Mali: Pflanzen

Leider wurde auch in Mali zahlreiche Wälder abgeholzt oder gerodet, um Platz für landwirschaftliche Flächen oder Siedlungen zu schaffen. Außerdem besteht der Norden aus Wüste oder einer fast baumloser Landschaft.
Daher gibt es in mali nur eine überschaubare Anzahl an Pflanzen. Eine Ausnahme davon bilder vor allem die beiden Nationalparks des Landes.

Bafing Nationalpark
Der Bafing Nationalpark befindet sich im Süden von Mali und hat seinen Namen von dem gleichnamigen Fluss, der den gesamten Park Gebiet durchfließt. Bekannt ist dieser Park vor allem wegen seiner vielfältigen Pflanzenwelt.

Boucle du Baoule Nationalpark
Der Boucle du Baoule Nationalpark liegt in der westlichen Hälfte von Mali und wurde in den 1950ern zum nationalen Schutzgebiet erklärt. Er umfasst eine Fläche von rund 8.000 km² Land. Auch dieser Park fasziniert besonders aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt. Hier gibt es Galeriewälder, Bambuswälder und Palmhaine zu bewundern.

Im Norden
Der Norden des Landes ist von der Sahara bedeckt und daher gibt es hier nur wenige Pflanzen, darunter sind verschiedene Gräser, Büsche Gräser und in Wadis Akazien. In der nördlichen Sahelzone findet man neben Akazien auch den Sträucher von Leptadenia pyrotechnica oder den Zahnbürstenbaum, der traditionell für die Zahnreinigung verwendet wird. In der Dornbaumsavanne findet man neben diversen Gräsern auch Akazien sowie Wüstendattelbäume. Da sich hier Büsche und Bäume mit nahezu pflanzenlosen Region abwechseln, erscheint diese Landschaft einem Tigerfell ähnlich, daher wird sie auch als Tigerfellbuschlandschaft bezeichnet

Im Süden
Im Süden von Mali gibt es noch Trockenwälder, die während der Trockenzeit ihr Laub abwerfen, das in der Regenzeit dann wieder nachwächst. Man findet hier u.a. Kapokbäume, Karitébäume, Affenbrotbäume (Baobab) oder Anabäume. In den weniger regenreichen Regionen findet man diverse Gräser, wie Hyparrhenia- und Andropogon-Arten. Da der Affenbrotbaum eine Besonderheit ist, sei er etwas ausführlicher dargestellt.

Affenbrotbäume
Die Affenbrotbäume – auch als Baobabs bezeichnet - sind nicht nur für Naturliebhaberein echter Hinkucker.
Die Affenbrotbäume (Adansonia) sind eine Gattung aus der Unterfamilie der Wollbaumgewächse (Bombacoideae) in der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Sie erreichen eine Höhe zwischen 5 und 30 m.
Affenbrotbäume speichern Wasser im Stamm und kommen zudem mit relativ wenig Wasser aus, sodass er die afrikanische Hitze gut verträgt. Diese Baumart wächst auch auf Madagaskar und in Australien. In regenreichen Gegenden gibt es ihn dagegen nicht.

Die Affenbrotbäume sind große und häufig bizarr wachsende Laubbäume. Sie zeichnen sich durch einen relativ kurzen, extrem dicken Stamm aus und die Baumkrone besteht aus kräftigen, oft unförmig erscheinenden Ästen, die eine weit ausladende Krone bilden. Im unbelaubten Zustand erinnert die Astkrone an ein Wurzelsystem, was zu der Legende beigetragen hat, der Affenbrotbaum sei ein verkehrt herum gepflanzter Baum. Die graubraune bis graue Rinde ist zwischen 5 bis 10 cm dick und ist außen hart und innen faserig. Daher können die Bäume kleinere Buschbrände recht gut überstehen.

Die süßen Früchte werden als Obst oder zur Herstellung von Fruchtsäften und Süßwaren genutzt und aus den Samen wird kostbares Öl gewonnen. Aus den Fasern der Rinde werden u.a. Seile, Taue, Gurtbänder, Saiten für Musikinstrumente, Körbe, Netze und Angelschnüre hergestellt. Die getrocknete Rinde wird u.a. als Mittel gegen Fieber genutzt.

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