Sehenswürdigkeiten

UNESCO-Welterbestätten

Istrien

Euphrasius-Basilika und historischer Stadtkern von Porec

Istrien ist die größte Halbinsel der Adria und liegt im Nordwesten Kroatiens unterhalb der Alpen, am Meer und ist eine der bekanntesten Ferienregionen am Mittelmeer.
Badeorte wie Umag, Poreć, Vrsar, Rovinj oder Rabac haben Istriens Küste bekannt gemacht.

In den letzteren Jahren begann man, auch das immergrüne Hinterland zu entdecken. Kleine verträumte mittelalterliche Städtchen, meist auf Hügeln gelegen, Felder, Wiesen, Olivenhaine und schier unendliche Weinberge.
Und dann die Eichenwälder um das Städtchen Motovun und im Tal des Flusses Mirna.

Nur hier - abgesehen vom französischen Piemont und dem italienischen Alba - findet man die kostbaren, bei Feinschmeckern begehrten weißen Trüffel, deren Kilopreis bis zu 2000 Euro beträgt. Von Oktober bis Dezember ist Trüffelsaison - dann gehen die lizensierten "Tartufari" (Trüffelsucher) mit speziell für die Trüffelsuche ausgebildeten Hunden auf die Suche nach den verstecken, unter der Erde wachsenden Pilzen. Fein gerieben auf geröstetem Weißbrot oder auf hausgemachten Teigwaren mit Sahne sind sie eine wahre Delikatesse. Dazu genießt man einen der hervorragenden und international prämierten istrianischen Weine, den trockenen weißen Malvazija, den dunkelroten Teran oder zum Dessert den lieblichen Muškat.

Kazuni sind kleine Schuppen aus Trockensteinmauern die man in Istrien oft auf den Feldern sieht. Die ursprünglich als Schutzhütten und zur Aufbewahrung von Werkzeugen dienten.

Dvigrad
Dvigrad ist die größte Ruinenstadt. Im 17. Jahrhundert wurde die Stadt aufgrund der Pest verlassen.

Euphrasius-Basilika in Poreć
Die Euphrasius-Basilika in Poreć steht seit 1997 in der Liste des Weltkulturerbes. Die Basilika wurde im 6. Jahrhundert gebaut und ist eine Perle der byzantinischen Kultur. Hier befindet sich eine dezente sakrale Architektur: viele große christliche Geschichten werden in Mosaiksteinchen erzählt, hohe Säulen und alte Mosaiken geheimer Kirchen aus der römischen Zeiten.

Grotte Baredine
Die Grotte Baredine ist ein Karstphänomen 600 m unter der Erde mit zahlreichen Stalaktiten und Stalagmiten und einer konstanten Lufttemperatur von 14ºC. Auf dem Boden der Grotte lebt ein sehr seltenes Lebewesen, der Grottenolm. 

Hum
Hum - die kleinste Stadt der Welt aus dem 12. Jahrhundert, umgeben von einer Stadtmauer, einem Stadttor, einer Loge und einer kreisförmigen Straße für die sieben - acht Einwohner. 

Krk
Goldgelb wie Olivenöl und mit seinem einzigartigen Aroma ist der berühmte Wein "Žlahtina" eines der Symbole der größten kroatischen Insel Krk. Die Weinlese auf Krk ist ein wahres Fest. Traditionell wird das Datum der Lese dieser geschützten Rebensorte vom kroatischen Weininstitut festgelegt. Dies ist bereits seit Jahren die letzte Septemberwoche. Zentrum des Weinbaus auf der Insel Krk ist das Städtchen Vrbnik, auf einem Felsen über dem Meer gelegen. Die autochtone Sorte "Žlahtina" gedeiht auf den ausgedehnten Weinbergen um das Städtchen.

Limfjord
Istrien wird durch ein tiefes, langes und kurvenreiches Tal geteilt.
Die eine Hälfte geht Richtung Meer und assoziiert einen breiten Fluss, die andere Hälfte sieht aus wie ein Canyon, der bis nach Pazin reicht. Der Teil, der zum Meer reicht, nennt man "Kanal", und den anderen Teil, der durchs Festland geht "Draga". Auch wenn man nur von Überresten eines vorgeschichtlichen Wasserlaufes sprechen kann, und nicht von denen eines Gletschers, nennt man dieses Naturphänomen in Istrien "Fjord".
Das Tal zum Meer ist 12 Kilometer lang, im Durchschnitt 600 m breit und 35 m tief.
Das Ausflugsziel Limfjord war schon in den römischen Zeiten bekannt für seine ausgezeichnete Muschelzucht - vor allem für Austern.

Motovun
Motovun (Montana) ist das am besten erhaltene mittelalterliche Städtchen, das man in Kroatien finden kann. Wer in die Gegeng kommt, sollte hier einige Stunden Halt machen.
Obwohl das Städtchen nur rund 500 Einwohner hat, ist es reich an historischen Gebäuden und Bauwerken.
Die Venezianer hatten Motovun ihre heutiges heutiges architektonische Gestalt gegeben. Das gesamte Stadtchen ist von einem um 1300 errichteten inneren und einem äußeren Mauerring aus dem 16. bis ins 17. Jahrhundert mit Wehrtürmen und Stadttoren umgeben.
Der Hauptplatz "Trg Andrea Antico" des Städtchens wurde nach dem in Motovun geborenen Komponisten Andrea Antico (1480-1538) benannt.
Man findet hier ein Gebäudeensemble aus dem 14. bis 17. Jahrhundert. Der Platz wird von einem zinnengekrönten Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert überragt.
Der hiesige freistehende Glockenturm gehört zur St. Stephanskirche (Sveti Stjepan) aus dem frühen 17. Jahrhundert, und wurde nach Plänen des berühmten venezianischen Architekten Andrea Palladio (1508-1580) und seinen Schülern erbaut.
Auf der Westseite des Platzes liegt die Ostfassade des Podesta Palastes.
Erwähnenswert ist auch der am nördlichen Ende des Platzes befindliche  im 15. Jahrhundert erbaute Brunnen mit seiner Zisterne.
Der an den südlichen Teil des Platzes angrenzende Polesini-Palast wird mittlerweile als Hotel genutzt. Der Brunnen vor dem Hotel stammt aus dem Jahr 1330.

Nationalpark Brijuni
Der Nationalpark Brijuni besteht aus 14 grünen Inselchen, die an der Südwestküste Istriens liegen. Mit dem Schiff kommt man direkt aus dem kleinen Ort Fažana zum Nationalpark. Schon zu Zeiten der Römer war dieser Ort eine Sommerresidenz, das zahlreiche Villen, Mosaiken und Überreste antiker Tempel beweisen.

Der Brijuni-Archipel ist der am meisten besuchte Ort Istriens. Mit einer kleinen Bahn fährt man über die autofreie Insel mit dem Zoo. Außerdem befindet sich dort auch Titos Museum. Kap Kamenjak liegt an der Südspitze der Halbinsel Istrien. So wie fünf Finger des griechischen Peloponnes in das Mittelmeer eintauchen, so ersteckt sich ein langer "Finger" des Kap Kamenjak in die Adria.

 

Pula
Pula ist die größte Stadt Istriens und das wirtschaftliche, kulturelle und administrative Zentrum im südwestlichen Teil der Halbinsel.
Die dreitausend Jahre alte Stadt verbirgt große historische und vor allem antike Schätze. Man nennt sie "das kleine Rom" wegen ihrer zahlreichen ausgezeichnet erhaltenen römischen Gedenkstätten: z. B. die Arena, die auch heute noch als wunderschönes Amphitheater für Konzerte und Veranstaltungen dient, der reich verzierte Triumphbogen der Sergier, das Zwillingstor, das Herkulestor, der Tempel des Augustus, das Antiktheater, die verschiedenen Mosaiken, die man überall in der Stadt findet, sowie das Archeologische Museum.

Vodnjan
Der größte Glockenturm mit 60 m Höhe gehört zur Kirche Sv. Blaž in Vodnjan, die gleichzeitig auch die größte Kirche Istriens ist.

Dalmatien

Dubrovnik
Dubrovnik besticht durch seine beeindruckende Lage auf einem ansteigenden Fels, der auf drei Seiten vom Meer umspült wird. Die mittelalterliche Altstadt ist von imposanten Festungsmauern umgeben, die auf zwei Kilometer begehbar sind. Sie steckt voller Sehenswürdigkeiten und Kunstschätzen von Weltrang. Es lohnt der Besuch der Festung Dubrovnik, des Rektorenpalasts aus dem 15. Jahrhundert, in dem das Stadtmuseum seine Schätze zeigt, des Franziskanerklosters mit seinem Kreuzgang und dem angeschlossenen Museum, der Jesuitenkirche Sv. Ignacijo und des ehemaligen Klarissinnenklosters. Auch kulturell wird in Dubrovnik etwas geboten. Im Juli/August finden in der Stadt die Sommerfestspiele mit Oper, Theater, Ballett und Konzerten statt.
Mehr über Dubrovnik gibt es hier >>> bei goruma.

Šibenik
Šibenik ist mit seinen Sehenswürdigkeiten eine der schönsten Städte im östlichen Adriaraum. Besonders sehenswert sind die Kathedrale Sv. Jakov mit dem Baptisterium und der an der nordöstlichen Seite der Kathedrale gelegene Domplatz.

Split
Split ist nach Zagreb die zweitgrößte Stadt Kroatiens und die wirtschaftliche und kulturelle Metropole Dalmatiens. Dem Fremdenverkehr kommt eine große Bedeutung zu. Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten gibt es auch ein vielfältiges Freizeit- und Unterkunftsangebot. Sehenswürdigkeiten wie der Diokletianpalast mit Peristyl (Altstadt), die Kathedrale Sv. Duje, die Museen und Galerien, der Stadtpark und die Uferpromenade locken viele Besucher an.
Mehr über Split gibt es hier >>> bei goruma.

Trogir
Trogir beeindruckt besonders durch seinen mittelalterlichen Altstadtkern, der ein einziges Museum darstellt. Die kleine Stadt ist reich an kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, von denen die Kathedrale Sv. Lorro mit dem berühmten Hauptportal von Meister Rodovan sowie die Paläste und schlichten Bürgerhäuser aus dem 13. bis 17. Jahrhundert am sehenswertesten sind. Der Hauptplatz Trg Ivan Pavla II lädt zum Ausruhen und Verweilen ein.

Zadar
Zadar ist die größte Stadt Norddalmatiens und sowohl als Handelsmetropole als auch als Fremdenverkehrszentrum von Bedeutung. Im alten Stadtkern befinden sich viele bedeutende Sehenswürdigkeiten wie u.a. die Kirchen Sv. Donat (im Juli/August werden hier Konzerte veranstaltet), die Domkirche St. Anastasia und Sv. Krsevan. Daneben sollten sich die Besucher Zeit für das Römische Forum, das Archäologische Museum und die Stadtbefestigung nehmen.

 

Slawonien

Slawonien (kroatisch Slavonija - nicht zu verwechseln mit Slowenien oder der Slowakei) ist eines der historischen Territorien, die den heutigen Staat Kroatien bilden. Slawonien besteht im Norden, Süden und Osten überwiegend aus Flachland; im Westen und der Mitte erstreckt sich ein Mittelgebirge mit den Gipfeln Papuk (953m), Dilj (461m) und Psunj (984m). Es erstreckt sich in Richtung Ost-West zwischen der Drau (Grenze zu Ungarn) im Norden und der Save (Grenze zu Bosnien-Herzegowina) im Süden bis zur Donau (Grenze zur serbischen Provinz Vojvodina) im Osten. Die Westgrenze Slawoniens ist rein geographisch nicht eindeutig bestimmbar. Die Mehrheit der Bevölkerung besteht aus Kroaten. Die größte Minderheit sind die Serben. Daneben gibt es eine Vielzahl kleinerer Nationalitäten, darunter auch eine deutschsprachige Minderheit von heute etwa 3000 Menschen in Ostslawonien.

Die größten Städte Slawoniens sind:

  • Osijek mit einer Einwohnerzahl von ca. 115.000
  • Slavonski Brod mit einer Einwohnerzahl von ca. 65.000
  • Vinkovci mit einer Einwohnerzahl von ca. 36.000
  • Vukovar mit einer Einwohnerzahl von ca. 32.000

Die Grenzen des Territoriums, auf das sich der Name Slawonien bezieht, haben sich im Laufe der Zeit deutlich verschoben. Im Mittelalter wurde der gesamte in der Donau- und Savetiefebene gelegene Teil des damaligen Königreiches Dalmatien, Kroatien und Slawonien als Slawonien (lateinisch Regnum Slavoniae) bezeichnet. Das politische Zentrum des mittelalterlichen Slawoniens war die heutige kroatische Hauptstadt Zagreb. Nachdem im 16. Jahrhundert der größte Teil des Königreiches Dalmatien, Kroatien und Slawonien mit Ausnahme des Gebietes um Zagreb vom Osmanischen Reich erobert worden war und Zagreb infolgedessen politisches Zentrum des Restgebietes wurde, wurde der Name Kroatien (im engeren Sinne) auf diesen westlichen Teil des mittelalterlichen Slawoniens übertragen. Der Name Slawonien bezeichnet seitdem nur noch den östlichen Teil dieses Gebietes, der Ende des 17. Jahrhunderts und Anfang des 18. Jahrhunderts von der Habsburgermonarchie zurückerobert wurde. Während der Süden von Slawonien als Militärgrenze zum Osmanischen Reich eingerichtet wurde, kam der Norden größtenteils als Belohnung in den Besitz von Generälen und Adeligen, die sich an den Türkenkriegen beteiligt hatten. Um das fruchtbare, aber durch ständige Kriege im Grenzbereich zum Osmanischen Reich weitgehend entvölkerte Land zu stabilisieren, wurden Wehrbauern und Siedler aus der gesamten Habsburgermonarchie, aber auch darüber hinaus aus den deutschen Ländern und aus den von Osmanen kontrollierten Teilen Südosteuropas ins Land geholt. Daher hat Slawonien seit Jahrhunderten eine sehr vielfältige ethnische Zusammensetzung. Der Osten Slawoniens war im jugoslawischen Bürgerkrieg eine Zeit lang serbisch besetzt, bekannt wurde vor allem die Zerstörung Vukovars.

 

Museen

Archäologisches Museum (Arheološki Muzej)
Überwiegend Gegenstände aus Kroatien werden hier gezeigt, aber auch griechische sowie ägyptische Funde wie etwa eine ägyptische Mumie. Besonderes Highlight des Museums ist der weltweit längste erhaltene Text in etruskischer Sprache.

Fürstenhof (Rektorenpalast) in Dubrovnik
Hier ist eine historische Sammlung zu sehen, die u.a. aus Möbelstücken, Kleidung, Gemälden, Münzen und Urkunden besteht. Hinzu kommen Exponate, die den Alltag verschiedener Zeiten Dubrovniks widerspiegeln.

Mimara-Museum (Muzej Miramara)
Die Geschenke des Restaurators und Unternehmers Ante Topić Mimara und seiner Frau sind im Mimara-Museum ausgestellt. 

Museum Rupe in Dubrovnik
Das Museum liegt auf dem Felsen Lava und zeigt alte Vorrichtungen für die Getreideaufnahme, -lagerung und -verarbeitung. Es sind tiefe Schächte zu sehen, die der Getreidelagerung dienten. Zudem ist eine ethnographische Sammlung hier beherbergt, die neben Haushaltsgegenständen und Kleidung auch alte Musikinstrumente zeigt.

Zagreber Stadtmuseum (Muzej grada Zagreba)
Da Stadtmuseum setzt sich aus verschiedenen Bauwerken zusammen, zu denen auch ein Turm aus dem 12. Jahrhundert gehört, und zeigt verschiedenste Exponate u.a. aus den Bereichen Heraldik, Karthographie und Malerei. 

 

Kulturgüter und Denkmäler

Altstadt von Dubrovnik
Dubrovnik ist eine Hafenstadt und ein Fremdenverkehrszentrum des südkroatischen Küstenlandes mit 49278 Einwohnern. Dubrovnik liegt am Fuße des Kalkberges Srdj (Sergiusberg, 412 m) in einem Tal, das nach Südwesten hin mit der Anhöhe Lapad und einer kleinen Insel, die den ältesten Stadtteil von Dubrovnik trägt, abschließt. Durch Aufschüttung des sumpfigen Tales zwischen der Bucht von Gruz im Norden und dem Alten Port im Süden und die Entstehung der Placa (Stradun) wurde der alte Stadtkern von Dubrovnik mit der auf der anderen Talseite liegenden Vorstadt verbunden. Somit wurde Stradun zur Haupt- und Flanierstraße der Stadt. Ihre beiden Endpunkte sind die Stadttore Ploče im Osten und Pile im Westen. Nach dem Bau des Hafens von Gruz verbindet sich dieses Gebiet allmählich mit dem alten Stadtkern. Später breitete sich Dubrovnik auch auf die Halbinsel Lapad, die Sockelzone des Sergiusberges sowie außerhalb der Stadtmauern in Richtung Župa aus. Dubrovnik ist eine Stadt von einzigartiger politischer und kultureller Vergangenheit (Republik Dubrovnik, Stadtverfassung von 1272), deren Denkmäler und Schönheit weltbekannt sind (eingetragen in das UNESCO-Verzeichnis des Weltkulturerbes). Dubrovnik ist eine der reizvollsten und bekanntesten Städte des Mittelmeerraums.

Burg Medvedgrad in Zagreb
Nurmehr eine Ruine oberhalb der Stadt ist von der früheren Burg Medvedgrad geblieben. Diese war im 13. Jahrhundert erbaut, aber durch zwei Erdbeben in den Jahren 1574 und 1590 fast vollständig zerstört worden. Seitdem wurde sie nicht mehr benutzt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Burg restauriert. Von ihr aus bietet sich ein faszinierender Blick auf Zagreb. 

Korčula 
Der historische Mittelpunkt der Insel, zeichnet sich aus durch seine außerordentlich schöne Lage am Kanal von Pelješac, seine vielzähligen Bau- und Kulturdenkmäler sowie seine reiche Tradition im Bereich von Seefahrt, Schiffbau und Steinmetzhandwerk. Geburtsort des bekannten Seefahrers Marco Polo. Heute ist dort ein bedeutendes Fremdenverkehrszentrum.

Palast des Kaisers Diokletian in Split

Split, die Hafenstadt in Mitteldalmatien, hat ca. 189000 Einwohner. Auf einer Landzunge zwischen dem Ostteil der Kastela-Bucht und dem Kanal von Split gelegen. Den Westteil der Landzunge nimmt der Marjan-Berg (178 m) ein. Die Bergkämme Kozjak (780 m) und Mosor (1330 m) schirmen die Stadt in nördlicher und nordöstlicher Richtung ab und trennen sie vom Hinterland. Mediterranes Klima: heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter. Split ist einer der sonnigsten Orte Europas: im Jahresdurchschnitt gibt es täglich sieben Sonnenstunden (im Juli etwa 12 Stunden). Immergrüne mediterrane Vegetation. Split ist nicht nur Dalmatiens größte Stadt und Kulturmetropole, nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, von wo aus Land- und Seewege zu den zahlreichen dalmatinischen Ferienorten führen, sondern auch ein beliebtes Ziel von Touristen und Ausflüglern. Neben seiner 1700jährigen Geschichte, seiner Vielfalt an archäologischen, historischen und kulturellen Denkmälern, allen voran der berühmte, in die UNESCO-Liste aufgenommene Diokletianpalast, hat Split auch den Reiz einer modernen Mittelmeerstadt.

Römische Arena in Pula
Pula ist die größte Stadt in Istrien.

Sie liegt im inneren Teil einer Bucht, die durch die Inseln Sveta Katarina, Sveti Andrija und Uljanik in drei Hafenbecken geteilt ist.

Pula ist der bedeutendste und größte Hafen in Istrien. Die gut geschützte Bucht zählt zu den besten Naturhäfen an der Adria.

Wegen seiner Größe, der guten Lage, zweier Zugänge (unmittelbar von der See oder durch den Kanal von Fazana) und der flachen Ufer hatte die gut geschützte Bucht von Pula seit jeher eine besondere strategische Bedeutung. Für die Landschaft ist das flache und offene Relief mit einer dicken Schicht Roterde typisch.

Die einstigen Eichenwälder wurden auf niedriges Gebüsch reduziert. In der Umgebung von Pula wurden Kiefern angepflanzt.

Pula ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum mit entwickeltem Schiffbau und ein bedeutendes touristisches Zentrum (Yachthafen). Die Bedeutung Pulas als Verkehrsknotenpunkt für das gesamte Istrien ist insbesondere durch die Modernisierung des Flughafens gewachsen.

Im Jahre 1832 besuchte auch der österreichische Kaiser Franz Ferdinand I. Pula. Das erste für die Bürger und Touristen bestimmte Seebad Bagno Polese, zwischen der kleinen Insel Uljanik und dem Verwaltungsgebäude im Hafen, wurde bereits 1885 eröffnet. Danach wurden das kleine Strandbad "Sakordana" und das Marinebad auf der Insel Sveti Petar eingerichtet, wo nach einem festen Stundenplan zu unterschiedlichen Zeiten Männer und Frauen baden konnten.

Während des Ersten Weltkriegs wurde das Strandbad Zelenika eingerichtet und im Jahre 1936 das Seebad Stoja (Stabilimento bagni di Stoia).

Riviera - das erste moderne Hotel in Pula wurde 1908 eröffnet. Zur Zeit der italienischen Herrschaft gab es einige Hotels: Miramare, Bologna, Milano und Centrale und zwei Sommerkolonien für Kinder: Principe di Piemonte auf Stoja und Sandro Mussolini auf Vargarola. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts waren auch einige Reisebüros in Pula tätig.

Der Tourismus erlebte in Pula seine Blütezeit in den 60ern, als längs der schönen, reich gegliederten Küste mit üppiger Vegetation südlich von Pula die ersten Feriensiedlungen gebaut wurden (Zlatne stijene, Ribarska koliba, Verudela).

Kirchen und andere sakrale Stätten

Die Kroaten nahmen im 8. Jh. das Christentum an und begannen daraufhin, Gotteshäuser zu bauen, die auch noch von einer kompetenten Öffentlichkeit als der bedeutendste kroatische Beitrag zur europäischen Baukunst betrachtet werden. Von Istrien bis Dubrovnik sind herrliche Beispiele dieser Baukunst erhalten: 

Die Kirche des Heiligen Donot (Insel Krk), die Errettungskirche an der Cetina, die Heiligkreuzkirche in Nin, die Kirche des hl. Donat in Zadar, die Dreieinigkeitskirche (Split), die Kirche des Heiligen Dimitrius (Gabrile in Konavle). Später erbaute Kirchen zeigen die Stilelemente auf, die ihrer jeweiligen Epoche entsprechen. Auch hier wurden künstlerische und bauliche Höchstleistungen vollbracht: Die Kathedrale von Trogir, die Kathedrale des Heiligen Tryphon Kotor, im heutigen Montenegro, der Dom in Split Umbau des Diokletian-Mausoleums aus dem 4. Jh. Die Šibeniker Renaissance-Kathedrale, erbaut von Juraj Dalmatinac), sowie die Euphrasius-Basilika in Porec aus dem 8. Jh. mit ihren vergoldeten Mosaiken stehen unter dem Schutz von UNESCO.
Auch die Renaissance-Kathedrale in Hvar und die Kirchenburg der hl. Maria in Vrboska stehen ihnen in nichts an Schönheit nach.

Einige Städte werden so sehr von Ihren Kirchen geprägt, dass wir sie als ihr "Kennzeichen" wiedererkennen (die vier Glockentürme auf Rab, die Kirche des Heiligen Donat in Zadar neben der Kapelle Karls des Großen das größte europäische sakrale Bauwerk des 9. Jh., die Anastasius- und Simeonskirche in Zadar, die mit rotem Backstein gebauten Dome in Cakovo und Osijek).

In Istrien liegen verstreut kleine Kirchlein, die Schatzkammern mittelalterlicher Freskenmalerei (Berom, Fresken des Vincento aus Kastav) und der glagolitischen Schrift sind, die wir neben der lateinischen bis ins 18. Jahrhundert verwendeten.

Die große Anzahl kupferner Zwiebeltürme im kontinentalen Teil zeugen von üppigem Barock. Viele Kirchen in Kroatien sind der heiligen Jungfrau Maria geweiht, unter denen sich die der Heilige Maria Schnee in Belce durch ihren schönen und reichen Barockstil hervorhebt. Echte Heiligtümer sind die Muttergottes von Bistrica, die Muttergottes von Trsat, Unsere liebe Frau von Sinj, Unsere liebe Frau von der Insel - Solin, Unsere liebe Frau von Vocin, Unsere liebe Frau vom Trost - Alimas", Unsere liebe Frau von Remete, die Muttergottes aus Jerusalem. Nur zwei kroatische Heiligtümer sind nicht der Muttergottes geweiht: Ludbreg - das Heiligtum des Allerheiligsten Blutes Christi und die Josephskirche in Karlovac.
Die Mauern der Benediktiner-, Pauliner-, Franziskaner-, Dominikaner- und Jesuitenklöster "bewachen" einen Großteil des gesamten kroatischen Erbes aus Kultur, Wissenschaft und Kunst.

Hauptwerke aus der romanischen Zeit:

  • Anastasiuskathedrale in Zadar (1285)
  • Kathedrale in Split (1214) mit ihren bekannten Holztüren von Andrija Buvina
  • Kathedrale in Trogir mit ihren berühmten Portalreliefs (1240)

Aus der Zeit der Gotik (Beginn erst im 14. Jahrhundert) ist am bekanntesten:

  • Franziskanerkloster in Dubrovnik mit dem Kreuzgang (1327 - 1348)

Aus der Zeit der italienischen Renaissance:

  • Fürstenpalast (15/16. Jahrhundert) mit den schönen Arkaden im Innenhof
  • Palais Sponza (1516 - 1522) beide in Dubrovnik

Universitäten

Kroatien beherbergt zahlreiche renommierte Privat- und staatliche Universitäten und Hochschulen. Zu den größten bzw. berühmtesten höheren Bildungseinrichtungen gehören u.a.:

Kroatische Akademie der Wissenschaften und Künste in Zagreb  
Die Kroatische Akademie der Wissenschaften und Künste ist die höchste wissenschaftliche Einrichtung des Landes und gewissermaßen eine Nachfolgerin der 1866 vom Kaiser Franz Joseph I. gegründeten "Südslawische Akademie". Die Akademie ist für die Bewahrung kroatischer Wissenschaften uind kroatischer Kultur mittels Gesetz verfassungsrechtlich festgeschrieben. 

Ruđer-Bošković-Institut in Zagreb
1950 gegründet, ist das Ruđer-Bošković-Institut das größte interdisziplinäre Institut Kroatiens. Es beschäftigt derzeit etwa 200 Wissenschaftler. 

Universität Split (Sveučilište u Splitu) 
Die 1974 gegründete staatliche Universität von Split breitet sich heute auf etwa 8.600 m2 aus und besteht aus den folgenden Fakultäten:

  • Chemietechnik
  • Elektrotechnik
  • Katholische Theologie
  • Maschinenbau
  • Medizin
  • Ozeanographie
  • Philosophie
  • Seetechnik
  • Wirtschaftswissenschaften
  • Kunstakademie Split

Universität Zagreb (Sveučilište u Zagreb)  
Diese staatliche Universität wurde im Jahre 1669 ins Leben gerufen und stellt heute die größte und älteste Hochschule des Landes dar. Gegenwärtig studieren etwa 52.600 Studenten an ihr. Mit einem Anteil von mehr als 50% der landesweiten Hochschulforschung ist sie zudem eine bedeutungsvolle Forschungsuniversität.

 

Naturschönheiten

In Kroatien stehen bereits 7,5% der Gesamtfläche unter Naturschutz. Dieses Gebiet soll noch einmal verdoppelt werden. Ziel ist es, in Kroatien ein ökologisch weitgehend intaktes Reservat mitten in Europa zu erhalten und neu zu schaffen.

Nationalpark Briuni
Der Nationalpark Brijuni besteht aus 14 grünen Inselchen, die an der Südwestküste Istriens liegen. Mit dem Schiff kommt man direkt aus dem kleinen Ort Fažana zum Nationalpark. Schon zu Zeiten der Römer war dieser Ort eine Sommerresidenz, das zahlreiche Villen, Mosaiken und Überreste antiker Tempel beweisen.

Der Brijuni-Archipel ist der am meisten besuchte Ort Istriens. Mit einer kleinen Bahn fährt man über die autofreie Insel mit dem Zoo. Außerdem befindet sich dort auch Titos Museum. Kap Kamenjak liegt an der Südspitze der Halbinsel Istrien. So wie fünf Finger des griechischen Peloponnes in das Mittelmeer eintauchen, so ersteckt sich ein langer "Finger" des Kap Kamenjak in die Adria.

 

 Elaphitische Inseln
Der Name (von griech. elaphos = Hirsch) bezeichnet ein Archipel aus dreizehn Inseln. Diese liegen zwischen Dubrovnik und der vorgelagerten Halbinsel Peljesac (siehe unten). Die Inseln sind nicht nur bei den Touristen, sondern auch den Einheimischen mehr als beliebt.

Folgende Inseln gehören dazu

  • Crkvine
  • Daksa
  • Jakljan
  • Kolocep
  • Lokrum (von manchen dazugezählt - siehe unten)
  • Lopud
  • Olipa
  • Sipan
  • Sveti Andrija
  • Tajan
  • Ruda

Ausflugsschiffe zu den Elaphitischen Inseln gehen vom Hafen Gruz ab.

Insel Lokrum
Diese Insel liegt in einer Entfernung von ca. 700 Metern gegenüber von Dubrovnik und wird manchmal mit zu den Elaphitischen Inseln gezählt. Hier sind neben einer unbeschreiblich prächtigen Vegetation und dem 10 Meter tiefen Salzsee (Mrtvo more) auch die frühere französische Befestigung "Port Royal", diverse Sakralbauten sowie ein malerischer Naturhafen zu besichtigen. Wer Ausflugsfahrten auf dem Boote zur Insel Lokrum machen möchte, wird vom Alten Dubrovniker Hafen aber auch vom Hafen Gruz ablegen. Boote fahren im Sommer alle 30 und im Frühling sowie Herbst alle 60 Minuten.

Jarun-See
Der Jarun-See, an den Außenbezirken Zagrebs gelegen, wird von einem Naherholungsgebiet umgeben, in das sich die Zagreber gerne zum Entspannen, zum Sport, aber auch zum Feiern zurückziehen. Mittelpunkt dieses Freizeitareals ist besagter See, der sich hervorragend fürs Windsurfen und Rudern eignet. Der See kann über die Straßenbahnen Nummer 5 oder 17 oder mit dem Taxi erreicht werden. 
 

Krka-Nationalpark
Der 1985 gegründete Nationalpark Krka umfasst eine Fläche von rund 110 km². I

n dem Park fließt auf einer Länge von den rund 45 km die insgesamt rund 73 km lange Krka zwischen Knin und Skradin. Etwa 3,5 km nördlich von Knien am Fuße des Dinaridengebirges beim Topoljski buk-Wasserfall ist der Ursprung des Flusses. Ihre Mündung ins Mittelmeer liegt bei Šibenik. In dem Nationalpark findet man etwa verschiedene 860 Pflanzenarten und 220 Tierarten. Hier findet man Bereich der Seen des Flusses eine der größten Fledermauskolonien Europas.

Mljet
Zwischen der Insel Korcula und der Stadt Dubrovnik liegt die Insel Mljet, deren westlicher Teil wegen seiner speziellen landschaftlichen Eigenart zum Nationalpark erklärt wurde. Auch die üppige Pflanzenwelt, die Wälder, die sich bis zum Meer hinziehen, die reiche Fauna und nicht zuletzt die wertvollen Kulturdenkmäler waren ausschlaggebend dafür.

Nationalpark der Plitvicer Seen
Der Nationalpark der Plitvicer Seen wird von 16 Seen gebildet, durch 92 Wasserfälle miteinander verbunden. Wegen seiner einzigartigen Schönheit und seiner reichen Tier- und Pflanzenwelt wurde das Gebiet schon 1949 zum Nationalpark erklärt. 1979 wurden die Plitvicer Seen von der UNESCO in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen.

Naturpark Medvednica
Der Naturpark umschließt einen großen Teil des Gebirgszuges Medvednica, der sich nördlich von Zagreb ausbreitet. Das Sljeme bildet dabei den höchsten Punkt. Vom Zentrum der Stadt aus ist die Medvednica sehr leicht und schnell zu erreichen.

Paklenica
Paklenica ist ein Teil des Velebit, des größten kroatischen Gebirges. Der Nationalpark liegt im Südteil des Gebirges, das zum Meer hin abfällt. Die bis zu 400 m tiefen Schluchten Velika und Mala Paklenica gehören zu den eindruckvollsten Erosionsformen in Kroatien. Die Vegetation mit ihren dichten Wäldern aus Schwarzkiefern und Buchen und die Tierwelt von Paklenica, zu der seltene Insekten, Reptilien und Vogelarten - unter anderem der Gänsegeier - gehören, ist ungewöhnlich. Anica kuk, der 400 m hohe Felsen in dieser Schlucht, ist das beliebteste Bergsteigerziel in Kroatien.

Peljesac
Mit 350 km² ist Pelijesac die zweitgrößte Halbinsel von Kroatien. Einzige Festlandverbindung besteht zu Dubrovnik. Ein Besuch lohnt sich schon allein wegen der prächtigen Vegetation und der Atem beraubenden Landschaft.

Risnjak
Risnjak ist ein Bergmassiv im Gorski Kotar, der waldreichsten Gegend Kroatiens. Seine Gipfel sind bis zu 1528 m hoch. Risnjak wurde zum Nationalpark wegen seiner schützenswerten Vegetation. Der Einfluss von Küstenland, Binnenland, Dinarischen Alpen und den Alpen hat die Pflanzen- und Tierwelt geprägt. Der Name des Gebirges kommt von "ris" - der Luchs, der heute noch hier anzutreffen ist.

UNESCO-Welterbestätten

Altstadt von Dubrovnik

Im 3. Jahrhundert v. Chr. gab es auf der Felseninsel eine illyrische Siedlung und als die Slaven einfielen flüchteten im 6. Jahrhundert viele Bewohner auf die Felseninsel.

Mitte des 6 Jh. wurde der Felsen in den Jahren 550 bis 560 befestigt.

Nachdem die Slawen die Bevölkerung von vom Festland vertrieben hatten, siedelten sie in dieser Stadt und gründeten die Stadt Dubrovnik. Im 12. Jahrhundert wurden die Insel und das Festland verbunden, indem man das trennende Wasser zuschüttete.

Die Herrschaft der Besetzer wechselte häufig, so stand Dubrovnik unter der Herrschaft Venedigs, die Mongolen belagerten die Stadt und verwüsteten das umliegende Land, dann verbündeten sich die Stadt mit Bosnien, erkannte später die Herrschaft der kroatisch-ungarischen Könige an, bis die Stadt selbstständig wurde.
Im Jahr 1416 wurde der Sklavenhandel verboten. Dubrovnik bekam eine Handelsflotte.

Das Erdbeben im Jahr 1667 zerstörte viele Bauten des inzwischen wohlhabenden Stadtstaates.
Im Jahr 1809 kam Dubrovnik wieder unter fremde Herrschaft – den Franzosen und den Österreichern – bis dem Zeitpunkt, an dem Jugoslawien gegründet wurde und gehört jetzt zu Kroatien. Obwohl Dubrovnik unter ständig wechselnder Herrschaft standen, gibt die Stadt ein bemerkenswertes Bild mittelalterlicher Wehrbauten mit Stadtmauern und imponierenden Toren und einem regelmäßigen Straßennetz. In der Stadt findet man Renaissance- und Barockbauten. So sollten die Stadtmauern, die fast 2 km lang sind und eine Breite bis zu 6 m haben, die Promenade, der Fürsten-Palast, die Kirche des heiligen Blasius, die Kathedrale, die Rolandssäule, Klöster, das Zollhaus und das Rathaus besonders beachtet werden.
Die Altstadt Dubrovniks ist autofrei.
Die Altstadt von Dubrovnik wurde im Jahr 1979 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und 1994 erweitert.

 

Altstadt und Palast Kaiser Diokletians in Split

Der Diokletianspalast liegt in der Innenstadt der Hafenstadt Split. Nach seiner Abdankung als römischer Kaiser im Jahr 305 n. Chr. lebte Diokletian in diesem Palast, der nach seinem Tod zu einer Festung umgebaut wurde.
Der Palast nahm eine Fläche von 30000 m² ein.
Um den Palast herum wurden später Gebäude errichtet, so z. B. die Kathedrale, gotische Paläste und Paläste aus der Renaissance und dem Barock. Sehenswert sind das Mausoleum von Diokletian, das heutzutage eine Kirche ist, .der rechteckige Hof mit den Kolonaden, der Jupitertempel u.a.
Die Altstadt und der Palast des Kaisers Diokletians wurden im Jahr 1979 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Ebene von Stari Grad

Die Hafenstadt Stari Grad liegt im Westen der Insel Hvar vor der kroatischen Küste.
Erreichen kann man Stari Grad mit einer Autofähre von Split, Pescara und Ancona aus.
Im 4. Jahrhindert  v. Chr. besiedelten Griechen aus Paros die Insel und hinterließen Mosaike, die man später unter Straßen fand und es gibt Reste einer Stadtmauer, obwohl die Römer im 2. Jahrhundert v. Chr. die Stadt fast vollständig zerstörten. An der südlichen Seite der Bucht, sind Häusern aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie zu finden, die sehr schön restauriert worden sind.
Die Stadt und die Ebene liegen an einer geschützten Meeresbucht. Die Gegend um Stari Grad ist besonders fruchtbar und sie wurde zum Anbau von Wein und Oliven genutzt. Der Anbau ist praktisch seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. also 24 Jahrhunderte lang nicht verändert worden. Die antiken Grenzmarken zeigen, dass das Land streng geometrisch aufgeteilt war. Die Felder sind von Kieferwäldern umgeben.
Die Ebene von Stari Grad wurde im Jahr 2008 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Euphrasius-Basilika und historischer Stadtkern von Porec

Die Stadt Porec liegt an der Westküste Istriens.
In der Altstadt steht die Euphrasius-Basilika, in der frühchristliche und byzantinische Baukunst vereint sind. In der Kirche sollen die Gebeine des heiligen Maurus liegen, der als Märtyrer bei den Christenverfolgungen ermordet wurde.

Seit dem 6. Jahrhundert hat sich an ihrer Form und der Ausstattung mit Alabaster, Perlmutt, Stuck und Marmor kaum etwas verändert. Man kann in der Basilika gut erhaltene Mosaike – so z. B. den Fisch als Christensymbol - bewundern.
Außerhalb der Basilika stehen der Bischofspalast, ein Kapitelsaal, die Taufkapelle.

Fundevon Münzen und älteren Mosaiken aus dem 4. Jahrhundert beweisen, dass es vor der im 6. Jahrhundert entstandenen Basilika eine frühere Kirche am selben Ort gegeben haben muss.

Die Euphrasius-Basilika und der historische Stadtkern von Porec wurde im Jahr 1997 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen 

Kathedrale des Heiligen Jakob in Sibenik

Die Kathedrale des Heiligen Jakob ist ein bedeutendes Renaissancebauwerk in Dalmatien.
Im Jahr 1431 begann man mit dem Bau der Kathedrale, und fertig gestellt wurde sie im Jahr 1535.
Papst Leo XIII. weihte sie im Jahr 1555 ein und ernannte sie zur „Basilica minor“.
Drei Architekten aus Norditalien, Dalmatien und der Toscana bauten an der Kirche, die völlig aus Steinen errichtet wurde.
Am Fries der Kirche wurden steinerne Portraits von Männern, Frauen und Kindern aufgestellt. Für die Kuppel und das Gewölbe konstruierten sie eine bis dahin einmalige Bauweise.
Das ist ein besonderer Ehrentitel und bindet die jeweilige Kirche enger an den Vatikan.
Die Kathedrale des Heiligen Jakob wurde im Jahr 2000 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen

Historische Stadt Trogir

Die Hafenstadt Trogir liegt ca. 25 km westlich von Split, wobei die Altstadt auf einer Insel liegt.

Die Altstadt hat zwei Brücken, eine steinerne zum Festland und eine Brücke mit beweglichem Mittelteil zur daneben liegenden Insel Čiovo.

Die Altstadt war schon im 3. Jahrhundert v. Chr. von Griechen besiedelt. Im 11. Jahrhundert wurde sie bis zum Jahr 1828 Bischofssitz.
Die Sarazenen erobern die Stadt und zerstören einen Großteil, wird aber sehr schnell wieder aufgebaut und es entstanden wunderschöne romanische Kirchen.

Die Besetzer wechselten häufig, so stand Trogir zeitweilig unter venezianischen Herrschaft, die Renaissance- und Barockbauten errichteten, dann gehörte es zu Österreich, zu Frankreich, zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, dann wird es Teil der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien.

Im Jahr 1990 gehört Trogir zum Staat Kroatien. Die von einer Stadtmauer umgebene Altstadt von Trogir ist städtebaulich ein Meisterwerk, in der sich Paläste, eine Festung, Kirchen und Wohnhäuser aus der Romanik, Gotik, Renaissance und des Barocks befinden.
Die historische Stadt Trogir wurde im Jahr 1997 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen

Nationalpark Plitvicer Seen

Der Nationalpark Plitvicer Seen liegt im einem Karstgebiet in Nähe der Grenze zu Bosnien und Herzegowina. Seine Fläche beträgt ca. 297 km².

Die Plitvicer Seen sind im Tal zwischen den Gebirgen Mala Kapela im Westen und Plješevica im Osten entstanden.
Im geschützten Gebiet leben wild noch Bären, Wölfe, Luchse und ca. 50 verschiedene Säugetierarten.

Schmetterlingsarten werden mit ca. 320 angegeben und man zählte 160 verschiedene Vogelarten wisichtete z.B den Steinadler.

Zahlreiche Vögel nisten auch dort. So sind dort auch mindestens 20 verschiedene Fledermausarten beheimatet. Der Fischreichtum in den 14 Seen ist sehr groß und es wurde eine große Anzahl von Amphibien gesichtet, so die europäische Sumpfschildkröte, Nattern und seltene Eidechsarten.

Der Nationalpark Plitvicer Seen wurde im Jahr 1979 in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen und 2000 erweitert.

Stećci - Mittelalterliche Grabsteine

Stećci ist der Plural von Stećak, der einen mittelalterlicher Grabstein einer bestimmten Form beschreibt. Mehr als 58 000 dieser mittelalterlichen Grabsteine gibt es in den verschiedenen Ländern des Balkans.
Zahlreiche Steine findet man in der Herzegowina bei Stolac im Gräberfeld Radimlja. Stolac ist eine 15.000 Einwohner zählende Kleinstadt nahe Mostar.
Größere Ansammlungen dieser Grabsteine gibt es zudem in der Nähe des Blidinje-Sees, der mit einer Fläche von 3,2 km² der größte See von Bosnien und Herzegowina ist.
Eher seltener findet man sie in den weiter entfernten Regionen Kroatiens, Serbiens und Montenegros. Insgesamt wurden 30 Stellen in vier Ländern mit den Grabsteinen von der UNESCO ausgewählt.
Diese Grabsteine stammen aus der Zeit zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert, von denen etwa 6.000 mit Flachreliefs verziert sind, auf denen menschliche Gestalten zu erkennen sind.
Häufig findet man aber auch Szenen aus dem Alltag der damaligen Menschen, der Jagd oder von Ritterspielen sowie Symbole wie Kreuze oder Halbmonde abgebildet. Manchmal sind sie zudem mit Inschriften versehen.
Die von der UNESO ausgewählten Stećci sind grenzübergreifend zu Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Serbien und wurden am 17. Juli 2016 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten eingetragen.

Venezianisches Verteidigungssystem des 15. bis 17. Jahrhunderts

Derartige Verteidigungsbauten schützten zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert zahlreiche Städte der Republik Venedig. Insgesamt wurden sechs Stätten des Verteidigungssystems, das sich auf einer Länge von rund 1.000 km zwischen der Lombardei in Italien und der Ostküste der Adria in Kroatien und Montenegro erstreckt, in das Weltkulturerbe aufgenommen. Diese Festungsanlagen spiegeln die nach der Einführung des Schießpulvers einhergehenden Veränderungen in den militärischen Techniken und Bauweisen wider.
Eine besonders sehenswerte Anlage befindet sich in der etwa 5.500 Einwohner zählenden Stadt Palmanova in der Region Friaul-Julisch Venetien in Italien.
Weitere geschützte Festungsbauten sind die befestigte Stadt von Peschiera del Garda in Italien, die befestigte Stadt von Bergamo in Italien, die Festung Sankt Nikolaus in der Gespanschaft Šibenik-Knin in Kroatien, das Verteidigungssystem von Zadar in Kroatien sowie die befestigte Stadt von Kotor in Montenegro.
Das Venezianische Verteidigungssystem ist grenzüberschreitend zu Italien und Kroatien und wurde auf der Sitzung der UNESCO, die vom 2. bis zum 12. Juli 2017 in Krakau in Polen getagt hatte, in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder

Die alten Buchenwälder der Karpaten (Slowakei) und anderer Regionen Europas waren 2007 in die Liste der UNESCO-Naturerbestätten aufgenommen worden.

Die Karpaten erstrecken sich in erster Linie über Polen, die Slowakei, die Ukraine und Rumänien.

Im Jahr 2011 wurde das Naturerbe um fünf Buchenwaldgebiete in Deutschland erweitert. Die europäische Buche (Fagus sylvatica) ist nur in Europa heimisch und hat für die europäischen gemäßigten Laubwälder eine besondere Bedeutung.

Im Juli 2017 wurde das Welterbe auf der Tagung der UNESCO in Krakau in Polen um 63 Teilgebiete in 10 Ländern erweitert, und zwar in Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowenien, Spanien und der Ukraine.