Osterinseln: Feiertage, Veranstaltungen, Klima

Regelmäßige Veranstaltungen

Triathlon in Rano Raraku
Bei diesem Wettbewerb dabei paddeln bunt bemalte Männer durch den See, greifen Bananenblätter von Stelen und laufen auf den Berg. Anschließend schwimmen sie durch den See zurück.

Religiöse Fest- bzw. Feiertage

DatumFeiertag
1. JanuarNeujahr
März/AprilOstern
1. MaiTag der Arbeit
21. MaiKampf von Iquique Tag
JuniCorpus Christi
29. JuniSankt Peter und Paul
15. AugustHimmelfahrt
2. Montag im Septembernationaler Versöhnungstag
18. SeptemberUnabhängigkeitstag, der über drei Tage mit Paraden gefeiert wird.
19. SeptemberTag der Armee
12. OktoberKolumbus Tag
1. NovemberAllerheiligen
8. DezemberUnbefleckte Empfängnis
25. DezemberWeihnachten

Feste

Datum Fest
Januar/Februar Tapati Rapa Nui Festival: Eine Art Karneval mit traditionellen Tänzen, Pferderennen, Kanurennen, Kunsthandwerk u. ä. Das Fest dauert ca. 10 Tage.
Juli Tokerau Gesangs-Festival Haka Pei: Junge Männer rutschen dabei auf Bananenstauden mit Gras bewachsene Abhänge hinab.

Osterinseln: Klima

Das Klima ist subtropisch mit einer Durchschnittstemperatur von 20,5 °C. Der Januar ist der heißeste Monat und Juli - August sind die "kältesten" Monate.
Das Klima ist grundsätzlich recht feucht. Die regenreichsten Monate sind März - Juni.

Die beste Reisezeit auf die Osterinsel

Hinsichtlich des Klimas bietet sich das gesamte Jahr als Reisezeit an. Wegen der Sommerferien der Südamerikaner im Januar und Februar ist die Insel dann jedoch stark überlaufen, daher sollte man die Reise zu dieser Zeit vermeiden.

Osterinseln: Kunstgeschichte und Gesellschaft

Architektur
Kanuförmige Hausfundamente, hare paenga, waren ca. 10 -15 m lang, in Ausnahmen bis zu 100 m. Die Wände und das Dach wurden von Holzpfosten getragen, die im Steinfundament verankert waren. Die Dächer bestanden aus Schilf. An den Eingängen wurden menschenähnliche Eidechsenfiguren angebracht. Von den Vogelhäusern, hare moa, nimmt man an, dass dies Gräber waren.

Statuen, Moai
Auf der Osterinsel wurden lange Plattformen oder Sockel, auch ahu genannt, in Küstennähe errichtet. Die Konstruktionen wurden von Stützmauern gestärkt. Auf dieser Unterkonstruktion wurden Statuen errichtet, in der Regel sechs Stück, die 4 bis 20 Meter hoch waren und bis zu 80 t schwer sein konnten. Die ahu waren zugleich Begräbnisstätten der obersten Häuptlinge.
Die Statuen, aringa ora, zu Deutsch lebende Gesichter, stellten die Vorfahren dar. Sie waren mit dem Gesicht ins Landesinnere gerichtet, um ihr mana, die heilige Kraft, den Bewohnern der Dörfer zukommen zu lassen.
Insgesamt wurden ca. 890 Statuen auf der Insel gezählt. Von diesen sind ca. 290 Stück wieder errichtet worden. Zum überwiegenden Teil wurden die Statuen aus gelben Tuffstein aus dem Steinbruch Rano Raraku geschlagen. Mangels Metall geschah dieses nur mittels Steinwerkzeugen. Einige wenige sind auch aus Basalt gehauen. Die Augen der Statuen wurden mit Korallen oder hin und wieder auch mit schwarzen Obsidiansteinen gefüllt.
Ähnliche Figuren kann man auch auf der Insel Ra'ivavae, den Austral-Inseln und den Marquesa-Inseln und Tahiti, die alle zu Französisch Polynesien gehören, finden. Auf den Society-Inseln wurden zu Ehren verstorbener Häuptlingen Statuen errichtet.

Schrift ko hau motu mo Rongorongo
Die Osterinsel ist die einzige Insel im Südpazifik, auf der es eine Schrift gab. Diese ist jedoch bis heute nicht entschlüsselt worden. Es handelt sich um eine Bilderschrift mit eingefügten Lautzeichen. Die Schrift wurde mittels Haifischzähnen oder mittels Obsidianwerkzeugen auf Holztafeln geritzt. Die jüngste dieser Art wurde im frühen 18. Jahrhundert auf Eichenplanken eines britischen Schiffes geritzt. Daher nimmt man an, dass die Schrift noch bis zum Eintreffen der Europäer beherrscht wurde.
Die Holztafeln müssen während des Lesens nach jeder Zeile um 180 Grad gedreht werden. Gelesen wird von unten links nach rechts. Heute existieren ca. 21 dieser beschriebenen Holztafeln, die über die ganze Welt in Museen verstreut sind.
Obwohl die Schrift ist bis heute nicht vollständig entschlüsselt wurde, besteht dennoch Einigkeit darüber, dass ein Teil dem Mondkalender gewidmet zu sein scheint.
Man nimmt ferner an, dass die Tafeln Gesänge und Mythen enthalten, denen die Bilderschrift eine Gedächtnisstütze bietet. Fachleute nehmen an, dass es keine zusammenhängende Schrift ist.

Gesellschaftsstruktur
Wie in Gesamtpolynesien wurde die Stellung in der Gesellschaft vererbt, so auch die Häuptlingsposten, Ariki. Ariki hat dieselbe Bedeutung in Te Reo, der Sprache der Maori auf Neuseeland. Die Gesellschaft setzte sich aus Familienclans, Napa, zusammen. Die Statuen wurden von hoch ausgebildeten Kunsthandwerkern erstellt.
Die Produktion der Statuen verschlang Unmengen an Holz und Seilen, was zur Folge hatte, dass keine Kanus mehr gebaut werden konnten und die Einwohner daher auf der Insel gefangen waren.

Verfall der Gesellschaft
Die Macht des Ariki schwand, sobald eine weitere Religion entstand, so z. B. der Vogelmannkult, Matato'a. Die Neuerung war, dass die Macht und Stellung in der Gesellschaft nunmehr erworben werden musste. Der Erschaffer der Welt wurde Makemake genannt.
Das erste Ei der Saison, das die Rußseeschwalbe legte, musste auf der Insel Motu Nui gefunden werden. Die Wettkämpfer schwammen hierzu auf die Insel, nachdem sie die steilen Klippen der Hauptinseln herabgeklettert waren. Sie erwarteten die Ankunft der Vögel, und derjenige, der zuerst mit einem Ei zurückkam, war der Sieger. Diesem gebührte der Titel "Vogelmann" für ein Jahr.

Esoteriker
Die Insel hat einen besonderen Reiz für Esoteriker.

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