Schweiz: Feiertage, Veranstaltungen und Landessitten

Fastnacht in Basel, Chienbäse-Umzug

Fasnacht in Basel
Die Baseler Fasnacht

Chienbäse-Umzug in Liestal
Dieser Umzug in Liestal im Kanton Basel-Land  in der Schweiz ist eine große Besonderheit. Am Abend vor Rosenmontag laufen zahlreiche Menschen mit an Buchenstangen befestigten Kienbesen durch die Altstadt von Liestal. Kienbesen sind eine Anzahl von aus Föhren bestehenden Scheiten - wie eine Art Besen anzuschauen. Diese  Kienbesen werden in Brand gesetzt und sollen bei dem Lauf durch die Stadt die Kraft der Sonne symbolisieren und helfen, die Macht des Winters zu brechen. Anfang der 1930er Jahre füllten junge Männer Eisenkessel mit Holz,  den sie auf eine eiserne Karre stellten und dann das Holz anzündeten. Diese selbstgebauten Feuerwagen zogen sie neben den Kienbesenträgern durch die Stadt. Diese brennenden Wagen wurden in den folgenden Jahren immer beliebter, bis sie wegen der Brandgefahr im Jahr 1948 verboten wurden. Aber das Verbot hielt nur bis 1961. Und seitdem fahren sie neben den traditionellen Kienbesenträgern wieder durch die Stadt. 

(Gesetzliche) Feiertage

Es gibt eine Reihe von Feiertagen, die kein festes Datum besitzen, sondern sich nach der Lage des Osterfestes richten. Das Osterfest liegt dabei auf dem ersten Sonntag, der auf den ersten Vollmond nach Frühlingsanfang folgt. Aschermittwoch, der Beginn der Fastenzeit, die am Karsamstag endet, liegt 46 Tage vor Karsamstag. Das Datum für Pfingsten ist dann 50 Tage nach Ostern. Das Fronleichnamfest wird am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert. Allerheiligen wird bei den orthodoxen Christen am ersten Sonntag nach Pfingsten begangen, bei den katholischen Christen liegt der Termin jedoch fest auf dem 1. November. Am 31. Oktober wird bei den Protestanten der Reformationstag begangen. An diesem Tag findet auch das Halloweenfest statt.

Datum Feiertag
1. Januar Neujahr
6. Januar Heilige Drei Könige
März/April Karfreitag, Ostermontag
April Christi Himmelfahrt
April/Mai Pfingstmontag
Mai Fronleichnam
1. Mai Tag der Arbeit
1. August Nationalfeiertag
1. November Allerheiligen
25./26. Dezember Weihnachten

Kulturveranstaltungen

Monat Veranstaltungen
Januar Filmtage in Solothurn
Dreikönigsspiel in Weiler/Löschental
Februar Vielerorts Fastnachtsfeiern und Umzüge
Risotto-Essen auf der Piazza von Ascona
März Mustermesse in Basel
6. März Fridolinsfeuer in Glarus
Internationaler Touristiksalon in Lausanne
Vielerorts Chalandarmarz (Frühlingsfest)
Primavera Concertistica di Lugano (Frühlingskonzerte)
April Kunst- und Antiquitätenmesse, Schmuck- und Uhrenmesse in Basel
Eiermarkt vor Ostern in Basel
Näfelserfahrt im Glarner Land (Gedenkfeier des Sieges über Österreich 1388)
Sechsläuten, Spring-Festival Konzerte in Zürich
Mai Vielerorts Maifeiern
Internationales Jazz-Festival in Bern
Schweizer Amateurfilm-Tage in Baden
Internationales Opernfestival in Lausanne
Musikfestival "Goldene Rose" in Montreux
Sommermesse in Zürich
Internationales Musikfestival in Lausanne
Juni Trachtenfest in Baar
ART (internationale Kunstmesse) in Basel
Kleinbühnen-Festival in Bern
Jazz-Festival in Genf
Seenachtsfest in Luzern
Seenachtsfest in Zürich
Westschweizerisches Trommler- und Pfeiferfest in Neuchatel
Juli Jazz-Festival in Lugano und Montreux
Schlosskonzerte in Spieß
Beginn der Tell-Freilichtspiele in Interlaken
Altstadtfest in Lausanne
Seenachtsfest in Lugano
August 1. August Nationalfeiertag
Schachfestival in Biel
Musik-Festwochen in Interlaken
Engadiner-Konzertwochen in Pontresina
Dorffest in Mürren
Pferdemarkt in Saignelegier
Schlossfestspiele in Spieß
September Kleinbaslerfest in Basel
Internationale Musikwochen in Luzern
Musikfestwochen in Winterthur
Musikfestwochen in Ascona
Mineralienbörse in Bern
Alpengala in Gstaad
Traubenfest in Locarno
Winzerfest in Neuenburg
Jazz-Festival in Zürich
Oktober Baseler Herbstmesse (Jahrmarkt)
Kastanienfest in Locarno
Winzerfestumzug in Lugano
Volksfest in Bern
November Messe für Erfindungen in Genf
Antiquitätenmesse in Lausanne
Internationale Mineralienbörse in Zürich
Dezember Vielerorts Maskenfeste um den 6. Dezember

Sportveranstaltungen

Monat Veranstaltungen
Januar Ballett-Preis in Lausanne
Inferno-Skirennen in Lauterbrunnen
Inferno-Skirennen und Schweizerische Curling-Meisterschaft in Mürren
Internationales Skispringen in Gstaad
Februar Schweizer Curling-Meisterschaften in Leukerbad
Mai Kuhkämpfe in Wallis
Juni 100-km-Lauf von Biel
Internationale Hochalpine Ballonsportwochen in Mürren
Pferderennen in Yverdon-les-Bains
Juli Swiss Alpine-Marathon in Davos
Internationale Tennismeisterschaften in Gstaad
Inferno Berglauf in Mürren
September Rotsee-Ruderregatta in Luzern
Internationales Pferderennen in Luzern
Oktober Gedenklauf Murten Freiburg
Olympiawoche in Lausanne
November Rütlischießen in Rütli

Schweiz: Klima

Reisezeiten

Die Vorstellungen, was unter einem besonders günstigen Reiseklima zu verstehen ist, hängen von einer Reihe von Faktoren ab. So sehen reine Kulturreisende das Klima sicherlich erheblich anders als Menschen, die beispielsweise einen Badeurlaub an einem der zahlreichen Seen verleben wollen. Auch der Gesundheitszustand oder das Alter kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Ein Besuch in der Schweiz lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Es ist wunderbar z.B. im Herbst durch die bunten einsamen Wälder zu wandern oder zu spazieren. Und im Winter ist die Schweiz geradezu ein Paradies in Weiß.

Für Skiläufer
Die ideale Zeit für einen Skiurlaub in der Schweiz ist der März. Dann besitzt die Sonne schon eine wärmende Funktion bei noch meist optimalen Schneeverhältnissen. Aber auf einer Reihe von Gletschern kann man auch im Sommer seinem Skivergnügen nachgehen - dann im kurzen Hemd und in herrlicher Wärme.

Klimatabelle

In der folgenden Tabelle sind eine Reihe Klimadaten des Landes dargestellt. Die dargestellten Werte müssen aber sehr vorsichtig gesehen werden, da sich das Klima in den verschiedenen Regionen der Schweiz aufgrund der Höhenunterschiede ganz erheblich ändern kann.

Monat mittlere Anzahl an Regentagen mittlere Höchsttemperaturen in (°C) mittlere Minimaltemperaturen in (°C)
Januar 12 02 -04
Februar 12 04 -02
März 10 08 0
April 12 14 04
Mai 14 18 08
Juni 14 20 10
Juli 12 22 12
August 14 22 12
September 12 20 10
Oktober 12 12 06
November 12 08 02
Dezember 10 04 -02

Pflanzen

Bäume

Zu den Bäumen der Alpen gehören hauptsächlich Buchen, Eichen und Eschen. Ab einer Höhe von etwa 1.200 m fängt der Nadelwald mit Fichten und Tannen an. Dabei sind Lärchen sowie Arven (auch als Zirbelkiefer bekannt) eher in südlichen Gebieten vorhanden und die Weißtanne ist generell eher selten anzutreffen. Sie ist eine Seltenheit geworden, da sie sehr empfindlich auf Klimaveränderungen, Luftverschmutzung und Trockenheit reagiert. Sie kann sehr groß, bis 65 m, werden, einen Stammdurchmesser von 2 m und ein Alter von 500 - 600 Jahren erreichen. Damit gilt sie als der höchste Baum Europas. Auch hat sie ein starkes Wurzelsystem, das im Alter von 100 Jahren bereits eine Gesamtlänge von 270 m erreichen kann. Die Weißtanne wächst bevorzugt in luftfeuchten Gebieten mit mindestens 600 mm Niederschlag im Jahr und blüht erst mit 50 Jahren. Leider ist es auch die Tanne, deren Bestand in den letzten 20 Jahren am stärksten zurückgegangen ist, was nicht zuletzt an ihrer Empfindlichkeit liegt.

Oberhalb der Waldgrenze wachsen nur noch wenige Bäume wie Bergkiefern, Arven und Erlen. Die Laubwälder des Mittellandes bestehen neben Buchen auch aus Erlen und dem sehr häufigen Ahorn.
Im Süden des Landes, in Tessin, herrscht ein fast mediterranes Klima, so dass hier sogar Mandelbäume, Zypressen, Lorbeer- und Feigenbäume sowie Kastanienbäume gedeihen können.

Andere Pflanzen

Pflanzen der Alpen sind neben den giftigen Alpenrosen, dem Edelweiß und Enzian auch Alpenveilchen, Primeln, Weißer und Gelber Alpenmohn, Türkenbund und das für die Gebirgsregionen typische Alpenglöckchen. Es gehört zu den Primelgewächsen und wird auch als Almglöckchen, Blaues Schneeglöckchen und Alpen-Troddelblume bezeichnet.
Zu den geschützten Pflanzen gehören Affodil, Alpenmannstreu, Alpenmohn, Alpenseidelbast, Braunscher und Borstiger Schildfarn, Flühröschen, Frauenhaar, Gladiolen, Gletschernelken, Gelber Hauswurz, Himmelsherold, Hirschzunge, Hügelanemone, Kranzrade und Kranznelke, Männertreu, die giftigen Pfingstrosen, Rittersporn sowie See- und Teichrosen.

Nutzpflanzen

Verbreitet sind Mais-, Raps- und Getreidefelder. Im Broye-Tal wird Tabak angebaut. Im südalpinen Wallis findet man neben Wein- und Steinobstbau auch Tomatenanbau.

Heilpflanzen

Die Wurzel des Affodil wurden in der Antike zum Schutz vor Schwangerschaft eingesetzt, da sie eine starke abtreibende Wirkung hat. Innerlich wurde sie bei Magen-Darmbeschwerden und Krämpfen angewandt und äußerlich als Brei bei Schwellungen, Infektionen und bei Dermatitis. Affodil wurde auch auf Gräber gelegt, da es auch als Nahrung der Totengeister galt und ein Symbol für das Leben nach dem Tod war.
Die getrockneten Blüten des giftigen Rittersporns werden hauptsächlich zur Schönung von Teemischungen verwendet. In der Volksmedizin gilt die Pflanze auch als harntreibend, apettitanregend, entwurmend und wurde des weiteren auch zum Färben von Wolle benutzt. Allerdings ist die Wirksamkeit und die Unbedenklichkeit des Rittersporns als Heilpflanze nicht bewiesen.
Die giftige Pfingstrose wurde früher als krampflösendes Mittel und gegen Epilepsie genutzt. Allerdings ist dieser Effekt nicht nachgewiesen worden. Sie kann angeblich auch bei Haut- und Schleimhautentzündungen, Fissuren, Gicht, Rheuma und Erkrankungen der Atemwege verwendet werden. Allerdings ist auch bei diesen Anwendungsgebieten die Wirksamkeit nicht belgt. In der Homöopathie wird sie bei Hämorrhoiden eingesetzt.

Giftpflanzen

Das Jakobskreuzkraut verbreitet sich immer weiter in der Schweiz. Dabei ist es tödlich für Rinder und Pferde, die es fressen. Die bis zu 1 m große Pflanze ist in den südalpinen Gebieten, in Jura und im Berggebiet verbreitet. Sie blüht von Juli bis August mit goldgelben Blüten. Zerreibt man die Blätter, geben diese einen unangenehmen Geruch ab, der vor der Giftigkeit der Pflanze warnen soll. Wird das Jakobskreuzkraut von Rindern und Pferden gefressen, so führt es zu Magen- und Darmbeschwerden, zu Krämpfen, Leberschädigungen und nach einigen Monaten auch zum Tod. Schafe und Ziegen reagieren nicht ganz so empfindlich auf die Pflanze, wobei bei diesen Tieren die Giftstoffe in die Milch übergehen.

Das auch als goldgelbe Alpenrose oder Rosenbaum bekannte Rhododendron ist aufgrund der in den Blüten, Blättern, Früchten und im Nektar enthaltenen Diterpene sehr stark giftig. Die zu den Heidekrautgewächsen gehörende Pflanze führt durch Magenreizungen und Lähmungserscheinungen zu Erbrechen, Durchfall, Zittern, Krämpfen und in sehr schweren Fällen sogar zum Tod durch Atemlähmung. Das aus Nordamerika stammende Rhododendron hat seinen Ursprung in Asien und hat auch dort das Hauptverbreitungsgebiet.
Sowohl die Wurzeln, die Samen wie auch das Kraut des bis zu 30 cm groß werdenden Rittersporns sind giftig. Die dunkelblauen Blüten sollen auch heilende Eigenschaften haben.

Auch der Alpenmohn ist durch die enthaltenen Alkaloide giftig. Allerdings ist das Morphin des Schlafmohns in dieser Pflanze nicht vorhanden.
Die Pfingstrose aus der Familie der Hahnenfußgewächse wird zwischen 50 und 100 cm groß und blüht von Juni bis Mai. Auffällig sind die großen roten Blüten, die einen Durchmesser von 12 cm haben und Kronblätter mit einer Länge von 5 - 8 cm. Die meisten Arten der Pfingstrose sind in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet. Zum Wachsen bevorzugt sie lichte und felsige Berghänge. Durch das Alkaloid Paenonin ist diese Pflanze giftig und verursacht bei übermäßiger Dosierung Magen-Darmbeschwerden und führt zu Erbrechen und Koliken. In richtiger Dosierung kann sie auch als Heilpflanze verwendet werden.
Auch der Riesenbärenklau ist nicht ungefährlich, da an ihm einfach alles giftig ist, aber besonders der Pflanzensaft. Die Giftstoffe wirken hautschädigend, so dass es zu Hautentzündungen und zu starker Blasenbildung kommen kann. Kommt es zu einer Berührung bei starker Sonneneinstrahlung, sind die Folgen um einiges schlimmer. Es entstehen Hautveränderungen wie nach Verbrennungen 3. Grades und es kann zu der sogenannten "Bullösen Wiesendermatitis" kommen. Diese Pflanze aus der Familie der Doldengewächse wird auch Herkuleskraut genannt, da sie eine Höhe von 3,5 m erreichen kann

Eingeführte Pflanzen

Nicht heimisch sind die Spätblühende und Kanadische Goldrute, der Riesenbärenklau, das Drüsige Springkraut und der Japan-Knöterich. Allerdings stellen all diese Pflanzen auch ein Problem für die Schweiz dar, da sie sich auf Kosten einheimischer Pflanzen ausbreiten.

Schweiz: Tiere

Säugetiere

In den Nord- und den Zentralalpen ist der seit 1962 geschützte Luchs erfolgreich wieder eingebürgert worden, ebenso wie der Alpensteinbock.
Luchse waren früher weitverbreitet in Europa, Asien und Nordamerika. Aber sie wurden von den Jägern als Konkurrenten angesehen und gnadenlos gejagt. Heute sind sie neben der Schweiz noch in Jugoslawien, auf der Iberischen Halbinsel und in Österreich z.T. wieder erfolgreich angesiedelt worden. Typisch für den Luchs sind die Pinselohren und die Backenbärte, die der innerartlichen Kommunikation dienen. Mit 80 - 110 cm Körpergröße ist der Europäische Luchs die größte in Europa vorkommende Wildkatze.

In den Bergen leben hauptsächlich Gämsen, Rothirsche und Murmeltiere. Auf Wildschweine und Steinböcke trifft man dagegen eher selten.
Füchse
sind sehr häufig und überall verbreitet, auf Dachse und Igel trifft man ebenfalls häufiger, Fledermäuse sind eher selten.
Auch Hasen sind nicht mehr so stark verbreitet, der Bestand der Rehe hat sich dagegen erhöht. Gelegentlich kann man sogar auf die selten gewordenen Wölfe treffen, die aus Italien rüberwandern.

 

Reptilien

In Graubünden leben zahlreiche Eidechsen wie die Zaun-, Berg-, Smaragd- und Mauereidechse. Ebenfalls zu den Eidechsen wird die schlangenähnliche Blindschleiche gezählt. Ihre Extremitäten sind zwar so stark zurückgebildet, dass sie äußerlich nicht zu erkennen sind. Im Skelett sind deren Ansätze aber sichtbar. Andere Echsenmerkmale sind u.a. die schließbaren Augenlider und die fehlenden Bauchschuppen, die bei Schlangen zur Fortbewegung dienen. Auch kann der Schwanz bei Gefahr abgeworfen werden und lenkt durch eigenständige Bewegungen den Feind von der eigentlichen Beute ab. Allerdings wächst bei der Blindschleiche nur ein kurzes Stück wieder nach, nicht der gesamte Schwanz. Insgesamt erreicht sie eine Länge von bis zu 50 cm, die aber durch den nachwachsenden Schwanzstummel stark variieren kann. Die Färbung ist sandgrau bis braunschwarz. Die Blindschleiche lebt unauffällig in kühlen Bachniederungen, Waldlichtungen, Hecken, Wiesen, Böschungen und Randbereichen der Weinberge. Meist versteckt sie sich unter Steinplatten oder Holzbrettern. Man kann oft nach Regenschauern auf sie treffen, da sie dann ihr Versteck verlässt, um auf die Jagd nach Nacktschnecken, Regenwürmern, Insekten und Spinnen zu gehen. Zu ihren Feinden gehören Igel, Krähen, andere größere Vögel und auch der Mensch. Die Blindschleiche ist in ganz Europa verbreitet, und kommt auch in Nordafrika vor.

 

Vögel

Typische Vögel der Bergwelt sind die Steinadler, Alpendohlen und Mauerläufer. Erwähnenswert ist das große Brutvorkommen des Purpurreihers. Der bis zu 80 cm große Vogel hat seine natürliche Verbreitung in Afrika, kommt aber auch in Madagaskar, West-, Süd- und Mitteleuropa sowie Asien vor. Die Rückenseite ist blau-grau gefärbt, die Körperunterseite sowie der stark gebogene Hals rotbraun. Farblich gibt es zwischen den Geschlechtern keinen Unterschied. Purpurreiher bevorzugen dichte Schilfbestände, Sumpfgebiet und meiden offene Wasserflächen. Sie sowohl tag- wie auch nachtaktive Tiere. Auf dem Speiseplan stehen überwiegend Fische, aber auch Lurche, Reptilien, kleinere Säuger sowie Insekten.
Andere verbreitete Vögel sind Rotkehlchen, Sperber, Habichte und Mäusebussarde. Zu den geschützten Vögeln gehören Saatkrähen, Schwäne, der Große Brachvogel, Alpendohlen, Tannenhäher, Eulen sowie alle Rallen bis auf das Blässhuhn.

Schlangen (nicht giftig)

In Graubünden: Zornnatter, Schlingnatter, Würfelnatter, Ringelnatter, Äskulapnatter.

Insekten, Spinnen
Die Grüne Huschspinne gehört zu den Riesenkrabbenspinnen und ist außer in der alpinen Stufe überall anzutreffen, wobei sie wärmere Gebiete bevorzugt. Die Weibchen sind mit 12 - 15 cm etwas größer als die Männchen. Beide Geschlechter lassen sich auch gut an der auffälligen Färbung des Hinterleibes unterscheiden. Während die Weibchen eine kräftige grüne Färbung aufweisen, haben die Männchen einen grün-gelb-roten Hinterleib.
Die meisten in der Schweiz lebenden Ameisen gehören zu den Knoten- und Schuppenameisen. Zu den letzteren gehört auch die Riesenameise, die größte in der Schweiz vorkommende Art.

 

Gifttiere

Giftige Schlangenarten der Schweiz sind die Kreuzotter und die Aspisviper.
Unterarten der Aspisviper und ebenfalls giftig sind die Juraviper in Jura und den Westalpen, die Alpenviper in den Zentralalpen und die Rediviper in Südtessin.

Unterwasserwelt
In den Fließgewässern sind die typischen Süßwasserfische vorherrschend. Dazu gehören u.a. Forellen, Hechte und Barsche.