El Hierro

El Hierro wurde früher Ferro und auch Isla del Meridiano genannt und ist die kleinste sowie westlichste der sieben "großen" Kanarischen Inseln.

Bis in das 15. Jahrhundert hinein hatte man El Hierro daher für das Ende der Welt gehalten.

Das 268,71 km² große Eiland wird von etwa 10.600 Menschen bewohnt und ist wegen der etwas komplizierten Erreichbarkeit und der Abwesenheit typischer Badestrände bei Pauschaltouristen eher weniger beliebt.

Doch hat die Inselregierung in den vergangenen Jahren (erfolgreiche) Versuche unternommen, die interessanten und vielseitigen Landschaftsformationen der Isla de la tranquila diferencia (= Insel der besinnlichen Andersartigkeit) zu bewerben. Dabei dürfte auch behilflich gewesen sein, dass sie im Jahre 2000 zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt wurde.

Neben der landschaftlichen Vielfalt, den Lavatunneln der Cueva de Don Justo, den Felsgravuren Los Letreros und den Miradores mit ihren herrlichen Aussichten lockt auch eines der kleinsten Hotels der Welt in Las Puntas. Es verfügt über gerade einmal vier Zimmer.

Die Hauptstadt der Insel, Valverde, ist eher dörflich geprägt, besticht aber u.a. durch das Archäologische Museum, das Rathaus (Ayuntamiento) aus den 1930ern, die Ermita de Santiago - den ältesten Kirchbau der Insel - und durch die dreischiffige Hauptkirche Santa María de la Concepción, die auf das 18. Jahrhundert zurückgeht. Im Westen der Insel, in der Nähe des Santuario de la Virgen de los Reyes, breitet sich El Sabinar aus, ein Wald, zu dem auch die Sabinar-Bäume gehören.
Erwähnenswert ist der gleichnamige Vulkan, der im Jahr 2011 verstärkte Aktivitäten zeigte.

Stromversorgung
Seit dem Jahr 2012 kann sich die Insel komplett selber mit Strom versorgen. Dabei werden ca. 80% des Strombedarf mittels Windräder und der Rest durch Solarzellen gedeckt.
Wegen der Höhenunterschiede auf der Insel kann zeitweilig überschüssiger Strom mit Hilfe eines Wasser-Pumpspeicherwerks indirekt gespeichert werden.

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