Martinique: Sehenswürdigkeiten

UNESCO-Welterbestätte

Martinique verfügt derzeit (2010) über keine UNESCO-Weltkulturerbestätte bzw. UNESCO-Weltnaturerbestätte

Besondere Bauwerke

Plantation Leyritz/Basse- Pointe
Die ehemalige Zuckerfabrik und Rumdestille beherbergt heute ein schönes Hotel und Restaurant mit einer der besten Küchen der Insel sowie ein Puppenmuseum. Die Puppen sind sämtlich aus Blättern, Stöckchen und Blumen gefertigt und in historische Kostüme gekleidet.

Habitacion Latouche
Auf der ehemaligen Plantage aus dem 17. Jahrhundert wurde ein botanischer Garten mit einem Papillonarium eingerichtet. Der Besucher bewegt sich durch dutzende umherflatternde Schmetterlinge. Außerdem werden die verschiedenen Entwicklungsstadien von der Raupe zur Puppe und weiter zum Schmetterling anschaulich erklärt.
Ebenfalls können die Ruinen der ehemaligen Sklavenunterkünfte und die Überreste der Wassermühle besichtigt werden.

Habitation Clément
Auf der ehemaligen Zuckerrohr- und Rumplantage wird noch heute der berühmte Rum Clément hergestellt. Die Plantage stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde 1996 zum historischen Monument deklariert. Das Haupthaus im kreolischen Stil ist noch im Original eingerichtet und hieß schon diverse internationale Politiker willkommen; wie den US- amerikanischen Präsidenten George Bush, und Francois Mitterand. Sie wählten diesen Platz für ein Gipfeltreffen, das der Beendigung des Krieges in Kuwait folgte. Auch namhafte Vertreter der Filmindustrie besuchten die wunderschöne Plantage schon. Um die Plantage liegt ein Garten von 16 ha, der für das Publikum offen ist. Auf dem Weg durch den tropischen Garten sind mehr als 300 verschiedene Spezies zu bewundern. Die historische Destille ist heute noch in Betrieb und natürlich kann im Plantage eigenem Geschäft der Rum verkostet und käuflich erworben werden. Gern wird darauf hingewiesen, dass der ehemalige Besitzer der erste farbige Plantagenbesitzer der Insel war.

Habitation DEPAZ/Plantation de la Montagne Pelée
Am Fuße des Vulkan Montagne Pelée gelegen, wurde die jetzt 400 Jahre alte Plantage beim Ausbruch des Vulkans fast vollständig zerstört. Daraufhin wurde sie wieder errichtet. Heute ist sie dem Publikum zugänglich, welches die ehemaligen Wohngebäude, das Rummuseum und die Lagerung des Rums besichtigen kann. Umgeben ist die Plantage von diversen Zuckerrohrfeldern und einem wunderschönen tropischen Garten.

Habitation Limbé
Die Plantage beherbergt heute ein interessantes Bananenmuseum, hier bekommt man zwei Dutzend unterschiedliche Bananenarten sowie auch üppig wuchernde Blumen aus derselben Pflanzenfamilie zu sehen. Das Museum erklärt anhand von Schautafeln die historische Entwicklung des Bananenanbaus bis hin zur Gegenwart.

Domaine de la Pagerie/Trois-Ilets
In diesem Plantagenhaus wurde Marie- Rose (Joséphine) Tascher de la Pagerie 1763, die spätere französische Kaiserin und Ehefrau Napoleons, geboren. Noch zu Joséphines Lebenszeiten wurde die Plantage ihrer Eltern durch einen Wirbelsturm zerstört, vor einigen Jahrzehnten erwarb der Tierarzt Rose-Rosett das 40 ha große Gelände und erbaute das Museum. In ihm werden die Möbelstück, Kopien von Bildern und Briefe der ehemaligen Kaiserin aufbewahrt.

Schoelcher- Bibliothek/Fort-de-France
Die Bibliothek wurde für die Pariser Weltausstellung 1889 als karibischer Pavillon gebaut; konzipiert von dem Architekten Henri Picq auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes und im romanisch- byzantinischen Stil. Später wurde sie dann in ihre Einzelteile zerlegt und nach Martinique verschifft. Heute ist die vielfarbige Bibliothek mit ihrer Glaskoppel eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Denkmal der Kaiserin Joséfine/Fort-de-France

Das Denkmal der Kaiserin, der Ehefrau Napoleons, ist aus Carrara- Marmor, der Blick der Figur ist auf ihr Heimatdorf Trois-Ilets errichtet. Da die ehemalige französische Kaiserin bei den Einheimischen nicht sehr beliebt ist, da sie die Wiedereinführung der Sklaverei forcierte, wird der Kopf des Denkmals hin und wieder entwendet.

Rathaus/Fort-de-France
Der erste Bau des Rathauses wurde im Jahr 1848 abgeschlossen. Dieser wurde jedoch doch einen Brand (1890) sowie durch einen Zyklon (1891) stark zerstört. Der Wiederaufbau des Rathauses war im Jahr 1901 beendet. Dieses Gebäude ist ein wunderbares Beispiel für koloniale Architektur. 1979 wurde das Rathaus unter Denkmalschutz gestellt.

Museen

Archäologisches Museum/Fort-de-France
Hier sind Dokumente zur Geschichte der Sklavenzeit und interessante Gegenstände (ca. .000) der indianischen Kulturen ausgestellt.

Paul-Gaugin-Museum/St. Pierre
Das Museum verfügt über keine originalen Gemälde, sondern anhand von Briefen, Fotos und persönlichen Gegenständen wird sein Leben dokumentiert. In einem Raum kann man Reproduktionen der Bilder sehen, die der Maler in seinem fünfmonatigen Aufenthalt auf Martinique gemalt hat.

Franck-Perret-Museum/St. Pierre
Nachdem ein starker Vulkanausbruch die Stadt 1902 vollständig zerstörte, wurde 1923 von dem US-amerikanischen Vulkanologen Frank Perret das Museum gegründet, welches die Zeit vor und nach der Katastrophe dokumentiert. Man sieht durch die Glut zusammen gebackenes Porzellan, zerschmolzene Flaschen, die verformte Glocke der Kathedrale und Bilder der Opfer, die ihr Leben während des verheerenden Vulkanausbruchs verloren hatten.

Musée Vulcanologique
/St. Pierre

Theater

Theater von Saint-Pierre
Das Theater von Saint-Pierre (La Comédie oder Salle de la Comédie) wurde im Jahr 1786 eröffnet. Es diente als Theater-, Opern-, Ballett- und Konzerthaus auf Martinique. Im Jahr 1901 wurde das Theater aufgrund finanzieller Schwierigkeiten geschlossen. Ein Jahr später im Jahr 1902 wurde das Theater durch den Ausbruch des Montagne Pelée stark zerstört. Die Ruinen des Theaters wurden 1996 unter Denkmalschutz gestellt und können besichtigt werden.

Kirchen

Cathédral Saint Luis/Fort- de- France
Die Kathedrale mit ihrem 60 m hohen Turm wurde nach den Plänen des Architekten Pierre-Henri Picq gebaut. Der Bau der Kathedrale begann im Jahr 1895. Da die Vorgängerkirchen verschiedenen Naturkatastrophen zum Opfer fielen, wurde dieses Gotteshaus mit einer Spezialkonstruktion, der Metallskelettbauweise, erdbebensicher gemacht. Die Kathedrale ist dem Heiligen Ludwig gewidmet und der Bautstil ist dem Historismus zuzurechnen.

Saint-Étienne du Marin
Die Kirche wurde im Jahr 1766 in der Gemeinde Le Marin errichtet. Geweiht ist die Kirche dem Heiligen Stephanus. Die Kirche ist im sogenannten jesuitischen Barockstil zuzuordnen. Besonders bemerkenswert ist die Holzdecke des Kirchenschiffes, da diese mit ihrer Form an einen Bootskiel erinnert. Im Jahr 1987 wurde die Kirche unter Denkmalschutz gestellt.

Sacré Coer/Balata

Die Kirche wurde 1928 erbaut und ist eine verkleinerte Kopie des gleichnamigen Gotteshauses in Paris.

Markt

Zentraler Gemüsemarkt; Gran Marché/Fort- de- France Der große Markt liegt in der Rue Isambert. Die Verkäuferinnen in den traditionellen bunten Madras- Kostümen bieten neben der breiten Palette der tropischen Früchte auch die typischen Gewürze und Duftharze der Insel zum Kauf an. Eine Ecke ist einigen kleinen Marktrestaurants vorbehalten, die zu hausgemachten Köstlichkeiten einladen.

Université des Antilles et de la Guyane

Die Universität Antillen-Guayana wurde im Jahr 1969 gegründet und fungiert als französische "Übersee" Universität für Französisch-Guayana, Guadeloupe und Martinique. Momentan sind ca. 12.000 Studenten an dieser Universität immatrikuliert.

Aquarium

Aquarium in Schoelcher
Dieses Aquarium in Schoelcher ist mit eines der größten und schönsten in der Karibik, es umfasst 250.000 l Wasser und bietet Lebensraum für mehr als 2.000 Fische.

Naturschönheiten

Botanischer Garten/Balata
Dieser Garten zählt mit seiner atemberaubenden Fauna mit zu den schönsten in der Karibik.

Pointe du Diamant
An der Südspitze der Insel ragt mit einer Höhe von 176 m die Vulkanspitze Rocher du Diamant aus dem Wasser; ein Felskegel im tiefen Blau der Karibik. Anfangs des 18. Jahrhunderts benutzten die Briten den Felsen als Bollwerk und griffen von hier aus die vorbeifahrenden französischen Schiffe an.

Wasserfall bei Fort-de-France
Nicht weit entfernt des Botanischen Garten in Balata liegt dieser leicht zu erreichende Wasserfall. Im Flussbecken hinter dem Wasserfall lässt es sich wunderbar baden.

Strände

  • bei Le Diamant
  • Anse des Salines
  • Anse Trabaud
  • Anse Michel

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