Kurze Übersicht

Kos liegt in der östlichen Ägäis und ist der kleinasiatischen Küste vorgelagert. Nach Rhodos und Karpathos ist Kos mit einer Fläche von 287,611 km² die drittgrößte Dodekanes-Insel, mit über 37.000 Einwohnern. Hauptort ist die gleichnamige, etwa 22.000 Einwohner zählende Stadt Kos, die das touristische und kulturelle Zentrum der Insel bildet. Die Insel wird von Autofähren angelaufen, so von Athen (Piräus) aus, mit einer Fahrzeit von ca. 10 bis 14 Stunden (je nach Fähre), sowie von Rhodos (3–4 Stunden) und Bodrum/Türkei (ca. 20–40 Minuten). Kos ist nicht autofrei und lässt sich beispielsweise gut mit dem Mietwagen erkunden, da die Insel über ein gut ausgebautes Straßennetz verfügt. Der höchste Berg der Insel ist der 846 m hohe Dikeos des Dikeos-Gebirges.

Kos-Stadt

Kos-Stadt umfasst eine Fläche von 66,55 km², bei etwa 20.000 Einwohnern, was rund 54% der Bevölkerung der Insel sind Die Stadt bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel und ist zudem ein bedeutendes Touristenzentrum. Im südlich gelegenen Platani lebt eine kleine Minderheit von sunnitischen Muslimen. Am 21. Juli 2017 erschütterte ein Erdbeben die Stadt und verursachte erhebliche Schäden.

Die Besiedelung auf dem heutigen Stadtgebiet reicht bis etwa zum 3. Jahrtausend v. Chr. zurück. Zwischen 2000 und 1600 v. Chr. entwickelte sich auf einem flachen Hügel in Hafennähe die frühbronzezeitliche Siedlung von Seraglio. Sie war mit einer Fläche von mindestens 7,5 ha = 75.000 m² eine der bedeutendsten minoischen Niederlassungen außerhalb Kretas. Ab 1450 v. Chr. sind mykenische Einflüsse nachweisbar. Aufgrund der jahrtausende alten Geschichte sind in der Stadt und der näheren Umgebung zahlreiche bedeutende Stätten wie das Asklepieion von Kos oder die Johanniterfestung Neratzia aus dem 14. Jahrhundert zu besichtigen.

Das Erdbeben vom 23. April 1933, bei dem die Innenstadt größtenteils zerstört wurde, legte die Überreste der antiken Stadt frei. Die Funde der danach folgenden Ausgrabungen durch italienische Archäologen werden im Archäologischen Museum der Stadt ausgestellt. Im Zentrum der Stadt Kos befindet sich am Platz der Platane die Platane des Hippokrates, In der Nähe der Altstadt befinden sich die Reste der Bab-Gedid-Moschee. Auf dem Platia Eleftherias finden sich architektonische Zeugnisse aus der Zeit der italienischen Besetzung der Insel - in einem italo-faschistischen Monumentalstil.

Die Kirche Agios Nikolaos in Kos wurde durch das Erdbeben 2017 stark beschädigt. Die Kathedrale von Kos und Nisyros befindet sich beim Hafen und ist Sitz der Metropolie von Kos und Nisyros. Weitere interessante Sehenswürdigkeiten sind z. B.: Das Casa Romana, das Odeon, der Altar des Dionysos und die Gazi-Hasan-Pascha-Moschee (auch Loggia-Moschee genannt). Die genannten Sehenswürdigkeiten von Kos-Stadt werden unter der Rubrik Sehenswürdigkeiten näher beschrieben.

Sehenswürdigkeiten der Insel

Altar des Dionysos
Der Altar des Dionysos ist eine wichtige archäologische Stätte in der Stadt Kos. Der Altar war Dionysos, dem griechischen Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit, des Wahnsinns und der Ekstase sowie des Theaters gewidmet. Der Altar des Dionysos befindet sich am Boulevard Leoforos Patriarchou Gregoriou E‘ rund 400 m nordöstlich vom Odeon und100 m von der Casa Romana entfernt.
Der Altar gilt als typisches Beispiel eines hellenistischen Altars. Der heutzutage noch sichtbare Teil des Bauwerks stammt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus. Der Altar wurde beim Erdbeben 142 nach Christus beschädigt und repariert, er wurde aber während der byzantinischer Zeit aufgegeben.

Nach der Eroberung von Kos durch den Johanniterorden wurden Teile des Altars für andere Zwecke verwendet, z.B.wurden Ecksteine für den Bau der Festung Neratzia verwendet. Diese Ecksteine wurden 1958 aber wieder aus dem Festungsbau herausgenommen. Die Ausgrabungen und Aufbauarbeiten an diesem historischen Gelände und den Funden wurden in den 1930er-Jahren von der italienischen Besatzungsmacht abgeschlossen. Die Italiener hatten Kos von 1912 bis 1943 bestzt.

Der Fries des Altars zeigt Szenen mit Amazonen sowie eine Gruppe dionysischer Mänaden, Satyre und Silen und wird in der Festung Neratzia aufbewahrt. Ein Fries ist ein schmaler Streifen, der einer Umgrenzung, Abgrenzung oder der Dekoration von Teilen eines Bauwerks dient Vom Altar selbst sind heutzutage nur noch ein rechteckiger Fundamentteil, die schräge Rampe und eine quer verlaufende Steinmauer sichtbar

Archäologisches Museum
Das Archäologische Museum befindet sich in der Stadt Kos. Die Gründung des Museums erfolgte aufgrund des Erdbebens von 1933, als ein Großteil der alten Stadt Kos zerstört wurde. Diese Zerstörungen eröffneten die Möglichkeit, Ausgrabungen durchzuführen. Daraufhin wurde das Museum - während der italienischen Besetzung der Inseln 1935/1936 - an der Platia Eleftherias (Platz der Freiheit) erbaut, und zwar auf einem Teil einer Mauer der antiken Stadt Kos, die im Untergeschoss noch sichtbar ist. Das Gebäude wurde 1986 unter Denkmalschutz gestellt.

Asklepieion von Kos
Die Reste des Asklepieion von Kos bei Platáni befinden sich unweit von Kos-Stadt. Das antike Heiligtum des Asklepios liegt knapp 4 km in südwestlicher Richtung außerhalb der heutigen Inselhauptstadt auf einem von Zypressen bewaldeten Hügel. Es wurde 1901 von dem deutschen Archäologen Rudolf Herzog (1871.1853) entdeckt und freigelegt.

Da die Gebäude sich an einem Hang befinden, wurden sie auf mehreren Terrassen angelegt und über marmorne Freitreppen miteinander verbunden. Die unterste Terrasse wurde von Säulenhallen gesäumt und stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Eine im südlichen Teil dieser Ebene gefundene Inschrift erwähnt den von Kos stammenden Arzt Gaius Stertinius Xenophon, den Leibarzt des römischen Kaisers Claudius (10 v.Chr. bis 54 n.Chr.).

Bab-Gedid-Moschee
Die Bab-Gedid-Moschee wurde 1586 als älteste Moschee der Insel erbaut. Nach ihrer weitgehenden Zerstörung durch ein Erdbeben im Jahr 1933 ist heute nur noch das markante, achteckige 10 m hohe Steinminarett erhalten. Man findet das Minarett am Diagora-Platz oberhalb des westlichen Ausgrabungsgeländes - an der Kreuzung der Straßen Pisandrou und Kolokotroni.

Bergdorf Zia
Das Bergdorf Zia ist mittlerweile ein touristisch stark entwickelter Ort mit über 150 Einwohnern und zahlreichen Tavernen und Touristenshops, vor allem Textilien- und Kräutergeschäfte. Zia liegt etwa 15 km von Kos-Stadt entfernt im Dikeos-Gebirge in der Nähe von Pyli. Die touristische Infrastruktur ist sehr ausgeprägt. Besonders ist der Ausblick aus einer Höhe von 300 m über weite Teile der Insel Kos, die nördlichen Nachbarinseln und das benachbarte türkische Festland.

Casa Romana
Die Casa Romana ist ein Gebäude aus römischer Zeit, etwa aus dem 2. oder frühen 3. Jahrhundert n. Chr. Die Villa ist im Stil von vergleichbaren Gebäuden in Pompeji Zeit gehalten und umfasst eine Fläche von rund 1.800 m². Sie befindet sich etwa 500 m in südlicher Richtung vom Hafen von Kos - am Rande des Siedlungsgebietes der Stadt.

Direkt vor dem Ausgrabungsfeld führt die Hauptstraße Grigoriou E‘ vorbei. Die heutigr Anlage besteht aus einer wieder aufgebauten römischen Villa, die 36 Räume, zwei Säulenhöfe und ein Atrium besitzt. Die Villa wurde seinerzeit auf einem älteren hellenistischen Gebäude errichtet. Ein Teil der Statuen und Dekorationen, die hier gefunden wurden, befinden sich im Archäologischen Museum von Kos-Stadt.

Embros-Therme
Die Embros-Therme ist eine Thermalquelle im Meer. Sie befindet sich an der östlichen Südküste, rund 12 km von der Stadt Kos entfernt. Hier strömt aus einer Felsspalte 49 °C heißes und schwefliges Wasser. Es wird in einem aus Felsen errichteten 25 m² großen Becken zum Teil aufgefangen, sodass Besucher darin baden können. Das Bad soll gegen Haut-, Augen, Atemwegs- und Muskelerkrankungen sowie Rheumatismus und Arthritis eine heilende Wirkung haben.

Festung Andimachia
Die Reste der Festung Andimachia liegen nahe dem Flughafen Kos Die Festung war eine mittelalterliche Johanniterfestung. Die strategische Lage auf einem Plateau in einer Höhe von rund 170 m - oberhalb der Bucht von Kardamena – kontrollierte den Seeweg zwischen Kos und der südlich gelegenen Insel Nisyros sowie der Nord-Süd-Verbindung im Inselinnern. Der erste schriftliche Hinweis auf die Festung stammt von dem Großmeister des Johanniterordens Helion de Villeneuve (1270-1346), die die Festung zwischen 1337 und 1346 erbauen ließ.

Gazi-Hasan-Pascha-Moschee
Die Gazi-Hasan-Pascha-Moschee wurde im Jahr 1786 von der islamischen Gemeinde von Kos erbaut. Beim Bau wurden Baumaterialien von anderen Gebäuden aus römischer und byzantinischer Zeit mit verwendet. Die Moschee soll über einer christlichen Basilika, die dem Hl. Georg gewidmet war, errichtet worden sein. Das dreistöckige Gebäude ist etwa 20 m lang und 15 m breit und besitzt ein mit Ziegeln eingedecktes Walmdach.

Im Inneren besteht die Moschee im Erdgeschoss aus den Arkaden mit kleinen Läden und einem Café, im oberen Stock einem Vorraum und dem Gebetsraum. Das Minarett, mit einem runden Spitzhelm, befindet sich an der nördlichen Ecke des Gebetshauses. Das Gebäude ist mittlerweile baufällig und kann daher nicht besichtigt werden.Vor der Moschee befindet sich ein Brunnen, der zum Reinigen vor dem Gebet diente. Auf Kos gibt es weit über 1.000 Moslems.

Johanniterfestung Neratzia
Die Johanniterfestung Neratzia wurde nach der Besitznahme der Insel im Jahr 1314 unter dem Großmeister Foulques de Villaret Johanniterorden errichtet,und zwar vermutlich etwa 1377 wurde unter Jean Fernandez de Heredia mit dem Bau begonnen. Dabei fanden auch antike Ruinenteile der bei einem Erdbeben zerstörten Stadt sowie dem Asklepieion als Baumaterial Verwendung.

Die ständig wiederkehrenden Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich und mit ägyptischen Mamluken machten ab Mitte des 15. Jahrhunderts Verbesserungen und Erweiterungen erforderlich. Die Festung liegt auf einer schmalen Halbinsel östlich des Mandraki-Hafens. Eine Steinbrücke von der Platia Platanou über den Palmenboulevard, einem früheren Wassergraben, bildet den Zugang zur Festung. Die Festung ist heutzutage eine gut erhaltene Ruine.

Kirche Agios Nikolaos
Die Kirche Agios Nikolaos befindet sich in Kos-Stadt. Sie ist dem Heiligen Nikolaus von Myra (wahrscheinlich 286 bis 365) gewidmet. Die Kirche gehört zur orthodoxen Metropolie von Kos und Nisyros und untersteht dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel. Die Kirche befindet sich mitten in der Stadt und umfasst eine Fläche von rund 4.000 m². Das Kirche ist von drei Seiten von Straßen umgeben. Der erste Kirchenbau zu Ehren des hl. Nikolaus an dieser Stelle wurde 1857 begonnen und 1862 vollendet. Durch das Erdbeben 1933 wurde die Kirche jedoch so stark beschädigt, dass sie1934 abgetragen werden musste. Zwischen 1937 bis 1939 wurde die Kirche mit Material der alten Kirche neu errichtet. Durch das Erdbeben 2017 wurde sie stark beschädigt.

Kathedrale von Kos und Nisyros
Die Kirche ist der Verkündigung Mariä gewidmet und gehört zur griechisch-orthodoxen Kirche. Sie befindet sich am Hafen Mandarki und umfasst eine Fläche von rund 3.500 m². Die Kirche wird an drei Seiten von Straßen begrenzt. Südwestlich, hinter der Kirche befindet sich das Krankenhaus von Kos. Südlich der Kirche steht das zweistöckige Episkopio-Canonica, das ursprünglich dem katholischen Bischof als Unterkunft dienen sollte, in dem aber derzeit die Bischöfe der griechisch-orthodoxen Kirche residieren.

In der Kirche befindet sich eine Sammlung an alten byzantinischen Ikonen. Die Kathedrale von Kos und Nisyros gehört zur orthodoxen Metropolie von Kos und Nisyros, die im Kirchengebäude ihren Sitz hat. Nisyros ist eine Nachbarinsel von Kos mit einer Fläche von 41,26 km² und rund 1.000 Einwohnern. Die Metropolie ist dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel unterstellt.

Die Kirche wurde von 1928 bis 1929 – also während der Zeit der italienischen Besetzung von Kos - als katholische Kirche Lamm Gottes errichtet. In dem selben Gebäudekomplex befand sich eine Kirchenbibliothek, ein kleines Theater und eine Veranstaltungsraum für etwa 150 Personen. Der Glockenturm war damals das höchste Gebäude der Stadt.

Der Geschichte nach soll der Apostel Paulus Gründer der christlichen Kirche auf Kos sein, aber wann die Kirchenprovinz gegründet wurde, ist dennoch nicht genau bekannt.
Anfangs gab es nur die Metropolie Kos, aber seit 2004 gehört Nisyros dazu. Diese Kirchenprovinz hat 26 Pfarreien, 100 Kapellen und 16 Klöster (Stand 2026). Zwischen 2009 und 2010 wurde der Gebäudekomplex generalsaniert.

Mandraki-Hafen
Der Mandraki-Hafen ist neben dem Fährhafen der Hafen von Kos und befindet sich am nordöstlichen Ende der Insel. Er dient als Seehafen, für die Fischerei, für Sportboote, als Warenumschlaghafen und zudem als kleiner Marinestützpunkt.

Odeon
Ein Odeon war ein kleineres überdachtesTheater, das für musikalische Darbietungen, Gesangswettbewerbe, Dichterlesungen und manchmal für Ratsversammlungen genutzt wurde. Sie besaßen eine bessere Akustik als die großen, offenen Freilufttheater. Das Odeon in Kos ist eine wichtige archäologische Stätte in der Stadt Kos, wo heutzutage wieder kulturelle Veranstaltungen stattfinden.Gebäude aus römischer Zeit liegt knapp 600 m in südwestlicher Richtung vom Hafen von Kos, am Rande des Siedlungsgebietes der heutigen Stadt.

Das Odeon wurde wohl im 2. Jahrhundert nach Christus erbaut und zwar als Ersatz für ein anderes, älteres öffentliches Gebäude. Es wurde beim Erdbeben 142 n. Chr. beschädigt und noch während der Regierungszeit des Kaisers Antoninus Pius (138 bis 161) repariert. Das Odeon war ursprünglich 29,9 m lang und 31,9 m breit sowie 12 m hoch und bot Platz für etwa 750 Besucher. Zudem war auch Sitz des örtlichen Ältestenrats. Das Odeon war mit Marmorstatuen und Mosaiken geschmückt. Eine hier gefundene, oft als Hippokrates angesehene Porträtstatue, befindet sich im Archäologischen Museum von Kos. Die heutzutage sichtbare Bühne vor den halbrunden Sitzreihen des Odeons ist zweigeteilt

Pfauenwald
Der Pfauenwald legt nahe dem Flughafen von Kos. Der zusammenhängende Teil des Waldes umfasst eine Fläche von 30 ha = 300.000 m² und besteht weitgehend aus Pinien. Er ist tagsüber frei zugänglich.

Platane des Hippokrates
Die Platane des Hippokrates ist seit 1985 ein Naturdenkmal. Sie befindet sich auf der Platia Platanou in der Stadt Kos. Der Baum ist nach dem antiken Arzt Hippokrates von Kos (460-370 v. Chr.) benannt.Der Durchmesser des Baumstamms beträgt an der Basis 4,70 m und der Kronendurchmesser bei etwa 18 m, ihre Stammteile sind etwa 9 m hoch. Aufgrund von Insekten- und Pilzbefall ist der Stamm vollständig ausgehöhlt.

Hippokrates von Kos soll die Platane gepflanzt und unter dem Baum seine Schüler die Kunst der Heilkunde gelehrt haben, wobei sie ein Alter von mehr als 2.400 Jahren. Der Apostel Paulus soll 57 n. Chr. nach einer weiteren Überlieferung unter der Platane das Christentum gelehrt haben. Da der Baum etwa 500 Jahre alt ist, wird angenommen, dass es sich um einen Ableger des ursprünglichen Baumes handelt.

Salzsee Alykes
Der Salzsee Alykes bei Tigaki war eine Salzwassergewinnungsanlage auf der griechischen Insel Kos zwischen den Siedlungen Tigaki im Osten und Marmari im Westen. Die Salzgewinnung wurde 1989 eingestellt, sodass heutzutage nur noch der unter Naturschutz stehende See bekannt ist

Verlassenes Dorf Agios Dimitrios
Das verlassene Dorf Agios Dimitrios befindet sich 7 km Luftlinie südwestlich der Stadt Kos auf einer Höhe von 270 bis 290 m. Der Name des Ortes stammt von der hiesigen Kirche, die dem heiligen Dimitrios gewidmet war. Im Laufe der Jahrzehnte nahm die Bevölkerung stetig ab, bis hier niemand mehr wohnte. Heutzutage sind einige Häuser restauriert und es gibt hier ein kleines Museum.

Im Jahr 2013 wurde das Dorf 2013 zu einem „Historischern Ort“ ausgewiesen, weil es ein charakteristisches Beispiel einer ländlichen Siedlung der traditionellen Dodekanes-Architektur um 1840 darstellt.

Verlassenes Dorf Palio Pyli
Das verlassenes Dorf Palio Pyli mit der Burgruine befindet sich im Gemeindebezirk Dikeos. Die Ruinen liegen am Nordhang des Inselgebirges und bieten sehr gute Ausblicke auf die Orte Marmari (Kos), Tigaki, den Salzsee Alykes und das Meer.

Die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Im 15. Jahrhundert zogen die Peleten in die Burg und gründeten unterhalb der Burg das Dorf. Da es vom Meer aus nicht zu sehen war, war es und daher gut gegen Angriffe von Piraten geschützt. Im Jahre 1830 wurden die Burg und das Dorf wegen einer Choleraepidemie verlassen Zwischen den zum größten Teil zerfallenen Häusern sind noch zwei Kirchen aus dem 11. Jahrhundert erhalten,

Tiere auf der Insel

Tiere Auf Kos finden sich folgende Tiere:

Säugetiere
Es gibt hier sehr viele Katzen (oft Streuner), Ziegen, Schafe, Esel, Kühe, Igel, Mäuse und Ratten

Reptilien und Amphibien
Geckos (Europäischer Halbfinger), Hardune, Pfeilnattern, Europäische Hornotter, insbesondere die Unterart Balkan-Hornotter (Vipera ammodytes meridionalis), Kleinasiatische Bergotter, Maurische Landschildkröte, Wechselkröte, Eidechsen.

Vögel
Eulen, Kormorane, Pfaue (z.B. im Naturpark Zia).

Meeresbewohner
Mönchsrobben, Delfine, Kraken, Seeigel, Meeresschildkröten Im Pyli-Stausee leben Süßwasserschildkröten und Aale.

Pflanzen auf Kos

Als typische Nutzpflanzen wachsen in den fruchtbaren Ebenen von Kos: Tomaten, Gurken, Zitronen, Zucchini, Oliven sowie Orangen, Zitronen, Mandarinen, Feigen, Trauben, Birnen und Melonen. Weitere Pflanzen sind:

Chinesischer Roseneibisch
Der Chinesische Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) ist eine Pflanze aus der Gattung Hibiscus in der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Der Chinesische Roseneibisch ist ein immergrüner Strauch mit Höhen von 1 bis 3 m. Es sei erwähnt, dass der Chinesische Roseneibisch seit 1960 die Nationalblume von Malaysia ist.

Dünen-Trichternarzisse
Die Dünen-Trichternarzisse (Dünen-Trichternarzisse) ist auch als Strandlilie bekannt. Sie wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht eine Höhe von etwa 60 bis 75 cm. Ihre großen und süßlich duftenden Blüten blühen nur für ein paar Stunden am Nachmittag bis in den darauf folgenden Morgen hinein.

Gemeine Drachenwurz
Die Gemeine Drachenwurz (Dracunculus vulgaris) auch Schlangenwurz genannt, ist eine Pflanzenart in der Gattung Dracunculus in der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Sie wächst als schlanke bis kräftige ausdauernde und krautige Pflanze mit einer Höhe zwischen von 60 bis 120 cm. Die Gemeine Drachenwurz wächst halbschattig zwischen Bäumen und Büschen auf nährstoffreichen, feuchten Böden. Während der Blüte sehr hat sie auffällige, schöne purpurfarbene Blüten, die jedoch einen unangenehmen Geruch verströmen, der nach Aas riecht, aber Insekten anlockt.

Gelber Hornmohn
Der Gelbe Hornmohn (Glaucium flavum) ist eine Pflanzenart in der Gattung Hornmohn (Glaucium) inder Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Die Pflanze ist eine zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Höhen von 20 bis 90, seltener auch 100 cm. Er besitzt stark verzweigte, kahle oder schwach behaarte Stängel. Er fällt mit seinen intensiv gelben Blüten auf und zieht mit seinen Pollen Bienen und Hummeln an.

Granatapfel
Der Granatapfel (Punica granatum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Granatäpfel (Punica) in der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae). Die Granatapfelfrucht dientals Nahrungsmittel.
Er ist ein sommergrüner, normalerweise laubabwerfender, aber auch immergrüner, kleiner Baum mit einer Höhe von ca. 5 m. Er wird aber auch als Strauch kultiviert. Er kann einige hundert Jahre alt werden.

Hundertjährige Agave
Die Hundertjährige Agave (Agave americana) ist eine Pflanzenart in der Gattung der Agaven (Agave) in der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Der 5 bis 9 m hohe Blütenstand ist rispig, schlank und gerade. Die 15 bis 35 Blütenstände befinden sich im oberen Drittel bzw. der oberen Hälfte des Blütenstandes. Der Name Hundertjährige Agave stammt daher, dass man dachte, dass sie nur alle hundert Jahre blühen würde, was falsch ist – es dauert aber durchaus viele Jahre. Die dicken fleischigen Blätter speichern Flüssigkeiten, wie alle Sukkulenten.

Kahle Drillingsblume
Die Kahle Drillingsblume
Die Kahle Drillingsblume (Bougainvillea glabra) gehört zu Gattung Bougainvillea in der Familie (Nyctaginaceae), die ursprünglich aus Südamerika stammt. Die Pflanze bildet immergrüne, kletternde Sträucher, die als Spreizklimmer eine Höhe bis zu 10 m erreichen können.

Mastixstrauch
Der Mastixstrauch (Pistacia lentiscus) ist eine Pflanzenart in der Gattung Pistazien Pistacia in der Familie der Sumachgewächse Anacardiaceae. Der Mastixstrauch wächst als immergrüner Strauch, seltener auch als kleiner Baum, und erreicht Höhen von 1 bis 3, selten mehr. Er wächst im Mittelmeerraum und wird vor allem für sein Harz angebaut, das vielseitig wirtschaftlich verwendet wird.

Mönchspfeffer
Der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) ist eine Pflanzenart in der Gattung Vitex in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist ein laubabwerfender Strauch oder auch Baum, der eine Höhe Höhe von über 5 m erreichen. Er hat hell-braune, vierkantige und fein behaarte Zweige. Im Sommer erfreut der Mönchspfeffer mit seinen schönen violett-blauen Blütenrispen die Menschen. Früher wurde die Pflanze vor allem in klösterlichen Gärten kultiviert. Die Früchte wurden damals als pfeffriges Gewürz genutzt. Der Mönchspfeffer ähnelt aufgrund seiner Blätter dem Hanf und in der Blüte dem Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii)

Nickender Sauerklee
Der Nickender Sauerklee (Oxalis pes-caprae), auch als Niedriger Sauerklee bezeichnet, ist eine Pflanzenart in der Gattung Sauerklee (Oxalis) in der Familie Sauerkleegewächse (Oxalidaceae) Der Nickende Sauerklee ist eine mehrjährige, krautige Pflanze und erreicht Höhen von 10 bis 50 cm. Diese Pflanze wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von einem Mönch nach Malta eingeführt. Von hier aus breitete sich die Pflanze in wenigen Jahrzehnten im gesamten Mittelmeerraum aus. In geringen Mengen ist der Nickende Sauerklee essbar, dabei werden die Blätter, Blüten, Früchte oder auch die Wurzel neben der Küch auch in der Heilkunde verwendet

Norfolk-Araukarie
Die Norfolk-Araukarie (Araucaria heterophylla) ist auch als Zimmertanne bekannt. Sie wächst mit konischer Form als immergrüner Baum, der 50 m hoch werden kann. Aber auf Kos findet man erheblich kleinere Exemplare. Ursprünglich stammt sie von der 34,6 km² großen zu Australien gehörenden Norfolkinsel im Pazifik.

Oleander
Der Oleander (Nerium oleander), auch Rosenlorbeer genannt, gehört zur Gattung Nerium in der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae).
Oleander ist ein immergrüner, pink oder weiß blühender Busch, der bis zu 5 m groß werden kann. Erwähnenswert ist, dass alle Pflanzenteile giftig sind, sogar der Rauch, wenn Teile der Pflanze verbrannt werden.

Olivenbaum
Der Olivenbaum (Olea europaea), zur Gattung der Ölbäume Olea in Familie der Ölbaumgewächse Oleaceae. Er ist ein reich verzweigter, immergrüner Baum oder Strauch und erreicht (je nach Sorte) höhen öhen zwischen 10 m. Die wild wachsenden Olivenbäume sind kleiner als die Züchtungen. Olivenbäume gehören zu den typischen und wohl auch bekanntesten mediterranen Pflanzen, die eine lange Geschichte besitzen. Bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. wurde dieser Baum kultiviert. Aus dem größten Teil der Steinfrüchte, den Oliven, wird Öl gewonnen. Aber die Oliven sind auch eine beliebte Beigabe zu zahlreichen Mahlzeiten

Pinie
Die Pinie (Pinus pinea), auch Italienische Steinkiefer genannt, ist eine Pflanzenart in der Gattung Pinus in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) die als Baum, zwischen 25 und 30 m hoch werden kann. Sie kann über 200 Jahre alt werden. Die Samen, die Pinienkerne, sind geschält essbar.

Rote Rübe
Die Rote Rübe bzw. Rote Beete (Beta vulgaris) ist eine Kulturform der Rübe in der Gattung Beta in der Familie der Fuchsschwanzgewächse Amaranthaceae. Sie ist eine zweijährige krautige Pflanze. Ihre gleichmäßige rote Farbe der Rübe ist ein Resultat der Weiterveredelung im 19. und 20. Jahrhundert. Ihr Ursprung befindet sich im Mittelmeerraum und kam mit den Römern nach Mitteleuropa. Die Rote Bete wird wegen ihrer essbaren roten Knollen seit der Antike zum Essen, aber auch als Viehfutter angebaut. Ihr Saft wird zudem als natürlicher Farbstoff für die Lebensmittelproduktion verwendet.

Schmetterlingsblütiges Knabenkraut
Das Schmetterlings-Knabenkraut (Anacamptis papilionacea) ist eine Pflanzenart in der Gattung Hundswurzen (Anacamptis) in der Familie der Orchideen (Orchidaceae).Das Schmetterlings-Knabenkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze.Der unverzweigte Stängel erreicht Wuchshöhen von 15 bis 40 cm. Die Pflanze ist in kalkhaltigen Lebensräumen zu finden, wo sie im Frühling in Gebüschen und auf offenen Wiesen wächst. Eine genaue Identifizierung kann ohne Fachwissen etwas schwierig sein

Schopf-Lavendel
Der Schopf-Lavendel (Lavandula stoechas) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lavendel (Lavandula) in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Der Strauch erreicht Höhen zwischen 30 und 100 cm. Er wächst buschig verzweigt und ist dicht beblättert. Der Blütenstand wird von einem Schopf aus violetten und länglich-eiförmigen Hochblättern gekrönt, die etwa 5 cm lang werden – daher der Name. Die Blüten zeigen sich jedocherst nach ein paar Jahren, wobei der Duft der Blüten intensiver als vom Echten Lavendel ist.

Wandelröschen
Das Wandelröschen (Lantana camara) ist eine Pflanzenart in der Gattung Wandelröschen (Lantana) in der
Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Sie sind immergrüne Sträucher mit einer Höhe zwischen
50 und 150 cm. Das Wandelröschen ist eine ursprünglich zentralamerikanische Pflanze mit auffälligen Blüten. Die Pflanze ist heutzutage jedoch eine in den Tropen sich rasant ausbreitende invasive Art. In Südafrika wurde die Kultivierung des Wandelröschens deshalb verboten. Alle Teile der Pflanze, besonders die Früchte, sind leicht giftig.