Bulgarien: Sehenswürdigkeiten

UNESCO-Welterbestätten

Eine ausführliche Beschreibung der UNESCO-Welterbestätten von Bulgarien finden Sie bei Goruma hier >>>

Besondere Orte und Gebäude

Altstadt von Nessebar
Nessebars Altstadt ist unbedingt einen Besuch wert. Sie steht zudem auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. (s. oben) 

Daskalovhaus
Es gilt als schönstes Profanhaus der bulgarischen Stadt Trjavna und wurde 1804 erbaut. Das Gebäude besitzt zwei kunstvoll geschnitzte Holzdecken.

Dorf Arbanassi
Die Architektur der Gebäude des Dorfes ist einzigartig in Bulgarien und stammt aus dem 16 bis 18. Jahrhundert. Das beeindruckendste Haus in Arbanassi ist das Konstanzalievhaus, ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude eines Händlers.

Dorf Boschenzi
Das kleine Dorf bei Gabrovo wurde 1964 zum architekturhistorischen Reservat erklärt. Rund hundert Gebäude vermitteln einen fast originalen Eindruck aus dem 18. und 19. Jahrhundert. 

Dorf Koprivschtiza
Das komplett unter Denkmalschutz stehende Dorf bietet seit dem 18. und 19. Jahrhundert ein nahezu unverändertes Ortsbild.

Dorf Schiroka Laka
Wer sich für ländliche Architektur interessiert, sollte dieses unter Denkmalschutz stehende "Freilichtmuseum" aufsuchen.

Kordopulovhaus
Das Haus steht in Melnik und stammt aus dem Jahr 1754. Es zählt zu den schönsten Bauten des Landes und ist reich mit Holzschnitzereien, Stuckarbeiten und Wandmalereien ausgestattet.

 

Museen und weitere Kulturgüter

Archäologisches Museum - Burgas 
Hier werden Objekte aus dem 6. Jahrtausend bis zum 15. Jahrhundert gezeigt. 

Archäologisches Nationalmuseum - Sofia
Es gibt einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Landes. 

Festung Perperikon - Kardschali
Diese mittelalterliche Festung bedeckt eine Fläche von 12.000 Quadratmetern und wurde auf einer heiligen Stelle der Thraker errichtet.
 
Haus des Humors und der Satire - Gabrovo
Im Haus werden zeigt unzählige Fotos, Gemälde, Schriftstücke und Kostüme aus mehr als 150 Ländern gezeigt. Thematisiert werden dabei die unterschiedlichsten Arten von Humor.

Haus von Agir Kujumdschioglu - Plovdiv
Im Haus befindet sich das Ethnografische Museum mit Objekten bulgarischer Volkskunst. 

Historisches Museum - Kardschali
Im Museum erhält man Einblicke in die achttausendjährige Siedlungs- und Kulturgeschichte der Region.

Historisches Museum - Pleven
Hier werden derzeit etwa 180.000 Exponate der Menschheitsgeschichte ausgestellt.

Historisches Museum - Vraza
Es beherbergt eine sehenswerte Sammlung der Siedlungsgeschichte der Region.

Ikonenmuseum - Bansko
Das sehr sehenswerte Ikonenmuseum ist in einem ehemaligen Konvent untergebracht und zeigt Werke der berühmten Schule von Bansko.

Museumsdorf Etar - bei Gabrovo
Das Museumsdorf gewährt einen umfassenden Eindruck in die Architektur, das Handwerk und die Kultur des 18. und 19. Jahrhunderts.

Nationalhistorisches Museum - Sofia
Es zeigt um die 500.000 Exponate über Geschichte und Kultur des Landes. 

Naturkundemuseum - Burgas
Das Museum erlaubt einen Überblick über Flora und Fauna der Region. 

Ruine des Römischen Theaters - Plovdiv
Die Ruine wird immer noch als Bühne genutzt und ist eine eindrucksvolle Kulisse. 

Schloss Tichoto Gnesdo - Baltschik
Hierbei handelt es sich um die einstige Sommerresidenz der rumänischen Königin Maria. Es stammt aus den 1920er Jahren und wurde von italienischen Architekten erbaut. Das Schloss ziert ein kleines Minarett, das einst zu Spekulationen bezüglich eines muslimischen Liebhabers der Königin einlud.

Synagoge - Burgas 
Das ehemalige jüdische Gotteshaus beherbergt heute eine Kunstgalerie mit Werken bulgarischer Künstler.

 

Kirchen, Klöster und Moscheen

Alexander-Nevski-Kathedrale - Sofia
Sie wurde zwischen 1882 und 1912 erbaut und ist - auf dem höchsten Punkt der Stadt gelegen - mit ihrer goldenen Kuppel weithin sichtbar. Die Kathedrale wurde nach der Befreiung von der osmanischen Herrschaft dem russischen Volk zu Ehren errichtet. Im Untergeschoss ist eine sehenswerte Ikonen-Sammlung untergebracht, die rund 200 Werke beinhaltet.

Batschkovkloster - bei Plovdiv
Der sehr schöne Bau aus dem 11. Jahrhundert breitet sich vor malerischster Naturkulisse aus.

Christi-Geburt-Kirche - Arbanassi
Sie wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Das Innere der Kirche ist bunt mit über 3.500 Figuren aus der Kirchengeschichte ausgemalt und bietet einen einzigartigen Eindruck. 

Erzengelkirche - Trjavna
Diese dreischiffige Hallenkirche aus dem Jahre 1819 wurde an der Stelle einer von den Osmanen zerstörten Vorgängerkirche erbaut.

Kirche Sveta Bogorodiza - Bansko
In der Kirche befinden sich viele sehenswerte Ikonen und Gemälde.

Kirche Sveta Sofia - Sofia
Diese Kirche gilt als Namensgeberin der Stadt. Ihr erster Bau geht auf das 4. Jahrhundert zurück. Sie wurde jedoch im Lauf der Geschichte mehrfach umgestaltet und erweitert. Im 16. Jahrhundert wandelten die Osmanen sie in eine Moschee um, was heute aber nicht mehr sichtbar ist.

Petrus-und-Paulus-Kirche - Veliko Tarnovo
Die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und war einst Schauplatz der Befreiung von der Vorherrschaft der griechisch-orthodoxen Kirche.

Preobraschenskikloster - bei Veliko Tarnovo
Es wurde im 14. Jahrhundert gegründet. Nach seiner Zerstörung im 19. Jahrhundert durch die Osmanen beteiligten sich die Mönche des Konvents an den Aufständen gegen die osmanische Herrschaft.

Roschenkloster - bei Melnik
Das Kloster entstand im 12. und 13. Jahrhundert. Zahlreiche Wandmalereien aus dem 17. und 18. Jahrhundert zieren das Gebäude aus Stein und schwarzem Holz.

Runde Kirche - Preslav
Der christliche Rundbau aus dem 10. Jahrhundert sticht trotz seines ruinösem Zustandes ins Auge. Die Rotunde misst einen Durchmesser von 11 m und gliedert sich in zwölf Nischen mit zwölf massiven Pfeilern.

Stefanskirche - Nessebar 
Sie stammt aus dem 10. Jahrhundert, wurde in den folgenden Jahrhunderten jedoch umgebaut und erweitert. Sie beherbergt gut erhaltene Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert. Die Altstadt von Nessebar steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Trojankloster - Trojan 
Das (nach Rila und Batschkovo) drittgrößte Kloster des Landes wurde im 17. Jahrhundert gegründet und wirkt von außen eher wie eine Festung als ein Kloster.

Pantokratorkirche - Nessebar 
Das Sakralbauwerk geht bis auf das 13./14. Jahrhundert zurück und ist ein Höhepunkt bulgarischer mittelalterlicher Architektur. Die Kreuzkuppelkirche besitzt drei Apsiden und einen rechteckigen Turm. Das Mauerwerk ist aus einem Wechsel von Ziegel und Naturstein geschaffen. Die Altstadt von Nessebar steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Tombulmoschee - Schumen 
Sie gilt als das schönste Monument aus der Zeit der osmanischen Herrschaft und geht auf das Jahr 1744 zurück.

Archäologischie

Gräber aus dem 5. Jahrtausend v. Chr.
Etwa 294 Gräber westlich von Varna beinhalteten neben Skeletten und Grabbeigaben den ältesten Goldschatz der Welt mit über 3.000 Objekten.

Ruinen der ehemaligen bulgarischen Hauptstadt Pliska 
Nördlich von Schumen liegen die Ruinen der Stadt Pliska. Die Stadt war 681 gegründet und 811 durch Byzanz zerstört worden. Fundamentreste geben einen Eindruck der ehemaligen Stadt.

Ruinen der Römischen Thermen
Sie sind in Varna zu bewundern und stammen aus dem 2. bis 4. Jahrhundert. Die Ruinen gewähren einen guten Eindruck über die Bäderkultur der alten Römer.

Naturschönheiten

Batscho-Kiro-Höhle - bei Gabrovo 
Diese Höhle ist ein großes Gang- und Hallensystem mit eindrucksvollen Steinformationen. Funde aus der Steinzeit belegen, dass schon damals dort Menschen Unterschlupf fanden.

Bergwelt der Rhodopen
Dies ist ein weiteres sehr schönes Naturgebiet mit 15 Naturreservaten. 

Iskardurchbruch - bei Vraza
Zwischen 60 und 200 Metern hoch und zwischen 200 und 500 Metern lang ist dieser Durchbruch. Die Felsklippen bieten ein Paradies für Kletterfans.

Kamtschija Biosphärenreservat - bei Varna 
Das große Sumpfgebiet steht unter Naturschutz.

Magurahöhle - bei Vidin
Sie zählt zu den historisch bedeutendsten ihrer Art in Bulgarien. Die Höhle war einst Zufluchtstätte für Menschen vor 100.000 bis 40.000 Jahren. Bedeutende Felsmalereien zeugen von der damaligen Gesellschaft.

Meerespark - Varna
Er berherbergt einen kleinen Zoo, ein Naturkundemuseum sowie ein Aquarium.

Naturschutzgebiet Piringebirge 
Es wurde im Jahre 1983 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt und umfasst eine spektakuläre Berg- und Gipfellandschaft. (s. oben)

Rilagebirge
 
Dies ist das höchste Gebirge der Balkanhalbinsel mit bis an die 3.000 m Höhe.

Steinerner Wald - bei Varna
Dies ist eine geologisches Naturphänomen. Zahlreiche etwa 3 m dicke und 5 m hohe Steinsäulen ragen dort aus dem Boden heraus. Sie entstanden vor ca. 50 Mio. Jahren. 

Vitoschagebirge 
Es befindet sich in der Nähe von Sofia und ist ein beliebtes Wintersportgebiet.

 

Wilde Landschaft von Belogradtschik 
Die Landschaft besticht vor allem mit ihren roten Felsformationen und dem riesigen Wald. Ein faszinierendes Naturschauspiel!

Donau

Die Donau ist er längste Fluss Bulgariens, der auf einer Länge von rund 500 km die Grenze zu Rumänien bildet.
Der Beginn der Donau befindet sich bei Donaueschingen, wo die Brigach und die Breg zusammen und von da an die Donau bilden. Die Breg ist mit 48 km der längere der beiden Quellflüsse und entspringt in 1.078 m Höhe in der Nähe der Martinskapelle bei Furtwangen im Südschwarzwald. Von hier bis zur Mündung der Donau im Schwarzen Meer, beträgt ihre Länge 2.888 km. Der zweite Quellfluss, die Brigach, entspringt im Brigach-Tal in der Nähe von St. Gallen, ebenfalls im Südschwarzwald gelegen. Sie ist bis zum Zusammenfluss 42,7 km lang. Ihre Länge bis zur österreichischen Grenze beträgt 687 km. Danach fließt die Donau durch Österreich ( 357 km), die Slowakei (172 km), Ungarn (417 km), Serbien (587) und Rumänien (1.075). Für die folgenden Staaten bildet die Donau auf einer Länge von rund 1.070 km als Grenzfluss die Grenze zu ihren Nachbarn, dies sind: Kroatien (auf ca. 135 km Länge Grenze zu Serbien), Bulgarien (Grenze zu Rumänien), Moldawien (auf nur ca. 570 m Länge Grenze zu Rumänien) und die Ukraine (Grenze zu Rumänien). In einem ca. 8.000 km² großen Dalta mündet sie in Rumänien in das Schwarrze Meer. Die folgenden größeren Städte liegen an der Donau, in alphaberischer Reihenfolge

Stadt Land Einwohnerzahl
Belgrad  Serbien  
Brăila   Rumänien  
Bratislava Slowakei  
Budapest Ungarn  
Galaţi Rumänien  
Ingolstadt Deutschland  
Linz Österreich  
Novi Sad Serbien  
Passau Deutschland  
Regensburg Deutschland  
Russe Bulgarien  
Ulm Deutschland  
Wien Österreich  

Die folgenden größeren bzw. bekannten Flüsse fließen in die Donau:

Rechte Nebenflüsse Linke Nebenflüsse
Drau Altmühl
Enns Blau 
Iller Ilz 
Inn Kamp 
Isar March
Iskar Naab 
Lech Olt 
Leitha Pruth
Morava  Regen
Raab  Sereth 
Riß  Theiß 
 Save Váh
Morava  Wörnitz 

 

UNESCO-Welterbestätten

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder

Die alten Buchenwälder der Karpaten (Slowakei) und anderer Regionen Europas waren 2007 in die Liste der UNESCO-Naturerbestätten aufgenommen worden.

Die Karpaten erstrecken sich in erster Linie über Polen, die Slowakei, die Ukraine und Rumänien.

Im Jahr 2011 wurde das Naturerbe um fünf Buchenwaldgebiete in Deutschland erweitert. Die europäische Buche (Fagus sylvatica) ist nur in Europa heimisch und hat für die europäischen gemäßigten Laubwälder eine besondere Bedeutung.

Im Juli 2017 wurde das Welterbe auf der Tagung der UNESCO in Krakau in Polen um 63 Teilgebiete in 10 Ländern erweitert, und zwar in Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowenien, Spanien und der Ukraine.

Thrakergrab von Sweschtari

Das Thrakergrab von Sweschtari liegt bei Isperich - ca 40 km nordöstlich von Razgrad im Nordosten des Landes. Es wurde erst im Jahr 1982 entdeckt.

Es stammt aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Diese Grabanlage gehört zu einer großen Totenstadt der Thraker, die man bisher nur teilweise freigelegt hat. Man fand dort Skulpturen, die als Säulen oder Pfeiler dienten und menschliche und pflanzliche Züge tragen. Der Fachbegriff in der Architektur für diese Skulpturen ist Karyatiden.

Die Grabanlage wurde seinerzeit aus Kalksteinblöcken ohne Verbindung von Bindemitteln erstellt. Die Anlage besteht aus insgesamt drei Räumen, die mit zylderförmigen halbrunden Bögen bedeckt sind. Die zentrale Grabkammer besitzt dabei eine Höhe von rund 4,5 m

Das Thrakergrab wurde im Jahr 1985 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Kloster Rila

Dieses Kloster bei Rila ist das Wahrzeichen der orthodoxen Religion in Bulgarien und ist ein wichtiger Wallfahrtsort. Es liegt ca. 125 km südlich von Sofia und umfasst eine Fläche von rund 8.800 m².

Die Anfänge des Klosters stammen aus dem 10. Jahrhundert, seine Blütezeit erlebte das Kloster  jedoch im 14. Jahrhundert. Der im Innenhof der Anlage befindliche Chreljo-Turm wurde 1333 bis 1334 errichtet und nach seinemStifter dem Feudalherren Chreljo Dragolow benannt. 
In der Nähe befand sich eine kleinere einschiffige Kirche aus dem Jahr 1332, die im 18. Jahrhundert geplündert und abgebrannt wurde. Eine Schenkungsurkunde des letzten bulgarischen Zaren - Iwan Schischman () - aus dem Jahr 1378 ist jedoch erhalten geblieben. Nachdem im Jahr 1469 die Gebeine des Heiligen Iwan Rilski () von Tarnowo hierher gebracht wurden, begann das Kloster einen gewaltigen Aufschwung zu nehmen.

 In den Jahren 1817–1848 fand im Zuge des nationalen Erwachens der Bulgaren eine intensive Bautätigkeit in der Klosteranlage statt. So wurde die alte Kirche abgetragen durch die Klosterkirche "Sweta Bogorodiza" ersetzt. 

Das Kloster wurde im Jahr 1983 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Nationalpark Pirin

Der Park befindet sich im äußersten Südwesten des Landes und  liegt in dem gleichnamigen Gebirge.
Die Fläche beträgt ca. 40.000 ha = 400 km². 
Zu dem Park gehört auch der 2.914 m hohe Wichren - der höchste Berggipfel des Piringebirges. Der Park ist für seine ca.175 Trichterseen bekannt, von denen der Popowi-See mit einer Fläche von 12,4 ha der größte ist. 
Nahezu 80% des Parks sind mit Wald bedeckt.
Man findet in dem Wald u.a. Weißbuchen, Weißkiefern, Schwarzkiefern, Latschenkiefern und Wacholder.
Von der Stiftung  "Europäisches Naturerbe" (Euronatur) wird in dem Park ein Projekt zum Schutz der Wölfe betrieben. Es leben hier daneben aber auch Bären, Rehe, Füchse, Wildkatzen und Adler.

Der Nationalpark wurde im Jahr 1983 in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen. Im Jahr 2010 wurde dieses Weltnaturerbe um ein Hochgebirgsgebiet erweitert.

Biosphärenreservat Srebarna

Das Biosphärenreservat Srebarna befindet sich im Nordosten des Landes an der Donau und hat eine Gesamtfläche von ca. 9 km².

Für Zugvögel ist das Gebiet besonders wichtig, weil sie hier überwintern können.
Zudem ist es auch für fast 100 verschiedene Vogelarten Brut- und Nistplatz.

Gefährdet wurde das geschützte Gebiet durch den Bau eines Dammes oberhalb der Donau, das Gebiet wurde danach nicht mehr überschwemmt und drohte auszutrocknen. Pelikane waren besonders stark gefährdet. Es leben hier verschiedene Reptilien- und  Amphibienarten. 

Das Gewässer des Srebarna-Sees hat eine Fläche von ca. 1 km², das Schilfgebiet etwa 4 km², weiterhin gibt es Grasflächen und Sümpfe, auf und in denen  zahlreiche Vögel wie Reiher, Rothalsgänse, Kormorane u.a. leben.
Das Biosphärenreservat wurde im Jahr 1983 in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen

Altstadt von Nessebar

Die Stadt Nessebar liegt in der Nähe von Burgas am Schwarzen Meer auf einer malerischen Felsenhalbinsel.
Die Altstadt von Nessebar wurde als Freilichtmuseum für Städtebaukunst eingerichtet.
Umgeben ist die Altstadt von einer byzantinische Festungsmauer.

Die ersten Siedler der Stadt waren Thraker, die hier 3 Jahrtausende v. Chr. schon siedelten. Im 6. Jahrhundert v. Chr. errichteten die Griechen eine neue Stadt auf den Grundmauern der ehemaligen Thrakerstadt. Nessebar wurde ein wichtiges Handelszentrum im Schwarzmeerraum und im östlichen Mittelmeerraum. Im Jahr 72 v. Chr. wurde die Stadt von den Römern erobert, die Vormachtsstellung im Mittelmeerraume ging verloren und die Stadt wurde bedeutungslos.
Erst im 7. Jahrhundert n. Chr. gelangte die Stadt zu erneutem Ansehen.

Die Festungsanlagen wurden ausgebaut, es wurden Basiliken und Kirchen errichtet und Nessebar wurde ein Flottenstützpunkt. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die Festungsmauer aus dem 4. und 5. Jahrhundert, die auf den Fundamenten der hellenistischen Stadt des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. errichtet wurde.
Weiterhin findet man hier Bauten aus der Zeit der bulgarischen Wiedergeburt im 18. und 19. Jahrhundert, Kirchen, die die Türkenherrschaft überstanden haben, restaurierte Windmühlen, die Ruine der “Alte Metropolitenkirche“ aus dem 5./6. Jahrhundert, die Johanes Aliturgetos Kirche oberhalb des Meeres, ein Kreuzkuppelbau gebaut im 14. Jahrhundert sowie die Basilika am Meer.
Die Wohnhäuser wurden in einem Stil gebaut, den man als Schwarzmeerstil bezeichnet.
Das Erdgeschoss besteht aus dicken Steinmauern, währen die darüber liegenden Etagen aus Holz gefertigt wurden.
Die Altstadt wurde im Jahr 1983 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen

Kirche von Bojana in Sofia

Die Kirche von Bojana liegt in der mittelalterlichen Festung Bojana unweit von Sofia.
Diese orthodoxe Kirche vereint drei Kirchen, wobei der älteste Teil eine kleine Kreuzkuppelkirche aus dem 11. Jahrhundert ist.

Im Jahr 1259 wurde ein zweistöckiger Bau an ihrer westlichen Mauer errichtet, die als Kapelle des Stifters (Sebastokrator Kalojan) und seiner Familie diente. 

Zuletzt wurde 1882 eine neue Vorhalle errichtet, die aber architektonisch ohne größere Bedeutung ist. Berühmt geworden ist die Kirche jedoch vor allem durch ihre gut erhaltenen Fresken, die aus drei verschiedene Epochen stammen und zwar aus dem11., 13. und 14. Jahrhundert. Dabei stammen die bekanntesten aus dem Jahr 1259. Diese Malereien zeigen auf den Wänden zahlreiche Heilige in sehr menschlicher Art und Weise. 
Es wird Jesus dargestellt und 18 Szenen stellen das Leben des heiligen Nikolaus dar.
Auch die älteste Darstellung des Heiligen Iwan Rilski lässt sich hier bestaunen.
Die Kirchenanlage wurde im Jahr 1979 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Felsenrelief des Reiters von Madara

Deses wahrscheinlich aus dem 7. Jahrhundert n.Chr.stammende Relief befindet sich auf dem Felsenplateu Madara an einer ca. 100 Meter hohen Klippe in der Nähe des Dorfes Madara im Nordosten des Landes.
An dieser Stelle befand sich eine wichtige Kultstätte des Ersten Bulgarischen Reiches.
Man sieht auf dem Relief einen Reiter im Kampf mit einem Löwen - in einer Höhe von 23 m über dem Boden. Ein Hund ist als Begleiter des Reiters zu erkennen. Von großem Interesse dürften die Inschriften auf Stein in der Nähe des Reliefs sein, in denen die damaligen Herrscher aus dem 8. und 9. Jahrhundert - die Khane - über ihre Siegeszüge gegen Byzanz berichten. 

Das Felsenrelief wurde im Jahr 1979 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen

Felskirchen von Ivanovo (Iwanowo)

Die Kirchen  befinden sich in einem Höhlensystem - wobei die ersten Mönchszellen bereits im 12. Jahrhundert entstanden. Die Höhlen wurden in den Felsen am Ufer des Flusses Rusenski Lom angelegt. Sie sind eine Anlage von orthodoxen Kirchen, Kapellen und Klosterräumen in der Nähe des namensgebenden Örtchens Iwanowo - rund 20 km südwestlich der Stadt Russe. 

Das religiöse Zentrum der Anlage ist vermutlich die Felsenkirche "Peschterata".  

Die Kirche hat eine Länge von 16 m, eine Breite von 4 m und einer Höhe von 2,15 m und gilt damit als sehr klein. In den Fresken der Kirche werden Motive aus dem Leben alter syrischer christlicher Eremiten dargestellt., aber auch "Der Verrat des Judas" oder "Rrauen bringen Myrrhe" 

Die Felsenkirchen wurden im Jahr 1979 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen

Thrakergrab von Kasanlak

Das Thrakergrab von Kasanlak liegt in der Nähe der antiken thrakischen Stadt Seuthopolis in Zentral-Bulgarien. Es ist ein so genanntes "Bienenkorb-Grab" inmitten einer thrakischen Nekropole. An den Wänden der Grabkammer sind Wandgemälde aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., auf denen u.a. eine Trauerfeier zu sehen ist.

Das Thrakergrab wurde im Jahr 1979 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.