Highlights der Stadt
Baku, Aserbaidschans Hauptstadt am Kaspischen Meer, besticht zuallererst einmal durch seine fantastische Altstadt (aserb. İçəri Şəhər), die zugleich eine Festung darstellt. Im Dezember des Jahres 2000 wurde sie in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten eingeschrieben Die von einer imposanten Stadtmauer umgebende Altstadt besticht nicht nur durch klaustrophobisch enge Gassen, viele historische Bauwerke, uraltes Kopfsteinpflaster, belebte, orientalisch anmutende Teehäuser (Çay Xanalar) sowie die kleinen Moscheen und die beiden alten Karawansereien mit ihren gewölbten Dächern und faszinierenden Innenhöfen.
Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Bakus ältestem Stadtteil gehören solche fabelhaften Bauten wie etwa der Jungfrauenturm (aserb. Qız Qalası) aus dem 12. Jahrhundert, von dem aus man einen malerischen Blick auf die Bucht von Baku erhaschen kann. Er gehört gemeinsam mit dem prächtigen Palast der Schahs von Shirvan zu den ersten Monumenten Aserbaidschans, die ihren Weg auf die UNESCO-Liste geschafft haben.
Neben diesen Prachtkonstruktionen sind zu erwähnen die Dschuma-Moschee, das im 11. Jahrhundert errichtete Synyk-Kalah-Minaret sowie natürlich die vielen Atem beraubend schönen neugotischen und Renaissance-Bauwerke aus Bakus Gründerzeit. Diverse Universitäten, Hochschulen und Theater machen die Stadt auch zu einem Ort der zeitgenössischen Kultur und Bildung. Und über allem thront der 1996 erbaute Fernsehturm Azeri, der sich mit seinen 310 Metern Höhe über die Dächer der Stadt erhebt.
Besondere Viertel und Plätze
Altstadt
Der bedeutendste Teil der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku ist die teilweise von einer gigantischen Stadtmauer umrahmte Altstadt. Sie steht seit dem Jahre 2000 auf der Weltkulturliste der UNESCO. Erbaut wurde die Stadtbefestigung unter Abul Hidsha Manutschechra (1120–1149). Das war nachdem Baku im 12. Jahrhundert Schemacha in der Funktion der Hauptstadt abgelöst hatte. Bis in das 19. Jahrhundert wurde die Mauer, deren älteste Elemente noch auf das 11. Jahrhundert zurückgehen, oftmals verstärkt und erweitert. Leider ist die Mauer heutzutage nur noch im Norden sowie im Westen erhalten geblieben. Der Rest der Altstadt besticht durch enge, verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster sowie durch alte Häuser aus der Zeit vor der russischen Eroberung. Bedeutendste Baudenkmäler sind der Palast der Schirwanschahs mit dem Jungfrauenturm sowie die Mohammed-Moschee mit dem faszinierenden Synyk-Kalah-Minarett aus dem Jahre 1093.
Erdbeben von 2000
Im selben Jahr, in dem die Altstadt von Baku zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde, erschütterte ein verheerendes Erdbeben der Stärke 6,7 auf der Richterskala die aserbaidschanische Hauptstadt. Das war im November 2000. Eine Folge war die Beschädigung mehrerer Gebäude der malerischen Altstadt, die darauf im Jahre 2003 vom Welterbekommitee auf die von der UNESCO geführte Rote Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt wurde. Weitere Gründe für den nötigen Schutz der Altstadt waren auch die vermehrten Abrisse zahlreicher historischer Gebäude, die Niederlassungen von internationalen Unternehmen weichen mussten. Darauf sank die Zahl der Altstadtbewohner von etwa 5.000 auf ungefähr 3.200 ab.
Azadliq
"Freiheit“ bedeutet der Name des Hauptplatzes von Baku auf Deutsch. Augenscheinlichstes Bauwerk des Platzes ist das Regierungsgebäude, das sich in seiner Mitte erhebt. Der riesige Platz misst eine Fläche von etwa 17 ha und ist nach dem Platz des Himmlischen Friedens im chinesischen Bejing der größte der Erde.
Fountain Square (Brunnenplatz)
Die Fountain Square ist das Herz des Geschäftsviertels von Baku und beherbergt eine große Anzahl von exklusiven Geschäften, Gaststätten und Hotels.
Nationaler Flaggen-Platz
Hier befindet sich eine Fahnenstange mit einer Höhe von 162 m. Die Breite der an dem Mast befestigten Fahne ist 35 m, bei einer Länge von 70 m. Damit ist diese Fahnenstange mit der Staatsflagge Aserbaidschans die höchste in der Welt.
Auf 29 Mai in 2010 kamen Mast und Flagge in das Buch der Guinness-Rekorde.
Besondere Gebäude
Fernsehturm Azeri
Im Jahre 1996 wurde der 310 Meter hohe Fernsehturm von Baku fertig gestellt. Leider ist er momentan für die Öffentlichkeit noch nicht zugänglich. In nächster Zukunft wird sich das aber ändern. Dann kann man auch das geplante Restaurant besuchen, das bisher nur ein Gedankenkonstrukt geblieben ist. Wenn es einmal eröffnet, wird es in einer Höhe von 175 Metern liegen.
Flame Towers
Die Flame Towers sind ein Hochhauskomplex, der von 2007 bis 2013 erbaut wurde. Ihre Bezeichnung rührt daher, dass die Türme Flammen darstellen und nachts beleuchtet sind, so dass sie wie züngelnde Flammen erscheinen.*Der Gebäudekomplex besteht aus folgenden drei Türmen:
Der Flame Tower 1 umfasst 39 oberirdische Stockwerke und ist 181,7 m hoch
Der Flame Tower 2 ist mit 36 Stockwerken 164,6 m hoch
Der Flame Tower 3 erreicht mit 28 Etagen eine Höhe von 160,8 m
In ihnen sind Hotel- und Wohnanlagen sowie Büros ansässig.
Hamam Mehellesi
Das älteste öffentliche Badehaus von Baku liegt nahe der Metro-Haltestelle Baki Soviet und gehört zur Altstadt. Es wird noch immer benutzt, wobei sich darin montags und freitags die Frauen aufhalten und den Rest der Woche über die Männer.
Heydar-Aliyev-Zentrum
Das Heydar-Aliyev-Zentrum in Baku ist ein 57.500 m² großer Gebäudekomplex. Das achtstöckige Zentrum beherbergt ein Auditorium mit 1.000 Plätzen, Räume für Wechselausstellungen, ein Konferenzzentrum, Werkstätten und ein Museum Entworfen wurde er von Zaha Hadid und zeichnet sich durch seine markante Architektur und den fließenden, geschwungenen Stil aus, der scharfe Winkel vermeidet.
Das Zentrum ist nach Heydar Aliyev (1923–2003) benannt, dem Ersten Sekretär der Sowjetrepublik Aserbaidschan. Er war von 1969 bis 1982 und von Oktober 1993 bis Oktober 2003 Präsident der Republik Aserbaidschan. Das Heydar-Aliyev-Zentrum wurde am 10. Mai 2012 von Präsident Ilham Aliyev offiziell eröffnet.
Jungfrauenturm
Der Jungfrauenturm oder Mädchenturm steht im südöstlichen Teil der teilweise heute noch ummauerten Altstadt von Baku. Er ist vermutlich ein Teil der früheren Stadtbefestigungsanla-ge, deren östlicher Abschnitt, zu dem der 29,5 Meter hohe Turm gehörte, jedoch nicht mehr existiert. Der Turm, wie die gesamte historische Innenstadt und der Palast der Schirwan-schahs, stehen seit 2000 auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten. Das Alter des Jungfrauenturmes ist nicht eindeutig bestimmbar. Vermutlich stammen die Fundamente aus dem 5. oder 6. Jahrhundert, während die oberen Teile im 12. Jahrhundert entstanden sind.
Karawansereien
In der Altstadt von Baku gibt es zwei Karawansereien. Diese alten Herbergen für durchziehende Händler bestechen durch ihre gewölbten Dächer und begeistern mit ihren weitläufigen Innenhöfen, die bis auf die Zeit zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert zurückgehen.
Palast der Schirwanschahs
Der Palast der Schahs von Schirwan ist im ein Komplex der herrschaftlichen Bauten auf dem Gipfel des Hügels von İçəri Şəhər in Baku. Der Herrschaftsbereich Schirwan erstreckte sich zwischen dem Kaspischen Meer und dem Fluss Kura. Zu dem gesamten Ensemble gehören der Wohnpalast, das Mausoleum, der Jungfrauenturm, die Schah-Moschee, das Grabmal des Seyid Yahya Bakuvi, das Murad-Tor, der Divanchana (= Versammlungshaus), die Key-Gubad-Moschee sowie das Badehaus. Das älteste Gebäude der Anlage ist der Wohnpalast. Mit dem Bau der Anlage begann man im Jahr 1411 unter Schah Ibrahim I. (Regierungszeit: 1382-1417).
Der Palast besteht aus zwei etwa 25 Räume umfassenden identischen Stockwerken. Es sei erwähnt, dass der Palast im 18. Jahrhundert infolge eines Bombardements durch die russischen Marine stark beschädigt wurde. In den folgenden Jahren wurde das Gebäudeensemble immer wieder renoviert. Im Jahr 2000 wurde der Palast - wie erwähnt - als Teil der historischen Altstadt İçəri Şəhər zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt.
Mausoleum der Schirwanschahs
Das in den Jahren 1435 und 1436 erbaute Bauwerk in Bakus historischer Altstadt (İçəri Şəhər) wurde in der Form eines Rechtecks gestaltet und gehört zum Komplex des Palasts der Schirwanschahs. Auffallend sind die hexaedrische Kuppel, das wundervoll verzierte Portal, über dem auch der Name des Baumeisters (Ali) verzeichnet worden ist, sowie der Grabraum mit der Gruft für die verblichenen Mitglieder der einstigen Herrscherfamilie. Erbaut wurde das Mausoleum, so sagt es jedenfalls die Inschrift über dem Haupteingang, von Sultan Khalilullah I. für seine Mutter und seinen Sohn. Das Mausoleum steht seit dem Jahr 200 auf der Weltkulturliste der UNESCO.
Murad-Tor (aserb. Murad qapıları)
Das 1585 erbaute Murad-Tor ist das Osttor des Palastes der Schirwanschahs, mit dem zusammen es seit 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Benannt wurde es dem Sultan Murad III. zu Ehren. Auffallende Details des Tores sind u.a. die verzierenden Pflanzen-Medaillons.
Rathaus
Das Rathaus von Baku ist der Sitz der Stadtverwaltung von Baku. Es liegt zentral an der Uferpromenade am Neftchiler-Prospekt und zeichnet sich durch seine auffällige Architektur aus. Es wurde zwischen den Jahren 1900 und 1904 nach Plänen des renommierten polnischen Architekten Józef Gosławski im Stil des Neobarocks errichtet.
Sabuchinsky
Der 1926 konzipierte Bahnhof Sabuchinsky ist deshalb so sehenswert, weil er im architektonischen Stil einer gigantischen islamischen Koranschule (Medresse) gestaltet wurde.
Moscheen, Kirchen, Synagogen und Tempel
Dschuma-Moschee
Bis vor einigen Jahren war in der prächtigen Dschuma-Moschee noch das Museum für Teppiche und Angewandte Kunst beherbergt gewesen. Doch wird die Dschuma-Moschee heutzutage wieder als islamisches Gotteshaus verwendet. Das Museum befindet sich jetzt im früheren Lenin-Museum. Nahe der Moschee, aber zur Mohammed-Moschee gehörend, erhebt sich auch das Synyk-Kalah-Minaret, eines der ältesten noch erhaltenen Bauwerke von Baku.
Bibi Hejbat Moschee
Saljan Chaussee
Tel.: 0094 - (0)12 - 4914525
Hadschi Adschdarbej Moschee
78, S.Wurgun Str.
Tel.: 0094 - (0)12 - 4946916
Mohammed Moschee
Das islamische Gotteshaus stammt aus den Jahren 1078 und 1079 und wurde von Muhammed ibn Abubekr gestaltet. Zum Bauwerk gehört auch das Synyk-Kalah-Minaret, eines der ältesten noch erhaltenen Bauwerke von Baku. Es wurde 1093 erbaut und gehört zu den schönsten Monumenten der Stadt. Man hat es recht einfach gehalten und mit nur wenigen Schmuckelementen ausgestattet. Bis in das 13. Jahrhundert hinein wurde es allen Anschein nach auch als Wachturm benutzt.
Moschee der Märtyrer
Die Märtyrermoschee, offiziell „Moschee der Allee der Märtyrer“, ist eine sunnitische Mo-schee, die sich in der Nähe der Märtyrerallee im Stadtteil Upland Park von Baku befindet. Der Bau der Moschee begann Anfang der 1990er Jahre mit Unterstützung der türkischen Re-gierung und wurde 1996 fertiggestellt. Im Jahr 2007 wurden Reparaturarbeiten an der Mo-schee abgeschlossen; 2009 wurde die Moschee für weitere Instandsetzungsarbeiten erneut geschlossen. I
m Dezember 2012 wurde die Moschee als offizieller Amtssitz des Religionsatta-chés der türkischen Botschaft
genutzt. Im Jahr 2017 besuchte der türkische Staatspräsident Abdullah Gül die Moschee. Ihre Bezeichnung als Märtyrer-Moschee rührt daher, dass sie eng mit dem aser-baidschanischen Märtyrerfriedhof für die Opfer von Krieg und Unterdrückung verbunden ist. Hier wurden die Opfer des „Schwarzen Januars“ 1990 - als sowjetische Truppen in Baku einmarschierten - sowie die Gefallenen des Bergkarabachkonflikts, beigesetzt sind.
Schah-Moschee
Diese recht untersetzte und in ihrer Form sehr strenge Moschee ist ein Bestandteil des Palastkomplexes der Schirwanschahs. Man hat sie in den Jahren 1441 und 1442 in einem Hof des Palastes erbaut und mit einem 22 Meter hohen Minarett ausgestattet.
Schehidler Moschee
1, Mehdi Hüsejn Str.
Tel.: 0094 - (0)12 - 4923855
Tasa Pir Moschee
7, M.F. Achundow Str.
Tel.: 0094 - (0)12 - 4923855
Erzengel Michael Kirche
38, Sargarplan
Tel.: 00994 - (0)12- 4973596
Kathedrale der Bakuer und transkaspischer Diözese
Girmisi Scharg Str.
Tel.: 00994 - (0)12 - 4335327
Mariä Geburt Kirche
205, S. AsisbejowStr.
Tel.: 00994 - (0)12 - 4404352
Römisch-katolische Kirche
69B/1 T. Alijew Str.
Tel.: 00994 - (0)12 - 4622255
Aschkenase Synagoge
17, 28 Mai Str.
Jüdische Synagoge
39, Schamsi Badalbejli Str.
Tel.: 00994 - (0)12 - 4940375
Feuertempel von Baku (aserb. Atəşgah)
Dieser festungsartige fünfeckige Komplex in einem Außenbezirk der aserbaidschanischen Hauptstadt wurde im 17. und 18. Jahrhundert erbaut. Das 1883 verlassene Bauwerk wurde 1975 in ein Museum umgewandelt. „Atəşgah” bedeutet so viel wie “Haus des Feuers” und bezieht sich auf den Umstand, dass das Bauwerk auf einem natürlichen Gasfeld liegt, das einst natürliche Feuer hervorgebracht hat. Inschriften am Tempel weisen ihn als früheres Sikh- und Hindu-Heiligtum aus, das von bedeutenden hinduistischen Händlern, die in Baku gelebt haben, errichtet worden war. Der Tempel wurde von den Einheimischen dennoch immer wieder mit den Heiligtümern der Zoroastrier in Verbindung gebracht. Indes kann nicht genau bewiesen werden, ob diese Religionsgemeinschaft mit dem Tempelbau in Beziehung steht und ihn verwendet hat oder nicht.
Burgen und Paläste
Jungfrauenturm oder Jungfrauenbastei (aserb. Qız Qalası)
Im südöstlichen Teil der Altstadt erhebt sich der so genannte Jungfrauenturm (Maidenturm). Er bildet mit seinen fast 30 Metern Höhe einen Bestandteil der ehemaligen Stadtbefestigungsanlage und steht seit dem Jahre 2000 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO. Gebaut wurde das exzentrische Kalkstein-Monument irgendwann zwischen dem 5. und dem 12. Jahrhundert. Der Durchmesser liegt bei 17 Metern und die Wandstärke bei bis zu fünf Metern. Er verfügt über acht Etagen, welche alle von steinernen Gewölben überdacht sind und jeweils einen Raum aufweisen. Während man das Erdgeschoss des Turmes nur über eine Leiter erreichen kann, geht eine Öffnung im fünften Stock unmittelbar ins Freie.
Die Aussicht, die man von oben genießt, ist einfach gigantisch. Der Name des Turmes geht übrigens auf eine Legende zurück, der zu Folge sich einst ein König in seine wunderschöne Tochter verliebt habe. Als er ihr sogar einen Heiratsantrag machte, wehrte das Mädchen ihn mit der Bitte ab, ihr zu Ehren zunächst einen Turm zu bauen. Nachdem der Turm vollendet und der Vater weiterhin fest zur Hochzeit entschlossen war, stürzte sich das Mädchen in seiner Verzweiflung von den Mauern desselben Turmes hinein in das Kaspische Meer.
Ismayil-Palast
Der Ismayil-Palast wurde vom Ölbaron Agha Musa Naghiyev errichtet und nach dem Vorbild venezianischer Palastbauten (im neogotischen Stil) gestaltet. Der Palast, der nur eines von etwa 70 Häusern ist, die Agha Musa im Laufe seines Lebens in Baku erbauen ließ, besticht auch durch eine imposante Innenausstattung aus Bildern, Deckenvergoldungen, französischen Möbeln, italienischen Spiegeln und vielerlei Sorten herrlichsten Parketts. Ausführender Architekt war Ploschko.
Palast der Schirwanschahs (aserb. Şirvanşahlar sarayı Schirwanschahlar sarayı)
Inmitten der Altstadt İçəri Şəhər steht auf dem Gipfel eines kleinen Hügels dieser Palast-Komplex. Er setzt sich neben dem eigentlichen Wohnpalast aus dem Mausoleum der Schirwanschahs zusammen, dem Jungfrauenturm (Qız Qalası), der Schah-Moschee, dem Grabmal des Seyid Yahya Bakuvi, dem Murad-Tor (Murad qapıları), einem Versammlungshaus (Divanchana), einem Badehaus sowie der Key-Gubad-Moschee. Ältester Bestandteil des Komplexes ist der Wohnpalast selber. Er wurde zwischen 1411 und 1420 erbaut.
Baubeginn war unter Schah Ibrahim I. und zu dem Zeitpunkt, als Baku endgültig als neue Hauptstadt des Reiches zu fungieren begann. Der Palast setzt sich aus zwei gleichen Etagen zusammen, die zusammen fast 50 Räume enthalten. Der älteste dieser Säle ist der oktagonale Divanchana, der einst feierlichen Zeremonien diente. Der im 18. Jahrhundert bei einem russischen Marine-Bombardement stark beschädigte Palast wurde lange Zeit restauriert und schließlich im Jahre 2000 auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes gesetzt.
Museen
Latif Karimov-Teppich-Museum
Innerhalb des früheren Lenin-Museums hat sich das Teppich-Museum der Stadt niedergelassen. Hier befinden sich Sammlungen kostbarer aserbaidschanischer Teppiche und anderer Knüpf- bzw. Webarbeiten sowie Stickereien, Keramiken, Holz- und Knochenschnitzereien und andere Skulpturen.
4123a, Nefttchilar Ave.
Te.: 00994 - (0)12 - 4930501
Aserbaidschanisches Kostümmuseum (Puppenmuseum)
Bakus jüngstes Museum besteht seit 1995 und befindet sich an der Kreuzung von Gorkij- und Tolstoij-Straße. Das in einem historischen Bauwerk beheimatete Museum ist in Privatbesitz und darf getrost als eines der charmantesten Museen zur aserbaidschanischen Vergangenheit gesehen werden. U.a. stellt es wundervolle handgefertigte Puppen und Kostümarbeiten aus.
Feuertempel von Baku (aserb. Atəşgah)
Dieser festungsartige fünfeckige Komplex in einem Außenbezirk der aserbaidschanischen Hauptstadt wurde im 17. und 18. Jahrhundert erbaut. Das 1883 verlassene Bauwerk wurde 1975 in ein Museum umgewandelt. „Atəşgah” bedeutet so viel wie “Haus des Feuers” und bezieht sich auf den Umstand, dass das Bauwerk auf einem natürlichen Gasfeld liegt, das einst natürliche Feuer hervorgebracht hat. Inschriften am Tempel weisen ihn als früheres Sikh- und Hindu-Heiligtum aus, das von bedeutenden hinduistischen Händlern, die in Baku gelebt haben, errichtet worden war. Der Tempel wurde von den Einheimischen dennoch immer wieder mit den Heiligtümern der Zoroastrier in Verbindung gebracht. Indes kann nicht genau bewiesen werden, ob diese Religionsgemeinschaft mit dem Tempelbau in Beziehung steht.
Freiheitsmuseum Aserbaidschan
In dem Museum ist zusätzlich vorübergehend das "Museum für Geschichte und Landeskunde von Füzuli" untergebracht, da die Kreisstadt Füzuli zwischen Juli und August 1993 durch Armenien eingenommen wurde Museum ist vorübergehend nach Baku umgezogen, weil die Kreisstadt Füzuli von Armenien eingenommen wurde.
Neftciler Straße 123a.
Museum der Geschichte Aserbaidschans
4, Sejnalabdin Str.
Tel.: 00994 - (0)12 - 4933648
Museum für Miniaturbücher
Das Museum für Miniaturbücher ist das einzige Museum dieser Art weltweit. Es liegt im histori-schen Teil von Baku, der „Inneren Stadt. Es wurde am 2. April 2002 eröffnet. Die Sammlung umfasst mehr als 6.500 Bücher aus 64 Ländern und enthält Miniaturbücher, die im nachrevolutionären Russland sowie während der Sowjetzeit veröffentlicht wurden. Es finden sich dort viele seltene Ausgaben, darunter Werke von Tschukowski, Barto, Gogol, Dostojewski, A. S. Puschkin und Rabindranath Tagore. Zudem werden im Museum Miniaturbücher berühmter aser-baidschanischer Klassiker ausgestellt.
Zu den weiteren bemerkenswerten Miniaturen dieser Sammlung zählen eine Koran-Ausgabe aus dem 17. Jahrhundert sowie eine Ausgabe der gesammelten Werke Shakespeares aus dem Jahr 1841. Das Museum gliedert sich in 15 Abteilungen. Im Museum sind insgesamt 25 gläserne Ausstellungs-vitrinen aufgestellt. Die meisten Bücher in der Abteilung „Aserbaidschan“ befassen sich mit den Präsidenten des Landes. Auch Miniaturbücher für Kinder in aserbaidschanischer Sprache findet man hier. Außerdem verfügt das Museum über eine eigene Abteilung für russische Literatur.
Nationalmuseum für aserbaidschanische Literatur
Das 1939 eröffnete Nationalmuseum für aserbaidschanische Literatur ist nach dem persisch-aserbaidschanischen Dichter Nizami Gandschawi benannt. Es befindet sich Zentral in Baku unweit der historischen Altstadt (İçəri Şəhər), direkt am berühmten Brunnenplatz (Fountains Square). Es befindet sich in einem umgebauten, prachtvollen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das ursprünglich als Karawanserei diente. Es ist eine Schatzkammer des literarischen Erbes Aserbaidschans. Auf drei Etagen werden über 25.000 Exponate präsentiert, darunter sind seltene Manuskripte, alte Bücher, Manuskripte, Miniaturen, Skulpturen und Gemälde.
Rustam Mustafayev Staatliches Kunstmuseum (aserb.: Azərbaycan Dövlət İncəsənət Muzeyi)
Das größte Kunstmuseum Aserbaidschans wurde 1936 in Baku gegründet und 1943 nach Rustam Mustafayev benannt, einem berühmten aserbaidschanischen Maler und Schauspieler. Das Museum setzt sich aus zwei Gebäuden zusammen, die gleich nebeneinander stehen. Mehr als 3.000 Exponate sind in etwa 60 Räumen zu sehen. Zu den Sammlungen gehören neben aserbaidschanischen auch europäische, russische, persische, türkische und japanische Kunstwerke.
9/11Nijasi Str.
Tel.: 00994 - (0)12 - 4925789
Staatliche Gemäldegalerie von Aserbaidschan
Die staatliche Gemäldegalerie von Aserbaidschan wurde 1972 eröffnet. Das Museum befindet sich z. Z. im 5. Stock des staatlichen Filmfonds. Hier befinden sich 14.000 Kunstwerke. Der Galerie gehören die Werke aller Maler von Aserbaidschan an.
Staatliches Museum Aserbaidschan für Musik
Reşid Behbudov Straße 5
Staatliches Museum Aserbaidschan für bildende Künste
Niyazi Straße 9/11.
Staatliches Museum von Aserbaidschan für Religion und Geschichte
Neftciler Straße 123a.
Opernhäuser und Theater
Aserbaidschanische Akhundov-Oper und Ballett
Theater der Staatsakademi
Das 1911 erbaute und noch im gleichen Jahr eröffnete Opernhaus von Baku geht auf eine Initiative des Millionärssohnes Daniel Mailov zurück, der laut einer Anekdote damit der damals berühmten Sopranistin Antonina Nezhdanova imponieren wollte. Resultat war dieses beeindruckende Jugendstilgebäude, das der Architekt Nikolaij Bajew gestaltet hat. Am 28. Februar des Jahres 1911 schließlich trat dort tatsächlich die angebetete Sopranistin auf.
Heydar Aliyev Palast
Das auch als Baku Palace (früher Republikanischer Palast bzw. Lenin-Palast) bekannte Gebäude ist eine der wichtigsten Bühnen der aserbaidschanischen Hauptstadt. Sie kann gegenwärtig mehr als 2.150 Personen aufnehmen und wurde 2003 nach dem früheren aserbaidschanischen Präsidenten Heydar Aliyev benannt.
35, Bül-Bül Ave.
Tel.: 99412 - 4988484
Müslüm Magomayev Azerbaijan Staatsphilharmonie
Die staatliche M. Magomayev-Philharmonie von Aserbaidschan wurde am 25. Mai 1936 gegründet und trägt seit 1937 den Namen von Müslüm Magomayev. In der Philharmonie treten sieben verschiedene Ensembles auf, darunter das staatliche Symphonieorchester von Aserbaidschan. Das Gebäude wurde von dem Architekten Gavril Ter-Mikelov im italienischen Renaissance-Stil gestaltet und im Inneren mit Elementen des deutschen Rokoko ausgestattet. Zuletzt wurde sie im Jahre 2004 renoviert. Die Staatsphilharmonie unterteilt sich in die Sommerhalle (1.100 Sitzplätze) und die Winterhalle (610 Sitzplätze).
2, Istiglalijjat Str.
Tel.: 00994 - (0)12 - 4972901
Nationales Akademisches Schauspielhaus
1, Füsulu Pl.
Tel.: 00994 - (0)12 - 4944840
Russisches Schauspielhaus
7 Khagani Sr.
Tel.: 00994 - (0)12 - 49340-48
Universitäten und Hochschulen
Hochschulen
Als Bildungs- und Universitätszentrum von Aserbaidschan verfügt die Stadt über derzeit 13 Hochschulen, die zusammen rund 60.000 Studenten aufgenommen haben. Zu den bedeutendsten Hochschulen gehören die Aserbaidschanische Pädagogische Hochschule, das renommierte Gadshibekow-Konservatorium (für Musik) oder die Polytechnische Hochschule.
Staatliche Universitäten
Medizinische Universität von Aserbaidschan
Musikakademie von Baku
Slawische Universität
Sprachenuniversität von von Aserbaidschan
Staatliche Öl-Akademie von von Aserbaidschan
Staatliche Universität für Wirtschaft
Staatliche Universität von Baku
Technische Universität
Universität für Bau und Architektur
Private Universitäten
Internationel Universität von Aserbaidschan
Khazar-Universität
Odlar Yurdu-Universität
Qafqaz-Universität
Universität des Westens
Parkanlagen und Friedhöfe
Luna Park
Beim Luna-Park (telefonisch erreichbar unter 49 64 84 8) handelt es sich um einen kleinen Amüsierpark, der sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet ist.
Märtyrerfriedhof
Der früher als Kirov-Park bezeichnete Friedhof wurde in ehrender Erinnerung an alle Menschen eingerichtet, die im Nagorno-Karabakh-Krieg mit Armenien ums Leben gekommen waren oder während des „Schwarzen Januars“ 1990, als die Panzer der Roten Armee in die Stadt eingezogen sind. Etwa 15.000 Menschen sollen auf dem Friedhof beerdigt worden sein, der sich auf einem Hügel im Süden von Baku ausbreitet und einen Blick auf das malerische Kaspische Meer zu seinen Füßen gewährt.
Sportanlagen
Republikanisches Olympisches Zentrum
1, Olimpia Str.
Republikanische Radrennbahn
Tbilisi Ave.
Republikanisches Schachzentrum
42a, H. Hadschijew Str.
Republikanisches Stadion Tofiq Bahramov
Das Tofiq-Bəhramov-Stadion ist ein Multifunktionsbau und das Nationalstadion von Aserbaidschan. Das Stadion hat Platz für rund 29.860 Zuschauer es wurde 1952 unter dem Namen "Stalin-Stadion" errichtet. Seinen Namen hat das Stadion seit 1993 zu Ehren von Tofiq Bəhramov, dem in Aserbaidschan geborenen damaligen sowjetischen Linienrichter des Finales der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 im Wembley Stadion in London zwischen England und Deutschland, in dem er das so genannte "Wembley-Tor“ als regulär anerkannte und damit England den Sieg bescherte. Vor dem Stadion steht eine Statue von ihm, die u.a. von dem damaligen FIFA-Präsidenten Sepp Blatter enthüllt wurde.
98a, F.H. Hojski Ave.
Gewässer
Kaspische Meer
Baku liegt unmittelbar am Kaspischen Meer.
Dieses auch als Kaspisee bezeichnete Gewässer ist eigentlich kein Meer, sondern der größte See der Welt. Es ist kein eigentliches Meer, da es keine natürliche Verbindung zu den Ozeanen besitzt. Nur der gigantischen Größe wegen wird es als Meer bezeichnet. Der See breitet sich zwischen West-Asien und Osteuropa aus und grenzt nicht nur an Aserbaidschan, sondern auch an Russland, Kasachstan, den Iran sowie Turkmenistan. Mit einer Fläche von etwa 386.400 km² ist das Kaspische Meer die größte von Land eingeschlossene Wasserfläche der Welt. 1.200 Kilometer beträgt seine Ausdehnung zwischen Nord und Süd, die Ost-West-Ausdehnung hingegen liegt bei 435 Kilometern. Von den vielen Inseln, die meist eher klein und unbewohnt sind, besitzen einige vor Aserbaidschan gelegene ihrer Ölvorkommen wegen eine größere Bedeutung. Beispiele dafür sind etwa die Bulla-Insel oder die Pirallahı-Insel. Die größte Insel in der Bucht von Baku ist Nargin. Hier war früher ein sowjetischer Militärstützpunkt untergebracht.
Empfehlenswerte Ausflüge
Naturschutzgebiet Qobustan
Die Atem beraubend schöne Vulkanlandschaft mit ihren prähistorischen Felsmalereien liegt etwa 70 Kilometer südlich von Baku. Hier befinden sich auf einer Fläche von etwa 100 km² über 4.000 neolithische Felsgravuren, deren Alter auf 10.000 Jahre geschätzt wird. Dargestellt sind u.a. Jagdszenen und Tiere, rituelle Tänze und religiöse Zeremonien.
Sandstrände von Bilgəh und Amburan
In diesen beiden Orten lassen sich schöne Sandstrände finden, die am Kaspischen Meer liegen und zum Entspannen einladen. Sie liegen an der Nordküste der Abşeron-Halbinsel.
Yanar Dagh
Bei Yanar Dagh handelt es sich um einen Berg, der seit etwa 1.000 Jahren permanent unter Feuer steht. Die natürlichen Gase sorgen dafür, dass die heißen Flammen selbst dann noch züngeln, wenn es im Lande regnet. Gleich neben dem Naturschauspiel befindet sich – ganz touristisch - ein kleines Café, in dem Tee und kleinere Speisen serviert werden.
Bucht, Hafen
Bucht von Baku
In der Bucht von Baku liegen am Südufer der Abşeron-Halbinsel der Hafen von Baku sowie ein lokaler Yacht-Club. Ansonsten ist die Bucht selber ein Naturhafen. Sie dehnt sich über eine Fläche von 50 km² aus und besitzt eine 20 Kilometer lange Küstenlinie. Innerhalb der Bucht liegt das Baku-Archipel. An stürmischen Tagen erreichen die Wellen vor der Bucht eine Höhe von 1,5 Metern. Regelmäßig fahren Passagierfähren von Baku aus über das Kaspische Meer nach Krasnowodsk in Turkmenistan sowie in die iranischen Hafenstädte Bandar Anzali und Bandar Nowshar. In den Wintermonaten sollte man darauf gefasst sein, dass der Fährverkehr schon mal wegen schlechten Wetters eingestellt wird.