Sehenswürdigkeiten

UNESCO-Welterbestätten

Museen

Abtei von Middelburg 
Die Abtei von Middelburg ist über 900 Jahre alt. Heute beherbergt der große Komplex das Zeeuws Museum. Das Museum hat vier verschiedene Abteilungen, die Trachten, Salons aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Tapisserien, Königliche Gemächer und antike römische Objekte zeigen.

Agnietenkapelle
In der Agnietenkapelle in Amsterdam ist eine Sammlung zur Geschichte der Amsterdamer Universität untergebracht. Die Kapelle stammt von 1470 und ist eine der wenigen gotischen Kapellen, die die Alteratie überlebten.

Allard Pierson Museum
Das Allard Pierson Museum in Amsterdam ist das archäologische Museum der Stadt. Das Museum zeigt griechische, römische, ägyptische und koptische Kunstschätze.

Anne Frank-Haus in Amsterdam  
Im Hinterhaus an der Prinsengracht in Amsterdam versteckte sich das jüdische Mädchen Anne Frank vom 6. Juli 1942 bis zum 4. August 1944  mit ihrer Mutter und Schwester sowie ihrem Vater und vier anderen Personen, bevor sie nach ihrer Festnahme zuerst in das Judendurchgangslager Westerbork  in den Niederlanden gebracht wurde und von dort nach Auschwitz.
Wegen der näher kommenden Ostfront wurden sie und ihre ältere Schwester Margot Betti Frank nach Bergen-Belsen deportiert. In Bergen-Belsen wurden sie und ihre Schwester Anfang März 1945 ein Opfer der dort grasierenden Typhus-Epidemie. Ihre Mutter Edith Frank-Holländer war bereits am 6. Januar 1945 in Auschwitz ermordet worden. Nur der Vater Otto Heinrich Frank überlebte Auschwitz und war 1980 in der Nähe von Basel verstorben.
Anne Frank wurde am 12. Juni 1929 in Frankfurt/Main geboren und war 1934 vor den Nazis in die Niederlande geflohen.
Im Museum befindet sich auch das Original des Tagebuchs von Anne Frank.

Bonnefantenmuseum in Maastricht
Das Bonnefantenmuseum in Maastricht ist ein auffälliger moderner Bau. Es umfasst eine Sammlung alter Malerei von 1300 bis 1650 sowie eine internationale Kollektion moderner Kunst.

Beurs van Berlage
Die Beurs van Berlage in Amsterdam war einst die Börse der Stadt. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1903 und dient heute als Konzert- und Ausstellungsraum.

Concertgebouw 
Das Concertgebouw ist ein bedeutendes Konzerthauses im Stadtbezirk Amsterdam Zuid. Das Gebäude im wurde im Jahr 1888 nach Plänen des Architekten  Adolf Leonard van Gendt eröffnet.
Das Gebäude verfügt über zwei Säle, wobei der Große Saal über 1.962 Plätze und der 2004 restaurierte Kleine Saal über 437 Plätze verfügt. Wegen seiner hervorragenden Akustik ist das Haus auch eine der Hauptspielstätten des "Königlichen Concertgebouw-Orchesters"

Drents Museum
Das Drents Museum in Assen zeigt viele prähistorische Funde, die Geschichte von Drenthe und bildende Kunst.

Frans Hals Museum
Das Frans Hals Museum in Haarlem stammt von 1913 und bietet einen umfassenden Überblick über den Künstler. Daneben sind zudem die Geschichte der Stadt in dem Museum wiedergegeben und Werke anderer niederländischer Künstler zu bewundern.

Fries Scheepvaart Museum in Sneek
Das Fries Scheepvaart Museum in Sneek ist der friesischen Schifffahrt und dem Schiffsbau gewidmet. Die Sammlung umfasst unter anderem über 200 Modellschiffe.

Gemeentemuseum in Den Haag
Das Gemeentemuseum in Den Haag ist ein Bauwerk der Amsterdamer School von 1935. Das Museum besitzt die weltgrößte Sammlung von Bildern des Künstler Mondrians.

Groninger Museum
Das Groninger Museum in der gleichnamigen Stadt ist ein riesiger, moderner Gebäudekomplex von 1931. Drei große Gebäude sind über Brücken und Treppen miteinander verbunden und beherbergen eine archäologische Sammlung, Kunstgewerbe sowie alte und moderne bildende Kunst.

Hasj- en Marihuanamuseum
Das Hasj- en Marihuanamuseum in Amsterdam berichtet über die Geschichte und den Gebrauch von Hanf.

Historisches Museum von Amst
Das Historische Museum von Amsterdam ist in einem Backsteingebäude mit klassizistischer Fassade aus dem 18. Jahrhundert untergebracht.
Das Museum stellt die Geschichte der Stadt vor.

Huis Bergh
Huis Bergh in ´s-Heerenberg ist eines der schönsten Schlösser der Niederlande. Heute beherbergt es eine Kunstsammlung.

Hünengräber
In den Niederlanden gibt es 54 Hünengräber, 52 davon befinden sich in Drenthe und 2 in Groningen. Sie sind Reste von steinernen Grabkellern, die vor 5.000 Jahren von neolithischem Volk aus Findlingen gebaut wurden. An diesen Stätten fand man unter anderem Tongefäße, Schmuck und prähistorische Werkzeuge.

Joods Historisch Museum
Das Joods Historisch Museum in Amsterdam ist ein Komplex aus vier Synagogen, die im 17. und 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Synagogen wurden in den 1980er Jahren restauriert und miteinander verbunden. Heute dient der Bau als Museum für die jüdische Geschichte.

Kröller-Müller Museum
Das Kröller-Müller Museum in Gelderland zeigt die Sammlung der Helene Kröller-Müller, die sie dem niederländischen Staat 1935 schenkte. Das große Museum ist für seine Sammlung moderner Kunst und den Skulpturenpark bekannt.

Madame Tussaud Scenerama
Madame Tussaud Scenerama in Amsterdam ist im Gebäude von Peek und Cloppenburg untergebracht. Die Wachsfiguren-Ausstellung bietet einen Überblick über die Geschichte der Niederlande.

Madurodam in Den Haag
Madurodam ist eine Miniaturstadt in Den Haag. Sie gibt einen Überblick über die interessanten Bauwerke und Landschaften der Niederlande. Masurodam wurde 1952 eröffnet.

Mauritiushuis in Den Haag
Das Mauritiushuis in Den Haag wurde im klassizistischen Stil 1644 erbaut. Im Jahr 1822 zog die Königliche Gemäldegalerie dort ein. Die kostbare Sammlung beinhaltet unter anderem das berühmte Gemälde "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Vermeer sowie "Die Anatomiestunde des Doktor Nicolaes Tulp" von Rembrandt.

Montelbaanstoren
Der Montelbaanstoren in Amsterdam ist ein 1512 erbauter Turm, der außerhalb der Stadtmauer stand und der Verteidigung diente. Heute sitzt dort die städtische Wasserbehörde.

Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam 
Das Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam besitzt ein Kupferstichkabinett, Sammlungen Alter Meister bis Kunst des 20. Jahrhunderts sowie Kunstgewerbe und Design. Das Museum ist eines der umfassendsten und schönsten der Niederlande.

Museum Bredius in Den Haag
Das Museum hat seinen Namen nach dem Kunsthistoriker Abraham Bredius (18855-1946). Die Sammlung großer niederländischer Meister befindet sich in einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert.
Der Besucher findet hier u.a. Gemälde von Rembrandt, Jan Steen, Aert van der Neer, Adriaen van Ostade, Meindert Hobbema.

Naturkundemuseum in Maastricht
Das Naturkundemuseum in Maastricht vermittelt einen Eindruck der Natur des Gebiets Limburg von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Hauptattraktionen sind die Skelette von Sauriern und Riesenschildkröten

Nederlands Filmmuseum in Amsterdam
Das Nederlands Filmmuseum in Amsterdam zeigt jährlich über 1.000 Filme. In dem Museum ist das Art-Déco-Interieure des ältesten Kinos Amsterdams von 1910 vollständig wiedergegeben.

Nederlands Scheepvaartmuseum in Amsterdam
Das Nederlands Scheepvaartmuseum in Amsterdam bietet eine chronologische Übersicht über die Schifffahrtsgeschichte der Niederlande.

Niederländisches Architektur Institut
Das NAI (Niederländisches Architektur Institut) bietet einen Überblick über die Geschichte der Architektur in den Niederlanden. Zudem finden dort wechselnde Ausstellungen statt.

newMetropolis in Amsterdam
Das newMetropolis in Amsterdam ist ein Museum für Wissenschaft und Technik. Es ist in einem modernen Gebäude untergebracht, das an ein riesiges Schiff erinnert. Es ragt an der Rückseite über 30 m über das Hafenwasser empor.

Rijksmuseum in Amsterdam
Das Gebäude des Rijksmuseum (Reichsmuseum) im Neorenaissance- und neugotischem Stil in Amsterdam wurde zwischen 1878 und 1885 nach Plänen des bedeutenden niederländischen Architekten des Historismus Pierre Cuypers (1827-1921) als "Schatzhaus" errichtet.
Es ist mit 80 Ausstellunggssälen und rund 8.000 Ausstellungsstücken auf einer Fläche von 30.000 m² eines der bedeutendsten Museen des Landes und sogar weltweit. Es beherbergt u.a. Werke von Rembrandt, Franz Hals, Jan Steen, Salomon und Jacob van Ruisdael, Vermeer bis hin zu Van Gogh, sowie eine riesige Anzahl historischer Gegenstände und Dokumente.
Am 13. April 2013 wurde das Gebäude nach rund zehnjährigen Umbauten und Erneuerungen in Anwesenheit der niederländischen Königin Beatrix feierlich neu eröffnet. Die Umbauten hatten rund 375 Mio. Euro gekostet und waren von dem spanischen Architekturbüro Cruz und Ortiz geplant worden. So gibt es u.a. einen neu gestalteten Eingangsbereich, einen neuen "Asien-Pavillon" oder einen Speisesaal. Auch eine neu gestaltete Bibliothek und einen Hörsaal findet man in dem Gebäude. Das großartige Museum spannt damit einen Bogen vom 19. ins 21. Jahrhundert. Das wohl berühmteste Gemälde der Ausstellung, Rembrandts "Die Nachtwache", hat übrigens nach und während der Umbauten seinen traditionellen Platz behalten.
Stadhouderskade 42

tgl. 09:00-18:00 Uhr
www.rijksmuseum.nl

Rijksmuseum in Leiden 
Das Rijksmuseum in Leiden zeigt eine völkerkundliche Sammlung von der Arktis bis Ozeanien.

Scheepvaartsmuseum in Amsterdam

Hier kann man zahlreiche Dokumente und Gegenstände zur Geschichte der niederländischen Seefahrt anschauen. Hinter dem Museum befindet sich zudem ein Nachbau des Schiffes "Amsterdam" aus dem 18. Jahrhundert.

Schreierstoren
Der Schreierstoren war ein Teil der Amsterdamer Stadtbefestigung und stammt von 1480. Er beherbergt heute ein Geschäft für Navigationsinstrumente.

Stedelijk Museum in Amsterdam
Das Stedelijk Museum in Amsterdam wurde 1895 erbaut. Dort ist heute das Nationale Museum für Moderne Kunst untergebracht. Die Sammlung zeigt unter anderem Werke von Picasso, Matisse, Mondrian, Cézanne und Monet. Daneben beherbergt das Museum Räume für wechselnde Ausstellungen.

Stedelijk Museum De Lakenhal
Das Stedelijk Museum De Lakenhal in Leiden ist in einem Gebäude von 1640 untergebracht. Es beherbergt eine Sammlung von Gemälden Leidener Künstler wie Lukas von Leyden und Rembrandt.

Theatermuseum in Amsterdam
Im Theatermuseum in Amsterdam sind Bühnenrequisiten und Kostüme zu besichtigen.

Van Gogh-Museum in Amsterdam
 
Das Van Gogh-Museum in Amsterdam wurde 1973 eröffnet. Die Sammlung umfasst ca. 200 Gemälde und 500 Zeichnungen des Künstlers.

Van Abbemuseum in Eindhoven
Das Van Abbemuseum in Eindhoven ist international für seine Sammlung moderner Kunst bekannt.

Waag
Die Waag oder auch St. Antoniespoort genannt ist das älteste, noch erhaltene Stadttor Amsterdams. Es stammt aus dem 15. Jahrhundert. Früher fanden dort Hinrichtungen statt. Ab 1617 ließ man am Tor seine Ware wiegen und zahlte entsprechend Steuern. Daher auch der Name Waag (von Waage).

Zuiderzeemuseum
Das Zuiderzeemuseum in Enkhuizen ist ein Museumskomplex. Das Binnenmuseum zeigt die Geschichte von sieben Jahrhunderten, das Buitenmuseum ist die Rekonstruktion eines alten Fischerortes.

Schlösser und Paläste

Chateau Neercanne in Maastricht 
www.neercanne.com
An der südlichen Seite Maastrichts und nahe der belgische Grenze steht das Chateau Neercanne aus dem 17. Jahrhundert. Dies wird gegenwärtig als Restaurant verwendet. Zum Chateau gehören auch malerische Gartenanlagen, die durchaus einen Besuch wert sind.

Fort Eben-Emael
Dieses imposante Fort befindet sich im gleichnamigen kleinen Dorf südlich von Maastricht. Neben der eigentlichen Festung sind auf dem etwa 75 Hektar großen Areal u.a. auch Bunkeranlagen zu besichtigen. Die geführte Tour, der man sich anschließen sollte, bringt die Besucher u.a. zu den Maschinenräumen, zu teilweise noch intakten Bunkern sowie einem voll ausgestatteten Krankenhaus.

Fort St. Pieter in Maastricht 
In den Jahren 1701 und 1702 erbaut, befindet sich diese Festung auf der nördlichen Seite des Maastrichter St. Pietersbergs. Das im fünfeckigen Grundriss konstruierte Fort kann im Rahmen einer geführten (leider nur auf Niederländisch veranstalteten) Tour besucht werden, in deren Zusammenhang u.a. Galerien und bombensichere Räume zu sehen sind sowie ein äußerst tiefer Wasserbrunnen. Ansonsten hat man an klaren Tagen vom Fort aus einen schönen Blick auf Maastricht.

Jagschloss Paleis Het Loo
Im Jahr 1692 begann der Bau des Jagschlosses Paleis Het Loo in Gelderland als Sommerresidenz für Wilhelm III. Die prunkvolle Ausstattung brachte dem Schloss den Beinamen Versaille der Niederlande ein. Doch die strenge klassizistische Fassade lässt nicht auf den Prunk im Inneren schließen. Besonders schön sind auch die Gärten.

Palast Noordeinde („´t Oude Hof“) in Den Haag 
Hierbei handelt es sich um den offiziellen Amts- und Arbeitssitz der niederländischen Königin. Das Bauwerk geht auf das Jahr 1533 zurück, auch wenn Umbauarbeiten 1640 und 1814 die ursprüngliche Gestalt veränderten. Nachdem ein Feuer das Bauwerk 1948 teilweise zerstört hatte, wurde es in den 1970ern restauriert. Gegenwärtig empfängt hier die niederländische Königin Beatrtix ihre Staatsbesucher.

Schloss Assumburg in Heemskerk
Das Schloss Assumburg in Heemskerk stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist seit 1933 eine Jugendherberge.

Schloss De Haar in Haarzuilens
Das Schloss De Haar in Haarzuilens ist ein imposanter neogotischer Bau von 1892.

Schloss Muiderslot in Muiden 
Schloss Muiderslot in Muiden wurde 1280 erbaut. Die meisten Zimmer sind im Stil des 17. und 18. Jahrhundert eingerichtet.

Schloss Zuylen in Utrecht
Das Schloss Zuylen in Utrecht wurde auf den Resten eines mittelalterlichen Baus im 16. Jahrhundert errichtet und bis ins 18. Jahrhundert mehrmals umgebaut. Die sogenannte Schlangenmauer, die um das Schloss verläuft, bietet besonderen Schutz vor dem Meeresklima. 

St. Pietersberg
Der 120 Meter hohe Mount St. Pieter bietet vom Gipfel nicht nur eine malerische Aussicht auf die Dächer von Maastricht, sondern auch wundervolle Wanderwege in die bewaldete Gegend von Slavante sowie in den ENCI-Wald. Zudem liegt das D'n Observant auf dem St. Petersberg. Auf insgesamt drei Routen kann man dieses Naturreservat kennen lernen.

Bedeutende Opern- und Theaterhäuser

Het Muziektheater/Stopera in Amsterdam 
In diesem multifunktionalen Gebäude, welches auch das Rathaus beherbergt, befindet sich die einzige Opernbühne der Niederlande. Hier finden neben Opern auch Tanzaufführungen des Nationalballetts und des Nederlands Dans Theater statt.

Koninklijke Schouwburg in Den Haag
Das Königliche Theater in Den Haag ist Heimspielort der "Nationaal Toneel", also der nationalen Theatergruppe. Es befindet sich gegenüber der streng bewachten US-amerikanischen Botschaft.

Lucent Danstheater in Den Haag
Das Gebäude, welches vom holländischen Architekten Rem Koolhaas 1988 entworfen worden war, beheimatet das international gefeierte "Nederlands Dans Theatre" und wird auch von vom Sinfonie-Orchster Den Haags (= Residentie Orkest) verwendet. Deren Hauptspielort ist der Anton Philipszaal.

Rotterdamse Schouwburg
Schouwburgplein 25
Das landesweit bekannte Theater im Zentrum der Stadt zeigt auf seinen vier Bühnen klassisches und modernes Theater, Tanzaufführungen und Opern.

Stadsschouwburg in Amsterdam
Das Stadttheater im Neorenaissance Stil wurde 1894 eröffnet. Auf dem Spielplan stehen sowohl klassische als auch zeitgenössische Stücke.

Kirchen, Synagogen und Klöster

Basilika von Oudenbosch
Die Basilika von Oudenbosch ist eine verkleinerte Kopie des Petersdoms in Rom. Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert.

De Krijtberg
De Krijtberg in Amsterdam ist eine mächtige neogotische Kirche von 1884. Die Fassade ist sehr schmal, was durch die hohen Türme noch betont wird. Der Innenraum ist reich mit neogotischer Sakralkunst ausgestattet.

Dom bzw. St.-Servaasbasiliek von Maastricht
Die St.-Servaasbasiliek in Maastricht wurde schon um 1000 an der Stelle des Grabes des Heiligen begonnen. Die ältesten erhaltenen Teile sind das Mittelschiff, die Krypta, das Querschiff und der Chor. Prunkstück der Kirche ist der Reliquienschrein mit den Reliquien des Heiligen.

Grote Kerk (Große Kirche) von Den Haag 
Die gotische Stadtkirche von Den Haag ist dem heiligen Jakobus gewidmet. Ihr ältester Teil geht auf das 14. Jahrhundert zurück, wurde aber durch ein Feuer im Jahr 1539 stark beschädigt. Besonders markant an dem christlichen Sakralbau ist der Kirchturm, welcher eine Höhe von 100 Metern misst. Diente die Stadtkirche einst königlichen Zeremonien, finden dort seit ihrer Renovierung im Jahre 1987 v.a. Ausstellungen, Messen und Festveranstaltungen statt.

Kloster Ter Apel
Das Kloster Ter Apel bei Drenthe stammt aus dem 13. Jahrhundert. Es wurde 1933 gründlich renoviert. Heute dient es als Museum für kirchliche Kunst und Religionsgeschichte. Besonders schön ist der Klostergarten, in dem viele Heilpflanzen wachsen.

Lutherse Kerk
Die Lutherse Kerk in Amsterdam war der erste runde protestantische Kirchenbau der Niederlande. Sie wurde 1671 begonnen, brannte 1882 fast vollständig ab und wurde wieder aufgebaut. Seit 1935 ist die Kirche geschlossen. Heute wird sie als Konferenzraum des Amsterdamer Renaissance Hotel genutzt.

Martinikerk
Die Martinikerk in Groningen stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert, wurde jedoch im 15. Jahrhundert in gotischem Stil erweitert. Der Chor besitzt sehr schöne Wandmalereien von 1530.

Nieuwe Kerk
Die Nieuwe Kerk in Amsterdam wurde im 14. Jahrhundert erbaut, als die Gemeinde in der Oude Kerk keinen Platz mehr fand. Im 16. Jahrhundert erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen. Sehenswert ist die geschnitzte Kanzel, die goldenen Engel in den Ecken des Gewölbes und die Glasmalereien der Fenster aus dem 19. Jahrhundert.

Noorderkerk in Amsterdam 
Die Noorderkerk in Amsterdam war die erste Kirche der Stadt, die einen Grundriss in Form eines Kreuzes hatte. Sie wurde 1620 begonnen und wurde speziell für die ärmere Bevölkerung gebaut.

Oude Kerk in Amsterdam
Die Oude Kerk in Amsterdam ist eine gotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Bilder und Skulpturen der Basilika fielen der Alteratie zum Opfer. Die goldene Decke und die Glasfenster blieben jedoch erhalten und sind neben der großen Orgel von 1724 äußerst sehenswert.

Onze-Lieve-Vrouwemunsterkerk
Die Onze-Lieve-Vrouwemunsterkerk in Roermond ist eine spätromanische-frühgotische Kirche und ursprünglich die Abteikirche eine Zisterzienserabtei.

Oude Kerk in Delft
Die Oude Kerk in Delft geht auf eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert zurück. Das heutige Bauwerk wurde viele Male umgebaut. Der Glockenturm wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Prunkstück des Inneren ist die hölzerne Kanzel mit Baldachin von 1548.

Pieterskerk
Die Pieterskerk in Leiden ist eine gotische Kreuzkirche, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Sehenswert sind der schlichte Innenraum und die restaurierte Hagerbeer-Orgel aus dem 17. Jahrhundert.

Portugees-Israelitische Synagoge
Die Portugees-Israelitische Synagoge in Amsterdam stammt aus dem Jahr 1675. Der Bau orientiert sich am Tempel von Salomon in Jerusalem. Das Gewölbe stützt sich auf vier ionische Säulen.

Sint-Jan
Die gotische Kirche Sint-Jan in ´s-Hertogenbosch wurde zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert erbaut. Die mächtige Kathedrale hat den Bilderstreit und einen Brand im Jahr 1584 überlebt. Um den Hauptchor sind sieben Chorkapellen angeordnet. Die bunten Bleiglasfenster stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Sint-Nicolaaskerk 
Die Sint-Nicolaaskerk in Amsterdam ist dem Schutzheiligen der Stadt Sint Nicolaas geweiht. Sie stammt von 1887 und ist im Stil der Neorenaissance gebaut.

St. Janskerk in Gouda
St. Janskerk in Gouda stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist vor allem für ihre bunten Glasmalereien bekannt. Nach der Reformation wurde die Kirche protestantisch. Die schönen Fenster überlebten jedoch den Bilderstreit und wurden sogar noch erweitert.

Westerkerk in Amsterdam
Die Westerkerk in Amsterdam wurde im Jahre 1631 fertig gestellt. Damals war sie die größte protestantische Kirche der Welt. Sehenswert ist vor allem ihr 85 m hoher Turm "Westertoren", welcher das Wahrzeichen des Jordanviertels ist. Auf seiner Spitze befindet sich eine überdimensionale blau-rot-goldene Krone.
Prinsengracht 281

Zuiderkerk
Die Zuiderkerk wurde 1603 im Stil der Renaissance in Amsterdam erbaut. Ihr Turm ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Seit 1929 wird die Zuiderkerk nicht mehr als Gotteshaus genutzt.

Besondere Bauwerke und Gebäude

American Hotel in Amsterdam
Das American Hotel in Amsterdam stammt von 1902. Es besitzt eine sehr schöne Jugendstileinrichtung. Die Möbel und Glasmalereien stammen zum Teil noch von der originalen Einrichtung

Begijnhof in Amsterdam
Der Begijnhof in Amsterdam  wurde 1346 für die Begijnen, eine katholische Schwesternschaft, erbaut. Im Gegenzug dazu kümmerten sich die Begijnen um Arme und Kranke. Noch heute ist der Hof ein Ruhepunkt der Stadt. Haus Nr. 34 wurde 1420 erbaut und zählt zu den ältesten erhaltenen Häusern Amsterdams.

Binnenhof in Den Haag

Der Binnenhof in Den Haag ist ein auffallend repräsentativer Gebäudekomplex im Zentrum  der Stadt, der seit dem Jahr 1446 Versammlungsort der niederländischen Generalstaaen ist. Man glaubt, dass die ältesten Gebäude, von denen allerdings nur noch Mauerresre übrig geblieben sind, aus der Zeit des späten 12. Jahrhunderts stammen.
Zu dem Gebäudekomplex zählt auch das Gevangenenpoort, das bis ins 19. Jahrhundert als Gefängnis diente. Hier wurde 1672 die Cornelis de Witt wegen eines angeblichen Anschlags auf Prinz Wilhelm III. gefoltert und  ohne Geständniszu lebenslanger Verbannung verurteilt. Als ihn sein Bruder Johan de Witt auf dem Weg in die Verbannung abholen wollte, wurden beide von der Haager Schützengilde gelyncht. Zu Ehren von Johann de Witt wurde an dem Ort der Lynchjustiz  auf dem Platz  "De Plaats" - unmittelbar vor dem Tor - ein Denkmal errichtet.
Im Binnenhof befinden sich heutzutage die Sitzungssäle der Ersten Kammer (vergleichbar mit dem Deutschen Bundesrat) und der Zweiten Kammer der niederländischen Generalstaaten (vergleichbar mit dem Deutschen Bundestag). Wobei der frühere Ballsaal - im Südflügel des Binnenhofes - von 1790 bis 1992  Sitz der Zweiten Kammer war. Seitdem 1992 ist deren Tagungsort der gegenüber liegende Neubau.
Es sei erwähnt, dass sich ab dem 13. Jahrhundert Den Haag um den Binnenhof herum entwickelte und der Binnenhof daher als Keimzelle der Stadt angesehen werden kann. Während des Goldenen Zeitalters im 17. Jahrhundert war der Binnenhof eines der wichtigsten Zentren der europäischen Diplomatie.

Centraal Station
Der Hauptbahnhof Amsterdams, die Centraal Station, wurde im Stil der Neorenaissance erbaut und 1889 eröffnet.

Coster Diamonds
Coster Diamonds wurde 1840 gegründet und zählt zu den ältesten Diamantenschleifereien Amsterdams. Man kann die Arbeitsräume der Schleiferei besichtigen und sich über Diamanten und ihre Bearbeitung informieren.

De Koninglijke Paleis in Amsterdam 
Das Gebäude in Amsterdam wurde zwischen 1648 und 1655 auf 13.659 Baumstämmen erbaut. Ursprünglich war der klassizistische Bau Rathaus und Sitz der Stadtverwaltung.
Die Hauptfassade des Gebäudes ziert ein Fries mit Meeresgöttern und Seeungeheuern Von 1808-1810 machte es Louis Napoleon für zwei Jahre zu seiner Residenz. Seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gehört das Gebäude zur schwedischen Krone und wird zu Empfängen genutzt. Im Inneren sind vor allem der prunkvolle Burgerzaal (Bürgersaal) und der Gerichtssaal sehenswert.

Erasmusbrücke
Die Neue Erasmusbrücke (Erasmusbrug) wurde von dem Architekten Ben van Berkel geplant und 1996 fertig gestellt und gilt seitdem als Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde nach dem großen Gelehrten Erasmus von Rotterdam (1465-1536) benannt. Die Brücke mit ihrem 140 Meter hohen Pylon und einer Länge von etwas mehr als 800 m erstrahlt ganz in Weiß und besticht durch ihre asymmetrische Form. Sie verbindet die Innenstadt Rotterdams mit dem ältesten Hafengebiet "Kop van Zuid". Um auch großen Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen, ist der Südteil hochklappbar.

Euromast
Der Euromast ist das mit 185 m höchste Bauwerk und Wahrzeichen Rotterdams. Der Bau wurde 1960 begonnen. Von der Aussichtsplattform hat man einen exzellenten Blick auf Rotterdam.

Festungsstadt Bourtange bei Groningen 
Die beeindruckende Festungsstadt Bourtange bei Groningen ist in der Form eines Sterns angelegt. Ihre Geschichte geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Sie wurde aufwendig restauriert und sieht heute wieder so aus wie im 18. Jahrhundert.

Gevangenpoort in Den Haag
Hierbei handelt es sich um ein einstiges Tor der Stadtbefestigung der Residenz Den Haag. Das Gebäude diente im Laufe seiner wechselvollen Geschichte unterschiedlichen Funktionen (Gefängnis, Gericht etc.) und beherbergt heutzutage das stadtgeschichtliche sowie rechtshistorische Museum.
Ein Denkmal erinnert an Johan De Witt, den im 17. Jahrhundert einflussreichsten niederländischen Politiker, der hier 1672 gemeinsam mit seinem Bruder Cornelius von einer Volksmenge gelyncht worden war, da man sie der Verschwörung gegen den neuen Statthalter Wilhelm III. von Oranien verdächtigte. Im Museum kann man einen Blick in die früheren Zellen und Folterzimmer werfen. Darin hängen Malereien und Foltergegenstände.

Haarlemmerpoort
Das alte Stadttor Amsterdams, das Haarlemmerpoort, wurde 1840 als Triumphbogen errichtet. Im 19. Jahrhundert diente der Bau als Zollamt. Heute befinden sich Wohnungen in dem Gebäude.

Häuserblock De Dageraad 
Der Häuserblock De Dageraad in Amsterdam ist eines der schönsten Beispiele der "Amsterdamer School". Er wurde von 1918 bis 1923 entworfen und für Arbeiterfamilien gebaut.

Hollandse Manege
Die Hollandse Manege in Amsterdam in befindet sich in einem von 1882 gebauten, neoklassizistischen Gebäude, das 1986 restauriert wurde und daher heute wieder in voller Pracht erstrahlt.

Java-eiland und das KNSM-eiland

Das Java-eiland und das KNSM-eiland sind zwei künstlich angelegte Inseln im alten Hafen von Amsterdam. Dort befinden sich Geschäfts- und Wohnhäuser in moderner Architektur.

Kaufhaus Metz und Co.
Das Kaufhaus Metz und Co. ist im ehemaligen höchsten Bürogebäude Amsterdams von 1891 untergebracht.

Koninklijk Paleis
Das ehemalige Rathaus Amsterdams, der Koninklijk Paleis, wird von der Königin regelmäßig zu offiziellen Anlässen genutzt. Der Bau wurde 1648 begonnen und aus Sandsteinquadern errichtet. Das Fundament des Gebäudes ruht auf 13.600 Pfählen.

Landsitz Goudestein
Der Landsitz Goudestein in Maarssen wurde 1628 erbaut. Das heutige Gebäude von 1775 dient als Gemeindehaus und ein Museum.

Magere Brug
Die Magere Brug in Amsterdam ist eine doppelte Zugbrücke. Sie wurde 1969 erbaut und gleicht der Vorgängerbrücke von 1670.

Munttoren in Amsterdam
Der Munttoren in Amsterdam ist ein Glockenturm von 1619. Das Glockenspiel wurde 1699 entworfen und erklingt bis heute jede viertel Stunde.

Oost-Indisch Huis
Das Oost-Indisch Huis in Amsterdam diente einst der Vereinigten Ostindischen Compagnie als Hauptquartier, die 1798 aufgehoben wurde. Das Gebäude wurde anschließend als Zoll- und Finanzamt genutzt. Heute beherbergt es Räumlichkeiten der Universität von Amsterdam.

Oosterscheldekering
Der Oosterscheldekering in Zeeland ist ein riesiger Damm gegen die Flut. Der Bau dauerte 13 Jahre. Der Damm besteht aus Pfeilern und 62 Schiebern, die bei drohendem Unwetter geschlossen werden. Auf dem Damm wurde eine Straße angelegt.

Paleis Noordeinde 
Der Paleis Noordeinde in Den Haag, ein klassizistisches Gebäude von 1640, ist der Arbeitsplatz von Königin Beatrix.

Panorama Mesdag in Den Haag 
Dieses Gebäude beinhaltet das gleichnamige, vom niederländischen Maler Hendrik Willem Mesdag (1831 - 1915) 1881 vollendete Panoramabild, das als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Den Haags gilt. Die zylindrische 360°-Malerei ist 14 Meter hoch sowie 120 lang und zeigt die Meeresfront von Scheveningen, wie sie im späten 19. Jahrhundert ausgesehen hat. Wer sich das Bild ansieht hat den Eindruck, sich in einer realen Szene zu befinden.

Prinsenhof
Der Prinsenhof in Groningen war im 16. Jahrhundert der Sitz des Bischofs von Groningen. In der Folgezeit bis ins 18. Jahrhundert diente das Gebäude dem Statthalter als Residenz.

RAI 
Die RAI ist einer der größten Ausstellungs- und Konferenzkomplexe der Niederlande. Die erste Messe fand 1893 statt.

Rathaus von Delft
Das Rathaus von Delft von 1618 wurde im Stil der Renaissance um einen gotischen Turm aus dem 13. Jahrhundert gebaut.

Rathaus von Groningen 
Das Rathaus von Groningen ist ein mächtiger neo-klassizistischer Bau von 1810.

Rathaus von Hilversum
Das moderne Rathaus von Hilversum wurde in gelben Backsteinen errichtet. Es stammt von 1931 und besticht durch seine kubistischen Formen.

Rathaus von Venlo
Das prächtige Rathaus von Venlo in der Provinz Limburg stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Rembrandthuis
Das Rembrandthuis in Amsterdam beherbergte den Künstler von 1639 bis 1658. Viele der bekanntesten Werke Rembrandts entstanden im Atelier im ersten Stock.

Rietveld Schröder-Haus 
Das Rietveld Schröder-Haus in Utrecht stammt von 1924. Es ist ein hervorragendes Beispiel moderner Wohnarchitektur und ist heute sogar als ein Monument der Moderne weltweit bekannt.

Sankt-Servatius-Brücke (bzw. Sint Servaasbrug) in Maastricht 
Diese 160 Meter lange Brücke über die Maas entstand im Jahre 1280. Zur Zeit der Erbauung war sie der nördlichste Übergang über den Fluss und verband Maastricht mit dem am rechten Maas-Ufer gelegenen Stadtteil Wyck. 1932 verbreitert, wurde die Brücke sowohl 1940 als auch 1945 bei Kämpfen beschädigt.

Stadhuis-Musiktheater 
Das Stadhuis-Musiktheater wurde 1988 vollendet. Der Komplex aus rotem Backstein, Glas und Marmor beherbergt das Rathaus sowie das Opernhaus der Stadt.

Stadtarchiv von Amsterdam
Das Stadtarchiv von Amsterdam ist in einem eleganten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert untergebracht. Es besitzt eine sehenswerte Neorenaissancefassade.

Thialfstadion in Heerenveen 
Das Thialfstadion in Heerenveen ist ein über die Landesgrenzen bekanntes Eislaufstadion. Die große Halle ist 15.000 km² groß und bietet 13.000 Zuschauern Platz. Die Eishockeyhalle ist 1.800 km2 groß und bietet 4.000 Zuschauern Platz.

Torensluis
Die Torensluis ist eine der breitesten Brücken Amsterdams. Sie wurde an der Stelle einer Schleuse aus dem 17. Jahrhundert erbaut.

Vredespalais (Friedenspalast)
Der Vredespalais in Den Haag ist ein neogotischer Palast aus dem Jahr 1913. Heute hat der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen in dem Palais seinen Sitz. Zudem beherbergt das Gebäude die weltweit größte juristische Bibliothek.

Waagebouw in Amsterdam
Das imposante Gebäude wurde im Jahre 1488 als Stadttor erbaut und 1617 zur Waage umgebaut Im oberen Stockwerk waren Versammlungsräume der unterschiedlichen Zünfte untergebracht. Unter dem Dach hatte die Chirurgengilde ihr anatomisches Theater untergebracht, in welchem sie ihre Operationskunst vorführten und welches auch von Rembrandt besucht wurde.
Es ist auch heute noch erhalten, jedoch nur bei Veranstaltungen des Medieninstituts, welches hier heute seinen Sitz hat, zugänglich. Desweiteren befinden sich ein Restaurant und ein Internetcafé in dem Gebäude.

Willemsbrug in Rotterdam 
Die Willemsbrücke wird auch als die Golden Gate Bridge Rotterdams bezeichnet. Tatsächlich wirkt die 318 Meter lange rote Schrägseilbrücke wie eine kleine Version jener berühmten Brücke von San Francisco. Sie führt über die "Nieuwe Maas" und verbindet die Insel "Noordereiland" mit dem Stadtzentrum. Die Brücke wurde 1881 eingeweiht, nachdem die vorherige Brücke dieser weichen musste. Sie wird auch als Nieuwe Willemsbrug bezeichnet.

Witte Huis
Das Witte Huis in Rotterdam ist eines der wenigen Gebäude, die das Bombardement 1940 überstanden haben. Das 45 Meter hohe Haus war einst das höchste Bürogebäude Europas.

LOFAR

Das Low Frequency Aray (LOFAR) wurde am Juni 2010 eingeweiht. Die Radiowellen werden mit Hilfe von kleinen pyramidenförmigen Antennen von einigen  Metern Höhe detektiert, von denen es rund 7.000 gibt. Diese sind über einen großen zentralen Bereich in den Niederlanden und etwa vierzig Stationen in Deutschland, Frankreich, Schweden und Großbritannien. Der Durchmesser des Bereichs, in dem die Stationen innerhalb der Niederlande verteilt sind, beträgt rund 100 km. 
Das Teleskop soll die unsichtbaren Signale von Wasserstoffwolken aus einer Zeit von etwa 1 Milliarde Jahre nach dem Urknall detektieren. Die zu messenden Frequenzen liegen in einem Bereich zwischen 10 bis 250 MHz (1 MHz = 106 Hz.).
Der Standort des niederländischen Teils des Radioteleskops befindet sich im Zentralen Bereich von LOFAR in der Gemeinde Borger-Odoorn östlich von Hondsrug. Das Teleskop wurde am 12. Juni 2010 in Gegenwart der Königin der Niederlande - Beatrix -  feierlich eingeweiht.
Kontakt
Old Hoogeveensedijk 4
7991 PD Dwingeloo
Niederlande
Tel.: (+31) (0) 52 15 95 100

Hafen in Rotterdam

Europoort in Rotterdam 
Das riesige Hafengebiet westlich der Stadt setzt sich aus mehreren Häfen zusammen. Insgesamt umfassen die Hafenanlagen eine Fläche von ca. 125 km2. Der Hafen wurde sogar einige km weit in die Nordsee hineingebaut, wofür u.a. rund 170 Mio. m3 Sand und feiner Kies erforderlich waren. Der Hafen besitzt eine Lagerfläche von ca. 1,5 Mio. m2 sowie Kühlhäuser mit einer Gesamtfläche von 90.000 m2. Die Tankanlagen für Erdölprodukte liegen über eine Fläche von 32 Mio. m2 verstreut. Im Hafengebiet sind über 500 Schlepper stationiert, die Schiffe bis zu einer Größe von ca. 200.000 t und einem Tiefgang bis zu 23 m an die Kaianlagen bzw. Terminals bugsieren können.
Der Europoort ist damit einer der der größten Häfen der Welt, in dem jährlich über 300 Millionen Tonnen an Waren umgeschlagen werden. Jahr für Jahr legen etwa 32.000 Seeschiffe und ca. 180.000 Binnenschiffe an den unzähligen Kais des weitläufigen Gebiets an. Die Kaianlagen erstrecken sich über eine Länge von rund 40 Kilometern. Der "Europoort" nimmt für den europäischen Warenim- und Export eine herausragende Stellung ein. Allein 85 % aller europäischen Importe von Zitrusfrüchten werden hier abgewickelt. Im Jahr 2006 wurden, wie bereits erwähnt, rund 10 Mio. Container mit der Standardgröße von 20 Fuß abgefertigt.

Der Europoort ist darüber hinaus der größte Erdölhafen der Welt. Fünf Raffinerien verarbeiten an Ort und Stelle das ankommende Rohöl und versorgen über zahlreiche Pipelines den Kontinent mit Öl. In Rotterdam werden u.a. die Preise für Öl und Benzin festgelegt.
Mittlerweile werden ca. 98% aller Stückgüter mit Containern angefahren, gelagert und weiter transportiert. Es sei erwähnt, dass es neben Stückgütern noch die Massengüter gibt, das sind: Greifwaren wie Altmetalle, Schrott oder Kohle, Saugwaren wie Getreide und Flüssigkeiten wie z.B. Erdölprodukte.

Es sei erwähnt, dass die Container erstmals in den 1950er Jahren zum Transport von Militärausrüstungen im Koreakrieg eingesetzt wurden. Die Normgröße eines Containers beträgt dabei 20 Fuß = 6,096 m, bei einer Höhe von 2,62 m. Sie werden als TEU's bezeichnet (von: Twentyfeet Equivalent Units). Daneben gibt es 40 Fuß-Container und für Spezialgüter auch noch andere Größen. Auch Spezialcontainer zur Kühlung von verderblichen Waren sind im Einsatz. Sie können die Temperatur auf Zehntelgrade genau einhalten. Zur Identifizierung eines jeden einzelnen Containers besitzt er an allen vier Seiten oben rechts einen vierstelligen Buchstabencode, deren erste drei Buchstaben den Eigner des Containers angeben und der letzte Buchstabe, meist ein U, zeigt an, dass seine Größe genormt ist; darunter befindet sich eine siebenziffrige Zahl. Das Auffinden und damit der aktuelle Standort der einzelnen Container geschieht mit Hilfe des GPS (Global Positioning System) und eines Laserradarsystems.

Es sei weiterhin erwähnt, dass die auf den Schiffen übereinander gestapelten Container mit bestimmten faustgroßen "Krallen" miteinander befestigt sind. Da durch das hohe Stapeln der Schwerpunkt der Schiffe noch oben steigt, kann ein solchermaßen beladenes Schiff bei schwerer See eher kentern. Daher besitzen diese Containerbefestigengen Sollbruchstellen: Bei einer Schlagseite (Krängung) von rund 40° brechen sie und ein Teil der Container geht über Bord. Das ist natürlich besser, als wenn das ganze Schiff verloren geht.

Naturschönheiten

Amsterdamse Bos
Der im Süden Amsterdams gelegene Stadtwald ist mit einer Fläche von über 800 Hektar ein beliebtes Naherholungsgebiet. Angelegt wurde der Amsterdamse Bos im Zuge einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Unzählige Bäume und Sträucher aus verschiedenen Teilen der Erde wurden hier angepflanzt. Auf dem angelegten See kann man Bootfahren. Im Bos Museum kann man sich über die Entstehung des Stadtwalds informieren.

Blumenanbaugebiet
Das bedeutendste Blumenanbaugebiet der Niederlande befindet sich zwischen Haarlem und Leiden und misst 30 km Länge. Dort werden vor allem Tulpen, Krokusse und Lilien angebaut.

Botanische Garten
von Leiden
Der Botanische Garten von Leiden wurde um 1590 angelegt. Einst für die Medizinstudenten und Botaniker ist er heute für jedermann zugänglich.

Dolfinarium in Harderwijk 
Das Dolfinarium in Harderwijk ist der größte Meerestierpark in Europa. Neben Delfinen kann man dort sogar Rochen und Haie aus nächster Nähe bewundern.

Grotten des St. Pietersbergs
Zum St. Pietersberg gehören auch die berühmten Grotten, die einst durch die Gewinnung von Mergelstein entstanden sind. Die heutigen Höhlen bilden ein Labyrinth aus mehr als 20.000 Gängen, an deren Wänden alte Inschriften auf die einstige Anwesenheit von Arbeitern verweisen. Die Grotten können innerhalb von geführten Touren besucht werden, die aber leider nur (abgesehen von den Hochsommermonaten) in niederländischer Sprache angeboten werden. Man sollte sich auf jeden Fall warm anziehen, da es in den Grotten recht kalt ist.
Übrigens:
Weitere Grotten gibt es beim Cannerberg.

Madurodam in Den Haag
Dieser Freizeitpark im Stadtteil Scheveningen wurde 1952 eröffnet und gilt seither als eine der größten touristischen Attraktionen, die die Niederlande zu bieten hat. Hier sind auf 18.000 m² mehr als 300 Modelle der wichtigsten niederländischen Bauwerke im Maßstab 1:25 zu sehen. Der Name bezieht sich auf die Eheleute Maduro, welche mit dem Bau des Madurodam ihren 1945 im KZ Dachau verstorbenen Sohn Leutnant George Maduro ehren wollten. Im Park befindet sich auch das Evoluon (siehe unter „Besondere Bauwerke“).

Naturpark Berg en Bos (Zoo Apeldoorn)
Im Naturpark Berg en Bos befindet sich der besondere Zoo Apeldoorn. Dort leben über 30 Affenarten, die frei in dem Gelände herumlaufen.

Park Clingendael
Der Park Clingendael in Den Haag wurde 1830 zu einem Landschaftspark mit Rosarium, Tierweiden und dem malerischen Japanischen Garten umgestaltet. Der Japanische Garten stammt von 1903. Alle Steine, Ornamente und das Teehaus wurden eigens mit dem Schiff aus Japan nach Den Haag gebracht.

St. Pietersberg in Maastricht 
Der 120 Meter hohe Mount St. Pieter bietet vom “Gipfel" nicht nur eine malerische Aussicht auf die Dächer von Maastricht, sondern auch wundervolle Wanderwege in die bewaldete Gegend von Slavante sowie in den ENCI-Wald. Zudem liegt das D’n Observant auf dem St. Pietersberg. Auf insgesamt drei Routen kann man dieses Naturreservat kennen lernen. Zum St. Pietersberg gehören aber auch die berühmten Grotten, die einst durch die Gewinnung von Mergelstein entstanden sind und heute ein Labyrinth aus mehr als 20.000 Gängen bilden. An ihren Wänden verweisen alte Inschriften auf die einstige Anwesenheit der Arbeiter.

Weerribben
Die Weerribben sind ein sehr schönes, wasserreiches und nahezu unberührtes Naturgebiet in der Provinz Overijssel.

Zoo von Amsterdam
Der Zoo von Amsterdam, der Natura Artis Magistra, beherbergt über 750 Tierarten, ein Planetarium und ein großes Aquarium.

Zoo von Rotterdam 
Der Zoo von Rotterdam wurde 1857 gegründet und zog 1937 in den Polder Blijdorp um. Der Zoo besitzt eine Forschungsabteilung, die eine wichtige Rolle beim Züchten bedrohter Tierarten spielt.

Zuid-Kennermerland
Nördlich von Zandvoort liegt der Nationalpark Zuid-Kennermerland, den man am Besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet, Autos sind dort nicht zugelassen.

IJsselmeer

Das IJsselmeer - im Deutschen Ijsselmeer -  ist ein eingedeichter früherer Teil der Nordsee.  Mittlerweile besteht das Wasser dieses rund 1.100 km² großen Binnenmeeres praktisch aus Süßwasser. Das Binnenmmeer wird im Norden durch einen großen ca. 90 m breiten und rund 29 km langen Deich von der Norsee getennt. Über den Deich führt u.a. die Autobahn 7. Der Deich verfügt über zwei riesige Schleusen und eine Pumpstation.
Das IJsselmeer ist ein großer Teil der früheren Zuidersee. Der Deich wurde 1932 errichtet. Die heutige Wassertiefe liegt zwischen rund 2 m und 5 m, mit Ausnahme einiger weniger tieferen Stellen. Ein zweiter  Deich, der 1976 fertiggestellt wurde, trennt im südlichen Teil das IJsselmeer in zwei Teile, wobei der südliche Teil mit "Markermeer" einen eigenen Namen besitzt. Die beiden "Meere sind über zwei Schleusen miteinander verbunden -  im Nordwesten bei Enkhuizen und im Südosten bei Lelystad. Die südöstlichen Teile des heutigen Markermeeres und des Ijsselmeeres wurden trocken gelegt und bilden die von Wasser umgebene Provinz Flevoland. Nördlich befindet sich das ebenfalls neu geschaffene Gebiet "Noordoostpolder". Beide Gebiete sind durch das an seiner schmalsten Stelle rund 1,2 km breite Ketelmeer getrennt - an dieser Stelle sind beide Regionen mittels einer Brücke (Ketelbrücke = Ketelbrug), über die u.a. die Autobahn 6 führt (Boerelandroute), miteinander verbunden.  Das Gebiet des IJsselmeeres ist ein beliebtes Revier für Wassersportler.
Ihr Wasser erhält dieses Binnenmeer in der Hauptsache von der Ijssel und der Vechte.

 

Die Nordsee

Die Niederlande liegen bekanntlich an der Nordsee. Dieses im Durchschnitt 94 Meter tiefe Randmeer des Atlantischen Ozeans befindet sich im nordwestlichen Europa. Die Nordsee gilt als wichtiger Handelsweg und fungiert als europäischer Weg zu den Weltmärkten. Gemeinsam mit dem an sie grenzenden Ärmelkanal ist der südliche Teil der Nordsee die am dichtesten befahrene Schifffahrtsregion der Erde. Die größten Häfen von Europa liegen an bzw. in der Nähe der Nordsee. Dies sind

UNESCO-Welterbestätten

Van-Nelle-Fabrik

Die Van-Nelle-Fabrik hat ihren Sitz westlich von Rotterdam in Schiedam in dem Van-Nelle-Weg 1.
Die Firma wurde im Jahr 1782 gegründet. Zwischen 1923 und 1931 war hier die Zentrale des Kaffee-, Tee-, und Tabakproduzenten van Nelle.

Die Familie hatte eigene Kaffeeplantagen auf Java und verarbeitete nur eigene Ernten. Der ehemalige Sitz wurde zu klein, und man vergab an das Architektenbüro Brinkmann van der Vlugt den Auftrag einen neuen Platz für die Firma zu finden und einen Entwurf für einen Neubau einzureichen. Der entstandene Neubau galt sofort als etwas Besonderes. Die Fassaden waren aus Glas und machten den Eindruck von Leichtigkeit.

Die Arbeit in der Produktion wurde dadurch erleichtert, dass man sich die Schwerkraft von einem Produktionsort zum nächsten zunutze machte. Die Niederlande stellten die Fabrik im Jahr 1986 unter Denkmalschutz als „Rijksmonument“. Ein solches muss mindestens 50 Jahre alt sein, und es muss nach holländischem Recht Bedeutung für die Wissenschaft oder einen kulturhistorischen Wert haben. Als die Produktion eingestellt wurde, begannen sofort Renovierungsarbeiten. Heute wird das achtstöckige und 300 m lange Gebäude als Büro und für Veranstaltungen genutzt. Mit ArchiGuides kann die Fabrik besichtigt werden.

Die Van-Nelle-Fabrik wurde im Jahr 2014 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen.  

Festungsgürtel von Amsterdam

In den Jahren 1883 und 1920 wurde ein Festungsgürtel zur Verteidigung um Amsterdam herum angelegt, der eine Länge von ca. 135 km hat.
Er läuft von Zaandam bis Krommeniedijk. Es sind Becken eingerichtet, die man fluten kann, außerdem zahlreiche Forts und Schleusen zur Verteidigung. Die Wehranlagen haben einen Abstand von ca. 12 km. Die Stadt war somit in der Lage, das Umland bei Bedarf unter Wasser zu setzen. Die Forts wurden teilweise bis zur Aufnahme ins Weltkulturerbe als Gefängnisse genutzt.
Der Festungsgürtel von Amsterdam wurde im Jahr 1996 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen

Hafen und Innenstadt von Willemstad (Antilleninsel Curaçao)

Die Insel liegt vor der Küste Venezuelas im karibischen Meer. Die Hauptstadt der Insel ist Willemstad. In der Innenstadt befinden sich zahlreiche historische Gebäude der niederländischen Kolonialarchitektur. Willemstad hat zwei getrennte Stadtteile, die durch eine Ponton-Brücke - Koningin Emmabrug – verbunden sind. Auf der Insel lebten seit 6.000 Jahren Indianer, deren Zeichnungen noch in der Hatohöhle zu sehen sind.
Nach Entdeckung der Insel durch die Spanier wurde die indigene Bevölkerung zu einem großen Teil als Sklaven auf das Festland verkauft. Im Jahr 1527 eroberten die Niederländer die Insel. Sie wurde danach zum Mittelpunkt des Sklavenhandels - bis im Jahr 1863 als der Sklavenhandel in den Niederlanden verboten wurde.
Hafen und Innenstadt von Willemstad wurden im Jahr 1997 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen.

Mühlenanlagen in Kinderdijk-Elshout

In den Jahren 1722 bis 1761 wurden zur Entwässerung 19 Windmühlen bei Kinderdijk in Südholland erbaut, um Wasser in höher liegende Gebiete zu transportieren. Um dieses Vorhaben ausführen zu können, wurden auch Deiche, Rückhaltebecken, Talsperren und Pumpstationen errichtet.
Die Mühlenanlagen wurden im Jahr 1997 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen

Polderlandschaft Schokland

Der Noordoostpolder, ein ehemaliger Teil der Zuidersee, der im Jahr 1942 trockengelegt wurde, wird heute für die Landwirtschaft genutzt. Schokland, eine ehemalige Insel, liegt im Gebiet des Noordoostpolders, der an das Zwarte Meer das Ketelmeer und an das Ijsselmeeres grenzt. Die Insel Schokland wurde schon ca. 200 Jahre v. Chr. bewohnt. Bei der Trockenlegung fand man Reste von Warften und Deichen. Die ca. 4 km lange Insel war zeitweilig in Privatbesitz. Im Jahr 1859 wurde vom König die Räumung der Insel wegen der Gefahr durch Sturmfluten angeordnet, und heutzutage ist nur noch die im Jahr 1834 erbaute Kirche erhalten.
Die Polderlandschaft wurde im Jahr 1995 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen. 

Museum Schokland
Middelbuurt 3 in Ens
Tel: 0031-527-251396
E-Mail: info@schokland.nl
H et Flevo-landschap
Vlotgrasweg 11 in Lelystad
Tel. 0031-320-286111
E-Mail: info@flevolandschap.nl 

Rietveld-Schröder-Haus in Utrecht

Das Rietveld-Schröder-Haus entspricht einem Entwurf des niederländischen Architekten Gerrit Rietveld. Es ist ein Bauwerk der De Stijl-Bewegung. De Stijl nannte sich eine Gruppe von Malern und Architekten, die in Leiden eine Zeitschrift im Jahr 1917 gründeten. Künstler mit großen Namen wie Mondtian, Rietveld, van`t Hoff u. a.  schlossen sich der Bewegung an. Die neue Kunst sollte in den Alltag integriert werden, und so erhielt Rietveld den Auftrag, ein Haus funktional und modern zu konstruieren. Das durch die kubische Form auffallende Rietveld-Schröder-Haus wurde im Jahr 1924 fertig gestellt.
Das Rietveld-Schröder-Haus wurde im Jahr 2000 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen.

Wattenmeer

Das Wattenmeer wurde im Jahr 2009 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätte aufgenommen, es ist grenzüberschreitend und liegt zum großen Teil auch in Deutschland.
Aufgrund der Bewegung des Mondes um die Erde kommt es an der Küste der Nordsee - u.a. im Gebiet des Weltnaturerbes - zu Ebbe und Flut. Während der Ebbe fallen große Teile der See vor den Küsten trocken, die während der Flut bis zu ca. 3 m unter der Wasseroberfläche liegen. Das geschieht innerhalb von 24 h zweimal.  Während der Ebbe fließt das Wasser über so genannte Priele ab, die oft recht tief und eine sehr starke Strömung besitzen. Das Watt ist ein sandiges oft auch fast schwarzes und sehr nähstoffreiches Biotop, das zahlreichen Tieren Lebensraum bietet. So kann man pro m2 bis zu 50.000  Wattschnecken und Tausende von Wattkrebsen finden.Und kaum ein Fleck des Watts ist nicht von den kleinen Sandhaufen der Wattwürmer bedeckt. Die hier lebenden Muscheln filtern pro Stunde bis zu drei Liter Wasser, um sich daraus ihre Nährstoffe herauszufiltern. Auf diese Weise wird durch die zahlreichen Muscheln innerhalb von spätestens drei Wochen das gesamte Wasser im Wattgebiet einmal gefiltert. Die Muscheln dienen ihrerseits den zahlreichen Vögeln als Nahrung.  Im Gebiet des Weltnaturerbes gibt es Sand-und Schlickwatt, Salzwiesen, Dünen, Strandinseln, Inseln und viele Buchten.
Eine ausführliche Darstellung des Watts finden Sie bei Goruma unter Wattlandschaften.

Grachten von Amsterdam

Die bekanntesten Grachten (Kanäle) von Amsterdam sind zusammen ca. 10 km lang, haben eine Breite von ca. 27 m. Es sind die Spiegel-, Prinsen-, Heren-, Bloem- und Keizersgracht. Im Jahr 1612 wurde um
Amsterdam ein Grachtengürtel gelegt, wohl um die reichen Einwohner der Stadt zu schützen. Zusätzlich waren die Grachten wichtige Verkehrswege. Einige Grachten wurden allerdings im 19. Jahrhundert aus hygienischen
Gründen trocken gelegt, dort wurden später Straßen gebaut. Insgesamt gibt es in Amsterdam etwa 80 km befahrbare Kanäle, über die sich ca. 1.400 Brücken spannen.

Die Singelgracht wurde im Mittelalter als Festungsgraben errichtet. Sie ist mit dem Kloveniersburgwal die älteste Gracht des Amsterdamer Grachtengürtels. 
Die Spiegelgracht ist die Verbindungsgracht der Prinsengracht mit der Lijnbaansgracht und der Ziezeniskade. Hier stehen zahlreiche kleine, sehr schmale Grachtenhäuser aus dem 17 Jahrhundert. Das Trockenlegen des Kanals, um hier eine Straße zu bauen, wurde jedoch von den Bürgern verhindert. Die Prinsengracht ist ca. 3 km lang und liegt ein Stück entfernt von der Altstadt. Ebenso wie die Heren- und Keizersgracht war der Baubeginn der Prinsengracht im Jahr 1612.

An der Prinsengracht 263 bis 267 steht das Anne-Frank-Haus, in dem sich Anne Frank mit anderen Juden vom Juli 1942 bis zum Februar 1945 vor den Nazis verstecken musste, bis sie verraten und im KZ Bergen-Belsen im März 1945 ermordet wurde.

Die Bloemgracht liegt in der Innenstadt zwischen der Prinsengracht und der Lijnbaansgracht. Beidseitig stehen auffällig gebaute Häuser aus dem 17. Jahrhundert. Die Goldene Biegung ist wohl der Teil der Herengracht, der am meisten beeindruckt. Die Gracht wurde im Jahr 1663 bis zur Leidsegracht verlängert und erhielt eine künstliche Biegung.
Gesäumt ist die Gracht mit herrschaftlichen Häusern mit klassizistischen Giebeln, Balkonen sowie mit Gängen aus Marmor. Die Gärten wurden dem barocken Stil nachempfunden. Das Büro der niederländischen Handelsgesellschaft befindet sich hier und es gibt hier zahlreiche Banken und Versicherungsgesellschaften, sowie das Goethe-Institut und den Prins Bernhardfond.
Das Zolldepot Entrepotdok mit seinen zahlreichen Lagerhäusern steht unter Denkmalschutz, so dass die Lagerhäuser glücklicherweise nicht abgerissen werden durfen. Rembrandt van Rijn lebte übrigens bis zu seinem Tod im Jahr 1669 in der Rozengracht Nr. 184.
Die Grachten von Amsterdem wurden am 31. Juli 2010 in die Liste der UNESCO-Welterbestätten eingetragen.