Klima

Deutschland liegt in der Gemäßigten Klimazone mit warmen Sommern und kalten Wintern. Im Sommer liegen die Durchschnittstemperaturen bei 25-30 Grad, wobei im Juli die mittleren Maximaltemperaturen erreicht werden. Im Winter betragen die Durchschnittstemperaturen 0 bis minus 5 Grad. Im Januar werden die mittleren Minimaltemperaturen erreicht. Langanhaltende Kälteperioden mit Schnee und Frost sind außer in den Alpen eher selten. Niederschläge treten ganzjährig auf. Die wenigsten Niederschläge gibt es in Teilen Rheinhessens, die meisten in den Alpen, im Schwarzwald, im Hinteren Bayerischen Wald und im Hochsauerland. Im Norden Deutschlands ist das Klima insgesamt wechselhafter als im Süden.

Reisezeiten

Die Vorstellung, was unter einem besonders günstigen Reiseklima zu verstehen ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So sehen reine Kulturreisende das Klima sicherlich anders als Menschen, die einen Badeurlaub planen. Auch Gesundheitszustand und Lebensalter können für das Erleben des Klimas eine Rolle spielen.
Menschen, die gern viel Sonne genießen und denen auch höhere Temperaturen keine Beschwerden verursachen, ist vor allem der Sommer für einen Aufenthalt in Deutschland zu empfehlen, insbesondere die Monate Juni bis einschließlich August.
Menschen, die gemäßigtes Klima und geringere Temperaturen bevorzugen, sollten für einen Aufenthalt in Deutschland besser das Frühjahr oder den Herbst nutzen, insbesondere die Monate April und Mai bzw. September und Oktober. In den Alpen lohnt sich ein Urlaub sowohl im Sommer als auch im Winter.

Verkehr in Deutschland

Einige allgemeine Hinweise

Um Ärger mit der Polizei oder gar den Gerichten zu vermeiden, sollte man sich in Deutschland strikt an die geltenden Verkehrsregeln halten.

Die angegebenen Höchstgeschwindigkeiten können selbstverständlich durch aktuelle Verkehrsschilder verringert sein. Es ist unabhängig von den hier gegebenen Informationen für Touristen aus dem Ausland empfehlenswert, beim ADAC oder dem AvD weitere Informationen einzuholen.

Ab Juli 2014 sind Warnwesten verpflichtend, jedes Auto muss dann mindestens eine an Bord haben.

Ab Mai 2014 ist das neue Punktesystem in Kraft, dabei verliert man seinen Führerschein bereits bei 8 Punkten in Flensburg.
Von Oktober bis April sollte man Winterreifen fahren, die allerdings nur bei entsprechender Witterung verpflichtend sind.

Besondere Vorschriften
Motorräder müssen auch tagsüber mit Licht gefahren werden.

In Spielstraßen ist das Parken nur in ausdrücklich dafür vorgesehenen Parkbuchten o.ä. gestattet. Die Geschwindigkeit ist dort Schritttempo.
In Bereichen, die als 30er-Zonen ausgewiesen werden, gilt solange eine Begrenzung auf 30 km/h bis die Zone durch das entsprechende Schild wieder aufgehoben worden ist.

In zahlreichen deutschen Städten wurden im Laufe des Jahres 2008 Umweltzonen eingerichtet und durch Schilder ausgewiesen. Sie dürfen nur von Kfz. mit einer entsprechenden Plakette befahren werden. Das gilt auch für Besucher aus anderen Städten und aus dem Ausland.

Mofas
Mofas dürfen innerstädtisch keine Fahrradwege benutzen. Es sei, dass dies durch Verkehrsschilder ausdrücklich erlaubt ist.
Außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen sie dagegen benutzt werden, es sei, dass es durch Verkehrsschilder ausdrücklich verboten ist.

Richtgeschwindigkeit
Die Richtgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen beträgt für Kfz. bis 3,5 t  in der Regel 130 km/h. Ein Überschreiten führt jedoch zu keinerlei Sanktionen. Wer aber - ohne eigenes Verschulden - mit einer höheren Geschwindigkeit in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, muss mit einer Mithaftung von ca. 25% rechnen. Eine Ausnahme davon ist nur zu erwarten, sofern eindeutig nachgewiesen werden kann, dass der Unfall mit der Überschreitung der Richtgeschwindigkeit in keinem Zusammenhang steht - was meist ziemlich schwierig sein dürfte!

Winterreifen
Mit Zustimmung des Bundesrates wurde es ab Anfang Dezember 2010 für Kraftfahrzeuge - einschließlich von motorisierten Zweirädern - Pflicht, bei Schnee, Schneematsch oder bei Schnee- und Reifglätte sowie bei Eisglätte Winterreifen oder Ganzjahresreifen zu verwenden. Bei Nichtbeachtung wird ein Bußgeld in Höhe von 40 € plus 1 Punkt in Flensburg fällig.
Sofern es zu Behinderungen oder Sachschäden kommt, erhöht sich das Bußgeld auf 80 €.
LKWs und Busse mit mehr als acht Plätzen müssen nur die Antriebsräder mit einer derartigen Bereifung versehen.

Alkoholmissbrauch im Straßenverkehr

Promillegrenzen
In Deutschland besteht für die Fahrer von Kraftfahrzeugen eine Grenze für den Blutalkoholspiegel von 0,5 Promille und bei Auffälligkeiten (Schlangenlinien fahren, Unfälle) von 0,3 Promille.
Seit August 2007 besteht für die Fahrer von Kraftfahrzeugen in einem Alter unter 21 Jahre ein absolutes Alkoholverbot. Für Fahranfänger über 21 Jahre gilt für die zweijährige Probezeit nach bestandener Fahrprüfung ebenfalls eine Nullpromillegrenze.
Verstöße werden mit 250 € und einem Punkt in Flensburg geahndet.

Am 1. Mai 2014 traten folgende Neuerungen in Kraft, so wird bereits ab 8 Punkten der Führerschein entzogen und kann frühestens 6 Monate später neu beantragt werden:

Blutalkoholwert (Promille) Sanktionen ohne Auffälligkeiten Sanktionen bei Auffälligkeiten
unter 0,3 keine keine
0,3 bis 0,49  keine Ohne Unfall:
1. Geldstrafe ab 30 Tagessätze
2. mindestens 6 Monate Führerscheinentzug
3.  zwei Punkte in Flensburg

Bei Unfällen:
1. Geldstrafe ab 45 Tagessätze
2. mindestens 9 Monate Führerscheinentzug
3.  drei Punkte in Flensburg

0,5 bis 1,09 1.  500 € Bußgeld
2. ein Monat Führerscheinentzug
3. zwei Punkte in Flensburg
4. nach dem 2. Mal MPU*
Ohne Unfall:
1. Geldstrafe ab 30 Tagessätze
2. mindestens 6 Monate Führerscheinentzug
3. zwei Punkte in Flensburg

Bei Unfällen:
1. Geldstrafe ab 45 Tagessätze
2. mindestens 9 Monate Führerscheinentzug
3. drei  Punkte in Flensburg
4. Bei Personenschäden oder Wiederholung: Freiheitsstrafe möglich 

1,1 bis  1,59 1.  Ab 40 Tagessätze Strafe
2. sechs Monate bis 5 Jahre Führerscheinentzug
3. zwei  Punkte in Flensburg
4. nach dem 2. Mal MPU*
Bei Auffälligkeiten oder Unfällen:
1. Geldstrafe ab 50 Tagessätze
2. mindestens 12 Monate Führerscheinentzug
3.  zwei Punkte in Flensburg
4. Bei Personenschäden oder Wiederholung: Freiheitsstrafe möglich
ab 1,6 Mit und ohne Auffälligkeiten:
1. Geldstrafe ab 50 Tagessätze
2. mindestens 12 Monate Führerscheinentzug
3. drei  Punkte in Flensburg
4. Bei Personenschäden oder Wiederholung: Freiheitsstrafe möglich
5. Stets MPU* - auch Fahrradfahrer
Die Sanktionen sind bei Auffälligkeiten dieselben wie ohne

MPU* = Medizinisch Psychologische Untersuchung (Im Jahr 2013 rund 107.000)

Hinweis
Die Punkte entfallen - unabhängig davon ob neue hinzugekommen sind - nach folgenden Zeiten:

  • Ordnungswidrigkeiten mit 1 Punkt nach  2,5 Jahren
  • Ordnungswidrigkeiten und Straftaten, jeweils mit 2 Punkten nach 5 Jahren
  • Straftaten mit 3 Punkten nach 10 Jahren

Illegale Drogen

Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts kann der Führerschein bei einer Konzentration von 1 ng (1ng = 10-9 g) pro Millimeter Blut an THC entzogen werden. THC (Tetrahydrocannabinol) ist der wichtigste Wirkstoff von Hasch bzw. Cannabis.
Der Führerschein wird danach erst nach bestandener MPU neu ausgestellt oder muss neu erworben werden. Dasselbe gilt  auch für eine Reihe von Medikamenten, so  beispielsweise für die bei einer ambulanten Magen- oder Darmspiegelung verwendete Narkosemittel.

Drogen am Steuer haben große Auswirkungen auf den Fahrer. Vor allem die Reaktionszeit des Fahrers kann erheblich beeinträchtigt werden, wodurch er sich nicht nur selbst sondern auch seine Mitmenschen in Gefahr bringt. Die Reaktionszeit verdoppelt sich unter Drogeneinfluss, weshalb im Falle einer Unfallsituation meist nicht rechtzeitig reagiert und gebremst werden kann. Konsumenten überschätzen ihre Fähigkeiten unter Drogeneinfluss und glauben, sie wären noch im Stande das Auto sicher zu lenken.
Das Betäubungsmittelgesetz regelt die Strafen für den Besitz und Konsum von Drogen. Laut Verkehrsrecht ist der Konsum am Steuer verboten, doch dieser kann auch nach dem STGB strafrechtlich verfolgt werden. Dann können Konsumenten vor Gericht und im schlimmsten Fall in Haft landen.
Im Gegensatz zu einigen anderen Verkehrswidrigkeiten können Bußgelder beim Konsum von Drogen sehr hoch werden
Laut Bußgeldtabelle stehen folgende Strafen auf die Vergehen:
• Erstverstoß: 500 Euro Bußgeld/ zwei Punkte in Flensburg/ ein Monat Fahrverbot
• Zweitverstoß: 1000 Euro Bußgeld/ zwei Punkte in Flensburg/ drei Monate Fahrverbot
• Jeder weitere Verstoß: 1500 Euro Bußgeld/ zwei Punkte in Flensburg/ drei Monate Fahrverbot.
 
Auf den Besitz und Konsum von Drogen stehen bis zu 15 Jahre Freiheitsstrafe. Um die Drogen festzustellen, muss ein Bluttest gemacht werden. Drogen können im Gegensatz zu Alkohol auch noch  später festgestellt werden.
Drogenfahrten die  mit einem Unfall enden, werden mit dem dauerhaften Entzug des Führerscheins belangt. Dieser kann nur wiedererlangt werden, indem er neu erworben wird. Dazu ist eine MPU (Medizinisch – Psychologische Untersuchung) notwendig.
Weitere Informationen zu Bußgeldern  finden Sie unter www.bussgeldkataloge.eu vom Verband für bürgernahe Verkehrspolitik
Der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik bietet auf seinem kostenlosen Ratgeberportal zudem einen kostenlosen Bußgeldrechner sowie eine Auflistung von Bußgeldern in anderen Ländern.

Straßen in Deutschland

Etwas Historisches
Die erste längere Autofahrt in Deutschland wurde von Cäcilie Bertha Benz (1849-1944) und ihren beiden Kindern - der Ehefrau von Carl Benz - am August 1888 von Mannheim nach Pforzheim (ca. 105 km) durchgeführt. Sie benötigte für die Strecke mit dem 1,5 PS starken Gefährt etwas weniger als 13 Stunden. In einer Apotheke in Wiesloch erstand sie 3 Liter Waschbenzin, damit war dies die erste Tankstelle weltweit.
Anfangs galt in Deutschland bei Dunkelheit eine Geschwindigkeitsbegrenzung, die dem eines gestreckten Trab eines Pferds entsprach - etwa 15 km/h.

Im Jahr 1925 wurde sie auf 25 km/h erhöht.

Im Jahr 1939 waren es dann innerorts 40 km/h und außerorts 60 km/h. 1953 wurde das Tempolimit aufgehoben, aber bereits 1957 auf den noch heute gültigen Wert von  50 km/h innerorts festgelegt.

Im Jahr 1972 folgte dann die Begrenzung von 100 km/h auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften.

Auf Autobahnen gibt es bis heute keine generelle Begrenzung.
In Deutschland gab es Mitte der 1920er Jahre rund 250.000 Autos.

Im Jahr 2014 waren es rund 50 Millionen.

Allgemeines
Deutschland hat eines der am besten ausgebauten Straßennetze der Welt.
Es gliedert sich vor allem in Autobahnen, Kraftfahrstraßen (Schnellstraßen), Bundesstraßen, Landstraßen und Kreisstraßen. Dazu kommt das Straßennetz in Ortschaften oder Städten.
Die Länge der Bundesstraßen liegt bei ca. 40.000 km. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt hier für PKWs 100 km/h.
Das Netz der Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen ist rund 600.000 km lang.

Kraftfahrstraßen
Kraftfahrstraßen -  auch als Schnellstraßen bezeichnet - dürfen nur von Kraftfahrzeugen benutzt werden, die aufgrund ihrer Bauart schneller als 60 km/h fahren können. Im Jahr 2015 gab es in Deutschland rund 3.500 km autobahnähnlich ausgebaute Schnellstraßen.
Für Fahrradfahrer und Fußgänger sind sie gesperrt. Ihr Beginn und Ende werden durch die abgebildeten Verkehrszeichen angezeigt.
Für die maximal erlaubten Geschwindigkeiten gilt folgendes:

  • Auf Kraftfahrstraßen außerhalb von Ortschaften ohne bauliche Trennung (es gibt nur eine durchgezogene Linie zwischen den Fahrtrichtungen), jedoch mit mindestens zwei Fahrspuren pro Richtung,  gilt für PKWs  und andere Kraftfahrzeuge bis 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht keine Geschwindigkeitsbeschränkung, es sei denn, dass diese durch Schilder angeordnet wird. Für andere Fahrzeuge gelten jedoch die gleichen Höchstgeschwindigkeiten, wie sie auch sonst auf außer örtlichen Straßen gelten.
  • Auf Kraftfahrstraßen mit einer baulicher Trennung der Richtungsfahrbahnen (z. B. durch einen Grünstreifen oder eine Mittelleitplanke) gelten – unabhängig von der Zahl der Fahrspuren –  für alle Fahrzeugtypen dieselben Höchstgeschwindigkeiten wie auf Autobahnen.
  • Innerorts gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h - es sei, dass Verkehrszeichen etwas anderes erlauben.

Dies kann man aus § 18 Abs. 5 der  StVO entnehmen, obwohl Absatz 5 ein ziemliches bürokratisches Kauderwelsch ist.

Flugverbindungen

Es gibt in Deutschland zahlreiche kleinere und größere Flughäfen mit internationalen Verbindungen, vor allem zu europäische Zielhäfen.
Durch den Einsatz von Billig-Flügen fliegen immer mehr Menschen auch innerhalb des Landes.
Fernreisen nach Asien, Australien, Afrika oder Amerika lassen sich oft nur vom Flughafen in Frankfurt/Main aus durchführen.

Größere Flughäfen

Flughafen Berlin-Brandenburg
(noch nicht eröffnet)

Bremen
Dortmund
Dresden
Düsseldorf
Erfurt/Thüringen
Köln/Bonn (Wahn)
Frankfurt/M.
Hahn/Rheinland-Pfalz
Hamburg
Hannover
Leipzig/Halle
München
Münster/Osnabrück
Nürnberg
Saarbrücken
Stuttgart

Eisenbahnen

Deutschland verfügt über ein hervorragendes Eisenbahnnetz mit einer Länge von rund 33.300 km, auf denen täglich ca. 39.000 Züge verkehren. 

Es gibt Inter City Expresszüge (ICE) und weitere schnelle Verbindungen mit EC (Euro City), IC (Inter City), IR (Inter Regio) oder auch  RE (Regional  Expresszüge). 
Leider ist das Reisen mit der Bahn in Deutschland sehr teuer. 
So kostet beispielsweise eine "normale" Fahrt, also ohne Bahncard oder Sonderangebote, in der 2. Klasse von Berlin nach München mit dem ICE rund 121 Euro.
Daher empfiehlt es sich für Menschen, die häufiger mit der Bahn fahren, eine Bahncard zu erwerben.  
Da es zudem zahlreiche Verbilligungen und unterschiedliche Sparpreisangebote gibt, ist eine intensive Information vor jeder Zugreise dringend anzuraten.

Busverkehr

Es gibt zahlreiche Buslinien, die deutsche Städte untereinander verbinden. Einer der größten Anbieter ist dabei das Unternehmen, das aus dem Zusammenschluss von "Mein Fernbus" und Flixbus" entstand
Auch viele ausländische Großstädte werden angefahren. Die jeweiligen Haltestellen und Verbindungen kann man bei den entsprechenden Städten erfragen.
Seit dem 1. Januar 2013 ist das langjährige Verbot gefallen, dass private Busse der Deutschen Bahn AG auf ihren Strecken keine Konkurrenz machen durften.
Ab diesem Termin gibt es zahlreiche Busverbindungen zwischen deutschen Städten - allerdings mit einer Entfernung von mehr als 50 km - die meist erheblich preiswerter als der Zug sind.
Allerdings ist die Fahrzeit in der Regel erheblich länger, besonders natürlich gegenüber den ICE-Verbindungen.

Busspuren

Auf Busspuren dürfen nur Busse, Krankenwagen, Taxis und Fahrräder fahren. Dabei gibt es Busspuren, die dauerhaft gelten und solche, die nur für die angezeigte Zeit gelten.
Wer illegalerweise auf Busspuren parkt muss mit einem Bußgeld rechnen und damit, abgeschleppt zu werden. Das illegale Befahren einer Busspur ohne Behinderung wird mit einem Bußgeld in Höhe von 15 € geahndet - bei einer Behinderung sind es 35 €.

Fährverbindungen

Es gibt in Deutschland zahlreiche Fährverbindungen auf den Binnenseen wie der Müritz, dem Bodensee, dem Wannsee. Fährverbindungen bestehen weiterhin zu den Nordseeinseln.
Weiterhin verkehren Fähren nach England, Skandinavien, in die baltischen Staaten, nach Polen sowie nach Finnland.
Wichtige Fährhäfen sind Stralsund, Rostock-Warnemünde, Kiel, Lübeck, Bremerhaven, Emden oder Hamburg, um nur einige zu nennen.

Fahrradfahren

Ausrüstung von Fahrrädern
Für die Ausrüstung und Verwendung von Fahrrädern bestehen eine Reihe von Vorschriften bzw. Regeln:

  • Es müssen zwei voneinander unabhängige Bremsen vorhanden sein (§ 65 Abs. 1 StVZO)
  • Rennräder mit einem Gewicht bis 11 kg dürfen anstelle einer fest installierten Lichtanlage auch batterie- bzw. akkubetriebene Leuchten verwenden. (Paragraph 67  StVZO)
  • An den Rädern und Pedalen müssen Reflektoren vorhanden sein (Paragraph 67  StVZO)
  • Eine Klingel bzw. Glocke ist erforderlich (§ 64a StVZO)
  • Vorne und hinten sind Rückstrahler (Reflektoren) erforderlich (Paragraph 67  StVZO)
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten auch für Fahrräder
  • Hunde dürfen vom Fahrrad aus geführt werden - andere Tiere jedoch nicht (Paragraph 28  StVO)
  • Es besteht keine Helmpflicht
  • Empfehlenswert, aber nicht verpflichtend sind: Gepäckträger, Schutzbleche sowie ein Kettenschutz.

Fahrradwege
Es sei darauf hingewiesen, dass auch ein Fahrrad als Fahrzeug gilt. Motorräder und Autos sind Kraftfahrzeuge, aber zugleich auch Fahrzeuge.
Fahrradwege, die nicht mit dem abgebildeten Verkehrszeichen (Zeichen 237, 240, 241) gekennzeichnet sind, müssen nicht benutzt werden.
Das Verkehrszeichen 240 kennzeichnet einen gemeinsamen Fuß- und Fahrradweg, während das Zeichen 241 einen getrennten Fußgänger und Fahrradweg kennzeichnet.
Von dieser Regel kann abgewichen werden, sofern der beschilderte Fahrradweg objektiv unbenutzbar ist.
Dies kann z.B. der Fall sein, wenn er baulich nicht befahrbar ist, vereist ist, von Pflanzen überwuchert oder von falsch geparkten Autos blockiert ist.
Nach § 27 der Straßenverkehrsordnung (StVO) dürfen geschlossene Verbände mit mehr als 15 Radfahrern die Fahrbahn auch dann zu zweit nebeneinander befahren, wenn ein benutzungspflichtiger Radweg vorhanden ist.
Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen, ältere Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen.

Hinweis
Nach § 21 der StVO dürfen auf Fahrrädern Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von einer mindestens 16 Jahre alten Person mitgenommen werden.
Dazu ist erforderlich, dass  für die Kinder besondere Sitze vorhanden sind und dass durch Radverkleidungen oder gleich wirksame Vorrichtungen dafür gesorgt ist, dass die Füße der Kinder nicht in die Speichen geraten können.
Hinter Fahrrädern dürfen in Anhängern, die zur Beförderung von Kindern eingerichtet sind, bis zu zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden.
Die Begrenzung auf das vollendete siebte Lebensjahr gilt nicht für die Beförderung eines behinderten Kindes.

Fahrradstraßen

Fahrradstraßen werden dort eingerichtet, wo Fahrradfahrer vorherrschend sind. Außer Fahrrädern dürfen hier andere Fahrzeuge nur ausnahmsweise verkehren - beispielsweise Anlieger.
Das muss aber durch entsprechende Zusatzzeichen angezeigt werden. Auf Fahrradstraßen besteht eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.
Der Beginn und das Ende von Fahrradstraßen werden durch die abgebildeten Verkehrszeichen angezeigt.

Umweltzonen

Umweltzonen wurden 2008 in Deutschland eingeführt, um die Umweltbelastung durch den Kfz.-Verkehr in den Städten zu verringern
Anfangs durfte die Umweltzone der Stadt mit einer roten, gelben oder grünen Plakette, also von Fahrzeugen mit den Schadstoffgruppen 2,3 und 4 befahren werden.
Mittlerweile dürfen nur noch Kraftfahrzeuge mit der grünen Plakette die Umweltzonen befahren.
Die Plakettenpflicht in der Umweltzone einer Stadt  gilt auch für ausländische Fahrzeuge und für die Fahrzeuge von Besuchern aus anderen Städten oder Regionen Deutschlands.
Verstöße dagegen werden seit dem 1. Mai 2014 mit einem Bußgeld von 80 € geahndet - es entfällt seit diesem Termin der Punkt in Flensburg.

30er-Zonen

Der Beginn dieser Zonen wird mittels des abgebildeten Verkehrszeichens angezeigt. In der gesamten Zone beträgt die Höchstgeschwindigkeit 30 km/h.
Diese Zone endet erst, sofern das rechts abgebildete Schild erscheint. Bis dahin gilt - unabhängig davon, wie lang das Gebiet ist und wie viele Kreuzungen man überquert hat, die angegebene Geschwindigkeit.

20er-Zonen

Auch das gibt es. Der Beginn einer 20er-Zone wird mittels des abgebildeten Verkehrszeichens angezeigt. In der gesamten Zone beträgt die maximal erlaubte Geschwindigkeit  20 km/h.
Diese Zone endet erst, sofern das rechts abgebildete Schild erscheint. Bis dahin gilt - unabhängig davon, wie lang das Gebiet ist und wie viele Kreuzungen man überquert hat, die angegebene Geschwindigkeitsbegrenzung.

10er- Zonen

Der Beginn dieser Zonen wird mittels des abgebildeten Verkehrszeichens angezeigt. In der gesamten Zone beträgt die Höchstgeschwindigkeit 10 km/h.
Diese Zone endet erst, sofern das rechts abgebildete Schild erscheint. Bis dahin gilt - unabhängig davon, wie lang das Gebiet ist und wie viele Kreuzungen man überquert hat, die angegebene Geschwindigkeit von 10 km/h.

Spielstraßen

In einer Spielstraße, die einen verkehrsberuhigter Bereich darstellt, darf nur Schritt gefahren werden, das sind maximal 7 km/h, obwohl die Polizei in einer Reihe von Bundesländern noch 10 km/h toleriert.
Das gilt übrigens auch für Fahrradfahrer. Hier ist zudem ganz besondere Vorsicht geboten, besonders gegenüber Kindern.
Eine weitere Besonderheit von Spielstraßen besteht darin, dass nur da geparkt werden darf, wo es ausdrücklich erlaubt ist.
Was viele nicht wissen: Wer aus einer Spielstraße herausfährt, hat nach § 10 der StVO keine Vorfahrt.
Ohne Vorfahrtsschilder hat daher hier auch ein von links kommendes Fahrzeug Vorfahrt. 
Wer hier schneller als Schrittgewindigjkeit fährt muss mit einem entsprechenden  Bußgeld rechnen.
 

Bußgelder bei Geschwindigkeitsverstößen


Außerhalb geschlossener Ortschaften

 

Überschreitung Bußgeld Punkte in Flensburg Führerscheinentzug
 bis 10 km/h  10 €  keine keiner
von 11 bis 15 km/h  20 €  keine keiner
von 16 bis 20 km/h  30 €  keine keiner
von 21 bis 25 km/h  70 € 1 Punkt Keiner
von 26 bis 30 km/h  80 € 1 Punkt keiner
von 31 bis 40 km/h 120 € 1 Punkt keiner
von 41 bis 50 km/h 160 € 2 Punkte 1 Monat
von 51 bis 60 km/h 240 € 2 Punkte 1 Monat
von 61 bis 70 km/h 440 € 2 Punkte 2 Monate
über 70 km/h 600 € 2 Punkte 3 Monate


Innerhalb geschlossener Ortschaften

Überschreitung Bußgeld Punkte in Flensburg Führerscheinentzug
 bis 10 km/h  15 €  keine keiner
von 11 bis 15 km/h  25 €  keine keiner
von 16 bis 20 km/h  35 €  keine keiner
von 21 bis 25 km/h  80 €  1 Punkt Keiner
von 26 bis 30 km/h  100 €  1 Punkt keiner
von 31 bis 40 km/h  160 €  2 Punkte 1 Monat
von 41 bis 50 km/h 200 € 2 Punkte 1 Monat
von 51 bis 60 km/h  280 € 2 Punkte 2 Monate
von 61 bis 70 km/h 480 € 2 Punkte 3 Monate
über 70 km/h 680 € 2 Punkte 3 Monate

Fußgängerzonen

Eine Fußgängerzone ist eine Straße bzw. eine Verkehrsfläche, die vom Prinzip her für jeglichen Fahrzeugverkehr gesperrt ist.
Es können davon jedoch - oft zeitlich begrenzt - Ausnahmen zugelassen werden, so  für Einsatz-, Entsorgungs-, und Reinigungsfahrzeuge sowie hier und dort auch für Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs.
Die erste Fußgängerzone in Deutschland war die Treppenstraße in Kassel, die am 9. November 1953 eröffnet wurde.

Behindertenparkplatz

Auf einem Behindertenparkplatz dürfen nur die Kraftfahrzeuge einer Person parken, die über einen erforderlichen Behindertenausweis verfügt.  die muss mit einem im Fahrzeug sichtbar angebrachten Parkausweis belegt werden.
Diese Parkausweise werden - je nach Bundesland - meist durch die Straßenverkehrsstelle oder das Ordnungsamt ausgestellt. Dabei gibt es Behindertenparkplätze, die per Kennzeichnung nur für eine bestimmte Person reserviert sind und allgemeine,
auf denen jeder Berechtigter parken kann.
Ein Verstoß wird mit einem Bußgeld in Höhe von 35 € geahndet, zudem muss man damit rechnen, dass das Fahrzeug abgeschleppt bzw. umgesetzt wird - was teuer wird.

Achtung
Das Bußgeld in Höhe von 35 € wird unter der Voraussetzung erhoben, dass der Verstoß fahrlässig geschehen ist. Bei der Annahme von Vorsatz, kann der Verstoß um einiges teurer werden.
Vorsatz wird beispielsweise unterstellt, wenn man seine Handynummer auf einem Zettel auf dem Armaturenbrett hinterlassen hat - auch wenn es gut gemeint ist.

Abgesenkter Bordstein

Wer aus einer Straße kommt, die über einen abgesenkten Bordstein in eine andere Straße einmündet, hat keine Vorfahrt - es gilt also nicht die Regel "rechts vor links". 
Sollten jedoch Vorfahrtsschilder vorhanden sein, so gelten natürlich diese.
Diese recht unbekannte Vorfahrtsregel wird in § 10 der StVO geregelt, der etwas gekürzt, wie folgt lautet:

"Wer aus einem Grundstück, aus einem Fußgängerbereich, aus einem verkehrsberuhigten Bereich auf die Straße oder von anderen Straßenteilen oder über einen abgesenkten Bordstein hinweg auf die Fahrbahn einfahren oder vom Fahrbahnrand anfahren will, hat sich dabei so zu verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist; erforderlichenfalls hat er sich einweisen zu lassen.

Zebrastreifen

Fußgängerüberwege - kurz als Zebrastreifen bezeichnet - werden mittels des abgebildeten Verkehrszeichens angezeigt. Außerdem befinden sich auf der Fahrbahn eine Reihe von parallel zur Straße verlaufende weiße Streifen.
An Zebrastreifen haben nach § 26 der StVO (Straßenverkehrsordnung) Fußgänger absoluten Vorrang, dazu zählen auch Rollstühle und Krankenfahrstühle.
Kein Vorrang haben Fahrradfahrer, es sei denn, sie schieben das Rad und gelten damit als Fußgänger.
Diese Vorrangsregel gilt jedoch nicht für den Schienenverkehr.
Es ist verboten in einem Abstand von weniger als 5 m vor einen Zebrastreifen zu halten bzw. zu parken, außerdem ist hier das Überholen verboten.

Überbreite auf linker Spur

In Baustellen - und das betrifft besonders Autobahnen - dürfen auf der linken Spur nur Kraftfahrzeuge fahren, die nicht breiter sind als auf den Schildern angezeigt. Bis vor einigen Jahren waren das in der Regel 2,0 m, heutzutage sind es meist 2,10 m.
Dabei ist zu beachten, dass die im Kraftfahrzeugschein angegebene Breite ohne die Außenspiegel angeben wird. Das Schild regelt aber die gesammte Breite - also mit den Außenspiegeln.
Da dies zahlreichen Autofahrern nicht bekannt ist, kommt es immer wieder zu Bußgeldforderungen, da die Polizei auch von Brücken aus kontrolliert.
Um Sicherheit über die gesamte Breite Ihres Fahrzeug zu erhalten, messen Sie diese mit Hilfe eines Zentimeterbandes durch die geöffneten Vorderfenster von der Außenseite des einen Spiegels bis zu der des anderen.
Ein paar Beispiele zur Fahrzeugbreite mit Außenspiegeln:

Fahrzeugtyp gesamte Breite
BMW X1  2,06 m
BMW X3  2,10 m
BMW X5  2,20 m
BMW 7er Reihe  2,15 m
Mercedes S-Klasse  2,14 m
Mercedes M-Klasse  2,15 m
Mercedes GL-Klasse  2,14 m
Opel Zafira  2,11 m
Audi A6  2,09 m
Audi Q7  2,19 m
 Audi A8  2,12 m
Ford Ranger  2,19 m
Lexus LS  2,14 m
Nissan Navara  2,16 m
Range Rover  2,23 m
VW Scirocco  2,09 m
VW T5  2,28 m
VW Touareg  2,22 m
VW Touran  2,09 m

Internationales Kfz-Kennzeichen

D

Diplomatische Rechte

Auswärtiges Amt

Die Anschriften sowie Telefonnummern, Faxnummern oder E-Mail-Adressen der deutschen Vertretungen in anderen Ländern sowie die Auslandsvertretungen in Deutschland lassen sich beim Auswärtigen Amt unter der folgenden Anschrift in Erfahrung bringen:

Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Werderscher Markt 1
10117 Berlin
Tel: 0049 - (0)30 - 50 00 28 58
Fax: 0049 - (0)30 - 50 00 38 66
Web: www.auswaertiges-amt.de

Vertretungen in Deutschland, gesetzliche Grundlagen

Nahezu alle Länder besitzen Botschaften, Generalkonsulate, Konsulate oder zumindest Honorarkonsulate sowie diverse Fremdenverkehrsämter in Deutschland, vor allem in Berlin. Eine Auskunft über die Vertretung eines bestimmten Landes kann über das Auswärtige Amt erhalten werden. Es sei außerdem darauf hingewiesen, dass alle Bundesländer über eine Landesvertretung in Berlin verfügen. Deren Größe und Architektur übersteigt oft die der Botschaften anderer Länder.

Immunität
Im Ausland tätige Diplamaten, die durch einen Diplomatenpaass ausgewiesen sind, genießen in dem Land, in dem sie als Dipolamat tätig sind absolute Immunität. Sie sind also vor Strafverfolgungen - auch bei schweren Delikten - geschützt. Das gilt auch bei der Verfolgung von Ordnugswidrigkeien, wie z. B. beim Falschparten, zu schnellem Fahren oder dem Überfahren roter Ampeln. Die Diensträume der Missionen sowie die Privatwohnungen dürfen nur mit Erlaubnis der betroffenen Personen betreten werden.
Dises Privileg beruht auf einer über Jahrhunderte ausgeübten Praxis zwischen den Staaten - als so genanntes Völkergewohnheitsrecht. Verbindlich festgeschrieben wurde es am 18. April 1961 im "Wiener Abkommen über die diplomatischen Beziehungen."
Die Immunität der Diplomaten, der diplomatischen Mission und der Privathaushalte wurde in Artikel 30 und 31 geregelt:

Artikel 30
(1) Die Privatwohnung des Diplomaten genießt dieselbe Unverletzlichkeit und denselben Schutz wie die Räumlichkeiten der Mission.
(2) Seine Papiere, seine Korrespondenz und - vorbehaltlich des Artikels 31 Abs. 3 - sein Vermögen sind ebenfalls unverletzlich.

Artikel 31
(1) Der Diplomat genießt Immunität von der Strafgerichtsbarkeit des Empfangsstaats. Ferner steht ihm Immunität von dessen Zivil- und Verwaltungsgerichtsbarkeit zu; ausgenommen hiervon sind folgende Fälle:
a) dingliche Klagen in Bezug auf privates, im Hoheitsgebiet des Empfangsstaates gelegenes unbewegliches Vermögen, es sei denn, dass der Diplomat dieses im Auftrag des Entsendestaats für die Zwecke der Mission im Besitz hat;
b) Klagen in Nachlasssachen, in denen der Diplomat als Testamentsvollstrecker, Verwalter, Erbe oder Vermächtnisnehmer in privater Eigenschaft und nicht als Vertreter des Entsendestaats beteiligt ist;
c) Klagen im Zusammenhang mit einem freien Beruf oder einer gewerblichen Tätigkeit, die der Diplomat im Empfangsstaat neben seiner amtlichen Tätigkeit ausübt.
(2) Der Diplomat ist nicht verpflichtet, als Zeuge auszusagen.
(3) Gegen einen Diplomaten dürfen Vollstreckungsmaßnahmen nur in den in Absatz 1 Buchstaben a, b und c vorgesehenen Fällen und nur unter der Voraussetzung getroffen werden, dass sie durchführbar sind, ohne die Unverletzlichkeit seiner Person oder seiner Wohnung zu beeinträchtigen.
(4) Die Immunität des Diplomaten von der Gerichtsbarkeit des Empfangsstaats befreit ihn nicht von der Gerichtsbarkeit des Entsendestaats.

Deutschland, Ein- und Ausreisebestimmungen

Formalien, Visa

Bürger der EU können mit einem Personalausweis einreisen. Für Bürger vieler anderer Länder reicht ein Reisepass. Aber es gibt auch für eine Reihe von Ländern Visa-Pflicht. Aufgrund des Schengen-Abkommens finden an den Grenzen zur EU keine regelmäßigen Grenzkontrollen statt.

Ein- und Ausfuhr von Devisen
Ohne Deklarierung dürfen, auch von Deutschen Staatsbürgern, nur rund 15.000 € ein- bzw. ausgeführt werden. Höhere Summen sind anzugeben und ihre Herkunft gegebenenfalls zu beweisen.

Warenein- und -ausfuhr
Aus EU-Ländern dürfen alle Waren für den persönlichen Bedarf ein- und ausgeführt werden. Strikt untersagt ist die Einfuhr von Waffen, Munition, Sprengstoff und Drogen. Weiterhin sind die Ein- und Ausfuhr von Pflanzen und Tieren strikt verboten, die nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt sind. Im einzelnen gilt:

Alkohol
Zollfrei dürfen aus EU-Ländern bis zu 10 l Spirituosen, 20 l Likör oder Wermut, 90 l Wein oder 110 l Bier eingeführt werden. Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern sind nur  bis zu 1 l Spirituosen zollfrei und bei Getränken unter 22 Alkohol-Volumenprozenten sind bis zu 2 l zollfrei.

Kaffee

Bei der Einreise aus einem Mitgliedsland der EU dürfen 10 kg Kaffee zollfrei eingeführt werden. Bei der Einreise aus einem Nicht-EU-Land sind es nur 0,5 kg oder 200 g löslicher Kaffee.

Tabakwaren
Bei der Einreise aus einem alten  Mitgliedsland der EU sowie aus Malta und Zypern dürfen wahlweise 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren oder 1 kg Tabak zollfrei eingeführt werden. Bei der Einreise aus einem der neuen EU-Länder sowie aus Nicht-EU-Ländern sind es meist nur 200 Zigaretten, 100 Zigarillos, 50 Zigarren oder 250 g Tabak.

Parfüm
Bei der Einreise aus einem EU-Land bestehen für das Mitführen bei der Einreise keine Beschränkungen. Bei der Einreise aus einem Nicht-EU-Land sind es nur maximal 50 g sowie 0,25 l Eau de Toilette, die zollfrei eingeführt werden dürfen.

Kraftstoff 
Bei der Einreise aus einem EU-Land dürfen neben dem Tankinhalt noch 20 l Kraftstoff in Kanistern zollfrei eingeführt werden. Bei der Einreise aus einem Nicht-EU-Land sind es nur maximal 10 l.

Proviant
Aus Gründen des Seuchenschutzes dürfen aus Nicht-EU-Ländern kein Fleisch und keine Milch ohne Veterinärkontrolle eingeführt werden. Ausnahmen davon gelten u.a. für die Schweiz, Norwegen und Island.

Medikamente
Die Menge an Vitaminpräparaten, Aspirin, Nahrungsergänzungsstoffen oder Mineralstoffpräparaten darf die für den persönlichen Bedarf nicht überschreiten. Dasselbe gilt für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Bei einem Verstoß ist mit Beschlagnahme zu rechnen.

Fälschungen
Gefälschte Waren, wie z.B. Kleidung, Taschen, Kunstgegenstände oder Schmuck dürfen für den persönlichen Bedarf eingeführt werden. In allen anderen Fällen ist mit einer Beschlagnahme und evtl. auch mit der Einleitung eines Strafverfahrens zu rechnen.

Andere Waren
Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern können Waren für den persönlichen Gebrauch bis zu einem Wert von 175 € zollfrei eingeführt werden.

 

Reisen mit Haustieren

Für die Besitzer von Hunden und anderen Tieren stellt sich bei reisen nach Deutschland die Frage, ob sie ihre Tiere überhaupt mitnehmen können, und wenn das möglich ist, stellt sich dann natürlich die Frage nach den jeweils geltenden Bedingungen. Hier bei uns finden Sie, seriös recherchiert, alle wichtigen Informationen zu dieser Thematik.

Für die Einreise mit Heimtieren aus Ländern der Europäischen Union nach Deutschland gilt die EU-Verordnung über die Ein- und Ausfuhr von Heimtieren vom 1.1.2004: Diese besagt, dass Heimtiere mit einem elektronischen Chip gekennzeichnet sein müssen, um eine eindeutige Identifikation der Tiere gewährleisten zu können (bis zum Jahr 2011 ist eine gut lesbare Tätowierung ausreichend, anhand derer das Tier eindeutig identifizierbar sein muss). Außerdem muss bei Reisen immer der EU-Heimtierausweis mitgeführt werden, der bei allen niedergelassenen Tierärzten ausgestellt werden kann und aus dem hervorgehen muss, dass das entsprechende Tier gegen Tollwut geimpft ist. Außerdem gilt in Deutschland das Gesetz zur Bekämpfung gefährlicher Hunde. Daher dürfen bestimmte Hunderassen nicht nach Deutschland eingeführt werden. Dazu zählen die Rassen Pitbullterrier, Bullterrier, American Staffordshireterrier und Staffordshire-Bullterrier sowie Kreuzungen mit diesen Hunderassen.

Deutschland: Infektionserkrankungen und Warnhinweise

Bei Unfällen, Gewalttaten oder Erkrankungen ist eine gute medizinische Versorgung oft lebensrettend, aber zumindest für den Krankheitsverlauf und die spätere Prognose von entscheidender Bedeutung.

 

Infektions-Erkrankungen

In Deutschland ist - neben den häufigen grippösen Infekten u.a. -  mit folgenden Infektionskrankheiten zu rechnen:

  • Aids, HIV (ein eher geringes Infektionsrisiko)
  • Borreliose, durch Zecken übertragen
  • Diverse Geschlechtskrankheiten (Gonorrhoe (Tripper) oder Syphilis)
  • Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FMSE), durch Zecken übertragen
  • Fuchsbandwurm
  • Hepatitis (A, B, C)
  • Kinderkrankheiten (Masern, Keuchhusten, Mumps, Röteln u. s. w.)
  • Lungenentzündungen
  • Meningitis
  • Salmonelleninfektion
  • Tetanus
  • Tuberkulose

Impfempfehlungen
Für Besucher, aber auch für in Deutschland lebende Menschen sind folgende Impfungen anzuraten, wobei die meisten bereits im Kindesalter geimpft werden:

  • Tetanus
  • Hepatitis A und B
  • Diphtherie
  • HIB Typ b (Haemophilus influenzae)
  • Keuchhusten
  • Masern
  • Mumps
  • Miningokokken-Impfung
  • Poliomyelitis (Kinderlähmung)
  • Röteln
  • Windpocken

     

Gefährdungen und Warnhinweise

Deutschland hat bei bestimmten Delikten eine sehr niedrige Kriminalitätsrate. Die Mordrate, also Morde pro 100.000 Einwohner liegt bei ca. 1, die von Mord und Totschlag zusammen bei etwas mehr als 3. Damit liegt Deutschland im europäischen Raum mit an unterster Stelle. So gab es nach einer Veröffentlichung des Bundeskriminalamts (BKA) im Jahr 2006 insgesamt 818 festgestellte Mord-Fälle. 
Weitere für Besucher relevante Straftaten waren nach Angaben des BKA die folgenden, wobei sich die etwas gerundeten Zahlen-Angaben auf erfasste und nicht verurteilte Fälle beziehen:
Vergewaltigungen und sexuelle Nötigung insgesamt: 8.000
Straßenkriminalität insgesamt: 1.558.000, drunter im Einzelnen:

  • Gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen und Plätzen: 60.100
  • Diebstähle aus Kfz: 362.000
  • Kfz.-Diebstähle: 143.370
  • Taschendiebstahl: 101.000
  • Handtaschenraub: 4.300
  • Sonstige Raubüberfälle auf Straßen und Plätzen: 23.000

Polizeiuniformen in Deutschland 
Im Prinzip sind Angelegenheiten der Polizei Sache der 16 einzelnen Bundesländer. Aber es gibt z.B. die blau uniformierte Bundespolizei, die neben anderen Aufgaben die Sicherheit im Bereich der Deutschen Bahn gewährleisten soll. Da sogar die Deutschen selber bei der Uniformfarbe  der Polizei oft nicht durchblicken, sei erwähnt, dass mit Ausnahme von Berlin, Bayern und dem Saarland in allen anderen 13 Bundesländern die Farbe der Polizei blau ist bzw. werden wird. Dies war von den Innenministern der Länder im Jahr 1998 beschlossen worden, um die Farben dem europäischen Standard anzupassen. Die drei genannten Länder dagegen bleiben bei den alten Uniformen mit der grünen Jacke und der beschen Hose. Die alten Uniformen waren im Jahr 1978 von dem Designer Heinz Oestergaard entworfen worden.

 

Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Bürgerservice (auch für Besucher)
Tel: 0049 - (0)30 - 5000 - 2000
www.auswaertiges-amt.de

Währung

Die Landeswährung von Deutschland als Mitglied der europäischen Währungsunion ist der Euro (€).

1 Euro
= 100 Cent.

Die folgenden Geldscheine sind in Deutschland gültig und im Umlauf:

  • 5
  • 10
  • 20
  • 50
  • 100
  • 200
  • 500 Euro

Desweiteren folgende Münzen:

  • 1 Cent
  • 2 Cent
  • 5 Cent
  • 10 Cent
  • 20 Cent
  • 50 Cent
  • 1 €
  • 2 €