Leuchtturm von Alexandria

Der frühere Leuchtturm von Alexandria gehört zu den 7 antiken Weltwundern, von denen heutzutage aber nur noch die Pyramiden von Gizeh in Ägypten erhalten sind.
Mit dem Bau des Leuchtturms von Alexandria  wurde im Jahr 300 v. Chr. unter der Leitung des Baumeisters Sotratos aus Knidos begonnen.

Um 280 v. Chr. war der Bau abgeschlossen.

Zu dieser Zeit regierte in Ägypten der Pharao Ptolemaios I. (360-283), der erste Vertreter aus der griechisch-makedonischen Herrscherdynastie der Ptolemäer.

Der Turm erhielt seinen Platz auf einem Riff neben der Insel Pharos vor der Stadt Alexandria an der Mündung des Nils ins Mittelmeer. Noch heute heißt der Leuchtturm, ausgehend von dem Namen dieser Insel, im Lateinischen "pharus" und im Spanischen und Italienischen "faro".

Dieser Leuchtturm als Zeichen für die Orientierung von Schiffen war damals der erste seiner Art weltweit. Mit dem Bau der Stadt Alexandria war übrigens im Jahr 331 v.Chr., nach Plänen Alexander III. des Großen (356-323) begonnen worden.

Der Leuchtturm war bis zu seiner Spitze wahrschenlich fast 140 m hoch.

Der untere etwa 70 m hohe Teil des Turms stand auf einer Fläche von rund 30 x 30 m und besaß die Form eines sich nach oben verjüngenden Quaders. Auf seiner oberen Plattform stand achteckiger und ca. 34 m hoher zweiter Turm (Oktaeder) mit einem Durchmesser von ca. 11 m, auf dessen oberem Abschluss sich ein Rundgang befand. An dieser Stelle war auch die etwa 8 m hohe Leuchtanlage montiert.

Zur Lichterzeugung wurden Öl, Pech und Baumharze verbrannt. Das auf diese Weise entstehende Licht wurde mittels eines aus Kupfer gefertigten Hohlspiegels, der von Archimedes gefertigt worden war, gebündelt. Über dem zweiten Teil des Turmes befand sich ein kegelförmiges Dach, dessen Abschluss eine 7m hohe Zeusstatue aus Bronze bildete.

Der untere Teil des Turmes war in 14 Gewölbe unterteilt wobei eine Art Rampe nach oben führte, die Platz für Maultiere u.ä. hatte. In der Mitte des Turmes gab es eine Art Schacht, in dem mit Hilfe von Seilwinden Lasten von unten nach oben befördert werden konnten. Die Außenseite des Leutturms war mit strahlend weißem Marmor verkleidet, so dass er auch am Tag weithin sichtbar war. in der Nacht soll man das Feuer bis zu einer Entfernung von ca. 20 Seemeilen gesehen haben.

Der Turm überstand nach seiner Fertigstellung nahezu 1.000 Jahre unbeschädigt. Auf Grund eines starken Erdbebens wurde er aber im Jahr 766. n. Chr. erheblich beschädigt. Die endgültige Zerstörung des Turms fand wohl im 14. Jahrhundert auf Grund weiterer Beben (wahrscheinlich 1303 und 1323) statt.

An der Stelle seines damaligen Standortes erbaute im Jahr 1477 n. Chr. der Mameluken-Sultan Kait Bey auf den noch erhaltenen Fundamenten des Turms die noch heute existierende Festung "Fort Kait Bey".

Nach- bzw. Neubau
Es gibt ernst zu nehmende Pläne, den Leuchtturm nach alten Zeichnungen bzw. Abbildungen in alter Form und Pracht neu zu errichten.