Daman und Diu

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Allgemeine Übersicht

Daman und Diu ist ein Unionsterritorium und wird daher direkt durch die indische Zentralregierung verwaltet.
Die beiden Gebiete sind nich nicht miteinander verbundenen - liegen aber beide an der Westküste Indiens am Arabischen Meer und sind von dem Bundestaat Gujarat umgeben.

Das Unionsterritorium Daman und Diu besteht aus den beiden nicht miteinander verbundenen Gebieten Daman und Diu, die rund 200 km Luftlinie voneinander getrennt sind. Beide liegen im Westen Indiens an der Küste des Arabischen Meeres
Daman liegt am Eingang des Golfs von Khambhat an der Mündung des Flusses Damanganga, während Diu auf einer der Halbinsel Kathiawar vorgelagerten rund 12 km langen und nur 3 km breiten Insel liegt.
Die Insel ist über zwei Brücken mit dem Festland verbunden.

Daman und Diu waren von 1531 bis ins Jahr 1961 hinein ein Teil von Portugiesisch-Indien.
1961 hatte Indien im Zuge einer angedrohten Militäroperation die noch verbliebenen portugiesischen Besitzungen faktisch übernommen.
Im Jahr 1962 entstand daraus das Unionsterritorium Goa, Daman und Diu. Portugal erkannte die Annexion erst im Jahr 1974 an.
In seiner heutigen Zusammensetzung besteht das Unionsterritorium Daman und Diu seit 1987 - nachdem Goa ein eigener Bundesstaat geworden war.

Das Unionsterritorium umfasst insgesamt eine Fläche von rund 112 km² - bei rund 245.000 Einwohnern. Die Hauptstadt ist Daman mit rund 192.000 Einwohnern. Dagegen hat Diu nur 53.000 Einwohnr.
Im Unionsterritorium stellen die Hindus mit 91% eine überwiegende Mehrheit, während sich rund 8% zum Islam bekennen. Christen bilden mit rund 1% eine verschwindend kleine Minderheit.

Hinweis
Rund 20 km landeinwärts von Daman - jedoch durch einen zu Gujarat gehörenden Landstreifen getrennt - liegt das Unionsterritorium Dadra und Nagar Haveli, das früher ebenfalls eine portugiesische Kolonie war

Sehenswürdigkeiten

In den beiden Territorien findet man noch das Flair der portugiesischen Kolonialzeit, das sich insbesondere in den großen Kirchen zeigt.
Folgende Sehenswürdigkeiten, die in alphabetischer Reihenfolge angeordnet sind, lohnen einen Besuch:

Bom-Jesus-Kirche
Diese Kirche stammt in Daman aus dem Jahr 1559, also aus der Zeit ser portugieschen Kolonialherrchaft. Bom heißt ins Deutsche übersetzt "gut"
Besonders sehenswert ist in der Kirche der schöne bemalte Altar.

Fort Diu

Dieses Fort aus der portugiesischen Kolonialzeit wurde im Jahr 1535 errichtet und iliegt am Strand der Insel Diu und präsentiert sich in einem gut erhaltenen Zustand

Fortim-do-Mar
Dieses Fort liegt auf einer kleinen Insel und umfasst eine Fläche von rund 56.739 m². Es liegt rund 1 Seemeile = 1,952 km östlich von Diu in der Bucht von Simbor im Arabischen Meer. Es heißt offizielll "Fort St. Antonius von Simbor"
Es diente ursprünglich der Verteidingung gegen mögliche Angriffe der Mogulherrscher. Heutzutage ist die Anlage ein wichtiges Touristenzentrum.

Gangeshar Tempel
Dieser Hindu-Tempel in Diu liegt am Wasser und ist relativ klein und nicht sehr spektakulär

Gouverneurspalast

Dieser Palast in Daman diente dem portigiesischen Gouverneur als Reidenz.

Jampore Beach
Jampore Beach liegt in Daman und ist wenig überlaufen mit relativ sauberem Wasser

Muschelmuseum
Das Muschelmuseum in Diu präsentiert neben Muscheln Allerlei, was mit dem hiesigen Meer zusammenhängt

Nagoa Beach
Der Nagoa-Strand auf Diu ist sehe von Menschen bevölkert und daher sehr laut. Zudem ist das Wasser hier recht schmutzig. Zudem findet man kaum ein schattiges Plätzchen.
Lustig anzusehen ist das Reiten auf einer schwimmenden "Banane“, die von einem Motorboot gezogen wird.
Ein weiter Strand in Diu ist Ghogla Beach.

Rosariokapelle
Diese prächtige katholische Kapelle liegt auf Diu und beeindruckt u.a. mit den geschichten aus der Bibel, die auf Holzpanelen dargestellt sind.
Die Marienfigur wurde als Dank dafür gestiftet, dass die Insel von einer Besetzung des hinduistischen Marathen-Herrschers Shivaji (1630-1680) verschont geblieben war.

St. Paulskirche

Diese christliche Kirche im Stil des Barocks von 1610 auf Diu aus der Zeit der Portugiesen imponiert nicht zuletzt duch ihre Größe, was sie zur größten Kirche der Insel macht.

St. Thomaskirche

Dieses Gotteshaus im Stil des Barocks dient heutzutage als Museum

Naida Höhlen

Die Naida Höhlen befinden sich in der Nähe von Jalandhar Beach. Die Höhlen haben teilweise die Größe eines Partyraums und werden (leider) auch als solche genutzt. Auffallend ist, dass zahlreiche Öffnungen für ausreichen Sonnenlicht sorgen.

Zampa Gateway
Dieses Stadttor ist ein leuchtend rotes Gebäude und stammt aus der Zeit der portugiesischen Kolonialherrschaft. Es besitzt eine große historische Bedeutung für Diu aber auch für das gesamte Unionsterritorium.
Man findet hir Schitzereien von Löwen, Engeln und einem Priester. Im m Inneren der hiesigen Kapelle von 1702 findet man ein Bild der Jungfrau Maria.
Auch einen künstlichen Wasserfall kann man hier bewundern.

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