Luxemburg: Geografie, Landkarte

Fläche und Bodennutzung

Luxemburg umfasst eine Fläche von insgesamt 2.586 km², was etwa der dreifachen Fläche von Berlin entspricht. Davon sind:

  • Wald
    Rund 34% des Landes sind bewaldetes Gebiet, wovon ein Teil in den Ardennen liegt.
  • Wiesen- und Weideland
    Rund 27% des Landes werden als Wiesen- oder Weideland genutzt.
  • Äcker und Felder
    Rund 22% des Landes werden als Ackerland oder Felder genutzt.

Landesgrenzen

Luxemburg besitzt mit insgesamt drei Staaten eine gemeinsame Grenze:

  • Deutschland mit einer Länge von rund 135 km, erwähnenswert ist das Dreiländereck bei Schengen, an der Südspitze von Luxemburg, mit Grenzen zu Frankreich und Deutschland.
  • Frankreich mit einer Länge von rund 73 km
  • Belgien mit einer Länge von rund 148 km

Ardennen

Die Ardennen sind ein Waldgebiet, das sich zum größten Teil über den Südosten der belgischen Region der Wallonie erstreckt. Aber kleinere Teile liegen auch in Luxemburg (Ösling) und in Frankreich im Département Ardennes. Im Osten gehen die Ardennen in die deutsche Eifel über. Der höchste Berg der Ardennen ist mit einer Höhe von 694 m die Botrange in der belgischen Provinz Lüttich.

Die Ardennen spielten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs eine große Rolle, als deutsche Truppen am 16. Dezember 1944 unter dem heutigen Begriff Ardennenoffensive mit rund 200.000 Soldaten, 600 Panzern und 1.900 Geschützen einen Überraschungsangriff auf die alliierten Truppen unternommen hatten. Es war den deutschen Truppen gelungen, auf einer Breite von 60 km rund 100 km tief in die alliierten Stellungen einzudringen - u.a. mit dem Ziel Antwerpen einzunehmen.

Die Kommandeure auf deutscher Seite waren Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt (1875-1953) und Generalfeldmarschall Walter Model (1891-1945). Die Befehlshaber auf Seiten der Alliierten waren
Armeegeneral Dwight D. Eisenhower (1890-1969), der spätere US-Präsident, sowie der britische Generalfeldmarschall Bernard Montgomery (1887-1976). Im Verlauf der Gefechte, die die Alliierten völlig überrascht hatten, waren rund 20.000 alliierte Soldaten ums Leben gekommen, auf deutscher Seite waren es etwa 17.200. Rund 16.000 Deutsche wurden gefangen genommen oder galten als vermisst, zudem wurden rund deutsche 34.400 Soldaten verwundet. Nicht zuletzt wegen erheblicher Nachschubprobleme endete die Offensive am 21. Januar 1945 - ohne Antwerpen erreicht zu haben.
Bekanntlich hatte Adolf Hitler (1889-1945) am 30. April 1945 in der Berliner Reichskanzlei Selbstmord begangen. Am 8. Mai hatte dann die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapituliert.

Städte in Luxemburg

Luxemburg Stadt
Luxemburg Stadt ist mit seinen rund 125.000 Einwohnern die Hauptstadt des Großherzog-tums Luxemburg. In der Stadt befinden sich neben Brüssel und Straßburg eine Reihe von Institutionen der EU. Außerdem Luxemburg ein wichtiger Finanzplatz. Etwa 70% der Einwohner sind Ausländer aus über 160 Nationen. Die hiesigen Institutionen der Europäischen Union sind:
• der Europäische Gerichtshofs,
• der Europäische Rechnungshofs,
• das Sekretariat des Europäischen Parlaments,
• die Europäischen Investitionsbank,
• Dienststellen der Europäischen Kommission
• der Europäische Finanzstabilisierungsfazilität
• die Europäische Staatsanwaltschaft
• Tagungsort des Rates der Europäischen Union.
Die Institutionen der Europäischen Union befinden sich größtenteils auf dem Plateau Kirchberg im Nordosten der Stadt.

Schengen
Die rund 4.800 Einwohner zählende Ortschaft Schengen liegt im Südosten von Luxemburg an der Mosel, an dem von Deutschland (Saarland), Frankreich (Lothringen) und Luxemburg gebildeten Dreiländereck. Auf der anderen Seite der Mosel liegt die deutsche Gemeinde Perl und südlich davon die französische Gemeinde Apach. Hier hatten sich am 14. Juni 1985 fünf EU-Mitgliedstaaten auf dem Moselschiff MS Marie-Astrid getroffen, um das Schengener Übereinkommen unterzeichneten. Das Abkommen sah und sieht den Abbau der Kontrollen an den gemeinsamen Binnengrenzen und die Einführung des freien Personen- und Warenverkehrs vor. Das Schengener Abkommen trat am 26. März 1995 in Kraft und gilt, so wie die Einführung der gemeinsamen Währung Euro, der am 1. Januar 1999 eingeführt wurde, als ein Meilenstein im europäischen Einigungsprozess. Am Moselufer von Schengen erinnern das Europäische Museum und ein Europadenkmal an die hiesige Unterzeichnung des Vertrages.

Geografische Länge und Breite

Luxemburg erstreckt sich über die folgende geografische Breite (Abk. Δφ) sowie geografische Länge (Abk. Δλ):

Δφ = von rund 49° 23' bis 50° 05' nördliche Breite
Δλ = von rund 005° 48' bis 006° 40' östliche Länge

Ausführliche Informationen über diese Thematik finden Sie unter Geografische Länge und Breite.

Uhrzeit

Für Luxemburg gilt gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) der folgende Wert.

Δ t (MEZ) = 0 h

Weitere und ausführliche Erläuterungen zur Uhrzeit finden Sie unter Zeitzonen, Uhrzeit.

Sonnenhöchststand in Luxemburg

Die Stadt Luxemburg liegt auf einer nördlichen Breite von rund φ = 49,5°.
Sofern die Sonne, bzw. ihr Bildpunkt, am nördlichen Wendekreis steht, also bei δ = 23,5°, ist in Luxemburg Sommerbeginn, dies ist der 21. Juni. Dann ergibt sich für den höchsten Stand der Sonne zur Mittagszeit nach Gl. 1 (s. Sonnenstand):

49,5° = (90° - h) + 23,5°

also:

h = 64°


Mit 64° besitzt die Sonne somit in Luxemburg den höchsten Stand des gesamten Jahres über dem Horizont (präzise: über der Kimm).

Berge, Erhebungen

Huldange
Der höchste "Berg" bzw. die höchste Erhebung des Landes ist der Burgplatz in Huldange mit einer Höhe von 560 m.

Wemperhardt
Eine weitere Erhebung ist der fast gleich hohe Wemperhardt mit einer Höhe von 559 m.

Flüsse

Mosel
Die Mosel entspringt in Frankreich am Col de Bussang in den Vogesen und mündet nach ca. 545 km am so genannten "Deutschen Eck" in Koblenz linksrheinisch in den Rhein. Auf einer Länge von 36 km bildet der Fluss im Südosten des Landes die Grenze zu Deutschland. In Deutschland durchfließt die Mosel die Bundesländer Saarland und Rheinland Pfalz.. Neben Koblenz sind Metz, Nancy, Schengen in Luxemburg (Schengener Abkommen) und Trier größere Städte an dem Fluss bzw. in seiner Nähe. Die Mosel ist der längste Nebenfluss des Rheins und ist besonders wegen seiner hervorragenden Weine zumindest deutschlandweit bekannt. Neben Schengen liegen in Luxemburg noch die Ortschaften Remich und Grevenmacher an dem Fluss.

Saar, Sauer, Alzette
Die beiden längsten Nebenflüsse der Mosel sind die Saar mit einer Länge von rund 245 km und die Sauer mit einer Länge von rund 175 km, deren ca.95 km langer Nebenfluss die Our einen Teil der Grenze zu Deutschland bildet. Die Our mündet bei Wallendorf in Deutschland in die Sauer.
Die Alzette entspringt in Frankreich durchließt die Stadt Luxemburg und mündet nach ca. 75 km bei Ettelbrück in Luxemburg in die Sauer. Die Sauer mündet übrigens bei der Gemeinde Oberbillig - im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz - in die Mosel.

Seen

Echternacher See
Der Echternacher See umfasst eine Fläche von etwa 35 ha = 0,35. Bei dem See handelt es sich um einen 1975 künstlich angelegten See südlich von Echternach in Luxemburg. wird vom
Lauterbornerbach gespeist, der ihn auch entwässert. In dem See liegen mehrere kleinere Inseln, die für Freizeitzwecke angelegt wurden. Der See ist nicht als Badegewässer ausgewiesen, dafür aber ein Paradies für Angler. Die Ortschaft ist für die Echternacher Sprungprozession weit über Luxemburg hinaus bekannt

Obersauer Stausee
Der Obersauer-Stausee (auch Esch-sur-Sûre-Talsperre) liegt bei Esch-Sauer in Luxemburg und ist der größte See des Landes. Die Sauer, welche in den Ardennen entspringt, und ihre zahlreichen Zuflüsse liefern jährlich 175 bis 240 Millionen Kubikmeter Wasser.
Als die natürlichen luxemburgischen Trinkwasserreserven Ende der 1940er Jahre nicht mehr für die Versorgung der Bevölkerung ausreichten, hatte die Luxemburger Regierung Anfang der 1950er Jahre beschlossen, auf Oberflächenwasser für die Trinkwassergewinnung zu errichten.
Dazu war ein sauberes und ganzjährig fließenden Gewässers erforderlich, in dessen Umgebung
weder größere Städte noch Industrien lagen. Das Problem ausreichender Wasserreserven konnte nur durch eine Staumauer gelöst werden, Da es in Luxemburg keine großen natürlichen Seen gibt, musste mit Hilfe einer Staumauer ein Stausee errichtet werden. Dafür bot sich das enge Flusstal der Sau-er mit dem felsigen Ufer, die der Staumauer guten und festen Halt geben, an
Die Bauzeit für die 47 Meter hohe Bogenstaumauer lag zwischen 1955 und 1958. Die Wandstärke variiert zwischen 1,5 m an der Krone und 4,5 m am Fuß der Mauer, wo bekanntlich der größte Wasserdruck herrscht.
Der Stausee umfasst bei maximaler Füllung eine Fläche von 380 ha = 3,8 km und hat ein Fassungs-vermögen von 60 Millionen Kubikmetern Wasser. Der See hat eine maximale Tiefe von etwa 45 m.
In dem Tal befanden sich deren Bewohner vor dem Bau der Staumauer umgesiedelt werden muss-ten. Auch Hobby-Taucher können die Überreste von mehrere Mühlen und Gehöften, die hier früher standen, in einer Tiefe von etwa 30 m betrachten. Um das Wasser so sauber wie möglich zu halten, wurden unterhalb von Pont Misère und unweit der Ortschaft Bavigne Vorstaumauern mit Stauhöhen von 9,6 m und 23 m errichtet, um beispielsweise Treibholz, Baumstämme und Sandpartikel daran zu hindern, in den See zu gelangen.

Remerscher See
Die Baggerseen in Remerschen umfassen eine Fläche von ca. 25 ha = 0,25 km² = 25.000 m² und locken jedes Jahr im Frühling und Sommer zahlreiche Wasserraten und Sonnenfreunde an.
Breicherwee
5441 Remerschen
Tel.: 00352 – (0)691 - 200 220
info@baggerweier.lu
www.baggerweier.lu

Rosporter Stausee
Dieser Stausee erstreckt sich auf einer Fläche von rund unterhalb der Ortschaft Rosport. Zwischen dem 1. Mai und dem 30. Oktober ist es möglich, auf dem See Wasserski zu laufen. Das Wasserkraftwerk des Stausees erzeugt Strom mit einer Leistung von 6,5 MW, was der Leistung von ca. drei Windrädern entspricht
Tel.: 00352 – (0)72 - 04 57
info@mullerthal.lu
www.mullerthal.lu

Weisswampacher Seen
Direkt bei der Ortschaft Weisswampach gibt es zwei künstliche Seen mit einer Fläche von jeweils rund 6 ha = 60.000 m². An den Seen befindet sich ein großen Campingplatz mit 276 Plätzen.
Während einer der See nur zum Angeln dient, kann in dem anderen See geschwommen oder mit Booten gefahren werden.

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