Kondor

Andenkondor
Der Andenkondor  (Vultur gryphus) gehört zur Gattung Vultur, zur Familie der Neuweltgeier (Cathartidae) in der Ordnung der Greifvögel (Accipitriformes).
Die Tiere können bis zu 110 cm groß werden - bei einer Flügelspannweite bis zu 320 cm.
Das Gewicht der Männchen beträgt rund 12 kg und das der Weibchen etwa 9,5 kg.
Der Andenkondor ist damit der größte Geier weltweit. Der breite und nicht gezeichnete und relativ lange Schwanz ist im gefächerten Zustand gerundet.

Das Gefieder der Tiere ist überwiegend glänzend schwarz, wobei die Flügeldecken und die Armschwingen glänzend silberweiß sind. Typisch ist der flaumige, weiße Halskragen, von der sich sehr deutlich der nackte, rote Hals und der Kopf abheben.
Mit dem weißen Kragen wirken die Vögel wie Pastoren der Lutheraner.
Der Kopf ist weitgehend nackt, braun-rötlich und deutlich braun-rötlich bis violett geädert.
In der freien Wildbahn stehen Alpaka- und Lamakadaver, an der Küste von Chile auch tote Wale auf dem Speiseplan.
Man findet die Tiere von Feuerland bis nach Venezuela. Sie können bis in eine Höhe von etwa 7.000 m fliegen.
Man schätzt ihren Bestand in den Anden auf etwa 10.000 Exemplare
Erwähnenswert ist das peruanische Volksied „El Condor Pasa“ (Der Kondor fliegt vorbei) aus dem 18. Jahrhundert, das in seiner englischen Version von  Simon & Garfunkel aus dem Jahre 1970 international bekannt wurde.

Kalifornischer Kondor
Der Kalifornischer Kondor (Gymnogyps californianus) gehört zur Gattung Gymnogyps, zur Familie der Neuweltgeier (Cathartidae) in der Ordnung der Greifvögel (Accipitriformes).
Die Vögel galten aufgrund extensiver Bejagung und dem Einsatz von Pestiziden und durch die Bleimunition in den Kadavern geschossener Tiere. zwischen 1985 bis etwa 1992 in Freiheit als ausgestorben. Durch Auswilderungen in Gefangenschaft lebender Tiere entstand ein neuer Bestand, der im Jahr 2018 etwa 300 Tiere umfasste.

Die Vögel erreichen eine Größe von 110 bis 127 cm mit einem 33 bis 40 cm langen Schwanz. Ihre Flügelspannweite liegt zwischen 2,40 bis etwa 3 m. Das Gewicht der Tiere liegt zwischen 8 und 15 kg wobei die Männchen etwas größer und schwerer als die Weibchen sind. Ihr Gefieder ist schwarz während die die Federn der Oberseite eher bräunlich sind. Die Halskrause ist grau.
Der gelb bis orange gefärbte Kopf der Tiere ist nahezu federlos und hat einen gelblich gefärbten Schnabel.
Man findet die Tiere vor allem in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Arizona sowie im Norden Mexikos.
Ihre Nahrung sind nahezu ausschließlich die Kadaver von größeren Säugetieren