Rote Schmuckbaumnattern, Chrysopelea pelias

Allgemeines, Übersicht

Von der Gattung der Schmuckbaumnattern (Chrysopelea) existieren fünf Arten, von denen sich drei ihrerseits in zwei und drei Unterarten einteilen lassen.
Diese Tiere sind teilweise regelrecht hübsch anzuschauen und zählen zu den Trugnattern.
Unter Trugnattern versteht man Giftschlangen, die ihre Giftzähne weit hinten im Maul haben und meist nicht allzu giftig sind. Sehr giftige Trugnatternvertreter sind jedoch die Boomslang, die Lianennatter und die Vogelnatter.
Die fünf Arten mit ihren Unterarten sind:

  • Gewöhnliche Schmuckbaumnatter (Chrysopelea ornata) mit folgenden Unterarten:
    - Chrysopelea ornata ornate
    - Chrysopelea ornata ornatissima
    - Chrysopelea ornata sinhaleya
  • Paradies-Scmucknatter (Chrysopelea paradise) mit folgenden Unterarten:
    - Chrysopelea paradisi paradisi
    - Chrysopelea paradisi celebensis
    - Chrysopelea paradisi variabilis
  • Molukken-Schmuckbaumnatter (Chrysopelea rhodopleuron) mit folgenden Unterarten:
    - Chrysopelea rhodopleuron rhodopleuron
    - Chrysopelea rhodopleuron viridis
  • Indische Schmuckbaumnatter (Chrysopelea taprobanica)
  • Rote Schmuckbaumnatter (Chrysopelea pelias)

Hinweis
Im Folgenden wird hier die Art  Rote Schmuckbaumnatter (Chrysopelea pelias) näher beschrieben.

Systematische Einteilung

Überfamilie Nattern- und Vipernartige (Colubroidea)
Familie Nattern (Colubridae)
Unterfamilie Eigentliche Nattern (Colubrinae)
Gattung Schmuckbaumnatter (Chrysopelea)
Art Rote Schmuckbaumotter (Chrysopelea pelias)

 

  • Englisch: Banded Flying Snake
  • Französisch:

Verhalten, Aussehen

Man findet die Schmuckbaumnattern auf den Bäumen der süd- und südostasiatischen Flachlandregenwälder. Aber die Unterart Chrysopelea ornata ornatissima findet man sogar in den Straßen von Bangkok sowie in den dortigen Gärten und Häusern.
Die Tiere leben fast ausschließlich auf Bäumen und ernähren sich von Echsen und Baumfröschen und hin und wieder von Nagern. Die Tiere sind tagaktiv.
Zur Fortpflanzung legen sie zwischen 6 bis 12 Eier in altes Laub, aus denen - je nach Region - die Jungen nach 50 bis 60 Tagen schlüpfen.

Die größte Art ist mit einer Länge bis zu 1,40 m die Gewöhnliche Schmuckbaumnatter (Chrysopelea ornata), während die kleinste Art, die hier beschriebene Rote Schmuckbaumnatter (Chrysopelea pelias), in der Regel nicht länger als 70 cm wird.
Erwähnenswert ist, dass die Männchen deutlich kleiner sind als die Weibchen.

Eine wirklich große Besonderheit ist, dass diese Schlangen größere Strecken von Baum zu Baum  im Gleitflug überwinden können und in der Luft sogar ihre Richtung ändern können.
Das geschieht dadurch, dass sie beim Fliegen die Rippen nach außen spreizen, was dazu führt, dass die Unterseite die Form einer Art Tragfläche annimmt und dadurch zu einem Auftrieb führt.

Vorkommen

Die fünf Arten der Schmuckbaumnatter mit ihren Unterarten findet man jeweils in folgenden Ländern:

Rote Schmuckbaumnatter (Chrysopelea pelias)
Diese Schmuckbaumnatter ist die häufigste der fünf Arten.
Man findet sie in Indonesien auf den Inseln Penang, Pulau Tioman, Bangka, Java, dem Mentawai-Archipel, dem Natuna-Archipel, Nias, dem  Riau-Archipel, auf Sumatra und auf Borneo.
Weiterhin in Brunei Darussalam auf Borneo, in Malaysia (Malaiische Halbinsel und Ost- Malaysia), in Myanmar, in Singapur sowie in Thailand.

Gewöhnliche Schmuckbaumnatter (Chrysopelea ornata)
Diese Schlangenart hat das größte Verbreitungsgebiet. Sie kommt vor auf den Philippinen, in Nepal, Sri Lanka, Myanmar, Thailand, Vietnam, Bangladesch sowie in den indischen Bundesstaaten Gujarat, Kerala, Bihar, Westbengalen, Odisha und Madhya Pradesch.

Paradies-Scmucknatter (Chrysopelea paradise)
Man findet sie auf den Philippinen (Sulu Archipel und der Insel Panay), in den Küstenregionen von Thailand, in Malaysia (Malaiische Halbinsel, Ost-Malaysia auf Borneo und auf der Insel Pulau Pangkor), in Brunei Darussalam auf Borneo sowie auf den  Andamanen

Molukken-Schmuckbaumnatter (Chrysopelea rhodopleuron)
Die Schlangenart kommt in Indonesien vor

Indische Schmuckbaumnatter (Chrysopelea taprobanica)
Die Schlange kommt nur auf Sri Lanka vor

Art des Giftes und Bissfolgen

Es handelt sich in der Hauptsache um ein weniger starkes Gift, das allerdings dennoch zu unangenehmen Folgen führen kann, aber für den Menschen nicht lebensbedrohend ist.

Im Bereich der Bissstelle kann es zu lokalen Schmerzen, Schwellungen und  Ödemen kommen. Zudem können Übelkeit, Erbrechen und ein allgemeines Unwohlsein auftreten.
Aber bei einer gesunden erwachsenen Person ist nicht mit größeren und längeren  Beeinträchtigungen zu rechnen.
Lebensgefahr kann allerdings bei Allergikern bestehen - ein derartiger Schockzustand müsste sofort behandelt werden.
 

Da die Giftzähne dieser Gattung weit hinten im Maul liegen, müsste man schon weit in das Maul des Tieres hineingeraten (z.B. mit einem Finger), um gebissen zu werden.
Bei ihren Beutetieren "massiert" sie das Gift als Verdauungshilfe teilweise regelrecht in deren Körper.

Zusammenarbeit

Seit Anfang September 2008 arbeiten wir mit der folgenden sehr bedeutenden und großen österreichischen Schlangenfarm zusammen:

Reptilienzoo Nockalm
Eigentümer: Peter Zürcher
Vorwald 83
9564 Patergassen
Österreich/Kärnten
Mobil: 0043 - 676 - 734 4 270

Der Reptilienzoo - idyllisch im Bundesland Kärnten gelegen - beherbergt eine große Anzahl der verschiedensten Schlangen, von den Kobras über Klapperschlangen, Kreuzottern, Aspisvipern bis hin zu Puffottern und Mambas - um nur einige zu nennen.
Der Privatzoo eignet sich sowohl für Einzelbesucher wie auch für Familien oder Schulklassen. Er liegt ca. 40 km von Villach in Richtung Kleinkirchheim entfernt.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise
Die Öffnungszeiten, Eintrittspreise und weitere Informationen finden Sie unter folgender Webadresse:
www.reptilienzoonockalm.at

Giftnotruf-Zentralen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Kompetente Giftnotruf-Zentralen - die auch im Fall von Schlangenbissen im Ausland - 24-stündig erreichbar sind, finden Sie unter:

Giftnotruf-Zentralen in Deutschland

Giftnotruf-Zentralen in Österreich und der Schweiz