Markt, Gebäude, Bauwerke
Altmarkt
Der Altmarkt hieß bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts nur Markt, den jetzigen Namen erhielt er, um ihn vom neu angelegten Klostermarkt zu unterscheiden. Hier fanden die Wochen- und Jahrmärkte statt. Hin und wieder gab es auch eine Hinrichtung. In den letzten Jahren wurden die angrenzenden Häuser saniert bzw. wieder aufgebaut. Auch der Marktplatz selbst wurde erneuert und seit dem 13. November 2007 steht der König-Albert-Brunnen des Künstlers Norbert Marten auf dem Markt. Er wurde als Ersatz für ein Reiterstandbild König Alberts errichtet, das nach dem Krieg entfernt wurde. Auf dem Altmarkt finden neben dem Wochenmarkt auch verschiedene Themenmärkte statt. Außerdem wird er für verschiedene Veranstaltungen genutzt, zum Beispiel das Plauener Spitzenfest oder den Weihnachtsmarkt.
Altes Rathaus
Das Alte Rathaus am Altmarkt wurde im Jahr 1382 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt, da aber bereits 1329 Bürgermeister und geschworene Bürger belegt sind, wurde es wahrscheinlich früher errichtet. Es wurde mehrmals umgebaut. 1503 bis 1508 wurde ein spätgotisches Gebäude errichtet. Beim Stadtbrand von 1548 wurde auch das Rathaus in Mitleidenschaft gezogen. Dabei blieb der Nordflügel mit dem Bürgersaal erhalten, während der Südgiebel abbrannte. Der Wiederaufbau wurde noch im gleichen Jahr begonnen, wobei auf den spätgotischen Unterbau der noch bestehende Renaissancegiebel aufgesetzt wurde. Die Kunstuhr im Giebel wurde 1548 angebracht. Die Uhr besitzt zwei Zifferblätter, von denen das größere die Stunden- und Minutenzeiger und das kleinere den Viertelstunden anzeigt bestimmt ist.
Zwischen den Löwen dreht sich eine Kugel, die die Mondphase anzeigt. 1912 wurde im Zuge des Neubaus des neuen Rathauses auch das alte Rathaus umgebaut, wobei die heutige Doppelfreitreppe im nachempfundenen Renaissancestil errichtet wurde, die zum Festsaal des Standesamtes führt. Die Uhr ist eine Nachbildung der Kunstuhr von 1548. Das Alte Rathaus wurde 1945 bei einem Luftangriff am Dach schwer beschädigt und das Mauerwerk teilweise aufgerissen. Aber 1950 erfolgte die Restaurierung mit Erneuerung der bemalten Deckenbalken, 1970 die Erneuerung des Südgiebels und der Kunstuhr. Innerhalb weniger Wochen wurde im Frühjahr 2011 die Fassade restauriert, wobei die ursprüngliche Farbgebung wiederhergestellt wurde.
Bärensteinturm
Der heutige Bärensteinturm wurde am 6. Juli 1997 zum Tag der Sachsen eingeweiht. Den Namen hat der Turm vom 432 m hohen Bärenstein, auf dem er steht. Bereits früher stand ein Turm an dieser Stelle. Der neue Turm besteht aus einer Stahlkonstruktion und hat eine Höhe von 35 m - mit einer begehbare Plattform auf einer Höhe von 24,3 m. Der Turm wurde größtenteils aus Spenden finanziert, deren Namen auf einer Tafel im Inneren des Turmes und auf den einzelnen Treppenstufen festgehalten sind.
Bürgerhäuser der Gründerzeit
Mit dem raschen Anstieg der Stadtbevölkerung gegen Ende des 19. Jahrhunderts stieg auch der Wohnraumbedarf, sodass um die Jahrhundertwende zahlreiche Wohnhäuser erbaut wurden. Charakteristisch für die Häuser ist die aufwändige Fassadengestaltung zur Straße hin, während die Innenräume und die Rückseiten eher funktional gestaltet wurden. Ein typisches Gründerzeitgebäude befindet sich an der Neundorfer Straße 6 . Eine kleine architektonische Besonderheit stellen die Häuser an der Lessingstraße 9 und 11 dar, die 1906/1907 durch die Bauunternehmer Knüpfer und Gärtner errichtet wurden.
Berg Kemmler mit Kemmler-Turm
Mit einer Höhe von 507 m ist der Kemmler die zweithöchste Erhebung von Plauen. Auf dem erloschenen Vulkan befindet sich der Kemmler-Turm - ein als Bismarcksäule errichteter Aussichtsturm. Bereits 1883 war auf dem Kemmler ein Aussichtsturm von der Bergschlossgesellschaft errichtet worden, der aber dem Neubau weichen musste. Das Material des alten Turms wurde teilweise für den Neubau wiederverwendet.
Am 31. August 1902 wurde der Turm feierlich eingeweiht. Das Außenmaterial des Turms besteht aus Granit, während das innere Mauerwerk aus Fruchtschieferbesteht, dessen Bestandteile Cordierit, Muskovit, Kalifeldspat, Quarz, Biotit und Hornblende sind. Der Turm ist 18,25 m hoch und auf einer Höhe von 13 m befindet sich eine Aussichtsplattform, die über 65 Stein- und 13 Eisenstufen erreicht werden kann. Zwischen 2015 und 2022 wurde der Turm umfassend saniert.
Elstertalbrücke
Die 279 m lange Elstertalbrücke ist eine Eisenbahnbrücke für die Bahnstrecke Leipzig–Hof. Das 68 m hohe Bauwerk gilt nach der Göltzschtalbrücke als die zweitgrößte Ziegelsteinbrücke weltweit sowie als eine der schönsten Brückenbauten Sachsens Sie wurde zwischen 1846 und 1851 errichtet. Für den Bau der Brücke wurden 12 Millionen Ziegelsteine verwendet. Sie unterteilt sich in zwei Etagen und Mittelbögen, wobei die untere Etage fünf Pfeile hat, von denen vier zu Doppelpfeilern verbunden sind. Für die Gründungen der Pfeiler und die Deckplatten wurde Granit verwendet. Unter der Gründung versteht man den Brückenteil, der die Lasten der Brücke in den Untergrund ableitet. Die Brücke liegt rund 6.5 km nördlich von Plauen
Friedensbrücke
Die Friedensbrücke, auch als Syratalviadukt benannt, ist eine Bruchsteinbogenbrücke über das Tal des Syrabaches mit einer lichten Weite von 90 m. Sie ist die Brücke mit einem der größten steinernen Brückenbögen weltweit. Die Brücke hat eine Länge von 133 m, eine Breite von 18 m und eine Höhe von 18 m. Über die Brücke mit vier Fahrstreifen sowie beidseitigen Gehwegen. führt die Bundesstraße 92. Sie wurde im Jahr 1903 eröffnet
Historische Weberhäuser
Die historischen Weberhäuser befinden sich Stadtquartier in der Elsteraue. Sie sind mit einem Alter von ca. 500 Jahren die ältesten Häuser Plauens.Die Handwerkerhöfe in den ehemaligen Hempelschen Stallungen bieten eine Galerie, einen Haferboden, sowie eine Druck- und Drechselwerkstatt.
König-Albert-Brunnen
Der König-Albert-Brunnen auf dem Altmarkt wurde am 17. November 2007 feierlich enthüllt. Der Brunnen wurde von dem 1953 in Lingen/Ems in Niedersachsen geborenen Bildhauer, Maler und Designer Norbert Marten gestaltet.
Malzhaus
Auf dem Gelände des heutigen Malzhauses errichteten die Grafen von Everstein um 1200 eine Burg als südöstlichste Ecke der Stadtbefestigung. Als Nachfolger des Geschlechts der Eversteiner bezogen die Weidaer Vögte 1238 das neue Schloss. Das alte Schloss, wie die Eversteiner Anlage seitdem genannt wurde, verlor daraufhin an Bedeutung. 1430 brannte es bei einem Hussiten-Angriff aus. Nachdem der Besitz mehrfach gewechselt hatte, erwarb 1590 der Magistrat der Stadt das Gelände und nutzte es als Bau- und Abstellhof. Nach dem verheerenden Stadtbrand im Jahre 1635 wurde das niedergebrannte Haus nicht wieder aufgebaut. Erst im Jahre 1720 begann die Plauener Bürgerschaft mit Planungen zum Neubau eines Malzhauses auf den Grundmauern der alten Burg. Zwischen 1727 und 1730 wurde das Malzhaus mit vier Etagen errichtet und an häufig wechselnde Mälzer verpachtet.
1897 wurden die daneben befindliche Brauerei und Mälzerei eingestellt und das Malzhaus in ein Lager- und Wohnhaus umgewandelt. 1899 wollte die Stadt das Malzhaus abreißen, was aber durch Heimatvereine und Plauener Bürger verhindert wurde. Zwischen 1906 und 1907 wurde das alte Brauhaus abgerissen und das Werkstatt- und Wohngebäude errichtet, das mit seinem Fachwerkgiebel auffällt. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Kellerräume als Luftschutzkeller genutzt. Gegen Ende des Krieges wurden die Dachgeschosse durch Bombentreffer beschädigt. 1960 wurde das Malzhaus notdürftig repariert, nachdem es von dem Volkseigenen Betrieb (VEB) übernommen worden war. Anschließend wurde es als Lagerraum für verschiedene DDR-Betriebe benutzt.
Im Oktober 1989 wurde eine Bürgerinitiative zur Sanierung des Malzhauses gegründet. Daraufhin wurde zwischen 1990 und 1998 das Brau- und Malzhaus durch die Stadt Plauen aufwändig rekonstruiert. Seit 1994 ist der Malzhaus e. V. Pächter des Anwesens, der es zu einem Kulturzentrum mit Galerie, Nostalgiekino und Open-Air-Bühne umgebaut hatte. Hier findet alljährlich der Plauener Folkherbst statt, bei dem der Eiserne Eversteiner vergeben wird.
Neues Rathaus
Das Neue Rathaus wurde zwischen 1912 und 1922 nach Plänen des Stadtbaurats Wilhelm Goette erbaut. Der Bau war erforderlich geworden, da die Einwohnerzahl seit den 1880er Jahren erheblich gestiegen war, so hatte die Stadt zu Beginn der Bauarbeiten rund 128.000 Einwohner. Im Jahr 1921 tagten die Stadtverordneten das erste Mal in den neuen Sitzungssälen. Auf der Seite zum Altmarkt hin wurde eine Freitreppe an der Ostseite des Altbaus angebracht. Während des Zweiten Weltkrieg wurde das Rathaus stark zerstört. Die Frontseite zum Unteren Graben wurde in modernen Formen unter Verwendung von Stahl und Glas wieder errichtet und 1976 eingeweiht. Die Glasfassade musste jedoch aufgrund des maroden Zustandes saniert werden.
Älteste Gastwirtschaft in Plauen
Die Gastwirschaft Matsch wurde im Jahr 1503 das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Name stammt von der bei der Bierbrauerei anfallenden Maische. Die Gastwirtschaft befindet sich in der Nobelstraße neben dem Vogtlandmuseum und dem Erich-Ohser-Haus. Heutzutage befindet sich neben der Gastwirtschaft ein Hotel, das per Handy im Voraus bezahlt werden muss und nur damit zugänglich ist. Archäologische Funden zeigen, dass es hier Vorgängerbauten aus dem 12. und 13. Jahrhundert gegeben hatte, in denen u.a. Bier gebaut wurde, das in den Kellermn der angrenzenden Stadtmauer gekühlt wurde.
Nonnenturm
Der Nonnenturm ist der letzte erhaltener Eckturm der alten Stadtbefestigung. Er wurde wohl um 1200 errichtet und 1382 erstmals als Turm in der Nonnengasse urkundlich erwähnt. Den Namen Nonnenturm, der erstmals 1563 in einer Urkunde auftauchte, erhielt der Turm von einem Kloster der Schwestern der dritten Regel zur Buße des heiligen Dominikus, das sich bis zur Reformation in der Nähe befand. Er bildete die nördliche Grenze der Altstadt. Der Turm wurde bei den Luftangriffen 1945 stark beschädigt und in den 1950er Jahren wieder aufgebaut. 1962 wurde die Bastion im Zuge der Straßenerweiterung abgetragen. Nach der Wende wurde die Gegend um den Turm, in dem sich jetzt ein Café befindet, neu bebaut.
Pfortengässchen
Das Pfortengässchen ist eine historische Gasse im Zentrum der Stadt. Sie liegt im Bereich der alten Stadtbefestigung in der Nähe der Johanniskirche und gehört damit zu den älteren Stadtstrukturen Plauens. Sie verläuft am Hang zwischen der alten Stadtmauer und dem Bereich der Weißen Elster bzw. dem früheren Mühlgraben. In unmittelbarer Nähe liegen u.a. die Johanniskirche, das Malzhaus und die historischen Weberhäuser in der Elsteraue.
Ringwall-Anlage
Im Ortsteil Reißig befindet sich als Rest einer mittelalterlichen Wasserburg eine Ringwall-Anlage
Schloss Plauen
Das Schloss Plauen wurde im Jahr 1250 als Höhenburg als Sitz der Vögte von Plauen, von Vogt Heinrich I. von Plauen (1233-1303) errichtet. Im April 1945 wurde die Schlossanlage durch Luftangriffe, zusammen mit weiten Teilen der Altstadt, erheblich zerstört. Die erhaltenen Zellentrakte dienten nach dem Krieg als Justizvollzugsanstalt und wurden erst 2013 abgebrochen. Heutzutage sind von der Schlossanlage im Plauener Stadtteil Schlossberg nur noch Überresten erhalten.
Skulptur Vater und Sohn
Die Skulptur der e.o.plauen-Figuren Vater und Sohn wurden im Jahr 1995 von Hans Löwel (1920–1996), einem Unternehmer in Bamberg, für seine Heimatstadt Plauen gestiftet. Sie zeigt die beiden Hauptfiguren der Cartoons Vater und Sohn, die aus einem Buch entspringen. Die Skulptur befand sich zunächst in der Bahnhofstraße vor dem alten Standort der e.o.plauen-Galerie und wurde 2010 vor das Erich-Ohser-Haus in der Nobelstraße 7 verlegt - vor dem Vogtlandmuseums.
Hinweis
e.o.plauen war der Künstlername von Erich Ohser (1903-1944)
Stadtpark
Der etwa 18 ha = 180.000 m² große Stadtpark ist über 100 Jahre alt. Er steht unter Denkmalschutz im Landschaftsschutzgebiet Syratal. Mit zahlreichen Laub- und Nadelbaumarten sowie großen Wiesen ist er Plauens grünes Herz. Mit seinen Wegen zu kann man hier ausgedehnte Spaziergänge unternehmen. Erwähnenswert sind die hiesige Drachengrotte, die Vogelvoliere, der Spielplatz und der Stadtparkteich.
Vogtlandstadion
Das Vogtlandstadion befindet sich im nördlichen Stadtteil Haselbrunn ist vor allem die Heimspielstätte des Fußball-Regionalligisten VFC Plauen. Es wird aber auch als Leichtathletik-Stadion genutzt. Auf dem zum Stadion gehörenden Gelände werden weitere Veranstaltungen durchgeführt.
Vogtlandmuseum
Das Vogtlandmuseum ist ein kulturhistorisches Museum über das sächsische Vogtland . Es befindet sich in drei denkmalgeschützten ehemaligen Wohn- und Geschäftshäusern in der Nobelstraße Nobelstraße 9-13,
08523 Plauen.
Weisbachsches Haus
Das Weisbachsche Haus wurde zwischen 1777 und 1778 vom Kattundrucker Johann August Neumeister als Wohn- und Fabrikationsgebäude im spätbarocken Stil.. Er baute in den Folgejahren eine Kattundruck-Manufaktur in Plauen auf. Im Jahre 1794 wechselte Neumeister nach Zwickau und der Kaufmann Ernst Wilhelm Conrad Gössel übernahm die Kattundruck-Manufaktur. 1808 erweiterte er die Druckerei um eine mechanische Baumwollspinnerei. 1834 pachtete der Chemnitzer Fabrikant Carl Wilhelm Weisbach die Baumwollspinnerei, daher der Name des Gebäudes. Das Weisbachsche Haus wurde 1945 durch Bomben mittelschwer beschädigt. Am 12. November 2023 wurde im Weisbachschen das Haus die Fabrik der Fäden eröffnet.
Kultureinrichtungen
Alaunbergwerk Ewiges Leben
Das Alaunbergwerk Ewiges Leben wird vom Vogtländischen Bergknappenverein zu Plauen e. V. betrieben. Auf einer begehbaren Länge von etwa 650 Metern kann man unter sachkundi-ger Führung die Gänge des Alaunbergwerkes erkunden. Dabei können verschiedene Ausstel-lungen besichtigt werden. Der Verein betreibt außerdem das Luftschutzmuseum Plauen am Schlossberg und den Zollkeller an der Neundorfer Straße.
Erich-Ohser-Haus
Die städtische Galerie e.o.plauen wurde nach der Wende am 1. Oktober 1993 in der Bahnhofstraße 36 eröffnet. Seit dem 11. Juni 2004 befand sich dort ein Teil des Nachlasses von e.o.plauen, der in einer Dauerausstellung gezeigt wurde. Ende September 2010 zogen die Städtische Galerie e.o.plauen, die Erich Ohser - e.o.plauen Stiftung und die e.o.plauen Gesellschaft zusammen in das Erich-Ohser-Haus in der in der Nobelstraße 7, direkt neben dem Vogtlandmuseum
Erich Ohser (1903-1944), ist ein bis heute bedeutender Sohn der Stadt, der sich als Karikaturist besonders mit den Geschichten rund um Vater & Sohn weltweit einen Namen gemacht hat. Sein Künstlername war e.o.plauen.
Er hatte sich vor seinem Prozess vor dem NS-Volksgerichtshof unter dem Vorsitz von Roland Freisler in seiner Zelle erhängt.
Festhalle Plauen
Die Festhalle Plauen befindet sich auf dem Gelände, das schon seit über 120 Jahre als Festplatz der Stadt genutzt wird. Es gab im Wesentlichen zwei Vorgängerbauten, die teilweise gleichzeitig auf dem Gelände standen. Zum einen wurde 1888 die Centralhalle fertiggestellt. Dieser Holzbau wurde 1896 erweitert und 1911/12 umgesetzt. Bis 1945 wurde sie als Veranstaltungsort genutzt. Nach dem Krieg wurde die Halle abgerissen und das Holz verheizt. Die erste Festhalle wurde 1925 neben der Centralhalle errichtet und auch nach dem Krieg weiter genutzt. 1983 musste sie wegen schwerer Baumängel gesperrt werden. 1985 erfolgte der Abriss.
Am 30. Mai 1986 begann der Bau der neuen Festhalle. Sie wurde im September 1989 fertiggestellt und zum Tag der Republik am 7. Oktober 1989 eingeweiht. Kurz nach der Wende ging die Nutzung stark zurück, nahm aber bereits 1992 wieder zu. Ab 2005 erfolgten der Umbau und die umfassende Sanierung des Gebäudes. Am 30. August 2007 konnte die Festhalle wieder als Veranstaltungszentrum eröffnet werden. Die Halle bietet in verschiedenen Sälen bis zu 3500 Plätze für Konzerte, Messen und Tagungen
Galerie im Malzhaus
Die Galerie im Malzhaus wird vom Kunstverein Plauen-Vogtland e. V. betrieben. Sie wurde im September 1995 eröffnet und bietet Ausstellungen verschiedener Art an sowie Lesungen, Konzerte und andere Veranstaltungen. Der Kunstverein Plauen-Vogtland e. V. wurde 1990 gegründet und nahm damit die Tradition des 1897 gegründeten Kunstvereins wieder auf, die während der Zeit des Nationalsozialismus und der DDR unterbrochen wurde.
Galerie Forum K
Die Galerie Forum K befindet sich in der Bahnhofstraße und wird vom Forum Kunst/Plauen e. V. betrieben. Der 2004 gegründete Verein organisiert auch die Ausstellungsreihe art Afrika, bei der zeitgenössische afrikanische Kunst
Parktheater Plauen
Das Parktheater Plauen ist eine Freilichtbühne im Stadtpark unweit des Stadtzentrums. In den Sommermonaten finden hier zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt. Früher fanden auch die Hauptveranstaltungen zum Plauener Spitzenfest auf dem Gelände des Parktheaters statt. Mit etwa 5.000 Steh- und 2.000 Sitzplätzen stellt es ein in der Region einmaliges Veranstaltungsgelände dar. Auf dem unmittelbar angrenzenden Gelände gibt es Verkaufsstände und verschiedene andere Versorgungseinrichtungen.
Plauener Druckstube
Plauener Spitzenmuseum
Im Plauener Spitzenmuseum im Alten Rathaus wurde seit 1984 die Geschichte der Plauener Spitze dargestellt. Die Ausstellung beinhaltet sowohl alte Maschinen zur Spitzenproduktion als auch Exponate aus Spitze (Kleider, Decken und Accessoires). Das Spitzenmuseum ist in dieser Form einzigartig in Deutschland. Seit dem 12. November 2023 sind die Exponate des Spitzenmuseums in der neu gegründeten Fabrik der Fäden im Weisbachschen Haus zu sehen.
Schaustickerei Plauen
In der Schaustickerei Plauen im Stadtteil Reusa wird die Entwicklung der Spitzenindustrie gezeigt. Dazu wurden historische Maschinen in einem Fabrikantenwohnhaus mit angrenzendem eingeschossigem Fabrikgebäude installiert. Schauvorführungen finden an Groß- und Kleinstickmaschinen statt. Außerdem kann ein Atelier besichtigt werden. Jährlich wechselnde Sonderausstellungen runden das Angebot ab.
Singakademie Plauen
Die Singakademie Plauen e. V. ist ein gemischter Chor, der eng mit dem Theaterorchester verbunden ist. 1948 wurde die Singgemeinschaft gegründet und später in Konzertchor umbe
nannt, ehe 1972 der jetzige Verein von Musikdirektor Eckehard Rösler gegründet wurde. Die Singakademie unterstützt das Musiktheater als zusätzlicher Opernchor, veranstaltet aber auch Motetten und Volkslieder.
Sparkassen-Museum
Stadtarchiv
Wechselnde Ausstellungen finden im Stadtarchiv im Rathaus statt.
Vogtlandmuseum
Das Vogtlandmuseum Plauen befindet sich in drei denkmalgeschützten ehemaligen Wohn- und Geschäftshäusern in der Nobelstraße. Das Museum verfügt über Sammlungen zur Geschichte des Vogtlandes und der Stadt Plauen. Dabei gibt es sowohl Exponate zur Ur- und Frühgeschichte als auch zur Kunst- und Kulturgeschichte. Das Doppelhaus Nummer 9 und 11 wurde 1787 bis 1789 vom Baumwollwarenhändler Johann Gottfried Baumgärtel im Louis-seize- und im Empirestil errichtet. Besonders ist der Festsaal hervorzuheben. Er nimmt in der ersten Etage die gesamte Gebäudebreite ein. In zwölf hohen Rechtecken entlang der Wand sind die zwölf Monate in naturalistischen Stuckreliefs dargestellt. Das Haus Nummer 13 ließ der Baumwollwarenhändler Johann Christian Kanz zwischen 1797 und 1799 im Empirestil errichten.
1920 erwarb die Stadt die Häuser und richtete ein stadt- und regionalgeschichtliches Museum ein. Im Juli 1923 wurde das Vogtländische Kreismuseum in den Häusern Nummer 9 und 11 eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Gartenflügel durch einen Bombentreffer zerstört. Am 17. November 1946 konnte das Museum nach umfangreichen Instandsetzungsarbeiten mit einer Ausstellung zu Ehren von Erich Knauf wieder eröffnet werden. Nach dem Krieg wurde das Museum um das Haus Nummer 13 erweitert. Das Vogtlandmuseum Plauen betreut zwei Außenstellen, eine auf dem jüdischen Friedhof an der Pausaer Straße mit einer Ausstellung zur Geschichte der Juden in Plauen in der ehemaligen Feierhalle und eine Ausstellung zu Leben und Werk des Zeichners und Illustrators Hermann Vogel im Hermann-Vogel-Haus in Krebes, seinem ehemaligen Wohnhaus.
Vogtland-Theater
Das Theater Plauen-Zwickau, auch Vogtlandtheater Plauen bezeichnet, ist ein Gemein-schaftsprojekt der Städte Plauen und Zwickau. Es bietet ein vielfältiges Programm mit Musiktheater, Schauspiel, Ballett und Konzerten, begleitet vom Orchester Clara-Schumann-Philharmoniker Plauen-Zwickau. Das Theater in Plauen wurde am 1. Oktober 1898 nach den Plänen des Architekten Arwed Rossbach eröffnet. Es überstand Umbauten während der NS-Zeit, Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg und die rasche Wiedereröffnung im selben Jahr auf Anordnung der Sowjetunion.
1991 wurde es in Vogtlandtheater Plauen umbenannt und fusionierte im Jahr 2000 aus wirtschaftlichen Gründen mit dem Theater in Zwickau. Geschichte Veranstaltungsorte Das Plauener Vogtlandtheater am Theaterplatz 1-3 befindet sich in einem nach dem Krieg wiederaufgebauten Gebäude im Stil des Klassizismus. Das Zwickauer Gewandhaus, das aus einem Zunfthaus aus den 1520er-Jahren hervorgegangen ist, verfügt nach Modernisierungen im Jahr 2021 über einen renovierten Zuschauerraum mit 395 Sitzplätzen. Seit 2016 gibt es separat das Puppentheater in Zwickau.
Wendedenkmal
Dieses Denkmal von Peter Luban aus Plauen wurde am 7. Oktober 2010 schräg gegenüber dem Rathaus aufgestellt. Es soll an die friedliche Revolution in Plauen am 7. Oktober 1989 erinnern. Hier kam es zur ersten Großdemonstration in der DDR, die von den Sicherheitskräften nicht mehr aufgelöst werden konnte.
Kirchen
Johanneskirche
Die Johanneskirche mit ihren zwei 52 m hohen Türmen ist die evangelische Hauptkirche der Stadt. Die Urkunde über die Weihe der Vorgängerkirche im Jahr 1122 ist zudem die erste urkundliche Erwähnung von Plauen. Die ältesten Teile der heutigen Kirche stammen von einer dreischiffigen Basilika, die um 1224 begonnen wurde. In einer Gruft unter der Kapelle wurden der Sohn Heinrichs III. von Plauen (1284-1347), und seine Frau Agnes von Schwarzburg beigesetzt.
Die Kirche wurde nach mehreren Bränden dann als gotische Hallenkirche umgebaut. Bei einem weiteren umfassenden Umbau im Jahr 1815 wurden die Reste der bis dahin noch erhaltenen Innenausstattung entfernt, so dass die Kirche fast keine Originalausstattung mehr hat. Die äußere Form wurde 1885/1886 verändert, die aber beim Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg stark beschädigten Kirche von 1951 bis 1963 weitgehend zurückgenommen wurden. Die letzte umfangreiche Sanierung der Kirche erfolgte zwischen 1991 und 2002.
Lutherkirche
Die evangelische Lutherkirche wurde zwischen 1693 und 1722 erbaut und ist damit eine der ältesten barocken Zentralkirchen im heutigen Freistaat Sachsen. Ihren heutigen Namen erhielt sie im Lutherjahr 1883. Im Kircheninneren befinden sich ein Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert und ein gotischer Chorraum.
Pfarrkirche Herz Jesu
Die Pfarrkirche Herz Jesu wurde im September 1905 geweiht. Sie ist die katholische Pfarrkirche von Plauen . Sie liegt nordwestlich des historischen Stadtkerns und ist ein bedeutendes Baudenkmal des Historismus. Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika im Stil der Neoromanik ohne Querhaus. Über der Portalfassade erhebt sich der 48 m hohe Turm. Den gegenüberliegenden Abschluss bildet die halbrunde Apsis.
Erlöserkirche
Die Erlöserkirche ist das Gotteshaus der evangelisch-methodistischen Gemeinde Plauens Das alte Gotteshaus vom Ende des 19. Jahrhunderts wurde 1945 bei einem Bombenangriff zerstört. Von 1952 bis 1954 wurde die heutige Erlöserkirche errichtet. Sie ist eine der erster Neubauten Plauens nach dem Zweiten Weltkrieg. Die evangelisch-methodistischen Gemeinde von Plauen zählt etwa 450 Mitglieder.
Pauluskirche
Die am 29. November 1897 geweihte Pauluskirche ist eine evangelisch-lutherische Kirche. Bis zum Kriegsende 1918 diente sie dem seit 1903 in Plauen stationierten 10. Königlich Sächsischen Infanterieregiment Nr. 134 als Garnisonskirche. Während des Ersten Weltkrieges musste die Pauluskirche für das Militär 59 zinnerne Orgelpfeifen abgeben, für die jedoch 1921 Ersatz beschafft wurde.
Heutzutage ist die Pauluskirche eine der drei Begegnungsstätten der evangelisch-lutherischen Markus-Paulus-Gemeinde in Plauen. Aufgrund eines Beschlusses der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche von Sachsen vom 16. April 2018 wurde die Markus-Paulus-Kirchenggemeinde zum Januar 2021 zusammen mit einigen anderen Kirchengemeinden unter dem Dach des Kirchgemeindebundes Plauen vereint.