Trinidad Tobago: Tiere

Inhaltsverzeichnis

Säugetiere
Auf Trinidad und Tobago zusammen kommen etwa 110 Säugetierarten vor. Z.B. Agutis. Sie sehen aus, wie riesenhafte Eichörnchen. Sie werden bis 60 cm lang und fast 5 kg schwer.

Agutis
Das in Trinidad beheimatete Goldaguti ist zwar rotbraun gefärbt, aber sein Fell zeigt im Sonnenlicht einen goldenen Schimmer.

Rotschwanzhörnchen
Das Rotschwanzhörnchen ist ein naher Verwandter des Eichhörnchens, es hat die selbe größe und zeigt ein sehr ähnliches Verhalten. Der Körper ist dunkelbraun bis schwarz aber Brust und schwanz sind rotbraun.

Fledermäuse
Unter den 60 Fledermausarten Trinidads sind auch die berüchtigten Vampirfledermäuse. Sie ernähren sich vom Blut schlafender Säugetiere. Da sie nicht auf denen landen können, ohne in Gefahr zu laufen sie aufzuwecken, landen sie etwa 1 m entfernt und legen den rest der Strecke zu Fuß zurück. Danach ritzen sie oberflächliche Blutgefäße mit ihren Rasiermesserscharfen Zähnen an. Da ihr Speichel Blutgerinnung verhindert und die Wunde lokal betäubt, können sie das austretende Blut mit ihrer Röhrenförmigen Zunge auflecken. Da sie selten auch Menschen befallen, ist eine Tetanusimpfung empfehlenswert.

Brüllaffen
Brüllaffen Auf die Regenwälder beschränkt sind Affen, wie der Brüllaffe. Sein Schrei ist tief und durchdringend. Er hat als einziges Säugetier einen Kehlsack, der als Schallverstärker funktioniert. Sein natürlicher Feind ist der Ozelot.
Er ist Baumbewohnend und hat ein gelbes Fell mit schwarzen Flecken.


Ozelot
Der Ozelot (Leopardus pardalis) ist Raubtierart aus der Familie der Katzen (Felidae) und der Gattung der Pardelkatzen (Leopardus).
Die Grundfärbung des Fells variiert an der Oberseite von gräulich über gelblich-braun bis orange, wobei die Bewohner von Regenwäldern eher orange- oder ockerfarben gefärbt sind, während die Tiere der trockenen Regionen meist grau gefärbt sind. Die Unterseite der Tiere ist meist weißlich gefärbt. Dazu ist es mit schwarzen, streifenförmig angeordneten ring- oder rosettenartigen Flecken bedeckt. Das Innere der Flecken ist etwas dunkler als die Grundfarbe des Fells. Ihre Kopf-Rumpflänge variiert von 55 bis 100 cm - bei einer Schwanzlänge zwischen 30 bis 45 cm. Ihr Gewicht liegt zwischen 11 und 16 kg.
Sie sind nachtaktive Einzelgänger und ernähren sich u.a von Stachelratten, Neuweltmäusen und Baumstachler, Beutelratten, Baumwollschwanzkaninchen, aber auch von Nasenbären, Brüllaffen, Faultieren, Tamanduas und Spießhirschen. Aber auch Vögel und Reptilien wie Leguane, Schildkröten oder Schlangen, Amphibien und Fische stehen auf ihrem Speiseplan.
Man findet die Katzen vom Süden USA bis zum nördlichen Argentinien.
Auch auf der Insel Trinidad findet man ihn.

Paka
Das Paka ist ein bis zu 10 kg schweres Nagetier. Seinen Rücken ziehren merere Reihen aus weißen Punkten auf hellbraunem Fell. Es wird seines Fleisches wegen gejagt.

Reptilien und Amphibien

Abgottschlange
Die Abgottschlange (Boa constrictor) erreicht Größen zwischen 3 und 4 m und ernährt sich von kleineren und größeren Säugern sowie von Vögeln und Reptilien.
Die Beute wird dabei umschlungen und durch das Zusammenziehen der Muskeln erwürgt.
Man findet die Schlange in Argentinien, Belize, Bolivien, Brasilien (Amapá, Pará, Rondonia, Bahia, Sergipe, Amazonas, Pará, Pernambuco, Distrito Federal, São Paulo, Rio de Janeiro, Paraná, Piauí, Mato Grosso, Goiás, S Ceará, Rio Grande do Norte)
in Costa Rica, El Salvador, Französisch Guyana, Guatemala, Honduras, Kolumbien (Valle del Cauca).
Weiterhin in Mexiko (Yucatan, Tamaulipas, San Luis Potosí, Quéretaro, Veracruz, Puebla, Jalisco, Morelos und Hidalgo), in Nicaragua, Panama, Paraguay.
Auch in Peru (Pasco), Surinam und Venezuela (Merida, Isla Margarita), sowie in Florida/USA - wo sie ausgesetzt wurde - ist die Schlange beheimatet.
Auf Trinidad, Tobago, Martinique, Aruba und Antigua findet man sie auch.
Von der Schlange gibt es folgende Unterarten:
- Boa constrictor amarali
- Boa constrictor constrictor
- Boa constrictor nebulosa
- Boa constrictor occidentalis
- Boa constrictor orophias
- Boa constrictor ortonii
Eine ausführliche Beschreibung der Schlange finden Sie bei Goruma hier >>>

Anakonda
Die Große Anakonda (Eunectes) kann in seltenen Fällen über 9 m lang werden und ist damit neben dem Netzpython die größte Schlange weltweit. Ihre Beute wird dabei umschlungen und durch das Zusammenziehen der Muskeln erwürgt bzw. zerquetscht
Sie kann durchaus auch für den Menschen lebensbedrohend sein. Die Große Anakondo findet man außer hier auf Trinidad und Tobago noch in Brasilien, Ecuador, Französisch Guayana, Guyana, Kolumbien, Nord Bolivien, Paraguay, Nordost-Peru, Surinam sowie in Venezuela.
Eine ausführliche Beschreibung der hiesigen Großen Anakonda finden Sie bei Goruma hier >>>
Insgesamt gibt es von der Gattung Anakonda folgende vier Arten:
- Eunectes beniensis (Beni-Anakonda)
- Eunectes deschauenseei (De-Schauensee-Anakonda)
- Eunectes murinus (Große Anakonda)
- Eunectes notaeus (Gelbe Anakonda )

Agakröte
Die Agakröte frißt praktisch alles, was kleiner ist als sie. Selbst vor Säugetieren und Vögeln macht sie nicht halt. Sie bestitzt Giftdrüsen hinter den Augen, die ihre Haut giftig machen. Das ist eine hervorragende Abwehr gegen Fressfeinde. Sie wurde zur Ungeziefervernichtung in viele Länder eingeführt, wo sie sich unkontrolliert vermehrt. Vor allem im tropischen Asien ist sie mit ihrem großen Appettit zum Problem geworden.
Der Krokodilkaiman in den Flüssen Trinidads ist grau und wird bis zu 2 m lang. Das nächstkleinere Reptil auf Trinidad (nicht auf Tobago) ist der Goldteju. Er wird lediglich 40 cm lang und hat eine goldgelbe Grundfärbung mit blauschwarzen Streifen. Er ist ein Allesfresser. Auch Skinks und Geckos sind zahlreich vertreten. Der größte Leguan seiner Gattung ist der grüne Leguan mit 2,20 m Länge. Er lebt in Bäumen bis zu 20 m Höhe und ernährt sich vegetarisch. Vielerorts wird er wegen seines Fleisches gejagt.

Gartenboa

Giftschlangen

Auf Ttrinidad kommen die folgenden drei sehr giftigen, aber schön anzuschauende Korallenschlangen vor.
- Trinidad Korallenschlange (Micrurus circinalis)
- Südamerikanische Korallenschlange (Micrurus lemniscatus)
- Gewöhnliche Lanzenotter (Bothrops atrox)

Vögel

Der Nationalvogel Trinidads ist der rote Sichler. Ein roter Ibis, mit langem, gebogenem Schnabel. Der Mot-Mot ist ein wenig scheuer Vogel, weshalb er auch aus der Nähe beobachtet werden kann. Er ist etwa 40 cm groß, hat einen blauen Kopf, einen roten Körper und einen Pfeilförmigen Schwanz. Es gibt etwa 20 Kolbriarten auf Trinidad. Diese kleinen Vögel schlagen etwa 80 mal in der Sekunde mit den Flügeln. Deshalb haben sie einen unglaublichen Energieverbrauch und müssen praktisch ständig Nektar saugen. Ein besonderer Vogel ist der Ölvogel. Er ist 45 cm groß, rotbraun, nachtaktiv und verfügt über ein Sonarsystem, ähnlich dem von Fledermäusen. Da er seine Jungen mit den Samen der Ölpalme füttert, wiegen sie bald mehr, als ihre Eltern. 16 Pinguinarten kommen vor, unter ihnen der Kaiserpinguin, der der größte Pinguin der Welt ist. Auch der Eselspinguin kommt auf Trinidad und Tobago vor. Ihm steht links, wie rechts ein gelbes Federbüschel vom Kopf ab. Äußerst Artenreich sind die Tinamus vertreten. Sie sind Laufvögel und werden etwa Hühnergroß. Obwohl die Grundfarbe aller Arten braun ist, haben manche eine rote, oder gelbe Brust, oder eine weiße Brust, nach denen sie dann auch benannt werden. Da der Inselstaat weite Küstenstreifen hat, kommen hier besonders viele Seevögel vor. Der Fregattvogel ist ein großer Seevogel mit einem auffälligen, roten Kehlsack. Er heißt so, weil er andere Seevögel, wie Möven und Pelikane so lange attackiert, bis sie gefangene Fische fallenlassen, die der Fregattvolgel im Flug auffängt. Guane gehören zu den Hühnervögeln und fliegen daher nicht häufig. Trotzdem sind sie oft auf Bäumen anzutreffen. Sie haben verlängerte Schwanzfedern, und sind oft kräftig gefärbt. Etwa 40 Arten kommen in Trinidad vor. Fälschlicherweise als Sumpf- oder Teichhühnchen werden die 48 Rallenarten Trinidads bezeichnet. Alle besitzen eine Art Schild aus Federn der selben Farbe wie ihr Schnabel vorne am Kopf und haben sehr Lange Beine mit ebenfalls langen Zehen. Obwohl sie keine Schwimmhäute haben, können sie gut Schwimmen. Der Nationalvogel Tobagos ist der Chachalaca. Er ist nach dem Laut benannt, den er ausstößt. Er ist mit den Fasanen verwandt, etwa 60 cm lang und hat einen braunen Kopf, rote Flügel und einen dunkelblauen Schwanz. Insekten, Spinnen Auf Trinidad kommt der größte Käfer der Welt vor, der Herkuleskäfer. Der Körper des Männchens wird etwa 15 cm lang, wozu sich noch ein knapp 3 cm langes Horn gesellt, dass aus seinem Kopfschild wächst. Auffällig ist auch der Harlekin Bockkäfer. Er ist hauptsächlich schwarz mit rötlichen Streifen auf dem Rücken. Wie alle Bockkäfer hat er immens lange, nach hinten gebogene Fühler. Dazu sind seine Vorderbeine so lang, dass ihre Spannweite seine Körperlänge um mehr als das zweifache übertrifft. Ein Ökologisch wichtiges Tier ist der von den Einheimischen "Bess Beetle" genannte Holzkäfer. Er frißt sich durch totes Holz, obwohl er es nicht selber verdauen kann. Auf seinen Kothaufen gedeiht jedoch ein Pilz, welchen er anschließend verzehren kann. Verschiedenfarbige Fangschrecken lauern gut getarnt in den Wäldern auf Opfer. Als Opfer wird alles betrachtet, was die gleiche Größe, wie das Tier hat, oder kleiner ist. Auch Artgenossen werden nicht verschmäht. Außerdem kann man die berühmten Blattschneiderameisen bewundern, die unermüdlich Scheiben aus Blättern schneiden und diese in ihren Bau transportieren. Hier werden die Blätter zerkaut und ein Pilz auf ihnen kultiviert, von dem sich der gesamte Staat ernährt.

Unterwasserwelt

Die Lederschildkröte ist mit etwa 2,50 m und 500 kg Gewicht die Größte Meeresschildkröte der Erde. Sie kommt an die Strände Trinidads um ihre Eier abzulegen. Nach dem Schlüpfen beginnt für die Jungen der Wettlauf zum Wasser. Von 100 Geschlüpften Schildkröten schafft es durchschnittlich nur eine ins Meer.
Herrliche Korallen liegen gut sichtbar unter der Wasseroberfläche im Buccoo-Riff. Dazwischen finden sich Rotfeuerfische, grell gefärbte, kleine Muränen, leuchtende Garnelen und Unmengen Seeigel und -sterne.
Etwas weiter draußen schwimmen Delfine, Mantas und kleine Haie. Obwohl Mantas auch Teufelsrochen genannt werden, sind sie friedliche Planktofresser mit eingerollten Hautlappen am Mund, die Hörnern ähnlich sehen. Sie dienen ledliglich dazu die Wasserströmung am Kopf in den Mund zu lenken. Ein Tauchgang neben einem schwarz weißen Riesen mit 3 m "Flügelspannweite" ist ein unvergessliches Erlebnis.
Vor der Küste Tobagos kommen sehr große Fische vor, die von Sportfischern gefangen werden. Dazu gehört der Tarpon, dieser über 100 kg schwere Fisch kann sein Maul soweit aufklappen, dass es fast so groß ist, wie sein Kopf. Auf diese Weise saugt er andere Fische hinein. Die beiden Gold- bezw. Königsmakrelenarten können bis zu 2 m groß werden. Die Goldmakrele hat einen runden Kopf, und wird nach hinten hin immer schmaler.
Der Gelbflossen-Thun wird vor Tobago oft 50 kg schwer und ist für seine langen gelben, sensenblattförmigen Flossen am Anfang des Schwanzstiels bekannt.
Segelfische kommen in allen Weltmeeren vor, unverkennbar sind sie durch hohe Rückenflossen und den spitzen "Schnabel". Ihre blaue Rückenflosse ist ausfaltbar, wie ein Sonnensegel. Der Snook gilt mit seiner Länge von 1,20 m als Herausforderung unter Sportfischern. Er hat anscheinend ein großes Talent, Angelschnüre zu zerstören.

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