Gottesanbeterin, Fangschrecken

Europäische Gottesanberin
Die Europäische Gottesanberin (Mantis religiosa) ist eine Insektenart aus der Gattung Mantis, der Unterfamilie Matinae,
der Familie Matidae in der Ordnung der Fangschrecken.
Sie ist die einzige Vertreterin der Ordnung der Fangschrecken (Mantodea), die in Mitteleuropa vorkommen.
In Deutschland ist sie in der Roten Liste als gefährdet eingruppiert und darf u. a. weder gefangen noch gehalten werden.

Die Weibchen können eine Länge bis zu etwa 7,5 cm erreichen, während die Männchen mit ca. 6 cm deutlich kleiner sind bis zu 75 mm lang werden. Ihre Grundfärbung variiert von zartgrün bis braun und auf früheren Brandflächen findet man sogar nahezu schwarze Tiere.
An der Innenseite der Vorderhüften befindet sich ein schwarzer Fleck, oft mit einem weißen Kern.
Ins Auge fallen ihreverlängerten Halsschilde sowie der große, dreieckige und sehr bewegliche Kopf.
Die hinteren Beinpaare werden zum Laufen genutzt, während die Vorderbeine als Fangbeine dienen.

Trotz ihres Namens stammt die Europäische Gottesanbeterin ursprünglich aus Afrika. Heutzutage findet man sie im gesamten Mittelmeerraum, in großen Teilen von Asien - bis nach Japan und zu den großen Sundainseln. In nord-südlicher Richtung findet man sie vom südlichen Westsibirien bis zum Kap der guten Hoffnung, sowie auf dem nordamerikanischen Kontinent. In Deutschland findet man die Tiere in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland.
Im Osten sind sie in Berlin in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt verbreitet.
Ihren Namen hat die Gottesanbeterin von ihrer Haltung, die an eine betende Person erinnert.
Die Europäische Gottesanbeterin war zum Insekt des Jahres 2017 erklärt worden.