Neue Wege des Theaters während der Pandemie

Welchen Einfluss hat die Pandemie auf die Zukunft des Theaters?

„Sein oder Nichtsein – Das ist hier die Frage“. Bei den Theatersälen kann diese berühmte Frage von Shakespeare derzeit eindeutig mit Nichtsein beantwortet werden. Vor dem Beginn der Corona-Pandemie saßen die Zuschauer im Theater noch dicht an dicht, um sich von den Schauspielerinnen und Schauspielern ein Stück vorführen zu lassen. Während der andauernden Pandemie hingegen waren zum Teil wochenlang keine Zuschauer mehr anwesend, oder es gab Konzepte mit nur halb besetzten Sälen. Nun verlagern Theater ihre Produktionen ins Internet, um sie dort per Live-Stream oder Video den Zuschauern vorzuführen. Das bietet vielen Menschen den Vorteil, Theaterstücke zu deutlich günstigeren Preisen zu sehen als bei einer echten Vorstellung – und das aus dem heimischen Wohnzimmer. Doch wie überall im Internet sollte die Cyber-Sicherheit nicht vernachlässigt werden. Dabei ist ein VPN sehr hilfreich, denn es sorgt für die nötige Sicherheit und hilft den Zuschauern, mehr Inhalte von Theatern weltweit online zu genießen

Theater gehen neue Wege

Die Pandemie hat die Theater noch kreativer gemacht. Das Schauspielhaus Köln hat ein Streaming-Portal mit dem Namen Dramazon Prime für Theater-Fans entwickelt. Dort gibt es interaktive Formate, bei denen der Zuschauer verschiedene Kameradarstellungen wählen und mit den Darstellern interagieren kann; es gibt Serienformate, bei denen regelmäßig neue Folgen freigeschaltet werden; oder man kann sich dort Podcasts anhören. Das Portal ist kostenlos. Das Deutsche Theater Berlin hat ebenfalls einen digitalen Bereich eingerichtet. Dort können Zuschauer aktuelle Premieren als Live-Stream verfolgen oder Inhalte On-Demand abrufen. Theater in anderen Ländern gehen ähnliche Wege. Das Globe Theatre in London nutzt YouTube für Premieren von z.B. Romeo und Julia oder bietet auch Live-Streams an. Ähnlich sieht es bei den Theatern in New York aus.

Ein breiteres Publikum wird angesprochen

Trotz aller – vor allem finanzieller – Nachteile für die Theater bieten solche Formate jenen Menschen die Möglichkeit, ein Theaterstück zu sehen, die dem Theatersaal sonst ferngeblieben werden. Diejenigen hingegen, die schon vorher ins Theater gegangen sind, kommen nun in den Genuss von ausländischen Produktionen. Wer wäre mal eben für eine Premiere nach New York oder London geflogen? In Corona-Zeiten startet man einfach den Live-Stream und ist „vor Ort“, ohne das Haus verlassen zu müssen. Und es eröffnen sich Möglichkeiten, die in einem Theatersaal nicht möglich wären, wie z.B. das Interagieren mit den Darstellern oder verschiedene Blickwinkel des Theaterstücks jenseits der frontalen Betrachtung vom Sitzplatz.

Nicht jeder Inhalt ist überall verfügbar

Theaterstücke aus praktisch jedem Theater der Welt anzuschauen klingt faszinierend, aber es gibt dabei eine grundlegende Einschränkung. Klickt man z.B. auf die Verlinkung zu YouTube vom Shakespeare Globe, erhält der deutsche Zuschauer die Meldung, dass der Inhalt nicht verfügbar sei. Das liegt am sogenannten Geoblocking. Anhand der IP-Adresse wird erkannt, dass sich der Zuschauer nicht im Vereinigten Königreich befindet, und der Zugang wird gesperrt. Dasselbe würde bei Live-Streams und Videos von anderen Theatern im Ausland in den meisten Fällen auch passieren.

Ein VPN erweitert den Zugriff und sorgt für mehr Sicherheit

Eine Lösung bietet ein VPN (Virtuelles Privates Netzwerk). Durch die Auswahl an Servern bei den VPN-Anbietern kann der Nutzer einen Server auswählen, der sich in einem Land befindet, in dem die gewünschten Theater-Inhalte abgerufen werden sollen. Möchte der Nutzer das Stück eines Theaters in London streamen, wählt er einen Server in England aus. Die Seite, auf dem der Live-Stream oder das Video zur Verfügung gestellt wird, geht dann davon aus, dass sich der Zuschauer in England befindet. Das Geoblocking wird aufgehoben.

Hält man sich im Ausland auf, hilft ein VPN dabei, dass man weiterhin auf Streaming-Inhalte im Heimatland zugreifen kann. Gerade bei Live-Streams in HD ist es wichtig, einen VPN-Anbieter zu wählen, der entsprechende Qualität anbietet. Das bedeutet u.a., dass dieser eine große Anzahl an Servern zur Auswahl haben sollte. Das verhindert, dass sich die Internetgeschwindigkeit verschlechtert, sobald zu viele Nutzer auf einen Server zugreifen. Ein VPN schützt zudem die eigenen Daten. Der Datentransfer erfolgt zunächst verschlüsselt zum ausgewählten VPN-Server. Neugierige Dritte können nur Kauderwelsch erkennen. Erst wenn die Daten beim VPN-Server ankommen, werden die Daten entpackt und an den Zielserver übermittelt. Das ist vor allem dann nützlich, wenn man die Inhalte über öffentliche WLAN-Netzwerke streamen möchte, wie z.B. in Cafés oder im Zug. Gerade in diesen Fällen sind die Daten am gefährdetsten.

Fazit

Theater haben es während der Pandemie nicht einfach, versuchen aber, auf kreative Weise, das beste aus der Lage zu machen. Ein VPN verbindet zwei wesentliche Vorteile: Ein interessierter Theaterzuschauer, der in der Pandemiezeit nicht ohne das Theater auskommt, kann sorgenfrei von überall seine Lieblingsstücke und Inhalte streamen – und das auch außerhalb des eigenen Landes, indem er sich befindet.