Aufgrund der geringen Ausdehnung der jordanischen West-Hälfte sind die meisten interessanten Orte und Gegenden nicht wirklich weit von Petra entfernt. Tagesausflüge bieten sich bspw. nach Amman (277 km entfernt) oder Aqaba (129 km entfernt) zum Tauchen an.
Auch die Grenze zu Israel bei Eilat bzw. Aqaba ist nah.
Wadi Rum
Dieses spektakuläre Wüstental im Süden Jordaniens liegt einen kleinen Umweg vom Desert Highway zwischen Amman und Aqaba und nicht allzu weit von Petra entfernt. Der Eintritt in diese unwirkliche und lebensfeindliche Naturschönheit liegt derzeit bei 2JD pro Person.
Die besten Blicke erhält man von der Wasserstelle etwa 2 Kilometer südwestlich vom Dorf Rum, das wegen des Nabatäer-Tempels durchaus auch einen Besuch wert ist. Viele Reisende bleiben nur ein paar Stunden im Wadi Rum, dabei lohnt es sich durchaus, eine mehrere Tage umfassende geführte Tour mitzumachen und die Nächte bei Beduinen-Familien zu verbringen.
Siq el-Barid, kleine Petra
Siq el-Barid, auch als kleine Petra bezeichnet, befindet sich nur wenige Kilometer nördlich von Petra. Man kann den ehemaligen Karawanenrastplatz daher als Vorort von Petra betrachten.
Siq el-Barid ist deutlich kleiner ist als Petra und verfügt auch über weniger prächtige Fassaden, dennoch war die ursprüngliche Bedeutung groß, da sich hier auf der Handelsroute zwischen Mittelmeer und Rotem Meer ein bedeutender Karawanenrastplatz befand. Die schmale Schlucht konnte am am Eingang durch ein Tor verschlossen und bot durch ihre Unzugänglichkeit. große Sicherheit. In der Schlucht findet man zahlreiche Höhlen, Fassaden, Kanäle und Zisternen, wobei zahlreiche Treppen nach oben führen. Bei den Höhlen handelt es sich vor allem um Wohnräume und (Kult-) Speiseräume – wobei es nur wenig Grabstätten gibt.
Shobak Castle, Jordanien
Die Burg Shobak (Qal’at ash-Shawbak), ursprünglich als Mont Real (Königlicher Berg) bezeichnet, wurde 1115 von König Balduin I. von Jerusalem nach (1060-1118) erbaut.
Sie befindet sich mitten in n Süd-Jordaniens.
Die Kreuzfahrer errichteten die Festung, um eine wichtige Route zwischen Syrien und Ägypten zu kontrollieren. Da sie auf auf einem felsigen Hügel liegt, war sie von strategischer Bedeutung, von dem aus die Kreuzfahrer Handelswege überwachen und nahende militärische Bedrohungen frühzeitig erkennen konnten.
Die Geschichte der Burg ist von mehreren bedeutenden Ereignissen geprägt, darunter die Belagerung durch Saladin, den legendären muslimischen Feldherrn, im Jahr 1189. Nach fast zwei Jahren Belagerung mussten die Kreuzfahrer kapitulieren und die Burg an Saladins Truppen übergeben.
Der Fall der Burg war ein entscheidender Wendepunkt im Konflikt zwischen den christlichen Kreuzfahrern und den muslimischen Armeen zur Zeit der Kreuzzüge. Nach der Eroberung überließ Saladin die Festung seinem Bruder Al-Adil. Danach blieb die Burg jahrhundertelang unter muslimischer Herrschaft.
Im 14. Jahrhundert übernahmen dann die Mamluken die Burg und nahmen anschließend bedeutende bauliche Veränderungen vor, so integrierten sie islamische Architekturelemente in die Festung und schufen so eine einzigartige Mischung verschiedener Baustile. Die Burg diente bis zur osmanischen Zeit als militärischer Stützpunkt, bis sie schließlich verfiel. Heutzutage ist die Burg ein Symbol der Kreuzfahrerzeit und zeugt von der architektonischen Brillanz und strategischen Bedeutung mittelalterlicher Festungen in Jordanien.