Ärmelkanal

Der Ärmelkanal ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans. Er endet auf einer gedachten Linie zwischen Dover und Calais an der Straße von Dover - wo er in die Nordsee übergeht. Der Ärmelkanal wird im Norden von England (Großbritannien) und im Süden von Frankreich begrenzt. Man spricht in der Nautik meist vom "English Channel" - dem Englischen Kanal.
An seinem südwestlichen Ende - einer gedachten Linie zwischen der Westspitze der Bretagne und der Südwestspitze von Cornwall - geht er in den Atlantik über. Der Kanal besitzt eine Länge von rund 550 km. Seine größte Breite sind rund 235 km - und an der Straße von Dover ist der Kanal ca.38 km breit.

Fläche
Der Ärmelkanal umfasst eine Fläche von ca. 75.000 km²

Staaten am Ärmelkanal
Folgende Staaten besitzen eine Küste zum Ärmelkanal:

Flüsse
Der bekannteste Fluss der in den Ärmelkanal mündet ist sicherlich die Seine. Die Seine entspringt auf dem Plateau von Langres in Frankreich und fließt dann ca. 777 km bis Le Havre, um dort in den Ärmelkanal zu münden.

Inseln im Ärmelkanal
Im Kanal liegen die weitgehend unabhängigen britischen Kanalinseln sowie die Insel Wight, die wenige Kilometer südlich der britischen Küste liegt. Vom Festland Großbritanniens ist sie durch die schmale Meerenge des Solents getrennt. Etwa 12 km nordwestlich vom Solent liegt Southampton.

Städte
Die wichtigsten Städte am Ärmelkanal sind Le Havre (Frankreich), Southampton (Großbritannien) und Plymouth (Großbritannien). 

Eurotunnel
Am 20. Juni 1993  wurde der 50 km lange aus drei Röhren bestehende Eisenbahn-Eurotunnel fertig gestellt und am 14. November 1994 für den Verkehr freigegeben. Kraftfahrzeuge und Fußgänger können den Tunnel nicht benutzen.
Der Tunnel verbindet unter der Straße von Dover Folkestone in der Grafschaft Kent nahe Dover mit Coquelles nahe Calais in Frankreich.  Der Tunnel liegt im Mittel 40 m unter dem Meeresgrund. Der Tunnel wird jährlich von etwa sieben Mio. Passagiere benutzt.. Die Durchquerung dauert etwa 35 Minuten.