Sehenswürdigkeiten auf Java

Archäologische Ausgrabungsstätten

Sangiran Early Man Site
Gehört zum Unesco-Weltkulurerbe
Das Areal liegt in Zentral-Java.
Bei Ausgrabungen in den Jahren 1936 - 1941 wurden hier die ersten menschlichen Fossile entdeckt.
Das Gebiet Sangiran ist seit 1,5 Mio. Jahren bewohnt und hat mit seinen zahlreichen Funden extreme Bedeutung für die Erforschung der Menschheitsgeschichte. Die Funde tragen wesentlich zum Verständniss der Entwicklung des Menschen vom frühen Pleistozaen bis in die Gegenwart bei. Das Pleistozaen umfasst die Zeit von rund 1,8 Mio. v.Chr. bis 11.500.

Sakralbauten und sakrale Einrichtungen

Borobudur Tempelkomplex
Der Buddhistische Tempel aus dem 8. - 9 Jh. liegt in Zentral-Java. Die Anlage gehört mit Angkor Wat in Kambodscha zu den wichtigsten buddhistischen Anlagen in Südostasien.
Die Tempelanlage ist dreistufig aufgebaut. Die pyramidale Basis , die aus fünf konzentrischen, quadratisch geformten Terrassen besteht, dem Stamm eines Kegels mit drei runden Plattformen und dem Top in Form einer monumentalen Stupa. Die Wände sind mit phantastischen Flachreliefs verziert, die insgesamt eine Fläche von 2.500 m2 ausmachen.
Um diese zentrale Anlage gruppieren sich 72 weitere Stupas, die jeweils eine Buddha-Statue enthalten. Die Tempelanlage gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Prambanan Temple Compounds

Der Tempelkomplex liegt in der Provinz Zentral Java und wurde im 10. Jh. n. Chr. errichtet. Es ist die größte hinduistische Tempelanlage, die in Indonesien dem Gott Shiva geweiht wurde. Die Anlage besteht aus drei Tempeln, die mit ihren figuralen Dekorationen die Geschichten der Götter Shiva, Vishnu and Brahma erzählen. Die Tempelanlage gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Dieng Plateau

Der Name entstammt dem Sanskrit und bedeutet Wohnort der Götter. Die Ebene liegt auf einer Höhe von 200 m und wird von Vulkanen umgeben. Im 7.- 8. Jh. wurden hier die ältesten Hindutempel Javas errichtet. Von den ursprünglich 400 Tempeln sind nur noch acht vorhanden. Die Region ist nach wie vor geothermisch aktiv, heiße Schlamm-Pools und Geysire sind zahlreich vorhanden

Museen

Nationalmuseum (Museum Pusat)
Es wird auch Gedung Gajah, also "Elefantengebäude", genannt weil dort ein Bronzeelefant steht, den der thailändische König Rama V. im Jahre 1871 als Geschenk überreichte. Das westlich des Unabhängigkeitsplatzes gelegene Museum gilt als das größte und am besten ausgestattete Museum in ganz Südostasien. Es beinhaltet eine Sammlung, die ausführlich über Vulkane, Inseln, Völker und deren Bräuche sowie über traditionelle Kunst und Kunstgewerbe auf allen Inseln des heutigen Indonesien Auskunft gibt. Auch zu finden ist eine Sammlung hinduistischer Kunstwerke aus Java und Porzellan aus der Ming-, der Han- und der Tang-Zeit. Eine Keramikabteilung ist ebenfalls zu bestaunen. Sie hat Exponate wie 2.000 Jahre alte Tonwaren und altes Porzellan.
Die prähistorische Abteilung bietet Reste des Java-Menschen, also des Homo erectus, zahlreiche Steinschriften und Kultgegenstände sowie buddhistische und hinduistische Statuen.

Textilmuseum Indonesiens

Das Museum befindet sich in Jakarta und zeigt den ganzen Reichtum der abwechslungsreichen Textilkunst des Landes.

Museum des Schattenspiels

Das in Jakarta gelegene Museum wartet mit einer Sammlung an Schattentheater-Figuren, Masken, Puppen und Musikinstrumenten nicht nur aus Indonesien, sonder auch aus den benachbarten Staaten auf

Besondere Gebäude

Traditionelle Dörfer
Badui Dörfer in Banten, die Gemeinde kann man über eine 10 km lange Straße von den Dörfern Cibolegar oder Cibungur im Leuwidamar District erreichen. Die Dörfer sind vom Grundriss her wie ein indisches Mandalas organisiert. Kota ist das alte Batavia, das im heutigen Jakarta liegt.

Jakarta-Tower
Am 16. April 2005 war Grundsteinlegung für diesen gigantischen Turm. Er soll im Jahre 2009 fertig gestellt werden und dann mit seinen 558 m das zweithöchste Gebäude der Welt sein. (Nur der 577 m hohe Moskauer Fernsehturm wird ihn übertreffen. Auf den Rang des dritthöchsten Gebäudes wird er dann den CN-Tower in Toronto verweisen. Dieser misst 553 m.)

Monumen Nasional
(Tugu Monas, National Monument)
Dieser 137 Meter hohe Turm steht in Central Jakarta und symbolisiert den Kampf für die indonesische Unabhängigkeit. Seine Errichtung begann 1961 unter Sukarno und konnte erst 1975 unter dessen Nachfolger Suharto abgeschlossen werden. Er wird gekrönt von einer 14,5 Tonnen schweren flammenförmigen Bronzefigur, die mit 35 kg Gold überzogen wurde. Besucher können einen Lift hinauf zu der Plattform nehmen und den wundervollen Blick auf den Medan Merdeka Park, die Istiqlal Moschee und die ganze Stadt genießen. Innerhalb des Monuments befindet sich noch die Ausstellung zur Unabhängigkeitserklärung, und diverse Bilder zeigen die Geschichte Indonesiens.

Toko Merah
(Imhoff-Haus)
Dieses Gebäude ist das Haus des deutsch-stämmigen Generalgouverneurs Gustav Wilhelm von Imhoff (1705-1750) aus Niedersachsen. Der langgestreckte rote Ziegelbau wird zur Zeit als Bürogebäude benutzt, kann allerdings besichtigt werden. Besonders beeindruckend sind die große Halle mit ihren doppelten Treppen und das originale Mobiliar, das zum Teil noch vorhanden ist.

Unabhängigkeitsgebäude
(Gedung Pancasila)
An der Pejambon steht dieses Gebäude, das um 1830 als Residenz des Militärbefehlshabers im Stil des Klassizismus errichtet wurde. Seit 1918 residierte dort der "Volksraad". Seine Mitglieder setzten sich hauptsächlich aus der weißen Kolonialbevölkerung zusammen; über besondere politische Machtbefugnisse verfügte der Rat aber nicht. Im Jahre 1945 arbeite im Unabhängigkeitsgebäude ein von den Japanern eingesetztes Komitee die neue Verfassung aus. In diesem Komitee war auch Sukarno, der es sogar leitete und am 1. Juni 1945 von diesem Gebäude aus die Pancasila-Staatsphilosophie erläuterte

Naturschönheiten

Ujung Kulon-Nationalpark
Der Park ist eingetragen in die Liste des UNESCO-Weltkulurerbes. Er liegt in West Java und auf Lambung auf dem Sunda-Shelf. Im Park findet man eine große Anzahl an Vulkanen vor sowie die größte zusammenhängende Fläche von Flachland-Regenwald auf Java.
Neben vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten lebt hier das Java-Rhinozeros, das in seinem Bestand extrem bedroht ist.

Meru Betiri
 
Im Nationalpark leben noch einige der bedrohten Java-Tiger. Die Rafflesia-Blume kommt hier ebenfalls vor. Die Blüte kann einen Durchmesser bis zu 1 m erreichen.

Krakatau
Zwischen Sumatra und Java, direkt in der Sunda-Straße, befindet sich die Vulkaninsel Krakatau. Der 815 m hohe Vulkan ist stets aktiv und brach das letzte Mal 1883 aus. Sein Ausbruch gilt als zweitstärkster Vulkanausbruch der Neuzeit und die Auswirkungen konnten sogar in Europa wahrgenommen werden. Seither ändert sich die Insel stetig und ein neuer Vulkan ist im letzten Jahrhundert zum Vorschein gekommen. Sein Name, Anak Krakatau, geht auf den Ursprungsvulkan zurück und bezeichnet ihn, wenn ins Deutsche übersetzt, als das Kind des Krakatau. Auch dieser Vulkan ist aktiv und nicht zu unterschätzen.

Bromo
Gunung Bromo ist ein knapp 2.300 m hoher und aktiver Vulkan, der sich im Bromo-Tengger-Semeru Nationalpark befindet. Man erreicht ihn innerhalb einer Stunde von Surabaya aus, der zweitgrößten Stadt Indonesiens.
Zusammen mit Bali stellt der Vulkan eines der touristischsten Ziele des gesamten Landes da. Er gehört dem Tengger-Vulkanmassiv an und befindet sich seit 2010 in einer neuen Eruptionsphase.

Tambora. Der Tambora liegt rund 390 km östlich von Java.
Der Tambora ist ein Vulkan mit einer derzeitigen Höhe von 2.850 m. Er liegt auf der Insel Sumbawa, die zu den kleinen Sundainseln gehört und rund km östlich von Java liegt.
Im Jahr 1815 kam es zu einem gewaltigen Ausbruch des Vulkans, dessen Asche bis Europa gezogen war und hier im Jahr 1816 zur schlimmsten Hungesnot des 19. Jahrhunderts geführt hatte.
Das Jahr 1816 ging als das "Jahr ohne Sonne" in die Geschichte ein. Der letzte - aber erheblich geringere  - Ausbruch ereignete sich 1967.

Aktivitäten

Tauchen
Tauchgebiete sind in Palau Seribu, Carita, Karimunjawa, Cimaja.

Golf
Auf der Insel gibt es wunderschöne Golfplätze

Sehenswürdigkeiten auf Bali und Lombok

Überblick

Bali und Lombok gehören den Kleinen Sundainseln an, die durch die sogenannten Bali-Straße von der indonesischen Hauptinsel Java getrennt werden. Zwischen den beiden Inseln Bali und Lombok verläuft die Wallace-Linie, die die Trennlinie zwischen der asiatischen und australischen Flora und Fauna bildet. Beide Inseln sind circa 5.000 km² groß, vulkanischen Ursprungs und liegen circa 1.100 km voneinander entfernt. Während das hinduistische Bali als touristisch voll erschlossen gilt, hinkt das muslimisch geprägte Lombok seiner Nachbarinsel noch immer nach. Dies macht es allerdings vor allem bei Rucksacktouristen oftmals beliebter als Bali, da ein wenig preiswerter sowie ursprünglicher ist, und sich von seiner überlaufenen Nachbarinsel auch ferner der Natur sichtbar unterscheidet. Während Bali tropisch und fruchtbar ist, ist Lombok vor allem in der Sommerzeit weitaus trockener – Reisanbau findet man hier kaum, dafür umso mehr vulkanisch geprägte Landschaft und viele kleine Inseln, die die Insel Lombok umgeben. Beide Inseln, vor allem aber Bali, gehören zur Haupteinnahmequelle Indonesiens, das nach der Industrie den Tourismus als zukünftig ökonomisches Standbein des Landes sieht und stetig fördert.

Interessante Städte und Ortschaften

Denpasar
Im Süden Balis liegt Denpasar, die Haupstadt der Insel. Denpasars Einwohnerzahl hat sich vom Jahre 2000 bis 2010 von circa 380.000 Einwohner auf knapp 630.000 Einwohner fast verdoppelt und verdeutlicht somit den großen Ansturm, den die Insel von außen erfährt. Viele der Einwohner Denpasars sind keine Balinesen oder gar Indonesier. Denpasar verfügt über einen internationalen Flughafen, viele Einkaufsmöglichkeiten, Verwaltungssitze und ist das Handels- und Wirtschaftszentrum der Insel. Besonders sehenswert sind Denpasars Märkte, der historische Puputan-Platz sowie die Schildkröteninsel Serangan.

Kuta
Kuta ist der Name zweier Städte, die sich einmal auf Bali sowie einmal auf Lombok befinden. Neben der Hauptstadt Denpasar ist Kuta wohl die bekannteste Ortschaft auf der indonesischen Insel Bali. Kuta ist vor allem als ‚Kleinaustralien‘ bekannt, da die Stadt Anlaufpunkt für viele Touristen aus aller Welt aber vor allem von dem Nachbarkontinent ist. Sie befindet sich im Süden der Insel und ist nicht unweit von Denpasar gelegen, vom Flughafen liegt sie circa 15 Minuten Fahrzeit entfernt. Während vor einigen Jahren noch die Touristen hauptsächlich aufgrund des weißen langen Sandstrandes und zum Surfen nach Kuta Bali kamen, ist die Stadt heute das Spaßzentrum der Insel, das von vielen Shops, Bars, Clubs, Restaurants, Discotheken und sogar einer riesigen Einkaufmall umgeben wird. Wer auf der Suche nach einem lockeren und jungen Publikum ist, der wird in Kuta ganz sicherlich fündig. 2002 erübrigte sich dort übrigens der Terroranschlag in einer Discothek, bei dem 202 Menschen ums leben kamen. Ein Denkmal befindet sich auf der Hauptstraße Legian.

Kuta Lombok
Das kleine Fischerdorf Kuta Lombok liegt im Süden der Insel Lombok und ist, ganz im Gegensatz zu seiner Schwesterortschaft auf Bali, ein originelles und kleines Dörfchen geblieben, das hauptsächlich Surfer und Rucksackreisende anzieht. Umgeben von unberührter, wunderschöner Natur findet man in Kuta Lombok einige Pensionen und viele ursprüngliche und preiswerte indonesische Restaurants, sogenannte Warungs. Am besten lässt sich die Umgebung mit dem Moped erkunden, mit dem man zu den etlichen weiten und weißen Sandtstränden gelangt, die von Felsen, Palmen und Natur vulkanischen Ursprungs umgeben werden.

Ubud
Circa 30 km von Denpasar entfernt liegt die Kleinstadt Ubud, das kulturelle Zentrum Balis. Ubud zählt rund 30.000 Einwohner. Ubuds koloniale Straßen laden zum Staunen ein, denn Malerei und Textilkunst findet man an jeder Ecke. Ihr Charme und Flair werden umhüllt von Musik, vorzüglichem Essen, Kultur und Kunst. Besondere Sehenswürdigkeiten sind der Monkey Forest, der Palast Puri Saren und die saftig grünen Reisterassen, die sich in der unmittelbaren Umgebung der Stadt befinden und auf jeder Postkarte das typische Bali darstellen. Empfehlenswert ist auch der Wein der Region.

Uluwatu
Das kleine Dörfchen Uluwatu im äußersten Süden Balis befindet sich circa 40 Minuten von Kuta entfernt. Uluwatu ist besonders bei Surfern beliebt, jedoch lohnt sich ein Ausflug auch wenn man nicht auf dem Board stehen möchte. Uluwatus riesige Kalksteinfelsen erlauben einem einen wunderbaren Ausblick auf die umliegende Natur und ein Besuch im Pura Luhur Uluwatu Tempel, der sich genau am Hang ihrer Klippen befindet, sollte ein absolutes Muss sein. Der Tempel wurde im 11. Jahrhundert gebaut. Es heißt, er beschütze Bali vor bösen Geistern.

Padang Bai
Padang Bai ist eine kleine Fischer- und Hafenstadt auf der östlichen Seiten der balinesischen Insel. Sie ist der Ausgangspunkt zu den umliegenden Inseln wie z. B. Lombok, Nusa Penida und den Gilis. Täglich legen hier die Fähren und Schnellboote ab. Wie fast überall auf der Insel haben sich auch hier mehrere kleinere Pensionen und Restaurants angesiedelt. Padang Bai ist darüber hinaus für tolle Schnorchel- und Tauchspots bekannt, die sich in direkter Umgebung befinden und per Tour oder auch individuell erkundet werden können. Empfehlenswerte Ausflüge sind ein Besuch der Blue Lagoon, dem Black Beach und dem paradiesischen White Sand Beach.

Tempel

Bali ist überwiegend hinduistisch geprägt. Über das Land verstreut liegen ca. 30.000 hinduistische Heiligtümern, die wichtigsten sind:

Gunung Kawi

Ein 1000jähriger Felsentempel. Die Tempelanlage befindet sich in Zentralbali und ist um eine Quelle herum errichtet. Die Tempelanlage ist eine Grabanlage für frühe balinesische Herrscher.

Pura Goa Lawah
Der in Ostbali gelegene Tempel ist über 1.000 Jahre alt und wichtig für das Leben nach dem Tode. Der Tempel ist in eine Höhle gebaut, in dem Tausende von Fruchtfledermäusen leben.

Purah Kehen
Die Tempelanlage aus dem 12. Jh. liegt in Ostbali und ist beeindruckend mittels mehreren Terrassen in einen Berg hinein gebaut. Der Eingangsbereich wird von Elephantenskulpturen flankiert.

Pura Luhur Uluwatu
Pura Luhur Uluwatu in Südbali ist Balis heiligste und zugleich beeindruckenste Tempelanlage, die auf einem Felsvorsprung ins Meer ragend errichtet wurde. Man nimmt an, dass die ursprüngliche Anlage aus dem 11. Jh. stammt. Wie die Tempelanlage in Pura Tanah Lot auch diente sie zur Gnädigstimmung der Seegötter.

Pura Meduwe Karang
Die Tempelanlage im Norden Balis ist für ihre Steinsskulpturen und Reliefs bekannt. Diese sind im typisch nordbalinesischen floralen Stil gestaltet.

Pura Tamban Ayun
Pura Tamban Ayun in Mengwi  ist eine rechtwinklige Hindu-Tempelanlage in einem künstlichen See. Die Tempelanlage stellt das Modell der Hinduwelt im kosmischen See dar. Die Tempelanlage aus dem Jahre 1740 wurde 1937 grundlegend restauriert.

Pura Tanah Lot
Ein Seetempel in Südbali, aus dem 15. Jh. stammend und auf einem Felsvorsprung errichtet. Über die Jahrhunderte hat sich dieser, verursacht durch die starke Meeresbrandung, zu einer Insel entwickelt. Er ist den Göttern der See gewidmet. Allerdings ist der Zugang nur Gläubigen erlaubt.

Tempelkomplex von Besakih
Er liegt in Ost-Bali und erstreckt sich mit 22 Tempeln über ein Areal von 3 km2. Er liegt zu Füßen des Berges Gunung Agung, der, wie die Balineser glauben, der Wohnort ihrer Vorfahren ist. Die Tempelanlage wurde im 8. Jh. von Javanesern gegründet. Ein Großteil der Anlage wurde 1917 während eines Erdbebens zerstört. Die Tempelanlage wurde jedoch wieder aufgebaut. Sie ist für die Hindus von großer Bedeutung. 

Tirta Empul
Der Tirta Empul Tempel befindet sich im zentralen Bali, ca. 15 km nordöstlich von Ubud und nicht unweit der Königsgräber Gunung Kawi. Viele Hindus kommen regelmäßig zur Reinwaschung nach Tirta Empul, da die Gewässer des Tempels als heilig gelten. Der Tempel wurde 962 A.D. errichtet.

Ulun Danu Batur
Diese Tempelanlage liegt in Ost-Bali. Ihre unvergleichlich schöne Lage im Batursee macht sie zu einer der wichtigsten Tempelanlage in Bali.

Besondere Wohn-, Politik- und Geschäftsgebäude

Die Dörfer sind vom Grundriss her wie ein indisches Mandala organisiert.

Balinesisches Dorf
Das Balinesische Dorf ist um einen Zentralen Tempel gruppiert. Die Vorfahren, die Gründer des Dorfes, werden wie Götter verehrt.
Die Dörfer sind entlang einer Berg-Meer-Achse orientiert. Zum Landesinneren hin, in Richtung der Berge, liegt der Tempel der Vorfahren ("pura puseh"), in Richtung Meer der Tempel der Toten ("pura dalem").
Im Zentrum des Dorfes befinden sich die Häuser der Ehrenleute des Dorfes. Außerdem gibt es den Wachturm des Dorfes, den Marktplatz, den Tempel der Dorfgottheit, einen großen Pavillon für Hahnenkämpfe und andere Gemeinschaftsfeste.
Um dieses Zentrum herum gruppieren sich die Wohnhäuser orthogonal.
Die Wohnhauser sind rechtwinklige, von Mauern umgebene Hofanlagen, die aus mehreren freistehenden Gebäuden bestehen. Der einzelne Haushalt stellt sich nach außen mit einem individuellen Tor dar.

Hotelanlagen
Bali ist für seine wunderschön in die Gartenlandschaft integrierten Hotels bekannt.

Aktivitäten

Tauchen
Tauchgebiete sind in Snur, Kuta, Amed, Candidasa, Tanjung Benoa, Jemeluk, Tulamben, Lovina, Nusa Lembongan sowie Pemuteran und Uluwatu.

Surfen
Das Kuta-Riff in Südbali ist Balis Surfspot.

Traditioneller Tanz

Der Tanz in Bali hat seine Wurzeln im Wayang Theater von Java, dem traditionellen Schattenspiel.
Tanz in Balki wird in Form von Tempeltanz, Masken und Puppentheater aufgeführt, deren Ursprünge teilweise in Indien liegen.
Auf Lombok, das mehr islamisch ist, wird weniger getanzt.
Der Sasak-Tanz ist ein traditioneller Kampf, der in Tanzform dargeboten wird.

Naturschönheiten

Gili Inseln
Wie auch Bali und Lombok gehören die drei Gili Inseln zu den Kleinen Sundainseln.
Sie liegen zwischen ihren beiden Schwesterinseln circa 0,5 Bootsstunden von Nord-Lombok und zwei Stunden von Ost-Bali entfernt. Die kleinen Sandinseln Gili Trawangan, Gili Air und Gili Meno liegen jeweils nur einen Meter über dem Meeresspiegel und lassen sich einfach innerhalb wenigen Stunden, fast sogar in Minuten, zu Fuß umgehen.

Die drei sogenannten Gilis, vor allem die Hauptinsel Gili Trawangan, wurden in den letzten Jahres mehr oder weniger vom Tourismus überrannt. Viele Bars, Hotels und Restaurants haben sich dort angesiedelt und sie vor allem bei Tauchern und Schnorcheln zu einem beliebten Ausflugsort gemacht, doch gibt es nach wie vor einsame Strände. Auf den kleinen paradiesischen Inseln sind übrigens keine Motorfahrzeuge zugelassen und Pferdekutschen werden als Haupttransportmittel genutzt.

Vulkan
Der Vulkan Gunugn Agung besitzt eine Höhe von 3.142 m

Lake Tamblingan
Lake Tamblingan ist ein Kratersee

Nationalpark Gunung Rinjani
mit einem wunderschönen Kratersee. Der gleichnamige Vulkan ist 3.726 m hoch und liegt auf Lombok.

Heiße Quellen Air Panas von Banjar
im Norden von Bali, das Quellwasser wird in drei Schwimmbecken gespeichert. Das Wasser wird von den Einheimischen als heilig erachtet. In der Nähe der Pools befindet sich ein Tempel.

Taman Nasional
Der 70.000 ha = 700 km2 große Nationalpark liegt im Nordwesten der Inseln, einer berg- und waldreichen Gegend. Im Park selbst befinden sich heiße Quellen und eine Tempelanlage im Ort Banyuwedang.
Der Park umfasst ferner einen fantastischen Küstenstreifen. Neben Affen und exotischen Vögeln leben Leoparden in der Gegend.

Kulturlandschaft der Reisfelder
Die Reisfelder sind terrassenförmig angelegt und mit aufwändigen Bewässerungsanlagen versehen, die in Bali teilweise bis ins 9. Jh. n. Ch. zurückreichen. Das Wasser wird auf diese Weise von den höher gelegenen Bergen in die Felder geleitet. Zwischen den Reisfeldern sind Nutzbäume wie Bananenbaum, Kokosnusspalme und Bambus gepflanzt. In den Reisfeldern gibt es zahlreiche Ratten und daher auch Kobras. Also Vorsicht beim Betreten!
Der Reis wurde in traditionellen Holzspeichern aufbewahrt.

Indonesien: Sehenswürdigkeiten auf den Molukken

Forts

Benteng Tolukku ist ein
Benteng Tolukku ist ein portugiesisches Fort aus dem Jahre 1512

Tenteng Oranye
Tenteng Oranye ist ein holländisches Fort aus dem Jahre 1607 in Kota Ternate

Benteng Kalamate
Das Fort wurde 1540 von den Portugiesen errichtet.

Forts auf Banda

Forts auf Ternate

Benteng Nassau
Das Fort wurde 1608 von den Holländern wieder errichtet, nachdem es von den Portugiesen aufgegeben worden war.

Benteng Belgica 
Das Fort Benteng Belgica ist restauriert worden und bietet einen fantastischen Blick.

Sultans-Palast

Sultans-Palast in Kota Ternate, Keraton Sultan
Der Palast wurde 1976 errichtet und dient heute als Museum und Wohnhaus des derzeitigen Sultans.

Naturschönheiten

Vulkane
Gunung Api Gamalama ist ein Vulkan mit einer Höhe von 1.721 m, der noch aktiv ist. Bei seiner Erkundung verschwinden immer wieder Touristen!

Gerwürze
Auf den Molukken, den Gewürzinseln, kann man miterleben, wie unsere alltäglichen Gewürze wie Nelken und Muskatnuss angebaut und weiterverarbeitet werden.

Aktivitäten

Tauchen und Schnorcheln
Auf den Banda Inseln und auf den Inseln um Tobelo kann man sehr gut tauchen und schnorcheln.

Sehenswürdigkeiten auf Irian Jara-Papua

Besondere Gebäude

Baumhäuser des Stammes der Korowai
Die Baumhäuser werden in Höhen von 30-50 m Höhe über dem Erdböden in den Baumwipfeln des Regenwaldes errichtet. Die Mindesthöhe ist 10 m. Die Häuser werden mittels Leitern erklommen. Sie dienen als Schutz vor wilden Tieren und dem Sumpf, der bei heftigen Regengüssen entsteht. Bewohnt werden sie in der Regel von mehreren Familien.
Die Errichtung der Häuser erfordert äußerste Sorgfalt. Zuerst wird muss ein geeigneter Baum gefunden werden, in der Regel ist dies ein extrem kräftiger Bananenbaum. Der Stamm wird beschnitten und ein Gerüst für den Fußboden der Hütte errichtet. Dieser besteht aus geflochtenen Ästen, die mit Palmenrinde bedeckt werden.
Die Wände werden aus Stangen der Sagopalme konstruiert. Die Dächer werden mit deren Blättern gedeckt.
Sobald die Häuser fertiggestellt sind, werden die Gerüste abgebaut. Die Baumhäuser können dann nur noch mittels langer Pfosten, die in die Trittstufen eingehakt sind, erklommen werden.

Naturschönheiten

Lorentz-Nationalpark
Der Nationalpark ist eingetragen in die Unesco-Liste des Weltnaturerbes. Mit einer Größe von 2,5 Mio. ha = 25.000 km2 stellt er das größte geschützte Gebiet in Südostasien dar. Zugleich ist es das einzige Gebiet, das von Schneegipfeln der Berge bis ins tropische Meer reicht. Der Park enthält wichtige fossile Fundstellen sowie extrem viel feuchtes Flachland. Im Park gibt es viele Lebewesen und Pflanzen von höchster Verschiedenheit.

Aktivitäten

Tauchen
Die Tauchstellen in Pulau Biak und Jayapura bieten neben der maritimen Vielfalt auch zahlreiche Wracks aus dem 2. Weltkrieg.

Indonesien: Sehenswürdigkeiten auf Kalimantan (Borneo)

Sakralbauten und sakrale Einrichtungen

  • Mesjid Abdurrakham
    Die im Sumatra-Stil errichtete Moschee besteht komplett aus Holz und stammt aus dem 18. Jh.

Kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen

  • Equator Monument
    Dieses Monument steht am Äquator und besitzt an seiner Spitze eine Reihe von Messgeräten.

Besondere Wohn-, Politik- und Geschäftsgebäude

  • Dayak Langhäuser
    Die hölzernen Langhäuser wurden von mehreren Familien bewohnt. Manchmal lebte fast die ganze Dorfgemeinschaft unter einem Dach. Ein wichtiges Element stellen überdachte Veranden dar, die als Treffpunkt dienten. Diese erstrecken sich meist über die gesamte Länge des Hauses.
    Man findet die Häuser am Mahakam-Fluss.
    Im Dorf Mancong befindet sich ein besonders schönes und altes Langhaus aus dem Jahre 1870.
    Das auf Stelzen gebaute Holzhaus ist zweigeschossig. Die Fassade wird durch zwei Veranden horizontal unterteilt.

Naturschönheiten

  • Tanjung Puting-Nationalpark
    Der Park ist ca. 355 km2 groß und ist für sein Orang-Utan-Zentrum, Camp Leaky, bekannt. Er besteht aus Regenwald, Mangrovenwald und Feuchtland.
  • Kutai-Nationalpark
  • Gunung Palnug-Nationalpark
    Der Park liegt in West-Kalimantan. Im Park liegen Strände und tropische Berge.

Aktivitäten

  • Tauchen
    HervorragendeTauchgebiete befinden sich in Pulau Derawan, Pulau Sangalaki.

Indonesien: Sehenswürdigkeiten auf Sulawesi

  • Felsenmalereien in Maros
    In den Höhlensiedlungen in Maros in Süd-Sulawesi befinden sich ca. 100 Wohnstätten mit Felsenmalereien, die man auf die Zeit von 10.500 - 3.500 v. Chr. datiert.

Technische Bauten

  • Fort Rotterdam
    Das von den Holländern errichtete Fort diente der Überwachung des wichtigen Handelshafen Makassar. Das Fort wurde 1667 im holländischen Stil errichtet und ist eines der besterhaltenen Gebäude holländischer Architektur in Indonesien.

Kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen

  • Museum Balla Lompoa
    Das Museum ist in der ehemaligen Königsresidenz von Gowa untergebracht und liegt heute im Süden von Makassar. Neben den ausgestellten Artefakten ist der hölzerne Palast im Bugis Stil einen Besuch wert.

Besondere Wohn-, Politik- und Geschäftsgebäude

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Naturschönheiten

  • Taka Bone Rate-Nationalpark
    Der Park stellt das größte Korallenatoll in Indonesien dar. Er ist bekannt für seine mannigfaltige Meeresfauna.

Aktivitäten

  • Tauchen und Schnorcheln auf den Togean-Inseln, auf Pulau Bunaken, Bira, Tanjung Karang und Batuputih.

Indonesien: Sehenswürdigkeiten auf Sumatra

Sakralbauten und sakrale Einrichtungen

  • Mesjid Raya Baiturrahman, die Moschee wurde 1879 von den Holländern in Banda Aceh errichtet, nachdem diese den Vorgängerbau zerstört hatten.

Besondere Wohn- Politik- und Geschäftsgebäude

  • Der Palast von Pangaruyung ist ein rekonstruierter Sultanspalast, der vor den Toren der Stadt Bugittinggi liegt.
  • Traditionelle Dörfer
    Die Mentawai-Inseln liegen ca. 200 km von Sumatra entfernt, die Inseln haben ihre Ursprünglichkeit bewahrt. Man kann hier traditionelles Dorfleben hautnah erleben.
    Batak Dörfer um den Tobasee mit ihren traditionellen schiffsförmigen Holzbauten, die in ihrem Aufbau den Kosmos wiederspiegeln.
    Das mythische Monster Singa, das als geschnitzte Figur den Giebel ziert, beschützt das Haus.
    Die Dörfer bestehen im Durchschnitt aus 10 derartigen Häusern.
    Es gibt 100jährige Holzhäuser im Dorf von Bawamataluo. Das Dorf liegt auf der Insel Nias und muss über 450 Steinstufen erklommen werden.

Naturschönheiten

  • Tropical Rainforest Heritage of Sumatra
    Das 2,5 Mio. ha = 25.000 km2 große und geschützte Gebiet umfasst drei Nationalparks:
    Den Gunung Leuser-Nationalpark, den Kerinci Seblat-Nationalpark und den Bukit Barisan Selatan-Nationalpark.
    Im Park kann man die Rafflesia Arnoldii finden, eine Schmarotzerpflanze, deren Blüte einen Durchmesser bis zu einem Meter erreichen kann.
    Der Orang-Utan von Sumatra ist hier heimisch, zusammen mit einer Unzahl von weiteren endemischen (= nur hier vokommenden) Tieren.
  • Der Lake Gunung Tujuh ist der höchstgelegene See in Südostasien
  • Der See Dunau Toba mit einer Fläche von 1.700 km2 liegt auf einer Höhe von 900 m. In seiner Mitte befeindet sich die rund 530 km2 große Insel Samosir. Am Ufer des Sees befinden sich die malerischen Batak Dörfer mit ihren bootsförmigen Holzhäusern.
  • Der kriegerische Stamm der Batak betrieb bis in das 20. Jh. hinein Kannibalismus

Unterwasserschätze

  • Fund vom schwarzen Felsen
    Im Jahr 1998 wurde in der Nähe der kleinen Insel Belitung östlich vor Sumatra von Tauchern in nur 15 bis 19 m Tiefe das Wrack eines alten Schiffes entdeckt. Das Schiff entstammt der Zeit der chinesischen Tang-Dynastie (618 bis 907) und barg zahlreiche Keramiken sowie einen wertvollen Goldschatz. Da es in der Nähe eines schwarzen Felsens gefunden wurde, benannte es der deutsche Taucher und Enddecker mit dem indonesischen Namen "Batu Hitam" (=Fund vom schwarzen Felsen). Nach dem Fund ist es wegen der Besitzverhältnisse zu erheblichen Auseindersetzungen gekommen. Derzeit lagert der Goldschatz in Deutschland in einem Banksafe, während sich große Teile der Keramik in Singapur befinden. In dem Archipel werden noch zahlreiche weitere Wracks vermutet.

Aktivitäten

  • Tauchen: Tauchgebiete sind in Pulau Weh.

Indonesien: Sehenswürdigkeiten in Nusa Tenggara (kleine Sundainseln)

Besondere Wohnhäuser

Dorf Bena
Im Dorf Bena findet man ein wunderbar erhaltenes Ensemble traditioneller Wohnhäuser der Ngada.

Naturschönheiten

Komodo National Park
Der Park ist eingetragen in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes.
Er befindet sich auf Ost Nusa in der Tenggara Provinz.
Die vulkanischen Inseln werden von ca. 5.700 furchterregend aussehenden Lizards bewohnt, die sich recht aggressiv verhalten. Die "Komodo-Drachen" leben nur hier und sind für Evolutionsforscher von großem Interesse. Der Naturpark ist mit seinen schroffen Felsen und dem blauen Stränden sehr reich an Kontrasten.

Kraterseen von Kelimutu
Die drei Kraterseen, die in drei unterschiedlichen Farben in der Vulkanlandschaft liegen, gehören zur Hauptattraktion der Insel.

UNESCO-Welterbestätten

Nationalpark Komodo-Inseln 
Komodo ist eine Insel der Kleinen Sunda-Inseln mit einer Fläche von etwa 400 km². Ein großer Teil der Insel ist als Nationalpark ausgezeichnet. Hier lebt beispielsweise der Komodowaran. Im Jahr 1991 wurde der Nationalpark der Komodo-Insel in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes eingetragen.

Ujung Kulon (Java) mit Vulkan Anak Krakatao
Krakatao liegt zwischen Sumatra und Java. Es ist eine Vulkaninsel. Der Vulkan brach im Laufe der letzten Jahrhunderte mehrfach aus. Am 27. August 1883 brach er so stark aus, dass die gesamte Insel  zerstört wurde. Es entstand an gleicher Stelle eine neue Insel vulkanischen Ursprungs, die Anak Krakatao. Das gleiche Unglück soll sich sehr lange vorher im Jahre 535 n. Chr. schon einmal ereignet haben. Im Jahr 1991 wurde der Nationalpark Ujung Kulon (Java) mit dem Vulkan Anak Krakatao in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes eingetragen.

Buddhistische Tempelanlagen von Borobudur
Borobudur ist eine große buddhistische Tempelanlage auf der Insel Java. Die Pyramide befindet sich nordwestlich von Yogyakarta.. Die Anlage umfasst neun Stockwerke - bei einen quadratischen Grundriss, wobei jede Seite eine Länge von 123 m hat. An den Wänden wird das Leben und Wirken Buddhas beschrieben. Auf den Terrassen gibt es 72 Stupas, die Hauptstupa (buddhistisches Monument) wurde um 750 bis etwa 850 erbaut. Das Machtzentrum Javas wurde nach Osten im 10. und 11. Jahrhundert verlagert. Die Anlage daraufhin allmählich wurde vergessen und die Asche der Vulkane begrub die Anlage. Erst im Jahr 1814 wurde sie wiederentdeckt. Borobudur wurde im Jahr 1991 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen.
 
Hindutempel von Prambanan
Prambanan befindet sich östlich von Yogyakarta auf der Insel Java. Errichtet wurde Prambanan um das Jahr 850. Der Tempel wurde aber später verlassen und begann zu zerfallen.
Erst im Jahr 1918 erkannte man erneut den Wert der Anlage und begann mit dem Wiederaufbau der Ruine. Es ordnen sich zahlreiche Einzeltempel um das 47 m hohe Hauptgebäude, das in der Mitte steht. Die Anlage besitzt acht Hauptschreine und etwa 250 Tempel. Drei der Schreine sind drei Göttern geweiht - dem Schöpfer Brahma, dem Zerstörer Shiva und dem Bewahrer Vishnu. Der Hindutempel von Prambanan wurde im Jahr 1991 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen. 

Paläontologische Stätte Sangiran 
Sangiran ist eine Ausgrabungsstätte auf der Insel Java. Im Jahr 1934 wurden Fossilien der Gattung "Homo" entdeckt. Die paläontologische Stätte Sangiran wurde im Jahr 1996 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen.
 
Lorentz-Nationalpark auf Neuguinea
Der Lorentz-Nationalpark hat eine Gesamtfläche von 23.555 km². Der Park erstreckt sich von äquatornahen Gebieten bis hin zum tropischen Meer. Es gibt dort Regenwälder im Hoch- und im Tiefland. In diesem Gebiet fand man viele Fossilien, die Aufschluss über die Evolutionsgeschichte in Neu Guinea geben. Im Nationalpark wird zahlreichen Säugetieren und Vögeln ein Überleben gesichert. Auch zahlreiche Pflanzen wachsen hier. Im Jahr 1984 wurde dort ein Baumkänguruh entdeckt, ein zutrauliches vom Stamm der Moni verehrtes Tier, das bis zu dem Zeitpunkt unbekannt war. Im Park und am Park  leben noch acht eigenständige Völker. Sie haben ihre sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Einrichtungen weitgehend beibehalten. Im Nordwesten des Parks liegt der höchste Berg Ozeaniens, die Carstensz-Pyramide mit  einer Höhe von 5.030 m. Der Lorentz-Nationalpark wurden im Jahr 1999 in die Liste des Weltnaturerbes eingetragen
 
Tropische Regenwälder von Sumatra 
Das 2,5 Mio. ha = 25.000 km² große und geschützte Gebiet umfasst drei Nationalparks:
Den Gunung Leuser-Nationalpark, den Kerinci Seblat-Nationalpark und den Bukit Barisan Selatan-Nationalpark.
Der Nationalpark Gunung liegt im Norden Sumatras in Nähe der Stadt Medan. In diesem tropischen Regenwald leben viele Tierarten, die vor der Ausbreitung der Menschen auf Sumatra ein Gebiet gefunden haben, das sie vor dem Aussterben schützt. So leben in dem Regenwald noch Sumatra-Orang-Utane, Sumatra-Tiger und Nashörner und noch viele weitere bedrohte Tierarten. Im Nationalpark kann man die Rafflesia Arnoldii finden, eine Schmarotzerpflanze, deren Blüte einen Durchmesser bis zu einem Meter erreichen kann.
In der Nähe von Medan werden seit 1973 Orang-Utans ausgewildert. Der Lake Gunung Tujuh ist der höchstgelegene See in Südostasien. Der See Dunau Toba mit einer Fläche von 1.700 km² liegt auf einer Höhe von 900 m. In seiner Mitte befindet sich die rund 530 km² große Insel Samosir. Am Ufer des Sees gruppieren sich die malerischen Batak Dörfer mit ihren bootsförmigen Holzhäusern. Der kriegerische Stamm der Batak betrieb bis in das 20. Jh. hinein Kannibalismus 
Das Barisan-Gebirge ist eine Bergkette auf der Westseite Sumatras mit einer Länge von 1.700 km. Viele der Berge sind Vulkane. Am südlichen Teil der Bergkette liegt der Nationalpark Bukit Barisan. Der höchster Berg ist der Vulkan Kerinci mit einer Höhe von 3.800 m umgeben von dichtem Dschungel. Die tropischen Regenwälder Sumatras wurden im Jahr 2004 in die Liste des Weltnaturerbes eingetragen.

Das Subak-System als Manifestation der Tri Hita Karana-Philosophie 
Bali liegt im Indischen Ozean und gehört seit dem Jahr 1949 zu Indonesien. Die Inselliegt im Westen der Kleinen Sundainseln - im Indischen Ozean zwischen Java und Lombok.

Die Subakgemeinschaft ist ein demokratischer Zusammenschluss der balinesischen Bevölkerung. Ihre Philosophie, die Tri Hita Karana, möchte zwischen Gott, den Menschen sowie den Menschen miteinander und der Natur
Harmonie sichern. Da die Menschen ein Bewässerungssystem ausTunneln und Kanälen erbauten, um die terrassenförmigen Reisanbauflächen zu bewässern, waren sie gezwungen, miteinander Frieden zu halten. Aus dieser Gemeinsamkeit entstand diese religiöse Philosophie. „Subak“ heißt übersetzt „Bewässerungsgemeinschaft“. Die Subakgemeinschaft wurde das erste Mal im Jahr 1022 in schriftlich erwähnt - wurde vermutlich aber wesentlich früher gegründet.
In Nähe der Wasserquellen wurden Tempel gebaut, um die Götter gnädig zu stimmen, u.a. damit sie das Wasser nicht versiegen lassen. In späteren Zeiten erschlossen die Subaks für ihr Bewässerungssystem auch weit entfernt liegende Flüsse und erbauten weitere Wasser-Tunnel und Kanäle. An den Quellen errichteten sie Tempel. Der sehenswerteste Tempel ist der königliche Pura Taman Ayun Tempel. Er wurde im 18. Jahrhundert erbaut und ist von Wassergräben begrenzt bzw. umgeben.
Die Fläche des geschützten Subak-Systems beträgt ca. 200 km² und umfasst fünf Terrassen und eine Vielzahl von Tempeln.
Das Subak-System wurde im Jahr 2012 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen.