Trier: Sehenswürdigkeiten

Besondere Plätze, Straßen und Viertel

Hauptmarkt von Trier
Im historischen Stadtkern Triers befindet sich der zentrale und große Platz, der im Jahre 958 von Erzbischof Heinrich I. mit dem Marktkreuz als Hohheitssymbol ausgestattet worden war und an dem heute alle wichtigen Geschäftsstraßen zusammentreffen. Im Mittelalter als Platz für den Warenverkauf und den Handel fungierend, hat er zum größten Teil seine historische Marktumbauung erhalten können. Diese besteht aus wundervollen Beispielen der Renaissance, des Barock, des Klassizismus und des Späthistorismus.
Unter den Repäsentativgebäuden, welche sich hier um den Hauptmarkt anordnen, gehören neben dem besagten Marktkreuz bspw. die Hauptwache, das ehemalige und im Sil der Neo-Renaissance gehaltene Domhotel, der Petrusbrunnen, die Steipe, der Pranger, das Rote Haus und die Kirche St. Gangolf. Diese und andere Sehenswürdigkeiten Triers sind weiter unten detallierter beschrieben.
Übrigens
Vom Hauptmarkt aus kann man über die Judenpforte in das jüdische Viertel von Trier treten. In jedem Jahr im Dezember findet der Trierer Weihnachtsmarkt statt. Er breitet sich dann auf dem Hauptmarkt aus.

Judengasse, Judenpforte
Die so genannte Judengasse von Trier kann man am Hauptmarkt über die Judenpforte betreten, einem Bauwerk von ursprünglich 1219, das 1607/1608 umgebaut wurde, darüber befinden sich Renaissancehäuser von 1600. Die Gasse war das mittelalterliche Zentrum des einstigen jüdischen Viertels von Trier, das ein erstes Mal im 11. Jahrhundert erwähnt wurde.

Petrisberg
Der einst „Martinsberg“ genannte Petrisberg besticht durch die zahlreichen Aussichtspunkte, die einen grandiosen Blick über das schöne Trier gewähren. Der berühmteste dieser Orte ist derjenige oberhalb des Amphitheaters. Neben wundervollen Ansichten der Stadt erhält man von dort zudem einen Überblick über das Moseltal. Neben u.a. dem Wasserturm, dem Kloster Sankt Klara, dem modernen Wissenschaftspark und dem Hotel Petrisberg, das schon Willy Brandt oder Helmut Schmidt als Gäste begrüßen durfte, ist der Petrisberg aber auch wegen der Sickingenstraße (= oberhalb des Amphitheaters) begehrt.
Hier beginnt der Trierer Weinlehrpfadpfad, ein Weg, der quer über die Weinberge zum Stadtteil Olewig

Weinlehrpfad

Dieser kulturelle Pfad steht in engem Zusammenhang mit Triers Bedeutung als klassisches Rieslinganbaugebiet und beginnt oberhalb des Amphitheaters. Wer sich interessiert, kann an ihm entlang Informatives über den Anbau der Weinstöcke und das große Danach erfahren.

Zurlauben

Eine pittoresque kleine Straßenzeile erreicht man direkt am Moselufer (= Zurlaubener Ufer) unweit der Kaiser-Wilhelm-Brücke. Neben den teilweise aus dem beginnenden 19. Jahrhundert stammenden wundervollen Häusern und dem Charme eines alten Fischerdörfchens lohnt sich insbesondere ein Besuch der lebendigen Gastronomieszene.

Besondere Bauwerke

Alte Krahnen (Trierer Moselkran), Zollkran
Dieser Steinturmdrehkran aus dem Jahre 1413 erlebte im Laufe der Jahrhunderte mehrere Umgestaltungen und musste nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg 1950 wieder vollständig instandgesetzt werden. Das robuste und v.a. seltene Bauwerk ist nicht nur ein industrielles, sondern auch ein kulturhistorisches Wahrzeichen von Trier. Der Kran gehört zu den ältesten Hebeeinrichtungen dieser Art im ehemals deutschsprachigen Raum. Im Jahr 1777 wurde nur wenige 100 m entfernt nach diesem Vorbild der "Zollkran" errichtet.

Amphitheater von Trier

Das Trierer Amphitheater unterhalb des Petrisberges wurde in der Römerzeit um das Jahr 100 erbaut und konnte nach dem Abschluss der Bauarbeiten etwa 20.000 Zuschauer fassen. Das Amphitheater war ein Bestandteil der römischen Stadtmauer und diente als westliches Stadttor von Trier. Es bot den Einwohnern der Stadt neben Ankündigungen insbesondere römische Unterhaltung nach dem Motto „Panem et Circenses“ (= Brot und Spiele) und verfügte über einen Süd- wie einen Nordausgang. Besonders sehenswert ist der noch immer sehr gut erhaltene Boden. Seit 1986 steht das Amphitheater auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
Tipp!
Wer in die Zeiten der Römer zurückreisen möchte, kann sich in den Sommermonaten einer der vielen Führungen anschließen und sich von dem Gladiator Valerius viel erzählen lassen. Gladiatorenkämpfe finden auch statt, wenn auch nicht mit einem solch unausweichlichen Ende wie zu Römerzeiten. Manchmal, wenn auch selten, werden Konzerte, Musicals und andere Veranstaltungen im Theater aufgeführt.

Dreikönigenhaus
Dieses frühgotische Wohnhaus in der Nähe der Porta Nigra entstand einst im Jahre 1230 aus einem romanischen Wohnturm.
Interessant ist, dass der Haupteingang zum Hause in der ersten Etage lag und nur nur über eine Zugtreppe erreicht werden konnte. Da sich die Bewohner selbst verteidigen mussten, wurde der Zugang so gewählt, dass diese Zugtreppe wurde in gefährlichen Situationen hochgezogen werden konnte. Der Namen stammt von einem Gemälde der Epiphanie, das einst in diesem Haus angebracht war. Nach einem kompletten Umbau des Bauwerks im 19. Jahrhundert erfuhr es 1938 und 1973 liebevolle Sanierungsarbeiten.

Exzellenzhaus (kurz: ExHaus)

Ursprünglich zum Kloster St. Marien gehörend, wurde es nach der Säkularisierung von den Truppen Napoléons als Kaserne und nach 1815 von der preußischen Armee verwendet. Nachdem es nach dem Zweiten Weltkrieg stark verfallen war, wandelte es die Stadt Trier im Jahre 1972 in ein Jugendzentrum um. Im Jahr 1983 musste es erneut saniert werden und beherbergt heute noch immer ein sich selbst verwaltetes Jugend- und Kulturzentrum.

Frankenturm

Dieser einst fünf Stockwerke zählende wehrhafte Wohnturm nahe dem Hauptmarkt wurde im 11. Jahrhundert errichtet. Benannt wurde er nach einem Bewohner aus dem 14. Jahrhundert, der Franco von Senheim hieß. Wie beim Dreikönigenhaus lag auch hier der Eingang etwas erhöht und konnte nur über eine Holztreppe erreicht werden, die im Verteidungsfalle hochgezogen wurde. Der Frankenturm stand lange Zeit leer und wird seit dem Jahre 2006 renoviert. Nach seiner Fertigestellung im April 2007 dient er als kultureller Veranstaltungsort.

Französisches Offizierscasino

Das größte Gebäude am Trierer Kornmarkt wurde zwischen 1824 und 1825 im klassizistischen Stil erbaut und 1944 zerstört. Den Namen erhielt das Bauwerk, weil sich danach bis 1999 die französischen Besatzungssoldaten hier tummelten und es als Casino nutzten. Heute fungiert es v.a. als Gastronomiezentrum und bietet 2.500 m2 Nutzfläche.

Hochbunker

Am Augustinerhof steht ein nie vollendeter Bunker, der 38 Meter hoch über der Erdoberfläche liegt und unter Denkmalschutz steht. 1942 errichtet, war er dazu gedacht, den Trierer Beamten und Zivilisten Schutz vor den Bombardements der Alliierten zu geben. 1980 und 2005 saniert, besticht er durch seine ungewöhnlichen Rundbögen, die dafür sorgen, dass der Bunker oftmals für ein original römisches Bauwerk gehalten wird.

Römerbrücke (Moselbrücke)
Die älteste Brücke Deutschland führt natürlich über die Mosel. Ihr Vorgängerbau geht noch auf eine Steinbrücke aus dem Jahre 45 zurück. Die heutige Römerbrücke beinhaltet mit ihren Pfeilern die ältesten Bestandteile des Brückenbaus. Diese stammen aus der Zeit zwischen 144 und 152.

Igeler Säule
Seit 1986 steht die 23 Meter hohe Igeler Säule - ein außergewöhnliches römisches Grabmal - auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Das aus rotem Sandstein um das Jahr 250 errichtete Bauwerk geht auf die Brüder Lucius Secundinius Aventinus und Lucius Secundinius Securus zurück und wurde mit zahlreichen Reliefs verziert. Wer es nicht schafft, die Säule im Original zu bewundern, kann mit einer Rekonstruktion vorlieb nehmen, welche im Rheinischen Landesmuseum von Trier zu sehen ist.

Karl-Marx-Haus

Am 5. Mai 1818 wurde Triers berühmtester Einwohner in diesem Hause in der heutigen Brückenstraße 10 geboren. Die Eltern des später so bekannten deutschen Philosophen und Autoren hatten das Haus am 1. April 1818 gemietet, zogen aber schon im Oktober des Folgejahres in das heute als „Karl-Marx-Wohnhaus“ bekannte Bauwerk in der Simeonstraße 8 um. Das Karl-Marx-Haus fungiert seit 1947 als Museum und beinhaltet mehrere Ausstellungsräume, in denen Exponate zu Leben und Werk von Karl Marx zu sehen sind. Seit 2005 sind auch geschichtliche Ausstellungsstücke zum Thema Kommunismus im Museum beheimatet.

Mariensäule
Dieses 40 Meter hohe Denkmal wurde zu Ehren der Heiligen Maria, der Muttergottes, aufgestellt und thront seither auf dem 300 Meter hohen Markusberg über dem Moseltal. Zwischen 1854 und 1866 baute man an der Konstruktion aus Sandsteinquadern. Diese Materialien sind zum Teil aus einer römischen Mauer entnommen worden. Die Säule verfügt über eine Aussichtsplattform, welche aber leider seit langem nicht betreten werden darf.

Marktkreuz

"Henricus archiepiscopus Treverensis me erexit" (= Der Trierer Erzbischof Heinrich hat mich errichtet) steht auf dem Trierer Marktkreuz, dem religionspolitischen Hoheitszeichen und Friedens- und Rechtsmal von Trier. Anscheinend ist es auch das älteste noch erhaltene mittelalterliche Marktkreuz von Europa. Es wurde 958 vom Erzbischof Heinrich I. auf dem Trierer Hauptmarkt aufgestellt, weist aber auch Elemente aus der Zeit der Karolinger auf.

Petrusbrunnen

Der Petrusbrunnen befindet sich im südlichen Bereich des Hauptmarktes. Er wurde zwischen 1594 und 1595 erbaut und auf seiner Spitze mit der Figur des Petrus ausgestattet, des Schutzheiligen Triers. In den 1980ern und im Jahre 2004 saniert und mit neuer Farbe versehen, erhält die Petrusfigur einmal jährlich mit Beginn des Trierer Altstadtfestes einen Strauß Blumen angehaftet.

Porta Nigra
Das „Schwarze Tor“ gilt als eines der am besten erhaltenen Stadttore der Antike. Es wurde aus grauem Sandstein errichtet und verfügt über zwei rechteckige, jeweils viergeschossige Türme. Diese gehörten einst zu den römischen Befestigungsanlagen. Von ihnen konnte man die unglücklichen Angreifer mit siedendem Öl, Teer oder einfach mit Steinen kämpferisch erfreuen. Von der Porta Nigra, welche seit dem 11. Jahrhundert als Kirche gedient hatte, hat man einen fabelhaften Ausblick über Trier.

Pranger

Im südlichen Teil des Trierer Hauptmarktes steht der Pranger, eine einst römische Granitsäule, die ihren Namen ihrer Funktion verdankt, welche sie ab dem Jahre 1200 ausübt hatte. Der Besucher kann noch heute die vier Löcher ausmachen, an denen im Mittelalter die Ketten mit ihren Halseisen und Fußfesseln angebracht gewesen waren. Ein Pranger war ein Strafmittel. An einen Pfosten oder eine Säule (oder einfach an Ketten, die in einer Wand befestigt waren) wurde der jeweilige Delinquent gefesselt und öffentlich vorgeführt. Bis zum 13. Jahrhundert wurden Pranger hauptsächlich zur Folter und zur Prügel verwendet, dienten aber ab dem 13. Jahrhundert v.a. zur Vollstreckung von Ehrenstrafen. Darüber hinaus waren Pranger auch immer Zeichen einer eigenen Gerichtsbarkeit.

Rotes Haus
Dieses Haus steht am Hauptmarkt von Trier. Das von Wolfgang Struppeler erbaute Gebäude war das Haus des Bäckeramtsmeisters und Domsekretärs Johann Wilhelm Polch und wird das Rote Haus genannt.
Das Haus ist nicht zuletzt wegen des Spruches an seiner Fassade berühmt, der die legendenhafte Gründung Triers durch de, bereits oben erwähnten, noch legendenhafteren Trebeta, beschreibt. Dort steht zu lesen:

ANTE ROMAM TREVIRIS STETIT ANNIS MILLE TRECENTIS. PERSTET ET ÆTERNA PACE FRVATVR. AMEN
Eher als Rom stand Trier eintausend und dreihundert Jahre. Möge es weiter bestehen und sich ewigen Friedens erfreuen

Sankt Georgsbrunnen (Georgsbrunnen)
Der Georgsbrunnen zählt zu den prächtigsten Rokokobrunnen von Deutschland und steht auf dem Kornmarkt in der Trierer Altstadt.
Baubeginn des Brunnens, dessen Spitze etwa 11 Meter hoch ist, war in der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Steipe
Der Anfang diese am Hauptmarkt von Trier errichteten Bürgerhauses geht auf das Jahr 1430 zurück, das nach rund fünfzigjähriger Bauzeit 1483 eingeweiht wurde. Während des Krieges wurde das Gebäude im Jahr 1944 zerstört und 1970 wieder aufgebaut. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich ein Restaurant.
Seinen Namen hat das Gebäude von den im trierischen Dialekt als "Steipe" bezeichneten Stützen. Sie war das Repräsentationshaus für den Stadtrat und Honoratioren der Stadt.
Die nachgebildeten Skulpturen an der Außenseite repräsentieren für die Entstehungszeit Triers wichtige Heiligenfiguren - die Originale sind im Stadtmuseum Simeonstift zu besichtigen.
Rotes Haus

Trebeta-Brunnen
Dieser Brunnen ist nach dem sagenhaften Gründer Triers benannt und steht in Beziehung zum Roten Haus (= auf dem Trierer Hauptmarkt). Nach einer erstmals 1105 in den Gesta Treverorum („die Taten der Trierer“) schriftlich dargelegten Legende ergab sich die Gründung von Trier auf diese Weise: Trebetas Vater soll der sagenumwobene Assyrerkönig Ninus gewesen sein. Dieser zeugte mit einer Chaldäerkönigin seinen Sohn, der indes von seiner späteren Stiefmutter aus dem Reich verbannt wurde. Trebeta ging nach Europa und soll der Legende nach um das Jahr 2000 v. Chr. an der Mosel Trier gegründet haben.

Turm Jerusalem

Dieser wehrhafte Wohnturm verfügte einst über vier oder fünf Stockwerke, doch wurden diese im Laufe der Jahre abgetragen. Er erfüllt heute eine Funktion, die seinem romantischen Charakter sehr entgegen kommt: Er wird als Standesamt genutzt.

Thermen

Kaiserthermen
Von den einst gigantischen Kaiserthermen sind leider nur noch Teile der Grundmauern und ein imponierendes Netz unterirdischer Gänge und Räume erhalten geblieben.
Den ehrgeizigen Namen erhielten die Thermen, weil sie ein Teil der kaiserlichen Anlagen werden sollten. Immerhin war ja die Stadt durch Konstantin kurzzeitig zum Hauptregierungssitz gemacht worden.
Die Anlage ist allerdings nie vollendet und in Betrieb genommen worden.

Barbarathermen
Um das Jahr 150 als drittgrößter Badepalast des Römischen Reiches erbaut, blieb sie auch nach dem Abzug der Römer intakt und diente lange Zeit dem fränkischen Adel.
Ab 1300 verfiel die Anlage so weit, dass man ihre Ruine im Jahre 1611 zum Bau eines Jesuitenkollegs benutzte.
Die noch nicht entwendeten Überbleibsel wurden 1673 von einem französischen General gesprengt.
Der heutige Besucher kann somit lediglich die unterirdischen Gänge (teilweise) besichtigen, welche einst zur Beheizung und der Wasserführung dienlich waren.

Thermen am Viehmarkt
1987 entdeckt und 1994 ausgegraben, liegt das Areal der ehemaligen und zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert errichteten Viehmarktthermen unter einem gläsernen Schutzbau, durch welches man den Museumsteil und somit die alten römischen Mauern sehen kann.
1998 wurde die Anlage für die Öffentlichkeit freigegeben, wobei neben den Fundamenten des römischen Bades auch mittelalterliche Abfallgruben und Kellerräume eines barocken Kapuzinerklosters zu betrachten sind.

Museen und Galerien

Städtisches Museum Simeonstift
In den Räumlichkeiten des ehemaligen Simeonstifts gleich neben der Porta Nigra werden die bedeutendsten Kunstschätze der Stadtgeschichte von Trier gezeigt. Zur Stärkung wurde ein kleines Café im Museum untergebracht.

Karl-Marx-Haus
Am 5. Mai 1818 wurde Triers berühmtester Einwohner in diesem Hause in der heutigen Brückenstraße 10 - einer Verlängerung der Karl-Marx-Straße - geboren. Die Eltern des später so bekannten deutschen Philosophen und Autoren hatten das Haus am 1. April 1818 gemietet, zogen aber schon im Oktober des Folgejahres in das heute als „Karl-Marx-Wohnhaus“ bekannte Bauwerk in der Simeonstraße 8 um. Das Karl-Marx-Haus fungiert seit 1947 als Museum und beinhaltet mehrere Ausstellungsräume, in denen Exponate zu Leben und Werk von Karl Marx zu sehen sind. Seit 2005 sind auch geschichtliche Ausstellungsstücke zum Thema Kommunismus im Museum beheimatet.

Rheinisches Landesmuseum Trier

Das größte Museum von Trier zeigt auf insgesamt 3.000 m2 Ausstellungsfläche u.a. zahlreiche römische Funde aus Trier und seiner Umgebung.
Dr. Heinz-Cüppers-Preis
Außerdem wird zu Ehren des Archäologen Heinz Cüppers seit 2006 der Dr. Heinz-Cüppers-Preis in diesem Museum vergeben. Er soll alle zwei Jahre verliehen und mit 2.000 € dotiert werden. Ausgezeichnet werden damit Nachwuchswissenschaftler der Archäologie, der Geschichte oder der Kunst von Trier.

Opernhäuser, Theater, Kulturzentren

Theater Trier
Seit nunmehr 200 Jahren existiert das Theater Trier, das über 622 Plätze verfügt. Es nennt ein eigenes Ballett-, Schauspiel- und Musiktheaterensemble sein Eigen. Das Theater richtet seit 1998 jährlich die stadtbekannten Antikenfestspiele aus.

Arena Trier
Die im Jahre 2003 eröfnete Multifunktionshalle von Trier offeriert ihren Besuchern ungefähr 4.500 Sitzplätze, kann aber insgesamt rund 8.000 Zuschauer aufnehmen. Bei der Arena Trier handelt es sich zudem um die Heimspielstätte des Damenhandball-Bundesligisten DJK/MJC Trier sowie des Basketball-Bundesligisten TBB Trier. Außerdem werden dort Konzerte veranstaltet und Fernsehaufzeichnungen bekannter, teilweise auch beliebter Sendungen wie bspw. „Verstehen Sie Spaß?“ aufgezeichnet.

Tuchfabrik (TUFA)
In jedem Jahr besuchen geschätzte 70.000 Besucher die Trierer Tuchfabrik - Kulturzentrum und Kleinkunstbühne in einem. Der Name bezieht sich auf die ehemalige Tuchfabrik Weber.

Kirchen

Liebfrauenkirche
Die Liebfrauenkirche in Trier befindet sich unmittelbar neben dem Trierer Dom und kann beim ersten Hinsehen leicht mit ihm verwechselt werden. Zusammen mit der Elisabethkirche in Marburg ist sie die älteste gotische Kirche in Deutschland. Sie wurde 1986 unter der Bezeichnung "Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche" in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Nach dem Abriss der alten Doppelkirche aus der Zeit Kaiser Konstantin des Großen, wurde unter Erzbischof Theoderich von Wied um 1230 mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen - teilweise unter Einbeziehung der Fundamente der alten Kirche. Durch den Tod des Erzbischofs verzögerte sich die Fertigstellung jedoch, sodass sie erst um 1260 fertiggestellt und eingeweiht werden konnte.
Die hohe Spitze auf dem Vierungsturm von 1492 wurde durch einen schweren Sturm im Jahr 1631 zerstört. Das daraufhin erbaute Walmdach wurde dann während des Zweiten Weltkriegs zerstört und bereits 1945 ersetzt, das dann 2003 durch das heutige steile Dach ersetzt wurde.

Früher wurde die Kirche u.a. wurde von den Mitgliedern des Domkapitels für ihre tägliche Messe genutzt. Zudem diente die Kirche als Grabkirche. Daher kam es im Laufe der Laufe der Jahrhunderte zu einer riesige Anzahl von Gräbern mit Gräbern, von denen die meisten allerdings im Verlauf der "Französischen Revolution" entfernt wurden. Zwischen der Kirche und den Dom gab es übrigens einen Durchgang, der von Prozessionen zwischen der Liebfrauenkirche und dem Dom genutzt wurde, den es nach zwischenzeitlicher Schließung wieder gibt.
Nach der Besetzung Triers durch die Franzosen (1794) wurde die Liebfrauenkirche im Jahr 1803 sowohl organisatorisch als auch liturgisch vom Dom getrennt. Im Jahr 1951 bekam die Kirche von Papst Papst Pius XII. den Titel "Basilica minor". Anlass dafür war die Neugestaltung des Altarraumes nach dem Krieg, bei der der Altar in die Mitte der Kirche gestellt wurde.
Zwischen Juli 2008 und September 2011 wurde die Liebfrauenkirche umfangreich renoviert und am 4. September 2011 feierlich wieder eröffnet.

Dom St. Peter
Die Hohe Domkirche St. Peter zu Trier ist mit einer Länge von 112,5 m, einer Breite von 41 m und einer Höhe von 74 m nicht nur der größte Kirchenbau der Stadt, sondern zugleich die älteste Bischofskirche von Deutschland.
Der Dom steht seit dem Jahre 1986 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die frühesten Elemente der Kirche stammen aus der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts.
Berühmte Reliquien wie der "Heilige Rock" sind mehr oder weniger oft der Öffentlichkeit zugänglich, und wundervolle Kunstwerke wie der Andreas-Tragaltar des Bischofs Egbert dominieren das reichhaltige Innenleben des Sakralbauwerks. Gleich vor dem Dom kann man den Domstein besichtigen, eine vier Meter lange Granitsäule, die der Legende nach der Teufel selber gegen das Bauwerk geschleudert haben soll.
Vom 13. April bis zum 13. Mai 2012 wurde der Heilige Rock das letzte Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bei optimaler Bestuhlung passen ca. 1.200 Menschen in den Dom.
Liebfrauenstraße 12
54290 Trier
Tel.: 0049 - (0)651 - 9790790

Konstantinsbasilika
Die im 4. Jahrhundert erbaute Konstantinsbasilika, welche auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht, ist berühmt für den größten Einzelraum (67 m x 27,2 m x 33 m), der aus der antiken Zeit bis in die heutigen Tage erhalten ist.

Die Kirche ist im Besitz des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, wird aber seit 1856 von der evangelischen Kirche genutzt.

Reichsabtei St. Maximin
Von den vier ehemaligen Benediktinterklöstern der Stadt Trier ist St. Maximin das größte. Zugleich zählt die Reichsabtei zu den ältesten europäischen Klöstern überhaupt und soll im 4. Jahrhundert vom Bischof Maximin von Trier gegründet worden sein. Zwischen 1979 und 1995 gestaltete man die Kirche zu einem Mehrzweckbau um und führt dort seit 1995 Konzerte auf.

St. Gangolf
Das (nach dem Dom) zweitälteste Kirchenbauwerk von Trier ist die Markt- und Stadtpfarrkirche St. Gangolf, deren erster Bau noch auf das Jahr 958 zurückgeht. Die vollständig von Häusern umbaute Kirche kann nur über einen kleinen Eingang im Fuß des Kirchturms vom Hauptmarkt aus erreicht werden – wie romantisch!

St. Matthias (und Apostelgrab)
St. Matthias, seit 977 ein Trierer Benediktinerkloster, besticht vor allem durch die Abteikirche. Bei dieser romanischen Basilika nämlich handelt es sich um eine bedeutende Pilgerstätte, da in der Kirche seit dem 12. Jahrhundert das Grab des Apostel Matthias vermutet und verehrt wird. Mithin stellt die Abtei das einzige Apostelgrab auf deutschem Boden dar. Zurzeit leben übrigens 19 Benediktinermönche in St. Matthias.

St. Paulin
Diese spätbarocke Pfarrkirche besticht durch ihre wundervolle Innenausstattung, welche ein Werk des berühmten Barockbaumeisters Balthasar Neumann ist. St. Paulin besaß viele Vorgängerbauten (das früheste im 4. Jahrhundert) und diente viele Jahrhunderte lang als Stiftskirche.

Universitäten, Hochschulen und Akademien

Deutsche Richterakademie
Diese Einrichtung ist für die überregionale Fortbildung von Richtern und Staatsanwälten gedacht und bietet pro Jahr mehr als 100 Veranstaltungen an.

Europäische Kunstakademie
Von Februar bis November werden hier in 18 Ateliers und Werkstätten Programme für Anfänger, Fortgeschrittene und geübte Künstler angeboten, wofür mehr als 60 europäische DozentInnen in 170 Kursen pro Jahr ihre Kenntnisse vermitteln. Es werden Malerei, Installationen, Skulptur, Zeichnung, Druckgrafik, Fotografie und Neue Medien unterrichtet.

Fachhochschule Trier
An der gegenwärtig größten Fachhochschule von Rheinland-Pfalz studieren etwa 6.100 Studentinnen und Studenten. Die sieben Fachbereiche, in welche die Uni aufgeteilt worden ist, bestehen aus:

  • Fachbereich BLV (Bauingenieurwesen, Lebensmitteltechnik, Versorgungstechnik)
  • Fachbereich Gestaltung (Architektur mit Baudenkmalpflege, Innenarchitektur, Modedesign, Kommunikationsdesign, Edelstein- und Schmuckdesign)
  • Fachbereich Informatik
  • Fachbereich Technik (Elektrotechnik, Maschinenbau, Fahrzeugtechnik und Wirtschaftsingenieurwesen)
  • Fachbereich Umweltplanung/Umwelttechnik
  • Fachbereich Umweltwirtschaft/Umweltrecht
  • Fachbereich Wirtschaft (Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik und International Business)

Universität Trier
Diese staatliche Hochschule von Trier bildet gegenwärtig etwa 14.000 Studenten in sechs Fachbereichen aus. Zu ihr gehört auch die (katholische) Theologische Fakultät, eine eigene Bildungseinrichtung des Bistums Triers. Das Universitätsgelände setzt sich aus vielen weitläufigen Park- und Grünanlagen zusammen, aus Teichen und Skulpturen. An folgende Fachbereiche kann, neben der Theologie, an der Uni Trier studiert werden:

  • FB I: Pädagogik, Philosophie, Psychologie
  • FB II: Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften, Linguistische Datenverarbeitung
  • FB III: Ägyptologie, Geschichte, Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Papyrologie, Poli- tikwissenschaft
  • FB IV: Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Mathematik, Informatik, Wirtschaftsinformatik
  • FB V: Rechtswissenschaft
  • FB VI: Geographie, Geowissenschaften

Paläste

Kurfürstliches Palais
Dieses beeindruckende Rokoko-Palais befindet sich unmittelbar neben der Konstantinsbasilika. Seit dem Jahre 1794 diente der Palast als Machtzentrum Kur-Triers. Heutzutage fungiert es als Sitz der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion von Trier.

Palais Kesselstatt

Das Palais geht auf die Reichsgrafen von Kesselstatt zurück, ein altes Adelsgeschlecht aus der Region des heutigen Rheinland-Pfalz. Ihr Palais wurde zwischen 1740 und 1746 vom Barockbaumeister Valentin Tomann gleich gegenüber der Liebfrauenkirche errichtet. Der Besucher des stattlichen Anwesens wird hier ein Restaurant und eine Weinstube vorfinden.

Parks

Palastgarten des Kurfürstlichen Palais
Zum im Stile des Rokoko gestalteten Kurfürstlichen Palais gehört dieser wundervolle Palastgarten, der ein prächtiges Beispiel barocker Gartenkunst gibt. Er ist übersät mit Wegen, Grünflächen und einem prächtigem Baumbestand.

Mosel und ihre Brücken, Kyll

Mosel
Die Stadt Trier befindet sich inmitten einer Talweitung des mittleren Moseltals, das zum größten deutschen Nebenfluss des Rheins gehört, der Mosel. Nach dem Rhein stellt die Mosel die bedeutendste Schifffahrtsstraße von Deutschland dar. Der insgesamt 544 Kilometer lange Fluss entspringt in den Vogesen und strömt durch Frankreich, Luxemburg und Deutschland (Saarland und Rheinland-Pfalz), bevor er am Deutschen Eck in Koblenz in den Rhein mündet. Den Abschnitt, der zwischen dem Dreiländereck und der Einmündung der Saar bei Konz (also kurz vor Trier) liegt, bezeichnet man als Obermosel. In Trier hat auch die Moselkommission ihren Sitz. Sie ist für die Schifffahrt auf dem Fluss zuständig. Die Stadt verfügt neben einem Industrie- und Umschlag- auch über einen Yacht- und Sporthafen. Seit 2000 findet in Trier und anderen Orten in den Weinbergen der Mosel die ADAC-Ralley statt.

Kyll
Die Kyll ist ein rund 128 km langer Nebenffluus der Mosel. Teilweise besitzt sie eine Wassertiefe on weniger als 1m. Während der extremen Regenmengen am 14. und 15. Juli 2021 erreichte sie jedoch einen Pegel von 8 m und überschwemmte u.a.
Teile von Trier (Ehrang). Rund 1.600 Menschen mussten evakuiert werden, aber es war hier jedoch zu keinen Toten gekommen

Tipps für Fahrradfahrer!
Mit dem durchgehenden Radwanderweg verfügt das Moseltal über eine 311 Kilometer lange, vorzügliche Erholungsstrecke für Radfahrer. Diese verläuft in ihrer ganzen Länge von Metz (Frankreich) über Trier bis nach Koblenz.

Brücken über die Mosel
Nachdem man in Trier fast 2.000 Jahre lang die Mosel nur über die Römerbrücke bzw. Moselbrücke überqueren konnte, ist dies seit jüngerer Zeit auch über die Kaiser-Wilhelm-Brücke und seit 1973 auch über die Konrad-Adenauer-Brücke möglich. Die Eisenbahnbrücke Pfalzeler Brücke zwischen Pfalzel und dem Industriegebiet Nord kann zudem von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden.

Der Hafen von Trier

Der Industrie- und Umschlaghafen der Stadt befindet sich am Moselschifffahrtsweg. Dort liegt auch ein Güterverkehrszentrum. Darüber hinaus existiert in Trier auch ein Yacht- und Sporthafen.

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