Sehenswürdigkeiten

Besondere Viertel und Plätze

Essen ist eine von 53 Städten und Gemeinden des Ruhrgebietes, wo insgesamt ca. 5 Millionen Menschen leben.

Essen-Werden ("Perle an der Ruhr")
Dieser Stadtteil im südlichen Essen liegt direkt an der Ruhr und feierte im Jahre 1999 sein 1200-jähriges Bestehen. Werden ist wegen seiner vielen alten Baudenkmäler bekannt, die die Geschichte und auch die Sanierungsmaßnahmen in den 1860er Jahren überlebt haben.
Als "Wiege des Ruhrbergbaus" gilt Werden, denn bereits im 16. Jahrhundert setzte hier die Kohleförderung ein. In Essen-Werden gibt es viele Kirchen zu sehen (St. Ludgerus, St. Lucius, Kloster Werden).

Kettwig
Auch dieser Stadtteil Essens liegt mitten an der Ruhr. Er entstand, als die ehemals selbstständige Stadt Kettwig 1975 in die Stadt Essen eingemeindet wurde - unter harschem Protest der Bevölkerung.
Interessant ist, dass Kettwig bis heute zum Erzbistum Köln gehört, so dass die Einnahmen aus der Kirchensteuer nicht an das Bistum Essen gehen.
Besonders sehenswert in Kettwig sind neben den noch erhaltenen Fachwerkhäusern in der historischen Altstadt insbesondere die Marktkirche, die Kirche St. Peter, das Rathaus, die diversen Schlösser und auch der Kettwiger See. In der Nähe befindet sich auch der so genannte Kattenturm.

Schellenberger Wald
Dieser Wald umgibt das Schloss Schellenberg und umfasst ein recht großes Gebiet. Diverse Wanderwege, Bäche und Lichtungen laden zum Erholen und Verweilen ein. Geht man die Straße "Renteilichtung" hinauf, so kommt man direkt auf das Jagdhaus Schellenberg, die Neue Isenburg und den Aussichtspunkt "Korte-Klippe" zu.

Siedlung Margarethenhöhe
Die Siedlung liegt mitten im gleichnamigen Essener Stadtteil und stellt wegen ihrer Bauweise die wohl erste Gartenstadt Deutschlands dar. Sie wird gerne als Aushängeschild für "humanes Wohnen" vorgestellt.
Von den insgesamt 115 Hektar standen nur 65 Hektar als Wohnfläche zur Verfügung; die restlichen waren bewaldetes Land. Erste Häuser wurden 1910 in einer Zeit errichtet, als Margarethenhöhe von allen Bauvorschriften befreit war. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand südlich der ursprünglichen unter Denkmalschutz stehenden Siedlung eine neue, welche indes in ihrer Architektur sehr modern war und einige soziale Probleme aufwies.
Ein Sanierungsprogramm in den späten 1980ern konnte den Ruf der neuen Siedlung etwas rehabilitieren. Die Margarethenhöhe ist mittlerweile eine sehr beliebte Wohngegend, in der sich die gehobenen Milieus von Essen niederlassen.

Varia
Diese Essener Wohnsiedlung besticht durch die Einheitlichkeit ihrer Architektur. Diese basierte auf Motiven der Kostenersparnis. Da der Entwurf eines jeden einzelnen Hauses zu zeitaufwändig und teuer zu werden drohte, wurden alle Häuser einfach aus denselben Stilelementen entworfen.

Brehminsel

Diese recht kleine Insel liegt direkt an der Ruhr im Stadtteil Essen-Werden, als dessen "Stadtpark" sie gerne bezeichnet wird. Über eine kleine Brücke ist sie mit der Altstadt von Werden verbunden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat man auf der Insel Bäume angepflanzt. Daneben gibt es eine große Wiese, eine Seilbahn, ein Spiel- und ein Fußballplatz sowie weitere Möglichkeiten zur Erholung.

Burgplatz

Der Burgplatz ist wohl das Kern- und Glanzstück der Essener Innenstadt. Um ihn herum sind diverse sehenswerte Gebäude der Stadt angeordnet wie z.B. die Johanneskirche, das Münster, die Domschatzkammer, das Bischofspalais und die Alte Synagoge.

Korte-Klippe

Die Korte-Klippe ist eine wundervolle "Aussichtsplattform" am südlichen Rand des Schellenberger Waldes. Sie befindet sich in der Nähe des Jagdhauses Schellenberg und im Norden des Baldeneysees, der sich von hier herrlich überblicken lässt. In der unmittelbaren Nähe der Korte-Klippe stehen auch noch die Überreste der Neuen Isenburg.

Besondere Gebäude und Bauwerke

Alter Bahnhof Kupferdreh
Dieser Bahnhof befindet sich im Stadtteil Essen-Kupferdreh und beherbergt heute ein Restaurant, in welchem man im ehemaligen Wartesaal für die besser betuchten Fahrgäste zu Mittag oder zu Abend essen kann. 1898 wurde der Bahnhof eröffnet.

Fürstin Franziska Christine Stiftung

Benannt nach der Äbtissin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach stellt diese Stiftung ein im 18. Jahrhundert gegründetes Waisenhaus dar. Diese Sozialeinrichtung liegt im Stadtteil Steele und wurde 1769 erstmalig für Kinder geöffnet. Zwischen den Wohnflügeln steht eine Kirche aus dem Jahre 1770, und in der Kapelle des Waisenhauses liegt die Fürstäbtissin und Gründerin begraben.

Haus Heck

In Essen-Werden steht dieser ehemalige Rittersitz, dessen Bau auf das frühe 15. Jahrhundert zurückdatiert wird. Im Laufe der wechselvollen Geschichte beherbergte er oftmals neue Besitzer. Auch die Funktion des Hauses änderte sich mehrmals. Heute beheimatet das Gebäude die Jugendarbeit der Evangelischen Kirche. Ein Besuch lohnt sich sehr, schon allein wegen des Turmes und wegen der Mosaikfußböden aus dem 19. Jahrhundert.

Haus Horst

Von diesem Rittersitz aus dem späten 11. Jahrhundert sind heute leider nur noch Mauern und Gewölbereste sowie die Kapelle aus dem Jahre 1359 zu sehen. Diese stehen in Essen-Horst. Außerdem kann man noch den Turnierhof aus dem 14. Jahrhundert und die Meierei von 1680 besichtigen. Ein Fotomuseum ist ebenfalls in der Anlage beheimatet; der Besuch muss angemeldet werden.

Haus Scheppen

Dieses frühere Lehngut aus dem 14. Jahrhundert liegt am Hardenbergufer des Baldeneysee im Stadtteil Essen-Werden. Benannt wurde es nach Gillburg von Scheppen, dem das Gut gehört hatte. Im Ostflügel der Anlage, welche über die "Weiße Flotte" bequem zu erreichen ist und in unmittelbarer Nähe auch der Hespertalbahn liegt, ist ein Restaurant untergebracht.
Das Haus Scheppen ist heute auch ein angesagter Treffpunkt für die Bikerszene. Weitere Informationen gibt es unter: www.essen-haus-scheppen.de

Kattenturm

Im Essener Stadtteil Kettwig, also nördlich der Ruhr, steht die Ruine der Motte Luttelnau. Diese Ruine wird auch "Kattenturm" genannt, wobei es sich hier um die Überreste des Rittergutes Luttelnau handelt, das im 13. Jahrhundert errichtet worden war. Ausgrabungen im Jahre 1968 und eine Sicherung der Anlage im Jahr darauf waren notwendig, um den Kattenturm für Besichtigungen zu öffnen.
Weitere Grabungen um den Turm herum brachten interessante Fundstücke ans Licht wie z.B. Scherben aus dem 12. und 13. Jahrhundert.

Rathaus
Das Rathaus von Essen gilt als eines der größten Rathäuser Deutschlands. Das Rathaus liegt mitten in der Innenstadt von Essen - in unmittelbarer Nähe zur "Alten Synagoge" und nicht allzu weit vom Essener Münster entfernt.
Die Eröffnung fand am 7. November 1979 mit der ersten hiesigen Ratssitzung statt. Das Haus verfügt über eine Bürofläche von rund 69.000 m² sowie über 700 Parkplätze in einer mehrstöckigen Tiefgarage, dazu sogar über ein Studio-Theater. Im dem Gebäude gibt es rund 1.900 Arbeitsplätze.
Das Rathaus hat eine Höhe von 106 m. Von der 22. Etage aus - in einer Höhe von ca. 100 m - hat man einen fantastischen Blick über die Stadt.
Im Jahre 1272 gab es wohl bereits ein Rathaus in der Stadt, über das aber kaum etwas bekannt ist
Das älteste nachgewiesene Rathaus stammte aus dem 15. Jahrhundert und existierte bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Danach entstand zwischen 1840 bis 1842 war ein neuer klassizistischer Bau. Infolge der zunehmenden Industrialisierung wurde es jedoch zu klein.
Daraufhin wurde zwischen 1878 und 1888 ein neues Gebäude im Stil der Neugotik errichtet, das im Verlauf des Zweiten Weltkriegs - und besonders bei dem schweren Luftangriff am 5. März 1943 - schwer beschädigt wurde. Es wurde zwar wieder aufgebaut aber nach der Veräußerung an ein Kaufhaus zwischen 1964 und 1965 abgerissen. Diese drei alten Rathäuser standen alle gegenüber der Marktkirche, an der Südseite des alten Flachsmarktes. Zwischen 1964 und 1979 besaß Essen übrigens kein eigenes Rathaus.

RWE-Tower
Es sei darauf hingewiesen, dass es auch in Dortmund einen RWE-Tower gibt. Aber hier in Essen befindet sich die Konzernzentrale der Holding und hier ist der Sitz des Vorstands.
Dieses Bürogebäude wurde von dem Düsseldorfer Architekturbüro Ingenhoven, Overdiek & Partner entworfen und im Dezember 1996 fertiggestellt. Im Jahr 1997 wurde das Gebäude in Betrieb genommen.
Das Gebäude mit einem polygonen Grundriss mit 51 Ecken besitzt eine Höhe von 120 m - und bis zur Antennenspitze von 162 m. Auf einer Höhe von 120 m befindet sich die Aussichtsplattform des Büroturms. Vom Erdgeschoss bis zur Aussichtsplattform benötigen die Fahrstühle rund 35 Sekunden.
Die Treppen bis zur Aussichtsplattform haben 665 Stufen.

ThyssenKrupp Verwaltungsgebäude
Dieser Verwaltungskomplex ist die Konzernzentrale der ThyssenKrupp AG. Der Komplex befindet sich in der Nähe des alten Stammsitzes und der früheren Gussstahlfabrik. Mit dem Bau wurde die Konzernzentrale von Düsseldorf nach Essen verlegt.
Die Grundsteinlegung war am 5. September 2008. Die Architekten waren Chaix & Morel et associeés und JSWD. Die Verwaltungsgebäude umfassen eine Fläche von mehr als 100.000 m². Am 17. Juni 2010 wurde die Konzernzentrale offiziell eröffnet.
In der angeschlossenen Akademie sollen Führungskräfte des Konzerns fortgebildet werden.
Vor dem Zentralgebäude Q1 befindet sich eine 200 m lange und 30 m breite Wasserachse, die von Stegen gequert wird.

Stammhaus der Familie Krupp
Das abgebildete Haus, das so genannten Stammhaus der Familie Krupp, wurde in den Jahren 1818/1819 für den Leiter der damaligen in der Nähe befindlichen Gussstahlfabrik errichtet.
Im Jahr 1824 zog der Werks- und Firmengründer Friedrich Krupp mit seiner Familie in das Haus ein. In den folgenden 20 Jahren diente das relativ bescheidene Haus sowohl als Wohnhaus wie auch als Firmenzentrale. Nachdem es durch Alfred Krupp 1874 umfassend renoviert wurde, bestimmte er, das Gebäude als Symbol für die Anfänge der Firma zu erhalten.
Im Oktober 1944 wurde es vollständig zerstört und erst 1961 zum 150. Firmenjubiläum - etwa 30 m vom ursprünglichen Standort entfernt - völlig neu errichtet. Zwischen 2010 und 2011 wurde das Haus gründlich renoviert. Es befindet sich heutzutage im Eigentum der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Es ist die einzige architektonische Erinnerung an die Anfänge dieses über 150 Jahre die Stadt und das Ruhrgebiet prägenden Konzerns

Vryburg
In Essen-Horst, in der Nähe zum Haus Horst, steht die Vryburg, eine der wohl bedeutendsten mittelalterlichen Wallanlagen des gesamten Ruhrgebietes. Ihre Konstruktion wird für das 9. Jahrhundert angenommen. Mit einer Größe von 100 x 100 Metern ist die Vryburg quadratisch gehalten und wurde von 2,50 Meter tiefen Gräben umsäumt.

Museen und Galerien

Museum Folkwang
Das auf den Kunstförderer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) im Jahr 1902 in Hagen gegründete Museum zeigt neben einer großen beeindruckenden Gemäldesammlung auch fotographische und graphische Kollektionen. Dabei ist das Hauptaugenmerk auf expressionistische und internationale Künstler gelegt worden. Nach dem Tod von Osthaus wurde die Sammlung von der Folkwang-Stiftung in Essen erworben und dort bis heute weiter geführt.
Das alte marode Gebäude wurde durch die Kostenübernahme durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung durch einen im Jahr 2006 begonnenen Neubau ersetzt. Der Architekt des Neubaus ist der Londoner Architekt David Chipperfield (geb. 1953). Im Zuge der Europäischen Kulturhauptstadt 2010 wurde das neue Gebäude am 28. Januar 2010 feierlich eingeweiht.
Museumsplatz 1
45128 Essen
Tel.: 0049 - (0)201 - 8845 000
Fax: 0049 - (0)201 -  8891 45 000
info@museum-folkwang.essen.de

Deutsches Plakatmuseum
Das Museum befindet sich in der Essener Innenstadt. Der Name des Ausstellungshauses ist in Europa recht bekannt wegen der interessanten mehr als 120.000 Exponate.

Ruhr Museum
Das Museum befindet sich auf dem Gelände der seit 2001 in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbe stehenden Zeche Zollverein. Das Museum zeigt im Rahmen seiner Dauerausstellung die Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets. zudem finden hier Sonderausstellungen und Veranstaltungen statt.
Öffnungszeiten
Okt. bis März: tgl. von 10:00 bis 18:00 Uhr
April bis Sept.: tgl. von 10:00 bis 20:00 Uhr
Führungen
tgl. um 11:30 Uhr, Sa. und So. zusätzlich noch um 15:30 Uhr.
Eine ausführliche Darstellung der Zeche und Kokerei Zollverein finden Sie hier >>>

red dot design Museum
Dieses Museum wurde 1997 in den Räumen des früheren Kesselhauses der "Zeche Zollverein" (seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe) untergebracht und bietet seither auf  einer Ausstellungsfläche von rund 4.000 m² mehr als 1.000 Exponate dar. Gezeigt werden Gegenstände in zeitgenössischem Design. Alle sind Preisträger des "red dot design Award", der wohl zu den größten internationalen Wettbewerben im Design zählen kann.
Das frühere Kesselhaus wurde von dem Architekten Norman Foster für diesen Zweck umgestaltet.

Opernhäuser, Theater und Kulturzentren

Essen bietet dem kulturinteressierten Besucher diverse Theater-, Oper- und Kunst-Möglichkeiten an. Mit dem Saalbau verfügt die Stadt über ein Konzerthaus, in dem insbesondere das philharmonische Orchester (Essener Philharmonie) auftritt, eins von insgesamt vier in Nordrhein-Westfalen. Daneben gibt es noch das Grillo Theater, das Aalto-Theater, das Colosseum-Theater und viele andere. Allgemeine Informationen über das künstlerische Leben in Essen erhält man unter: www.schauspiel-essen.de. Im Folgenden werden einige kulturelle Institutionen kurz vorgestellt:

Aalto-Theater
Dieses Gebäude ist kein Theater, sondern das 1988 eröffnete Opernhaus der Stadt. Hier finden bis zu 1.300 Besucher Platz.
www.aalto-theater.de

GOP Varieté Essen
1996 wurde das Varieté eröffnet und 2001 liebevoll neu umgestaltet. Der Zuschauer kann sich hier in monatlich wechselnden Veranstaltungen akrobatische Darbietungen und Zaubervorführungen anschauen sowie andere künstlerische Attraktionen.
www.gop-variete.de

Grillo-Theater
Dieses nach dem Industriellen Friedrich Grillo benannte Essener Stadttheater gilt mit seiner Geburtsstunde am 16. September 1892 als eines der ältesten im Ruhrgebiet. 400 Zuschauer finden hier Platz.
www.grillo-theater.de

Dubois Arena
Diese Arena wurde in den 1940ern als Box-Arena im Stadtteil Essen-Borbeck errichtet. Nach aktiver Nutzung und dem Verfall der Arena in den 1960ern und 70ern, wurde sie in den 1980ern renoviert. Heute dient sie diversen Open-Air-Konzerten, Theatervorstellungen und vielem mehr.

Colosseum-Theater
Wer Musicals liebt, wird im Colosseum-Theater gut aufgehoben sein. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das mittlerweile unter Denkmalschutz gestellte Gebäude errichtet, in welchem sich erst seit 1995 das Theater befindet. In der Eingangshalle sind Arbeiten berühmter Maler und Bildhauer aus der Gegenwart zu sehen.
www.colosseumtheater.de

Gruga-Halle
1958 eröffnet, liegt diese große Veranstaltungshalle direkt neben dem Gruga-Park. Die Halle dient als Ort diverser Konzerte, sportlicher Veranstaltungen und Kirchentage. Nach zwei Modernisierungen besitzt die Halle heute 7.800 Sitzplätze.

Kunsthaus Essen

Hierbei handelt es sich um Essens künstlerisches Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum. 1977 wurde es gegründet und beschäftigte schon bekannte lokale Größen.
www.kunsthaus-essen.de

Lichtburg

Dieses schöne Essener Lichtspielhaus fand im Jahre 1928 Eröffnung und besitzt heute mit über 1.200 Sitzplätzen die wohl größte Kapazität eines Kinos in ganz Deutschland. Durch die Bühne hinter der eigentlichen Leinwand können hier auch Theater-Aufführungen stattfinden. Das unter Denkmalschutz stehende Haus wurde im Jahre 2003 nach teuren Renovierungsarbeiten wieder geöffnet.
www.lichtburg-essen.de

Philharmonie/Saalbau
Die Essener Philharmonie liegt in der Innenstadt in der Nähe des Stadtgartens, dem Aalto-Theater sowie dem RWE-Tower. Das Gebäude schließt sich in seiner Funktion seinem Vorgänger aus dem 19. und 20. Jahrhundert an, wurde indes erst nach dem Zweiten Weltkrieg erbaut und in den Jahren 2003 und 2004 aufwändig restauriert. Mit der modernsten Ausstattung versehen, wird dem Besucher eine atemberaubende Akustik geboten.
www.philharmonie-essen.de

Stratmanns Theater Europahaus

Diese Essener Kleinkunstbühne trägt den Namen Ludger Stratmanns, der seinen Arztberuf an den Nagel hing, um sich ganz künstlerisch zu betätigen. In diesem Gebäude wird Kabarett gezeigt, dass heutzutage von Stratmanns Bruder geleitet wird.
www.doktor-stratmann.de

Kirchen und Synagoge

Essener Münster (Essener Dom)
Das Essener Münster - präzise: Münsterkirche-Dom zu Essen - ist die Bischofskirche des Bistums Essen und steht in der Innenstadt auf dem Burgplatz. Es ist Sitz des so genannten "Ruhrbischofs" - daher de Bezeichnung als Dom. Vor der Kirche steht eine Figur des ersten Bischofs des Bistums - Franz Kardinal Hengsbach (1910-1991).

Die heutige Kirche ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche, die zwischen 1276 bis 1327 entstand. Das spätottonische Westwerk und die Krypta stammen aus dem 11. Jahrhundert.
Dieser Dom ist verglichen mit den großen Domen von Köln, Bamberg, Ulm oder Regensburg relativ klein und von außen eher wenig repräsentativ.
Ehemals stand hier die Kirche Damenstiftes Essen, welches den eigentlichen Beginn der Stadt einleitete.

Die Stiftskirche wurde im Jahr 852 durch Altfrid den 4. Bischof von Hildesheim gestiftet. Nach etlichen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg konnte man die Kirche wieder aufbauen. Berühmt ist das Münster vor allem für die so genannte "Goldene Madonna" aus dem Jahr 1000. Bei dieser Madonna handelt es sich um die weltweit älteste vollplastische Figur zur Verehrung der Jungfrau Maria.

Weiterhin verfügt der Essener Dom über einen Domschatz, den man besichtigen kann. Zu diesem gehören u.a. die Kinderkrone des deutschen Königs Otto III. sowie das Theophanu-Evangeliar. In der Krypta wurde Altfrid, der eigentliche Gründer Essens, beigesetzt. Weitere Informationen über das Münster erhält man unter:
www.essener-dom.de

Abteikirche St. Ludgerus
Diese ehemalige Abtei und wohl schönste Kirche des ganzen Rheinlandes stammt aus dem Jahre 799 und wurde durch mehrere Brände zerstört. 1275 konnte sie wieder eingeweiht werden.
Im Zuge der reformatorischen Säkularisierungen wurde die Abtei in eine Pfarrkirche umgewandelt. Sehr sehenswert sind der Hochaltar im Stil des Barock sowie die Krypta, in welcher die sterblichen Überreste des Hl. Liudger liegen. Jener war auch der Begründer des 1803 aufgehobenen Klosters Werden.

Evangelische Kirche Essen-Werden
Im Jahre 1900 geweiht, besitzt diese evangelische Kirche vor allem sehr sehenswerte Malereien im Jugendstil und überhaupt ein wunderschönes Interieur. Ihr Bau geht auf die Initiative der Industriellen-Familie Krupp zurück, welche die Kirche gemeinsam mit der Familie Huffmann aus Werden gestiftet hatte.
www.kirche-werden.de

Frauenstift Essen

845 wurde dieses frühere Stift von Altfrid für die Versorgung hochadliger Frauen eingerichtet. Seit 1228 aber diente es als Residenz der Fürstäbtissin. 1803 wurde das Stift in der Zeit der Säkularisierungen aufgelöst. Weitere Informationen gibt es unter: www.frauenstift.de

Johanneskirche

Diese Kirche liegt direkt vor dem Essener Münster in der Innenstadt und überragt dieses mit einem riesigen Turm. Die katholische Kirche wurde Johannes dem Täufer gewidmet und fungiert heute als Pfarr- und Anbetungskirche.

Kettwiger Marktkirche

Die Marktkirche befindet sich im Essener Stadtteil Kettwig und besitzt einen Turm aus dem 14. Jahrhundert, dessen Höhe das gesamte umliegende Gebiet beherrscht.

Kloster Werden

Das ehemalige Benediktiner-Kloster steht - wie der Name bereits sagt - im Essener Stadtteil Werden und wurde 1803 in seiner Funktion aufgehoben. Zum Kloster gehörte die Abteikirche St. Ludgerus. Im Klostergebäude wurde im Jahre 1945 die Folkwang-Hochschule eingerichtet.

St. Lucius-Kirche

Diese mit der Gründungszeit um 995 wohl älteste Pfarrkirche nördlich der Alpen wurde nach mehreren Zweckentfremdungen (Stall, Kornlager, Wohnraum etc.) rekonstruiert und im Jahre 1965 wieder als Kirche eingeweiht. Heutzutage wird sie insbesondere für Kinder- und Schulgottesdienste genutzt.

St. Peter

Diese prächtige katholische Kirche stammte aus dem Jahre 1830 und befindet sich im Essener Stadtteil Kettwig.

Alte Synagoge
Die Alte Synagoge steht im Zentrum von Essen in unmittelbarer Nähe zum Rathaus. Noch 1933 bestand in Essen eine jüdische Gemeinde von etwa 5.000 Juden und Jüdinnen, wobei die Alte Synagoge als deren Versammlungs- und Gottesdienstort fungierte.
Stark beschädigt wurde sie in der so genannten "Reichskristallnacht" 1938, wobei die Zerstörungen nicht die Fassade betrafen, sondern ausschließlich das Interieur. Nach der Etablierung einer Designausstellung im Synagogengebäude wurde es von 1986 bis 1988 im Innenbereich ausgiebig restauriert. Zu besuchen ist die Alte Synagoge heute als Ort diverser Theater- und Konzertaufführungen sowie als Haus der Diskussion und der Begegnung.
www.alte-synagoge.essen.de

Schlösser und Villen

Burg Altendorf
Die Burg Altendorf liegt südlich der Ruhr und geht auf das späte 12. Jahrhundert zurück. Damals lebten hier die Ministerialen. In den Besitz der Stadt Essen kam die Burg 1970 im Rahmen der Eingemeindung. Für die Öffentlichkeit ist die Burg erst seit 2005 zugänglich. Besonders zu empfehlen ist eine Besichtigung des Turmes, zu dessen Aussichtsplattform man über eine Wendeltreppe gelangen kann.
www.burgaltendorf.de

Jagdhaus Schellenberg

Im Essener Stadtteil Heisingen steht dieses Fachwerkhaus aus dem Jahre 1836. Es wurde von der Familie Vittinghoff-Schell, den Besitzer von Schloss Schellenberg, für die Waldarbeiter errichtet. Heute befindet sich hier das Restaurant "Jagdhaus Schellenberg" und ein Biergarten.

Neue Isenburg

Im südlichen Essen steht diese Burg aus dem 13. Jahrhundert. Sie gehörte zu den größten Burganlagen der Region. Doch 1288 wurde sie zerstört und nicht wieder aufgebaut. Allerdings wurden durch Ausgrabungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Ruinen freigelegt.

Schloss Baldeney

Im frühen 13. Jahrhundert entstand aus den Ruinen der zerstörten Isenburg dieses Schloss, das sich am nördlichen Ufer des Baldeneysees befindet.

Schloss Borbeck

Im gleichnamigen Stadtteil gelegen, war das Schloss Borbeck seit dem 14. Jahrhundert Residenzgebäude der Fürstäbtissenen zu Essen. Seine gegenwärtige Gestalt geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Seit 1998 steht das gesamte Schlossgelände unter Denkmalschutz. Seit 1983 wird das Schloss für Kulturveranstaltungen und verschiedene Bildungsangebote verwendet. Auch ist das Standesamt von Borbeck hier beheimatet sowie die Volkshoch- und die Folkwang-Musikschule.

Schloss Hugenpoet

Im Stadtteil Kettwig steht jenes Schloss aus dem 17. Jahrhundert, welches einst das Königsgut von Karl dem Großen gewesen war. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es oftmals zerstört. Der Name geht auf Johann Wilhelm von Nesselrode-Hugenpoet zurück, welcher 1647 das Gebäude wieder aufbauen ließ. Heutzutage wird das Schloss als Hotel genutzt.

Schloss Oefte

Dieses Schloss (eigentlich aus dem 8. Jahrhundert) liegt im Stadtteil Kettwig. Nach zahlreichen Umbauten v.a. im 19. Jahrhundert hat sich das Aussehen des Schlosses sehr verändert. Es sind noch Stilelemente des 12. und 13. Jahrhunderts zu erkennen. Unglücklicherweise kann das Schloss nicht besichtigt werden, denn in ihm ist ein (privater) Golfclub untergebracht.

Schloss Schellenberg

Dieses wundervoll gelegene Schloss befindet sich im Stadtteil Rellinghausen. Das ursprünglich unter Denkmalschutz stehende Gebäude stammt aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Seit dem 20. Jahrhundert diente das Schloss diversen kirchlichen und sozialen Institutionen, wobei es von den 1970ern an eine Polizeischule beherbergte. Seit 1993 gehört es der Freifrau Spieß zu Büllesheim. Zum Schloss gehört der große Schlosspark, eine wunderschöne Anlage aus dem 19. Jahrhundert.

Villa Hügel
Dieses Bauwerk steht im Essener Stadtteil Bredeney.
Seine Erbauung geht auf Alfred Krupp zurück, der es 1873 als Wohnhaus der Familie bauen ließ. Neben dem eigentlichen Wohnhaus befindet sich die "kleine Villa".
Die Gebäude verfügen insgesamt über mehr als 8.000 m2 Nutzfläche. Die Villa liegt inmitten eines herrlichen 23 ha großen Parks, der seit dem frühen 20. Jahrhundert nicht verändert wurde. Genutzt wird die Villa heute für ständig wechselnde Kunstausstellungen.
Park und Villa sind nur über einen speziellen Eingang zu betreten bzw. zu befahren. Der Zutritt ist gebührenpflichtig.
Direkt neben den Gebäuden befindet sich ein Parkplatz. Es sei darauf hingewiesen, dass Hunde - auch nicht im Auto - mit auf das Gelände gebracht werden dürfen.
Die abgebildete Schiffschraube gehörte zu dem Schnelldampfer "Europa". Die Schraube wurde 1935 erstellt und hat einen Durchmesser von 4m bei einem Gewicht von 13,6 Tonnen.

Villa Vogelsang
Dieses elegante Wohngebäude des Unternehmers Friedrich Ludwig Niemann befindet sich im Essener Stadtteil Horst und wurde im Jahre 1840 nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel errichtet. Der Name bezieht sich auf einen Essener Unternehmer namens Vogelsang, der das Haus 1910 ersteigert hatte. 1947 gelangte die Villa an das Rote Kreuz, 1962 an das Bistum Essen und 1994 an den Unternehmer Reinhard Wiesemann. Letzterer ließ das Haus renovieren. Heutzutage wird es als Hotel und für Tagungen genutzt.

Bedeutende Zechen, Firma Hochtief, RWE

Zeche Carl
Dieses ehemalige Steinkohle-Bergwerk in Altenessen wurde 1855 gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Hoesch AG neuer Besitzer der Zeche. Schon im Jahr der Weltwirtschaftskrise 1929 wurde die Kohleförderung der Zeche eingestellt und ab 1931 auch die Kokerei. Im Jahre 1970 wurde die gesamte Zeche stillgelegt. Die mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Zeche wurde in den 1970ern zum Kulturzentrum umgestaltet und ist heute wegen der vielen Kabaretts, Partys, Lesungen und Ausstellungen auch überregional berühmt. Verwaltet wird es durch:

Tel.: 0201 / 8 34 44 10 (Programm- und Kartenbestellung)
zechecarl-musik@t-online.de 
www.zechecarl.de

Zeche Carl Funke

Dieses ehemalige Steinkohle-Bergwerk lag einst direkt am Baldeneysee. Seine Anfänge sind mit älteren Stollenbetrieben verbunden. Carl Funke war der Vorstandsvorsitzende der Essener Steinkohlenbergwerke AG, welche neben anderen auch die Zeche Carl Funke kontrollierte. Die Entwicklung der Zeche war so viel versprechend, dass nach dem Ersten Weltkrieg eine Erweiterung der Anlage durchgeführt werden konnte. In den 1970er Jahren wurde sie stillgelegt, wobei erst ab 1985 der Abriss aller Anlagen erfolgte. Der Schacht Carl Funke 1 blieb erhalten und dient heute als Industriedenkmal.

Zeche Herkules

1855 entstanden, war die Zeche Herkules ein Essener Steinkohle-Bergwerk. Dieses Bergwerk konnte im Zuge der günstigen wirtschaftlichen Entwicklung rasch ausgeweitet werden. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Einbruch der Absatzmärkte wurde die gesamte Zeche im Jahre 1925 stillgelegt. Das heute auf dem Gebiet der früheren Zeche gelegene "Gewerbegebiet Herkules" erinnert noch an die Zeche.

Zeche Emil-Emscher

Die Ursprünge dieser Steinkohle-Zeche liegen im Jahre 1872. Hochwertige Kokskohle wurde hier gefördert. Nach starken Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und einem Wiederaufbau sind in den 1970er Jahren durch Zusammenfassungen alle Tagesanlagen abgebrochen worden. Im Gelände Emscher 1/2 ist jetzt ein Kleinbetriebepark untergebracht.

HOCHTIEF Aktiengesellschaft
Die Firma Hochtief ist eine international tätige Aktiengesellschaft auf dem Bausektor mit über 65.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 18 Mrd. €, die ihren Hauptsitz in Essen hat.
Der Anfang der Firma geht auf das Jahr 1875 zurück, als die aus Kelsterbach bei Frankfurt stammenden Brüder Philipp und Balthasar Helfmann in Frankfurt am Main die Firma Gebrüder Helfmann gründeten. Nach dem Tod seines Bruders Balthasar wandelte Philipp Helfmann das Unternehmen 1896 in die Aktiengesellschaft für Hoch- und Tiefbauten um. 1922 wurde der Firmensitz von Frankfurt nach Essen verlegt.
Opernplatz 2
45128 Essen
Tel.: 0049 - (0)201 - 824-0
Fax: 0049 - (0)201 - 824-2777
www.hochtief.de
info@hochtief.de

Rheinisch Westfälische Elektrizitätswerke (RWE)
Die 1898 gegründeten Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE) beschäftigen derzeit weltweit rund 70.000 Menschen - bei einem Umsatz im Jahr 2011 von rund 50 Mrd. Euro. RWE gehört in Deutschland neben E.ON, EnBW sowie Vattenfall Europe dzu den führenden Energieunternehmen und ist zudem einer der fünf führenden Strom- und Gasversorger in Europa. Die Hauptbetätigungsfelder des Konzerns sind die Stromerzeugung, der Energiehandel sowie der Transport und der Vertrieb von Strom und Gas. Aber der Konzern betreibt nicht nur konventionelle
Kraftwerke - darunter 5 Kernkraftwerksblöcke (Biblis A/B, Gundremmingen B/C und KKW Emsland) - sondern ist auch bei der Förderung moderner Energieerzeugung
aktiv, so wurde RWE der sechste strategische Konsortialpartner für die Planung und den Bau der Nabucco-Pipeline, die Erdgasvorkommen der Kaspischen Region und des Nahen und Mittleren Ostens über die Türkei mit Südost- und Mitteleuropa verbinden soll.
Ab dem Jahr 2008 begannen Projekte zum Bau neuer Windparks in Großbritannien, Polen, Ungarn und vor der deutschen und niederländischen Küste sowie eine Beteiligung an der Entwicklung eines Meeresströmungskraftwerks.
Außerdem ist RWE Gründungsmitglied der Desertec Industrial Initiative (DII), die solarthermische Kraftwerke in Nordafrika entwickeln und bauen will. Die Verwaltung der RWE-Holding - also die Konzernzentrale - befindet sich im RWE-Tower und beschäftigt an diesem Standort rund 350 Menschen.
Opernplatz 1
45128 Essen
Tel.: 0049 - (0)201 - 12-00
www.rwe.com 

Zeche und Kokerei Zollverein

Die Zeche Zollverein und die in der Nähe befindliche Kokerei liegen im nördlichen Essen im Stadtteil Kartenberg. Die Anlage stellte 1986 ihre Tätigkeit ein und wurde stillgelegt. Im Jahr 1847 wurde hier durch den Industriellen Franz Haniel der erste Schacht abgeteufelt und 1851 die erste Kohle gefördert. Im Jahr 1900 waren auf drei Schachtanlagen 5.355 Bergleute beschäftigt. im Jahr 1926 wurde Zollverein Hüttenzeche der "Vereinigten Stahlwerke AG" - seinerzeit dem zweitgrößten Stahlkonzern weltweit. Und im Februar 1932 begann auf Schacht XII die Kohleförderung - der damals größten Steinkohleförderanlage weltweit. Und nach dem Krieg ging 1962 die Zentralkokerei Zollverein in Betrieb.
Die Anlage umfasst eine Fläche von rund 100 ha. In der Zeche Zollverein wurde über 12 Schächte Kohle gefördert. Eine ausführliche Beschreibung dieses UNESCO-Weltkulturerbes finden Sie hier >>>

Aufbereitung, Kohlenwäsche
Die geförderte Kohle wurde auf dem Zechengelände aufbereitet.
Bei der Kohleaufbereitung wurden die Kohle und das Gestein voneinander getrennt sowie die Kohle nach Größe und Qualität sortiert. Da dieser Vorgang teilweise mit Hilfe von Wasser geschah wurde der Vorgang auch als "Kohlewäsche" bezeichnet.
Das Gebäude der Kohleaufbereitung besitzt eine Länge von 91 m, eine Breite von 31 m - bei einer Höhe von 40 m.
Die Anlage ging im Jahr 1932 in Betrieb und war bis zu ihrer Stilllegung 1986 die modernste ihrer Art - täglich wurden hier rund 24.000 Tonnen Kohle aufbereitet.

Kokerei
Nach der Aufbereitung gelangte die Kohle dann über Förderbänder in die angeschlossene Kokerei, wo sie zu Koks verarbeitet wurde, um damit in den Stahlwerken Eisen zu schmelzen. Nur ca. 10% der Kohle wurde dabei für den Hausbrand und andere Zwecke verwendet. Es stehen mehrere teilweise sehr große Parkplätze für die Besucher zur Verfügung. Teile der Zechenanlage und der Kokerei können ohne Anmeldung und ohne Führung individuell erkundet werden.
Als Zeichen und Erinnerung an die großen Zeiten des Ruhrgebiets mit seiner Kohleförderung und Stahlproduktion stehen die Schachtanlage XII, sowie die Schächte 1,2 und 8 und die Kokerei seit 2001 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Im selben Jahr begann der Architekt Rem Koolhaas mit dem Ausbau der Anlage zu einem großen touristischen Zentrum der Stadt und der Region.
Informationen erhält man unter:

Tel.; 0201 - 83036-36
Tel.:0180 - 400 00 86 (Route der Industriekultur)
besucherzentrum@zollverein.de
In der ehemaligen Umformerhalle im Schalthaus der Zeche Zollverein XII
Öffnungszeiten:
01.04. bis 31.10.: 10:00 - 19:00 Uhr
01.11. bis 31.03.: 10:00 - 17:00 Uhr

Kokerei Café/Restaurant Zollverein

Dieses Restaurant befindet sich auf dem Gelände der Kokerei und ist ausgeschildert.
tägl. geöffnet von 12:00 - 20:00 Uhr
Februar - Ostern 12:00 - 17:00 und am Wochenende von 12:00 - 19:00
Tel. 0201 -  8301276
Weiteres Wissenswertes erhält man auch unter der folgenden Adresse:
www.zollverein.de
Die Zeche ist ein wichtiger Teil der "Europäischen Route der Industriekultur" (ERIH).
www.erih.net ;

Universitäten und andere Bildungseinrichtungen

Universität Duisburg-Essen (Uni DuE)
Am 1. Januar des Jahres 2003 fusionierten die beiden Bildungseinrichtungen der Universität-Gesamthochschule Essen und der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg zu dieser Universität. Heute werden hier mehr als 34.000 Studenten unterrichtet. Damit zählt die Uni DuE zu den zehn größten Universitäten Deutschlands.
www.uni-duisburg-essen.de

Haus der Technik (HDT)

In der Nähe zum Hauptbahnhof von Essen steht diese 1909 gegründete Hochschule, die nach dem Krieg 1946 wieder eröffnet werden konnte. Akzente der Bildung werden auf verschiedenste Bereiche der Technik gesetzt sowie auf Chemie, Bauwesen, BWL, Umweltschutz usw. Wer weitere Informationen einsehen will, erhält diese unter: www.hdt-essen.de

Folkwang Hochschule

Diese Hochschule für Tanz, Theater und Musik teilt sich in zwei Gebäude auf. Zum einen ist sie in der so genannten "Weißen Mühle" untergebracht und zum anderen in den ehemaligen Gebäuden der Abtei Werden.

Fachhochschule für Ökonomie und Management (FOM)

Diese private Fachhochschule ist auf 16 Studienorte (Hauptsitz Essen) verteilt und beschäftigt sich mit wirtschaftlichen Studiengängen. Studiert wird neben der normalen Ausbildung oder Arbeit.
www.fom.de

Parks

Grugapark
Dieser Essener Park gehört zu den größten in Deutschland. Sein Name ist die Abkürzung von "Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung." Diese wurde zum ersten Mal im Jahre 1929 veranstaltet und stellte auch den Grund zur Etablierung dieses Parks.
1965 fand hier die erste Bundesgartenschau in Essen statt. Der Park befindet sich südlich von der City und verbindet die drei Stadtteile Margarethenhöhe, Rüttenscheid und Holsterhausen miteinander. Er ist etwa 70 Hektar groß und weist eine schöne Skulpturensammlung, einen Garten für Kleintiere, Wildgehege und zahlreiche Spielplätze für Kinder auf. Diverse Sommerfeste werden hier ebenfalls veranstaltet.
Der Gruga-Park ist Bestandteil eines großen Komplexes, zu welchem auch noch das Gruga-Stadion, -Halle und das -Bad gehören.
Weitere Informationen unter: www.grugapark.de

Park der Villa Hügel
Der etwa 23 Hektar große wunderschöne Park gehört zur Villa Hügel, im Stadtteil Bredeney, die heutzutage für Kunstausstellungen genutzt wird. Der Park wurde seit dem frühen 20. Jahrhundert kaum verändert. Der Park und die Villa Hügel können mit dem Auto befahren werden. Der Zugang ist aber gebührenpflichtig. Hunde dürfen auch nicht im Auto mit auf das Gelände mitgenommen werden.

Schlosspark

Der Schlosspark gehört zum Schloss Schellenberg, das er von zwei Seiten her umgibt. Im 19. Jahrhundert angelegt, weist er jedoch alle spezifischen Merkmale eines typischen Barockgartens auf. Innerhalb des Parks befindet sich ein wunderschöner Lustpavillion aus dem 17. Jahrhundert.

Zoologischer- und Botanischer Garten

Vogelgreiffluganlage - Grugapark Essen Botanischer Garten
Innerhalb des Grugaparks befinden sich ein Greifvogelgehege und eine 15 Meter hohe Vogelgreiffluganlage. Diese gehört zu den größten in Europa. Die interessante Bauweise der Anlage ermöglicht den Besuchern verschiedenste Einblicke in die Vogelwelt. Die Ausstattung ist äußerst reichhaltig und den Bedürfnissen der Tiere bestens angepasst. Die Anlage beherbergt etwa 150 einheimische und exotische Vögel.
www.grugapark.de

Stadien und Sporteinrichtungen

Georg-Melches-Stadion (alt)
Im nördlichen Essen im Stadtteil Bergeborbeck steht dieses Stadion, das mit einer Kapazität für über 15.000 Zuschauer - davon 11.000 Stehplätze und 4.000 Sitzplätze - zu den größten der Stadt zählt. Sein Name erinnert seit 1964 an Georg Melches, einem Mitbegründer des renommierten Essener Fußballvereins Rot-Weiss-Essen. Vorher hieß es Stadion an der Hafenstraße. Das Stadion diente hauptsächlich, aber nicht nur, als Spielstätte des RWE.
Wegen des Neubaus des Stadions in unmittelbarer Nähe wurde das Stadion ab August 2012 abgerissen. Das letzte Spiel fand hier am 19. Mai 2012 statt.

Neues Georg-Melches-Stadion
Nordwestlich - in unmittelbarer Nähe zum alten Georg-Melches-Stadion - entstand aufgrund eines Beschlusses des Essener Stadtrates vom 28. Oktober 2010 der Neubau eines Stadions mit ca. 20.000 Plätzen. Die Einweihung des Stadions fand am 12. August 2012 statt und das erste Heimspiel des RWE im neuen Stadion am 20. August. In dem neuen Stadion spielen ab der Saison 2012/2013 neben Rot-Weiss Essen auch das Frauenfußballteam SG Essen-Schönebeck.
Das neue Stadion hat rund 9.000 Stehplätze, 11.300 Sitzplätze sowie 136 Presseplätze, 1.000 Business-Seats, 290 Logenplätze und Rollstuhlplätze. Der ausführende Architekt war der Geschäftsführer des Architekturbüros "Plan Forward" aus Stuttgart - Dieter Deichsel. Der Name des neuen Stadions steht noch nicht fest, wird aber in Kürze bekannt gegeben.
Das Stadion kann - in Abhängigkeit von der Zuschaueranzahl - also bedarfsgerecht, in einer zweiten oder gar dritten Baustufe auf 25.800 bzw. 35.000 Plätze erweitert werden. Das hängt natürlich stark von den Erfolgen des Fußballvereins RWE ab, der derzeit in der Regionalliga spielt.

Kontakt

Neues Georg-Melches-Stadion 
 Hafenstraße 97a
45346 Essen
www.stadion-essen.de

Grugabad
Essens größtes Freibad wurde im Jahre 1964 eröffnet und liegt gleich neben dem Grugapark. Neben vier Schwimm- und einem Kinderbecken können ein Sprungbecken und ein Wellenbad benutzt werden. Das Grugabad befindet sich in der Essener City.

Flüsse, Seen und Kanal

Ruhr
Die Ruhr gab der größten deutschen Industrieregion ihren Namen und ist, bezüglich ihrer Wasserführung, der fünftgrößte Nebenfluss des Rheins. Sie misst eine Länge von etwa 220 km. In ihrem direkten Einzugsgebiet leben über zwei Millionen Menschen, die das Wasser für den täglichen Bedarf aus ihr beziehen. Einige der Rückpumpwerke, die für eine ausreichende Wassergewinnung bedeutend sind, gehören zu Essen (bspw. Kettwig oder Essen-Horst). Essen besitzt zwei Ruhrstauseen.

Baldeneysee
Neben dem Kettwiger See gibt es noch einen weiteren Ruhrstausee in Essen: den Baldeneysee. Der See ist ein Paradies für Wassersportler - Schwimmer, Segler, Ruderer oder Paddler und Menschen, die sonstige Erholung suchen. Er liegt im Süden der Stadt in unmittelbarer Nähe der Bundesstraße B224.
Der See ist Heimat vieler Tierarten, und am Ufer in Heisingen kann man sogar ein Vogelschutzgebiet besuchen. Besonders beliebt ist der See unter Fußgängern und Radfahrern, denn Wege gibt es en masse. Sie führen um den See herum und dienen auch als Austragungsort für den Essener Marathon um den Baldeneysee. Zu sehen sind auch die vielen Sehenswürdigkeiten wie die Ruine Neue Isenburg, die Villa Hügel und natürlich der Aussichtspunkt Korte-Klippe, von wo sich der gesamte See überschauen lässt.
Die Planungen zu einem Stausee gehen auf die 1920er Jahre zurück. Das Ziel war, die stark verschmutzte Ruhr - nicht zuletzt durch eine Verringerung der Fließgeschwindigkeit - von Schadstoffen, die sich am Grund des Sees absetzen zu reinigen. Im Juli 1931 wurde mit den Arbeiten begonnen, die im März 1933 im Wesentlichen abgeschlossen waren.
Weitere Informationen unter Empfehlenswerte Ausflüge in die Umgebung.

Kettwiger See
Dieser über fünf Kilometer lange und durchschnittlich 2,5 Meter tiefe Ruhr-Stausee befindet sich ungefähr fünf Kilometer entfernt vom Baldeneysee, im Süden des Essener Stadtteils Kettwig. Er stellt ein wundervolles Naherholungsgebiet dar und ist leicht mit der S-Bahn (S6) und dem Bus (Nr. 772 und 774) zu erreichen.

Rhein-Herne-Kanal

Durch den 45,6 Kilometer langen Rhein-Herne-Kanal wird Essen mit dem Rhein und vielen deutschen Seehäfen angeschlossen. Der Kanal verfügt über fünf Schleusen.
Weitere Informationen erhält man unter:
www.dtg-eg.de/ki_rhein_herne_kanal.htm

Hafen von Essen

Der Hafen von Essen ist wirtschaftliches und industrielles Einzugsgebiet für den Bereich Essen, Oberhausen, Bottrop und Gladbeck. Er bietet gute Anbindungsmöglichkeiten an den Straßenverkehr, die Bahn und den Rhein-Herne-Kanal und dient mithin einem hervorragenden Transportsystem. Er befindet sich im Herzen der Stadt. Für weitere Informationen kann man sich wenden an:
Hafen Essen
Hafenstraße 239-247
45356 Essen
Tel: 0201 / 800-2900
www.stadtwerke-essen.de/hafen/index.