Zypern: Tiere

Inhaltsverzeichnis

Kurze Übersicht

Heutzutage leben - neben einer Reihe von Säugetieren - auf bzw. um Zypern rund 26 Arten von Amphibien und Reptilien, 357 verschiedene Vogelarten und ca.195 Fischarten. Eine Reihe davon haben wir hier dargestellt.

Säugetiere

Kaukasische Eichhörnchen
Das Kaukasische Eichhörnchen (Sciurus anomalus) erreicht eine Kopf-Rumpflänge von 19 bis 25 cm. Ihr Gewicht variiert in Abhängigkeit von Geschlecht zwischen 210 und 350 g.
Sie besitzen einen Schwanz mit einer Länge um 15 cm. Ihr Fell ist eine graubraun bis rotbraune gefärbt, mitunter auch gelblich. Der ist deutlich heller und zumeist gelblich bis ocker gefärbt. Die Tiere leben in Wäldern mit Eichen, Buchen, Haselnuss- und Walnussbäumen. Man findet die Tiere zudem in Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Griechenland, dem Iran, Irak, in Israel, Jordanien, im Libanon, in Syrien und in der Türkei

Mauswiesel
Das Mauswiesel (Mustela nivalis) ist ein Raubtier in der Gattung Mustela, in der Unterfamilie Mustelinae in der Familie der Marder (Mustelidae). Eine ausführliche Beschreibung des Mauswiesels finden Sie hier >>>


Wildkaninchen
Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) sind die einzige Art in der Gattung Oryctolagus in der Familie der Hasen (Leporidae). Die Tiere erreichen eine Kopf-Rumpflänge zwischen 35 und 45 cm bei einem Gewicht zwischen 1,3 und 2,5 kg.
Ihr Fell ist grau-braun Fell, das im Nackenbereich braun bis rostrot gefärbt ist. Im Gegensatz zum Feldhasen haben die Tiere mit 6 bis 8 cm kurze Ohren. Sie sind reine Pflanzenfresser und ernähren sich vorwiegend von Gräsern, Kräutern und Blättern, gelegentlich verzehren sie aber auch Rinde und Zweige

Damhirsche
Auf Zypern gibt es einige Populationen von eingeführten Damhirschen (Dama dama).
Eine ausführliche Beschreibung dieser Hirsche finden Sie hier >>>

Langohrige Igel
Der langohrige Igel (Hemiechinus auritus) ist einer der kleinsten Igel im Nahen Osten.
Bis auf seine Größe und seine Ohren unterscheidet er sich nur wenig vom Braunbrustigel.

Nilflughunde
Der Nilflughund (Rousettus aegyptiacus) gehört zur Familie der Flughunde (Pteropodidae).
Die Tiere ernähren sich von Früchten. Sie besitzen eine Flügelspannweite bis zu 60 cm, bei einem Gewicht von 80 bis 150 g. Die Körperlänge der Männchen liegt zwischen 14 und 19 cm, während die Weibchen zwischen 12 bis 17 cm groß werden. Die Farbe des Rückens variiert von dunkelbraun bis gräulich. Das Fell am Bauch ist aschgrau und damit etwas heller.

Rotfüchse
Auch Rotfüchse (Vulpes vulpes) findet man auf Zypern
Eine ausführliche Beschreibung des Rotfuchses finden Sie hier >>>

Wildkatzen
In den Wäldern der Insel leben einige Wildkatzen (Felis silvestris).
Eine ausführliche Beschreibung der Wildkatzen finden Sie hier >>>


Zypern-Mufflons
Die Zypern-Mufflons (Ovis gmelini ophion) sind eine der Unterarten der Mufflons (Wildschafe).
Die Tiere leben im Páfosforst und stehen unter Naturschutz. Man nimmt an, dass diese als Haustiere bereits mit den Siedlern während der Jungsteinzeit nach Zypern kamen und später verwilderten. Wegen seines schmackhaften Fleisches war das Mufflon stets ein beliebtes Jagdobjekt – mit der Folge, dass während der britischen Herrschaft nur noch 20 Tiere übriggeblieben waren. Heutzutage gibt es wieder über 1.000 Tiere auf der Insel.
Das männliche Mufflon – der Widder – hat lange, spiralförmige und nach innen gedrehte Hörner, die so genannten Schnecken und ein schwarzbraunes, dichtes Fell. Die Weibchen haben kurze Hörner und sind grau oder dunkelbraun gefärbt. Das Futter der Mufflons besteht aus Pflanzen, Kräutern, Pilzen, Gräsern und jungen Trieben von Bäumen und Sträuchern.
Wer ein Mufflon jagt, muss nicht nur mit einer hohen Geldstrafe, sondern auch mit Gefängnis rechnen!

Zyprische Stachelmaus
Die Zyprische Stachelmaus (Acomys nesiotes) besitzt eine Kopfrumpflänge zwischen 7 und 17 cm und einen 6 bis 12 cm langen Schwanz. Auf ihrem Rücken sind sie gelblich, braun oder auch grau gefärbt und besitzen hier grobe Borstenhaare - die Stacheln. Sie haben auffallend große und aufstehende, trichterförmige Ohren und ein längliches Gesicht, das zur Nase hin spitz wird. Die Tiere sind endemisch, kommen also nur auf Zypern vor.

Zypern-Maus
Die Zypern-Maus (Mus cypriacus) wurde erst im Jahre 2004 entdeckt, eine Mäuseart, die jedoch bereits seit langem auf Zypern lebt. Sie hat einen größeren Kopf, größere Ohren, Augen und Zähne als alle anderen bekannten Mäusearten

Fledermäuse
Erwähnenswert sind zudem die hiesigen verschiedenen sechs Fledermausarten.

Amphibien

Savigny's Laubfrosch
Der Savigny's Laubfrosch (Hyla Savignyi), auch als zitronengelber Laubfrosch bezeichnet, gehört zu dem Amphibien und bevorzugt nicht allzu dichtes Buschland, subtropisches oder tropisches trockenes Buschland, mediterrane strauchige Vegetation, Grasland , subtropisches oder tropisches trockenes Flachland, Flüsse oder Süßwasserseen und Süßwassersümpfe.
Man findet die Tiere außer auf Zypern noch in Armenien , Aserbaidschan, Ägypten, Georgien, Iran, Irak, Israel, Jordanien, Libanon, Saudi-Arabien, Syrien, der Türkei und im Jemen.

Wechselkröte
Die Wechselkröte (Bufo viridis) gehört zu den Amphibien und erreicht – je nach Geschlecht – eine Größe von 8 bis 10 cm. Beide Geschlechter besitzen zahlreiche große grüne inselartige Flecken, die jedoch am Bauch fehlen. Auf den Seiten der Weibchen befinden sich meist rötliche Warzen. Ihr Name rührt daher, dass sie ihre Färbung der Umgebung heller oder dunkler anpassen können

Zypern-Wasserfrosch
Der Zypern-Wasserfrosch (Pelophylax cypriensis) gehört zu den Amphibien in der Familie Ranidae. Die Tiere sind auf Zypern endemisch, kommen also nur hier vor.

Reptilien

Folgende (Eid)echsenarten bzw. Unterarten findet man auf Zypern:
• Europäisches Chamäleon (Chamaeleo chamaeleon recticrista)
• Ägäischer Nacktfinger (Mediodactylus kotschyi fitzingeri)
• Europäischer Halbfingergecko (Hemidactylus turcicus turcicus)
• Schreiber's Fransenfingereidechse (Acanthodactylus schreiberi)
• Europäische Schlangenaugeeidechse (Ophisops elegans schlueteri)
• Syrische Eidechse (Phoenicolacerta troodica)
• Johannisechse (Ablepharus budaki budaki)
• Gefleckter Walzenskink (Chalcides ocellatus ocellatus)
• Tüpfelskink (Eumeces schneideri schneideri)
• Streifenskink (Trachylepis vittata)
• Hardun (Agama stelio)
Von den 58 umfassenden Echsenarten aus der Gattung Agamo ist der Hardun (Agama stelio, auch: Stellagama stellio),
mit einer Länge bis zu 38 cm die größte. Aus der Nähe betrachtet, sieht der Kopf des Tieres wie ein Dinosaurier aus.
Die griechischen Zyprioten nennen ihn Nasenbeißer und die armenischen Zyprioten fürchteten das Tier,
weil er als Gefahr für ihren Penis galt.

Levanteotter
Die Levanteotter (Macrovipera lebetina) ist die einzige gefährliche Giftschlange, die auf Zypern vorkommt. Ihr Biss kann erhebliche Folgen haben. Eine ausführliche Beschreibung der Levanteotter finden Sie hier >>>

Weitere nicht oder nur sehr wenig giftige Schlangen

Eidechsennatter
Die Eidechsennatter (Malpolon monspessulanus) besitzt nur im hinteren Teil ihrer Schnauze Giftzähne, daher kann sie normalerweise das Gift nicht auf den Menschen übertragen. Bei ihren Beutetieren überträgt sie ihr Gift mit Hilfe eines so genannten Festhaltebisses, bei dem sie ihr Gift regelrecht in das Beutetier einkaut. Bei den extrem seltenen menschlichen Bissopfern wurden u.a. Lähmungen und Atemprobleme beobachtet.
Man findet diese Schlangen neben Zypern auch in Spanien - einschließlich Ibiza, in Portugal, Gibraltar, in Südwestfrankreich, in Nordwestitalien - einschließlich Lampedusa, an den Küsten und auf einigen Inseln Kroatiens, in Slowenien, der Herzegowina, Monte Negro, Nordmazedonien, in Griechenland - einschließlich Korfu, Lesbos, Samos, Chios, Samothraki. Weiterhin in Bulgarien, dem Libanon, im Süden Russlands, in Armenien, Georgien, Aserbaidschan, im Westen des Irans, im Irak, im Westen von Arabien, in der Türkei, in Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten, Syrien, Israel, Jordanien sowie im Norden des Sudans.
Eine ausführliche Beschreibung der Eidechsennatter finden Sie hier >>>

Europäische Katzennatter
Die Europäische Katzennatter (Telescopus fallax) gliedert sich in 10 Unterarten, wobei die Zypern-Katzennatter (Telescopus fallax cypriacus) eine Unterart bildet, die nur auf Zypern vorkommt. Die Schlange erreicht eine Größe zwischen 60 bis 80 cm. Ihre Färbung ist grau, graubraun oder gelblichbraun mit einer Rückenzeichnung aus dunklen rechteckigen Flecken, zwischen denen sich hellere Barren befinden. Für diese Schlangenart gilt ähnliches wie für die Eidechsennatter. Sie hat die Giftzähne nur hinten im Maul. Somit kommt ein Biss mit Giftübertragung auf den Menschen durch eine Katzennatter nur selten vor.
Eine ausführliche Beschreibung der Europäische Katzennatter finden Sie hier >>>

Kopfbinden-Zwergnatter
Die Kopfbinden-Zwergnatter (Eirenis modestus) erreicht nur eine Länge zwischen 50 bis 60 cm. Die Färbung ihrer Rückenseite ist meistens hellbraun oder graubraun und die Bauchseite ist gelb oder grau. Der Kopf dagegen besitzt ein meist schwarzes, sehr auffälliges Muster, das jedoch mit zunehmendem Alter verblasst. Neben Zypern findet man die Schlange noch in der Türkei oder in Georgien und Armenien. Auch auf einigen griechischen Inseln, wie auf Lesbos und Samos, kommt sie vor.

Münzennatter
Die Münzennatter (Hemorrhois nummifer) kommt auf der ganzen Insel vor und erreicht eine Länge zwischen 100 bis 130 cm. Ihren Namen hat sie von den münzartigen Flecken auf ihrem grauen oder grün-braunen Rücken. Außer auf Zypern findet man sie z.B. im Süden der Türkei und an der Mittelmeerküste von Asien und Ägypten.

Pfeilnatter
Die Pfeilnatter (Dolichophis jugularis) kann bis zu 2,50 m lang werden. Ihre Oberseite ist meist schwarz und seltener grau, während die Unterseite und Kehle ein hell-, bis dunkelrot gefärbt sind. Die Schlange ist tagaktiv und hält während der kühlen Monate in einem geschützten Versteck Winterruhe.
Außer auf Zypern kommt sie in der Türkei und im Nahen Osten, wie dem Iran, Irak, Syrien und Jordanien vor. Die Art auf Zypern wird auch Schwarze Pfeilnatter bezeichnet.

Ringelnatter
Die Ringelnatter ist u.a. auch Deutschland weit verbreitet. Eine ausführliche Beschreibung der Ringelnatter finden Sie hier >>>

Wurmschlange
Die Europäische Wurmschlange (Xerotyphlops vermicularis) – auch als Blödauge bezeichnet - ist eine sehr kleine Schlange mit einer Länge zwischen 20 und 30 cm. Sie erinnert an einen großen Regenwurm. Sie lebt überwiegend unterirdisch und ernährt sich vorwiegend von Ameisen. Man findet diese Schlange außer auf Zypern noch in Montenegro, Albanien, Macedonien, Bulgarien, Griechenland - incl. Korfu, Lesbos, Chios, Limnos, Samos, Thassos – in der Turkei, im Süden Russlands (Kaucasus, Dagestan), in Armenien, Aseerbaidjan, Georgia, im Süden von Turkmenistan, in Tadjikistan, Usbekistan,
Ägypten, Syrien, Israel, dem Libanon, Jordanien, dem Irak, im Iran sowie in Afghanistan.

Zypern-Schlanknatter
Die Zypern- Schlanknatter (Dolichophis cypriensis) findet man in Wäldern, strauchartiger mediterraner Vegetation, Süßwassersümpfen und Wasserspeicherbereichen. Die Schlange wird bis über 2 m lang und ist recht aggressiv. Bis zu einem Alter von 4 bis 5 Jahre hat sie eine ziegelartige Färbung mit braunen Flecken. Danach wird sie schwarz. Sie ist endemisch, kommt also nur auf Zypern vor.

Vögel

Die Vogelwelt ist sehr artenreich, was an den zahlreichen Zugvögel liegt, die sich jedes Jahr auf der Insel einfinden. Besonders häufig sind sie in den Wäldern der Troodos-Gebirgskette. Neben Buchfinken und Fichtenkreuzschnäbel gibt es hier das zyprische Rebhuhn, die Nachtigall und Seidensänger. Während Turteltauben gejagt werden dürfen, steht der Halsbandfrankolin unter Naturschutz. Weitere Vögel sind Chukarhühner, Nachtigallen, Seidensänger, Halsbandfrankoline, Häherkuckucke, Eleonorenfalken, Steppenweihen und Teichwasserläufer.
Im Salzsee bei Larnaka kann man im Winter Flamingos beobachten. Endemisch, also nur hier vorkommend, sind Schuppengrasmücken und Zypern-Steinschmätzer.
Anfang Dezember hat man das seltene Vergnügen, Flamingos als Gäste beobachten zu können. Diese bilden eine eigene Familie und sind in Afrika, Spanien und Südfrankreich verbreitet. Gleich erkennbar sind die bis zu 130 cm großen Vögel an ihrem langen und dünnem Hals, an den dünnen Beinen sowie an dem dicken, nach unten gebogenen rosafarbenen Schnabel mit der schwarzgefärbten Spitze. Dieser wird bei der Nahrungssuche als Sieb gebraucht. Auf dem Speiseplan stehen dabei Würmer, Algen und vor allem Kleinkrebse. Die sind es auch, die für das rosafarbene Federkleid der Flamingos verantwortlich sind. Der mit den Krebsen aufgenommene rote Farbstoff wird in den Federn abgespeichert. Schließlich sind die Vögel umso stärker rosa gefärbt, je mehr Krebse sie verspeist haben. Das berühmte einbeinige Stehen dient der Wärmespeicherung, da das eine Bein im warmen Gefieder versteckt wird und somit ein geringerer Wärmeverlust entsteht. Dieses Kunststück ist für die Flamingos (wie auch für Störche) nicht weiter anstrengend.

Weitere auf Zypern vorkommende Vögel sind Kappen- und Zippammern, Blaumerlen, Würger, Steinschmätzer sowie Falken, Nebelkrähen und Habichtsadler. Auch Adler, Falken, Sperber und Geier findet man auf Zypern. Eher selten bis gar nicht wird man Störche zu Gesicht bekommen.

Meerestiere

Meeresschildkröten
Die Meeresschildkröten legen an den Küsten der Halbinseln Akamas und Karpas sowie von Varoscha bei Famagusta ihre Eier ab.Um die Eier zu schützen, hatte die zyprische Regierung ein Schutzprogramm erlassen, so werden u.a. für die Dauer der Eiablage die Strände für Menschen gesperrt. Auf Zypern kommen folgende Schildkröten vor:
• Suppenschildkröte (Chelonia mydas)
• Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta) (Loggerhead Turtle)
• Ostmediterrane Bachschildkröte (Mauremys rivulata)

Neben Papageifischen und dem Gelbflossen-Doktorfisch leben beispielsweise Meerbrassen, Seebarben und Steinbutts in den Gewässern Zyperns. Am Meeresgrund kann man beim Tauchen Rochen und Seesterne beobachten, weiter draußen auf dem Meer gibt es auch Haie.

Tintenfische sind hier allerdings ziemlich selten geworden. Aber auch zahlreiche Speisefische sind aufgrund der starken Überfischung der Gewässer um die Insel und in großen Teilen des Mittelmeeres sehr rar und in den Lokalen daher meist sehr teuer geworden.

Neben den im Mittelmeer üblichen Fischarten tummeln sich in den Küstengewässern im Osten der Insel auch Fische, die durch den Suez-Kanal aus dem Roten Meer ins Mittelmeer kamen, darunter Flötenfische (Fistulariidae) und Kaninchenfische (Siganidae).

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