Champagne-Ardenne

Kurzinfos zu Champagne-Ardenne

Der edle, köstliche und teure Schaumwein und Köstlichkeiten wie der berühmte Ardenner Räucherschinken sind wohl die bekanntesten Gründe für kulinarische Liebhaber in die Region im Nordosten Frankreichs zu fahren, doch auch die regionstypischen Fachwerkkirchen, gotischen Kathedralen und waldbedeckten Ardennen machen die Region aus und tragen zu ihrer Vielfältigkeit bei.
Die Champagne-Ardenne Region umfasst eine Fläche von 25.600 km², zählt rund 1,35 Mio. Einwohner und ist in vier Départements, Ardennes, Aube, Marne und Haute-Marne, unterteilt. Die Hauptstadt der Region ist Châlons-en-Champagne, größte und bedeutenste Stadt in der Region ist aber Reims. Wirtschaftlich gesehen konzentriert sich die Region auf Landwirtschaft, knapp zwei Drittel der Fläche wird für Agrarzwecke genutzt, sowie auf Schwerindustrie.
Geografisch gesehen ist das Gebiet der Champagne - Ardenne eine Fortsetzung der Lothringer Schichtstufenlandschaft und grenzt im Norden an Belgien. Das Grenzgebiet ist geprägt durch das Gebirgsmassiv der Ardennen. Im Süden schließt sich die Île-de-France an.

Ardennen

Der größte Teil der Ardennen gehört zu Belgien. Das Gebirgsmassiv gehört zu den umfangreichen Ausläufern des Rheinischen Schiefergebirges und ist hauptsächlich von einem dichten Eichen- und Buchenwald bedeckt. Die dünn besiedelten Ortschaften der Ardennen leben meist von Kleineisenindustrie, Schieferbrüchen und Viehzucht. Das raue Klima lässt die dunklen Höhenzüge oft hinter Regen und Nebel verschwinden. Nur der Herbst, der mit seinem sanften Licht das „Wald-Land“ in ein goldenes Licht taucht, bildet eine Ausnahme.  In diesen Waldgebieten besaß schon Karl der Große Jagdgebiete und auch heute noch jagt man hier Schwarzwild, Rehe und Hirsche. Westlich von Sedan erstreckt sich am Fuß des Gebirges eine große Niederung. Auf diesem fruchtbaren Schwemmland wird Getreide und Gemüse angebaut. Südlich schließen sich die zwei Gebiete Rethelois und Porcien an, die wiederrum von der Aisne im Süden begrenzt werden. Obwohl sie vom Relief her den Ardennen sehr ähneln, besteht der Boden hier aus sandigen und bunten Tonen. Mit Ausnahme des Aisne-Tals, in dem hauptsächlich Getreide und Zuckerrüben angebaut werden, ähnelt das Land der typischen Knicklandschaft der restlichen Ardennen: Weiden mit Apfelbäumen, die von Hecken und Gehölzen unterteilt werden. Historisch berühmt-berüchtigt sind die Ardennen auch durch die Ardennenoffensive, bei der es während des 2. Weltkrieges, im Jahr 1944, zur letzten deutschen Großoffensive an der Westfront kam. 

UNESCO-Welterbestätten

Kathedrale Notre-Dame, Palais du Tau und Kloster Saint Remi
Die Kathedrale Notre-Dame, Palais du Tau und Kloster Saint Remi wurde im Jahr 1991 in die Liste der UNESCO-Welterbestätten eingetragen.

Jakobsweg
Der Jakobsweg führt durch weitere Regionen: Lothringen (Lorraine), Burgund (Bourgogne), Auvergne, Rhône-Alpes und durch die Midi-Pyrénées bis nach Saint-Jean-Pied-de-Port. Der Jakobsweg wurde im Jahr in die Liste der UNESCO-Welterbestätten eingetragen.

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Städte und größere Ortschaften

Châlons-en-Champagne
Die Hauptstadt der Champagne sowie des Départements Marne besitzt durch die vom Wasser umgebene Lage eine ganz eigene Atmosphäre. Der alte Baumbestand des Marne-Ufers verleiht dem westlichen Stadtteil von Châlons-en-Champagne einen fast ländlichen Charme, die Fachwerkhäuser der Altstadt sowie zahlreiche alte Brücken machen zusätzlich ein verträumtes Stadtgefühl aus. Für Besucher sind die Notre-Dame en Vaux und die Kathedrale St Etienne ein Muss. Châlons-en-Champagne ist gallo-römischen Ursprungs, damals unter dem Namen Catalaunum bekannt.
In der Blütezeit des Mittelalters zählte die Stadt bereits 60 000 Einwohner, im 1.und 2. Weltkrieg wurde die Stadt stark verwüstet.
Als Umschlagplatz für Produkte der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie (Zuckerraffinerien, Brauereien und Champagnerkellereien), bildet Châlons einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Während der Nordosten der Stadt durch ein 150 ha großes Industriegebiet dominiert wird, hat die Innenstadt den Charakter wohlhabender Bürgerlichkeit bewahrt: Ein gutes Beispiel dafür sind die Stadtpalais aus dem 17. Und 18. Jahrhundert; aber auch die alten, inzwischen restaurierten Champagne-Häuser aus Fachwerk und Strohlehm sind hübsch anzusehen. An dem Treffpunkt der drei Seitenarme der Marne, Mau und Nau gibt es ein paar malerische Brücken zu besichtigen: die dreibögige Pont des Mariniers von 1560, die Pont des Viviers (1612) sowie die Pont de l’Arche de Mauvillain mit einem hübschen Renaissance-Bogen aus dem 16. Jahrhundert. Der alte Baumbestand des Marne-Ufers verleiht dem westlichen Stadtteil von Châlons eine fast ländliche Atmosphäre. Châlons ist gallo-römischen Ursprungs, damals unter dem Namen Catalaunum bekannt. Nachdem Attila der Hunne 451 mit seinem Heer den Rhein überschritten hatte und in Gallien einfiel, wurde er bei der Belagerung von Orléans von dem römischen General Aetius, dessen Heer hauptsächlich aus germanischen Kriegern bestand, zum Rückzug gezwungen. Bei seinem Rückzug musste sich Attila 451 auf den Katalaunischen Feldern dem Entscheidungskampf stellen; Attila verlor die Schlacht und musste fliegen. So wurde die größte Barbarengefahr der Geschichte Galliens abgewendet. In der Blütezeit im Mittelalter zählte die Stadt bereits 60 000 Einwohner. Allerdings wurde die Stadt besonders im ersten und zweiten Weltkrieg stark verwüstet. Nachdem Heinrich von Kleist von der napoleonischen Polizei in Berlin als mutmaßlicher Spion verhaftet worden war, wurde er von 1806-07 auf Fort Joux inhaftiert. 
 
Charleville-Mézières
Charleville-Mézières, die Hauptstadt des Départements Ardennes, liegt Charleville-Mézières am als „Tor zu den Ardennen“ bekannten Flussübergang. Erst 1966 haben sich das mittelalterliche Mézières und das klassizistisch benachbarte Charleville zusammengefügt. Neben der gotischen Kathedrale Notre-Dame de l’Esperance ist der Place Ducale der Magnet der Stadt, da er deutliche Ähnlichkeiten mit dem Place des Vosges in Paris aufweist.
 
Chaumont 
Chaumont, die Hauptstadt des Départments Haute-Marne, war einst Residenz der Grafen der Champagne und war im 13. Jahrhundert eine Stadt, auf die hinaufgeblickt wurde. Die interessant liegende Altstadt, am Abhang einer Schlucht, wird dominiert durch die Burg Hautefeuille, dem Palais de Justice sowie den hübschen Renaissance-Bürgerhäusern.
 
Langres 
Langres liegt auf einem Felsen ganz im Süden der Champagne. Die Stadt ist aufgrund ihrer Nähe zu den Flüssen Seine und Marne als Kurort geeignet und entwicklet sich in den Sommermonaten dank vieler Festspiele und Theater im Freien zu immer größerer Beliebtheit. Die Stadt ist umgeben von alten Befestigungsmauern und bietet ein Museum über die Geschichte der Region. Im Inneren der Stadt stößt man auf die Cathédrale St-Mammès. 

Reims 
Reims ist die größte und historisch wichtigste Stadt der Champagne-Ardenne Region.
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Troyes 
Troyes, die Hauptstadt des Aube Départements, ist eine heitere Stadt, die damit wirbt, ein Feinschmeckerparadies zu sein. Der historische Kern weist die Form eines Champagnerkorkens auf und unterstreicht damit die Gaumenfreude der Stadt. Gleichzeitig ist das Stadtbild geprägt von gotischen Kirchen und Innenhöfen aus dem 16. Jahrhundert. Liebhaber des Shoppings treffen in den Vororten der Stadt auf Outlet Läden, die an Glanzzeiten Troyes als Textilindustrie erinnern. 

Besondere Gebäude und Bauwerke

Eisenbahnviadukt von Chaumont
Das Viadukt von Chaumont wurde 1855 - 1856 erbaut und ist ein Teil der Eisenbahnstrecke von Paris nach Basel. Die Bogenbrücke ist 600 m lang und 52 m hoch. Während des 2. Weltkrieges sprengten 1944 Deutsche Truppen vier der neun Pfeiler, die später mit Stahlbeton wieder neu aufgebaut wurden.

Lac du Der-Chantecoq
Der Lac du Der-Chantecoq, unter Einheimischen auch kurz Lac du Der genannt, ist mit 48 km² der größte Stausee Frankreichs. Er schützt, zusammen mit drei weiteren Stauseen in der Region, insbesondere den Großraum Paris vor Hochwasser.

Stollen unter der Stadt Épernay
Der Boden unter der Stadt Epernay ist von kilometerlangen Stollen durchzogen. Dort lagern bei Temperaturen von 9 - 12 Grad viele der begehrten Champagnerflaschen. Die Besichtigung Kellereien mit anschließend berauschender dégustation sind ausschlaggebend für einen Besuch von Èpernay.

Triumphbogen Port de Mars in Reims
Der 33 m hohe Triumphbogen Port de Mars in Reims stammt aus dem 2. Jahrhundert und diente lange Zeit als Stadttor. Er ist einer der wenigen Bauten, die im 2.Weltkrieg nicht zerstört wurden und erinnert noch heute an die römische Vergangenheit der Stadt.
 
Colombey-les-deux-Églises 
Nordwestlich von Chaumont liegt Colombey-les-deux-Églises, ein Ort der unweigerlich mit der Familie de Gaulle in Verbindung gebracht wird, da sie hier 1933 das Gut La Boisserie gekauft hat und der ehemalige Präsident auf dem Friedhof des Dorfes seine letzte Ruhe findet. 1972, zwei Jahre nach dem Tod de Gaulles, wurde ihm vor Ort am Sockel eines unübersehbaren Lothringer Kreuzes aus Granit ein Mémorial gewidmet, welches an ihn und sein Schaffen gedenkt. 

Butte de Vauquois 
Im hügeligen Gebiet Butte de Vanquois wurde ein Kriegsdenkmal errichtet, welches zum einen an die brutalen Kämpfe im Deutsch – Französischen Krieg und zum anderen an den Abschnitt der Westfront von 1914-1918 erinnern soll.

Schlösser, Burgen und Forts

Schloss in Brienne-le-Chateau
Das von 1770 - 1778 erbaute Schloss Chateau de Loménie de Brienne in Brienne-le-Chateau besteht aus zwei Flügeln und einem Theater im Souterrain. Brienne-le-Chateau, der Ort in dem sich das Schloss befindet, wurde durch Napoleon berühmt, da er dort im 18. Jahrhundert fünf seiner Lehrjahre an der königlichen Militärschule verbrachte. Dem Lehrling wurde ein Museum in der ehemaligen Militärschule gewidmet, das noch heute an diese Zeit erinnert.

Festungsstadt Rocroi
1555 wurde die sternförmige Zitadelle von Rocroi unter Henri II. errichtet und 1675 von Vauban erweitert. Sie liegt auf dem Ardenner Plateau und stellt eine Grenzbefestigung zu Belgien dar. Für Besucher gibt es den sentier touristique, ein Weg der entlang der Wällen und Befestigungen von Rocroi führt.

Burg in Sedan
Die größte Burganlage Europas entstand im 11. Jahrhundert in Sedan. Noch heute sind Besonderheiten der Anlage, wie die Schutzwälle und Befestigungen aus dem 16. Jahrhundert, jene Teile des Hauptturmes, die noch aus dem Mittelalter stammen sowie der Dachstuhl aus dem 15. Jahrhundert, zu besichtigen. Darüber hinaus befinden sich im Burgmuseum Ausstellungsstücke der Geschichte von Stadt und Burg. Die Umgebung der Burganlage ist geprägt von zahlreichen Schieferdachhäusern, anhand derer man Rückschlüsse auf den einstigen Reichtum der Stadt ziehen kann. 

Fort de Villy-la-Ferté 
Südlich der Burganlage von Sedan liegt das Fort de Villy-la-Ferté. Während des 2.Weltkrieges wurde es häufig angegriffen und teilweise zerstört.
Fort de la Pompelle Das 8 km südöstlich von Reims gelegene Fort de la Pompelle wurde nach Ende des Deutsch - Französischen Krieges im Jahr 1870 erbaut und hält eine Ausstellung mit einer Zaumzeugsammlung aus dem Deutschen Kaiserreich für seine Besucher bereit. 

Museen und Bibliotheken

Musee Municipal in Epernay
Im Musee Municipal in Epernay erfährt man alles über die Geschichte des Weinanbaus und des Champagners. Des Weiteren kann man die Villen der teuren Champagnermarken Moet & Chandon sowie Mercier in der Avenue de Champagne besichtigen. Bei Mercier stößt man auf ein großes Fass, das 1889, genau wie der Eiffelturm, für die Pariser Weltausstellung erbaut wurde und fährt mit einer unterirdischen Bahn durch die Kellereien.

Museum der Kathedrale von Reims
Das Museum der Kathedrale von Reims befindet sich im Palais du Tau, dem ehemaligen bischöflichen Palais von 1690. Es zeigt Wandteppiche und Statuen der Kathedrale. Auf einem der Teppiche ist die Taufe des ersten christlichen König zu sehen.

Musée des Beaux-Arts in Reims
Das Musée des Beaux-Arts in Reims befindet sich in der ehemaligen Abbaye de St-Denis. Es enthält eine Sammlung von landschaftlichen und biblischen Ölgemälden aus dem 15. und 16. Jahrhundert.
 
Musée St. Remi in Reims 
Das Museum befindet sich in der ehemaligen Abtei, neben der Basilique St Remi und ist Teil des einst gotischen Stiftshaus mit Kreuzgang. Neben Waffen aus dem 16.-19.Jahrhundert sind Wandteppichen mit Bildern aus dem Leben St. Rémis zu bestaunen. 

Musée Rimbaud in Charlesville-Mézières 
Innerhalb des Rathauses befindet sich ein kleines Museum für den Ehrenbürger der Stadt Arthur Rimbaud. Das Rathaus, unter Einheimischen Vieux Moulin genannt, inspirierte den Dichter zu seinem Gedicht: Das trunkene Schiff.
 
Musée de l'Ardenne in Charleville-Mezieres
Das Musee de l'Ardenne in Charleville-Mézières zeigt eine große archäologische Sammlung, sowie Bildende Künste und volkstümliche Traditionen.

Musée d'Art Moderne in Troyes
Das Museum für moderne Kunst befindet sich im ehemaligen Bischofspalais in Troyes. Es zeigt Werke aus der Zeit von 1850 bis 1950, eine Statue von Rodin und außerdem eine Sammlung fauvistischer Gemälde.

Bibliothek in der Abtei St-Loup in Troyes
Die Abtei St Loup in Troyes wurde nach Französischer Revolution zerstört und später wieder aufgebaut. Die Bibliothek innerhalb der Abtei beherbergt an die 200.000 Bücher und ist eine der reichsten Bibliotheken des Landes.
 
Bibliothek im Ancien Collège des Jésuites in Reims 
Bis 1976 diente das 1606 in Reims gegründete Kollegium als Hospiz und war anschließend für seine gemütlichen Weinkeller und barocken Innenräume bekannt. Innerhalb des Gebäudes führte eine Wendeltreppe in eine barocke Bibliothek. 

Kirchen und Klöster

Kathedrale Notre-Dame in Reims
Reims wurde vor allem aufgrund seiner herrlichen Kathedrale bekannt, in der viele Krönungen stattgefunden haben. Wegen des einheitlichen Stils und des umfangreichen Skulpturenschmucks zählt die Kathedrale zu den bedeutendsten gotischen Kathedralen des Christentums. Seit der Krönung Karls VII. wurde sie für Frankreich außerdem zum Symbol staatlicher Einheit. Im Jahre 1211 begann der Bau der Kathedrale, Ende des 13. Jahrhunderts war sie - mit Ausnahme der Turmspitzen - fertig gestellt. Das Gebäude wurde im Krieg stark beschädigt und gleichzeitig durch Witterungseinflüsse stark in Mitleidenschaft gezogen. Besonders schön ist die Westfassade der Kirche mit drei Spitzbogenportalen und einer Rosette mit 12 m Durchmesser. Die so genannte Galerie der Könige zeigt 56 Königsstatuen. Die beiden Türme der Westfassade sind jeweils 82,5 m hoch. Die Plastiken und Reliefs, welche den Bau schmücken, zählen zu den bedeutendsten des Mittelalters und waren Vorbild für zahlreiche Skulpturen. Der Bau ist insgesamt 138,5 m lang, 50 m breit und 38 m hoch. Die modernen Fenster der Kathedrale schuf Marc Chagall. 

Basilique St. Remi in Reims
Gegensätze ziehen sich an- im modernsten Viertel Reims trifft man auf die älteste Kirche der Stadt. Seinerzeit war sie eine karolingische Basilika und schmückt sich mit einem frühgotischen Chor und Kranzkapellen.
 
St-Pierre in Bar
Die Kirche St-Pierre in Bar stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist geprägt durch einen frühgotischen Stil. Durch eine Holzgalerie um das Kirchengebäude herum, diente sie im Mittelalter auch als Markthalle.

St-Etienne in Chalons-en-Champagne
Es gab bereits einen romanischen Vorgängerbau der heute gotischen Kathedrale. Diese wurde erst im Jahr 1230 nach einem großen Brand durch einen Blitzeinschlag in Auftrag gegeben. Teile des Nordturmes und der Krypta sind jedoch noch vom Original erhalten geblieben. Während der Französischen Revolution kam die Kathedrale nicht unbeschädigt davon, dennoch ist sie unter Liebhabern als Sinnbild der Gotik bekannt.

Notre-Dame-en-Vaux in Châlons-en-Champagne
Aufgrund einer wirtschaftlich guten Lag der Stadt wurde die Stiftskirche Notre-Dame-en-Vaux im 12. und 13. Jahrhundert als Nachfolger eines kleinen Vorgängerbaus in Châlons-en-Champagne errichtet. Sie ist stilistisch gesehen eine Verbindung zwischen Romantik und Gotik und besitzt schöne Glasfenster aus dem 16. Jahrhundert und erhielt im späten 19. Jahrhundert ein Glockenspiel, das seinerzeit zu den größten in Europa zählte.

Notre-Dame-de-L´Esperance in Charleville-Mézières
Die Kirche Notre-Dame-de-L´Esperance wurde im gotischen Flamboyant Stil gebaut. Während einer Restaurierung in der Mitte des 20.Jahrhunderts war Rene Dürrbach für die schönen neuen Fenster verantwortlich.

Basilique St-Jean-Baptiste in Chaumont
Die Kirche St-Jean-Baptiste in Chaumont wurde im 13. und 14. Jahrhundert erbaut. Sehenswert im Inneren der Kirche ist das Renaissance - Steinrelief, welches den liegenden Jesu zeigt, aus dem ein Familienbaum entwächst sowie die kleine Kapelle nahe des Eingangs, mit einer Grablegung Jesu.

Notre-Dame in Mouzon
Die gotische Abteikirche Notre-Dame in Mouzon wurde 1231 geweiht und besitzt einen Turm aus dem 15. und einen weiteren Turm aus dem 16. Jahrhundert. Ist man zu Besuch in der Kirche, sollte man sich ein Orgelspiel nicht entgehen lassen.

Basilique St-Urbain in Troyes
Die 1262 – 1286 erbaute Basilique St-Urbain in Troyes ist eines der schönsten gotischen Bauwerke der Region. Zu bemerken sind die Glasfenster, der imposante Strebebogen sowie eine Renaissancestatue der Heiligen Martha aus dem 16. Jahrhundert.

Eglise Ste-Madeleine in Troyes
Der mit Trauben und Feigen bedeckte steinerne Lettner der Ste-Madeleine in Troyes macht die im 16. Jahrhundert erbaute Kirche so berühmt. Auch nicht zu verachten sind einige ihrer Bleiglasfenster.

Cathédrale St-Pierre-et-St-Paul in Troyes
Die Kathedrale St-Pierre-et-St-Paul in Troyes ist im spätgotischen Stil errichtet. Sie wurde 1208 begonnen und 1638 vollendet. Paradoxerweise ragt nur der nach Petrus benannte Turm in den Himmel, der nach Paulus benannte Turm wurde nie errichtet. Sehenswert ist der Innenraum der Kathedrale samt seines Rosettenfensters aus dem 16. Jahrhundert.
 
Eglise St. Panthaléon in Troyes
Im am besterhaltensten Teil der Altstadt von Troyes stößt man auf die Eglise St. Panthaléon. Der dunkle Innenraum der Kirche verbindet Gotik und Renaissance miteinander. 

Eglise St-Nizier in Troyes 
Hinter der Kathedrale befindet sich im alten Teil der Stadt die Kirche St-Nizier, welche mit ihrem burgundischen Ziegeldach herausragt.

Basilika Notre-Dame von Avioth
Der 122 Einwohner umfassende Ort an der belgischen Grenze macht auf den ersten Blick einen unscheinbaren Eindruck; umso erstaunlicher ist die bezaubernde Marienwallfahrtskirche. Seit dem frühen Jahrhundert war die wunderheilende Jungfrau von Avioth das Ziel vieler Pilger. So wurde der Bau eines großen Gotteshauses erforderlich. Von der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die stilistisch der Spätgotik angehörende Kirche errichtet. Eindrucksvoll sind vor allem die spätgotischen Verzierungen am kurzen Querschiff. Das kunstvolle Bauwerk ist wahrscheinlich das einzige seiner Art. Der mit vielen kleinen Fenstern versehende Bau ruht auf vier Säulen und ist von einer durchbrochenen Steinspitze gekrönt. Im Inneren weist ein Opferstock daraufhin, dass früher dieses als „Gabenhäuschen“ gedachte Gebäude die Spenden der Pilger annahm.

Basilika Notre-Dame de l‘Épine
Die Basilika Notre-Dame de l’Épine ist besonders im Sommer ein beliebter Wallfahrtsort und liegt weithin sichtbar auf einer kleinen Anhöhe über der Champagne - Ebene. Die Basilika wurde im 15. Jahrhundert im Stil des spätgotischen Flamboyants erbaut. Die drei Portale der Fassade weisen eine gewisse Ähnlichkeit mit der Kathedrale in Reims auf. Finster gestaltete Wasserspeier vor der Basilika wurden im 19. Jahrhundert zerstört, da man sie als obszön bewertete.
Fachwerkkirchen der Champagne Um den Stausee Lac du Der befinden sich zwölf Fachwerkkirchen, die als Besonderheit über spitze Giebel und Holzportale verfügen. 

Cathédrale St-Mammès in Langres 
Die Kathedrale St-Mammès befindet sich an der Porte Henri IV auf einem Felsen hinter Chaumont. Das Innere der Kathedrale ist ein dunkler, burgundisch – romanischer Raum. 

Beaulieu-en-Argonne in Argonne 
Die einstige Benediktinerabtei aus dem 13. Jahrhundert ist heute nur noch eine Ruine mit einer beeindruckenden Weinpresse, von der man eine herrliche Aussicht über die umgebenden Wälder hat. 
 

Universitäten

Université de Reims Champagne - Ardenne ( URCA)
Nachdem die Hochschule im Mittelalter eine der wichtigsten Domschulen Europas war, wurde sie 1548 von Papst Paul III. zur Universität erhoben. Durch die Folgen der Französischen Revolution blieben die Türen allerdings über 150 Jahre geschlossen. Erst 1960 kam es zur Wiedereröffnung der Université de Reims.
1982 erhielt die Universität ihre aktuelle Bezeichnung Université de Reims Champagne Ardenne und weist dadurch auf die regionale Verwurzelung der Hochschule hin. Heute gibt es neben Reims drei weitere Standorte in Troyes, Charleville - Mézières und Châlons - en -Champagne.
An der URCA sind folgende Fakultäten vertreten:

  • Jura
  • Literatur
  • Medizin, Zahnmedizin und Pharmazeutik
  • Naturwissenschaften
  • Pädagogik
  • Technik
  • Wirtschaftswissenschaften

Champagner

Naturschönheiten

Petit Jard
Ist man in Châlons-en -Champagne unterwegs, so findet man am Ufer der Marne die Gartenanlagen des Petit Jard. Von hieraus ergibt sich ein Blick auf das von Henri des IV. erbautes Zollhaus sowie die Möglichkeit einer Bootstour auf der Marne.
 
Naturschutzgebiet Lac et Forêt d’Orient
Das Naturschutzgebiet Lac et Forêt d’Orient bei Troyes beinhaltet drei der vier großen Stauseen der Region. Für die Bevölkerung stellt das Gebiet ein Ort der Erholung dar; auf den Seen kann man zahlreichen Wassersportmöglichkeiten wie Segeln, Wasserski und Angeln nachgehen. Vorort kann man sich im Maison du Parc über die verschiedenen Angebote informieren.
 
Route Touristique de Champagne 
Folgt der Besucher dem ausgeschilderten Weg der Route de Champagne, so wird ihm nichts entgehen. Er wird erstaunt sein von der gegensätzlichen Vielfältigkeit der Region. Neben den unendlichen Weinbergen, die für die Herstellung des edlen Champagners notwendig sind, und Getreidefeldern, die im Süden in ein Seengebiet münden, trifft er im Norden auf die Wälder der Ardennen, die ein wildes und zerklüftetes Grenzgebiet zu Belgien ausmachen und bei Wandersleuten sehr beliebt sind.
 
Vallée de la Meuse 
Die Maas schlängelt sich im Val de la Meuse reizvoll durch die Schluchten und Felsen der Ardennen. In diesem Tal trifft man zum einen auf kleine ältere Ortschaften am Ufer der Maas und zum anderen auf Kletterfreunde um den Roche à Sept Heures.