Koreastraße

Die Koreastraße ist eine ca. 300 km lange und etwa 165 km breite sich von Südwesten nach Nordosten erstreckende Meerenge zwischen dem Ostchinesischen Meer und dem Japanischen Meer. Im Norden wird sie durch Südkorea und im Süden durch die japanischen Inseln Kyushu und der Südwestspitze von Honshū begrenzt. Der südöstlich liegende Teil der Koreastraße wird auch als Tsushimastraße bezeichnet.
Die Meeresenge besitzt eine Tiefe von rund 90 m.

Anrainerstaaten
Folgende Staaten liegen an der Koreastraße:

Tsushima-Inseln
In der Mitte der Enge liegen die zu Japan gehörenden Tsushima-Inseln.

Kleine Historie
Während des Pleistozäns, diese Epoche ist dem Erdzeitalter Quartär zuzurechnen, gab es immer wieder Zeiträume in denen die heutigen japanischen Inseln mit dem asiatischen Kontinent über eine Landbrücke verbunden waren. Die Koreastraße in ihrer heutigen Form diente immer wieder als "Transportroute". So fand beispielsweise im 6. Jahrhundert der Buddhismus seine Verbreitung auf den japanischen Inseln über die Koreastraße.

In den Jahren 1274 und 1281 versuchte der Herrscher der Mongolen, Kublai Kan, mit einer Flotte die Koreastraße zu durchfahren und Japan zu erobern. Im Jahr 1905 wurde die Koreastraße zum Schauplatz eines Seegefechtes zwischen der Marine Japans und der Marine des russischen Zarenreiches im Zusammenhang mit dem Russisch-Japanischen Krieg. Die als Schlacht von Tsushima bekannte Auseinandersetzung endete mit einem Sieg der Japaner.
Seit geraumer Zeit wird auch über einen Tunnel, nach Beispiel des Eurotunnels, debattiert, welcher Japan und Südkorea verbinden soll.