Glatteis, Eisglätte, Eisregen, Eis

Glätte

Unter Glätte versteht man den Zustand vor allem von Wegen und Straßen, bei dem Menschen und Tiere In Gefahr sind, den Halt zu verlieren, auszurutschen oder hinzufallen und Fahrzeuge ins Schleudern geraten und verunfallen können. Dabei verlieren die Reifen auf der Straße einen Teil ihrer Haftung, sodass es Fahrern fast nicht mehr möglich, die Kontrolle über das Fahrzeugs zu behalten. Man unterscheidet dabei im Prinzip fünf verschiedene Ursachen für das Auftreten von Glätte: Glatteis, Eisglätte, Schneeglätte, Eisregen und die so genannte Bauernglätte.

Glatteis
Von Glatteis spricht man, wenn Regen auf gefrorenen Boden fällt und dort gefriert.
Sofern der Boden stark unterkühlt ist, kann der Regen sehr schnell gefrieren, was dann zu dem besonders gefährlichen Blitzeis führt.

Eisglätte
Eisglätte liegt dann vor, wenn nasse Oberflächen gefrieren, ohne dass ein Niederschlag gefallen ist. Darunter fällt auch die Glätte, die infolge von Nebel oder Tau entstanden ist.

Schneeglätte
Festgefahrener Schnee kann ebenfalls zur Glättebildung führen. Fahrzeuge benötigen in diesen Fällen oft sogar Schneeketten – besonders in höheren Lagen, wie zahlreichen Wintersportorten.

Eisregen
Eisregen kann dann entstehen, wenn sich warme Luftmassen über relativ kalter Luft befindet. Sofern es in der wärmeren Luftschicht zu Regen kommt, kann dieser in der darunter befindlichen kälteren Luft gefrieren und als Eisregen zu Boden fallen.

Bauernglätte
Die so genannte Bauernglätte ist ein von der Temperatur unabhängiges Phänomen. Sie entsteht, sofern sich Öl, nasses Laub oder nasser Schmutz auf den Fahrbahnen und Wegen befindet. Besonders Öl kann zu gefährlichen Fahrsituationen führen und wird in der Regel von der Feuerwehr entfernt oder die Polizei stellt Warnschilder auf.

Glätteindex
Der Glätteindex gibt für Fahrzeuge an, ob und wann man mit Glätte auf den Straßen rechnen muss. Eine entsprechende Karte enthält eine Übersicht mit dem Glätterisiko in den 3 Stufen gering, erhöht und hoch. Winterreifen sind dann verpflichtend, oft müssen sogar Schneeketten verwendet werden.
Eisglätte ist ein sehr gefährlicher Fahrbahnzustand.

Eis
Eis ist neben Wasserdampf  der dritte Aggregatzustand von Wasser (H2O). Es bildet sich bei Normaldruck, der Anwesenheit von Kristallisationskeimen und einer länger anhaltenden Temperatur von weniger als 0 °C u.a. auf Flüssen und Seen. Dieses Eis besitzt in etwa eine Dichte von 0,92 g/cm3 - seine Dichte ist also nur unwesentlich geringer als die von Wasser (1 g/cm3).
Das Eis auf Seen wird gerne zu sportlichen Betätigungen wie Schlittschuhlaufen, Schlittenziehen oder zum Eissegeln genutzt. In den nördlichen Teilen von Estland, Finnland, Kanada, Russland, Schweden oder den USA werden zugefrorene Seen auch als "Straßen“ für PKWs und LKWs genutzt. Für die Tragfähigkeit von Eis gelten in etwa folgende Werte:
- Einzelperson (Schlittschuhläufer): 5 cm
- Gruppe von Personen: 8 cm
- Kfz: 18 cm

Der Übergang in den flüssigen Zustand wird als Schmelzen und der in den gasförmigen Zustand wird als Sublimation bezeichnet.