Südsudan: Anreise und Verkehr

Wie gelangt man in die Republik Südsudan?

Anreise mit dem Flugzeug
Wer den Südsudan mit dem Flugzeug erreichen möchte, kann in die Hauptstadt Juba fliegen. Dort befindet sich der geschäftigste und am besten entwickelte Flughafen der jungen Republik. Die Flüge nach Juba gehen von Khartoum (Sudan) aus sowie von Entebbe (Uganda), Nairobi (Kenia), Kairo (Ägypten) und Addis Abeba (Äthiopien). Der Juba Airport ist auch Heimatbasis der Feeder Airlines Company. Gegenwärtig gibt es keine Direktflüge nach Djuba, die außerhalb Afrikas beginnen.
Weitere internationale Flughäfen sind Malakal (mit Flügen nach Addis Abeba und Khartoum), Wau (wöchentliche Flüge nach Khartoum) und Rumbek (ebenfalls wöchentliche Flüge nach Khartoum).

Eisenbahnverkehr
Es gibt derzeit keine internationalen Eisenbahnverbindungen zwischen dem Südsudan und seinen Nachbarstaaten. Nur ein Bahnanschluss mit dem Nord-Sudan (über Wau) wurde im Jahre 2010 wieder vollständig eröffnet. Pläne, ein Eisenbahnnetz aufzubauen und es nach Kenia und Uganda hin zu erweitern, sind momentan noch Zukunftsträume.

Autoverkehr
Zwischen dem Südsudan, Kenia und Uganda bestehen Straßenverbindungen.

Busverkehr
Minibusse und Landcruiser fahren von Lokichoggio (Kenia) auf direktem Wege in die südsudanesische Hauptstadt Juba. Die 12stündige Fahrt wird für eine Übernachtung in Torit unterbrochen. Im Spätsommer verkehren Busse auch zwischen Kampala (Uganda) und der Republik Südsudan. Diese Route sollte von Touristen aber gemieden werden, denn sie verläuft durch ein derzeit von der ugandischen Lords Resistance Army (LRA) kontrolliertes Gebiet und ist mithin nicht sehr sicher.

Schiffsverkehr
Auf dem Weißen Nil wird ein recht unregelmäßiger, aber ganzjähriger Schiffsverkehr zwischen Juba, Malakal und Kosti angeboten.

 

Reisen im Land

Flugverkehr
Inländische Flugverbindungen bestehen zwischen Juba, Malakal und Wau sowie mit anderen Orten, die aber teilweise über wenig mehr als eine einfache, sandigeLandepiste verfügen.

Eisenbahnverkehr
Der Südsudan verfügt über ein Schinenenetz von 248 km Größe. Die Eisenbahn verbindet das nordsudanesische Babonosa mit dem südsudanesischen Wau. Die Strecke war während des langen Bürgerkrieges zerstört und teilweise vermint worden. Mit Hilfe von UN-Geldern konnte es aber wieder aufgebaut werden. Für die Zukunft ist eine Verlängerung des Streckennetzes von Wau nach Juba geplant. Ebenso soll es Anschlüsse an kenianische und ugandische Städte geben.

Autoverkehr
Im Südsudan fährt man auf der rechten Straßenseite.
Die Erdstraßen des Südsudan sind wegen des Bürgerkrieges teilweise noch vermint; seit 2005 werden sie aber Schritt für Schritt gesichert. Die Minen haben es bis dato verhindert, die Straßen mit einem wetterfesten Schotterbelag auszustatten. Sicher ist aber, dass die durchgehende Schotterstraße von Juba (über Wau) nach Khartoum befahren werden kann.
Zusammengefasst muss man sagen, dass die Highways im Südsudan fast alle unbefestigt sind und die Hauptstadt Juba keine geflasterten Verbindungen zum Umland besitzt.

 

Internationales Kfz-Kennzeichen

Das internationale Kfz-Kennzeichen des Südsudan ist:

SSD

Südsudan: Diplomatische Vertretungen

Achtung!!!
Momentan gibt es noch keine diplomatischen Einrichtungen und Konsulate für den Südsudan. Bis dahin gelten also alle Vertretungen, die auch für den Sudan gelten: 

  1. Deutsche Vertretungen im Sudan
  2. Vertretungen des Sudan in Deutschland
  3. Österreichische Vertretungen im Sudan
  4. Vertretungen des Sudan in Österreich
  5. Vertretungen der Schweiz im Sudan
  6. Vertretungen des Sudan in der Schweiz

 

Deutsche Vertretungen im Sudan

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
53 Baladia Street, Block No. 8 D, Plot No. 2
P.O. Box 970
Khartum, Sudan
Tel: 00249 - (0)183 - 74 50 55
        00249 - (0)183 - 77 79 90
Fax: 00249 - (0)183 - 77 76 22
Email: info@khartum.diplo.de
Web: http://www.khartum.diplo.de

Visastelle
Tel: 00249 - (0)183 - 77 79 79

 

Vertretungen des Sudan in Deutschland

Botschaft der Republik Sudan in Berlin 
Kurfürstendamm 151
10709 Berlin
Tel: 0049 - (0)30 - 890 69 80
Fax: 0049 - (0)30 - 89 40 96 93
Email: post@sudan-embassy.de  

Honorarkonsulat in Bremen
Getreidestr. 7
28217 Bremen
Tel: 0049 - (0)421 - 618 08 90
Fax: 0049 - (0)421 - 618 08 93
Email: mail@sudan-konsulat.de

Honorarkonsulat in Idstein
Lanaer Str. 1
65510 Idstein
Tel: 0049 - (0)6126 -  95 91 223
Fax: 0049 - (0)6126 - 95 91 224

 

Österreichische Vertretungen im Sudan

Die Bundesrepublik Österreich verfügt im Sudan über keine Vertretung. Zuständig ist die Botschaft in:

Botschaft der Bundesrepublik Österreich in Kairo
El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef Street,
5th Floor, Riyadth-Tower, Giza
11111 Kairo
Tel: 0020 - (0)2 - 570 2975
Fax: 0020 - (0)2 - 570 2979
Email: kairo-ob@bmaa.gv.at  
www.austriaegypt.org

Die österreichische Botschaft in Ägypten ist weiterhin zuständig für:

 

Vertretungen des Sudan in Österreich

Botschaft der Republik Sudan in Wien 
Reisnerstraße 29/5
1030 Wien
Tel: 0043 - (0)1 - 710 23 43/ -45
Fax: 0043 - (0)1 - 710 23 46
Email: sudanivienna@prioritytelecom.biz
members.chello.at/botschaft.d.rep.sudan/

 

Vertretungen der Schweiz im Sudan

Botschaft der Schweiz im Sudan
Street 15, House No. 7
Amarat
Khartoum, Sudan

:
Embassy of Switzerland
P.O. Box 1707
Khartoum
Sudan

Tel: 00249 - (0)183 - 471 010
        00249 - (0)183 - 471 115
Fax: 00249 - (0)183 - 472 804
Email: kha.vertretung@eda.admin.ch
www.eda.admin.ch/khartoum

Die schweizer Botschaft im Sudan ist weiterhin zuständig für:

 

Vertretungen des Sudan in der Schweiz

Botschaft der Republik Sudan in Genf
Avenue Blanc 51-53, 3. Etage
1202 Genf 
Tel: 0041 - (0)22 - 731 26 63
        0041 - (0)22 - 731 26 66
Fax: 0041 - (0)22 - 731 26 56
         0041 - (0)22 - 716 19 70
Email: sudanconsulate@bluewin.ch
www.sudanembassy-mission.ch

Südsudan: Ein- und Ausreisebestimmungen

Hinweis

Das Auswärtige Amt rät folgendes:

"Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Südsudan wird derzeit abgeraten.

Südsudan hat zum 9. Juli 2011 seine Unabhängigkeit erklärt. Im Umfeld der Unabhängigkeit kann es zu Spannungen und ggf. Störungen der öffentlichen Ordnung im Land kommen. Vor diesem Hintergrund rät das Auswärtige Amt, die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen, insbesondere im Bereich unmittelbar nördlich und südlich der Grenze zwischen Nord- und Südsudan. Von Reisen in die Regionen Jonglei, Unity State, Upper Nile, Warrap wird wegen aktueller militärischer Auseinandersetzungen, politischer Spannungen sowie immer wieder bewaffneter, ethnischer und Stammesauseinandersetzungen dringend abgeraten.

Reisende sollten vor Einreise die aktuellen politischen und sicherheitsrelevanten Entwicklungen verfolgen."

(Stand 17.08.2011)

 

Formalien, Visa

Für die Einreise in den Südsudan benötigt man einen Reisepass, der bei Einreise ins Land noch mindestens 6 Monate gültig sein muss. Weiterhin braucht man ein Visum, das man im für Deutschland zuständigen südsudanesischen Verbindungsbüro in Brüssel beantragen kann. Zudem kann man Visa für den Südsudan auch in den afrikanischen Verbindungsbüros (etwa in Nairobi) sowie an den Landgrenzen zum Südsudan erhalten.

Wer ohne ein Visum ins Land einreist, kann wegen eines Verstoßes gegen die Aufenthaltsbestimmungen in Haft genommen werden.

Noch ein Wort zu den Reisegenehmigungen: Diese sind zwar von offizieller Seite aufgehoben worden, doch ist die polizeiliche Praxis im Südsudan nicht einheitlich. So gibt es unterschiedliche Sicherheitsdienste, die vor allem  für Bahr El Gazal, Jonglei, Unity State, Upper Nile und für das Grenzgebiet zu Äthiopien Reisegenehmigungen sehen wollen. Es ist also ratsam, sich vor einer Reise in den Südsudan mit dem Tourismusministerium in Verbindung zu setzen, das solche Reisegenehmigungen kostenlos ausstellt.

 

Ein- und Ausfuhr von Devisen

  • Landeswährung
    Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist unbeschränkt gestattet.
  • Fremdwährungen
    Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung ist unbeschränkt gestattet.

 

Warenein- und Warenausfuhr

Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Lebende Tiere können ohne Probleme, Pflanzen nur mit einer speziellen Genehmigung eingeführt werden. Pornographisches oder zu freizügiges Bild- und Filmmaterial darf nicht ins Land eingeführt werden.

Funde aus antiken Grabungsstätten sowie geschützte Tiere und Pflanzen dürfen nicht aus dem Land ausgeführt werden.

Südsudan: Reisemedizin, Impfungen und Warnhinweise

Infektions-Erkrankungen

Im Südsudan ist mit den folgenden in Deutschland bzw. Mittel- und Nordeuropa nicht oder eher seltener verbreiteten Infektions-Erkrankungen zu rechnen:

  • Malaria: Es besteht ein ganzjähriges hohes Infektionsrisiko. Etwa 80% bis 90% der Infektionen erfolgen mit der sehr gefährlichen Malaria tropica, der Rest mit der Malaria tertiana.
  • AIDS, HIV
  • Amöbenruhr
  • Bakterienruhr
  • Bilharziose
  • Cholera - ein Infektionsrisiko besteht aber nur für die Reisenden, die mit verschmutztem Wasser oder kontaminierten Lebensmitteln in Berührung kommen können
  • Dengue Fieber
  • Darminfektionen durch verunreinigte Lebensmittel oder kontaminiertes Wasser, so u.a. durch Amöben, Lamblien, Salmonellen, Shigellen, Wurmbefall und alle möglichen Arten an Viren und Bakterien
  • Ebola, es kommt immer wieder zu allerdings meist lokal begrenzten Ausbrüchen dieser extrem gefährlichen Virus-Infektionserkrankung
  • Filariose
  • Fleckfieber
  • Gelbfieber - Vorkommen etwa in den Landesteilen südlich des nördlichen 12. Breitengrades
  • Guinea Wurm-Infektion
  • Hepatitis A und B
  • Japan Enzephalitis
  • Kala-Azar
  • Meningokokken-Meningitis
  • Kinderlähmung, Polio
  • Schlafkrankheit
  • Tollwut
  • Typhus - ein Infektionsrisiko besteht aber nur für die Reisenden, die mit verschmutztem Wasser oder kontaminierten Lebensmitteln in Berührung kommen können.
  • Zeckenbissfieber

Impfempfehlungen

  • Cholera - aber nur bei den Reisenden, die mit verschmutztem Wasser oder kontaminierten Lebensmitteln in Berührung kommen können.
  • Diphtherie - eine Impfung gegen Diphtherie sollte grundsätzlich immer, auch im Heimatland, bestehen.
  • Gelbfieber - dringend empfohlen
  • Hepatitis A und B
  • Japan Enzephalitis
  • Kinderlähmung, Polio - eine Impfung gegen Polio sollte grundsätzlich immer, auch im Heimatland, bestehen.
  • Meningokokken-Meningitis
  • Tetanus - eine Impfung gegen Tetanus sollte grundsätzlich immer, auch im Heimatland, bestehen.
  • Tollwut - aber nur bei Risikoreisenden, die mit den Überträgertieren in Berührung kommen können.
  • Typhus - aber nur bei Reisenden, die mit verschmutztem Wasser oder kontaminierten Lebensmittel in Berührung kommen können.

Impfpflicht
Für alle Personen, die älter als ein Jahr sind und aus einem von der WHO ausgewiesenen Gelbfieber -Infektionsgebiet einreisen, besteht eine Impfpflicht gegen eine Erkrankung mit Gelbfieber. Der Südsudan südlich des nördlichen 12. Breitengrads gilt als von der WHO ausgewiesenes Gelbfieber-Infektionsgebiet.

Gelbfieberimpfung von Kindern

In den meisten Ländern, in denen eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben ist, gilt dies auch für Kinder mit einem Alter über einem Jahr, in einigen Ländern sogar ab sechs Monaten. Dazu ist festzustellen: Bei einer Impfung gegen Gelbfieber gab es eine Reihe von Nebenwirkungen, so z.B. Enzephalitis. Rund Zweidrittel der davon Betroffenen waren Kinder unter sechs Monaten. Daher dürfen Kinder unterhalb dieses Alters auf keinen Fall geimpft werden. Aber auch Kinder unter einem Jahr sollten möglichst nicht geimpft werden. Im Zweifel müssen Gelbfieber-Infektionsgebiete dann gemieden werden. Jede Impfung gegen Gelbfieber darf nur in speziell dafür autorisierten Gelbfieber -Impfstellen durchgeführt werden!

Malariaprophylaxe
Bei Reisen in das Land ist es dringend angeraten, sich einer Malariaprophylaxe zu unterziehen. Wem die Nebenwirkungen bedenklich erscheinen, sollte aber wenigstens ein "Stand-by-Präparat" mit sich führen.

 

Wer bezahlt in Deutschland Impfungen?

Die meisten Menschen werden in Deutschland bereits im frühen Kindesalter gegen eine Reihe von Infektionskrankheiten geimpft. Allerdings hält der Impfschutz nur bis zu 10 Jahren, in manchen Fällen sogar kürzer. Daher sollte vor einer Auslandsreise genau überlegt werden, gegen welche Infektionserkrankungen in dem betreffenden Land eine Impfung erforderlich bzw. sinnvoll ist und ob der ggf. vorhandene Impfschutz eventuell nicht zu lange zurückliegt.

Die Kosten für die folgenden Impfungen werden seit Juni 2007 von den meisten gesetzlichen Krankenversicherungen erstattet. Es entfällt dabei sogar die 10 € Praxisgebühr – aber die Versicherten müssen in der Regel allerdings die gesetzliche Zuzahlung entrichten, die 10% des Impfstoffpreises beträgt – das sind mindestens 5 € und maximal 10 €. Unter diesen Voraussetzungen sind die folgenden Impfungen kostenfrei. Auch die Kosten einer Malaria-Prophylaxe werden von einigen Krankenkassen ersetzt.

Die privaten Krankenversicherungen übernehmen in der Regel (vorher erkundigen) ebenfalls die genannten Kosten.

  • Cholera
  • Diphtherie
  • Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
  • Gelbfieber
  • Hepatitis A und B
  • Meningokokken-Meningitis
  • Pneumokokken
  • Polyo (Kinderlähmung)
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Tollwut
  • Typhus

 

Aktuelle Warnhinweise

Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Bürgerservice
Tel: 0049 - (0)30 - 5000 - 2000
Fax: 0049 - (0)30 - 5000 - 51000
www.auswaertiges-amt.de

Südsudan: Währung und Einkaufen

Die Landeswährung des Südsudan ist das Südsudanesische Pfund (SDG).

Die Einführung der (neuen) südsudanesischen Währung wurde vom südsudanesischen Informationsminister Barnaba Marial Benjamin auf den 18.07. 2011 festgesetzt, wobei sich die Verbreitung der Währung und der Umtausch des alten sudanesischen Pfundes noch lange hinzog. Zwei Monate wurden dafür angegeben, obwohl die logistischen Probleme im Lande diesen Zeitraum in Frage stellten. Die Menschen im Lande können ihr Geld Eins zu Eins gegen das südsudanesische Pfund eintauschen.

Auf den Geldscheinen ist der Nationalheld John Garang abgebildet, der früher die südsudanesische Volksbefreiungsarmee angeführt hat. Auf der Rückseite des Geldes sind Abbildungen zu sehen, welche sich auf den kulturellen Reichtum des Südsudan beziehen.

 

Bank-Öffnungszeiten

Die Banken im Südsudan sind montags bis donnerstags von 8:30 bis 12:00 Uhr geöffnet.

 

Einkaufen

Laden-Öffnungszeiten
Die Läden im Südsudan sind montags bis donnerstags sowie samstags von 8:00 bis 14:00 Uhr und von 17:00 bis 20:00 Uhr sowie teilweise freitags und sonntags von 8:00 bis 11:30 Uhr geöffnet.

Günstige oder landesspezifische Waren, Souvenirs
Gern gekaufte Souvenirs sind Korbwaren, Ebenholzschnitzereien, Gold- und Silberschmiedearbeiten und verschiedene weitere Kunsthandwerksartikel. Gepardenfelle (Cheetah) sollten nicht gekauft werden, da Geparden vom Aussterben bedroht sind und unter das Artenschutzabkommen des World Wildlife Fund fallen.