Sehenswürdigkeiten

Allgemeines

Die nordöstlichste Kanareninsel Lanzarote, auf der auch der portugiesische Literaturnobelpreisträger José Saramago (1922-2010) lange gelebt hatte, gehört zu den ältesten Inseln des Archipels. Sie misst eine Größe von 845,94 km² und beheimatet 132.000 Einwohner, von denen etwa 57.000 in der Inselhauptstadt Arrecife leben. Lanzarote, das als erste Kanareninsel 1993 vollständig zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt wurde, breitet sich nur 12 Kilometer von Fuerteventura entfernt aus und liegt in direkter Nachbarschaft zum Chinijo-Archipel, zum dem die kleinen Inselchen und Felsen La Graciosa, Montaña Clara, Alegranza, Roque del Oeste und Roque del Este gehören. Urlauber schätzen an der Insel ihren landschaftlichen Reiz, obwohl ihre Vegetation aufgrund geringer Niederschlagsmengen eher karg ist. Neben Gebirgsmassiven, der Sandwüste von El Jable, den Montañas del Fuego (Feuerberge) und dem Timanfaya-Nationalpark lockt Lanzarote mit zahllosen bemerkenswerten Vulkankegeln und 10 Kilometern Sandstrand. Zu 75% ist die unglaubliche Insel mit Lava bedeckt, wobei allein das Eruptivmaterial der Jahre 1730 bis 1736 fast 170 km² der Insel prägen. Untrennbar ist der Name der Insel aber mit einem Namen verbunden: César Manrique. Dieser spanische Künstler hat sich entscheidend für die Inselgestaltung und ihre harmonische Bewahrung eingesetzt. Seine Bemühungen sind allgegenwärtig, dennoch konnten sie nicht das Entstehen von Touristenhochburgen wie Costa Teguise, Puerto del Carmen oder Playa Blanca verhindern.
Auf der Insel gibt es eine große Anzahl  Hotels für den kleinen und größeren Geldbeutel, die man beispielsweise unter Hotels auf Lanzarote findet.

Sakralbauten

Nuestra Señora de los Volcanes
Nuestra Señora de los Volcanes, Mancha Blanca.Nachdem die zerstörerischen Vulkanausbrüche des 18. Jahrhunderts durch die Virgen de los Volcanes aufgehalten sein sollen, gelobten die Einwohner der verschonten Dörfer den Bau einer Kapelle zu Ehren der Heiligen.
Dieser Sakralbau konnte erst 1781 vollendet werden. Seit 1862 ist dort nun die Marienfigur zu finden, die zuvor in der Kirche in Tinajo gestanden hatte.

 

Bedeutende Bauwerke, Höhlen

Castillo Santa Barbara, Teguise
Die Habsburger haben auch auf Lanzarote eine Festung errichtet. Sie liegt am östlichen Ortsrand von Teguise und thront auf einem Vulkankegel namens Guanapay. Die Festung, welche heute v.a. wegen ihrer herrlichen Aussicht besucht wird, diente einst wohlhabenden Familien als Zuflucht vor einfallenden Piraten, beherbergt heute aber ein Museum. 

Fundación César Manrique, Taro de Tahiche
Man sollte es sich nicht entgehen lassen, César Manriques wundervolles Haus zu besuchen, das er in fünf vulkanische Blasen gebaut hat. 

Mirador del Río
Dieser Aussichtspunkt am nördlichsten Ende der Insel ist ein weiteres Werk César Manriques. Er bietet von seiner Bar aus herrliche Ausblicke auf die nahe Lanzarote gelegenen Inselchen im Norden.

Palacio Spinola, Teguise
An der Westseite der Plaza de la Constitución erhebt sich der Palacio Spinola, welcher zwischen 1730 und 1780 konstruiert worden ist und heute als Museum sowie Repräsentationsgebäude genutzt wird.

La Cueva de los Verdes
Nur wenige hundert Meter von den Jameos del Agua entfernt liegt das Höhlensystem der Grünen, eine Ansammlung von Tunneln und Höhlen, die von einem unterirdischen Lavastrom geformt wurden. Dieses riesige Höhlensystem von etwa 7 km Länge verbindet den Vulkan Corona mit dem Meer. Besonders sehenswert sind die Lichtreflexionen im Inneren. Der Langostino Blanco, eine Hummerart von weißer Farbe, lebt ausschließlich in diesen Höhlen..

Casas Honda bei Taiche 
Diese vulkanischen Höhlen wurden einst von den Guanchen bewohnt.

Museen

Agricola Museum, Echedey
Das Bauernmuseum vermittelt Einblicke in das traditionelle Leben der Bauern und Handwerker Lanzarotes. Es wird selten von Touristenbussen heimgesucht, was schade ist, zeigt es doch interessante Werkzeuge, Haushaltsgeräte und vieles mehr.

Wal- und Delfin-Museum, Puerto Calero
Das Museo de Cataceos de Canarias ist den vielen Delfinen und Walen gewidmet, die im Atlantik nahe der Kanarischen Inseln zu finden sind. Das riesenhafte Skelett eines Walfisches außerhalb des Museums vermittelt einen guten Eindruck davon, was einen im Inneren erwartet.

 

Naturschönheiten

Jameos del Agua
Im Norden der Insel liegen die Jameos del Agua, vulkanische Formationen, die dadurch entstanden sind, dass die Decke eines unterirdischen Lavatunnels kollabiert ist und den Blick zum Himmel freigab. Unter der Aufsicht von César Manrique wurde hier u.a. eine Konzerthalle errichtet, die man auch für musikalische Aufführungen nutzt. 

El Mirador del Rio
Der bizarre, 600 Meter hohe Felsen ragt gegenüber der kleinen Insel Graciosa ins Meer und bietet einen außergewöhnlichen Ausblick.

El Valle de Haria
In diesem Tal mit seiner vulkanischen Landschaft aus Schluchten und Kratern sowie riesigen Palmen-Wäldern befindet sich ein ungewöhnliches Weinbaugebiet.

El Golfo
Einen besonderen Anblick bietet auch dieser vom Meer überflutete Vulkankrater. Umgeben von schwarzem Sand schimmert das smaragdgrüne Wasser.

 


Los Hervideros
Unwirkliche und verrückte Felsgebilde prägen den Küstenabschnitt zwischen El Golfo und den Salinas do Janubio. Dabei meint der eigentliche Name nur den einen Abschnitt, der durch eine felsartige Brücke im Meer charakterisiert wird, die auch noch begehbar ist. Diese Gesteinsformationen entstanden aus der Lava der Vulkane von Timanfaya

Playa de Papagayo
Hierbei handelt es sich um gute Sandstrände, die sich neben dem eigentlichen Playa de Papagayo noch aus weiteren Abschnitten zusammensetzen, die recht gut gegen Wind und Brandung geschützt sind. Das herrlich blaue Wasser bildet einen angenehmen Kontrast zum weißen Sand der Strände.

Timanfaya-Nationalpark (auch Montañas del Fuego)
Lanzarotes 51,07 km² großer Parque Nacional de Timanfaya, im Jahre 1974 zum Nationalpark erklärt und auch unter der Bezeichnung Montañas del Fuego (Feuerberge) bekannt, breitet sich im Süden der Insel aus. Die sich hier ereignenden Ausbrüche der Jahre zwischen 1730 und 1736 sind sowohl der Länge als auch der Menge wegen die bemerkenswertesten der Geschichte. Man kann den wundervollen Nationalpark über gut asphaltierte Straßen erreichen und dort eine ungefähr 15 km lange Rundfahrt mit dem Bus unternehmen. Unbedingt besuchen sollte man den 350 m hohen Montaña Rajada, von dem aus man einen gigantischen Blick über weite Teile des Timanfaya-Nationalparks erhält.

Sehenswürdigkeiten Fuerteventura

Allgemeines über Fuerteventura

Die fast 1.660 km² große Insel Fuerteventura ist (nach Teneriffa) die zweitgrößte Insel der Kanaren und (nach Lanzarote) die zweitöstlichste noch dazu.

Ihr Name bedeutet “starkes Glück”, auch wenn er meist mit “starke Winde” wiedergegeben wird.

Die älteste der Kanarischen Inseln, deren höchste Erhebung, der Pico de la Zarza, 807 Meter erreicht, wird von etwa 95.000 Menschen bewohnt; 35.000 davon leben in der Hauptstadt Puerto del Rosario.

Fuerteventura gehört politisch zur Provinz Las Palmas, die zu den reichsten Provinzen Spaniens zählt und deren Regierung einen Sonderstatus innehat.

In nur zwölf Minuten mit der Fähre kann man von Fuerteventura aus Lanzarote erreichen, das sich weiter nördlich ausbreitet. Die eigentlich ruhige Insel Fuerteventura ermöglicht eine Vielzahl von Urlaubsinhalten wie etwa das Baden und Sonnen an einem der mehr als 150 Strände.

Charakteristisch im Bild der Insel erheben sich die zahllosen Windmühlen, die überall anzutreffen sind. Und im Frühjahr lockt die Insel mit ihrem Karneval (span. Carnaval), der zu den größten kulturellen Ereignissen Fuerteventuras gezählt werden muss.

 

Kirchen, Klöster

Kathedrale von Fuerteventura
Der Bau wurde im Jahr 1410 im Mudéjar-Stil errichtet

Franziskanerkloster
, bei Betancuria
Die etwas außerhalb von Betancuria gelegene Ruine des beeindruckenden Franziskanerklosters stellt die Reste eines Sakralbauwerkes dar, das zunächst infolge eines Piratenüberfalles beschädigt wurde und später der Säkularisierung zum Opfer gefallen ist. Die noch erhaltenen Mauern werden von einem hübschen Park umsäumt.

Iglesia de Nuestra Señora de Candelaria, La Olivia
Diese Pfarrkirche entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts und ist neben dem Sakralbau in Betancuria Fuerteventuras einzige dreischiffige Kirche. Das römisch-katholische Gotteshaus, dessen weiß getünchte Kirchenmauern stark mit dem dunkel-massiven Turm kontrastieren, beherbergt ein schlichtes Innnenleben, indes mit einer gigantischen Darstellung des Jüngsten Gerichts.

Iglesia de Santa Maria, Betancuria
Diese noch auf die Zeit Jean de Béthencourts zurückgehende Kirche in Betancuria hat ihre heutige Form aber erst im 17. Jahrhundert erhalten, denn sie wurde infolge eines Piratenangriffs zerstört. Die dreischiffige Kirche lockt den heutigen Besucher u.a. mit dem barocken Hochaltar aus Gold sowie der Figur der Santa Catalina. Letztere zählt zu den ältesten Holzschnitzereien der Kanarischen Inseln.

 

Museen

Casa Mané, La Olivia
Wer sich für die Kunst der Kanaren interessiert, ist in der Casa Mané gut aufgehoben. Das anmutige Herrenhaus allein, das die Ausstellungsräume beherbergt, ist schon sehenswert, weist es doch auch zahlreiche maurische Elemente auf.

Casa Santa María, Betancuria
In diesem Museum werden Werkstätten präsentiert, welche noch immer klassisches Kunsthandwerk ausüben.

Centro de Arte Juan Ismael, Puerto del Rosario
Das Centro de Arte Juan Ismael war einst ein Kinopalast, der heutzutage als Zentrum für moderne Kunst dient. Er wurde nach dem kanarischen Surrealisten Juan Ismael benannt.

Ecomuseo de de la Alcogia, Tefía
Das im Zentrum Tefías gelegene Museum beinhaltet u.a. eine Mühle und zahlreiche traditionelle Bauernhäuser. Wer sich das Museum anschaut, erhält Einblicke in die altbewerte Herstellungsweisen von Brot, Mehl und Käse.

Museo de Arte Sacro, Betancuria
Kirchliche Schätze und Sakralbauten Fuerteventuras sind in diesem Museum Batancurias zu sehen. 

Museo de Betancuria, Betancuria
Das Heimatmuseum der früheren Inselhauptstadt Betancuria ist den altkanarischen Einwohnern (Guanchen) der Insel gewidmet. 

Museo del Grano, La Olivia
In der Casa de la Cilla, dem früheren Wohnsitz des Steuereintreibers, werden Besucher über die traditionelle Anbauweise von Korn informiert.

Unamuno-Museum, Puerto del Rosario
In diesem Museum der Inselhauptstadt kann man Dokumente und Fotografien des spanischen Schriftstellers Miguel de Unamuno sehen, der auf Fuerteventura viele Jahre des Exils verbracht und sich in die Insel verliebt hat.

Archäologisches Museum 

Hier sind interessante Zeugnisse der Zivilisation der Guanchen zu sehen.

 

Naturschönheiten

Barranco de la Madre del Agua, bei Ajuy
Die grüne Schlucht wird über ein wundervolles trockenes Flussbeet betreten und kann mit Hilfe weitläufiger Pfade erschlossen werden. Zu sehen sind u.a. viele imposante Palmengewächse.

Dünen von Corralejo (auch El Jable)
Hierbei handelt es sich um eine weitläufige Dünenlandschaft im Norden der Insel, welche sich aus feinstem Sand zusammensetzt. Das seit 1982 unter Naturschutz stehende Gebiet ist wegen der seltenen Tier- und Pflanzenarten so wertvoll, die hier existieren.

Malpaís Grande, bei Tuineje
Dieses 3.000 Hektar große Lavafeld, vor etwa 10.000 Jahren entstanden, setzt sich aus unwirklichen Felsformationen zusammen und kann vom Rand der Caldera gut überblickt werden.

Oasis Parque, bei La Lajita
Der 780.000 qm große Oasis Parque bei La Lajita steht insbesondere bei Familien in hohem Kurs. Er lockt mit mehr als 250 Tierarten, einem Botanischen Garten und spektakulären Tiervorführungen.

Playa de Cofete
An der nördlichen Küste der Halbinsel Jandía liegt die Playa de Cofete, ein endlos wirkender Strand, der von schroffen Felsklippen umgeben wird. Leider verhindern der teilweise sehr unberechenbare Wellengang und die starke Strömung das Schwimmen in diesem Teil der Insel, so dass nur Sonnenbadende auf ihre Kosten kommen können.

Playas de Barlovento
Man wird schon einen Geländewagen brauchen, um diese Strände an Fuerteventuras Südwestküste zu erreichen. Sie eignen sich um einiges besser zum Schwimmen als die Playa de Cofete.

Playas de Sotavento, bei Costa Calma
Leere Strände mit goldenem Sand – das findet man an den Playas de Sotavento, deren schönster Teil sicherlich die Playa Barca ist. Sie wird nicht nur von Badenden geschätzt, sondern auch von Surfern.

 

Weitere Sehenwürdigkeiten

Casa de los Coroneles, La Olivia
Fuerteventuras wichtigster Profanbau ist festungsartig mit Zinnen und Ecktürmen angelegt worden. Mit den zahlreichen Fenstern und den kanarischen Holzbalkonen mit ihrem barockem Schnitzwerk diente die Casa bis ins 19. Jahrhundert hinein als Sitz der höchsten Befehlshaber Fuerteventuras. Das heute leider etwas heruntergekommen wirkende Bauwerk steht Besuchern nicht offen. 

Wrack der American Star
Etwa 80 Meter vor der fuerteventuranischen Küste, bei Ajuy, erhebt sich noch immer das Wrack der American Star. Dabei handelt es sich um die größte Attraktion an der Westküste der Insel. Der ehemalige Luxusliner sollte 1994 nach Asien überführt werden, lief aber unmittelbar vor Fuerteventura auf Grund. Das Erkunden des Schiffes mit dem Fernglas von Land aus ist um einiges sicherer, ließen doch beim Herübertauchen zum Wrack schon sieben Menschen ihr Leben.

Auf den Spuren von Salzsalinen und Piraten

Ergänzende Hinweise zur Insel

Wind- und Kitesurfen

Eine lange Tradition hat hier auch das Wind- und Kitesurfen. Bei starken Winden und bis zu zwei Meter hohen Wellen bieten sich hier die perfekten Bedingungen für Wassersportarten.
Seit 1986 wird jedes Jahr am Playa de Sotavento der Surf World Cup abgehalten. Von Ende Juli bis Anfang August kommen deshalb die weltbesten Windsurfer und Kiteboarder auf die Insel.
Viele Zuschauer buchen sich ihren Urlaub in Ferienwohnungen auf Fuerteventura extra in dieser Zeit, um dem Spektakel zuzuschauen.

Und etwas Kultur

Doch Fuerteventura ist nicht nur für Wassersportler interessant. Eine große Tradition haben vor allem Kunsthandwerke wie töpfern, Korbflechten und Holzschnitzkunst.
Letzteres kann man besonders an den etwa 30 Kirchen der Insel bewundern. Viele der oft mit weißen Wänden gestalteten Gebäude sind mit handgefertigten Holzportalen verziert.
Die verschiedenen Baustile im gotischen und traditionellen kanarischen Kolonialstil machen die Kirchen zu etwas ganz besonderem. Sehr schön ist beispielsweise die Iglesia Nuestra Señora de la Regla.
Sie wurde im Jahr 1685 in Pajara, einem der ältesten Dörfer auf Fuerteventura erbaut. Eine genauere Betrachtung sind vor allem die Kirchenportale aus Stein wert. Sie wurden von Steinmetzen so gehauen, dass sie Azteken zeigen.

Salz und Salinen

Ebenfalls einen Besuch wert ist der Ort Las Salinas del Carmen und die Salzsaline El Carmen. Sie wurde 1910 erbaut, als Salz noch eines der wichtigsten Exportgüter der Kanaren war.
Auf Fuerteventura wurde Salz besonders zur Konservierung von Lebensmitteln, wie Fisch und Fleisch verwendet. Las Salindas del Carmen ist die letzte Salzgewinnungsanlage der kanarischen Inseln.
Sie war bis 1980 in Betrieb. Heute gibt es ein Salzmuseum direkt neben der Saline am Atlantik das gut mit dem Mietwagen vom Ferienhaus aus erreichbar ist. Der Eingang wird von einem 20m langen Walskelett geschmückt.
Das Museum erklärt die Kultur und den Handel mit Salz und ist in zwei Bereiche unterteilt. In dem modernen Gebäude gibt es eine Audiopräsentation und Videos, in der man die Wichtigkeit von Salz und die Bedeutung des Guts für die Kanaren kennenlernt.
Der zweite Teil des Museums ist eine komplett funktionierende Saline im Außenbereich.

Schmuggler und Piraten

Wer schon bei den Worten Karibik und Strand an Schurken und Piraten denken musste, für den bietet Fuerteventura ein historisch spannendes Höhlensystem.
Anfang des 15. Jahrhunderts kam es auf Fuerteventura zu ersten Piratenüberfällen. Die Kanaren waren schon zu dem damaligen Zeitpunkt ein strategisch wichtiger Punkt.
Von ihnen aus konnte man nach Afrika, Europa, Asien und Amerika segeln. Viele Schmuggler und Piraten machten sich dies Lage zu nutze. In den großen Höhlen von Ajuy an der Westküste Fuerteventuras versteckten sie ihre Beute.
Auf der Insel selbst überfielen sie die Bewohner, vergewaltigten, töteten und versklavten sie. Der Strand Playa de los Muertos in Ajuy erinnert noch heute mit seinem Namen an die damaligen Taten.
Der „Totenstrand“ war häufig Landeplatz für die Schiffe der Piraten und Ausgangspunkt ihrer Überfälle. Heute gehören die Piratenhöhlen zu dem Naturpark Monumento National de Ajuy und sind über einen Weg erreichbar.
Die Caleta Negra, die schwarze Grotte, ist etwa 600 m lang und kann besichtigt werden. Man sollte jedoch auf gutes Schuhwerk und die Zeit achten. Sonst wird man von der Flut überrascht.

Sehenswürdigkeiten

Kurzer Überblick

Die Kanareninsel Gran Canaria, die zur Provinz Las Palmas gehört, ist mit etwas weniger als 850.000 Einwohnern nach Teneriffa mit rund 890.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Insel der Kanaren.
Gran Canaria ist zudem mit einer Fläche von 1.560 km² die drittgrößte der Kanarischen Inseln. Sie weist eine fast runde Form auf und lockt mit einer Küstenlänge von geschätzten 236 km.
Ihr Name leitet sich wohl man lateinischen Wort Canis ab, das Hund bedeutet und sicherlich darauf anspielt, dass es auf der Insel einst viele Hunde gegeben hat.
Die Insel gehört zu den am meisten besuchten der Kanaren: Etwa 2,2 Millionen Menschen kommen jedes Jahr auf das Eiland und verbringen ihren Urlaub überwiegend in einem der touristischen Zentren im Süden der Insel.
Zu den beliebtesten Orten gehören dabei Playa del Inglés, Maspalomas und auch San Agustín. Dem touristisch hervorragend erschlossenen Süden steht allerdings der ruhigere und weniger besuchte Norden gegenüber.

Kirchen

Cathedral de Santa Ana, Las Palmas
Gleich gegenüber dem Palacio Episcopal, dem Bischofspalast steht im historischen Stadtteil Vegueta an der Plaza de Santa Ana die Kathedrale von Las Palmas, deren Grundstein im Jahre 1497 gelegt worden ist. Die Kirche glänzt mit Elementen aus Gotik, Barock und Neoklassizismus und beherbergt in einem Seitenschiff das Diözesanmuseum Museo Diocesano de Arte Sacro.

San Juan Bautista, Telde
Der von seiner Kunstgeschichte her betrachtet bedeutendste Sakralbau Gran Canarias ist die dem Täufer Johannes geweihte Pfarrkirche San Juan Bautista. Die Grundsteinlegung der dreischiffigen Kirche geht auf die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück, wobei sie aus unterschiedlich farbigem Vulkangestein gefertigt wurde. Spätere bauliche Um- und Anbauten haben die Gestalt der Kirche verändert, die spätgotische Hauptfassade aus dem 16. Jahrhundert aber relativ unangetastet gelassen. Die imposanten Glockentürme sind Werke aus dem 20. Jahrhundert. Im Inneren besticht die Kirche durch einen Reichtum an Retabeln, Statuen und bildlichen Darstellungen der verschiedensten Art.

Bedeutende Bauwerke

Casa de Colón, Las Palmas
Einst diente die Casa de Colón dem Gouverneur Gran Canarias als Wohnstätte. Benannt ist sie nach Christoph Kolumbus (span. Cristóbal Colón), der das Haus im Jahre 1492 besuchte. Der heutige Betrachter des Hauses wird schnell registrieren, dass die Gestalt der Casa de Colón ein Kind der 1950er ist, indes Teile des alten Gouverneurspalastes integriert bekam. Zum Haus gehören weiterhin mehrere Höfe, deren größter mit einem gotischen Brunnenbau sowie einem beeindruckenden Renaissance-Bogenwerk ausgestattet wurde. In der Casa de Colón ist heutzutage ein Kolumbus-Museum mit fünfzehn Ausstellungssälen untergebracht.

Castillo de la Luz, Las Palmas
Im Süden von Las Palmas liegt die imposante Festung Castillo de la Luz (dt. Festung des Lichts). Sie wird von einem kleinen Park und zahlreichen Rosenbeeten umgeben und geht baulich auf das 16. Jahrhundert zurück. Das 1990 aufwändig restaurierte Bauwerk steht unter Denkmalschutz und beheimatet heutzutage städtische Ausstellungsräume sowie ein Schifffahrtsmuseum.

Fortaleza de Ansite, Santa Lucía de Tirajana
In Santa Lucía de Tirajana findet man die Festungsanlage Fortaleza de Ansite. Den Eindruck einer Festung im klassischen Sinne des Wortes macht sie aber nicht. Vielmehr setzt sie sich aus zahlreichen Höhlenbauten zusammen.

Kulturelle Einrichtungen

Auditorio Alfredo Kraus, Las Palmas
Wer den nördlichen Stadtausgang von Las Palmas benutzt, erreicht das Auditorio Alfredo Kraus. Dieses moderne Konzerthaus ist im Jahre 1997 unmittelbar am Meer erbaut und nach dem gebürtig aus Las Palmas stammenden Tenor Alfredo Kraus benannt worden.

Centro Atlántico de Arte Moderno (CAAM)
Das 1989 eröffnete Museum und Kulturzentrum von Las Palmas steht u.a. Ausstellungen avantgardistischer Künstler zur Verfügung. Zudem besitzt das CAAM eine Sammlung, die aus Werken von kanarischen Künstlern des 20. Jahrhunderts besteht

Museo Canario, Las Palmas
Das Museo Canario von Las Palmas zeigt eine sehr sehenswerte Kollektion altkanarischer Fundstücke.

Museo de Colón, Las Palmas
Fünfzehn Ausstellungsräume widmen sich dem großen Seefahrer Christoph Kolumbus und seinen Reisen, aber auch der Geschichte der Kanarischen Inseln, wie sie vor der spanischen Eroberung ausgesehen hat. Untergebracht ist es in der Casa de Colón, die einst dem Gouverneur Gran Canarias als Wohnstätte gedient hat und 1492 von Kolumbus besucht wurde.

Museo León y Castillo, Telde
In Teldes Altstadt hat man in einem alten Herrenhaus ein Museum eingerichtet, das den beiden Brüdern Fernando und Juan León y Castillo gewidmet wurde. Fernando hatte sich im 19. Jahrhundert als Außenminister Spaniens sehr für die Kanarischen Inseln eingesetzt und wurde in diesen Bestrebungen von seinem Bruder Juan unterstützt. Wer sich für die Arbeit und die Zeit der Brüder interessiert, wird im Museum viele antike Möbel, Pläne, Bilder und persönliche Erinnerungsstücke der Brüder zu sehen bekommen.

Museo Néstor, Las Palmas
Das Museo Néstor in Las Palmas widmet sich den Werken des bekannten kanarischen Malers Néstor Martín-Fernández de la Torre.

Nekropolis der Guanchen
Diese Totenstadt der Guanchen von Artenara befindet sich in San Bartolomé de Tirajana

Archäologische Fundstellen
Die Archäologische Fundstellen in Malpais 

Naturschönheiten

Roque Nublo
Eines der wichtigsten Wahrzeichen von Gran Canaria ist der Roque Nublo, ein 80 Meter hoher Basalt-Monolith im Zentrum der Insel.

Kakteenpark Cactualdea, bei San Nicolás de Tolentino
An der Westkürste Gran Canarias liegt bei San Nicolás de Tolentino der Kakteenpark Cactualdea, der zu den größten Kakteenanlagen von Europa gehört

Montaña de las Cuatro Puertas, bei Telde
Der 319 Meter hohe Berg der vier Tore wurde nach vier künstlichen Felsöffnungen benannt, welche in den Berg hineinführen. Durch diese "Türen" gelangt man in eine Art Halle, die in altkanarischer Zeit als Kultzentrum genutzt worden ist, während der freie Platz vor der Höhle als Ort der Versammlung (Tagoror) diente. Wer sich zum südlichen Hang des Berges begibt, wird einige altkanarische Wohnhöhlen vorfinden. Sie sind mittels einer Steintreppe miteinander verbunden.

Jardín Botánico Canario 
Der  vollständige Name dieses botanischen Gartens lautet Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo. Jardín Botánico Canario“ heißt im Deutschen "Botanischer Garten der Kanaren“ und Viera y Clavijo“ deutet auf den den Universalgelehrten José Viera y Clavijo hin.
Man findet den Garten  im Nordosten Gran Canarias in Tafira Alta - ca 7 km südwestlich der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria.
Die Arbeiten für diesen Garten begannen um 1952 und endeten 1959 mit der Eröffnung dieses rund 27 ha großen Gartens. Der Besucher findet hier viele der etwa 500 auf den Kanaren endemischen (nur hier vorkommend) Pflanzenarten und leistet durch Forschungsarbeit auch Hilfe für Artenschutzprogramme. Es sei erwähnt, dass der Garten seit 1983 eine Samenbank, in der u.a. die Samen von etwa 400 auf den Kanaren vorkommenden endemischen Baumarten zur Verfügung stehen bzw. gelagert werden..

Cenobio de Valerón
Die beeindruckenden 298 Tuffstein-Höhlen des Klosters von Valerón gehen in ihrer Entstehung bis auf die Steinzeit zurück. Der Zweck, der hinter ihrer Erbauung gestanden haben mag, ist bis heute nicht vollends erklärt worden. Die atmosphärischen Höhlen, die zu den wichtigsten Baudenkmälern Gran Canarias gehören, erreicht man über die Bundesstraße C810, der man bis zur Cuesta de Silva folgt, von wo aus man zu den Höhlen wandern kann.

Höhlenbauten von Santa Lucía de Tirajana
Wer nach Santa Lucía de Tirajana kommt, tut dies vor allem wegen der zahlreichen historisch höchst interessanten Höhlenbauten, die früher einmal für die Canarios Wohn-, aber auch Grabstätten gewesen sind. 

Cueva Pintada in Galdar
Diese Höhle enthält polychrome geometrischen Malereien. 

Montaña Sagrada in Telde

Im heiligen Berg der Guanches befinden sich mehrere sehenswerte Höhlen, die von den Ureinwohnern der Kanaren bewohnt wurden.

Palmitos Park, Maspalomas
Hierbei handelt es sich um einen 20 ha großen Vogelpark, der sich in einer Schlucht mit Seen und kleinen Quellen ausbreitet. Der entzückende Park ist unglücklicherweise im Juli 2007 durch einen Brand zu fast 65 % zerstört worden, so dass er bis zur Neueröffnung im August 2008 geschlossen blieb. Nun aber ist er wieder da und seither in mehrere Themenbereiche untergliedert. Dazu gehören ein Orchideenhaus, ein Kaktusgarten, ein Schmetterlingsgehege sowie diverse Vogelshows.

Gran Canaria mit einem Mietwagen erkunden

Die zu Spanien gehörenden Kanaren sind eine abwechslungsreiche und vielfältige Inselgruppe, deren Sehenswürdigkeiten man gut mit Hilfe eines Mietwagens erkunden kann.
Dank seiner geografischen Lage und der Nähe zu Afrika ist es auf allen Inseln ganzjährig warm. Im Sommer ist es nicht zu heiß und im Winter herrschen milde Temperaturen. Zu den beliebtesten Inseln der Kanaren gehört Gran Canaria.
Das 1.432 km² große Eiland eignet sich darüber hinaus sowohl zum Wandern als auch für einen entspannten Strandurlaub.

Erkundungen mit dem Mietwagen
Gran Canaria ist ein Paradebeispiel für eine  vielseitige Landschaft mit Sandstränden und einem abwechslungsreichen Landesinneren mit mächtigen Vulkankratern und bodenlos wirkenden Schluchten, das perfekt mit dem Mietwagen erkundet werden kann.
Günstige Mietwagen bekommen Sie zum Beispiel auf cardelmar.de. Wer in der Hauptsaison zwischen Dezember und Februar sowie zwischen Mai und Oktober Gran Canaria erkunden möchte, sollte sich rechtzeitig um einen Mietwagen kümmern und diesen schon von Zuhause aus buchen, da viele Mietwagen in dieser Zeit vor Ort oft nicht mehr verfügbar sind.

Perfekt für Individualtouristen

Gran Canaria hat ein sehr gut ausgebautes Straßennetz, was es Individualtouristen leicht macht, sich unabhängig und schnell von A nach B zu bewegen. Wer Ruhe, Stille und Authentizität sucht, sollte vor allem die Strände der Südküste insbesondere Maspalomas und Playa del Inglés meiden, da hier etwa 95 Prozent der Touristen zu finden sind.

Die Hauptstadt Las Palmas

Gran Canarias Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria ist mit etwas weniger als 380.000 Einwohnern nicht nur die bevölkerungsreichste Stadt der Inseln, sondern auch einer der beiden Verwaltungssitze des Inselreichs (der andere ist Santa Cruz de Tenerife).
Aus dem Zentrum Gran Canarias ragen mit dem 1.949 m hohen (erloschenen) Vulkan Pico de las Nieves und dem 1.813 m hohen Roque Nublo die beiden höchsten Erhebungen der Insel empor. 
Las Palmas befindet sich auf einer Halbinsel und lässt sich mit dem Mietwagen sehr gut erreichen. Beeindruckend ist vor allem der historische Stadtteil Vegueta mit dem Kolumbushaus, der Casa Colon, dem Gabinete Literari und der Santo Domingo Kirche. Wer Fisch mag, sollte in Las Canteras mal im Restaurant Amigo Camilo vorbeischauen. Dort können Sie sich einen frischen Fisch aussuchen, diesen nach Belieben zubereiten lassen und ihn anschließend auf der Panoramaterrasse genießen.

Im Landesinneren von Gran Canaria
Im Nordosten von Gran Canaria finden Sie eine ruhige, ländliche Idylle vor. Hier befindet sich auch der Naturpark Bandana mit dem berühmten Vulkankrater. Besuchen Sie auch die Stadt Arucas mit ihren blauschwarzen Basaltsteinen und die Gemeinde Vega de San Mateo, wo jeden Samstag und Sonntag ein beliebter Bauernmarkt mit kulinarischen Köstlichkeiten stattfindet. Angeboten werden neben frischem Obst und Gemüse auch Kräuter, Gewürze, Honig, Käse, Wein und vieles mehr. Außerdem gibt es dort heimisches Kunsthandwerk wie Körbe, Messer, Lederarbeiten und Holzschnitzereien zu bewundern und zu kaufen. Wer Lust auf einen entspannten Strandurlaub ohne viele Touristen hat, sollte mit dem Mietwagen Puoerto de las Nieves besuchen, wo es südlich davon eine schöne Badebucht gibt.
 

Sehenswürdigkeiten: La Palma

Allgemeines über La Palma

Etwa 86.000 Einwohner leben auf der 708,32 km² großen Kanareninsel La Palma, die eigentlich San Miguel de la Palma heißt. Sie ist die nordwestlichste und fünftgrößte Insel des Archipels. Größter Ort der Insel ist nicht die Hauptstadt Santa Cruz de La Palma, sondern das 1812 gegründete Los Llanos de Aridane. Mit dem 2.423 Meter hohen Roque de los Muchachos weist die Insel (nach dem Pico del Teide auf Teneriffa) auch den zweithöchsten Punkt des Kanarischen Archipels auf. Anders als etwa Teneriffa und Gran Canaria ist La Palma bisher vom Massentourismus verschont geblieben. Nur ein paar Hotels kratzen den Horizont, denn auf La Palma setzt man eher auf Privatunterkünfte und den seit einigen Jahren aufkommenden ländlichen Tourismus („span. turismo rural), für den alte kanarische Bauernhäuser im inseltypischen Gepräge renoviert und als touristische Unterkünfte vermietet werden. Der Großteil der Urlauber, das sind etwa 80%, kommt nach Puerto Naos und nach Los Cancajos, während es sich (v.a. deutsche) Dauerurlauber und Aussteiger im Inneren des Eilands gemütlich gemacht haben. Traditionellerweise wird La Palma immer noch überwiegend als Wanderinsel genutzt. Zahlreiche Anbieter decken den Bedarf nach langen Wanderungen ab, bieten aber auch geführte Reit- und/oder Mountainbiketouren an. Daneben haben sich auch einige Taucheranbieter etabliert, die insbesondere auf der West- und der Ostseite Insel zu finden sind.

 

Krchen

Kirche Santo Domingo, Santa Cruz de La Palma
Diese Kirche aus dem 16. Jahrhundert war einst Bestandteil des Klosters San Miguel de las Victorias. Wer sich für flämische Ölgemälde begeistern kann, wird im Kircheninneren eine große Sammlung solcher Kunstwerke finden.

Nuestra Señora de Los Remedios, Los Llanos de Aridane
An der Plaza de España steht die dreischiffige Pfarrkirche Nuestra Señora de Los Remedios. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut.

Iglesia de Encarnación, Santa Cruz de La Palma
Besonderer Bestandteil dieser Kirche ist das flämische Bildhauerkunstwerk Die Verkündigung. Es geht auf das 16. Jahrhundert zurück.

Iglesia de San Francisco, Santa Cruz de La Palma
Die im Stil der Renaissance erbaute Kirche ist ein kunsthistorisches Denkmal. Einst gehörte sie zum Kloster Real Convento de la Inmaculada Concepción. Im Inneren der Kirche stehen bemerkenswerte Skulpturengruppen.

Iglesia Matriz de El Salvador, Santa Cruz de La Palma
An der Plaza de España thront die Iglesia Matriz de El Salvador, die in ihrer Entstehung auf das 16. Jahrhundert zurückgeht. Sie besteht aus drei Schiffen, die Elemente des Mudéjar-Stils aufweisen.

Virgen de las Nieves, Santa Cruz de La Palma
Die Wallfahrtskirche der Virgen de las Nieves steht alle fünf Jahre im Mittelpunkt der Bajada de la Virgen de las Nieves. Innerhalb der Kirche kann man das Bildnis der Inselheiligen bewundern sowie den imposanten Silber-Altar aus dem 17. Jahrhundert.

 

Bedeutende Bauwerke und Plätze

Casa Massieu, Tazacorte
In Tazacorte steht mit der Casa Massieu der älteste der einst so eindrucksvollen Wohnsitze adliger Gutsherren. Die Casa steht im wunderschönen Stadtteil El Charco und gehörte einst zum Besitz der Großgrundbesitzerfamilie Massieu van Dalle, die aus Flandern stammte

Finca Tabaquera „El Sitio“, Breña Alta
Für jeden Zigarrenraucher ein Muss sollte diese Tabak-Finca sein, die noch immer in alter Tradition steht. Man kann den Zigarrendrehern bei der Arbeit über die Schultern schauen.

Castillo de Santa Catalina, Santa Cruz de La Palma
Diese Festung aus dem 16. und 17. Jahrhundert wird von gigantischen Steinmauern umgeben. Die Burg wurde auf Befehl des damaligen Kaisers Karl V. vom italienischen Baumeister Leonardo Torriani errichtet. 

Plaza La Glorieta, Las Manchas
In Las Manchas liegt dieser hübsche Platz, der durch die farbenfrohen Mosaikarbeiten begeistert. Ausführender Künstler war hier Luis Morera, ein Schüler von César Manrique.

Rathaus von Santa Cruz de La Palma
Das Rathaus der Inselhauptstadt geht auf das 16. Jahrhundert zurück und erhebt sich an der Calle O`Daly (auch Calle Real). Es wurde unter der Herrschaft des spanischen Königs Philipp II. erbaut und beeindruckt u.a. mit seiner hölzernen Kassettendecke.

Casa Massieu, Tazacorte
In Tazacorte steht mit der Casa Massieu der älteste der einst so eindrucksvollen Wohnsitze adliger Gutsherren. Die Casa steht im wunderschönen Stadtteil El Charco und gehörte einst zum Besitz der Großgrundbesitzerfamilie Massieu van Dalle, die aus Flandern stammte
 
Observatorio del Roque de los Muchachos
Diese Ansiedlung mehrerer Sternwarten liegt am Hang des Roque de los Muchachos und wurde im Jahre 1985 eröffnet. Die Anlage, an deren Finanzierung sich mehrere Länder beteiligen, gehört zu den wichtigsten dieser Art auf der Erde.

Gran Telescopio
Am 24. juli 2009 wurde durch den spanischen König Juan Carlos auf La Palma das größte Spielgelteleskop weltweit eingeweiht. Es liegt in 2.400 m Höhe auf dem Roque de los Muchachos. Das 10,4 m große Teleskop soll der Erforschung des Alls im Bereich des sichtbaren Lichts und im Infrarotbereich dienen. Ein 30 m Teleskop ist für das Jahr 2018 auf Hawaii geplant, dessen Finanzierung aber im Juli 2009 noch nicht gesichert war.

 

Museen

Archäologische Inselmuseum, Los Llanos de Aridane
Erst seit dem Jahre 2007 existiert in Las Llanos de Aridane das Archäologische Inselmuseum von La Palma. Zu sehen sind Ausstellungsstücke aus der Zeit der kanarischen Ureinwohner, der Guanchen

Centro Atlántico de Arte Moderno 
Hier kann eine bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst besichtigt werden.

Casa Luján, Puntallana
In der Casa Luján, einem altherrschaftlichen Landhaus, sind historische Möbelstücke und Dekorationen zu bewundern.

Casa Sotomayor, Los Llanos de Aridana
Das zu den ältesten Gebäuden der Insel gehörende Herrenhaus besticht mit traditioneller Bauweise und einem beeindruckenden barocken Portal. In den Innenräumen der Casa sind Ausstellungen über palmyrisches Kunsthandwerk zu sehen. 

Casa de Colón

Das Haus mit interessanten Objekten erinnert an die Entdeckungsfahrt des Kolumbus.

Museo Canario
Das Kanarische Museum enthält eine umfangreiche Ausstellung über die Ureinwohner der Inselgruppe, die Guanches.

Museum der Schönen Künste

 

Zeugnisse der Guanchenkultur

Guanchenhöhle, bei La Zarza
Viele Funde sind auf La Palma gemacht worden, doch keiner von ihnen war so bemerkenswert wie die Steingravuren von La Zarcita und La Zarza. Die 1941 in Schluchten zwischen La Mata und Llano Negro entdeckten Funde werden im Besucherzentrum der archäologischen Stätte erläutert. 

Parque Belmaco, bei Mazo
10 Wohnhöhlen der Guanchen gibt es im archäologischen Parque Belmaco zu sehen. Sie sind über schmale Pfade miteinander verbunden und werden im Besucherzentrum genau erklärt und erläutert.

 

Naturschönheiten

Cumbre Vieja
Der „alte Gipfel“ ist eine fast 2.000 Meter hohe, geschätzte 14 Kilometer lange Vulkankette, die sich durch den Süden La Palmas zieht. Sie gehört auch gleichnamigen Naturpark und kann über eine Vulkanroute erlaufen werden, von der aus man die fantastischen Aussichten auf die Nachbarinseln genießen kann. 

Parque Nacional de la Caldera de Taburiente
Der atemberaubende Nationalpark umfasst das Gebiet um die Caldera de Taburiente, den größten bekannten Senkkrater der Erde. Der gigantische Krater hat einen Durchmesser von ungefähr neun Kilometer. An seiner tiefsten Stelle geht es 430 Meter in den Boden. Man kann den Park innerhalb von geführten Wanderungen erleben, die vom Besucherzentrum aus starten.

 

Sehenswürdigkeiten von Teneriffa

Allgemeines über Teneriffa

Mit ihren 2.034 km² ist Teneriffa (span. Tenerife) die größte der Kanarischen Inseln und zugleich mit rund 890.000 Einwohnerndie bevölkerungsreichste Insel von ganz Spanien.
Allein 222.000 der Einwohner der Inselleben in der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife, die gemeinsam mit Las Palmas de Gran Canaria auch zu den beiden Verwaltungssitzen des Inselreichs gehört.Neben Santa Cruz.
Hier hat übrigens auch das Parlament der Kanaren seinen Sitz und mit  San Cristóbal de La Laguna liegt hier eine der größten Städte der Kanaren. Dieser faszinierende Ort steht auch auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
Teneriffa, das mit dem 3.718 m hohen Pico del Teide auch die höchste Erhebung Spaniens ihr Eigen nennen darf, ist eine typische Urlaubsinsel und lebt daher auch hauptsächlich vom Tourismus.
Geschätzte 5 Millionen Besucher kommen pro Jahr nach Teneriffa und verbringen ihre kostbaren Urlaubstage insbesondere an der Nord- (v.a. um Puerto de la Cruz) und der Südküste (bei Los Cristianos).
Was diese Menschen oft so fasziniert ist die teilweise sehr unwirkliche Landschaft, welche durch eine vulkanische Aktivität vor Millionen von Jahren gebildet worden ist.
Dabei gehören das Anaga- (im Nordosten) und das Teno-Gebirge (im Nordwesten) zu den ältesten Inselteilen. Und noch immer kommt es zu vulkanischen Ausbrüchen. Der letzte war vor gerade einmal 100 Jahren.

Sakralbauten

Antiguo Colegio de las Dominicas, La Laguna
Hierbei handelt es sich um eine frühere Dominikanerinnen-Schule aus dem 18. Jahrhundert, die sich aus mehreren Bauwerken zusammensetzt. Bemerkenswert am Gebäude sind die künstlerischen Dekorationen, die mit der mittelalterlichen Architekturkonzeption kontrastieren.

Convento de San Juan Bautista oder Santa Clara, La Laguna
Das Klarissen-Kloster, im 16. Jahrhundert als erstes Nonnenkloster der Kanarischen Inseln gegründet, wird noch immer von Ordensschwestern bewohnt, die hier in Klausur leben. Sehr sehenswert ist insbesondere die einschiffige Klosterkirche mit ihrer beeindruckenden achteckigen Decke über dem Hauptaltar.

Convento de Santa Catalina de Siena, La Laguna
Das Dominikanerinnen-Kloster der Heiligen Katharina von Siena, entstanden im 17. Jahrhundert, war einst das reichste Sakralgebäude Teneriffas. Es wird noch immer von Schwestern der Dominikanerinnen bewohnt und zieht viele Besucher u.a. wegen der Mudejar-Elemente der Klosterkirche an, aber auch wegen des Umstandes, dass sie den Leichnam der Schwester María de Jesús León y Delgado enthält, welche im Ruf der Heiligkeit stand.

Ermita San Miguel, La Laguna
Hierbei handelt es sich um eine Kapelle an der Plaza del Adelantado. Sie wurde im frühen 16. Jahrhundert erbaut und erhielt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ihr heutiges Aussehen. Im Jahre 1999 wurde die Kirche, die heute Ausstellungen ausrichtet, unter Denkmalschutz gestellt.

Iglesia de la Inmaculada Concepción de la Virgen María, La Laguna
Teneriffas älteste Gemeindekirche geht auf das auslaufende 15. Jahrhundert zurück, weist aber keinerlei Bauelemente aus dieser Zeit mehr auf. Im 18. Jahrhundert erhielt die Kirche weite Teile der baulichen Gestalt, die noch heute zu sehen ist. Im Großen und Ganzen aber ist ihre Architektur ein Konglomerat aus den verschiedensten Stilmitteln. Sehr charakteristisch ist ihr Glockenturm, der als separater Körper auf einer viereckigen Grundfläche thront. 

Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción, Santa Cruz de Tenerife
Als heimliches Wahrzeichen von Santa Cruz fungiert der Turm der Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción. Das Gotteshaus war im Jahre 1653 auf den Überresten einer 1502 abebrannten Kapelle erbaut worden und hatte lange Zeit (auch) als Beobachtungspunkt gedient, von dem aus man feindliche (Piraten-)Schiffe schon von Weitem ausmachen konnte.

Iglesia de San Marco, Icod de los Vinos
Bei dem Park, zu dem auch der bekannte Drachenbaum Drago Milenario gehört, steht seit dem auslaufenden 15. Jahrhundert die Kirche San Marco. Im Laufe ihres Bestehens erfuhr sie mehrere Umbauten und Vergrößerungen. Beeindruckendste bauliche Bestandteile der Kirche sind sicherlich das Renaissanceportal sowie der Barockaltar mit seinen silbernen Dekorationen.

Iglesia Santa María de los Remedios, La Laguna
Viele Veränderungen hat die ehemalige Gemeindekirche Santa María de los Remedios im Laufe ihrer Existenz erfahren müssen, so dass von der ursprünglichen Gestalt des 16. Jahrhunderts kaum noch etwas erhalten blieb. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche zur Kathedrale (= Bischofssitz) erklärt. Der sofort mit seiner Vierungskuppel auffallende Sakralbau ist seit einigen Jahren wegen Restaurierungsarbeiten leider nicht zugänglich.

Iglesia Santo Domingo, La Laguna
Auf das 16. Jahrhundert zurück geht der Bau des Convento Santo Domingo, eines Klosters des Dominikanerordens, das heute indes von der Stadtverwaltung La Lagunas verwendet wird. Zur Klosterkirche nun, in welcher viele namenhafte Familien der Stadt bestattet worden sind, gehört auch der Glockenturm (espadaña) aus dem 18. Jahrhundert, welcher Kirche und Kloster miteinander verbindet. Die seit 1986 unter Denkmalschutz stehende Kirche wird derzeit als Gemeindekirche verwendet.

Santo Domingo, La Orotava
Im früheren Kloster Santo Domingo in La Orotava kann man heutzutage das Museum für Iberoamerikanische Kunst besichtigen.

 

Bedeutende Bauwerke

Auditorio de Tenerife (Auditorium von Teneriffa), Santa Cruz de Tenerife
Die vom Stararchitekten Santiago Calatrava konzipierte Kongress- und Konzerthalle wurde im Design der Avantgarde gestaltet und ist seit ihrer Fertigstellung das Wahrzeichen der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife. 

Casa Alvarado Bracamonte (auch Casa de los Capitanes Generales), La Laguna
Diese Casa wurde im 17. Jahrhundert als Wohnhaus für Diego de Alvarado y Bracamonte (= Gouverneur, Corregidor und Oberkommandierender von Teneriffa und La Palma) und seine Ehefrau María de Vergara y Grimón konzipiert. Das seit 1981 unter Denkmalschutz stehende Gebäude wird heute von der Stadtverwaltung verwendet.

Casas Consistoriales, La Laguna
An der Plaza del Adelantado liegen mit den Casas Consistoriales das Rathaus La Lagunas. Das in seiner Entstehung auf das 16. Jahrhundert zurückgehende Ensemble hat zwar im Laufe der Jahrhunderte etliche Umbauten erfahren und kaum noch originale Elemente bewahrt. Doch ist es mit seiner neoklassizistischen Fassade, dem offenen Säulengang sowie dem zum Vorraum des Ratssaals führenden Treppenhaus eines der schönsten Bauwerke der Stadt.

Casa de la Alhóndiga, La Laguna
Zwischen 1705 und 1709 entstand die Casa de la Alhóndiga, die mit ihrem schönen Portal sofort ins Auge fällt. Das Bauwerk, dessen Fassade übrigens im 19. Jahrhundert im Stil der Neoklassizistik restauriert worden war, diente als alhóndiga, also als öffentlicher Konrspeicher, wurde aber auch als Gefängnis, Gericht, Kaserne und Gasthaus verwendet. 

Palacio Salazar, La Laguna
1687 wurde der barocke Palacio Salazar (auch Casa Salazar) fertiggestellt, der 1892 zum Sitz des Bischofs und seiner Verwaltung geworden war. Das Wappen der Familie Salazar kann man am Giebelabschluss ausmachen. Das 1983 unter Denkmalschutz gestellt Bauwerk erfuhr leider 2006 durch einen Brand erhebliche Schäden und musste teilweise völlig wiederhergestellt werden.

Palacio de la Marqueses de la Villa nueva del Prado, La Laguna
Der auch Casa Nava y Grimón genannte Palast der Familie Nava y Grimón geht auf das 16. Jahrhundert zurück, auch wenn einige Elemente Kinder des 17. Jahrhunderts sind. Sehr bemerkenswert ist allein die Fassade, gefertigt aus Cantería azul, einer in Tegueste abgebauten Steinart. Seit 1976 steht der Palast unter Denkmalschutz.

Stierkampfarena, Santa Cruz de Tenerife
Die ehemalige Stierkampfarena an der Rambla del General Franco in Santa Cruz wird heute als Konzerthaus genutzt, denn vor mehreren Jahren hatte das Parlament der Kanarischen Inseln die Corridas de Toros verboten. Neben Konzerten werden in dem imposanten Gebäude auch Aufführungen anderer Art ausgerichtet.

 

Museen und Theater

Museo de Historia de Tenerife, La Laguna
Das Historische Museum Teneriffas wurde in der Casa Lercaro untergebracht, einem Privatgebäude aus dem 16. Jahrhundert. Die Ausstellungsräume eröffneten, nachdem das Haus 1983 unter Denkmalschutz gestellt werden konnte. 

Museo del Arte Iberoamericano, La Orotava
Im früheren Kloster Santo Domingo in La Orotava kann man heutzutage das Museum für Iberoamerikanische Kunst besichtigen. 

Teatro Leal, La Laguna
In der Calle Carrera steht dieses Theater, das 1915 eingerichtet worden ist. Neben der eklektizistischen Fassade mit ihren dreistöckigen Türmen bietet das Gebäude wundervoll mit Fresken verzierte Innenwände und Decken.

 

Naturschönheiten

Anaga-Gebirge (Macizo de Anaga)
Im Nordosten der Insel erhebt sich das Anaga-Gebrige, dessen höchster Berg der 1.024 Meter hohe Cruz de Taborno ist. Als einer der bedeutendsten Bestandteile des Massivs lockt der Lorbeerwald Las Mercedes. Weite Teile des Gebirges gehören zum 1987 gegründeten Naturpark Parque Rural de Anaga. Wem das alles noch nicht reicht, der kann weiter zum Dorf Chinamada fahren, wo einige Einwohner in einer Art Wohnhöhlen leben.

Barranco del Infierno (Höllenschlucht), bei Adeje
Nahe der Stadt Adeje liegt die wohl spektakulärste Schlucht Teneriffas. Sie trägt den Unheil verkündenden Namen Höllenschlucht und war in alter Zeit von den Guanchen besiedelt gewesen. Die Schlucht, welche heute zum Naturschutzgebiet Reserva Natural Especial de Barranco del Infierno gehört, erreicht man über einen etwa drei Kilometer langen Wanderweg, mit dessen Hilfe man etwa 200 Höhenmeter bewältigt.

Drachenbaum, Icod de los Vinos
Der Drago Milenario, mit 400 Jahren Alter bereits ein Greis, ist der bekannteste Drachenbaum Teneriffas. Er gehört zu einer Parkanlage, bei der auch die Iglesia de San Marco aus dem 15. bzw. 16. Jahrhundert steht.

Pico del Teide, NationalparkTeide  
Der Berg Pico del Teide hat eine Höhe von 3.718 m und ist  damit die höchste Erhebung nicht nur der Kanarischen Inseln sondern von ganz Spanien. Der Pico del Teide ist ein Vulkan der aus einer „Caldera“ (beschreibt eine Stelle im Vulkan, die eingebrochen ist und die Form eines "Kessels" hat) aufragt. Die Hänge haben kaum Bewuchs. Zum letzten Mal ist der Teide im Jahr 1798 ausgebrochen. Auf einer Höhe von 2390 m liegt das Observatorio del Teide. Um auf den Gipfel steigen zu können, muss man eine Genehmigung haben, die man im Büro der Nationalparkverwaltung in Santa Cruz de Tenerife erhält. Der Teide bildet die nördliche Grenze des Nationalparks. Am Fuße des Berges befinden sich die „Roques de García“, eine Ansammlung von farbigen Felsnadeln. Der Teide-Nationalpark wurde im Jahr 2007 in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen 

Roques de García
Diese bunten Felsnadeln erheben sich etwa 3,5 Kilometer südlich der Talstation, von der aus die Seilbahn auf den Pioco del Teide führt. Am bemerkenswertesten ist der Roque Chinchado (dt. Steinerner Baum).

Valle de La Orotava (Orotava-Tal)
Dieses fruchtbare Tal im Norden Teneriffas erstreckt sich vom Meer aus bis zu einer Höhe von etwa 2.000 Metern und beinahe bis zu den Las Cañadas. Hauptstadt und Touristenhochburg des Tales ist Puerto de la Cruz. Obwohl sich der Massentourismus auch bis ins Valle de La Orotava ausgebreitet hat, sind noch große Teile des Tals ruhig geblieben. Das gilt auch für viele der kleinen Dörfer, die man u.a. über Wanderwege erreichen kann.

San Cristóbal de la Laguna
San Cristóbal de la Laguna liegt ca.12 km westlich von Santa Cruz de Tenerife auf einer Höhe von ca. 550 m, allerdings sind durch die Besiedelung der Außenbezirke die Städte fast zusammen gewachsen. Im Winter regnet es dort häufig, während es im Sommer sehr heiß ist und häufig wehen heiße, trockene Winde aus der Sahara dorthin. Die Stadt ist seit dem Jahr 1701 Universitätsstadt und Bischofssitz. Die Stadt wurde im Jahr 1496 gegründet und war zwischen 1510 und 1823 in jeder Hinsicht das Zentrum der Insel. Der quadratisch angelegte Stadtkern mit seinen verwinkelten Gassen hat seinen alten Charakter bewahrt, und man kann die früheren Wohnhäuser der Reichen bewundern. Die Altstadt von San Cristóbal de la Laguna wurde im Jahr 1999 in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Jardín de aclimatación de La Orotava, Puerto de la Cruz
Der auch Jardín Botánico de la Orotava oder kurz Botánico genannte Botanische Garten von Puerto de la Cruz zählt zu den schönsten Jardines Botánicos Teneriffas. Er macht es möglich, dass die verschiedenen, aus Afrika, Europa und Amerika stammenden Pflanzen direkt nebeneinander wachsen können. Das 60.000 m² große Areal beherbergt mehr als 5.000 Pflanzen-, 120 Baumarten sowie eine Kollektion von über 50.000 Gewächsen aus allen Kontinenten der Erde.

Loro Parque
Eine der größten Arbeitgeber Teneriffas ist der Tierpark im Inselnorden. Der eigentlich als Papageien-Park (Loro = Papagei) eingerichtete Park beherbergt neben der größten Papageiensammlung der Erde auch Gehege, Aquarien und Volieren. Den faszinierenden Park kann man u.a. mit der gelben (kostenlosen) Bimmelbahn von Puerto de La Cruz aus erreichen.

Pueblo Chico, Valle de la Orotava
1999 wurde diese Modellanlage eröffnet, welche es auf eine Größe von 20.000 m² bringt. Zu sehen sind Modelle der Kanarischen Inseln, die im Maßstab 1:25 gefertigt worden sind. Dazu gehören Bauwerke, Landschaften und Nachbarinseln.

Pyramiden von Güímar, bei Güímar
Diese sechs pyramidenförmigen Terrassenbauten aus Lavastein stammen aus dem 19. Jahrhundert und breiten sich auf einem Areal von 65.000 m² aus. Eigentlich waren es neun Pyramiden, doch nur sechs von ihnen sind erhalten geblieben. Ihr Zweck konnte bisher noch nicht einwandfrei untersucht werden.

Siam-Park, Adeje
Beim Siam-Park von Adeje handelt es sich um einen Wasserpark, dessen Hauptattraktion das Wellenbad mit seinen künstlich erzeugten Wellen ist. Dort kann man sogar surfen.

UNESCO-Welterbestätten: Kanarische Inseln

Nationalpark Garajonay (Insel Gomera) 
Die kanarischen Inseln gehören zu Spanien.
Die Insel Gomera ist die zweitkleinste der sieben großen Kanarischen Inseln. La Gomera -westlich von Teneriffa gelegen - hat einen fast kreisrunden Durchmesser von nur ca. 22 km, somit beträgt ihre Fläche ca. 370 km². Der höchste Punkt ist der Berg "Alto de Garajonay" mit einer Höhe von 1.487 m. Die Fläche des geschützten Nationalparks Parks beträgt ca. 40 km². Im Zentrum der Insel befindet sich der größte Lorbeerwald - der „Laurisilva“ - der Erde. Dieser Wald ist teilweise immergrüner Nebelwald – die Yunga -, in dem riesige Farngewächse, viele endemische Pflanzen (nur hier vorkommend) und lobeerähnliche Pflanzen wachsen. Im Jahr 1986 wurde der Park in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbe eingetragen.

San Cristóbal de la Laguna (Insel Teneriffa)
San Cristóbal de la Laguna liegt ca.12 km westlich von Santa Cruz de Tenerife auf einer Höhe von ca. 550 m, allerdings sind durch die Besiedelung der Außenbezirke die Städte fast zusammen gewachsen. Im Winter regnet es dort häufig, während es im Sommer sehr heiß ist und häufig wehen heiße, trockene Winde aus der Sahara dorthin. Die Stadt ist seit dem Jahr 1701 Universitätsstadt und Bischofssitz. Die Stadt wurde im Jahr 1496 gegründet und war zwischen 1510 und 1823 in jeder Hinsicht das Zentrum der Insel. Der quadratisch angelegte Stadtkern mit seinen verwinkelten Gassen hat seinen alten Charakter bewahrt, und man kann die früheren Wohnhäuser der Reichen bewundern. Die Altstadt von San Cristóbal de la Laguna wurde im Jahr 1999 in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen.

NationalparkTeide (Insel Teneriffa) 
Der Berg Pico del Teide hat eine Höhe von 3718 m. Der Pico del Teide ist ein Vulkan der aus einer „Caldera“ (beschreibt eine Stelle im Vulkan, die eingebrochen ist und die Form eines "Kessels" hat) aufragt. Die Hänge haben kaum Bewuchs. Zum letzten Mal ist der Teide im Jahr 1798 ausgebrochen. Auf einer Höhe von 2390 m liegt das Observatorio del Teide. Um auf den Gipfel steigen zu können, muss man eine Genehmigung haben, die man im Büro der Nationalparkverwaltung in Santa Cruz de Tenerife erhält. Der Teide bildet die nördliche Grenze des Nationalparks. Am Fuße des Berges befinden sich die „Roques de García“, eine Ansammlung von farbigen Felsnadeln. Der Teide-Nationalpark wurde im Jahr 2007 in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen 

 

Sehenswürdigkeiten: Weitere Inseln der Kanaren

Insel La Gomera

Die zweitkleinste der sieben großen Kanarischen Inseln bringt es auf eine Größe von rund 370 km². Die etwa 22.300 Einwohner des Eilands, dessen Hauptstadt San Sebastian de La Gomera heißt, leben auf einer Insel, die zu den älteren der Kanaren gehört und in deren Zentrum der größte noch geschlossene Lorbeerwald der Erde steht. Er gehört mitsamt dem 1.487 Meter hohen Garajonay zum UNESCO-Weltnaturerbe "Nationalpark Garajonay". Dieser fast 4.000 Hektar = 40 km² große Nationalpark, welcher beinahe 10% der Insel bedeckt, setzt sich auch aus immer grünem Nebelwald und riesigen Farngewächsen zusammen. 
La Gomera ist aber auch berühmt wegen der weltweit nur noch dort bestehenden Pfeifsprache El Silbo, welche die Altkanarier (Guanchen) verwendet haben. Abgesehen von der Hauptstadt San Sebastian de La Gomera (und ihren Hauptanziehungspunkten wie dem Torre del Conde, dem Casa de Colón, der Iglesia de La Asunción und auch dem Luxushotel Conde de la Gomera), bietet La Gomera solche Besuchermagnete wie das kleine verwinkelte Städtchen Agulo an der nördlichen Küste La Gomeras. Das Valle Gran Rey begeistert mit seiner terrassenförmig angelegten Kulturlandschaft, zu der auch weitläufige Bananenplantagen gehören. Ein Kernstück der Gegend ist der von César Manrique geschaffene Mirador del Palmerejeo, ein Aussichtsturm mit großen Panoramascheiben. In einem grünen Tal im Norden La Gomeras gelegen, bietet die Stadt Hermigua nahe ihres Stadtteils Santa Catalina außerdem ein wundervolles Meereswasserschwimmbecken und sehr gute Wandermöglichkeiten. Beliebte Wanderwege führen an einem Wasserfall vorbei nach El Cedro und auf den 1.453 Meter hohen Garajonay und zum Lavaschlot Los Organos. Und auch Wale gehören zu den, Sehenswürdigkeiten, für die La Gomera bekannt ist, verfügt die Insel doch über eine der größten Walpopulationen der Erde. Verantwortungsbewusste Veranstalter bieten die Möglichkeit an, die sanften Riesen aus nächster Nähe zu sehen. Dabei wird man auch 100%ig Wale zu Gesicht bekommen, v.a. aber Grind- und/oder Pilotwale. Wer großes Glück hat, sieht außerdem Pottwale und Delfine.

 

Insel El Hierro

El Hierro wurde früher Ferro und auch Isla del Meridiano genannt und ist die kleinste sowie westlichste der sieben "großen" Kanarischen Inseln. Bis in das 15. Jahrhundert hinein hatte man El Hierro daher für das Ende der Welt gehalten. Das 268,71 km² große Eiland wird von etwa 10.600 Menschen bewohnt und ist wegen der etwas komplizierten Erreichbarkeit und der Abwesenheit typischer Badestrände bei Pauschaltouristen eher weniger beliebt. Doch hat die Inselregierung in den vergangenen Jahren (erfolgreiche) Versuche unternommen, die interessanten und vielseitigen Landschaftsformationen der Isla de la tranquila diferencia (= Insel der besinnlichen Andersartigkeit) zu bewerben. Dabei dürfte auch behilflich gewesen sein, dass sie im Jahre 2000 zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt wurde. Neben der landschaftlichen Vielfalt, den Lavatunneln der Cueva de Don Justo, den Felsgravuren Los Letreros und den Miradores mit ihren herrlichen Aussichten lockt auch das zweitkleinste Hotel der Welt in Las Puntas. Es verfügt über gerade einmal vier Zimmer. Die Hauptstadt der Insel, Valverde, ist eher dörflich geprägt, besticht aber u.a. durch das Archäologische Museum, das Rathaus (Ayuntamiento) aus den 1930ern, die Ermita de Santiago - den ältesten Kirchbau der Insel - und durch die dreischiffige Hauptkirche Santa María de la Concepción, die auf das 18. Jahrhundert zurückgeht. Im Westen der Insel, in der Nähe des Santuario de la Virgen de los Reyes, breitet sich El Sabinar aus, ein Wald, zu dem auch die Sabinar-Bäume gehören.
Erwähnenswert ist der gleichnamige Vulkan, der im Jahr 2011 versrärkte Aktivitäten zeigte.

Stromversorgung
Seit dem  Jahr 2012  kann sich die Insel komplett selber mit Strom versorgen. Dabei werden ca. 80% des Strombedarf mittels Windräder und der Rest durch Solarzellen gedeckt. Wegen der Höhenunterschiede auf der Insel kann zeitweilig überschüssiger Strom mit Hilfe eines Wasser-Pumpspeicherwerks indirekt gespeichert werden.

Insel Alegranza

289 Meter hoch in den Himmel erhebt sich die Montaña de Alegranza, die höchste Erhebung der unbewohnten Kanareninsel Alegranza, welche gerade einmal 10,30 km² groß ist. Sie breitet sich ungefähr 10 Kilometer von La Graciosa aus und steht seit dem Jahre 2002 auf der Liste des Bien de Interés Cultural, des Gutes von kulturellem Interesse. Hauptsehenswürdigkeit der kleinen Insel, die gegenwärtig in Privatbesitz steht, ist der Faro, der 15 Meter hohe Leuchtturm an der Punta Delgada. Er erhebt sich auf einer schmalen Landzunge im äußersten Osten und bietet einen kleinen Anlegesteg, der ein paar Meter ins Meer hineinragt.

 

Insel La Graciosa

Dieses nördlich vor Lanzarote gelegene, 29,05 km² große Eiland ist die kleinste bewohnte Insel der Kanaren. Sie bietet eine sehr karge Vegetation und einige (teilweise nicht badetaugliche) Sandstrände. Hauptort ist Caleta del Sebo, wo fast 650 Personen zum größten Teil vom Tagestourismus leben sowie vom Fischfang. Idyllisch ist der kleine Fischereihafen, von dem auch die Fähre nach Orzola (Lanzarote) ablegt. In Caleta del Sebo findet man nicht viel, aber es gibt Fahrradverleihe für Inselbesucher, Restaurants und mehrere Supermärkte. Der Ort Pedro Barba setzt sich fast ausschließlich aus Ferienhäusern zusammen und ist meistens nur im Sommer bewohnt. Was La Graciosa noch zu bieten hat, ist die Landschaft mit den wunderhübschen Eispflanzen und der 157 Meter hohen Montaña Bermeja, an deren Ausläufern der weiße Sandstrand Playa de Las Conchas liegt.

 

Insel Los Lobos

Das zwischen Fuerteventura und Lanzarote gelegene, beinahe 5 km² große Eiland ist unbewohnt. Es wurde 1982 zum Naturpark erklärt und kann innerhalb von ein paar Stunden durchwandert werden. Man erreicht die Insel mit Hilfe von Personenfähren (von Corralejo aus). Die Insel hat ihren Namen übrigens den Mönchsrobben (span. Lobos Marineros) zu verdanken, die leider weniger als hundert Jahre nach der Namensgebung schon ausgerottet waren. Sehenswert ist der Leuchtturm Faro de Martiño, der 1863 an der Nordspitze der Insel errichtet worden war. Dort kam im Jahre 1909 auch die bekannte Schriftstellerin Josefina Pla zur Welt. Ebenfalls sehenswert sind die Überreste alter Zisternen (Aljibes), die von Bauernfamilien angelegt worden waren. Wer hungrig wird, kann eines der beiden Restaurants am Anleger in Casas del Puertito finden.

 

Insel Montaña Clara

Diese zum Chinijo-Archipel gehörende Felseninsel liegt nördlich vor Lanzarote. Sie steht unter Naturschutz und dient Vögeln als Zufluchtsort. Gegenwärtig soll das in Privatbesitz befindliche Inselchen verkauft werden.

 

Roque del Este

Auch diese 0,06 km² große Insel gehört zum Chinijo-Archipel, das nördlich vor Lanzarote liegt. Das unbewohnte Inselchen steht unter Naturschutz und kann nur von einer Stelle aus angefahren werden, der La Cueva. Sehenswert sind die Felsformation El Campanario sowie eine lange Höhle in deren Nähe: Dort findet man eine reiche Meeresfauna vor, die auch einige sehr seltene Arten beherbergt.

 

Roque del Oeste

Ebenfalls dem vor Lanzarote liegenden Chinijo-Archipel zuzuordnen ist der 0,015 km² große Roque del Oeste, der wenig mehr als ein schroffer Felsblock ist und wegen seiner Gefahr für Schiffe auch Roque del Infierno (Höllenturm) genannt wird.