La Gomera

La Gomera ist vor El Hierro die zweitkleinste der sieben großen Kanarischen Inseln und bringt es auf eine Größe von rund 370 km².

Die etwa 22.300 Einwohner des Eilands, dessen Hauptstadt San Sebastian de La Gomera heißt, leben auf einer Insel, die zu den älteren der Kanaren gehört und in deren Zentrum der größte noch geschlossene Lorbeerwald der Erde steht.

Er gehört mitsamt dem 1.487 m hohen Garajonay zum UNESCO-Weltnaturerbe "Nationalpark Garajonay".ser fast 4.000 Hektar = 40 km² große Nationalpark, der beinahe 10% der Insel bedeckt, setzt sich vor allem aus immer grünem Nebelwald und riesigen Farngewächsen zusammen.

La Gomera ist aber auch berühmt wegen der weltweit nur noch dort bestehenden Pfeifsprache El Silbo, welche die Altkanarier (Guanchen) verwendet haben. Abgesehen von der Hauptstadt San Sebastian de La Gomera (und ihren Hauptanziehungspunkten wie dem Torre del Conde, dem Casa de Colón, der Iglesia de La Asunción und auch dem Luxushotel Conde de la Gomera), bietet La Gomera solche Besuchermagnete wie das kleine verwinkelte Städtchen Agulo an der nördlichen Küste La Gomeras.

San Sebastián
San Sebastián de La Gomera ist die Hauptstadt bzw. der Hauptort der Kanarischen Insel La Gomera (369,76 km²). Die Stadt liegt an der Ostküste der Insel und hat etwa 9.000 Einwohner. Sie ist das wichtigste Tor zur Insel. Dort kommen die Fähren vom Festland und der Nachbarinsel Teneriffa an. Der Flughafen der Insel befindet sich jedoch im Süden der Insel in der Gemeinde Alajeró. Wegen der kurzen Start- und Landebahn können hier jedoch nur kleinere Propellermaschinen (Inselhopper) landen und starten.

Sehenswert ist die Altstadt mit dem alten Wehrturm Torre del Conde und die Kirche La Asunción. Man findet hier den beliebten Strand Playa de La Cueva, der direkt am Hafen liegt und einem Blick auf Teneriffa ermöglicht.

Erwähnenswert ist, dass Christoph Kolumbus (1451-1506) hier 1492 auf seiner Reise nach Amerika anlegte.

Das Valle Gran Rey begeistert mit seiner terrassenförmig angelegten Kulturlandschaft, zu der auch weitläufige Bananenplantagen gehören.
Ein Kernstück der Gegend ist der von César Manrique geschaffene Mirador del Palmerejeo, ein Aussichtsturm mit großen Panoramascheiben. In einem grünen Tal im Norden La Gomeras gelegen, bietet die Stadt Hermigua nahe ihres Stadtteils Santa Catalina außerdem ein wundervolles Meereswasserschwimmbecken und sehr gute Wandermöglichkeiten.

Die Fähren nach La Gomera werden von Balearia, Naviera Armas & Fred Olsen Express angeboten. Sie legen von Häfen auf Teneriffa und La Palma ab und verkehren außerdem zwischen den drei Häfen auf La Gomera (San Sebastián de la Gomera, Valle Gran Rey und Playa Santiago).

Roque de Agando
Der Felsen ist ein Naturdenkmal und besteht aus Phonolith-Gestein, das durch Erosion geformt wurde. In der Nähe befindet sich der Mirador de los Roques, ein bekannter Aussichtspunkt, der einen weiten Blick über die Landschaft bietet. Die Gegend ist Teil des UNESCO-Biosphärenreservats.

Roques de San Pedro, auch bekannt als Roques Pedro y Petra, die als markantes Wahrzeichen über dem Ort Hermigua auf La Gomera thronen. Diese Zwillingsfelsen sind vulkanischen Ursprungs und prägen die Landschaft des Tals.

Beliebte Wanderwege führen an einem Wasserfall vorbei nach El Cedro und auf den 1.453 m hohen Garajonay und zum Lavaschlot Los Organos. Und auch Wale gehören zu den Sehenswürdigkeiten, für die La Gomera bekannt ist - verfügt die Insel doch über eine der größten Walpopulationen der Erde.

Kanaren-Wolfsmilch
Kanaren-Wolfsmilch (Euphorbia canariensis), eine sukkulente Pflanze, die auf den Kanarischen Inseln heimisch ist. Gehört sie zur Familie der Wolfsmilchgewächse und ist keine echte Kakteenart. Vorsicht: Der milchige Pflanzsaft ist giftig, und Hautkontakt sollte vermieden werden.