Jassir Arafat (1929 in Kairo - 2004)
Langjähriger Vorsitzender der palästinensischen Autonomiebehörde
Boutros Boutros-Ghali (1922-2016)
Diplomat und Politiker,. Boutros Boutros-Ghali wurde am 14. November 1922 in Kairo geboren.. Boutros-Ghali war Mitglied einer Familie koptischer Christen, aus der mit Boutros Ghali, (1846–1910) ein ägyptischer Ministerpräsidenten () hervorgegangen war. Er hatte die Universität Kairo besucht, wo er 1946 seinen Bachelor gemacht hatte. Anschließend hatte er am Institut d’études politiques de Paris Internationales Recht studiert und hier 1949 seinen Doktor gemacht. Zwischen 1949 und 1977 war er Professor an der Universität Kairo. Der Höhepunkt seiner Karriere war sicherlich seine Tätigkeit vom Januar 1992 bis Dezember 1996 als sechster Generalsekretär der Vereinten Nationen (UNO). Er hatte mehr als 100 Artikel sowie mehrere Bücher veröffentlicht Er war am 16. Februar 2016 in seiner Geburtsstadt Kairo verstorben.
Mohammed el-Baradei (geb. 1942 in Kairo)
Er war seit dem 1. Dezember 1997 bis zum November 2009 als Nachfolger von Hans Blix als Generaldirektor für auswärtige Angelegenheiten bei der Internationalen Atom Energieorganisation IAEA (englisch: International Atomic Energy Agency) in Wien tätig. Im Jahr 2001 wurde er gegen den Widerstand der USA in dem Amt bestätigt. Er und die IAEA erhielten jeweils zur Hälfte den Friedensnobelpreis des Jahres 2005. Damit würdigte das Nobelpreiskomitee seinen persönlichen Einsatz und den der Organisation gegen den Missbrauch der Kernenergie für militärische Zwecke sowie für die Gewährleistung maximaler Sicherheitsstandards bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie.
Faradsch Fauda (1946 - 1992 in Kairo)
Schriftsteller und Intellektueller
Nagib Mahfuz (geb. 1911 in Kairo - 2006)
Mahfuz gilt als der bedeutendsten modernen Schriftsteller Ägyptens. Er schrieb zahlreiche Romane, Novellen, Prosa sowie Drehbücher und Theaterstücke. Das Buch "Die Kinder unseres Viertel" von 1959 stand lange Zeit auf dem Index Ägyptens. Mahfuz ist der einzige arabische Schriftsteller, der den Literaturnobelpreis (1988) erhielt.
Salama Moussa (1889 in Kairo - 1958)
Schriftsteller und Intellektueller
Samir Khalil Samir (geb. 1938 in Kairo)
Islamwissenschaftler und katholischer Theologe aus Kairo
Aiman az-Zawahirī (geb. 1951 in Kairo 2022)
Terrorist des Al-Qaida-Netzwerkes und nach dem Tod von Osama bin Ladens im Mai 2011 war er die Nummer Eins in der Hierarchie des Netzwerkes.
François Auguste Ferdinand Mariette (1821-1881)
François Auguste Ferdinand Mariette wurde am 11. Februar 1821 in Boulogne-sur-Mer in der heutigen Region Hauts-de-France geboren. Er war ein französischer Ägyptologe und Begründer der Denkmalpflege in Ägypten und des Ägyptischen Museums in Kairo. Auguste Mariette war anfangs Lehrer in seiner Vaterstadt, erhielt aber 1849 eine Anstellung am Ägyptischen Museum in Paris.
Im Oktober 1850 reiste er im Auftrag des Louvre nach Ägypten, um koptische, syrische und äthiopische Manuskripte aufzukaufen. Bei einer dieser Reisen entdeckte er bei Sakkara einen Sphinx und glaubte, das Serapeum, die unterirdische Begräbnisstätte der Apis-Stiere, gefunden zu haben. Ohne behördliche Genehmigung begann er zu graben und fand 1851 den Eingang zum Heiligtum. In den folgenden Jahren schmuggelte Mariette rund 7.000 Objekte nach Frankreich. Nach seiner Rückkehr 1854 wurde er zum Zweiten Kurator der ägyptischen Abteilung des Louvre ernannt.
1857 reiste er ein zweites Mal nach Ägypten, um seine Ausgrabungen fortzusetzen.. 1858 wurde er vom Vizekönig Said Pascha zum Direktor des Altertümerdienstes (Service des Antiquités de l'Égypte) ernannt und war fortan mit der Leitung der von der Regierung initiierten Ausgrabungen betraut. 1862 wurde er zum Bey erster Klasse ernannt und 1879 erhielt er den Titel Pascha. In dieser Stellung kämpfte er dafür, dass die Verordnung zum Schutz der Altertümer in Ägypten respektiert wurde. 1859 gründete er zur Aufbewahrung der Fundstücke das spätere Ägyptische Museum in Kairo..
Unter Mariette gelang die Freilegung der Tempel von Abydos und Edfu. Sein letzter Erfolg war die Öffnung dreier Pyramiden der 6. Dynastie bei Sakkara. Mariette verstarb am 18. Januar 1881 in Bulaq bei Kairo - 10 Jahre nach der Uraufführung von Giuseppe Verdis (1813-1901) Oper Aida in Kairo, deren Libretto auf einer Erzählung Mariettes basiert. In seiner Vaterstadt Boulogne-sur-Mer wurde ihm 1882 ein Denkmal errichtet.