China: Feiertage, Veranstaltungen, Klima

Feiertage

Zahlreiche nationale und regionale Feiertage richten sich nach dem traditionellen Mondkalender und finden daher von Jahr zu Jahr an unterschiedlichen Terminen statt. Hier nur eine Auswahl der wichtigsten landesweit gültigen Han-chinesischen Feste und Feiertage:

Datum Feiertag
1. Januar Neujahrstag
Jährlich wechselndes Datum zwischen 20.1 und 21.2., drei arbeitsfreie Tage Chinesisches Neujahr oder auch Frühlingsfest genannt (zwischen dem 20. Januar und dem 21. Februar eines Jahres)
15. Tag des 1. Monats des Mondkalenders (Mitte bis Ende Februar) Laternenfest
12. Tag des dritten Monats des Mondkalenders (meist im April) Qingming-Fest (Fest des Totengedenkens)
1. Mai Tag der Arbeit
5. Tag des 5. Monats nach dem Mondkalender (Meist im Juni) Drachenbootfest
15. Tag des 8. Monats nach dem Mondkalender (im September) Mondfest
1. Oktober Nationalfeiertag

Traditionelle und offizielle Feste gibt es viele in der VR China. Jedoch werden dem flüchtigen Besucher Chinas die meisten Feste verschlossen bleiben, da sie sich im engen Kreise der Familie oder hinter Tempelmauern abspielen. Dennoch bekommen Außenstehende mit, wenn ein wichtiger Feiertag begangen wird, da sich an diesem freien Tag Straßen, Verkehrsmittel, Sehenswürdigkeiten, Restaurants mit einer unvorstellbaren Masse an Menschen füllen. Die nationalen Feiertage Chinas richten sich nach dem Gregorianischen Kalender und haben fixe Daten. Traditionelle Feste hingegen richten sich nach dem Mondkalender und können jedes Jahr variieren.

Offizielle Feste sind:

  • Neujahr (1. Januar)
  • Tag der Arbeit (1. Mai)
  • und der Nationalfeiertag am 1. Oktober

Weitere offizielle Feste sind folgende Tage. An ihnen haben die jeweils Betroffenen einen halben Tag frei:

  • Internationaler Frauentag (8. März)
  • Jugendtag (4. Mai)
  • Internationaler Kindertag (1. Juni)
  • Gründungstag der Kommunistischen Partei Chinas (1. Juli)
  • Gründungstag der Volksbefreiungsarmee (1. August)

Chinesisches Neujahr (zwischen dem 20. Januar und dem 21. Februar eines Jahres)
Eines der bedeutendsten Feste in China ist das chinesische Neujahr (Chinesisches Frühlingsfest). Die chinesische Zeitrechnung beginnt bereits im Jahr 2637 vor Chr. Sie ist die längste jetzt noch verwendete Geschichtsschreibung der Welt. Da chinesische Neujahr richtet sich nach dem chinesischen traditionellen Bauernkalender und liegt zwischen dem 20. Januar und dem 21. Februar eines Jahres. Im Jahr 2005 beginnt das neue Jahr am 9. Februar. Eingeläutet wird es mit dem neuen Mond im ersten Monat des neuen Jahres. Obwohl in China inzwischen offiziell auch der gregorianische Kalender gilt, wird das Neujahrsfest immer noch nach dem Mondkalender und auf traditionelle Weise gefeiert. Für die Bevölkerung gibt es drei freie Tage und die Feierlichkeiten dauern bis zum 15. Tag des neuen Jahres und enden mit dem Laternenfest.

8. März: Internationaler Frauentag

Auch in der VR China feiert man am 8. März den internationalen Frauentag. Im Allgemeinen bekommen die Frauen an diesem Tag eine halben Tag, allerdings ist dies von Provinz zu Provinz verschieden geregelt und nicht gesetzlich vorgeschrieben.

4. Mai: Jugendtag

Der 4.Mai wird in der VR China in Erinnerung an die 4. Mai Bewegung 1919 gefeiert. Wegen der Entscheidung der Versailler Konferenz nach dem 1. Weltkrieg (die Rechte des Deutschen Reiches in China fielen an Japan ab) brachen am 4.Mai 1919 in China Studentenproteste aus.

1. Juni: Internationaler Kindertag

Dieser Tag wird von den jungen Chinesen geliebt, da alle Kinder unter dreizehn Jahren an diesem Tag schulfrei haben. Eltern sollen an diesem Tag mit ihren Kindern etwas unternehmen. Viele nehmen sich einen Tag Urlaub oder haben an diesem Tag offiziell frei. Alternativ werden an diesem Tag von den Schulen z.B. Kinobesuche organisiert.

1. Juli: Gründungstag der Kommunistischen Partei Chinas

Der 1.Juli ist kein offizieller Feiertag. Allerdings wird an diesem Tag mit zahlreichen Fernsehprogrammen an die Gründung der Kommunistischen Partei erinnert.

10. September: Jiaoshijie: Fest der Lehrer

Jiaoshijie ist das Fest der Lehrer. Sie erhalten an diesem Tag Geschenke von den Schülern und einen von der Schulbehörde genehmigten halben Tag frei.

1. Oktober: Gründung Volksrepublik China (im Jahr 1949 durch Mao Zedong)

Da es am ersten Oktober 5 Tage Ferien gibt, sind die Feiertage zur Gründung der Volkrepublik auch stark bereiste Tage. An diesen Tagen sind viele Chinesen unterwegs, um ihre Familien zu besuchen.

 

Kulturveranstaltungen

Regelmäßige kulturelle Veranstaltungen sind in der VR China die zuvor angeführten traditionellen Feste:

  • Frühlingsfest (Chun Jie), das vom ersten bis dritten Tag des ersten Mondes, meist im Januar oder Februar, währt
  • Laternenfest (am 15. Tag des ersten Mondes)
  • Geburtstag der Göttin Guanyins, der Göttin der Barmherzigkeit (am 19. Tag des 2. Mondes)
  • Chinesische Allerseelen (Qingming Jie), das am 12. Tag des dritten Mondes, meist am 5. April gefeiert wird
  • Drachenbootfest (am fünften Tag des fünften Mondes)
  • Das letzte der großen Feste im Jahr ist das Mondfest oder auch Mittherbstfest am 15. Tag des achten Mondes.

Regelmäßige kulturelle Veranstaltungen in Hongkong sind:

  • Das Fringe Festival wird von der bekannten Kleinkunstbühne des Fringe Clubs seit 1982 alljährlich im Januar/Februar organisiert. Auf der bis zu vier Wochen dauernden Kulturveranstaltung werden vor allem experimentelle und alternative Kunstformen (Tanz, Theater, Musik, Gemälde- und Photoausstellungen) dargeboten.
  • Das Hong Kong Arts Festival findet seit 1973 alljährlich im Februar/März statt. Das Programm beinhaltet Darstellungen renommierter internationaler und heimischer Künstler aus Bereichen des traditionellen und modernen Schauspiels, der klassischen Musik und des Pops, des Folkloretanzes und des Balletts, aber auch Ausstellungen, die Gemälde, Kalligraphie, Fotografie und Kunsthandwerk präsentieren.
  • Das Hong Kong International Film Festival wird alljährlich im März/April ausgerichtet. Das Fest trägt der Bedeutung Hongkongs als Filmmetropole Rechnung und stellt heimische und internationale Filmproduktionen vor.
  • Der Geburtstag der Tin Hau wird in Hongkong am 23. Tag des dritten Mondes (Mitte April/Mitte Mai) lautstark mit geschmückten Fischerbooten, Prozessionen aus Drachen- und Löwentänzern sowie mit farbenprächtigem Feuerwerk gefeiert. Zu Ehren der Göttin der Seefahrer finden die größten und eindrucksvollsten Prozessionen beim Tai Mui an der Joss House Bay auf der Clear Water Bay Halbinsel statt.
  • Das Tam Kung Festival wird zugleich mit Buddahs Geburtstag begangen. Tam Kung, der daoistische Patron der Fischer und Seefahrer wird außer in Hongkong nur in Macao verehrt.
  • Das Seven Sisters Festival wird am siebten Tag des siebten Mondes im August gefeiert. An diesem Tag wird der legendenumrankte daoistische Schrein beim Lovers´ Rock (Maidens´ Rock) an der Browen Road auf Hong Kong Island farbenfroh dekoriert. Junge Mädchen kommen an diesem Tag hierher, um mit Opfergaben um einen guten Ehemann zu bitten.

Regelmäßige kulturelle Veranstaltungen in der restlichen VR China sind:

  • Das Eis- und Schneefest im Nordosten Chinas, vor allem in Harbin im Januar und Februar: Im Nordosten Chinas ist die Eis- und Schneekunst zu Hause. Etwa zwei Monate lang ab Anfang Januar ist die Gegend mit großartigen Eisskulpturen und phantasievollen Dekorationen geschmückt. Neben Theater, Akrobatik und sonstigen Kulturveranstaltungen finden auch Schlittenfahrten statt.
  • Das Wasserfest der Dai findet aufgrund der starken Hitze im April in den südchinesischen Regionen statt. In diesen Regionen ist die Volksgruppe der Dai beheimatet und das Wasserfest ist gleichzeitig ihr Neujahrsfest, das Wasser wäscht Vergangene weg und schafft Platz für das Kommende. Besonders in der Stadt Xishuangbanna in der Provinz Yunnan wird das Fest mit Liedern und Tänzen, Laternenausstellungen, Elefantenparaden und Feuerwerk sehr aufwendig gefeiert.
  • Im Juli wird in der inneren Mongolei das Naadamfest der Mongolen gefeiert. Man feiert mit Opferzeremonien, Pferderennen, Ringkämpfen, Bogenschieß-Wettbewerben und typisch mongolischem Essen das Lebensgefühl der Mongolen. Zentrum des bunten Treibens ist vor allem die Umgebung von Hohot.
  • Ende September wird der Philosoph Konfuzius vor allem in Qufu geehrt. In seiner Heimatstadt findet jedes Jahr ein internationales Konfuziusfest statt. Gedenkveranstaltungen, Tanzvorführungen und Opferzeremonien, aber auch bunte Märkte und Spiele lokaler Prägung geben dem Fest einen vielseitigen Charakter.

     

Sportveranstaltungen

Chinas Jugend liebt den Sport, und besonders Wettkampfspiele. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die meisten städtischen Schulen mit Basket-, Volley-, Fuß- oder Handballanlagen ausgestattet ist. Besonders in Hongkong kann man in zahlreichen öffentlichen und privat betriebenen Clubs Sport treiben. Beliebt sind in der Sonderverwaltungszone auch die aus England eingeführten Sportarten wie Golf, Kricket, Hockey oder Segeln. Auf internationalen Sportveranstaltungen ist die VR China vor allem im Tischtennis erfolgreich und erzielte bei den Olympischen Spielen in dieser Disziplin Medaillen.

Zu den wichtigsten traditionellen chinesischen Sportarten gehört das Tai Chi Chuan, das wörtlich übersetzt - die große Faust - bedeutet. Tai Chi Chuan sind Freiübungen, die durch Elemente des Ringkampfs, des Fechtens und durch Balanceübungen ergänzt sind. Häufig werden diese Übungen unter Anleitung eines erfahrenen Meisters in Gruppen oder auch als Einzelperson im Freien betrieben. Wie bei andern asiatischen Kampftechniken liegt die Wirkung dieser defensiven Kampftechnik in der Kunst, durch die antrainierte Beweglichkeit und die Verlagerung der Schwerkraft den Angreifer überlegen zu sein. Ursprünglich sollen die Übungen, fließende Aneinanderreihungen zahlloser Einzelfiguren, von einem legendären daoistischen Priester stammen. Früher waren Mönche in den abgelegenen Klöstern und Einsiedlungen China gezwungen sich vor Überfällen und Plünderungen zu schützen.
Viele asiatische Kampfsporttechniken haben hier ihren Ursprung, wie das Kongfu und das Wushu, die ihren Geburtsort im Shaolin-Kloster in Dengfeng in der Provinz Henan haben. Tai Chi Chuan war jedoch in erster Linie keine reine Kampfsporttechnik, sondern sollte zur Förderung des ungehinderten Energieflusses im Körper beitragen. Ein ungehinderter Energiefluss, so glaubt man in China, trage zur Entfaltung der gesamten Persönlichkeit bei. In Deutschland ist Tai Chi Chuan auch fälschlicherweise unter dem Namen "Schattenboxen" bekannt - eine Assoziation, die mit der eigentlichen Sportart wenig gemein hat, da die Protagonisten sich langsam und anmutig bewegen und keineswegs aggressiven Kampfgebärden zeigen.

Ein weiteres Freizeitvergnügen der Chinesen ist das uralte chinesische Gesellschaftsspiel Mah-jongg. Das Spiel hat seinen Namen von einer Gruppe Spielsteinen hat, auf denen ein Sperling abgebildet ist und meistens wird dabei um Geld gespielt. Mah-jongg-Runden sieht man oft bei einem Gang durch die Gassen der traditionellen Wohnviertel und erinnert auf den ersten Blick an das Spiel Domino. Die Regeln sind überaus kompliziert und stark ritualisiert.
Ziel einer Partie Mah-jongg ist es bestimmte Kombinationen von Spielsteinen zu sammeln, die bei Spielende in einer für Außenstehende undurchschaubaren Abrechnung mit Punkten bewertet werden. Eines der unumstrittenen größten sportlichen Ereignisse in der VR China werden die Olympischen Spiele 2008 in Peking sein. Am 13. Juli 2001 wählte der IOC die chinesische Hauptstadt zum Ausrichter der Olympischen Spiele, deren Motto grüne, high-tech und kulturelle Olympische Spiele sein werden.

China: Klima

Aufgrund der räumlichen Ausdehnung unterliegt das chinesische Klima sehr großen regionalen und jahreszeitlichen Schwankungen. China ist durch vier Klimazonen - von kühl gemäßigt bis tropisch - geprägt. Der Großteil Chinas liegt in einer gemäßigten und zum Teil in einer subtropischen Zone. Nördlich des Yangtse-Flusses muss man zu allen Jahreszeiten mit extremen Temperaturen rechnen. Südlich des Yangtse-Flusses herrschen weniger strenge Winter, dennoch bringen die Sommer hohe Temperaturen und für Kontinentaleuropäer ungewohnt hohe Luftfeuchtigkeit mit sich.
Als klimatisches Mittelmaß für die Reisezeit bieten sich die Monate April bis Juni oder September bis November an. Ansonsten erfordern die sich stark unterscheidenden Klimaverhältnisse eine regional bezogene Reiseplanung. Der oben angeführte deutliche Temperaturunterschied zwischen Norden und Süden bezieht sich auf Extremwerte, dennoch ist der Unterschied zwischen den regionalen winterlichen Durchschnittstemperaturen mit etwa 32°C noch recht beachtlich.
Im westlich an der Grenze zu Russland gelegenen Harbin beträgt die Durchschnittstemperatur im Januar -19° Grad, im nördlich von Hongkong gelegenen Guangzhou (Kanton) +13° Grad. Hingegen unterscheiden sich die Durchschnittstemperaturen im Sommer kaum: in Harbin herrschen im Juli durchschnittlich 34°C und in Guangzhou (Kanton) 37°C. Das chinesische Klima wird wesentlich durch die jahreszeitlich wechselnden Monsune geprägt. Diese extrem kalten und trockenen Luftmassen ziehen aus Sibirien kommend von Oktober bis April über Nordchina in Richtung Südosten. Aufgehalten und abgeschwächt werden diese Luftmassen nur teilweise durch die parallel in ost-westlicher Richtung verlaufenden Gebirge. 

Die chinesischen Sommermonate sind stark durch die aus Süd und Südost vom Pazifischen und Indischen Ozean kommenden Luftmassen geprägt. Sie ziehen über das Land hinweg und erwärmen nicht nur die Regionen, sondern bringen auch den notwendigen Regen. In den Wintermonaten herrscht in Nordchina eine trockene, schneidende und vor allem warme Winterkleidung erfordernde Kälte. Die Winter im Osten und Süden sind zwar milder, aber dafür auch sehr feucht und wegen mangelnder Heizmöglichkeiten (abgesehen von guten Hotels) bei zeitweise 4 bis 5° C für Mitteleuropäer und Nordchinesen fast unerträglich. Bezeichnend für den Winter im Süden und Osten China sind die beständig klammen Kleidungsstücke, die bei mangelnder Vorsorge schimmeln können.

Auch die Sommermonate bescheren dem Norden des Landes trockene und dem Süden feuchte Hitze. Bequeme Kleidung aus Naturfasern macht die Temperatur und Luftfeuchtigkeit erträglich. Wasserfeste Kleidung wird im Norden in den Monaten Juni bis August und im Süden in den Monaten März bis September unerlässlich.

Zu den reiseuntauglichen Monaten für die chinesische Küstenregion im Süden bzw. den Südosten zählen die Monate Juli bis September. In dieser Zeit werden Chinas Küsten oftmals von den gefürchteten Taifunen heimgesucht. Für eine Reise in den Norden ist das Frühjahr nicht empfehlenswert. Zu dieser Zeit fegen Sandstürme über den Norden hinweg. Schutz vor dem lästigen Sand in Kleidung, Nase, Mund und Ohren bieten nur Chiffontücher, die man um Gesicht und Haare hüllen sollte.

In Gesamtchina geben sich sowohl der kurze Frühling als auch der kurze Herbst recht mild. Der Herbst, also die Monate Oktober und November, sind klimatisch die ruhigste Zeit und gelten daher als ideale Reisezeit ins Land der Mitte.

Einige Landessitten

Begrüßungen
In China ist es wichtig seine chinesischen Geschäftspartner oder auch Freunde nach der Hierarchie, d.h. nach dem Alter zu begrüßen. Der Damenwelt wird bei Begrüßungen in China nicht wie in Europa der Vortritt gewährt. Man sollte also nicht z.B. bei Geschäftstreffen die weibliche Dolmetscherin zu erst begrüßen. Bei der Begrüßung an sich genügt oft ein kurzer Händedruck. Die in China sonst übliche Verbeugung wird von Ausländern im Allgemeinen nicht erwartet. Zu beachten ist, dass bei der Begrüßung von höher- bzw. gleichgestellten Partnern leicht nach unten geschaut und direkter Augenkontakt vermieden wird. In China bezeugt diese Geste Ehrerbietung und Respekt. Gewöhnlich werden bei einer Begrüßung von Geschäftspartner meistens noch Visitenkarten ausgetauscht. Die Karte wird aus Höflichkeit mit beiden Händen empfangen und ein paar Sekunden betrachtet. Schnelles, wohlmöglich achtloses Wegstecken der Visitenkarte wird in China als respektloses Handeln empfunden.

Begegnen

Wie überall auf der Welt werden in Touristen leichte Opfer für Trickbetrügereien gesehen. Wird man von Fremden in China angesprochen, kann es sich dabei um "Abschlepper" an Bahnhöfen handeln, die sich zu einer teuren Mahlzeit im Hotel oder Restaurant einladen lassen wollen. Andererseits kommt es auch vor, dass chinesische Studenten den Touristen ihre Hilfe anbieten. Meist wollen die Studenten ihr Englisch üben oder haben Mitleid mit den sprachlich fremden Landesgästen. Die Hilfe beim Kauf eines Zugtickets nimmt man gerne an. Angebotene Hilfe lehnt man in China am besten mit einem Lächeln und einer freundlichen, aber bestimmten Geste ab.

Trinkgeld
In China ist es nicht sonderlich verbreitet, Trinkgelder zu geben. Selbst in Restaurants oder Hotels ist das nicht üblich.

Geschenke

Möchte man seinen chinesischen Freunden ein Geschenk überreichen, so hat man den höchsten Erfolg mit einem typischen Souvenir aus Deutschland. Bei unverhofften Einladungen macht man wie in Europa mit z.B. einer mitgebrachten Flasche Wein oder auch einem Obstkorb keinen Fehler. Süßer Wein, z.B. süßer Eiswein, wird in China immer gerne getrunken. Als Mitbringsel sollte man auf jeden Fall Blumen vermeiden. Sie gelten als Ausdruck der Trauer, ebenso wie weißes Geschenkpapier. Rotes Geschenkpapier hingegen symbolisiert Glück.

Einige Pflanzen in China

Bäume

Wälder wie die Kiefernwälder wird man in China hauptsächlich im Nordosten des Landes finden, während im Norden und Nordwesten eine steppenartige Landschaft vorherrscht. Eine tropische und subtropische Vegetation findet man im Süden und Südosten Chinas. Eichen wachsen in der Provinz Shandong, tropische Regenwälder dagegen herrschen in Yunnan und Guangdong. Viele der Bäume waren ursprünglich ausschließlich in China beheimatet. Dazu gehört der Urwelt-Mammutbaum, die China-Zypresse, der Cathaya-Baum, die Goldlärche sowie die Taiwan-Kiefer der Taubenbaum und die Fujian-Zypresse. Es gibt allein in China insgesamt 300 Bambusarten, der Bestand geht allerdings stark zurück. Das stellt besonders für den Großen Panda ein großes Problem dar, da der Bambus seine einzige Nahrungsquelle ist.

Andere Pflanzen
In den Wüstenregionen Chinas wachsen nur Kleinsträucher sowie andere steppentypische Pflanzen. Niedrigere Kriech- und Kletterpflanzen gedeihen im Hochland in Höhen bis zu 5000 m. Die Lotosblume hat eine große Bedeutung für den Buddhismus, da sie für Geburt, Leben, Fruchtbarkeit, Gerechtigkeit und das Nirwana steht. Die Pfingstrose wird, auch wenn sie giftig ist, als Lieblingsblume betrachtet. Ursache könnten die großen roten oder auch weißen Blüten sein, die einen Durchmesser von rund 12 cm erreichen können, bei einer Pflanzengröße von 50-100 cm.

Nutzpflanzen

Die auf großen Teichen und überfluteten Feldern wachsenden Lotosblume hat neben ihrer religiösen Bedeutung im Buddhismus auch eine nützliche, denn ihre Samen schmecken wie Erbsen, sind sehr proteinhaltig und werden auf Märkten verkauft. Eine große wirtschaftliche Bedeutung haben Tungölbäume, Zedern, Gummi- sowie Kakaobäume. Der zur Familie der Maulbeerbaumgewächse gehörende Gummibaum ist weit verbreitet. Seine Heimat ist zwar Asien, heute kommt er jedoch überall vor. Im mitteleuropäischen Raum wird er gern als Zimmerpflanze verwendet. Der Baum hat große, dunkelgrüne und dicke Blätter und kann in der Natur bis zu 30 m hoch werden. Er hat eine dichte, ausladende Krone und starke, an der Erdoberfläche verlaufende Wurzeln, sowie zahlreiche Luftwurzeln.

Das Öl des Tungölbaumes wird aus seinen getrockneten und gemahlenen Samen gewonnen. Es wird ausschließlich in der Industrie zur Lack- und Linoleumherstellung verwendet oder auch zur Seifen- und Schmieröl weiterverarbeitet. Aus den getrockneten Blättern des Teestrauchs wird das im Fernen Osten wohl am häufigsten getrunkene Getränk hergestellt, der Tee. Die wertvolle Pflanze wächst in Höhen bis zu 2000 m in den tropischen Regionen Chinas.

In Tibet wächst eine weitere Nutzpflanze, der Saflor. Diese dient als Lieferant für Distelöl, welches sowohl als Speisöl wie auch als Öl für die Industrie verwendet wird.

Heilpflanzen

Der Ginkgobaum wird als lebendes Fossil bezeichnet, da er der einzige noch lebende Vertreter seiner Art ist und die älteste Baumspezies. Er wird bis zu 30 m groß und hat charakteristische zweilappige und fächerförmige Blätter. Seine Früchte haben Ähnlichkeit mit Mirabellen und sind im gerösteten Zustand auch essbar. Die Wirkstoffe in den Blättern dienen u.a. der Steigerung der Gedächtnisleistung, des Lernvermögens, sie fördern die Durchblutung und wirken sich positiv auf Gleichgewichtsstörungen aus. Seltene Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und allergische Hautreaktionen. Der Ginkgobaum wird gerne an Straßenrändern in Städten angepflanzt, da er sehr widerstandsfähig gegenüber den Umwelteinflüssen ist.

Zu den bekanntesten pflanzlichen Heilmitteln in China gehört ohne Frage Ginseng. Die Pflanze wird zwischen 50 und 80 cm groß, hat weißlich-gelbe Blüten und anschließend glänzend rote Früchte. Interessant ist die bis 15 cm lange und 2 cm dicke Wurzel, die zur Stärkung des Immunsystems sowie zur Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit verwendet wird. Dabei unterscheidet man zwischen dem roten und dem weißen Ginseng. Die Darreichungsform und Dosis hängt von der Herkunft des Ginsengs ab. Generell sollte die Medizin nicht länger als drei Monate verabreicht werden.

Der Notoginseng ist ein enger Verwandter vom Ginseng, hat aber viel stärker konzentrierte Wirkstoffe in der getrockneten Wurzel. Sie findet in vielen verschiedenen Gebieten der Heilkunst Verwendung, so wird es z.B. als Schmerzmittel, zum Bekämpfen von Schwellungen und zum Stillen von Blutungen benutzt. Aber auch bei Angina pectoris, bei Herzarrhythmien, bei Hautkrankheiten und Migräne soll es seine Wirkung bereits entfaltet haben. Die giftige Pfingstrose wurde früher als krampflösendes Mittel und gegen Epilepsie genutzt. Allerdings ist dieser Effekt nicht nachgewiesen worden. Sie kann angeblich auch bei Haut- und Schleimhautentzündungen, Fissuren, Gicht, Rheuma und Erkrankungen der Atemwege verwendet werden. Allerdings ist auch bei diesen Anwendungsgebieten die Wirksamkeit nicht belegt. In der Homöopathie wird sie bei Hämorrhoiden eingesetzt. Die Samen des Tungölbaumes sollen, äußerlich verwendet, antibakteriell wirken.

Giftpflanzen

Die Pfingstrose aus der Familie der Hahnenfußgewächse wird zwischen 50 und 100 cm groß und blüht von Juni bis Mai. Auffällig sind die großen roten Blüten, die einen Durchmesser von 12 cm haben und Kronblätter mit einer Länge von 5 - 8 cm. Die meisten Arten der Pfingstrose sind in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet. Zum Wachsen bevorzugt sie lichte und felsige Berghänge. Durch das Alkaloid Paenonin ist diese Pflanze giftig und verursacht bei übermäßiger Dosierung Magen-Darmbeschwerden und führt zu Erbrechen und Koliken. In richtiger Dosierung kann sie auch als Heilpflanze verwendet werden.

Der Bocksdorn gehört zu den Nachtschattengewächsen und wächst als bis zu 3 m hoch werdender Strauch mit lila Blüten und roten Beeren. Letztere haben zwar eine sehr schwache Giftwirkung, können aber besonders bei Kindern nach dem Verzehr dennoch ein Kratzen im Mund und Rachen auslösen sowie zum Erbrechen und Durchfall führen. Früher wurde die Pflanze auch in der Heilkunde verwendet, was heute aber nicht mehr der Fall ist. Eine weitere Bezeichnung von Bocksdorn ist Teufelszwirn.

Die Samen des Tungölbaumes führen bei Verzehr zu Krämpfen und Erbrechen.

Eingeführte Pflanzen
Die Pfingstrose hat ihren Ursprung in Südeuropa und in den Südalpen.

 

Tiere in China

Säugetiere

In den Nadel- und Laubwäldern des Nordens leben Elche und Rentiere neben Amurleoparden und Sibirischen Tigern. Letzterer ist mit 1,40-2,80 m Länge und 80-110 cm Höhe die größte und gleichzeitig die am stärksten bedrohte Großkatzenart. Zu seiner Nahrung gehören neben Wildschweinen auch Hirsch und andere größere Säugetiere. Neben wenigen Individuen in China gibt es auch einzelne Tiere in Nordkorea. Die größte Verbreitung hat die auch als Amur-Tiger bezeichnete Großkatze in dem Amur-Ussuri Gebiet in Ostsibirien.

Die meisten Tierarten wird man jedoch in den tropischen Regenwäldern finden. Dazu gehören Spitzhörnchen, Tibetkatzen, Leoparden, Muntjaks und Affen. Schwarze Muntjaks sind die seltensten Hirsche Chinas und sind etwa 100 cm lang und 55 cm hoch. Charakteristisch sind die verlängerten und gebogenen Eckzähne im Oberkiefer.

In der Provinz Xinjiang lebt das Przewalski-Pferd, welches nach seinem Entdecker Oberst Nikolai Michailowitch Przewalski benannt ist. Es ist das einzige noch lebende echte Wildpferd, welches wahrscheinlich eines der Urahnen unserer heutigen Pferde ist. Es unterscheidet sich sowohl vom äußeren wie auch vom inneren Körperbau von den heutigen Hauspferden. Das Przewalski-Pferd hat einen gedrungenen Körperbau mit einem dicken Hals und kurzen Beinen sowie einen Brustwirbel mehr.

Ganz andere Arten von Säugern leben in den Steppen Chinas. Hier gibt es kleinere Säugetiere wie Hasen, Mauswiesel, Füchse und Luchse, aber auch Großsäuger wie Schwarzbären, Hirsche, Steinböcke, Wölfe und auch Kamele.

Im Tibet lebt das Yak, welches das wohl wichtigste Nutztier ist. Er ist nicht nur ein Zug- und Schlachttier, sondern dient auch als Milch- und Wolllieferant. Der getrocknete Kot findet als Brennmaterial Verwendung.

Der Kiang-Esel und die Orongo-Antilope leben in der Himalaya-Region. Andere in den Gebirgen lebenden Tiere sind typisch chinesische Tierarten wie der Bambus-, Katzen- und der Kragenbär, der Nebelparder, der Serau, der Takin (ein Gnuziege) und der Stumpfnasenaffe. Seraus sind etwa 90 cm hohe, grau-schwarze Bergziegen mit einer dichten Mähne, die im Gebirge in Höhen bis 2700 m leben.

Sehr selten sind Schneeleoparden, Zobel, Moschusochsen und der Große Panda. Letzterer ist vom Aussterben bedroht. Grund dafür ist hauptsächlich das Schwinden seines Lebensraumes - und mit dem Abholzen vom Bambus versiegt auch seine einzige Nahrungsquelle.

 

Hanumanaffen
Diese Tiere gehören zur Gattung der Hanuman-Languren (Semnopithecus) innerhalb der Familie der Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae). Sie sind Kulturfolger und  gelten in Indien als heilig. Ihren Namen erhielten sie nach Hanuman - einem indischen Gott in Affengestalt.

Die Tiere erreichen eine Länge von zwischen 40 bis 80 cm, mit einem bis zu 110 cm langen Schwanz. Ihr Gewicht liegt etwas unter 25 kg. Das Fell der Tiere ist auf der Oberseite grau gefärbt, während die Unterseite weißlich oder orangegelb ist.

Ihr haarloses Gesicht ist schwarz oder violett und beeindruckt durch seine ausgeprägten Überaugenwülste.
Ihre Nahrung besteht aus Pflanzen und Insekten. Die Weibchen bringen alle zwei Jahre ein Junges zur Welt.

In manchen Städten sind sie fast zu einer Plage geworden, werden aber dennoch von den Menschen gefüttert. 

Blauschafe
Blauschafe (Pseudois nayaur) gehören trotz ihres Namens nicht zu den Schafen, sondern eher zu den Ziegenartigen. Gemeinsam mit den Zwergblauschafen bilden sie die Gattung (Blauschafe = Pseudois).

Die Tiere werden zwischen 120 bis 170 cm lang und einer Schulterhöhe von 75 bis 90 cm – mit einem 10 bis 20 cm langen Schwanz. Ihr Gewicht schwankt zwischen 40 bis 80 kg, wobei die Männchen schwerer als die Weibchen sind.

Die Hörner der Männchen erreichen eine Länge von über 80 cm, die der Weibchen sind dagegen nur 20 cm lang. Die Tiere leben in der Himalaya-Region sowie in einer Reihe von Gebirgsketten von Tibet, Xinjiangs und der Inneren Mongolei.

Ihr Lebensraum liegt vorwiegend in Höhen zwischen 3.000 bis 6.000 m. Ihre Nahrung besteht aus Gräsern, Kräutern, Moosen und anderen Pflanzenteilen.
Nach einer Tragzeit von rund 160 Tagen bringen die Weibchen meist nur ein Junges zur Welt - seltener auch zwei.

Die Lebenserwartung beträgt in Freiheit 12 bis 15 Jahre. Zu den gefährlichsten Feinden gehört der Schneeleopard, der den gleichen Lebensraum wie das Blauschaf bewohnt.

Die Tiere werden von der IUCN als nicht gefährdet eingestuft

Pfeifhase
Pfeifhasen sehen den bekannten Feldhasen nur wenig ähnlich, früher wurden sie sogar als Nagetiere angesehen. Von der Gattung der Pfeifhasen (Ochotona) existieren rund 30 Arten.
Das Tier wird im Mittel 20 cm lang - mit einer Streubreite von 15 bis etwa 25 cm.  Ihr Gewicht kann ca. 200 g erreichen. Die Tiere kommen außer in Asien u.a. auch in Amerika vor.
Die Tiere haben ihren Namen von den hohen Pfeiftönen, mit denen sie sich bei Gefahr gegenseitig warnen.
Die Nahrung der Tiere, die man in Höhen bis fast 6.0000 m finden kann, besteht aus Gräsern, Kräutern oder Pflanzenstängeln. Pro Jahr wirft das Weibchen zwei -bis dreimal bis zu 12 Junge.

Reptilien/Amphibien

Alligatoren
In Changjiang lebt der seltene und vom Aussterben bedrohte China-Alligator. Früher war er in China weit verbreitet, doch durch die Bebauung mit Siedlungen ist sein Lebensraum immer kleiner geworden. Heute ist er nur noch an einzelnen Stellen in der Provinz Anhui zu finden, wo er an Sümpfen, Flüssen und auf schilfbewachsenen Flecken lebt. Die schwarzen Alligatoren können sehr alt werden, und mittlerweile sind auch spezielle Farmen angelegt worden, um ihren Bestand zu sichern. Zwischen November und Februar hält der China-Alligator Winterruhe, die auch respektiert werden sollte.

Chinesische Riesensalamander, Bindenwaran
Eine Rarität ist auch der zu den Amphibien gehörende Chinesische Riesensalamander sowie der Bindenwaran im Nordosten des Landes. Der Chinesische Riesensalamander gehört zu den Amphibien und kommt heute nur noch in China und Japan vor. Riesensalamander sind Dauerlarven, da sie während ihres gesamten Lebens Larvenmerkmale wie das Fehlen von Augenlidern und Larvenbezahnung tragen. Der in China heimische Riesensalamander wird mit 1,60 m außergewöhnlich groß, er hat einen flachen und breiten Kopf mit kleinen seitlichen Augen und einen breiten und abgeflachten Köper. Diese nachtaktiven Tiere findet man an schnell fließenden Flüssen und Bächen, wo sie sich unter Felsspalten und in Höhlen versteckt halten. Zur Nahrung dieser außergewöhnlichen Tiere gehören neben Fischen und Fröschen auch Regenwürmer, Kerb- und Krebstiere. Mittlerweile sind diese lebenden Fossilien als gefährdet eingestuft.

Giftschlangen
In China findet man die folgenden Giftschlangen:

Vögel

Die meisten Vogelarten, wie auch die meisten Säugerarten, leben in den tropischen Regenwäldern. Es heißt, dass es in China weltweit die größte Artenanzahl an Vögel gibt. Die meisten gehören zu den Fasanenartigen und zu den Hühnervögel. Gut bekannt und in den Steppen sehr verbreitet sind Jagdfasane, aber auch Rebhühner, Rauhfußhühner, sowie Königs-, Stein- und Frankolinhühner kommen häufig vor.

Ferner gibt es auch Haselhühner, Zwerg- und Großtrappen. Letztere gehören zur Ordnung der Kranichvögel und sind sehr scheue und störungsempfindliche Vögel. In Europa (Ungarn) gibt es sie hauptsächlich in Nationalparks.
Man kriegt sie eher selten zur Gesicht, nicht zuletzt auch wegen der unauffälligen Färbung außerhalb der Balz. Da haben Männchen wie Weibchen ein braun-schwarz gemustertes Gefieder und einen hellgrauen Kopf und Hals. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden besteht in der Größe. Die Männchen bringen 8 - 16 kg auf die Waage, während es bei den Weibchen gerade mal 3 - 5 kg sind. Während der Balz verändert sich das Männchen jedoch wesentlich. Seine Unterseite ist weiß gefärbt, und diese wird von unten nach oben gekehrt, so dass er sich schließlich in einen weißen Federhaufen verwandelt. Zur Nahrung der Grosstrappe gehören Knospen, Triebe, Blätter, Samen, aber auch Mäuse, Eidechsen, Heuschrecken und andere Kleintiere. Trotz einer relativen weiten Verbreitung steht die Grosstrappe auf der Roten Liste.

Bambushühner und Zwergwachteln werden gerne als Käfigvögel gehalten. Es gibt aber auch zahlreiche Wasservögel wie Silberreiher, Mandarinenten und Schwäne in China. Zu den selteneren Arten gehört der Ohrfasan.

Ein Symbol für die Langlebigkeit ist der 1-2 m große Rotkammkranich. Auffällig bei seinem weißen Gefieder ist der leuchtend rote Kamm auf dem Kopf. In China sind beinahe alle Kranicharten geschützt.

Der Sonnenvogel lebt in 1500 - 3000 m hoch gelegenen Bergwäldern. Man bezeichnet ihn auch als Chinesische Nachtigall, was aber falsch ist, da er eigentlich zu den Timalien gehört. Dieser Name hat seinen Ursprung aller Wahrscheinlichkeit nach in dem schönen und weichen Gesang, der für den Sonnenvogel so typisch ist. Die Färbung des Gefieders variiert, aber am häufigsten ist eine olivgrüne Oberseite, eine dunkler Schwanz und eine gelblich-olive Unterseite. Die Augen haben eine gelbliche oder weiße Umrundung, die zum Schnabel hinführt. In China ist der kleine Vogel heimisch, eingeführt wurde er mit der Zeit auch auf Hawaii, Maui, Moahu und Kauai.

Insekten, Spinnen

Seidenspinner,
Das vielleicht bekannteste Insekt Chinas ist der hier beheimatete Seidenspinner, oder besser gesagt, die Raupe des Seidenspinners. Deren Fähigkeit, aus einem Seidenfaden einen Kokon zu spinnen, wird zur Seidenherstellung genutzt. Züchtungen des Seidenspinners gibt es heute außer in China auch in Japan, Indien und Südeuropa. Durch Kreuzungen verschiedener Arten ist man in der Lage, verschiedene Farben zu erzeugen. Die einzige Nahrung der Seidenraupe sind die Blätter des Maulbeerbaumes.


Unterwasserwelt

In China gibt es zwei Delphinarten, den extrem seltenen China-Flussdelphin und den Weißflossendelphin.
Vom Aussterben bedroht sind der Chinesische Stör und der Weißstör.