Bevölkerung
Bevölkerungsanzahl
Im Jahr 2020 lebten in Armenien rund 2,9 Mio. Menschen.
Ethnische Zusammensetzung
Etwa 98 % der Landesbevölkerung sind ethnische Armenier (“Haikh“). Ferner gibt es kleine Minderheiten von Kurden, Russen, Aramäern, Ukrainern und Griechen.
Religionszugehörigkeit
Etwa 94 % der Einwohner des Landes zählen zur Armenischen Apostolischen Kirche (Gregorianer). Dies ist die älteste christliche Kirche der Welt. Eine Minderheit gehört der mit Rom unierten armenisch-katholischen Kirche an. Darüber hinaus gibt es einige Russisch-Orthodoxe Christen (Molokanen), Muslime (vorwiegend Kurden), Protestanten, Juden, Jeziden, Katholiken und Zeugen Jehovas.
Landessprachen
Die Amtssprache des Landes ist Armenisch (Neuostarmenisch bzw. “Aschcharabar“) und wird von etwa 96% der Bevölkerung gesprochen. Minderheitensprachen sind vor allem Kurmanyi (ein Kurdendialekt) und Russisch, wobei Russisch auch von vielen Armeniern als Zweitsprache beherrscht wird.
Die armenische Sprache zählt zu den ältesten Kultursprachen und wird heute weltweit noch von etwa 7 Mio. Menschen gesprochen. Dabei handelt es sich um einen eigenständigen Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie, dessen Schrift im 5. Jh. von Mönchen entwickelt wurde. Das Altarmenische (“Grabar“) wird nur noch im sakralen Bereich verwendet. Ostarmenisch ist die offizielle Sprache des Landes und wird auch von den Armeniern im Iran gesprochen. Westarmenisch ist seit dem Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich nur noch bei zahlreichen in der Diaspora lebenden Armeniern im Gebrauch.
Hauptstadt und weitere Städte
Die Hauptstadt von Armenien ist Eriwan (Jerewan) mit rund 1,5 Millionen Einwohnern.
Gjumri
Gjumri ist mit rund 110.800 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Armeniens und die Hauptstadt der Provinz Schirak.
Die Stadt liegt auf einer Höhe von rund 1.590 m im Westen vom Armenien, in der Nähe der Grenze zur Türkei Die Gegend war bereits seit der Antike sporadisch besiedelt, während sich die heutige Stadt bei einer 1837 gegründeten russischen Festung entwickelte.
Im Kaiserreich Russland hieß die Stadt von 1840 bis 1924 Alexandropol und wurde anschließend bis1991 nach Wladimir Iljitsch Lenin als Leninakan benannt.
Am 7. Dezember 1988 wurde die Refion Lori im Norden der Armenischen Sowjetrepublik (SSR), von einem schweren Erdbeben heimgesucht, bei dem etwa 25.000 Menschen ums Leben kamen. Neben der nahezu vollständig zerstörten Stadt Spitak, wurden Leninakan und Kirowakan sowie viele umliegende Dörfer schwer beschädigt.
In Gjumri haben zwei Universitäten ihren Sitz, es sind die Staatliche Universität Schirak von 1934 und die private Fortschritt-Universität von 1990. Außerdem haben mehrere Universitäten aus Jerewan (Eriwan) jeweils einen Campus in der Stadt.
Interessante Sehenswürdigkeiten sind:
Kathedrale der Heiligen Mutter Gottes
Denkmal um die Schlacht von Avarayr (451n.Chr.)
Weitere größere Städte sind:
- Wanadsor mit rund 110.000 Einwohnern,
- Etschmiadsin mit rund 50.000 Einwohnern,
- Hrasdan mit rund 40.000 Einwohnern.