Eisvogel, Wiedehopf

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Wiedehopf

Der Wiedehopf (Upupa epops) ist eine Art aus der Gattung Upapa, der Familie der Wiedehöpfe (Upupidae) und der Ordnung der Hornvögel und Hopfe (Bucerotiformes).
Es gibt eine Reihe von Unterarten, über deren genaue Anzahl in der Wissenschaft aber bisher keine Einigkeit herrscht. In Mitteleuropa findet man die Unterform Upupa epops epops vor. Der hiesige Wiedehopf ist ein seltener und in großen Teilen ihres früheren Verbreitungsgebietes nicht mehr vorhandener Brutvogel.
Der Vogel besitzt vom Schnabel bis zur Schwanzspitze eine mittlere Länge von 28 cm. Charakteristisch sind die schwarz-weiß gebänderten Flügel mit gelben Einschlüssen, der lange, gebogene Schnabel und die bis zu sechs Zentimeter lange aufrichtbare Federhaube, deren Ende schwarz-weiß gefärbt ist.
Der Schwanz ist schwarz und besitzt eine breite weiße Binde. Der restliche Körper ist rostbraunrot. Auffällig ist das Kopfnicken, das der Vogel bei der Nahrungssuche oder in Erregung vollführt.

Der Wiedehopf bevorzugt wärmere, trockene und nicht zu dicht mit Bäumen bestandene Gebiete mit einer geringen Vegetation. In Mitteleuropa kommt die Unterart besonders in Obst- und Weinkulturen, in Gegenden mit Weidetierhaltung sowie auf buschigen Brachflächen vor.
Sie brüten gerne in Kiefernwäldern, sowie in Lichtungen in ansonsten geschlossenen Waldgebieten.

Die Nahrung des Vogels besteht vorwiegend aus Insekten, wobei Feldgrillen, Maulwurfsgrillen, Engerlinge sowie verschiedene Raupenarten und Käfer besonders gerne verspeist werden.

Seltener dienen Spinnen, Asseln, Tausendfüßer oder Regenwürmer als Nahrung. Es wurde aber auch beobachtet, dass er Frösche, kleine Eidechsen oder Vogelgelege und Nestlinge erbeutet hatte

Eisvogel

Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art aus der Familie der Eisvögel (Alcedinidae). Der Vogel hat einen kurzen und gedrungenen Körper mit kurzen Beinen, kurzen Schwanzfedern und breiten Flügeln.
Der große Kopf mit dem etwa 4 cm langen, spitzen Schnabel sitzt an einem kurzen Hals. Die Oberseite erscheint kobaltblau bis türkisfarben, mit einen leuchtend blauen Streifen.
Die Vögel werden zwischen 16 bis 18 cm lang, bei einem Gewicht von 35 bis 40 g. Ihre Flügelspannweite erreicht eine Länge von etwa 25 cm.
Der Obertei des Kopfes, die Flügel, Schultern und Schwanzfedern sind dunkelblaugrün bis grünblau gefärbt, wobei sich an den Kopffedern azurblaue Querbänder und an den Flügeln azurblaue Spitzen befinden.
Der Rückenstreifen ist leuchtend türkisblau. Die Bauchseite des Vogels ist mit Ausnahme der weißen Kehle rostrot bis kastanienbraun gefärbt. Der Kopf zeigt sich mit rotbraunen Ohrdecken, weißen Halsseitenflecken und einen blaugrünen oder blauen Bartstreif.
Vor den Augen befindet sich ein kastanienbrauner Fleck. Der Eisvogel bevorzugt nicht allzu fließenden oder stehende Gewässer, in denen Kleinfische leben. Das können Flüsse, Bäche, Seen und Altwässer, Tümpel, Gräben, Kanäle, Teichanlagen oder Talsperren sein.
Als Brutplätze dienen Steilufer oder große Wurzelteller umgestürzter Bäume mit einer dicker Erdschicht. Als Nahrung dienen Fischen, Wasserinsekten und deren Larven, Kleinkrebse und Kaulquappen.
Dabei ist er in der Lage, Fische bis zu einer Länge von etwa 9 cm verschlingen, die er beim so genannten Stoßtauchen erbeutet hat.
Hinweis
In den Jahren 1973 und 2009 war er in Deutschland Vogel des Jahres, 2009 in Österreich und 2006 in der Schweiz. Zudem 2005 in Belgien und 2011 in der Slowakei.

 

Jägerlieste

Der Jägerliest (Dacelo novaeguineae) - auch als Lachender Hans bezeichnet - ist der bekannteste Vogel in der Gattung der Jägerlieste (Dacelo) und der größte in der Familie der Eisvögel (Alcedinidae). Der Vogel erreicht eine Körpergröße von 40 bis nahezu 50 cm.
Die Flügel und der Schwanz sind relativ kurz. Die Oberseite und die Flügel sind braun bis dunkelbraun, während die Unterseite weiß bis elfenbein gefärbt ist. Dieselbe Färbung besitzen sie zwischen den Flügeln und dem Kopf, der eine braune Krone trägt. Die Männchen besitzen blaue Flecken auf der Flügeloberseite, während diese bei den Weibchen weiß sind. Bemerkenswert ist, dass der Vogel mit seinem Partner bzw. seiner Partnerin lebenslang zusammen bleibt. Zu ihrer Beute gehören Insekten, kleine Säugetiere (Mäuse), andere kleinere Vögel und kleine Reptilien. Seinen Namen hat der Vogel wegen seines an ein lautes Gelächter erinnernde Stimme zur Verteidigung seines Reviers. Die Australier bezeichnen ihn als Kookaburra, hier kommt der Vogel besonders im Osten und Südosten vor.