Hamburger Nordsee-Nationalpark

Der Hamburger Nordsee-Nationalpark wurde auf der Sitzung des UNESCO Welterbe Komitees in Paris im Juni 2011 in die Liste des UNESCO-Weltaturerbes Wattenmeer aufgenommen.
Die UNESCO hatte bereits 2009 große Teile des Wattenmeer-Ökosystems von Deutschland und den Niederlanden in die Liste der Weltnaturerbestätten aufgenommen. 

Seinerzeit beteiligten sich jedoch nur die Nationalparks von Schleswig-Holstein und Niedersachsen an der Bewerbung, da es im  Hamburger Senat Bedenken gab, dass die Aufnahme in die UNESCO Welterbeliste zu Problemen bei der Erweiterung und Vertiefung der Fahrrinne der Elbe führen könnte. Die Bedenken konnten jedoch ausgeräumt werden, sodass Hamburg im Jahr 2010 seinen Wattenmeer-Anteil nachnominierte.
Das Hamburger Wattenmeer bedeckt eine Fläche von rund 137 km². Damit umfasst das gesamte Weltnaturerbeerbe des Wattenmeres in der Nordsee jetzt eine Fläche von mehr 9.600 km².

Ca. 12,5 km von Cuxhaven und 120 km von Hamburg entfernt liegt das Hamburgische Wattenmeer. Das Wattenmeer gehört zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Es ist von Prielen und Sandplaaten durchzogen. Dazu gehören die Inseln Neuwerk, Scharhörn und Nigehörn. Die Inseln Nigehörn und Scharhörn liegen auf der Scharhörnplaate. Die unbewohnte Insel Nigehörn wurde im Jahr 1989 künstlich geschaffen und hatte eine Fläche von etwa 30 ha. Man versucht hier Brutplätze für Zug- und Meeresvögel zu schaffen. Der aufgeschüttete Sand wird durch Ponierpflanzen (Pflanzen, die sich an besondere Begebenheiten anpassen) verankert. Durch anfliegenden Sand wächst die Insel weiter zur Zeit beträgt ihre Fläche ca 50 ha.
Wattwanderungen und vor allem Kutschfahrten sind nur noch auf ausgewiesenen Wegen gestattet.
Der Artenreichtum des Wattenmeeres und der Salzwiesen ist groß. Man schätzt, dass dort ca. 2000 verschiedene Tierarten leben, davon leben 250 endemische Arten in den Salzwiesen. In den Monaten Juli bis September leben die Brandgänse im Wattenmeer.