umbau im 19. Jahrhundert.

Lustschloss Schloss Drottningholm
Das ehemalige königliche Lustschloss Schloss Drottningholm ist seit 1982 Wohnsitz der königlichen Familie. Schloss Drottningholm wurde als erstes schwedisches Kulturdenkmal in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Schloss Gripsholm
Schloss Gripsholm in Mariefred wurde 1537 durch Gustav I. Wasa erbaut. Im Schloss befindet sich heute ein Museum.

Renaissance-Schloss Kalmar
Das Renaissance-Schloss Kalmar in Kalmar befindet sich auf einer Halbinsel an der Ostseeküste und ist sehr gut erhalten. Das Schloss stammt von ca. 1180 und wurde zum Schutz gegen Piraten und anderer Feinde erbaut.

Schloss Läckö 
Schloss Läckö auf der Insel Kållandsö im Vänersee gehört zu den eindrucksvollsten Barockschlössern Schwedens.

Schloss Löfstad 
Schloss Löfstad in Norrköping in Östergötland wurde ab 1637 erbaut und zwischen 1670 und 1680 sowie im 18. Jahrhundert erneuert. Seit 1926 ist das Schloss und die Einrichtung unverändert erhalten und kann besichtigt werden. Das Schloss wurde in die Liste schwedischer Kulturdenkmäler aufgenommen.

Schloss Mariedal 
Schloss Mariedal bei Skara ist ein schönes Barockschloss.

Schloss Nääs
Schloss Nääs bei Göteborg stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert in klassizistischem Stil umgebaut.

Schloss Övedskloster
Schloss Övedskloster bei Sjöbo gelegen, ist ein typischer Rokoko-Herrenhof. Es wurde von 1768 bis 1776 erbaut.

Schloss Rydboholm
Schloss Rydboholm bei Vaxholm stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der Wasa-Turm ist ein typischer mittelalterlicher Wehrturm. Dort kann man die Studierkammer Gustav Wasas mit einer Einrichtung aus dem 16. Jahrhundert besichtigen.

Schloss Skokloster 
Das Schloss Skokloster in Uppland wurde kurz nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges erbaut. Ausstattung und Einrichtung des Schlosses wurde nie vollendet wurde. Man kann im Festsaal heute noch die Baustelle mit Werkzeugen und anderen Hilfsmitteln aus dem 17. Jahrhundert besichtigen.

Schloss Skottorp
Schloss Skottorp bei Laholm wurde im 17. Jahrhundert erbaut. In den 1820er Jahren wurde es im klassizistischen Stil umgebaut und modernisiert. Die Innenausstattung ist im Empire-Stil gehalten. Das Schloss wurde 1986 in die Liste schwedischer Kulturdenkmäler aufgenommen.

Schloss Sofiero
Schloss Sofiero liegt bei Helsingborg. Das Schloss von 1864 wurde als Sommerwohnsitz für den Kronprinzen Oskar und seine Gemahlin Sophia von Nassau errichtet..

Renaissance-Schloss Vadstena
Das Renaissance-Schloss Vadstena stammt aus dem 16. Jahrhundert. Es befindet sich am See Vättern in Vadstena.

Schloss Vittskövle 
Schloss Vittskövle bei Kristianstad ist ein gut erhaltenes Renaissanceschloss. Es wurde um 1550 erbaut.

Bedeutende Opern- und Theaterhäuser

Es gibt in den vielen Städten des Landes eine große Anzahl an bedeutende Opern- und Theaterhäusern.
Es würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen und ihn zudem extrem unübersichtlich werden lassen, sie hier alle darzustellen.
Außedem gehen wir davon aus, dass Besucher des Landes eher die Theater- oder Opernhäuser in jeweils einer bestimmten  Stadt suchen und nicht die des ganzen Landes.
Daher finden Sie interessante Opern- und Theaterhäuser - neben anderen Sehenswürdigkeiten sowie weiteren Informationen  - bei den folgenden Städten ausführlich dargestellt:

 

 

Kirchen und Klöster

Kirche in Husaby
Die heutige Kirche in Husaby wurde um das Jahr 1100 in romanischem Stil errichtet und im 14. Jahrhundert mit gotischen Spitzbögen versehen. Zwischen 1900 und 1902 wurde die Kirche renoviert, wobei die Wand- und Dachmalereien des 15. Jahrhundert zerstört wurden.

Kirche von Jokkmokk
Die Kirche von Jokkmokk wurde 1887/88 nach Plänen des Architekten Ernst Abraham Jacobsson gebaut. Die Kirche ist ein herausragendes Beispiel der Holzarchitektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Kalmarer Dom
Der Kalmarer Dom wurde zwischen 1660 und 1699 erbaut.

Kirche von Kiruna
Die Kirche von Kiruna wurde zwischen 1903 und 1912 nach Plänen des Architekten Gustaf Wickman erbaut. Sie zählt zu den Gebäuden der schwedischen nationalromantischen Architektur und verbindet amerikanische Holzarchitektur mit Einflüssen von norwegischen Stabkirchen und samischen Holzhütten.

Dom zu Linköping 
Der Dom zu Linköping ist eine der besterhaltensten und reich ausgestatteten mittelalterlichen Kathedralen Schwedens. Etwa 1230 begann man mit dem Bau des Domes, dessen Bauzeit mehr als 250 Jahre dauerte.

Kathedrale von Lund
Die Kathedrale von Lund wurde im Jahr 1103 im romanischen Baustil errichtet und ist der älteste Dom Skandinaviens.

Dom zu Mariestad
Der Dom zu Mariestad ist eine der letzten Kirchen Schwedens, die in gotischem Stil erbaut wurden.

Dom zu Skara
Der Dom zu Skara wurde im 13. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut und gehört zu den ältesten Domkirchen Schwedens.

Dom St. Erik
Der gotische Dom St. Erik in Uppsala ist das höchste Kirchengebäude Skandinaviens mit 118,7 m. Er wurde 1260 begonnen und 1435 eingeweiht. Der Dom ist sowohl Krönungs- als auch Grabstätte schwedischer Könige.

Varnhems Klosterkirche
Die Varnhems Klosterkirche ist die Grabkirche der mittelalterlichen Königsdynastie Eriks sowie Birger Jarls aus der Folkungerdynastie und des Reichskanzlers Magnus Gabriel de la Gardie.

Kloster Varnhem 
Das Kloster Varnhem wurde 1150 von Zisterziensern gegründet.

Vadstenas Klosterkirche
Die Vadstenas Klosterkirche befindet sich in der Stadt Vadstena und stammt aus dem Jahr 1346. Das Kloster war von der Heiligen Birgitta geplant und 1384 eingeweiht.

Kirchenbezirk Gammelstad 
Der Kirchenbezirk Gammelstad in Luleå wurde 1996 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die Steinkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Um die Kirche herum erstreckt sich das Kirchendorf.

Bedeutende Universitäten

Universität von Stockholm (Stockholms universitet)
Als Gründungsdarum kann das Jahr 1878 angesehen werden, als hier der Lehrbetrieb in Chemie, Geologie, Mathematik und Physik,  aufgenommen wurde. Ab 1904 war es dann möglich, an der Hochschule Stockholm zu promovieren. 
Aber erst 1960 wurde die Hochschule Stockholm zu einer staatlichen Universität umgewandelt. Die Universität liegt mitten in dem ersten städtischen Nationalpark weltweit in Stockholm. Die Universität ist eine der insgesamt 16 Stockholmer Hochschulen und Universitäten. Derzeit sind hier über  50.000 Studierende eingeschrieben, die an den folgenden Fakultäten studieren:
Humanistische Fakultät
Naturwissenschaftliche Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Staats- und gesellschaftswissenschaftlicheFakultät
Zusammen mit der Königlich Technischen Hochschule werden darüber hinaus zwei Forschungszentren für Physik, Astronomie, Biotechnik und Informatik betrieben. Die Stockholmer Universität hat ungefähr 4600 Lehrkräfte, von denen 1800 Gastlehrer und Lehrbeauftragte sind, und 35.000 Studenten.
Stockholm University
SE-106 91 Stockholm
Sweden
Tel: + 46 - (0)8 - 16 20 00
Fax: + 46 - (0)8 - 15 95 22 
http://www.su.se/english/

Karolinska-Institut 
Das Karolinska-Institut  ist eine der bedeutendsten  medizinischen Hochschulen weltweit. Sie befindet sich in Solna bei Stockholm. Das aus zwei großen Krankenhäusern bestehende Karolinska Universitätskrankenhaus  in Solna und Huddinge sind dem Institut angegliedert.  An der Hochshule studieren rund 5.500 Medizinstudenten. Um die Ausbildung der Militärärzte zu verbessern gründete König Karl XIII. 1810 das Institut unter der Bezeichnung "Kongl. Carolinska medico-chirurgiska institutet". Und im Jahr 1861 erhielt es den Status einer Universität. Das Institut ist maßgeblich bei der Ernennung der Nobelpreisträger für "Physiologie und Medizin" beteiligt.
Karolinska Institutet
171 77 Stockholm
Tel: 00 - (0)8-524 800 00 (vx)
Fax: 00 - (0)8-31 11 01 
http://ki.se/

Königlich Technische Hochschule Stockholm

Linné-Universität

Universität Linköping 

Universität von Lund (Lunds universitet)
Die Universität wurde im Jahre 1666 gegründet und 1668 eingeweiht. Es sei erwähnt, dass bereits 1425 mit dem "Studium generale", ein Vorgänger einer Universität bestand. An der Universität  studieren rund 25.000 Studierende an sechs Fakultäten. Der Campus Helsingborg mit 3.000 Studenten ist eine Außenstelle der Universität von Lund. Nach der Universität von Uppsala ist sie die zweitälteste von Skandinavien.  Die Universität gliedert sich in folgende Fakultäten:
Gesellschaftswissenschaft
Jura
Medizin
Naturwissenschaft
Philosophie / Theologie
http://www.lu.se/ 

Universität von Göteborg (Göteborgs universitet)
Die Universität von Göteborg wurde mit Hilfe von Spenden 1891 gegründet. An ihren acht Fakultäten mit rund 60 Instituten und Fachbereichen studieren ca. 25.000 Vollzeit-Studierende.
Göteborgs universitet
Box 100
405 30 Göteborg
Tel: 0046 -(0)31-786 00 00
http://www.gu.se/

Universität von Uppsala (Uppsala universitet)
Die Universität Uppsala ist die älteste noch bestehende Universität von ganz Skandinavien. Sie wurde bereits  im Jahr 1477 von Erzbischof Jakob Ulfsson und dem Regenten Sten Sture dem Älteren gegründet 
Die 1622 erbaute Hauptbibliothek der Universität, die Carolina Rediviva, ist ein Kleinod. An der Universität studieren rund 20.000 Studierende.
Die Universität gliedert sich in die folgenden Fakultäten:
Erziehungswissenschaften
Geisteswissenschaften
Medizin
Pharmazie
Recht
Sprachen  
Sozialwissenschaften 
Theologie 
Wissenschaft und Technik 
Uppsala universitet
Box 256
751 05 Uppsala
Tel: 00 - (0)18-471 00 00
Fax: 00 - (0)18-471 20 00
http://www.uu.se/

Universität Umeå

 

Naturschönheiten, Nationalparks

Mitternachtssonne
Die Mitternachtssonne nördlich des Polarkreises ist von Ende Mai bis Ende Juli zu bewundern. In dieser Zeit ist es Tag und Nacht hell. Aber auch weiter südlich in Schweden wird es im Sommer nicht ganz dunkel.

Polarlichter oder Nordlichter
Polarlichter oder Nordlichter sind helle schillernde Lichterscheinungen, die man nördlich des Polarkreises im September und März beobachten kann. Dieses Naturphänomen wird von der Sonnenenergie verursacht, die mit dem Sonnenwind zur Erde gelangt. Näheres bei uns unter Polarlichter.

Nationalparks
Es gibt in Schweden 29 Nationalparks und etwa 1.300 Naturreservate, die zusammen eine Fläche von über 32.000 km2 einnehmen. Eine tabellarische Darstellung der Parks finden Sie bei Goruma unter Nationalparks

Kolmården-Tierpark

Kolmården, nördlich von Norrköping gelegen, ist einer der größten Tierparks Europas. Er ist teilweise als Safaripark angelegt, durch den man mit dem Bus oder einem eigenen Auto fahren kann. Man findet hier u.a. Löwen, Elche, Zebras und Tiger. In dem Tierpark befindet sich außerdem eines der größten und schönsten Delphinarien, in dem wunderbare Delphinshows zu sehen sind.

UNESCO-Welterbestätten

Königliches Sommerschloss Drottningholm

Das ehemalige Lustschloss Drottningholm liegt auf der Insel Lovön im Mälaren- See, seit dem Jahr 1982 wohnt hier die Königsfamilie. Das Schloss wurde im Jahr 1580 erbaut, brannte aber im Jahr 1661 vollständig ab. Die Witwe von König Karl X Gustav ließ ein neues Schloss im Stil des Barocks errichten und in späteren Jahren wurde um das Schloss herum ein Englischer Garten angelegt. Es wurden im Jahr 1761 neue Bauten geplant, und so wurden das chinesische Schlösschen im Rokoko-Stil mit zahlreichen orientalischen und chinesischen Mustern und das Drottningholmtheater errichtet. Das Theater ist ein besonders gut erhaltener Barockbau, in dem die Bühnenbilder der früheren Aufführungen aufbewahrt werden. Das Sommerschloss wurde im Jahr 1991 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Wikingersiedlungen Birka und Hovgården

Die Orte Birka und Hovgården liegen auf zwei benachbarten Inseln im Mälaren-See. Birka, ein wichtiger Handelsort, liegt auf Björkö und Hovgården, im 8. bis ins 10. Jahrhundert Sitz der Könige, auf Adelsön. Handelsgüter wurden zu der Zeit größtenteils auf dem Wasserweg transportiert und so waren die Inseln als Umschlagplätze für Tauschgüter geradezu prädestiniert. So war die Stadt Birka  ein wichtiger Handelsplatz der Wikinger. Der Mälarensee gehörte in der damaligen Zeit zur Ostsee, erst nach der Landhebung wurde er von der Ostsee abgetrennt -  er ist aber heute über einen Kanal noch mit der Ostsee verbunden. An dem See liegen die Städte Stockholm, Västerås und Södertälje. Am Ende des 10.Jahrhunderts wurde Birka verlassen, man hat dafür bis heute keinen ersichtlichen Grund gefunden.
Auf Adelsön gab es einen Hafen, an dessen Einfahrt der Runenstein Håkanstenen steht. In den ca. 2.300 Hügelgräbern liegen Könige begraben, was Grabbeigaben beweisen. Im Norden lag die Wallburg Skansberget, die wohl dem Schutz und der Verteidigung diente, und man findet Nachweise des Siedlungslebens der damaligen Zeit in der so genannten „Schwarzen Erde“, die Archäologen auswerteten. Im Jahr 1872 wurden bei Ausgrabungen islamische Silbermünzen und Schmuck gefunden, die auch bewiesen, dass die Wikinger hier gelebt und Handel getrieben haben. Die Wikingersiedlungen wurden im Jahr 1993 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Eisenhütte Engelberg

Das schwedische Hüttenwerk Engelsberg liegt ca. 100 km von Göteborg entfernt in der Gemeinde Fagersta. Im Jahr 1681 wurde dort ein Eisenhüttenwerk gegründet, da Eisenerz in den umliegenden Gruben gefunden worden war. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Werk eine moderne Eisenhütte, zu der ein Herrenhof mit Park, mehrere Verwaltungsgebäude und Arbeiterwohnungen gehörten. Die Technik mit der gesamten Ausrüstung in den Werkstätten und -hallen ist noch vorhanden, so kann man die Hochöfen, die Schmiede und eine Schenke u.a. besichtigen. Obwohl man im Jahr 1917 die Anlage mit dem Bau eines Walzwerkes erweiterte, wurde das Werk schon zwei Jahre später still gelegt. Die Eisenhütte wurde im Jahr 1993 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Felszeichnungen von Tanum

Die Felsritzungen von Tanum liegen nördlich von Göteborg in Westschweden an einer felsigen Küste, der Inseln vorgelagert sind. Das Alter der Ritzungen wird auf etwa 3.000 Jahre datiert. Man fand ca. 10.000 Ritzungen und dabei zahlreiche unterschiedliche Motive, so dass man das Leben der damaligen Zeit gut nachvollziehen konnte und kann. Sechs Fundstätten sind besonders hervorzuheben, sie bestehen aus großen Felsenplattformen und sind alle gut zu unterscheiden. Manche Ritzungen zeigen Jagdszenen, Hochzeiten, Schlangen oder Männer mit Waffen. Die Felszeichnungen wurden im Jahr 1994 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Skogskyrkogården (Friedhof) bei Stockholm

Der Friedhof Skogskyrkogården liegt in Südstockholm. Er wurde im Jahr 1917 angelegt und bis zum Jahr 1940 ausgebaut. Die Fläche des Friedhofs beträgt ca. 1,1 km². Die Kapelle ist schlicht gehalten, ihr einziger Schmuck ist ein goldener Todesengel. Der Tallum Pavillon, ein Verwaltungsgebäude, wurde 6 Jahre später gebaut und 8 Jahre später wurde die Auferstehungskapelle errichtet. Im Jahr 1930 wurde eine steinerne Mauer gebaut, die den Friedhof umrandet Der Friedhof ist der Landschaft angepasst. Das Krematorium mit einer dritten Kapelle entstand im Jahr 1940 am Haupteingang. Dort steht eine Skulptur „Die Auferstehung“, die der Bildhauer John Lundqvist entworfen hat. Die Grabsteine sind unter Bäumen angelegt und sind alle schlicht gehalten. Der Friedhof Skogskyrkogården ist ein bedeutendes Beispiel für die Kombination von Landschaft und Kultur im 20. Jahrhundert Jahrhundert. Der Friedhof wurde im Jahr 1994 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Hansestadt Visby auf der Insel Gotland

Die Stadt Visby liegt an der Westküste der Ostseeinsel Gotland und wurde von den Wikingern bewohnt. Allerdings gibt es nur noch wenige Überbleibsel dieser Periode, man fand zumindest Reste der Holzhäusern der Wikinger. Vom 12. bis zum 14. Jahrhundert war die Stadt ein sehr wichtiger Umschlagsplatz der Hanse in der Ostsee. Es wurde von Dänen, Deutschen und Russen besiedelt, die hier Handel trieben. Die Wohnhäuser aus dieser Zeit sind gut erhalten, ebenso die 3,6 km lange Befestigungsmauer der Stadt mit der Visborg-Ruine. Der Pulverturm, das älteste erhaltene Gebäude der Stadt, wurde im Jahr 1151 errichtet.
Im Jahr 1525 wurde Visby von der Lübecker-Hanse überfallen und viele Gebäude und Kirchen wurden zerstört. Es blieb nur die Kirche St. Marien, es ist der heutige Dom St. Maria, erhalten. Der Hafen ist verlandet und auf seinem ehemaligen Gelände steht die Universität der Insel. Die Hansestadt Visby wurde im Jahr 1995 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen 

Kirchenbezirk Gammelstad in Luleå

Gammelstad liegt am Ende des Bottnischen Meerbusens im Norden in der nordschwedischen Stadt Luleå und ist deren gut erhaltene Altstadt. Sie besteht aus 424 Holzhäusern und einer steinernen Kirche. Die Häuser wurden nur von Besuchern der Kirche, die oft  von weither kamen, an Sonn- und Feiertagen bewohnt. Das heutige Gammelstad war eine Insel in der Mündung des Flusses Lule älv. Im 12. Jahrhundert wurde Gammelstad das Zentrum der Kirchengemeinde. Die Steinkirche des Ortes stammt aus dem 13. Jahrhundert. Um die Kirche herum erstreckt sich das Kirchendorf. Der Kirchenbezirk wurde im Jahr 1996 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Arktische Kulturlandschaft von Lappland

Laponia liegt in Lappland nördlich des Polarkreises und wird von der indigenen Bevölkerung, den Samen, besiedelt. Sie leben hauptsächlich von der Rentierzucht. Die Fläche des geschützten Gebietes beträgt ca. 10.000 km². Dem Welterbe zugehörig sind vier Nationalparks, der Muddus-, der Sarek-, der Padjelanta- und  der Stora Sjöfallet-Park sowie noch fünf weitere Naturreservate. In diesem Gebiet liegen Gebirge, Gletscher, Hochmoore, Wälder, Seen und Flüsse. Das Gebiet bietet gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Schutz. Im Jahr 1986 waren 73.000 Rentiere, die Haupteinnahmequelle der Samen, radioaktiv durch den Reaktorunfall Tschernobyl verseucht und mussten geschlachtet werden. Dadurch war die Lebensgrundlage der Samen eine zeitlang stark gefährdet. Die arktische Kulturlandschaft Lapplands wurde im Jahr 1996 sowohl in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte wie der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Marinehafen von Karlskrona

Im Jahr 1680 wurde der Marinehafen von Karlskrona erbaut und ist seitdem der Hauptstützpunkt der schwedischen Marine. Der Hafen liegt auf einer Insel in der Ostsee, vor der zahlreiche weitere kleinere Inseln liegen. Der Hafen und seine Anlagen sind von einer Schutzmauer umgeben, die noch teilweise erhalten ist, nördlich davon stehen drei Pulverhäuser. Das im Jahr 1716 errichtete Dock wurde aus dem Felsen heraus gesprengt und um es wasserfrei zu bekommen, musste drei Tange lang mit fast 400 Männern gepumpt werden.
Im 19. Jahrhundert versenkte man Steinsperren in die Bucht und ließ nur kleinere zwei Öffnungen für das Einfahren von Schiffe, um fremdes Eindringen in das Gebiet zu verhindern. Um sich vor Sturmfluten zu schützen wurden trockene Gräben angelegt. Zwei Schutztürme wurden mit besonders dicken Mauern errichtet, damit sie auch Kanonenangriffen standhielten.
Der Marinehafen wurde im Jahr 1998 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Schärenküste - Kvarken-Archipel

Das Kvarken-Archipel und die Schärenküste liegen am Bottnischen Meerbusens, etwa auf der Höhe der Stadt Umeå. Die Entfernung von Schweden nach Finnland beträgt hier ca. 80 km. Zu dem Archipel gehören ca. 5.600 Inseln. Sie bestehen aus merkwürdigen Moränen, die durch Einschmelzung des vor 24.000 bis 10.000 Jahren angesammelten Packeises gebildet worden sind. Das Archipel wächst jährlich durch die „postglaziale Landhebung“ (Landaufstieg des Gebietes, das während der letzten Eiszeit von Inlandeis bedeckt war) um etwa 1 km². In der Mitte des Kvarken steht ein Leuchtturm auf einer der vielen Inseln, den Gustave Eiffel entwarf.
Die Schärenküste und das Kvarken-Archipel wurden als grenzüberschreitendes Welterbe (mit Finnland) im Jahr 2000  in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätten aufgenommen und im Jahr 2006 erweitert.

Agrarlandschaft von Süd-Öland

Die Insel Öland liegt in der Ostsee und ist seit dem Jahr 1973 mit dem Festland durch eine 6 km lange Brücke verbunden. Bedingt durch Erosion hat der Süden eine dünne Erdschicht und hat somit Heidelandschaft, die so genannte Stora Alvaret. Es wachsen hier nur kleinwüchsige Bäume und Sträucher, so ist dies Stora Alvar der Lebensraum für eine speziell angepasste Flora und Fauna. Es wächst hier das endemische (nur hier wachsend) Öland-Sonnenröschen und der Artenreichtum an Vögeln ist groß. Das Gebiet ist seit ca. 7.000 Jahren besiedelt und zeigt, dass Natur und Menschen im Einklang sein können. 
Die hiesigen Kirchen waren fast alle im romanischen Stil mit Satteldächern und einem Turm an beiden Enden des Kichenschiffs erbaut worden, jedoch wurden die meisten der Kirchen umgebaut. So sind aus dem 12. Jahrhundert zwei Kirchen in Hulterstad und Resmö die einzigen im alten Stil verbliebenen Kirchen. Im Kalmarsund, zwischen Insel und Festland, liegt die kleine Granitinsel Blå Jungfrun mit zahlreichen Feuchtgebieten.
Öland wurde ab 7.000 v. Chr. von Jägern und Sammlern, später in der Frühsteinzeit von Bauern, bewohnt. Auf Öland gibt es aus dieser Zeit vier Gräber mit einem separaten Zugang und zahlreiche Fundstätten aus allen alten Zeiten wie die Hügelgräber aus der Bronzezeit. Aus den Jahren 400 bis 550 n. Chr. stammen große Burganlagen, so die Gråborg, Ismantorp und Eketorp. Die Ruine der Burg Eketorp liegt im Süden der Insel und wurde rekonstruiert und wieder aufgebaut.
Öland hat eine große Anzahl von Windmühlen, fast jeder Bauer betrieb seine eigene und deckte damit seinen Eigenbedarf an Mehl. Die bedeutendste übrig gebliebene Mühle ist die Björnhovda kvarnar- Mühle. Die Leuchttürme der Långe Erik und der Långe Jan sind die Wahrzeichen der Insel.
Die Agrarlandschaft wurde im Jahr 2000 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen

Historische Industrielandschaft "Großer Kupferberg" in Falun 

Falun ist eine rund 36.000 Einwohner zählende Stadt in der schwedischen Provinz Dalarnas län in Mitteschweden.  Diese Historische Industrielandschaft veranschaulicht die Technikgeschichte des Tagebaus seit dem 13. Jahrhundert. Bis ins 19. Jahrhundert war das Faluner Bergwerk einer der größten Kupferproduzenten und beeinflusste die Entwicklung des Bergbaus weltweit. Diese Historische Industrielandschaft wurde im Jahr 2001 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Radiostation Varberg

Der Sender liegt bei Grimeton in der Gemeinde Varberg, ca 80 km von Göteburg entfernt. Mit ihren Gebäuden und technischen Anlagen - darunter sechs 127 m hohe Antennentürmen, die in einem Abstand von 380 m voneinander entfernt stehen - ist sie ein frühes Zeugnis der drahtlosen transatlantischen Kommunikation und das einzig erhaltene Beispiel einer größeren Sendestation aus der Zeit der drahtlosen Nachrichtenübermittlung. Die Sendeanlage sendete ursprünglich mit Hilfe extrem langer Wellen (Längstwellen) von 16,13 kHz = m. Zur offiziellen Einweihung der von dem Elektroingenieur Ernst Fredrik Werner Alexanderson (1878-1975) geplanten Station am 2. Juli 1925 war auch der schwedische König Gustav V. (1858-1950) erschienen. Da derartig lange Wellen auch ins Wasser eindringen und sich dort fortpflanzen, wurde der Sender nach dem Zweiten Weltkrieg von dem schwedischen Militär zur Kommunikation mit ihren gerauchten U-Booten verwendet aber 1995 geschlossen. Im Jahr 2004 wurde die Radiostation Varberg in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Struve-Bogen

Der Struve- Bogen ist ein grenzüberschreitendes Wissenschaftsdenkmal mit einer Länge von 2.821 km. Dieser geodätische Vermesungsbogen erstreckt sich über zehn Länder. Er beginnt in Hammerfest in Norwegen und geht dann weiter durch Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Weißrussland, Moldawien und endet in der Ukraine. Auf dem Struve-Bogen befindet sich eine Kette von geodätischen Messstationen. Er diente der Vermessung von Teilen der Erdoberfläche und hatte seinen Ursprung im Observatorium von Tartu, dessen Direktor Struve von 1820-1839 war. Näheres unter Struve-Bogen
Der gesamte Struvebogen wurde im Jahr 2005 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.    

Holzbauernhäuser in der Provinz Hälsingland

Die Provinz Hälsingland liegt ca. 300 km nördlich von Stockholm am Bottnischen Meerbusen. In der Provinz gibt es die drei größeren Städte Hudiksvall (ca.15.000 Einwohner), Söderhamn (ca.10.000 Einwohner) und Bollnäs (ca.12.000 Einwohner)
Dashiesige bergige Gelände ist stark bewaldet und senkt sich zum Meer hin ab. Hier wurden insgesamt mehr als 1.000 Bauernhäuser aus Holz erbaut. Ins Welterbe aufgenommenen wurden davon sieben Hälsingehöfe - alles Bauernhöfe. In der Regel sind die Häuser zweigeschossig, mit wenigen Ausnahmen haben sie auch drei Stockwerke. Sie wurden in den Jahren von 1800 bis 1870 erbaut. Das Innere der Häuser ist individuell in verschiedenen Stilrichtungen gestaltet. Sie geben Auskunft über die Lebensweise der damaligen Bauern in dem Gebiet. Die Bauern waren stolz und unabhängig und lebten großzügig. Einige Höfe wurden nur errichtet, um Feste zu feiern. Die sieben Höfe sind:

  • Gästgivars in Vallsta
  • Kristofers in Stene
  • Jon-Lars Pallars
  • Pallars in Långhed
  • Fågelsjö gammelgård
  • Erik-Anders in Asta.
  • Bommars in Letsbo

Die Holzbauernhäuser in der Provinz Hälsingland wurden im Jahr 2012 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen.