Orientierung ohne ein Mobiltelefon oder GPS

Im folgenden findet man 3 Tipps, um sich ohne Mobiltelefon oder GPS zu orientieren. Vielen Menschen fällt es schwer, sich zu orientieren und sie müssen alle paar Schritte auf eine Karte in ihrem Handy schauen, um sicher zu sein, dass sie in die richtige Richtung gehen.

Aber stell dir für einen Moment vor, du möchtest von deinem Standort aus in die Rosengasse mit der Postleitzahl 63550 Seligenstadt gehen und hast dafür weder ein GPS noch ein Handy. Dann hast du ein Problem. Es gibt diejenigen, die ihren Weg zurückverfolgen müssen, weil sie in die falsche Richtung gegangen sind. Das kostet uns zweifellos Zeit und kann sehr frustrierend sein. Der speziell mit der Orientierung verbundene Gehirnbereich ist der Hippocampus. Dieser Bereich hat bei den Taxifahrern in London ein größeres Volumen, da sie daran gewöhnt sind, durch das Labyrinth dieser Stadt mit ihren engen, kreisförmigen Straßen zu fahren, die alle paar Meter ihren Namen wechseln.

1. Mach dir eine gedankliche Karte

Bevor du losgehst, überprüfe die Route, die du nehmen willst. Wähle die Strecke aus, lese die Namen der großen Straßen oder wichtigsten Hauptstraßen, die du überqueren wirst. Du kannst die Route sogar mit dem Finger auf der Karte verfolgen, sagte laut der New York Times Brendan Kelley, Neurologe des Wexner Medical Center der Ohio State University in den Vereinigten Staaten. Das gibt dir eine Vorstellung von der Route, der du folgen wirst. Es ist auch wichtig, dass du sofort nach deiner Ankunft noch einmal auf die Karte und die Route schaust, die du gerade zurückgelegt hast. Das wird die Erinnerung festigen, wie du dorthin gekommen bist.

2. Besonderheiten der Gegend

Ein grundsätzlicher Ratschlag ist, die Besonderheiten der Gegend zu beachten, wie hohe Gebäude, einen Sendeturm, die Kuppel einer Kirche oder ein Denkmal. Diese architektonischen Details dienen dir als Anhaltspunkt, um zu wissen, ob der Ort, zu dem du gehst, davor, danach, links oder rechts davon liegt, da du kein GPS hast, um nach der Postleitzahl der Hubertstraße in Cottbus 03046 zu fragen und dich zu diesem Postbezirk führen zu lassen.

"Bevor man losgeht ist es ist wichtig, solche Orte wie einen Park oder eine Statue zu beachten, damit man sich eine Vorstellung davon machen kann, was man unterwegs vorfindet", erklärt Eugenia Marin, Forscherin an der UCL in London, Großbritannien, und bei BCBL im Baskenland, Spanien, gegenüber BBC World. "Und für den Fall, dass man sich verläuft, hat man einen sehr konkreten Anhaltspunkt, nach dem man fragen kann", fügt sie hinzu. Wenn du vorhast, auf dem gleichen Weg zurückzukehren (beispielsweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad), ist es wichtig, beim Hingehen auch nach hinten zu schauen, da die Umgebung auf dem Hinweg sehr unterschiedlich erscheinen kann als auf dem Rückweg. Es wird dir auch bei der Orientierung helfen, darauf zu achten, ob der Weg eben ist oder ob du aufwärts oder abwärts gegangen bist.

3. Lass die Technologie für eine Weile beiseite

Auch wenn Technologien wie GPS im Moment hilfreich sind, hemmen sie nach Meinung von Experten die Entwicklung eines besseren Orientierungssinns. "Wenn man in einer neuen Stadt ist und sich ein Bild von dem Ort machen will, lernt man genau wie bei anderen Lernprozessen immer besser, wenn man es selber macht", sagt Marín. Wenn du dich ohne Hilfe bewegst, kannst du dir eine bessere geistige Karte der Stadt anlegen, die du erkundest. Aber ein andere Meinung hat Clare Davies, Professorin an der University of Winchester im Vereinigten Königreich: "Auch wenn die Technologie derzeit den Orientierungssinn der meisten Menschen verschlechtert, weil sie uns zu sehr ablenkt, um wahrzunehmen, was um uns herum ist, kann sie unsere Fähigkeit der Orientierung verbessern, wenn wir mit ihrer Hilfe lernen, wie man die Karte mit der Realität vergleicht".