Südafrika: Feiertage, Veranstaltungen, Klima

Kulturveranstaltungen

Folgende Veranstaltungen finden jährlich in Südafrika statt:

Zeitpunkt Veranstaltung
Neujahr (Dezember/Januar) Cape Minstrel Carnival in Kapstadt
März One City Festival (Kunst- und Kulturfestival) in Kapstadt
April Oppikoppi Easter Festival auf der Oppikoppi Farm in Northam
Mai Cape Gourmet Festival (Feinschmeckerfest) in Kapstadt
August/ September Namaqualand Spring Flowers (Blumenfest) in Springbok
August Cape WOW Women's Festival in Kapstadt
September Oppikoppi Festival (Livemusikfestival) in Worcester

Arts Alive Festival
Bei diesem Festival der darstellenden Künste in Johannesburg finden an verschiedenen Orten der Stadt drei Wochen lang Veranstaltungen statt. Es gibt Live-Musik, Tanz, Kabarett und Theater. Höhepunkt des Festivals ist der "Jazz on the Lake" am Zoo Lake.

Citrus Festival 
Das jedes Jahr im August gefeierte Citrus Festival findet in Addo statt, also ganz in der Nähe von PE. Unter anderen öffnen viele Buden ihre Pforten und verkaufen alles, was mit Zitronen zu tun hat. 

Durban International Film Festival

Dieses Film Festival gehört zu den bedeutendsten und größten Festen von Durban. Man kann es alljährlich im Juli bzw. im August erleben.

Durban July
Der Juli ist in Durban jedes Jahr auch für den Durban July reserviert. Dabei handelt es sich um Afrikas erstes Pferderennen-Festival. Zu diesem Anlass finden sich unzählige Berühmtheiten in der Stadt ein.

Hindu-Festivals in Durban
Es gibt zahlreiche Hindu-Festivitäten über das Jahr verteilt. Allerdings wird man etwas herumfragen müssen, denn diese Festivitäten werden nicht unbedingt überall bekannt gemacht. Ein Fest findet aber auf jeden Fall zu Ostern in der Gegend um Umbilo statt. Gläubige laufen dann über glühende Kohlen. Ein weitere Hindu-Fest gibt es zwischen Februar und Juli – der genaue Zeitraum ändert sich von Jahr zu Jahr. Es heißt Kavady. Gläubige durchstechen zu diesem Anlass ihre Rücken mit Haken und tragen heilige Schreine durch die Straßen der Stadt.

PE Toy Run
Das im November stattfindende PE Toy Run soll eines der größten Wohltätigkeits-Motorrennen der Welt sein. Ziel der teilnehmenden Motor-Krosser ist es, den Kindern der Nelson Mandela Bay-Region so viele Spielzeuge zu ermöglichen, wie sie können.

Rosen-Festival
Das seit 1976 alljährlich stattfindende Rosen-Festival bekräftigt einmal mehr den Ruf von Bloemfontein als Stadt der Blumen bzw. Rosen. War das Fest zum Zeitpunkt seines Aufkommens noch eine eher kleine Angelegenheit, wurde es mit den Jahrzehnten zu einer der wichtigsten und bemerkenswertesten Veranstaltungen der Stadt. Es dauert inzwischen mehrere Tage und wird im Jahre 2010 vom 15. bis zum 22. Oktober stattfinden. Der Großteil des Rosen-Festivals wird in der Mimosa Mall ausgerichtet. U.a. kann man dem Champion Rose Competition beiwohnen, einer Ausstellung von verschiedensten Rosenarten.

 

Feiertage

Datum Feiertag
1. Januar Neujahr
21. März Tag der Menschenrechte
März/ April Ostern
Ostermontag Tag der Familie
27. April Freiheitstag
1. Mai Tag der Arbeit
16. Juni Tag der Jugend
9. August Nationaler Frauentag
24. September Tag des Erbes
16. Dezember Tag der Versöhnung
25. Dezember Weihnachten
26. Dezember Goodwill-Tag

Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf einen Sonntag, ist der folgende Montag ein Feiertag.

 

Sportveranstaltungen

Addo Elephant Marathon 
Für den Mai kann man sich den Addo Elephant Marathon dick ankreuzen. Allerdings sollten sich die Teilnehmer auf einen etwas anderen Lauf einstellen, denn die zu bewältigende Strecke führt durch einen National-Wildlife-Park nahe von Port Elizabeth. Statt glatten Straßen müssen sich die Marathon-Läufer über Wege durch afrikanischen Busch kämpfen. 

Billabong Professional Surfing Contest
Der Juli lockt mir diesem Surf-Wettkampf, der in der Nähe von Port Elizabeth natürlich an der bestens dafür geeigneten Jeffrey's Bay stattfindet. 

Der Comrades Marathon wurde 1921 als Gedenklauf für die südafrikanischen Gefallenen des 1. Weltkrieges von dem Kriegsveteranen Vic Clapham ins Leben gerufen. Er findet alljährlich im Juni abwechselnd zwischen Pietermaritzburg und Durban als Start- bzw. Endpunkt auf einer Strecke von ca. 90 km statt. Dieser größte und älteste Ultramarathon der Welt stellt das wichtigste Sportereignis des Jahres in Südafrika dar. Die Teilnehmer des volkstümlichen Laufs stammen aus allen Bevölkerungsschichten und entlang der gesamten Strecke werden Volksfeste organisiert. Das Rennen wird nach 11 Stunden abgeschlossen, hervorzuheben ist jedoch die Kameradschaft der Teilnehmer (Comrades engl. = Kameraden): die zusammengebrochenen Sportler werden teilweise von ihren Mitstreitern über die Ziellinie getragen, was nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht ist. Hilfe durch Außenstehende führt allerdings zur Disqualifikation.

Ironman South Africa 
Seit dem Jahre 2000 findet in Port Elizabeth im März bzw. im April alljährlich der Ironman South Africa statt, eine Triathlon-Sportveranstaltung, die 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen umfasst. Das nächste Mal wird der Ironman South Africa am 25. April 2010 stattfinden und wie immer in der Nelson Mandela Bay. 

Darüber hinaus findet Ende November/ Anfang Dezember in Sun City das Golfturnier Million Dollar Golf Challenge statt.

 

Südafrika: Klima

Das Klima in Südafrika unterscheidet sich innerhalb Nord und Süd und Ost und West.

Norden
Das Klima im Norden des Landes ist vorwiegend sonnig und trocken. Die durchschnittlichen Temperaturen am Tag betragen etwa 14 - 17°C von Oktober bis März und sinken bis Juni/Juli auf 8 - 9°C. In der Nacht schwanken sie von Dezember bis Januar um 16°C. Die kältesten Monate sind auch hier Juni/Juli mit 4 - 5°C. Die Regenzeit dauert von November bis Anfang März. In dieser Zeit gibt es durchschnittlich 7 - 8 Regentage pro Monat.

Süden
Die täglichen Durchschnittstemperaturen betragen im Süden des Landes 17 - 26°C. Die heißeste Zeit ist von November bis Februar, am kältesten ist es im Juli. Nachts sinken die Temperaturen auf 7°C im Juli und 16°C im Januar/Februar. Das ganze Jahr über gibt es im Monat mindestens 3 Regentage. Von Juni bis August steigt die Anzahl auf 10 - 11.

Osten
Von Dezember bis März betragen die durchschnittlichen Tagestemperaturen 28°C. Bis Juni sinken die Temperaturen auf 22°C und steigen danach wieder an. In der Nacht sinken die Temperaturen von Dezember bis Februar auf 16 - 17°C und bis Juni/Juli sogar auf 2°C. Auch hier weist jeder Monat mindestens 3 Regentage auf. Von November bis Januar gibt es sogar 14 - 15 Regentage pro Monat.

Westen
Die Tagestemperaturen im Westen schwanken das ganze Jahr um 20 - 24°C. Nachts sinken sie auf 13 - 15°C von November bis April und bis auf 9°C im Juli. Im Westen regnet es das ganze Jahr über kaum. Es kommen höchstens 2 Regentage im Monat vor.

Landessitten

Lesben und Homosexuelle in Südafrika
Das Gesetz Südafrikas verbietet die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung. Daher wird man v.a. in Städten wie Kapstadt, Johannesburg, Durban und Pretoria eine lebendige und aktive Lesben- und Schwulen-Szene vorfinden. Vor allem Kapstadt ist dabei die offenste Gay-City des „Schwarzen Kontinents“ und verfügt nach Los Angeles über die größte Homosexuellenszene der Welt. Zahlreiche Feste und Festivals zeigen die Größe und Lebenslust der Homosexuellen Südafrikas. So wird etwa im September (in Johannesburg) die Gay-Pride-Parade gefeiert, und in Kapstadt und Jo’burg begeht man im selben Monat das schwul und lesbische Out in Africa-Film Festival. Zudem wetteifert man im Dezember in Kapstadt um Karten für die Mother City Queer Project Party. Speziell auf die Interessen von Schwulen und Lesben zugeschnittene Zeitungen wie Exit, OUTright, Womyn und Rush (v.a. in Gauteng) runden das Angebot ab. Trotz dieser positiven Entwicklung trifft man aber oft und insbesondere in ländlichen Regionen sowohl unter Weißen als auch Schwarzen auf eine starke Tabuisierung gleichgeschlechtlicher Liebe. Dinge ändern sich halt nur langsam, und konservatives Gedankengut braucht Zeit, um Akzeptanz auf- und Vorurteile abzubauen.

Trinkgeld
Die Löhne in Südafrika sind niedrig, daher wird in Touristengegenden ein Trinkgeld von zwischen 10 und 15% der Gesamtrechnung erwartet. Natürlich darf man auch gerne mehr geben.

Südafrika: Pflanzen

Bäume

Der wohl häufigste Baum in dem eher baumlosen Südafrika ist der im Norden und Nordwesten wachsende Affenbrotbaum, der so genannte Baobab. Dieser Baum mit seinem auffällig geformten Stamm und der silbergrauen Rinde gehört zu den Wollbaumgewächsen und kann bis zu 1000 Jahre alt werden.

Weiterhin zeichnet er sich durch seine gurkenförmigen und holzschaligen Früchte sowie fettreiche Samen aus. Der Baobab kann in der Trockenzeit bis zu 5000 Liter Wasser speichern, wobei er dann allerdings alle seine Blätter verliert, um sich vor übermäßiger Verdunstung und so vor dem Verdursten zu schützen.

Wälder sind selten in Südafrika, da die ursprüngliche Vegetation abgeholzt wurde, um Nutzpflanzen Platz zu machen. Sie kommen aber um Knysna und Tsitsikamma herum noch vor. Hier sind Gelbholz-, Eisenholz- und Zitronenholzbäume heimisch. Den Kap-Löffelbaum und den von Elefanten besonders bevorzugten Stinkwood wird man nur noch im Naturschutzgebiet Tsitsikamma Forest finden, und auch der Kap-Lorbeerbaum ist beinahe ausgerottet, da sein Holz im Möbelbau sehr geschätzt war. Im Grassland gibt es Bäume nur an Schluchten und Flussufern. Sehr selten ist auch der Silberbaum im Kapland, der ausschließlich an den Osthängen des Table Mountain wächst. Der nicht höher als ca. 10 m hoch werdende Baum hat seinen Namen den mit langen Haaren bedeckten Blättern zu verdanken, die in der Sonne silbrig schimmern.

Bushwillow/Combremum-Bäume sowie die manchmal buschartigen Mopanebäume mit den schmetterlingsähnlichen Blättern wachsen im Osten der Savanne, während Baumeuphorbien und Speckbäume im Süden häufig sind. Letztere gehören zu den Sukkulenten und bekamen ihren Namen wegen der fleischigen und glänzenden Blätter, da diese dadurch wie eingefettet wirken.

Köcherbäume gibt es in Südafrika nur noch im Richtersveld-Nationalpark, wo sie bis zu 10 m hoch werden können. Sie wachsen aber auch in Namibia.

Andere Pflanzen

Untrennbar mit Südafrika verbunden ist der Begriff Fynbos ("feiner Busch"), der die kapländische Pflanzengemeinschaft bezeichnet. Sie beherbergt insgesamt mehr als 8500 Pflanzenarten, von den 6000 Arten endemisch sind (nur hier vorkommen). Besonders häufig sind dabei Erica-Arten und die Proteas (Silberbaumgewächse). Zu den letzteren gehört auch die Nationalpflanze Südafrikas, die Königsprotea. Ihre Blüte hat aufgrund der harten äußeren Blütenblätter ein kelchförmiges Aussehen und erreicht nicht selten einen Durchmesser von 30 cm. Besonders schön sieht die Blüte durch die silbrig-, weiß-, gelb- und rotfarbenen Blütenblätter aus. Zudem hat die Pflanze eine dicke Borke und ist somit feuerresistent, was in Südafrika von großem Vorteil ist, da hier Buschfeuer die Regel sind. Ebenso wie in Australien, wo die Königsprotea ebenfalls vorkommt. Es gibt sie in Südafrika am Kap vom Port Elisabeth bis zur Westküste um Vanrhynsdorp, wo sie auch in Höhen von 2400 m wächst.
Die geschützte Snow Protea wächst nur in den Cedarbergen und blüht zwischen Januar und März. Andere Pflanzen des Fynbos neben Sträuchern und Büschen sind Asternarten, Strohblumen, Zwiebelblumen, Lilien, Fresien und die Iris.
Wunderschön anzusehen sind die Blütenteppiche, die für eine kurze Zeit nach den Regenfällen am Succulent Karoo ihre volle Pracht entfalten. Während der Trockenzeit im Sommer gedeihen hier ansonsten nur Sukkulenten wie die Dickblattgewächse mit ihren dicken und fleischigen Blättern, die auf diese Weise Wasser speichern und so der Trockenheit trotzen. Gelegentlich kann man hier auch auf Bäume mit einer weißen Rinde stoßen, die so eine Methode entwickelt haben, die Hitze zu reflektieren.
Einige der Pflanzen, die in Europa einen hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad besitzen, stammen ursprünglich aus Südafrika. Dazu gehören Astern, Geranien, Schwertlilien und Strelizien.

Wollbaumgewächsen und kann bis zu 1000 Jahre alt werden. 

Heimisch ist auch die zu den Bananengewächsen gehörende Paradiesvogelblume. Der lange Stiel kann bis zu 1,5 m groß werden, beeindruckend ist allerdings weniger die Größe der Pflanze, sondern eher die Form und Farbe der Blütenblätter. Orange-gelbe und blaue Blütenblätter wachsen aus dem farblich oft variierbaren Hochblatt und erinnern so an den Kopf eines tropischen Vogels.
Eine eigene Vegetation herrscht in der Dornsavanne. Hier wachsen Pflanzen wie der Kameldorn, Kampferbusch und giftige Kandelabereuphorbien.

 

Nutzpflanzen

Der Baobab wird auf vielfältige Weise genutzt. Aus den Rindenfasern können Schnüre hergestellt werden, die Samen werden geröstet und als Kaffee getrunken und aus den Pollen kann Klebstoff hergestellt werden.
Ein alt bewährtet Nutzbaum ist der bis zu 10 m hoch werdende Köcherbaum. Aus seinem Stamm werden schon seit langem Köcher für Pfeile hergestellt, was ihm auch den Namen eingebracht hat.
Das Holz des Mopanebaumes wird gerne als Brenn-, Bau- und Möbelholz verwendet, ebenso wie auch das Holz der Stinkwood-Baumes in der Möbelindustrie Verwendung findet. Den wenig schmeichelhaften Namen hat der Stinkwood-Baum bekommen, weil sein Stamm einen sehr strengen und unangenehmen Geruch entwickelt, wenn er frisch gefällt ist.

 

Heilpflanzen

Die Rinde des Stinkwood-Baumes wird, wenn sie zur Pulver zerrieben wird, oft als Mittel gegen Kopfschmerzen und bei Magenproblemen angewendet.
In den Hochebenen entlang der Küste wächst wild die Aloe ferox, eine nahe Verwandte der als Heilpflanze sehr beliebten und bekannten Aloe vera. Die Wüstenpflanze gehört zu den Liliengewächsen und ist ein Blattsukkulent, da sie dank dem gespeicherten Wasser in den Blättern wochenlang ohne Wasser auskommen kann. Die Aloe ferox entwickelt im Gegensatz zur Aloe vera einen bis zu 4 m hohen Stamm, auf dem in einer Rosette angeordnet die 50 cm langen, dicken und am Rand gezähnten Blätter sitzen. Die heilenden Eigenschaften sind bei beiden Arten ähnlich, und auch wenn die Aloe vera einen höheren Bekanntheitsgrad besitzt, so sind die Wirkstoffe der Aloe ferox um vieles stärker konzentriert. Von den rund 200 Aloe-Arten sind diese beiden die einzigen, denen eine heilende Wirkung beim Menschen nachgesagt wird. Innerlich eingenommen, beispielsweise in Form eines Saftes, wirken die Stoffe u.a. stärkend auf das Immunsystem und entschlackend. Wird das in den Blättern enthaltene Gel äußerlich angewendet, so hat es neben einer hautpflegenden Wirkung auch eine lindernde bei Mückenstichen, Sonnenbrand und Verbrennungen. Es wirkt auch desinfizierend sowie wund- und narbenheilend. Diese Eigenschaften stellt die Aloe auch bei sich selber unter Beweis, indem sie Wunden an Blättern innerhalb weniger Stunden verschließen kann. Allerdings entfaltet die Pflanze die volle Bandbreite ihrer Wirkstoffe erst mit dem Alter von 3-4 Jahren. Alle wildwachsenden Aloe-Arten stehen unter Naturschutz!

 

Giftpflanzen

Die Kandelabereuphorbie enthält wie alle Wolfsmilchgewächse einen weißen Saft, der extrem giftig ist. Ein einzelner Tropfen in die Augen kann bereits zum Erblinden und auf der Haut zu Verbrennungen führen. Die Pflanze wird traditionell als ein Schutzzaun gegen wilde Tiere angebaut, da diese um die gefährliche Wirkung wissen und sich von der giftigen Pflanze fernhalten.


Eingeführte Pflanzen

Die in den Wäldern wachsenden Fichten und Eukalyptusbäume wurden einst ins Land gebracht, ebenso wie die Jacaranda-Zierbäume, die aus Südamerika nach Südafrika kamen. Besonders gut angepasst haben sich Kakteen (Opuntien), die ursprünglich auch nicht aus Südafrika stammten.

Tiere in Südafrika

Säugetiere

Am häufigsten wird man den Begriff "The Big Five" in Verbindung mit Großsäugern in Südafrika hören. Dazu zählen  Löwe, Büffel, afrikanischer Elefant, Nashorn und der Leopard. Allen fünf kann man auf Fotosafaris in Afrikas größtem Nationalpark, dem Kruger-Nationalpark begegnen, allerdings werden die Löwen mit den Jahren immer weniger, ebenso wie die anderen größeren Säuger. Eine der Hauptgründe dafür sind die immer wieder angebotenen Jagdsafaris.
Überall in Südafrika kann man auf Paviane (Baboons) treffen, aber besonders häufig ist das in den Bergen der Fall. Sie leben in Herden von 100 Tieren und ernähren sich von Insekten, Eidechsen, Früchten und Beeren. Auch wenn die Affen auf den ersten Blick ganz possierlich aussehen, ist deren Füttern strengstens untersagt, da sie aggressiv werden können und dann auch angreifen. Sein Hab und Gut sollte man besser im Auge behalten, da die Paviane geübte Langfinger sind. In den Bergen leben auch Leoparden, der Wüstenluchs und der Honigdachs.

Etwas häufiger sind Giraffen und zahlreiche Antilopenarten wie Impalas (Schwarzfersenantilopen), Kudus, Oryx Gazella und Springböcke. Impalas zeichnen sich besonders durch ihre bis zu 9 m weiten und 3 m hohen Sprünge aus. Charakteristisch sind auch die zwei schwarzen Streifen auf dem sonst hellbraun gefärbten Steiß. Die bis zu 90 cm lang werdenden Hörner kommen nur bei den Männchen vor. Impalas sind im ganzen südlichen Teil Afrikas, wie z.B. auch in Botswana, weit verbreitet.
In Südafrika leben auch Kapzebras, weiße und schwarze Nashörner und Buntböcke. Das Weißschwanzgnu ebenso wie die pferdgroße Elenantilope und die Bleßböcke leben ausschließlich in den Grassländern Südafrikas.
Im Karu-Gebiet leben einige der einheimischen Tiere wie der mit dem Marderhund verwandte Löffelhund, der Schwarzrückenschakal, das Erdmännchen und das Erdhörnchen. Der Löffelhund hat seinen Namen den großen, tütenförmigen Ohren zu verdanken, die beinahe zu groß für die kleine Schnauze wirken.
Typische Bewohner der seltenen Wälder sind die wenig bekannte Weißkehlmeerkatze, das Buschschwein, die Schirrantilope und der ebenfalls zu den Antilopen gehörende Blauducker.

Reptilien

Die zahlreichen Schlangenarten gibt es im Snake Park bei Midrand zu bewundern.
Die beeindruckende Lederschildkröte gibt es an der Westküste Südafrikas. Anders als bei anderen Schildkröten ist der Panzer der Lederschildkröte mit einer gummiartiger Haut überzogen. Die Meeresschildkröte legt ihre Nester in Sandküsten ab. Es gibt solche Nester auch an der Atlantikküste in Nordamerika, in den Küsten der Karibik und Mittelamerikas sowie in Südamerika und den Küsten des Indischen Ozeans. Durch die Fischerei ist der Bestand allerdings gefährdet, da sich die Tiere in den Netzen verfangen. Die Eier sind als Delikatesse begehrt und werden direkt aus den Nestern am Strand entnommen, wodurch die Populationen gefährdet werden. Die Lederschildkröte steht unter Naturschutz.

Von Südafrikas Krokodilen ist das Nilkrokodil am meisten verbreitet, allerdings lebt dieser nicht mehr in freier Wildbahn, sondern ist nur noch im Kruger-Nationalpark und St. Lucia Wetland Park zu bewundern. Das bis 5 m groß werdende Krokodil war eine Zeitlang vom Aussterben bedroht, durch gezielte Schutzmaßnahmen wurde er davor jedoch bewahrt und kommt heute in ganz Afrika in relativ stabilen Beständen vor.
Besonders viele Echsen gibt es am Kap der guten Hoffnung, hier leben auch Geckos und Warane. Ein sehr häufiges Reptil in Südafrika ist das Chamäleon. Entgegen der allgemeinen Annahme kann sich das Chamäleon nicht jeder Unterlage anpassen sondern ist auf ein bestimmtes Farbspektrum beschränkt, das sich von Art zu Art unterscheidet. Auch hängen die Farbwechsel nicht mit der Unterlage zusammen, sondern sind eine Reaktion auf den Gemütszustand des Chamäleons (Temperatur, Angst, Erkrankung etc.) und dienen vor allem der innerartlichen Kommunikation.

Schlangen (nicht giftig)

Die meisten der in Südafrika vorkommenden Schlangen sind ungiftig, zu ihnen gehört auch die Maulwurfsnatter. Ihr Biss kann allerdings ziemlich weh tun.
Die Felsenpython ist ebenfalls ungiftig, aber deswegen nicht weniger gefährlich. Sie gehört zu den Würgeschlangen und umschlingt und würgt ihr Opfer so lange, bis die wichtigsten Blutgefäße im Körper platzen, was im Endeffekt unweigerlich zum Tode führt.

Gifttiere

Es gibt in Südafrika etwa 34 giftige Schlangenarten, von denen 14 dem Menschen gefährlich werden können. Mit zu den sehr giftigen Schlangen gehört die Speikobra, die ihr Gift verspritzt und auch noch zubeißen kann. Dabei zielt sie genau auf die Augen und trifft auch.
Das Gift der Kapkobra führt zur Muskellähmung, Atemstillstand und schließlich zu Herzversagen. Giftig und dazu auch noch häufig vorkommend ist die Puffotter.
Die größte Giftschlange Afrikas ist die Schwarze Mamba, von deren Gift bereits zwei Tropfen ausreichend sind, um einen Menschen zu töten und nicht viel weniger giftig ist die Grüne Mamba.
Baumschlangen, auch als Boomslang bekannt, besitzen ein sehr wirksames Gift, welches zur Blutung der inneren Organe, Schleimhäute und der Haut führt.
Da die meisten der Schlangen aber sind scheu und flüchten vor dem Menschen eher. Es sollte aus vielerlei Gründen vermieden werden, mit bloßen Händen in Erdhöhlen und Spalten zu greifen. Generell gilt aber, fühlt sich eine Schlange bedroht und wird angegriffen, setzt sie sich auch zur Wehr.
Zu den giftigen Schlangen gehört auch die Atroposviper.

 

Andere für den Menschen allerdings ungefährliche Gifttiere sind die sogenannten Meuchel-Spinnen. Sie gehören zwar zu den Webspinnen, weben aber keine klebrigen Netze, sondern töten ihre Beute aus sicherer Entfernung mit einem Giftzahn. Dieser ist extrem verlängert und sitzt auf dem Kiefer der nur 2 mm großen Spinnen. Parallel zu dem langen Giftzahn haben die Meuchel-Spinnen auch einen langen Hals entwickelt. Finden kann man sie heute außer in Südafrika nur noch in Madagaskar und Australien.

Vögel

Der Nationalvogel des Landes ist der gefährdete Paradieskranich, der ebenso wie die Blauschwalbe in Mpumalanga vorkommt. Letztere ist dabei der am stärksten gefährdete Vogel Südafrikas. Der Paradieskranich wird bis zu 1 m groß und er hat ein blau-graues Federkleid, welches ihm auch den Beinamen Blaukranich eingebracht hat. Charakteristisch sind die schwarzen Schmuckfedern an den Flügeln, die bis zum Boden reichen sowie der weiße Scheitel auf dem Kopf. Der Paradieskranich ernährt sich hauptsächlich von pflanzlicher Kost, wertet den Speisezettel aber auch mit Fischen, Fröschen, kleinen Reptilien und Insekten auf. Größere Bestände des schönen Vogels kann man in der Nähe von Kapstadt am Breede River und bei Caledon bestaunen.

Zahlreich sind dagegen Flamingos und Strauße. Flamingos bilden eine eigene Familie und sind auch in Teilen Südamerikas, Westasien und Südfrankreich verbreitet. Gleich erkennbar sind die bis zu 130 cm großen Vögel an ihrem langen und dünnem Hals, an den dünnen Beinen sowie an dem dicken, nach unten gebogenen rosafarbenen Schnabel mit der schwarzgefärbten Spitze. Dieser wird bei der Nahrungssuche als Sieb gebraucht. Auf dem Speiseplan stehen dabei Würmer, Algen und vor allem Kleinkrebse. Die sind es auch, die für das rosafarbene Federkleid der Flamingos verantwortlich sind. Der mit den Krebsen aufgenommene rote Farbstoff wird in den Federn abgespeichert. Schließlich sind die Vögel umso stärker rosa gefärbt, je mehr Krebse sie verspeist haben. Das berühmte einbeinige Stehen dient der Wärmespeicherung, da das eine Bein im warmen Gefieder versteckt wird und somit ein geringerer Wärmeverlust entsteht. Dieses Kunststück ist für die Flamingos (wie auch für Störche) nicht weiter anstrengend.

An der Küste und auf den Inseln trifft man auf große Kolonien von Brillenpinguinen, die wie viele andere Vögel Südafrikas unter Naturschutz stehen.
Zu den farbenprächtigen Vögeln gehören die Tokos auf früchtetragenden Bäumen der Savanne, der afrikanische Wiedehopf und der Knysna Loerie in den Wäldern von Knysna. Letzterer ist endemisch (kommt nur in Südafrika vor) und mit dem europäischen Kuckuck verwandt. Charakteristisch ist der grüne Körper mit den roten Flügeln. Rot sehen diese aber nur während des Fluges aus, ansonsten erscheinen sie blau. Ein deutliches Merkmal ist auch der Kamm auf dem Kopf sowie die braunen Augen mit dem roten Augenring und zwei weißen Linien jeweils über und unter den Augen.
Es gibt in Südafrika auch zahlreiche Eisvogelarten und Raubvögel wie den Raubadler. Die Namaflughühner halten sich überwiegend an Wasserstellen auf. Im Grasland lebt die Gackeltrappe und das Perlhuhn.

Insekten, Spinnen

Die seltene afrikanische Bolasspinne hat zu ihrem Schutz ein eigenes Reservat errichtet bekommen, das Spinnenreservat Umgeni Valley im Kwazulu-Natal. Selten sind auch die Kupferschmetterlinge, die seit 1984 im Schmetterlingsreservat in Ruimsig zu bewundern sind.
Die malariaübertragende Anophelesmücke ist verstärkt südlich der Sahara verbreitet und in Südafrika besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Als wichtigste Vorsorgungsmaßnahme gilt das Vermeiden von Stichen durch Mückencremes, Mückensprays und passende Kleidung.

Unterwasserwelt

In der Umgebung von Kapstadt sowie auf Seal Island gibt es große Seehundkolonien. Tauchern wird geraten, sich von diesen Gebieten eher fernzuhalten, da sie zu den Jagdgebieten des Weißen Hais gehören. Dieser ist häufig an der Küste Südafrikas sowie im Shark Alley und in der Gegend um Gansbaai und Kleinbaai anzutreffen. Insgesamt gibt es an die 350 verschiedene Haiarten in Südafrika zu sehen. Dazu gehören Kupferhaie, Katzenhaie, Sandtiger- und Blauhaie.

Wale wie die Glattwale in der False Bay und Walker Bay und Buckelwale bei Plettenberg Bay sind in Südafrika auch keine Seltenheit und können von Juli bis Anfang Dezember beobachtet werden.
Riesige Sardinenschwärme ziehen zwischen Mai und Juli an Südafrikas Küste vorbei und locken neben Walen und Haien auch Delphine, Seelöwen und zahlreiche Seevögel an.