Schreit- bzw. Laufvögel

Afrikanischer Strauß

Der Afrikanische Strauß (Struthio camelus) gehört zur Gattung der Strauße ((Struthio), zur gleichnamigen Familie der Strauße (Struthionidae) in der Ordnung der Laufvögel (Struthioniformes). Diese Vögel können nicht fliegen. Der Afrikanischen Strauß verfügt über folgende Unterarten:
• Südafrikanische Blauhalsstrauß (Struthio camelus australis).
• Nordafrikanischer Strauß (Struthio camelus camelus)
• Massai-Strauß (Struthio camelus massaicus)

Die Männchen (Hähne) sind bis zu 250 cm hoch, bei einem Gewicht bis zu 130 kg.
Die Weibchen (Hühner) sind dagegen "nur“ 175 bis 190 cm hoch und wiegen 90 bis 110 kg.

Die Hähne haben ein schwarzes Gefieder, wovon sich die weißen Schwungfedern der Flügel und der Schwanz abheben.
Die Hennen besitzen dagegen ein braunes Gefieder, wobei die Flügel und der Schwanz eine weißlich-graue Farbe aufweisen.
Die Vögel haben einen langen und überwiegend federlosen Hals mit einem in Relation zum Körper klein Kopf.

Man findet den Afrikanischen Strauß überwiegend im Osten von Afrika sowie in Südafrika.
Ihre Lebensräume sind offene Landschaften wie Savannen oder Wüsten, wo sie Habitate mit kurzem Gras und nicht zu hohem Baumbestand bevorzugen.
Die Nahrung besteht in der Hauptsache aus Körner, Gräsern, Blättern, Blüten und Früchten, hin und wieder aber auch aus Insekten, wie Raupen und Heuschrecken.
Die wichtigsten Feinde des Straußes sind Löwen und Leoparden, wobei  die Strauße an ihren beiden Füßen über kräftige Krallen verfügen, womit sie in der Lage sind einem  Menschen gefährlich zu werden und sogar einen Löwen in die Flucht zu jagen oder sogar zu töten.

Somaliastrauß
Der Somaliastrauß (Struthio molybdophanes) gehört zur Gattung der Strauße ((Struthio), zur gleichnamigen Familie der Strauße (Struthionidae) in der Ordnung der Laufvögel (Struthioniformes).

Die Männchen erreichen eine Höhe von 210 bis 275 cm - bei einem Gewicht von 100 bis 155 kg, Sie besitzen – mit Ausnahme der weißen Flügel und dem weißen Schwanz ein tiefschwarzes Gefieder.
Der unbefiederte Kopf und Hals sowie die ebenfalls federlosen Beine sind blaugrau. Die Weibchen sind dunkelbraun gefiedert Man findet die Tiere in Ostafrika in Äthiopien, Somalia, Dschibuti und Kenia.

Er besiedelt einzeln oder in Paaren, aber meist in Gruppen mit bis zu 40 Tieren verschiedene Lebensräume, die von Trocken- und Dornstrauchsavannen bis hin zu strauchbewachsenen und bewaldeten Gebieten reichen.
Ihr Nahrungsspektrum ähnelt dem des Afrikanischen Straußes.

Hinweis
In Deutschland gibt es ca. 300 Straußenfarmen, wobei z.B. eine davon  in Brandenburg über 100 Tiere züchtet.
Die Tiere liefern u.a.  Fleisch,Leder, Öl  oderFedern. Ihr Fleisch gilt als Delikatesse.

Großer Emu

Der Große Emu (Dromaius novaehollandiae) ist ein Laufvogel und gehört zur Familie der Emus (Dromaiidae) in der Ordnung Casuariiformes Die Art des Großen Emus unterteilt sich in folgende drei Unterarten
• Dromaius novaehollandiae novaehollandiae (Nominatform)  ist die Nominatform dieser Vogelart
• Dromaius novaehollandiae woodwad
• Dromaius novaehollandiae rothschild
 Emus erreichen eine Höhe zwischen 150 bis 190 cm - bei einer Schulterhöhe von 100 bis 130 cm.
Die in Australien beheimateten Vögel besitzen ein Gewicht zwischen 30 und 45 kg, wobei die Weibchen etwas größer, schwerer und auch dunkler gefärbt sind als Männchen. Sie besitzen ein zotteliges bräunlich gefärbtes Gefieder, das sich aber mit zunehmendem Lebensalter durch die Sonneneinstrahlung aufhellt.

Der weitgehend ungefiederte Hals und die ebenfalls federlosen Beine sind lang und enden in drei kräftigen Zehen. Die rudimentären Flügel besitzen eine Länge von nur rund 20 cm.
Die Tiere bevorzugen Eukalyptuswälder, offene Pflanzungen, Heideland und weniger häufig  trockenes Gelände oder Wüsten, die sie nur nach heftigen Regenfällen und dem dadurch bedingten Nahrungsangebot zeitweilig aufsuchen.
Die Nahrung der jüngeren Tiere besteht neben pflanzlicher Nahrung auch aus Raupen, Heuschrecken und anderen wirbellosen Tieren. Die älteren Tiere ernähren sich vorwiegend von Beeren, Blüten, Früchten, Gras, diversen Kräutern, Pflanzenschösslingen oder Samen. Die Nahrungszusammensetzung variiert dabei von der Jahreszeit und dem jeweiligen Nahrungsangebot.
Die Tiere können sich einen relativ großen Fettvorrat anfressen.

Interessant ist, dass die Emus Wandervögel sind und lange Wanderungen unternehmen, um zu geeigneten Nahrungsgründen zu gelangen. Ihre Wanderungen legen sie in einer schnellen und kräftesparenden Weise zurück, wobei sie über längere Wegstrecken eine Geschwindigkeit von etwa bei 50 km/h durchhalten können.
Man schätzt den Bestand der Tiere in Australien bis auf maximal 700.00 Tiere.
- Kommerzielle Verwendung
Mit der kommerziellen Zucht der Emus begann man in Westaustralien gegen Ende der 1980er Jahre.
Von den Tieren werden ihr Fleisch und ihre Haut verwendet. Zudem wird aus den Fettreserven Öl gewonnen, das in Kosmetika und einigen Naturheilprodukten Anwendung findet.  Die Federn und Eier finden häufig im Kunsthandwerk ihre Abnehmer.

Helmkasuar

Der Helmkasuar (Casuarius casuarius) ist ein großer und  nicht flugfähiger Laufvogel  aus der Familie der Kasuare (Casuariidae) in der Ordnung der Casuariiformes.
Erwachsene Kasuare sind bis zu 1,70 m groß und können bis zu 70 kg wiegen. Dabei sind die Weibchen größer als die Männchen, aber ansonsten kaum zu unterscheiden.
Der Helmkasuar ist der zweitgrößte Vogel in Australien und nach dem Afrikanischen Strauß (Struthio camelus), dem Großen Emu (Dromaius novaehollandiae) sowie dem Einlappenkasuar (Casuarius unappendiculatus) der viertgrößte weltweit.

Die Vögel besitzen ein namensgebendes an einen Helm erinnerndes und mit Horngewebe überzogenes Gebilde auf dem Kopf, das ihrem Schutz dient, wenn sie sich im dichten Unterholz bewegen.
Ihr Kopf und der Hals sind federnlos und die Haut ist großteils leuchtend blau gefärbt - mit einem roten Streifen an der Hinterseite des Halses und mehreren roten Hautlappen vorne und hinten am Hals.
Ihr Gefieder ist glänzend schwarz. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h sind sie recht schnelle Läufer, zudem können sie bis 1,5 m hoch springen. Auch sind sie gute Schwimmer.
Ihre Füße besitzen scharfe Krallen, deren innere Kralle bis zu 12 cm lang wird. Wenn sie sich bedrängt fühlen oder meinen, sich verteidigen zu müssen, können sie auch für den Menschen gefährlich werden.
Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten und Pilzen sowie aus Kleinsäugern, Insekten, Vögeln und deren Eiern.
Helmkasuare findet man in Neuguinea und in Queensland im Nordosten Australiens.
Ihre Lebensräume sind Regen- und Savannenwälder

Kiwi

Der Kiwi ist ein flugunfähiger und nachtaktiver Laufvogel aus der Gattung Apteryx, der gleichnamigen Familie Kiwi (Apterygidae) in der Ordnung der Apterygiformes.
Die Gattung Kiwis gliedert sich in folgende fünf Arten, die alle in Neuseeland vorkommen:
• Nördlicher Streifenkiwi (Apteryx mantelli). Diese Art kommt fünf voneinander räumlich getrennten Regionen auf der Nordinsel vor.
• Okaritokiwi (Apteryx rowi). Diese Art findet man in einem sehr kleinen Gebiet an der Westküste in der Mitte der Südinsel.
• Südlicher Streifenkiwi (Apteryx australis). Diese Art kommt im Südwesten auf der Südinsel und auf Stewart Island vor.
• Haastkiwi (Apteryx haastii). Diese Art findet man in einem sehr kleinen Gebiet an der Westküste in der Mitte der Südinsel südlich des Okaritokiwis.
• Zwergkiwi (Apteryx owenii). Diese Art findet man in drei getrennten Gebieten im Nordwesten der Südinsel.

Die Kiwis besitzen eine Größe zwischen 35 bis 65 cm – bei einem Gewichtvo 1 bis 5 kg.
Dabei erden die Weibchen etwa größer und schwerer als die Männchen.
Ihr braunes Gefieder erinnert etwas an eine Behaarung.das fast wie eine Behaarung wirkt.
Ihre noch rudimentär vorhandenen Flügel sind etwa 4 bis 5 cm lang und einen sichtbaren Schwanz haben sie nicht.
Ihre kräftigen Beine mit den vier Zehen setzen die Vögel in die Lage, relativ schnell zu laufen.
Der Kopf der Kiwis ist relativ klein, hat aber einen auffallend langen Schnabel, der bis zu 20 cm lang werden kann und nach unten gebogen ist. Auch der Schnabel ist bei den Weibchen länger als bei den Männchen.

Ein wenig witzig wirkt es, wenn sich die Tiere mit dem Schnabel abstützen, um ihr Gleichgewicht zu halten. Ihr Gehör ist gut ausgeprägt, außerdem können sie gut riechen, dafür aber eher schlecht sehen. Kiwis sind ausschließlich nachtaktiv, während sie sich tagsüber in ihren Unterschlüpfen verbergen. Daher bekommt man die Vögel auch nur extrem selten zu Gesicht – Besucher des Landes schon gar nicht.
Lebenslang bewohnen die Kiwis ein etwa 2 bis 5 ha = 20.00 bis 50.000 m² großes Revier, das sie mit dem Partner teilen und mit dem sie lebenslang monogam zusammenleben.
Kiwis ernähren sich hauptsächlich von wirbellosen Tieren - das sind vor allem Regenwürmern, Tausendfüßern und Insektenlarven.
Ihre Beute finden sie im Erdreich, in dem sie mit ihrem langen Schnabel herumstochern.

Marabu

Der Marabu (Leptoptilos crumeniferus) ist ein flugfähiger Vogel aus derr Familie der Störche in der Ordnung der Schreitvögel. Die Tiere erreichen eine Körpergröße zwischen etwa 120 und 150 cm – bei einer Flügelspannweite um ca. 300 cm. Er ist auf dem Rücken, den Flügeln und dem Schwanz dunkelgrau mit einem grünen Glanz, seine Unterseite ist weißlich. Charakteristisch ist sein Kehlsack, der zur Wärmeregulierung dient. Der Kopf und Hals des Marabu sind fast nackt. Da sie vorwiegend Aasfresser sind, können sie dadurch viel besser in große Tierleichen eindringen, ohne ihre Federn mit Blut zu verkleben. Da sie als Aasfresser die Landschaft von toten Tieren befreien, sind sie bei den Menschen recht beliebt, dennoch werden sie teilweise wegen seiner Federn bejagt. Die Tiere kommen in den Ländern Afrikas südlich der Sahara vor.

Nandu

Der Nandu (Rhea americana) ist ein flugunfähiger Laufvogel. Er gehört zu Gattung der Nandus (Rhea) und bildet gemeinsam mit dem Darwin-Nandu (Pterocnemia pennata) die Familie der Nandus (Rheidae) in der Ordnung Rheiformes.
Die Art des Nandus unterteilt sich in folgende fünf Unterarten:
• Rhea americana americana (Nominatform). Die Tiere dieser Unterart kommen in Brasilien vor
• Rhea americana intermedia. Die Tiere dieser Unterart kommen in Uruguay und im angrenzenden Brasilien vor
• Rhea americana nobilis. Die Tiere dieser Unterart kommen im Osten von Paraguay vor
• Rhea americana araneipes. Die Tiere dieser Unterart kommen im Westen von Paraguay,
    im Osten von Bolivien und im angrenzenden Brasilien vor
• Rhea americana albescens, Die Tiere dieser Unterart kommen im Norden von Argentinien vor.

Die Nandus besitzen eine Gesamthöhe von 1,25 bis 1,40 m – bei einer Rückenhöhe etwa 1 m und einem Gewicht von 20 bis 25 kg.
Damit ist der Nandu der größte Vogel in der Neuen Welt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Männchen (Hähne) im Mittel etwas größer als die Hennen sind.
Ihre Federn sehen zerfleddert aus. Der Nandu besitzt die größten Flügel aller Laufvögel.
Ihre Beine sind lang und kräftig, mit ihrer Hilfe kann er auf der Flucht Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h erreichen.
Das Gefieder der Vögel ist grau oder braun, wobei die Farbgebung zwischen den einzelnen Tieren teilweise variiert. Zudem sind Männchen in der Regel etwas dunkler und größer als Weibchen.
Die einzelnen Unterarten unterscheiden sich nicht allzu sehr und vor allem durch die Anzahl der schwarzen Federn an der Halsbefiederung. Die Tiere leben im Flachland und dort bevorzugt Savannen.
Nandus bevorzugen breitblättrige Pflanzen, aber auch Samen, Früchte, Wurzeln, Insekten und kleine Wirbeltiere gehören zu ihrer Nahrung. Ihren Flüssigkeitsbedarf decken die Vögel weitgehend über ihre Nahrung, sie müssen also selten bis gar nicht trinken.

Wie andere Laufvögel auch, nehmen Nandus regelmäßig Magensteine (Gastrolithen) zu sich, um die Nahrung im Magen zu zerkleinern.
In Norddeutschland leben insgesamt einige Hundert von den Tieren. Sie waren im Jahr 2000 aus einer Freilandhaltung in Schleswig-Holstein entwichen.

Darwin-Nandu
Der Darwin-Nandu (Rhea pennata) ist ein flugunfähiger Laufogel. Er gehört zu Gattung der Nandus (Rhea) und bildet gemeinsam mit dem Nandu (Rhea americana) die Familie der Nandus (Rheidae) in der Ordnung Rheiformes
Von der Art des Darwin-Nandus gibt es folgende drei Unterarten:
• Rhea pennata pennata (Nominatform)
• Rhea pennata tarapacensis
• Rhea pennata garleppi

Der Darwin-Nandu hat ein graues oder grau-braunes Gefieder. Er besitzt etwa eine Rückenhöhe von 90 cm Rückenhöhe.
Sein Gewicht beträgt etwa 15 bis 25 kg. Von dem Großen Nandu unterscheidet sich der Darwin-Nandu neben der geringeren Größe durch die weiße Fleckung des Rückengefieders, die beim Hahn ausgeprägter ist als bei der Henne.
Man findet die Vögel in zwei geographisch voneinander getrennten Gebieten.
Dabei befindet sich das größere der Nominatform im Süden von Argentinien und Chiles, also in Patagonien sowie in den südlichen Anden.

Das kleinere Vorkommensgebiet der beiden anderen Unterarten befindet sich weiter nördlich in den Hochanden – in den Grenzgebieten von Argentinien, Bolivien, Chile und Peru.
Die Lebensräume des Darwin-Nandu sind auch Strauch- und Buschlandregionen, in dem der Große Nandu nicht vorkommt.
Man findet in außerdem auf den Hochebenen der Anden in Höhen von 3.500 bis 4.500 m.
Die Tiere ernähren sich hauptsächlich von Pflanzen wie Gräsern und Kräutern, Früchten oder Samen, aber auch Insekten, Frösche und kleinere Reptilien gehören dazu.

Reiher

Die Reiher sind eine Familie aus der Ordnung der Schreitvögel (Ciconiiformes). Zu dieser Familie gehören 62 Arten aus verschiedenen Gattungen.
Die meisten Arten haben lange Beine und einen dolchartigen Schnabel und meist einen langen Hals.
Diese Vögel sind nahezu ausschließlich an Süßwasserregionen gebunden, die Nahrung besteht vor allem aus Fischen und anderen Tieren, die im Wasser leben.
Man findet Reihe nahezu weltweit. In Deutschland sind aus der Gattung Ardea der Grau- und Silberreiher heimisch.

Graureiher
Der Graureiher bzw. Fischreiher (Ardea cinerea) ist eine Vogelart aus der Gattung Ardea, aus der Unterfamilie Tagreiher (Ardeinae), der Familie Reiher (Ardeidae) und der  Ordnung der Schreitvögel (Ciconiiformes).
Von dieser Reiherart gibt es vier Unterarten, wobei in Mitteleuropa die Unterart Ardea cinerea cinerea heimisch ist.

Der Graureiher erreicht eine Körperlänge von 90 bis 100 cm, bei einem Gewicht zwischen 1 und 2 Kilogramm. Die Flügelspannweite liegt zwischen 175 und 195 cm. Die Männchen sind im Durchschnitt etwas größer als die Weichen.
Das Gefieder ist auf seiner Stirn und dem Oberkopf weiß, am Hals grau-weiß und auf dem Rücken aschgrau mit weißen Bändern. Der Vogel hat schwarze Augenstreifen sowie drei lange schwarze Schopffedern, die eine Art Federbusch bilden.
Am Vorderhals besitzt er eine dreifache schwarze Fleckenreihe sowie schwarze Schwingen. Der lange Schnabel ist gelblich-rosa

Silberreiher
Der Silberreiher (Ardea alba, Syn.: Casmerodius albus, Egretta alba) gehört zur Familie der Reiher aus der Ordnung der Schreitvögel (Ciconiiformes). Es werden vier Unterarten unterschieden.
Der Silberreiher ist ein großer, weißer Reiher mit  einem gelbem Schnabel und dunklen Beinen und Füßen.
Seine Länge kann bis zu ca. 100  cm erreichen, bei einem Gewicht von 1 bis 1,5 kg. Seine Flügelspannweite beträgt 145 bis 170 cm.
Der Silberreiher lebt an Seen mit Schilf- und Röhrichtbewuchs, an Flüssen und Altarmen sowie in Sümpfen und Mooren die mit Bäumen und Büschen bestanden sind.

Er brütet vorwiegend auf Bäumen oder in Büschen. Außerhalb der Brutzeit hält er sich auch gerne in großflächigen Grünlandgebieten auf.
Die Silberreiher haben sich bis nach Norddeutschland ausgebreitet. Heutzutage kann man den Vogel beispielsweise in Hamburg an Tümpeln, in den Kanälen des Hamburger Hafens oder in den Elbauen beobachten. Auch in Berlin leben eine Reihe dieser Vögel.
Wie alle Reiherarten verzehren sie bevorzugt Fische, Molche, Frösche, Mäuse, Larven, Würmer,  die Küken von Wasservögeln, Eidechsen aber auch Insekten.
Erwähnenswert ist, dass er auf großflächigen Wiesen die Nähe der dort überwinternden arktischen Wildgänse sucht.
Die Gänse fressen nämlich das Gras so kurz, dass Silber- und Graureiher dort besonders gut nach Mäusen jagen können.
Normalerweise findet der Silberreiher seine Nahrung durch langsames Umherwaten (Schreiten) im seichten Wasser, aber er wartet auch in starrer Haltung darauf, dass die Beutetier in seine Reichweite gelangen.
Der Vogel zieht im Winter nach Südeuropa und nach Afrika.

Schwarzstörche

Der Schwarzstorch (Ciconia nigra) ist neben dem Weißstorch (Ciconia ciconia) die einzige in Europa brütende Art aus der Gattung Ciconia, der  Familie der Störche (Ciconiidae) und der Ordnung der Schreitvögel (Ciconiiformes).
Von diesem Vogel gibt es keine Unterarten.
Die Länge des Schwarzstorches beträgt im Mittel rund 100 cm, bei einem Gewicht von etwa 3 kg. Ihre Spannweite erreicht etwa 1,90 m erreichen.
Der knallrote Schnabel eines erwachsenen Vogels ist bis zu etwa 20 cm lang.
Das Obergefieder, der Kopf, der Hals und die Brust sind schwarz und glänzen metallisch in der Sonne. Die Augen sind rot umrandet, die Unterseite (Bauch), die Achselfedern und Schwanzunterfedern sind weiß und die Schwanzdeckfedern sind schwarz.
Die langen Beine mit ihren kräftigen Zehen sind rot.

Der Schwarzstorch lebt meist verborgen in alten, aber nicht zu dichten Laubwäldern und Laubmischwälder mit Lichtungen, Fließgewässern, Tümpeln und Teichen, die meist mehr als 1 km² groß sind.
Waldnah gelegene, feuchte und vom Menschen genutzte Wiesen gehören zudem zu seinem Habitat. Schwarzstörche reagieren recht empfindlich auf Störungen und meiden daher meist die Nähe menschlicher Siedlungen. Er brütet zwischen April und Juli.

Seine Nahrung besteht aus Tieren, die im oder am Wasser leben, wobei Fische und Rundmäuler den größten Anteil besitzen. Aber auch Amphibien wie Frösche, Molche und wirbellose Tiere stehen auf seinem Speiseplan.
Allerdings ist der der Anteil der Säugetiere eher gering
Außerdem verspeisen die Vögel regelmäßig Pflanzen – meist Moose und Wasserpflanzen. Diese Nahrungsbeigabe hat eine Funktion bei der Gewöllebildung und versorgt sie mit Spurenelementen – besonders mit Mangan.
Der Schwarzstorch ist ein Zugvogel, der im Frühjahr fast immer an seinen alten Brutplatz zurückkehrt.

 

Weißstörche

Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist eine Vogelart aus der Gattung Ciconia, aus der Familie der Störche (Ciconiidae) und der Ordnung der Schreitvögel (Ciconiiformes).
Von dem Weißstorch sind die beiden Unterarten Ciconia ciconia asiatica, die nur in Zentralasien vorkommt und Ciconia ciconia ciconia, die u.a. uns vorkommt

Weißstörche sind etwa 90 bis 110 cm lang und haben eine Flügelspannweite von etwa 200 bis 220 cm. Bis auf die schwarzen Schwungfedern ist das Federkleid rein weiß.
Schnabel und Beine sind rot. Weißstörche haben ein Gewicht von etwa 2,5 bis 4,5 kg.
Der Weißstorch ist ein weißer Vogel, mit schwarzen Arm- und Handschwingen.
Er verständigt sich durch Klappern mit dem Schnabel, weswegen er auch Klapperstorch genannt wird.

 

Der Weißstorch ernährt sich von Kleintieren wie Regenwürmern, Insekten, Fröschen, Mäusen, Ratten, Fischen, Eidechsen, Schlangen sowie von Aas. Selten frisst er Eier und Nestlinge anderer Vögel.
Er ist auf keine Nahrung spezialisiert, sondern frisst die Beute, die gerade vorhanden ist. Auf der Norseeinsel Föhr suchen sich die Tiere Krabben, Würmer und Fische im Wattenmeer.
Er ist ein  Zugvögeln und überwintert in Afrika. Er kehrt aber im Frühjahr stets zu seinem Nest zurück.
Der Vogel  war 1984 und 1994 in Deutschland Vogel des Jahres.