Edvard Munch (1863 - 1944)
Edvard Munch wurde am 12. Dezember 1863 in Løten, Hedmark geboren. Er hatte während seines Lebens über 1.700 Bilder, zahlreiche Grafiken und Zeichnungen verfasst. Er gilt als Vorbild für den Expressionismus in der Malerei der Moderne. Seine Bilder stellen den Menschen und seine Emotionen, wie Liebe, Angst, Trauer und Tod in den Mittelpunkt. In ihnen hatte Munch vor allem autobiografische Erlebnisse verarbeitet. Interessant ist, dass er zahlreiche Motive häufiger in unterschiedlichen Versionen gemalt hat, so wie Der Schrei, Madonna, Vampir, Melancholie, Der Tod im Krankenzimmer oder Der Tanz des Lebens. Seine umfangreichen Werke werden im Munch-Museum Oslo ausgestellt. Weitere Sammlungen von ihm befinden sich in der Norwegischen Nationalgalerie in Oslo, im Stenersen-Museum in Oslo und im Kunstmuseum in Bergen. Aber auch Museen in den deutschsprachigen Ländern zeigen Gemälde oder Grafiken von ihm. Er ist am 23. Januar 1944 in der Künst-lerkolonie Ekely in Oslo verstorben.

Munch-Museum, Norwegen © goruma (T.Kruse)
Munch-Museum, Norwegen © goruma (T.Kruse)

Bjørnstjerne Martinius Bjørnson (1832-1910)
Bjørnstjerne Martinius Bjørnson wurde am 8. Dezember 1832 in Kvikne (Fylke Hedmark = Proviinz) geboren. Er war Dichter, Politiker und Verfasser der norwegischen Nationalhymne (Ja, vi elsker dette landet = Ja wir lieben dieses Land).
Er hatte 1903 als erster Skandinavier den Nobelpreis für Literatur erhalten Er ist am 26. April 1910 in Paris verstorben. Sein Grab befindet sich im Ehrenhain des 1808 angelegten Erlöserfriedhofs (Vår Frelsers Gravlund) in Oslo

Thorbjørn Egner (1912-1990 ) Thorbjørn Egner wurde am 12. Dezember 1912 im damaligen Kristiana, dem heutigen Oslo, geboren. Er war ein Kinderbuchautor und -illustrator. Thorbjørn Egner wuchs in Oslo auf und war als ausgebildeter Zeichner einige Zeit als Werbegrafiker tätig. Als Kinderbuchau-tor wurde er in Norwegen landesweit bekannt, besonders mit Karius und Baktus von 1949 erlangte er auch außerhalb von Norwegen Bedeutung. Das Buch zählt heute zu den Kinderbuchklassikern und wurde auch mehrfach verfilmt. Auf das in Deutschland wenig bekannte Kinderbuch Die Räuber von Kardemomme von 1955 geht das so genannte Kardamom-Gesetz zurück, das in skandinavischen Ländern als fest-stehender Begriff für ein friedliches, tolerantes und liberales Zusammenleben steht. Er ist am 24. Dezember 1990 in Oslo verstorben.

Sonja Henie (1912-1969)
Sonja Henie wurde am 8. April 1912 in Kristiana, dem heutigen Oslo geboren. Sie gilt als die "Königin des Eiskunstlaufs" aus den 1920er Jahren. Sie errang zehn Weltmeisterschaftsti-tel und drei olympische Medaillen. Im Jahr 1941 wurde Henie US-amerikanische Staatsbürgerin und unterstützte, wie viele ande-re Hollywoodstars, die US-Truppen durch die United Service Organizations. Sie vermied es, die norwegische Widerstandsbewegung zu unterstützen oder öffentliche Aussagen gegen die Nationalsozialisten zu tätigen. Dafür wurde sie von vielen Norwegern und norwegischen Immigranten in den USA als Quisling-Sympathisant kritisiert. Henie war sich dessen bewusst, erlebte jedoch 1953 und 1955 mit ihrer Holiday on Ice-Tour eine triumphale Rückkehr in die Heimat. Sie verstarb am 12. Oktober 1969 während eines Flugs von Paris nach Oslo an den Folgen ihrer Leukämie.

Henrik Johan Ibsen (1828 – 1906)
Henrik Johan Ibsen wurde am 20. März 1828 im damaligen Kristiana, dem heutigen Oslo geboren. Ibsen ist einer der bedeutenden Schriftsteller Norwegens. Er war Dramatiker und Lyriker und gilt als einer der Begründer des Modernismus im Theater. Zu seinen Hauptwerken gehören Brand, Peer Gynt, Nora oder Ein Puppenheim, Gespenster, Ein Volksfeind, Die Wildente, Rosmersholm, Hedda Gabler, Baumeister Solness, John Gabriel Borkman und Wenn wir Toten erwachen. Er ist am 23 Mai 1906 in seiner Geburtsstadt Kristiana verstorben. Sein Grab befindet sich im Ehrenhain des 1808 angelegten Erlöserfriedhofs (Vår Frelsers Gravlund) in Oslo

Gustav Vigeland (1869-1943)
Adolf Gustav Vigeland wurde am 11. April 1869 in Mandal, in der Provinz Vest-Agder, als Adolf Gustav Thorsen geboren Er war der wohl bedeutendste Bildhauer Norwegens. 1889 nahm er den Nachnamen Vigeland an, der auf den Hof seines Großvaters mütterlicherseits zurückgeht. Der Magistrat von Oslo erhielt die Rechte an seinen Skulpturen und kam dafür für den Lebensunterhalt des Künstlers auf. In Oslo entstand zwischen 1924 und 1943 im Frognerpark mit dem Vigeland-Skulpturenpark eine monumentale Figurengruppe, deren Hauptmotiv der Lebenszyklus des Menschen ist. Sie umfasst 212 Figuren, darunter 58 Bronzefiguren auf einer Brücke, mit der berühmte Sinnataggen - ein zornig mit dem Fuß aufstampfendes kleines Kind. Auch die Friedensnobelpreis-Medaille entwarf er im Jahr 1902. Er ist am 12. März 1943 in Oslo verstorben.

Henrik Arnold Wergeland (1808-1845)
Henrik Arnold Wergeland wurde am 17. Juni im damaligen Christiana, dem heutigen Oslo geboren. Er war ein Dichter der Spätaufklärung und Romantik. Er ist am 12. Juli 1845 in seiner Geburtsstadt Kristiania verstorben Sein Grab befindet sich im Ehrenhain des 1808 angelegten Erlöserfriedhofs (Vår Frelsers Gravlund) in Oslo.

Hinweis
1. Januar 1925 erhielt Kristiania offiziell ihren alten historischen Namen Oslo zurück

Vigeland Park Im Vigelandsanlegget, Oslo Norwegen© goruma (T.Kruse)
Vigeland Park Im Vigelandsanlegget, Oslo Norwegen© goruma (T.Kruse)