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Kurze Übersicht

Tilos (Τήλος) liegt in der Ägäis und ist eine der zwölf wichtigsten Inseln des Dodekanes. Zusammen mit einigen unbewohnten Inselchen, darunter u. a. Anditilos und Gaidouronisi, bildet sie eine Gemeinde in der Region Südliche Ägäis. Ihre Fläche umfasst 61,49 km², bei rund 780 Einwohnern. Der Hauptort von Tilos ist Megalo Chorio - im Nordwesten der Insel gelegen. Der Hafen und das touristische Zentrum der Insel ist hingegen der Ort Livadia . Der höchste Berg auf Tilos ist der 654 m hohe Profitis Ilias. Die Einwohner werden als Tiloten bezeichnet.

Seit dem 7. März 1948 gehört Tilos offiziell zu Griechenland Die Insel liegt rund 85 km nordwestlich von Rhodos und rund 40 km südöstlich von Kos. Die Insel kann mit Fähren von besucht werden, so gibt es Fährverbindungen von Kos über Nisiros, die Fahrt dauert insgesamt rund 3 Stunden. Von Rhodos aus ist man dagegen – je nach Fähre - rund 2,5 Stunden unterwegs. Tilos ist nicht autofrei, hier sind Autos, Taxis und Motorroller erlaubt. Dennoch gilt Tilos als extrem nachhaltig, so deckt Tilos beispielsweise seit 2018 seinen kompletten Strombedarf aus Wind- und Solarenergie.

Die Urlauber auf der Insel sind meist etwas älter und anspruchsvoll, die Wert auf einen sanften, ökologischen Urlaub legen. Man findet hier noch einsame herrliche Strände Am Hafenort Livadia gibt es lokale Anbieter, bei denen man relativ einfach Autos oder Roller mieten kann. Während der Hauptsaison verkehrt ein Inselbus, der alle 2 Stunden die Hauptorte Livadia, Megalo Chorio und Eristos verbindet. Im Verlauf des Dodekanes-Feldzugs wurde Tilos von Einheiten der deutschen Wehrmacht besetzt. Im Oktober 1944 und im Frühjahr 1945 landeten britische und verbündete Truppen der Heiligen Schar auf der Insel landeten, kam es zu heftigen Gefechten. Noch heutzutage findet man hier verrostetes Kriegsmaterial.

Sehenswürdigkeiten

Noch in Bearbeitung

Sehenswürdigkeiten Archäologischen Museum von Megalo Chorio Das Archäologischen Museum von Megalo Chorio lässt die Geschichte von Tilos wieder le-bendig werden. Hier kann zudem eine Besichtigung der Höhle von Charkadio organisiert werden Höhle von Charkadio, Elefantenmuseum Die Höhle von Charkadio erlangte 1971 große internationale Aufmerksamkeit, als in der Höh-le Überreste von Zwergelefanten entdeckt wurden. Diese Tiere waren etwa 1,20 m groß, lebten vor rund 45.000 Jahren auf der Insel.

Die Höhle kann jedoch nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden, die im Archäologischen Museum von Megalo Chorio angemel-detwerden kann. Im Inneren der Höhle beeindrucken nicht nur die Stalaktiten und Stalagmi-ten, sondern auch die Fundstelle der urzeitlichen Knochen. Nicht weit entfernt befindet sich das Elefantenmuseum, in dem man sich ausführlich über die Funde informieren kann, dabei stehen die Skelette der Elefanten im Mittelpunkt der Ausstellung, Auf Wunschführt ein Mit-arbeiter durch das Museum

Kloster Agios Panteleimonas
Das Kloster Agios Panteleimonas aus dem 15. Jahrhundert ist eines der wichtigen Beispiele für die byzantinische Klosterarchitektur im Dodekanes. Das Gebäude ist in eine 80 m hohe Felswand hineingebaut,
Im Jahr 2026 lebte hier noch ein Mönch, der sich um das Anwesen kümmert. Die Innenhöfe mit ihren Brunnen, Platanen und Terrassen laden zum Verweilen ein und von der Terrasse aus kann man die gesamte Westküste bis nach Nisyros überblicken. Jedes Jahr am 27. Juli kommen Pilger von den umliegenden Inseln hier her zum Klosterfest – mit Musik, Tanz und traditio-nellem Essen
Livadia

Livadia
Livadia, der Hafenort von Tilos, liegt zwischen Hügeln und einer langgestreckten Küstenlinie mit dem traditionelles Dorfleben und dem bekannten sanften Tourismus. Das Leben des Ortes spielt sich vor allem auf und an der Promenade im Zentrum des Ortes an. In den engen Gassen um den Dorfplatz findet man kleine Läden, traditionelle Lokale sowie Tamarisken und Feigenbäume. In dem kleinen Hafen legen am frühen Morgen die Fischerboote mit ihrem nächtlichen Fang an.

Sehenswert ist die kleine Kirche Agios Nikolaos aus dem 14. Jahrhundert. Ihre charakte-ristische Kuppel wurde nach dem schweren Erdbeben von 1933 originalgetreu rekonstruiert. Besonders erwähnenswert ist die etwa 1 km lange Strandpromenade Tasos Aliveri. Hier fin-det man kleine Apartmenthäuser, traditionelle Tavernen und Bars. Abgesehen von einigen Liegen am schmalen Strandstreifen verzichtet man hier auf touristische Einrichtungen.

Megalo Chorio
Megalo Chorio ist das historische Zentrum von Tilos. Es mutet an wie ein Traum mit den weiß getünchten Häusern, enge Gassen, den blaue Fensterläden und Türen und das alles ver-ziert mit Bougainvillea.Sehenswert ist die Kirche des Heiligen Johannes mit ihrem Kieselmo-saikboden. Etwas unterhalb liegt das Archäologische Museum, in dem die Geschichte von Tilos wach wird. Natürlich kann man hier auch wunderbar essen und trinken

Steinkapelle der Heiligen Anna
Die Steinkapelle der Heiligen Anna liegt auf dem 180 m hohen Kastelos-Hügel in der Nähe von Livadia. Das
orthodoxe Kirchlein beeindruckt mit wertvollen Fresken aus dem 11. Jahrhundert und besitzt eine große religiöse Bedeutung für die Einwohner der Insel. Im Inneren befindet eine Wand mit Gemälden und Ikonen.

Zu diesem schönen Ort kommt man bequem mit dem Auto oder Motorroller - und zwar über die steile
Betonstraße von der Strandpromenade hinauf. Man kann aber auch zu Fuß herwandern – von dem markierten
Weg hat man einen schönen Blick auf die Bucht von Livadia, auf die Nachbarinsel Symi sowie auf die türkische Küste

Verlassenes Dorf Mikro Chorio
Das Bergdorf Mikro Chorio wurde in den 1960er Jahren von seinen Bewohnern verlassen und nach Livadia
zogen. Die Natur hat sich den Ort mittlerweile zurück erobert. So wachsen Feigenbäume aus den Fenstern der verfallenen Häuser. Auch wilde Ziegen leben hier. Es gibt jedoch mit der restaurierte Kirche Agios Dimitrios eine Sehenswürdigkeit, in dem sich eine der ältesten Glocken der Dodekanes aus dem Jahr 1692 befindet.

Verlassenes Dorf Gera
Tilos ist ein Wanderparadies, da Steilküste und die grünen Täler ideale Voraussetzungen für Ausflüge zu Fuß. bilden. Besonders empfehlenswert ist dieTour von Livadia zum verlassenen Dorf Gera im Südosten der Insel. Der 3 km lange Weg führt zunächst über unbefestigte Straßen, dann über felsige Hügel mit Ausblicken auf das Meer - und bei klarem Wetter bis zur türkischen Küste.

Der Weg führt über den alten Hafen von Agios Stefanos und die Kirche Agios Ioannis. Mit etwas Glück lassen sich unterwegs Vögel beobachten, für die Tilos bekannt ist. Gera entstand in den 1950er Jahren als landwirtschaftliches Zentrum mit rund 300 Bewohnern. Die fruchtbaren Böden und die nahegelegene Wasserquelle Despoti Nero machten den Ort ideal für Ackerbau und Viehzucht. Heutzutage ist das Dorf jedoch eine interessante Geisterstadt - mit teilweise gut erhaltenen Steinbauten.

Strände der Insel

Agios Antonios Beach
Agios Antonios Beach ist über die Straße zum Kloster Agios Panteleimon zu erreichen. Man findet hier zwar so gut wie keine Infrastruktur, dafür aber ein türkisblaues Wasser und eine herrliche Natur. Ncht weit entfernt findet man jedoch im gleichnamigen Fischerdorf einige Tavernen.

Agios Theologos Beach
Der Strand Agios Theologos Beach ist ein rund 200 m langer mit Kies durchmischter Strand. Er ist aufgrund der Brandung und den - je nach Windstärke und -richtung - auftretenden Strömungen für Badende nicht ungefährlich. Jedoch wird der Strand mit den Wellen von Wellenreitern und Windsurfern gerne benutzt. Der Strand wird von bewachsenen Dünen eingerahmt. Man findet einige Sonnenschirme und Liegen. Zur Einkehr bietet sich die Taverne Agios Theologos oberhalb der Bucht an.

Eristos Beach
Eristos Beach ist ein rund 2 km langer Sandstrand an der Westküste der Insel, der nicht überlaufen ist. Der Strand ist von Hügeln und Tamariskenbäumen umgeben und hat flaches, kistallfarbenes Wasser – ideal für Familien mit Kindern. In der Nähe befindet sich eine empfehlenswerte Taverne. Von Livadia aus verkehren regelmäßig Busse hierher.

Kokkini Beach
Kokkini Beach, der "Rote“ Strand, hat seinen Namen nach dem eisenhaltigen Sand, der einen interessanten Kontrast zum blauen Meer bildet. Diese geschützte Nordostbucht der Insel besitzt jedoch keinerlei touristische Infrastruktur. Der Strand ist zudem nur über etwa zweistündigen Fußmarsch zu erreichen.

Lethra Beach
Lethra Beach ist ein Kieselstrand nördlich von Livadia. Man erreicht ihn nach einer 45-minütigen Wanderung. Ein einzelner Baum und einige Höhlen spenden Schatten. Der Strand ist FKK-freundlich, was in Griechenland eher unüblich ist.

Plaka Beach
Plaka Beach ist ein Kieselstrand ohne Infrastruktur an der Südküste der Insel. Er fällt durch seine rote Vulkanfelsen auf. Mit einem Fahrzeug erreicht über eine Schotterpiste man den Strand Das klare Wasser eignet sich gut zum Schnorcheln.