Zecken

Die Zecken (Ixodida) gehören zur Unterordnung der Milben (Acari). Sie unterteilen sich in die beiden Familien Schildzecken (Ixodidae) und Lederzecken (Argasidae), die sich dadurch unterscheiden, dass bei den Schildzecken ein Schild (Scutum) ausgebildet ist. Bei vielen Schildllederzeckenarten, wie dem Gemeinen Holzbock, bedeckt der Schild beim Männchen den gesamten Rumpf, beim Weibchen nur etwa die Hälfte. Die Lederzecken besitzen keinen Schild.
Zudem gibt es die Zeckenart Nuttalliellia namaqua, die gleichzeitig die einzige Art der Familie Nuttalliellidae ist. Diese Familie bzw. Art wird als eine Übergangsform zwischen den Lederzecken und den Schildzecken angesehen.

Weltweit sind etwa zwischen 800 bis 900 Zeckenarten bekannt.
Alle Zeckenarten sind blutsaugende Ektoparasiten von Wirbeltieren - darunter auch dem Menschen. Viele Zeckenarten sind Krankheitsüberträger, so in Mitteleuropa die Borreliose und die FSME (Frühsommer-Menningoenzephalitis).
Zecken sind nur einige Millimeter groß, werden aber nach ihrer Blutmahlzeit um ein Vielfaches größer und schwerer.
Unter Ektoparasiten versteht man Parasiten, die an der Oberfläche anderer Organismen längere Zeit von diesen leben und meist durch Anheftungsorgane lange an ihnen befestigt sind. Tierische Ektoparasiten sind z. B. Läuse, Flöhe, Bettwanzen oder Krebse und Saugwürmer an Fischen.
Kennzeichnend für die Zecken sind besonders die vorn am Tier sitzenden Mundwerkzeuge, mit denen diese Insekten ihre Wirte beißen bzw. stechen. Beim Saugvorgang schafft das Tier mit den Mundwerkzeugen eine Wunde, indem Gewebe mit kleinen Blutkapillaren aufgerissen Der Saugvorgang ist bei den Lederzecken mit etwa 30 bis 60 Minuten relativ kurz. Beim Saugvorgang gibt die Zecke Speichel in die Wunde ab, dessen wichtigste Funktion es ist, das Verklumpen der Blutplättchen und damit eine Gerinnung zu verhindern und damit einen Verschluss der Wunde verhindert. Der abgegebene Speichel kann Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger enthalten, darunter, wie erwähnt die Erreger der Borreliose und der FSME (Frühsommer-Menningoenzephalitis).
Erwähnenswert sind folgende Zeckenarten:
- Hirschzecken (Ixodes scapularis)
- Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)
- Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)
Die Zecken lauern im Gras und Gebüsch und krabbeln beispielsweise an den Beinen eines vorbeigehenden Menschen empor. Sofern man das Tier relativ schnell entfernt, ist in der Regel nicht mit einer Infektion zu rechnen.
Eine ausführliche Darstellung der Zecken finden Sie bei Goruma auch hier >>>