Gelbgrüne Zornnatter, Hierophis viridiflavus

Allgemeines, systematische Einteilung

Die Gelbgrüne Zornnatter ist keine Giftschlange.
Ihren Namen hat sie, da sie bei einer Gefahr, vor der sie nicht füchten kann, durchaus heftig zubeißen kann. Es sei darauf hingewiesen, dass diese Schlange jedoch nicht in Deutschland, nicht in Österreich aber in der Süd- und Westschweiz vorkommt.
Von der Gattung Hierophis gibt es insgesamt die folgenden drei Arten:
- Hierophis gemonensis
- Hierophis spinalis
- Hierophis viridiflavus

Von der hier vorgestellten Art  "Hierophis viridiflavus" gibt die beiden folgenden Unterarten:
- Hierophis viridiflavus carbonarius
- Hierophis viridiflavus viridiflavus

systematische Einteilung, Taxonomie

Familie Nattern  (Colubridae)
Unterfamile Land- und Baumnattern (Colubrinae)
Gattung (Hierophis)
Art Gelbgrüne Zornnatter (Hierophis viridiflavus)

 Ausländische Bezeichnungen:

  • Englisch: Green Whip Snake, Western Whip Snake, Dark Green Snake
  • Französisch: Couleuvre verte et jaune
  • Italienisch: Colubro biacco

Aussehen, Verhalten und Feinde

Aussehen
Diese Schlangenart ist auffallend lang und zwar im Mittel um 150 cm - bei einer maximalen Länge von ca. 170 cm.
Die Grundfarbe ihres Rückens ist  blau-schwarz mit gelben Flecken, die zum Kopf hin oft zu dünnen Querstreifen zusammenfließen. Der schwarze Kopf ist mit gelben Sprenkeln versehen. Ihre Bauchseite ist grau bis gelblich gefärbt.
Die im Süden des Verbreitungsgebiets lebende Unterart ist im Alter mehr oder weniger einfarbig schwarz. Jungtiere beider Unterarten haben eine Jugendzeichnung bestehend aus einem hellen und dunklen, grau oder braun gefärbten Sprenkelmustern.

Verhalten
Das Verhalten der beiden Unterarten unterscheidet ich kaum, sodass es hier gemeinsam abgehandelt werden kann. Das tagakive Tier ernährt sich von Eidechsen, Kleinsäugern und gelegentlich von Schlangen, die sie in aktiver Jagd aufstöbert und ungestüm überwältigt. Zornnattern machen bei Behelligung oder Fang ihrem Namen alle Ehre und beißen kräftig zu. Die Schlange lebt vorzugsweise in trockenen, steinigen Habitaten, sie siedelt sich auch sehr gerne in Weinbergen mit Trockenmauern an. Obwohl sie am Boden lebt kann sie gut klettern. Gelbgrüne Zornnattern sind sehr nervöse und vorsichtige Tiere mit einer großen Fluchtdistanz, sodass man sie wohl meistens nur kurz zu Gesicht bekommt. Für die Gefangenschaft sind diese stolzen Tiere, die mit einem unbändigen Freiheitsdrang ausgestattet sind, nicht geeignet - sie kümmern in einem Terrarium nur dahin.
Zur Fortpflanzung legt sie 5 bis 15 Eier.
Während des Winters verfällt sie in eine Art Winterstarre, aus der sie im Frühjahr wieder erwacht.

Feinde
Ihre natürlichen Feinde sind besonders Katzen (Luchse, Wildkatzen, Hauskatzen), Igel und Raubvögel, aber auch Möwen und Krähen sowie Wildschweine.
Aber die größte Bedrohung für diese Tiere geht vom Menschen aus - oft auch unbeabsichtlich in Folge der Zerstörung ihrer Lebensräume (Ersatz der Trockenmauern durch Betonkonstruktionen) und durch die Anwendung von Insektiziden, die über die Nahrungskette aufgenommen werden..

Vorkommen

Die Schlange kommt in den folgenden Ländern vor.

Frankreich - einschließlich Korsika Italien - einschließlich Sardinien und Elba
Kroatien - Küstenregion
einschließlich einer Reihe von Adria-Inseln 
Malta
Schweiz - südlicher und westlicher Teil Slovenien
Spanien - Nordosten Zypern

Sie lebt in offenem und eher trockenem Gelände mit wenig Bewuchs. So findet man sie oft in der Macchia z.B Korsikas oder Elbas.
Auch in Heidegebieten, trockenen Flusstälern aber auch in verlassenen Steinhäusern (Ruinen) oder Steinmauern kann man auf das Tier treffen.

Zusammenarbeit

Seit Anfang September 2008 arbeiten wir mit der folgenden sehr bedeutenden österreichischen Schlangenfarm zusammen:

Reptilienzoo Nockalm
Eigentümer: Peter Zürcher
Vorwald 83
9564 Patergassen
Österreich/Kärnten
Tel.: 0043 - 4275 - 23165
Mobil: 0043 - 676 - 734 4 270

Der Reptilienzoo - idyllisch im Bundesland Kärnten gelegen - beherbergt eine große Anzahl der verschiedensten Schlangen, von den Kobras über Klapperschlangen, Kreuzottern, Aspisvipern bis hin zu Puffottern und Mambas - um nur einige zu nennen. Der Zoo eignet sich sowohl für Einzelbesucher wie auch für Familien oder Schulklassen.
Er liegt ca. 40 km von Villach in Richtung Kleinkirchheim entfernt.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise
Die Öffnungszeiten, Eintrittspreise und weitere Informationen finden Sie unter folgender Webadresse:
www.reptilienzoonockalm.at